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Ultraleicht Trekking

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  1. Letzte Stunde

  2. Ich habe sie nicht im Dauereinsatz seit dem Kauf, sondern nur hin und wieder, weil ich sie auch nicht immer mit dabei habe. Aber aktuell sehen sie immer noch aus wie neu. Ich muss allerdings sagen, ich schone meine Ausrüstung schon sehr und achte da wirklich drauf. Vermutlich bin ich damit nicht wirklich die Referenz ;-) was Langzeittests betrifft.
  3. Das kommt immer auf die Tour an. In der Natur und auf abgelegenen Berghütten nutze ich gar keine Seife. Im Tal auf Campingplätzen oder in Hostels öfters.
  4. Heute

  5. bist Du sicher, daß er durch ist ? Passiert eigentlich nur, wenn der Akku über nen längeren Zeitraum komplett entladen bleibt. Häufig sind es nur Verschmutzungen auf dem Pluspol, ist der durchgehend blank ? Ansonsten geschützter 16340, der vom Durchmesser passt, aber die Fenix sind schon sehr ausfallsicher.
  6. Großartiger Bericht und tolle Fotos! Bekomme sofort Lust, loszuwandern!
  7. @schwyzi Ich kann mich da nur anschliessen, eine Exex-Freundin von mir ist ca 70 mit Herzklabaster an der Bushalte umgefallen, zum Glück war gleich jemand Fachkundiges zur Stelle, der sich gekümmert hat, dann kamen ein paar zähe Monate, OP mit Stands, Reha usw und sie ist heute überwiegend wieder recht fit. Neulich auf dem Sommerfest des Vogelhofs haben wir dann noch Andere getroffen, die Ähnliches seit etlichen Jahren hinter sich haben und wieder fit sind. Also hab etwas Geduld, mach keine SFPs und geh positiv Deinen Weg, das wird schon...
  8. Das dir das peinlich ist, mit der Sprache, kann ich verstehen! Ich wohne nur ca 100Km von der Holländischen Grenze und bin immer wieder peinlich berührt, das unheimlich viele Holländer ein ganz passables Deutsch sprechen und umgekehrt fast niemand meiner Mitbürger (einschließlich mir) auch nur mehr als drei Worte Holländisch spricht!
  9. 5. Im Adlergebirge (Orlické hory) 17.-19. August 90 km In der schönen Útulná blieb ich natürlich nicht alleine. Um halb acht abends pirscht ein junges Paar durch die Birken und fragt schon mal, ob ich alleine bin. Ja, bin ich. Prima, denken die sich auf tschechisch, es könnte schlimmer sein. Flugs packen sie Chips und Bier aus ihren Rucksäcken und stellen sich als Jonaš und Barbara vor. Er kann etwas Deutsch, ist Skilehrer im Krkonoše und sie studiert irgendwas mit Chemie in Prag. Jonaš versetzt mich mit einem seiner Kartentricks ins Staunen. Dann verraten sie mir Neratov als Camping Geheimtipp bzw. Hiker-Heaven gleich neben dem Kloster mit WC und Pipapo. Es liegt nicht direkt an der Via Czechia, sondern 4 km Richtung polnische Grenze, an der Stezka Čezkem. Warum nicht einen Schlenker einbauen? Mich treibt ja nix an und außerdem sind ab spätnachmittags Gewitter angesagt. Also los. In Mladko hole ich mir aus dem potraviny ein Kolatscherl, also Kuchenstück zum Frühstück, Wasser habe ich mir aus einer Quelle besorgt. Später stoße ich auf ein Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine radioaktive Quelle handelt. Egal, abgefüllt ist abgefüllt. Und so schlendere ich weiter, viel auf Landstraße, später im Wald wieder an der Bunkerlinie entlang. So viele Waldlodges alle 100 m! Wie historisch ist dieser Landstrich. Auf dem Abzweiger nach Neratov, das in einem engen Talkessel liegt, überfällt mich ein erster Wolkenbruch. Kurz davor hatte ich mal Aussicht und vermeinte in der Ferne, einen Blick auf die Schneekoppe zu erhaschen. Kurze Zeit später ist wieder alles in Wolken gehüllt. Dann geht's