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Ultraleicht Trekking

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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 25.09.2018 in Beiträge

  1. Nachdem ich in der Zwischenzeit Gelegenheit hatte verschiedene Rucksäcke zu nähen und zu testen, bin ich nun bei diesem Modell angelangt. Wer aufmerksam hinschaut wird erkennen, dass dieser Pack Merkmale von verschiedenen bekannten Vertretern des UL - Rucksack Genres aufgreift. Hier kurz die Eckdaten zusammengefasst: Das Packvolumen beträgt circa 35 bis 40 Liter, und bietet damit genug Platz um auch einen dickeren Quilt lose zu packen Zusätzliche Features sind die beiden Schultergurttaschen für Brille, Kamera, Snacks oder vor allem Müll (mein primärer Verwendungszweck) und eine Bodentasche aus elastischem Lycra Stoff, in die der Essensvorrat für den Tag gepackt werden kann - oder andere Dinge, die schnell griffbereit sein sollen - z.B. eine Windhose Auf einen Hüftgurt wird aufgrund der geringen Last, für die er konzipiert ist, verzichtet. Zur Versteifung werden entweder ein paar Teile Z-Lite, eine Neo Air oder ne kleine ProLite als Rückenpanel genutzt, oder der Burrito angewandt Der Deckel lässt sich über einen Roll-Top Verschluss verschließen. Dieser ist einfach in der Handhabung und erlaubt zudem das Fixieren von Gegenständen (z.B. ISO Matte, Jacke, …) ‚On-Top‘ Die Schultergurte sind am Halsansatz mit doppeltem 3D Mesh gepolstert aber ansonsten dünn und ohne extra Schaumstoff-Kern - Der Rucksack ist für geringe Lasten konzipiert (max. 10kg) Die Seitentaschen fassen jeweils bis zu 2 Smartwater Flaschen (1L) Alle Kordelzüge sind austauschbar (Frontnetz, Seitentaschen) Der Brustgurt lässt sich auf 3 Stufen verstellen Als Material kommt X-Pac VX03 zum Einsatz Die Rückenlänge ist mit 47 cm eher kürzer, aber für einen hüftgurtlosen Pack für meinen Geschmack genau richtig. Das Gewicht beträgt 340g Da ich mehrere Rucksäcke genäht habe, für mich aber nicht so viele brauche sind zwei Rucksäcke dieses Typs zu haben. Bei Interesse gerne PN an mich.
    17 Punkte
  2. Hmm, sieht aus wie etliche zuvor, gewichtsmäßig auch keine Offenbarung, und preislich jetzt auch kein Ausrufezeichen - bin gespannt, wo der Macher da seine Nische sieht...
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  3. Oh wow. Der Betreiber vom meiner Meinung nach sehr guten Blog Bergreif kündigt an, jetzt unter dem Label weitläufer Rucksäcke zu bauen und zu verkaufen. Sieht sehr vielversprechend aus! (Sorry, falls das schon mal Thema war, hab in der Suche nix gefunden)
    2 Punkte
  4. waldgefrickel

