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Ultraleicht Trekking

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Ohne mich in dem Bereich auszukennen, aber paragliding betreibt man doch eher an Spots, mit denen man in Sachen Windverhältnisse und Relief vertraut ist und nicht mal eben an einem beliebigen Gipfel, an dem man auf Tour vorbeikommt?

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vor 1 Stunde schrieb questor:

Ohne mich in dem Bereich auszukennen, aber paragliding betreibt man doch eher an Spots, mit denen man in Sachen Windverhältnisse und Relief vertraut ist und nicht mal eben an einem beliebigen Gipfel, an dem man auf Tour vorbeikommt?

In der Regel ist es für 99% der Paraglider erlaubt nur von offiziellen Startplätzen abzuheben. Naturschutzgebiete sind verboten, wie auch viele Gipfel die keinen Startplatz haben. 

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vor 48 Minuten schrieb questor:

Von welchem geographischen Einzugsgebiet sprichst Du?

Zumindest in den Alpen ist es so. Hier in Finnland springt man eher ausm Flugzeug, ich denke hier kann man selbst in Lappland nicht wirklich gut paragliden :D 

 

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vor 3 Stunden schrieb questor:

Ohne mich in dem Bereich auszukennen, aber paragliding betreibt man doch eher an Spots, mit denen man in Sachen Windverhältnisse und Relief vertraut ist und nicht mal eben an einem beliebigen Gipfel, an dem man auf Tour vorbeikommt?

Also vom Sicherheitsaspekt her ist das kein Problem, mit Erfahrung kannst Du ueber die Topokarte, Gelaendestruktur und Wind ganz gut erkennen, was Dich erwartet. Davon ab gibt es ohne Ende Revierfuehrer, in den die Start / Landeplaetze und Verhaeltnisse beschrieben sind, so aehnlich, wie die Ankerplatzfuehrer beim Segeln.

Das ist halt das Nette am Paragliding, Du hast das Teil auf dem Ruecken, laufst durch die Gegend und wenn Du keine Lust mehr zum Laufen hast, packst Du den Schirm an einem geeignetten Platz aus und fliegst los.

Was die Bodenbelastung usw betrifft, ist die, wenn Du es kannst auch nicht hoeher, als wenn da 2 oder 3 Wanderer her gehen.

Was Tiere betrifft, verscheuchst Du auch normalerweise keine Tiere usw, allerdings kann es Dir passieren, wenn Du Dich in einen Thermikschlauch hoeher sorst, dass derselbe Schlauch auch von groesseren Voegeln genutzt wird und wenn in einem engen Schlauch auf gleicher Hoehe mit Dir ein Adler kreist, ist das zwar absolut klasse, aber Du denkst schon viel ueber scharfe Adlerkrallen und den Stoff Deines Schirms nach :mrgreen:
 

vor 2 Stunden schrieb skullmonkey:

In der Regel ist es für 99% der Paraglider erlaubt nur von offiziellen Startplätzen abzuheben. Naturschutzgebiete sind verboten, wie auch viele Gipfel die keinen Startplatz haben. 

Das ist halt so aehnlich wie mit dem wild Zelten, offiziell macht das keiner, weil es verboten ist :mrgreen:

Naja das kommt auch ziemlich drauf an, wo Du grad Fliegen willst und welchen Schein Du hast...

Mal als Beispiel, bist Du in Oesterreich und hast nur den Oezi (Oe-Schein, kann in einer Woche Schulung erworben werden, allerdings muss man dann in regelmaessigen Abstaenden den Pruefungsflug wiederholen), darfst Du nur in offiziellen Schulungsgebieten fliegen, was jetzt nicht so schlimm ist, da jreder 2. Maulwurfshuegel ein Schulungsgebiet ist.
Und in anderen Laendern gar nicht.

Hast Du den oesterreichischen Sopi (Sonderpilotenschein oder so aehnlich) oder den deutschen Schein, darfst Du sozusagen ueberall da fliegen, wo es nicht verboten ist und da hast Du schon rel grosse Freiheiten. Man sollte das natuerlich immer gut mit den gesperrten Bereichen im Auge halten, (was frueher ohne GPS viel schwieriger war), sonst kann es Dir wie mir mal vor langer Zeit ohne Erfahrung gehen, dass Du Dich scheckig freust, dass Du so gut in der Thermik steigst, du aber nicht drauf achtest, dass es Dich seitlich verblasen hat und Du erst, als eine Passagier-Maschine an Dir vorbei zieht, merkst, dass Du im Luft-Korridor fuer einen grossen Flughafen bist.