ins Tal hinunter und um halb drei nach 25 km überragt die große Wallfahrtskirche von Neratov, vormals Bärnwald den engen Talkessel. Dahinter gibt's die Zeltwiese und 2 pyramidenartige Chatas, die erste wird gerade durch eine Familie mit Kindern bezogen, die zweite kann ich mir sichern. Halb drei nachmittags ist also nicht zu früh. Das dritte Pärchen stellt sogleich ein Zelt auf und ein tschechischer Mann fragt mich zugleich auf deutsch, wie lange ich in der Hütte bleibe - na, eine Nacht halt- prima, dann schlafe er heute erstmal im Auto und bezieht dann morgen nach meinem Aufbruch mein Chalet. Das Beste kommt noch: es gibt nicht nur WC, Ladesteckdosen, sondern auch eine sprcha (Dusche) mit warmen Wasser, umsonst! Mein Glück ist perfekt. Ich verbringe den Restnachmittag wie eine Glucke vor dem Chataeingang, koche Ramennudeln und Tee, während das 2. und 3. heftigere Gewitter vorüberzieht. Ganz dicht ist das Hüttchen beim starken Regen nicht, aber es gibt Schlimmeres. Das Ding ist jedenfalls für heute Abend meins. Die Nacht in der Holzpyramide war ein Traum. Ich konnte sie abends noch wild verteidigen, als eine Wanderin im Regen auch da Unterschlupf begehrte. Nun war das Ding sehr intim beengt und duster, und ich wollte nicht schon wieder eine Nacht mit unterschiedlichen Rhythmen anderer Mitübernachter über mich ergehen lassen. Ich erklärte mich dahingehend, dass ich lieber für mich alleine wäre und sie sagte, kein Problem. Am Morgen sehe ich dann, dass sie wie etliche andere an der überdachten Kirchenaußenfassade ein trockenes Schlummerplätzchen gefunden hatte und noch selig poofte, als ich schon längst aufbreche. Die Holzhütte war zum richtigen Zeitpunkt. Es kamen am Abend mindestens 3 sintflutartige Unwetter, dass sogar Wasser in das Hüttl tropfte. Am frühen Morgen geht's doch gleich über die Stezka čezkem zurück zur Via Czechia, natürlich nicht ohne Verhauer. Zuerst dachte ich, das Adlergebirge ist nicht so ansprechend. Eigentlich oft ein grüner Tunnel ohne besondere Aussicht. Aber dann wandere ich kilometerlang auf einem wunderschönen Pfad. Über mir fliegen Scharen von Kreuzschnäbeln, und kurz vermeine ich auch, die weißgefleckten Flügel von Wiedehopfen auszumachen. Hier in der Gegend? Und tatsächlich weist eine Tafel darauf hin, dass es welche gibt. An einem Kreuzungspunkt steht die erste Hütte des Weges, dessen Kiosk wohl nur am Wochenende offen ist. Eine Familie hat den Vorbau als Übernachtungsplatz benutzt und ein Lagerfeuer ist am ausglühen. Ob ich Hermelin will, der sei noch übrig. Jetzt weiß ich endlich, das die Tschechen mit Hermelin einen Camembert meinen. Ich freue mich riesig und verspeise sogleich den ersten der beiden. Später komme ich mit einem älteren Herrn ins Gespräch. Er erzählt mir mit ein paar Brocken Deutsch, dass er schon in Bozen gearbeitet habe. Wir verabschieden uns mit Handschlag. Keine halbe Stunde später stoße ich auf eine herzliche Frauenpartie aus pensionierten Freundinnen. Eine war Lehrerin, eine Physiotherapeutin, eine gynäkologische Krankenschwester. Die Stimmung ist so prima, dass wir ein Selfie machen. Auch der zweite Kiosk des Weges hat geschlossen, und versäumt ein Riesengeschäft, da sich mittlerweile zig Wanderer und Radfahrer wegen des nahen Aussichtsturm versammelt haben. Ich gehe weiter und gerate zur highnoon Zeit an eine große Baude mit Restaurace. Für mein Kofola muss ich mindestens 20 min warten, werde aber dann sehr freundlich vom deutschsprechenden Kellner versorgt. Woher ich denn käme? Die Bayern haben gutes Bier, meint er anerkennend. Ich bin fast peinlich berührt, dass so