    Schnäppchen

    Danke! Ich werde berichten
    1 Punkt
  5. Gilt Zimmern als (andere) Sportart?
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  6. Tag 10: Der Schnee ist da Da wir bereits mit dem nicht-das-Frühstück-buchen bereits in Sandhaug erfolg hatten, brachen wir wieder nach dem Verzehr eines Schokoriegels mit etwas Wasser auf. Es ging noch kurz vorbei am Hotel Finse 1222, da wir zuvor gelesen hätten, dort drin gäbe es eine Einkaufsgelegenheit, wir hatten auf ein Tante-Emma-Artiges Angebot gehofft, um unseren Frühstücksvorrat (war "auf Lücke" mitgenommen worden) aufzustocken. Leider war dem nicht so, bis auf ein paar Souvenirs und etwas Krimskrams gab es nichts, v.a. nichts was als gutes Frühstück getaugt hätte. Wir beschlossen, erstmal mit unseren Vorräten weiterzuwandern; durch die Abendessen in den Hütten hatten wir mitgebrachtes Abendessen übrig. Da wir bereits zuvor gehört hatten, dass für den Folgetag in Finse Schnee angesagt war, wir am Vortag gefroren haben und es heute nochmal auf 1500hm hochgehen sollte, zogen wir uns von vornherein die Fleecepullis unter und die Regenhosen über. Dass auch 0 bis -2° (in Finse, 1222hm) und Niederschlag angesagt waren, nahmen wir etwas teilnahslos zur Kenntniss. Gestern war uns zwar auch kalt, aber wir waren halt zu spät erst wärmer angezogen und schon nass. Sollte uns heute nicht passieren... Von Finse aus ging es erstmal nach Norden, sanft aufsteigend ins Halligskarvet-Gebirge, wir wurden begleitet von einigen Tageswanderern. Als wir allmählich höher stiegen, wurde der Konstante Niesel zu Schnee, der zunächst mal nur die Wanderwegsschilder bedeckte... Das spätestens jetzt war für eine ganze Weile das letzte Foto das ich machen konnte. Es war kalt und sehr windig, die Handschuhe nass und die Hände dadurch ebenfalls kalt; wir versuchten auf den noch einfachen Wegen Tempo zu machen um warm zu bleiben. Doch wir stiegen höher, und der Schnee blieb liegen. Bald war der Boden von ca. 15cm Neuschnee bedeckt, auf dem schwarzen Gestein des Gebirges, bei einer Mischung aus Schnee und Nebel war die Weitsicht massiv reduzuiert, auch den Weg konnte man nicht mehr erkennen. Nur so jedes 2-3 Steinmännchen, dass etwas größer war als die anderen, und aus der Landschaft herausragte, ließ sich erahnen; auch wenn wir mehrmals falsch liefen. Man musste sich jetzt sehr konzentrieren wo man hintrat; es gab wiederholt Passagen von glattem, glitschigem Gestein; nur dass es diesmal von 15cm Sülzschnee bedeckt war. Ich hätte keine Bilder machen können, selbst wenn ich gewollt hätte. Um mal mit einem gephotoshopten Symbolbild zu verdeutlichen, was wir gesehen haben: in etwa so viel: (Wirklich nur leicht übertrieben. Es war noch kein Whiteout, aber kurz davor...) Die grobe Richtung war klar, immer nach Norden, jeweils zwischen den großeren Gipfeln hindurch. Ab und zu warf ich einen Blick auf die Karte oder das Handy. An der "Klemsbu" Hütte hatten wir gehofft eine Pause machen zu können und ggf. sogar zu frühstücken, wenn ein Notraum offen wäre; leider gab es an der Hütte nicht mal einen guten Windschutz, etliche Tageswanderer suchten Schutz auf der kleinen, Windabgewandten Seite der Hütte. Wir gingen weiter, stehenbleiben hätte nur weiteres auskühlen bedeutet. Grits und meine Hände waren kaum noch beweglich; aber wir hatten auch schon den höchsten Punkt des Tages erreicht, ca. 1640m, von hier wollten wir so schnell es ging wieder hinunter, in die schneefreie Zone. Immerhin begriffen wir, dass die kalten Hände in den nassen Handschuhen immer weiter dem Schnee und Windchill auszusetzen durch Nutzung der Trekkingstöcke uns in Gefahr bringen würde; wir packten die Stöcke weg. @Bergtapirs Rucksack war von der rechten Seite mit einem dicken Eispanzer überzogen, man konnte darunter weder die Form noch die Farbe des Rucksacks noch erahnen. Nach der Klemsbu-Hütte wanderten wir in der nähe von zwei schwer beladenen Deutschten, doch diese waren deutlich langsamer als wir unterwegs, also tauschten wir ein Paar Worte aus, erfuhren, dass diese das selbe Etappenziel vor sich hatten wie wir, und ließen sie dann bald hinter uns. Ohne die stark exponierten Hände war uns an diesen etwas wärmer, es fehlte jedoch an der verbesserten Balance und Trittsicherheit im