Es braucht auch technisch keinen Startplatz am Gipfel, starten kannst Du von ueberall, wo Du einen entsprechend geneigten Hang ohne Hindernisse und Aufwind hast, ein paar Schritte und Du bist in der Luft. Und bei guter Thermik kann es auch sein, dass Du nach etwas Schrauben aus 1000 oder 2000 m Hoehe auf Deinen Startplatz runter schaust

Sind auch grosse Unterschiede zwischen den Laendern, z.B. in D superregelmentiert, in A schon weniger und F ist rel wildwest.

Aber was es neben einem gueltigen Schein unbedingt braucht, ist eine Versicherung, wenn z.B. jemand im Landeanflug voellig pennt und in einer Stromleitung haengen bleibt und zur Bergung der Strom abgeschaltet wird, koennen da schnell mal 7stellige Forderungen zusammen kommen, je nach dem was da an Gewerbe an der 30 kV Leitung dran haengt.

vor 15 Minuten schrieb skullmonkey:

Zumindest in den Alpen ist es so. Hier in Finnland springt man eher ausm Flugzeug, ich denke hier kann man selbst in Lappland nicht wirklich gut paragliden :D 

 

Habe ich, was die Alpen betrifft, auch andere Erfahrungen, kommt halt immer auf´s Land + Gegend an.
Ich weiss zwar aus dem Freundeskreis, dass die Finnen viele bekloppte Sachen machen, aber jetzt echt mit einem Pragliding-Schirm aus dem Flugzeug ?
Die Schirme sind doch weder fuer Oeffnung im freien Fall geeignet, noch der entsprechenden Belastung beim Oeffnen gewachsen, oder meinst Du Fallschirm-Springen (was natuerlich voellig andere Schirme sind) ?

Naja es braucht ja nicht unbedingt hohe Berge, bei vernuenftiger Thermik tut es auch ein kleiner Huegel und es gibt ja schliesslich noch den Windenstart und in nicht ganz so regelmentierten Laendern wird auch schon mal das Schleppseil auf einer ruhigen oeffentlichen Strasse / Piste an ein normales Auto gehaengt...

Das Gefaehrliche am GL-Fliegen ist, dass es technisch so leicht ist, nach eine paar Tagen kannst Du unter normalen Bedingungen den Schirm fliegen.
Kannst aber Null die Bedingungen einschaetzen, Lee-Rotoren sind da echt noch das Harmloseste , viel ist auch reviertypisch z.B. bin ich erstmal nur ueber ein Jahr verteilt ein paar Wochen in Oesterreich geflogen, da sind die Landeplaetze fast alle aenfaegertauglich in weiten Taelern.
Als ich dann in F einen der ersten Fluege gemacht habe, war es so, dass Morgens beim Checken des Landeplatzes noch alles gut war, aber bis ich zum Gipfel gewandert war, hatte sich unten ein starkes Talwind-System aufgebaut, dass der Landeplatz nicht mehr zu erreichen war und ich auch mit ungebremstem Schirm rueckwaerts ueber Wald das Tal hoch trieb, bis ich mit Blick ueber die Schulter eine kleine Lichtung fand.
Solche Geschichten kann eigentlich jeder GL-Flieger Etliche erzaehlen...

So einem Schirm wie den oben Verlinkten, wuerde ich hoechtens als Schattentarp nutzen :mrgreen:
Ein Monoskin mit einer derartig "duennen" Leinenstruktur, das waere mir echt zu link und ohne Reserve, ein vernuenftiges Gurtzeug, Helm wuerde ich auch nicht fliegen und ohne Vario macht die Sache auch nicht wirklich Spass, dann wird die Thermiksuche Roulette und dann isses schon viel Kram, den Du bei hast.

Aber wie ich sicher weiss, da ich beratend dabei war, bei einer sehr leichten Ausruestung geht auch eine sichere Ausruestung mit Zelt, Schlafsack usw easy in einen HMG 4400 Porter  :mrgreen:

 

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Da Paragleiten quasi meine Version von Ultralight-Trekking ist, muss ich wohl auch fast meinen Senf dazugeben ;)