viele Tschechen ein paar Sätze Deutsch können und wir Deutschen kaum oder gar kein Tschechisch sprechen. Dann geht es über einen letzten Aussichtsturm mit unzähligen Kindergruppen so langsam bergab. Ich verlasse allmählich die Orlické hory, kaufe nochmals ein Ramensüppchen in dem potraviny der kleinen Ortschaft und finde zumindest am Rand einer Wiese an einem plätschernden Bächchen einen leidlich ebenen Platz für mein Zelt. Heute Nacht soll es wieder regnen. Die Nacht auf der polnischen Wiese in meiner Plastikbaude war trotz Regen ganz famos. Natürlich komme ich dann morgens nicht ganz so schnell in die Pötte, wenn noch alles Nasse von den Bäumen auf das Zeltdach tropft. Dann kurz vor acht stapfe ich über nasses Gras die paar Meter nach Tschechien zurück und wandere wieder auf Asphalt. Tatsächlich kommt mir doch am frühen Morgen eine festere Gestalt entgegen, die sich bei näherem Hinschauen als eine einzelne Wanderin mit dickem Rucksack herausstellt. Nach etwa 5 km erreiche ich den ersten Aussichtsturm des Tages auf dem Šibenik. Da gibt's zwar null Aussicht, aber eine Steckdose und Mülleimer. In Nový Hradec um halb 10 gibt's Frühstück aus dem potraviny für mich: ein leckeres süßes Teilchen und einen halben Liter Buttermilch. Später geht es in eine Schlucht mit traumhaften Trails. Am Ende angelangt, stapfen Leute mit Trockenanzug und Kescher durch's Dickicht. Ich erfahre, dass es sich um einen Trupp Biologen handelt, die die kleinen Fische im Waldbach erst per Elektroschock betäuben, um sie zählen zu können. Hier heroben sei noch alles ok, aber weiter unten in der Ebene macht sich die Trockenheit schon bemerkbar. Am Ende der Schlucht befindet sich ein netter tschechischer Biergarten, wo ich mir für umgerechnet 1,60 € ein "Bernard" gönne. Wär ich mal lieber alkoholfrei geblieben, denn der folgende Anstieg hat es in sich. Und der Weg bis nach Náchod zieht sich ziemlich. Das Städtchen ist größer als gedacht. Den LIDL lasse ich links liegen und verspeise auf einer profanen Bank direkt an einer Kreuzung mein 2. von gestern geschenktes Hermelin. So gestärkt gehe ich die 9 km bis nach Hronov, nicht ohne noch den 2. Aussichtsturm des Tages, dieses Mal mit Aussicht, zu besteigen. In Hronov leiste ich mir einen kühlen Liter Milch und eine neue Flasche Mineralwasser. Auf dem dortigen öffentlichen WC kann ich nochmal schön die Hände waschen, bevor ich mich hinter dem Friedhof des Ortes auf einer Anhöhe im dichtesten Dickicht ein verschwiegenes Plätzchen ausspähe. Das ist auch gut so, denn im Wald fahren in den Abendstunden noch allerlei motorisierte Vehikel umher. Heute Nacht soll es wieder regnen, stürmen und gewittern.
  10. PREISSENKUNG! 20€ inklusive VERSAND! Wenn sie dann keiner ausprobiert, schmeiß ich sie einfach weg!
  11. Gestern

  12. @Old School Was solls, ist ja positiv gemeint!
  13. unprofessionell ... nee, da geh ich nicht mit ...
  14. Jürgen hat sich registriert
  15. Was ich viellericht noch ergänzen sollte, die Jungs sind nicht gerade Kommunikationswunder 🙄 Trackingnummer mailen klappt nur auf Erinnerung und dann evtl erst, wenn man längst das Paket hat, auf Email-Anfragen kommt erstmal eine unsägliche KI-Reponse, die den eigenen Text völlig falsch zusammen fasst, eine rel sinnbefreite Antwort von einem Mensch kommt dann erst etliche Tage später. Da wäre noch viel Raum für Verbesserung... Aber wer damit leben kann (bis jetzt wurden meine Bestellungen immer zügig via DHL versandt und waren komplett) dem kann ich den Shop sehr empfehlen, die Gewürze sind sehr gute Qualität und haben faire Preise (für die Qualität).