rutschigen Schneematsch, unter dem man den Boden nicht mehr erkennen konnte. Man musste noch vorsichtiger gehen, doch auch unsere Konzentration begann zu schwinden durch Kälte, Erschöpftheit und zu wenig zu Essen an diesem Tag. Wir hatten ja kein richtiges Frühstück... Nich zum ersten Mal ging mir durch den Kopf, dass wir an der Klemsbu-Hütte hätten umdrehen sollen. Zweimal stürzte ich; ich zog mir zum Glück aber nur einige blaue Flecken am Bein und der Hüfte zu. Bei einem dieser Stürze verlor ich auch einen meiner beiden Handschuhe, ich hatte die inzwischen triefenden Teile ausgezogen und die Hände so tief in die Ärmel der Jacke eingezogen wie mir nur möglich war. Die Kälte kroch langsam bis in Oberarme und den Oberkörper. Als wir Schließlich am endgültigen Abstieg ins Tal des Omsvatnet standen, verließ mich kurz der Mut. Steil wand sich der Weg wohl in Serpentinen hinab, nur dass man fast nicht erkennen konnte, wo man gefahrlos laufen konnte; dazwischen war teilweise Blockwerk, in dem man sich leicht mit dem Fuß hätte verklemmen können. Doch da! Weit Vor und unter uns war ein weiterer Wanderer, man winkte sich zu. Ich entdeckte seine Fußabdrücke und folgte nun diesen. Irgendwann konnten wir ihn schließlich einholen, an einem tiefen Einschnitt der Talflanke, die wir entlangliefen war ein ausgedehntes Schneefeld, der offensichtliche Weg über das Schneefeld (Mitte September...), alle Umwege sahen sehr weit und unklar oder gefährlich aus, durch teils langgestreckte Wasserfälle. Zum Glück brachte mich der Niederländer zur Besinnung, das Schneefeld besser zu umgehen. Auch er war erheblich langsamer Unterwegs, ihm gefiel der Schnee, also ließen wir auch ihn hinter uns. Bald verließen wir jedoch auch den von Schnee bedeckten Bereich, ab ca. 1300hm blieb kein Schnee mehr liegen und man konnte wieder erkennen, wohin man trat. Wir konnten uns durch schnelle Schritte, Hampelmänner und hinaufjoggen auf Steigungen wieder etwas auf Betriebstemperatur bringen. G.s Hände machten wir jedoch weiterhin sorgen. Die heutige Ettappe war im Wanderführer als einfache Wege beschrieben; das waren sie insgesamt (zu unserem Glück) auch, doch die Bachquerungen waren schwieriger als zuvor; es gab kaum Brücken und durch den gefallenen und inzwischen geschmolzenen Schnee und Regen waren die Bäche angeschwollen und hatten teilweise ordentlich Strömung; auch die erneut durchnässten Füße hoben nicht gerade die Stimmung, Schließlich erreichten wir den Geiteryggvatnet, man sah die nächste DNT-Hütte. Es breitete sich Erleichterung bei uns aus. Ich machte ein belangsloses Foto des Tals, dabei fiel mir auch einmal die Kamera in den Matsch, schien jedoch nicht besonders nass geworden zu sein. Wir erreichten die Hütte, heute gab es dann keine Diskussionen, ob wir zelten würden oder einkehrten. In der Geiterygghytta wurden wir mit einer Freundlichkeit und Herzlichkeit von der Wirtin begrüßt, die wir so bisdahin noch nicht erlebt hatten. Und auch die Hütte selbst können wir nur sehr empfehlen. Gemütlich, sowohl in den Zimmern (mit Heizung!) als auch den Gemeinschaftsräumen; gute heiße Dusche, sehr leckeres Essen, gut funktionierender Trockenraum. Es waren nur 4 Gäste ausser uns angekündigt, wir waren die ersten. Die Ettappe war im Reiseführer mit 6h angegeben, laut Ut.no mit 5,5h. Wir haben 4,5h gebraucht, wir wollten ankommen und bewegten uns schnell um warm zu bleiben. Das war das letzte Foto meiner Kamera für diesen Urlaub. Der Akku wurde noch am morgen frisch geladen; nachdem ich die Kamera zum trocknen in der Hütte gelegt hatte, ging sie plötzlich nicht mehr. Die Feuchtigkeit des Herunterfallens oder Kondens durch den Wechsel vom kalte ins warme schienen ihr geschadet zu haben. Die Ärgernis über die scheinbar kaputte RX100 wurde aber noch durch die Erleichterung, den Tag überstanden zu haben überwogen. @Bergtapir hatte jedoch wohl leichtgradige/beginnende Erfrierungen an den Fingern mitgenommen. Die Beschwerden der Finger verschwanden zu meiner größten Erleichterung in den nächsten Tagen. Und sogar die Kamera hat (nach dem Urlaub...) wieder zu funktionieren begonnen. Die nächsten Tage, bis nach Deutschland, konnte ich leider nur Handybilder machen.
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  7. lorjuo