Prinzipiell kann ich alles was @khyal schreibt bestätigen, zwei Kleinigkeiten muss ich aber berichtigen; Der "Oezi" heißt offiziell Schulungsbestätigung, und mit diesem darfst du nur unter Aufsicht eines Fluglehrers in einem zugelassenen Schulungsgelände fliegen. In der Praxis gibt es gegen Ende der Ausbildung vom Fluglehrer dann einen "Flugauftrag", was heißt,  du sollst in einem bestimmten Gebiet fliegen gehen, welches dir der Fluglehrer vorher gezeigt hat. (Auch gängige Praxis ist, dass die meisten Flugschüler während ihrer Ausbildung "schwarz" fliegen, dh. illegal auf eigene Faust. Wenn da was passiert, ist es vorranging versicherungstechnisch problematisch). Nach der Ausbildung hat man den Sonderpilotenschein SoPi / A-Schein, mit dem darf man - ganz richtig - in Österreich überall dort fliegen, wo's nicht explizt verboten ist. In Deutschland nur von zugelassenen Startplätzen (hatte bislang aber auch abseits davon keine Probleme, solang man rücksichtsvoll ist) und für alle anderen Länder braucht man die "IPPI"-Card, die sowas wie die internationale Flugberechtigung ist. Nicht überall anerkannt, aber recht akzeptiert. Wichtig, mit dem SoPi darf man nur vom Berg runterfliegen, dh. keine Streckenflüge. Will man Kilometer machen, braucht man noch eine Zusatzausbildung (Streckenflugberechtigung / B-Schein), dann kann man überall fliegen, wo's luftrechtlich erlaubt ist. Wiederum, solang nichts passiert, bekommt man kaum Probleme, aber wenn was ist, steigt die Versicherung aus, wenn man illegal unterwegs war.

Das Abspringen mit Gleitschirmen aus einem Helikopter (Flugzeug ist zu schnell) ist in der Acro-Welt übrigends Standard und nennt sich D-Bag, weil der Gleitschirm in einer speziellen Form gepackt wird, sodass er gut öffnet und dann hüpft man raus. Machen also nicht nur die Finnen.

Ich bin auf dieses Forum gestoßen, weil ich Anhänger einer relativ unbekannten Variante des Gleitschirmsports bin; Vol-Biv. Vol = franz. für Fliegen, Biv= Bivy, eh klar ;). Obwohl die Szene da sehr sehr klein ist, trifft man selbst hier im Forum schon auf mir bekannte Namen, siehe den Thread von Boris:

Ultraleicht im Kontext Gleitschirmsport ist nicht unbedingt das was hier im Forum unter Ultraleicht verstanden wird. Eine traditionelle Gleitschirmausrüstung bringt schon alleine so 10-15kg auf die Waage. Speziell wenn man Distanz im Flug zurücklegen will und das auch bei widrigen Bedingungen, reicht ein Single-Skin (wie die Run&Fly-Version von JB oben) von der Leistung her nicht aus. Das ist dann eher lebensgefährlich bzw. man bleibt besser am Boden. Speziell wenn man gegen den Wind Strecke machen will/muss. Die wenigen verfügbaren Vol-Biv Streckenschirme wiegen zwischen 2.95 und 4.5kg, meiner z.B. 3.2kg. Die werden dann z.B. aus einem 27g Porcher Skytex gefertigt. Das derzeit leichteste vollverkleidete Gurtzeug mit genügend Stauraum bringt inkl. Protektor 1.8kg auf die Waage. Wen's interessiert, meine  Packliste für unseren heurigen Sommertrip findet sich hier. Mit 15kg Basisgewicht ist man schon ganz gut dabei, i.d.R. hat man dann so um die 20kg am Rücken (was auch der Grund ist warum es sich oft bezahlt macht auf fliegbares Wetter zu warten, anstatt zu laufen). Mittlerweile ist mein Rucksack zum Glück schon wieder um fast 2kg optimiert, mit noch etwas Potenzial nach unten. Baue gerade an einem passenden Rucksack und versuche mein Zelt los zu werden (obwohl mit 1kg eh schon recht leicht). Die Standardoptimierung für Vol-Biv Aktionen ist, dass man den Protektor aus dem Gurtzeug entfernt, und durch den Schlafsack / Zelt / Gewand oder sonst irgendwas weiches ersetzt. Dadurch hat man zusätzlichen Stauraum im Gurtzeug und spart an Gewicht. Ich schlaf persönlich auch in den Schirm eingewickelt, was mir den Schlafsack erspart. Das funktioniert ganz gut bis etwa 0° oder leicht darunter.  

Wen's interessiert, ich hab letztes Jahr ein Video meines ersten Test-Trips zusammengeschnitten, ich denke in den 7min sieht man so ziemlich alles  was bei Vol-Biv regelmäßig passiert (mit eher geringen Auswirkungen, da einfaches Gelände): Nichts läuft wie gedacht, man läuft mehr als man glaubt, dann fliegts doch, man landet auf der einen Seite des Bergs, geht 15m rauf und fliegt auf der anderen Seite weiter, weil's effektiver ist als ewig nach Thermik zu suchen etc. Und schlussendlich ist's trotz der Anstrengung geil ;)  Das Video von der heurigen Alpenüberquerung ist noch in Arbeit, kann ich aber gerne auch mal teilen, sofern Interesse besteht.

Die 33h Rennversion schaut dann so aus, da sieht man auch einiges vom Equipment und ein paar Gedanken dahinter:

 

 

Liebe Grüße

Thomas

 

 

 

 

 

 

 

bearbeitet von nichtEssbar

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