  16. Mein erstes leichteres Zelt habe ich hauptsächlich nach Gewicht ausgesucht. Nach der ersten nassen Tour wusste ich plötzlich, dass mir ein bequemer Ein- und Ausstieg mehr wert ist als die letzten 150 Gramm.
  17. Ich habe bei Touren irgendwann aufgehört, jedes Gramm einzeln zu optimieren, wenn dafür die Bedienung komplizierter wurde. Ein Teil, das ich müde im Regen ohne Nachdenken benutzen kann, ist mir inzwischen mehr wert.
  18. Sehr schön, das du so ausführlich berichtest! Ich liebe „unprofessionelle“, von Usern, für User geschriebene Reiseberichte!
  19. Danke, das sieht gut aus und kommt auf meine Wunschliste.
  20. Denke mal, selbst gebaut bezieht sich auf die Komponenten etc. Wenn ich es richtig sehe, ist das der UP-Rahmensatz von Open Cycle. https://opencycle.com/eu-en/up-frameset-first-gen-/s/orange
  21. @Blickpunkt Gibt es hierzu mittlerweile schon sowas wie eine Langzeiterfahrung? Wie sehen die Schuhe nun nach einem Jahr Nutzung aus?
  22. RaulDuke antwortete auf RaulDuke's Thema in Biete
    Ist erledigt, danke!
  23. MarkusKeller hat sich registriert
  24. Shawnlus hat sich registriert
  25. Letzte Woche

  26. timpsa hat sich registriert
  27. fel4iiiik hat sich registriert
  28. Hallo zusammen. Ich will meine Rucksack Sammlung mal etwas verkleinern und verkaufe meinen AtomPacks The Mo EP50. Torso Length: Large - 19" to 21" Hipbelt Size: Large Dabei ist auch die Atompacks abnehmbare Seitentasche. Ist noch relativ wenig benutzt, 2-3 Touren. Hat keine erkennbaren Abnutzungserscheinungen. Wiegt komplett mit Hüftgurt und Hüftgurttasche 987g Kann man aber auch beides abnehmen, sowie die Rückenpolsterung und Frame, dann dürfte es noch etwas leichter sein. Ist XPAC. 260 € zzgl Versand
  29. khyal antwortete auf KaZee's Thema in Ausrüstung
    Ach eigentlich geht es doch in D, entweder mal einen Ausflug in die kölner Gegend mit den Walkis in Bonn und Sack & Pack in Krefeld machen, wenn ich nicht auf Tour bin, kann dann gerne bei mir östlich Köln gepennt werden, oder eben im Süddeutschen Chris.... Was nun Japan betrifft, da hatte ich mir schon gedacht, daß da viel ist und Soto, Snowpeak, Evernew usw nicht nur für den Export produzieren 😁 Böse Falle sind die Klamottengrößen, bei Montbell sind es, zumindest wenn offiziell von Montbell importiert wird, in D US-Größen, die sehr groß sind - normalerweise habe ich bei Oberbekleidung eher 3XL als 2 XL, bei Montbell reicht die max Größe XL prima aus, in Japan sind es aber eher die japanischen Größen, die 2 Nummern kleiner sind. Ich kann mich noch dran erinnern, daß ich mich mal mit einem Päarchen bei SUPK getrofffen hatte und sie nach div Ausrüstungskauf wie Zelt usw danach fragten, ob sie mal die Montbell Regenjacken probieren dürften, sie sie aber nicht im Laden kaufen würden, da sie nach Japan fliegen würden und sie dort vor Ort kaufen wollten - fand ich sehr fair mit der Ansage - ich hatte sie dann noch gewarnt über die Größen, in Japan mußte das wohl schnell gehen, keine Anprobe, hatten sie wohl meine Warnung vergessen, hinterher passte die für ihn gedachte Jacke ihr 😒