    Portmonai, Geldbörse

    @schwyzi schwyzi, danke für die schnittmuster! habe mal direkt alles kopiert ;) und mich für die außennähte an reflektierendem garn aus glasfaser probiert. tipp hier: bei der nähmaschine die fadenspannung auf ~2 stellen (standart: 3-5), sonst reißt der reflektorgarn. gewicht: 5g
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  8. Übung macht tatsächlich den Meister! Das Teil sieht klasse aus.
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  9. Eine neue Cottage aus Israel: Sabra Gear. Neben was eher wie Militär Rucksäcke aussieht gibt es auch einen UL Rucksack aus XPac.
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  10. Trekkerling

    Schnäppchen

    Wie im 'Neues' Faden schon geschrieben, gibt es eine neue deutsche Rucksack Manufaktur, weitläufer. Auf deren Webseite werden die Prototypen verkauft. Scheinen mir, ohne alle durchgeschaut zu haben, Schnäppchen zu sein.
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  11. wilbo

    Schnäppchen

    2018 BPL Garage Sale – September 24-27, 2018 https://docs.google.com/spreadsheets/d/18aY1T1Cj4HQHgEbf4TywDJVzhE4sHxIxe5-b8htvSM4/edit#gid=0 https://backpackinglight.com/forums/topic/2018-bpl-garage-sale-september-24-27-2018/?__s=chuoyzprm4zxcdghzpqe&utm_source=drip&utm_medium=email&utm_campaign=BPL+Garage+Sale+%2B+Light+and+Large
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  12. Ein Kopfschütteln ist da vielleicht etwas wenig? Vielleicht wäre es gut gewesen die Dame zu fragen was sie dich dabei denkt und ihr freundlich zu erklären wie man das Geschäft alternativ hätte erledigen können.
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  13. Servus zusammen. Vorgestern bin ich erfolgreich und äußerst happy zu Hause angekommen, und nach Kayak mit Zelten und 300km Trails in den Nationalparks (12 Parks in 13 Tagen) später bin ich einige Erfahrungen reicher. Allgemeines Hiking: Als eher hellerer Hauttyp habe ich nach den ersten zwei Trails bei ~35 Grad in der prallen Sonne festgestellt, dass ich selbst bei diesen und höheren Temperaturen (44 Grad im Death Valley) lieber langärmlig laufe (langes Merinoshirt + BlackYak-Hose + Basecap + Sonnenbrille), als in kurzen Klamotten die eingecremten Arme/Beine in die gleißende Sonne zu halten. Zumal die BlackYak-Hose mit den vorderen großen/elastischen Netztaschen auf den Oberschenkeln ein absolutes Killerfeature hatte, das ich sehr zu schätzen gelernt hatte. Damit kann man sich schnell mal die Hände frei machen, und auch große Gegenstände (Trinkflasche, Smartphone, Mülltüte, ...) bequem "ablegen". Beim Laufen sind sie zwar nur mit leichten/weichen Gegenständen gefüllt bequem, aber Taschentücher/kleines Handtuch/Windbraker/Wanderkarte/Infozettel merkt man beim Laufen praktisch nicht und sind sofort griffbereit. Total Super/Notwendig: Schlafsack Cumulus LiteLine 300 Kleidung (alles Merinozeugs (Einschränkung siehe unten), dünne Windbraker, dünne Hardshell, Daunenpullover, BlackYak-Hose) Dünne/leichte Basecap