  30. 4. Hruby Jeseník (Altvatergebirge) und Rychlebske hory (Reichensteiner Gebirge): Am Praděd vorbei auf den Schneeberg 13.-16. August 110 km Ich liebe Nächte wie diese: unspektakulärer Fichtenwald, weicher Boden, Windrauschen, überwiegend eben. So geht Regeneration. Um kurz nach 7 Uhr mache ich mich auf um just nach 600 m an der Chata na Skřítků eine Ladestation zu entdecken. 10 min Handyaufladen muss jetzt auch noch sein. Dann beginnt ein langer schöner Anstieg durch den Wald, auf dem mir 15-20 Tschechen unterschiedlichen Alters mit Rucksäcken entgegen kommen. Offenbar ist der Bergkamm wieder ein Hotspot für Sonnenunter- und aufgangsanbeter. Nach einigen Höhenmeter erwartet mich schon der erste verblockte Gipfel Ztracené kameny, auf dem ein junger Tscheche sein erstes Gipfelbier um kurz nach 8 Uhr hineinschüttet. Ich gehe mal besser weiter. Und dann kommt in dieser Morgenstunde der mit Abstand schönste Trail in Richtung Praděd, dem Altvatergipfel mit fast 1500 hm. Aussichten mit 360°-Panorama auf einer riesigen Hochfläche, bei der es klar wird, warum so viele von ihrem Biwak kommen. An der Jelení studánka gibt es reichlich Quellwasser und einen großzügigen Unterstand, in dem viele Leute hineinpassen. Momentan ist hier keiner mehr. Ich bin im flow und wandere an Heidekraut vorbei mit permanenter Aussicht. Immer auch den Blick auf den Praděd voraus dreht sich der Weg an einem Lift halbkreisartig. Das vorläufige Ziel ist das Skiörtchen Ovčárna, in dessen Restaurace ich meinen Brunch mache. Langsam bekomme ich eine smažený sýr mit hranolky -Vergiftung, aber das ist das einzige Gericht, was ich am besten aussprechen kann. Das WC eignet sich für Catwash und die Dame hinter dem Tresen lässt mich mein Smartphone aufladen. Frisch gestärkt geht es auf Teerstraße zum Praděd. Es ist Mittag und eine Massenprozession bewegt sich gen Gipfel. Da lasse ich den Altvater doch lieber rechts liegen und spare mir die letzten hm. Das nächste Ziel ist eine Hütte in Švýcárna. Ich muss für mein pivo garantiert 20 min anstehen, aber mir macht das nichts. Dann folge ich dem Weg weiter, meist abwärts, dann über Bohlen, dann wieder steinig bergauf. Mit einer älteren Einheimischen komme ich auf Englisch ins Gespräch, es schaltet sich ein älterer Herr dazu, der besser Englisch kann und so fragen sie mich ein wenig aus und wünschen mir eine gute Wanderung. So macht das richtig Spaß, wenn man Kontakt zu den Leuten bekommt. Für den Abend suche ich die Vřesová studánka auf, eine Mischung aus Quelle, Kapelle und Unterstandshütte, auf dem Dachboden könnte man nächtigen, aber da ist schon eine Familie mit Kindern. Ich suche mir etwa 50 m weiter oben ein Sonnenplätzchen zwischen Heidelbeeren und Felsen. Über mir fliegen Fichtenkreuzschnäbel. Ich glaube, ich mache heute mal wieder Cowboy Camping. Der Biwakplatz war im Grunde nicht schlecht, unauffällige Lage, aber windige Exposition. Ein Biwak hat den Nachteil, viel anzuziehen und sich nicht ausbreiten können. Der Vorteil besteht in den Wachphasen, dass man direkt in einen gigantischen Sternenhimmel guckt und Sternschnuppen zählen kann. Und man versäumt den Sonnenaufgang nicht. Dieser hier ist wieder sagenhaft schön, wenn sich die neon-rosa Scheibe hinter den blauen Bergketten erhebt. Ohne Frühstück geht's auch gleich los. Auf dem ersten Gipfel des Tages, dem Keprník vrchol, einem 1400er, bin ich schon nicht mehr alleine. 2 nette Burschen lassen englisch mit sich reden, und so machen wir gegenseitig von uns Gipfelfotos. Auf dem Weiterweg nach Ramzová knurrt mir der Magen, kommt jetzt etwa der hiker-Hunger? Und so stolpere ich den sehr steinigen Weg hinab und wundere mich, dass mir immer mehr Touris um diese Zeit schon entgegen kommen. Das Rätsels Lösung ist eine Seilbahn, die alle ein paar hm nach oben schweben lässt. Am späten Vormittag bin ich in Ramzová und kaufe der Minimarket-Frau Wasser und ein paar Snacks ab. Ein gefüllter Krapfen in die Hand muss auch sofort sein. Keine 700 m weiter entdecke ich ein Hüttenresort, dessen Parkplatz mit Laternen bestückt ist, die in den Masten Steckdosen haben. Bis Mittag gibt es also für mich nochmals eine Ladepause. Dann kommt wieder ein Anstieg durch den Wald und auf schönen Trails bis zur polnischen Grenze. Ich mache einen 500 m Abstecher zu einer großen Berghütte, Horská chata Paprsek, wo ich mir Gulaschsuppe und als Nachspeise eine große Heidelbeerdampfnudel gönne. Letztere bereitet mir ein Zuckerkoma, mit dem ganzen Puderzuckertopping und der flüssigen Butter obendrauf. Und Aussicht hat man beim Essen direkt auf den Dalimilova rozhledna einige hm weiter unten, ein Aussichtsturm bzw. eine verkleinerte Replik der Sněžník-Aussichtsplattform. Zu dem Sněžník wandere ich aber erst morgen. Mit vollem Bauch schlendere ich nach langer Pause wieder an den Grenzsteig und nehme mir nochmals 10 km vor. Allerdings schwächle ich heute nach dem frühen Aufbruch und ungewohnt vollen Magen, so kommt es mir gelegen, bereits schon nach weiteren 8 km ein Waldstück zu entdecken, wo sich ein verschwiegenes Plätzchen auftut. Ich brauche heute wieder eine unspektakuläre Nacht. Die Nacht wäre ganz ok, wenn da nicht immer wieder so leichte Raschelgeräusche und ein niedliches Fiepen zu hören wäre. Wahrscheinlich sind Marderchen zu Gange. Ich stecke mir mal Ohrenstöpsel ein und rette si die frühen Morgenstunden für den Schlaf. Um 7 Uhr geht's aber auf, der Sněžník (Glatzer Schneeberg) will heute bestiegen werden, und noch mehr. So geht es erstmal die restlichen km bis zum Sattel. In dessen Chata ist um 8 Uhr erst Aufwachstimmung. Der steile Anstieg kommt erst noch nach einem flachen Gehstück. Dann geht's aber zur Sache. Die ersten Biwakierer kommen mir schon entgegen. Mit einem polnischen Männerduett komme ich sehr ausführlich ins Gespräch. Sie sprechen ausgezeichnetes Englisch, der eine, Tom, hat wohl in den USA studiert, der andere, Jan, kann Japanisch. Sie verraten mir, das kurz vor dem Gipfel eine Quelle sprudelt, somit ist mein Tag gemacht. Beide haben oben biwakiert und zeigen mir traumhafte Sonnenaufgangsfotos. Das Zelt haben sie sich nicht benutzen trauen. Wildzelten ist ähnlich wie bei uns verboten, aber Biwakieren sei eine Grauzone. Was will man denn auch schon dagegen machen, wenn z.B. auf der Schneekoppe im Riesengebirge täglich bis zu 500 Leute bei gutem Wetter dort in Schlafsäcken und Matten den Sonnenunter- und -aufgang betrachten....sagen sie. OK, d.h. hier besser durchstarten oder eben die 501. sein. Dann endlich ist sie da, die Quelle. Ich pumpe mir schon mal einen extra Liter rein und fülle alle Flaschen auf. Das sollte bis morgen reichen. Den Aussichtsturmaufstieg spare ich mir, es ist mittlerweile so oder so halb Tschechien und ein Viertel Polen hier oben. Auf dem E3 geht's wieder hinunter durch den Wald. Es kommen mehrere kleine Bäche, den ersten nutze ich gleich mal für eine ausführliche Wäsche. Dann zieht sich der Abstieg. Das Käffchen Králíky, ehemals Grulich, werde ich heute nicht ganz erreichen und hebe ich mir für morgen Vormittag auf. Dort muss ich wieder nach Wasser schauen. Ein paar km davor lädt ein Waldrand mit Aussicht auf ein Kloster zum Bleiben ein. Das Zelt werde ich wohl erst ganz spät aufstellen. Heute ist Sonntag, und da lasse ich es etwas langsamer angehen. Der Ausblick von meinem Lagerplatz auf das Kloster Hedeč Hora Matky Boží auf dem Bergerl links neben dem Örtchen Králíky wird mir heute noch genügen, denn nach gut 3 km verweile ich erstmal an dem Kircherl Panna Marie, dessen Friedhof einen funktionierenden Wasseranschluss bietet. Perfekt zum Auffüllen meiner Flaschen und zur Morgendusche, ist ja noch keiner da, um Gräber zu gießen. Eine halbe Stunde später gibt es den nächsten verlängerten Stopp. Am Besucherzentrum des Hauptbunkers aus dem 2. Weltkrieg bzw. schon aus der Zeit davor, als die Tschechen ihre Verteidigungslinie aufbauten, kann ich zum einen einen Kaffee trinken und meine Powerbank ein bisschen laden. Am Vortag fand nämlich eine militärische Übung mit sämtlichen tschechischen Organisationen statt und so konnte ich all diese Militärgrößen, die neben mir ihren Morgenkaffee gekrenzt bekommen, beobachten. Nur, dass ich halt leider kein Wort verstehe. Nach einer weiteren 3/4 h der nächste Boxenstopp, namens COOP. Der hat auch am Sonntag auf, und so kann ich wieder Proviant nachkaufen und gebe mich auf der Wiese davor einem ausgiebigen Brunch hin. Da es nun schon später Vormittag ist, spar ich mir die Schlaufe zum Kloster und zu einem Aussichtsturm. Beide Lokalitäten liegen auf einem Hügel und tja, mit vollem Rucksack und Bauch in der Mittagshitze.... Trotzdem blüht mir noch ein Anstieg auf den Suchý Vrch, der knapp unter 1000 m hoch ist. Dahinter liegt ein etwas feineres Restaurant, in dem ich Saláty mit Pute erstehe und mein Handy komplett aufladen kann. Diese 4. Pause zerschießt mein Zeitfenster zum Vorankommen. Egal, ich schalte heute einen Gang zurück und fasse die Útulná U mladkovske školky als Abendziel ins Auge. Wenn die leer sein sollte...immerhin wollte ich ja auch mal in so einer Útulná nächtigen.
  31. Moin moin! Ich biete hier ein niegel-nagelneues Paar Trailrunning Schuhe Aurora, der Marke Hobibear an. Habe sie nur 10 Minuten im Haus angehabt und festgestellt, das sie mir einfach nicht passen! Also müssen sie weiterziehen. Denn zurück nach China schicken, kommt mir nicht in Frage. Schuhgröße 41 kommt hin, was ja bei Chinaprodukten nicht immer der Fall ist. Neupreis war 49€ im Sonderangebot. Ich hätte gerne 25€ inklusive versichertem Versand, mit DHL, innerhalb Deutschlands. Bezahlt wird bitte per Paypal Friends & Family, oder der guten alten Überweisung. Privatverkauf, das heißt, jegliche Gewährleistung, Garantie oder Rücknahme, sind kategorisch ausgeschlossen.
  32. Kleine Korrektur: der 1. Abschnitt (Beskiden) war vom 4.- 7. 8. (nicht 8.8.), nur so als Größenordnung für diejenigen, die vielleicht für eine eigene Tour nachrecherchieren möchten. Es waren in den 3,5 Tagen gleich mal 4500 Auftakt-hm🫣🥵
  33. LorenParkerr hat sich registriert
  34. Bei dem Gewicht von 8 kg muss es sich ja um ein Carbon-Rad handeln. Wie macht man das selbst ?
  35. Die Herstellerfirma hat mir geschrieben, dass sie mir so ein Teil ( evt. auch 2 ) zuschicken wird. Dauert allerdings 10 Tage. Mal sehen ob es klappt

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