Sonnenbrille Der kleine Simond Cliff 20 als Tages/Trailrucksack Der große Planwagenpacksack als Aufbewahrung "für alles" Spot-Stirnlampe (Nitecore LED) Smartphone als GPS-Navi und als Reisekamera (meine "große" kleine Reisecam blieb ab dem 3. Tag im Packsack) USB-Adapterladegerät mit einem Lightning- und einem MicroUSB-Kabel (absolut notwendig für das Laden der Technik) Kopfhörer: Die Sony WI-1000X sind mit 75g sehr leicht und im Flieger (Noise-Cancelling!) oder mal abends absolut top Beautycase (Zahnpflege, Apotheke, ...) Die beiden Mikrofaserhandtücher (ja, alleine mit dem großen wäre ich auch ausgekommen, aber das kleine wiegt mit 50g quasi nichts, und der gefühlte Hygiene-Mehrgewinn war angenehm) Leichte Schuhe (Olaian Areeta von Decathlon): Absolut super, wenn die stabilen Schuhe nass/schwer/... sind Zwei wasserdichte Packsäcke: Ich mag Ordnung. Die beiden sind gesetzt. Ggf. finde ich noch leichtere, meine beiden wiegen je ~100g Ganz viel Wasser, vor allem auf den Hikes im Valley of Fire und Death Valley Solala oder für diesen Urlaub nicht zwingend notwendig: Berghaus Fast Hike 45 Rucksack: Als Tages-Wanderrucksack zu groß, als allgemeiner Transportrucksack (Flugzeuggepäck) zu fragil, deshalb hatte ich den oben erwähnten Planwagenrucksack genutzt. Therm-a-Rest NeoAir All Season: Wir hatten immer eine Matratze zur Verfügung, allerdings war die bereitgestellte Matratze im Kayak-Zelt recht dünn. Von daher hatte ich dann gerne meine NeoAir zusätzlich drauf gelegt. Wanderstöcke: Ich hatte sie dann doch mitgenommen, und bei drei Peak-Hikes (nur steil bergab/bergauf) gerne genutzt. Wäre allerdings nicht notwendig gewesen. TrailRunner: Waren zwar grundsätzlich super, allerdings haben sie bei den Peak-Hikes gerade bergab nicht genügend Stabilität (vor allem gegen Vorrutschen im Schuh) gegeben. Hier suche ich ggf. etwas stabilere Varianten (Zustiegschuhe? Leichte Wanderschuhe/stiefel?) Kopfkissen/Nackenkissen: Hätte ich nicht zwingend gebraucht, auch nicht im Flugzeug Akkupack: Hätte ich nicht zwingend gebraucht, bzw. für die 4 Tage im Kayak abseits der Zivilisation hätte ein kleines (3000-5000mAh) gereicht, um einmal das Smartphone aufzuladen. Im Flugzeugmodus hält es nämlich erstaunlich lange durch, da musste ich es lediglich am letzten Tag mal laden. Trinkflasche und Trinkblase: Die Trinkflasche war angenehm, aber nicht zwingend notwendig. Die Trinkblase war teilweise auch angenehm (Hände frei etc), allerdings trinke ich nicht gerne daraus. Hier muss ich ggf. nach einem anderen Modell suchen. Leatherman: Als Notfallmesser hatte ich es immer dabei, aber nie in Benutzung. Von daher ist irgendein Messer sicherlich sinnvoll/notwendig, aber ggf. reicht ein kleineres/leichteres Reisekamera: Für 1% aller Aufnahmen sinnvoll (Wildlife in BC: Grizzlys, Schwarzbären, Orcas, Wölfe), für alles andere ist das Smartphone teilweise besser/schneller/leichter Zuviel: Ggf. hätte je 1 langes/kurzes Merinoshirt gereicht, und auch zwei Paar Socken (medium + dünn) und zwei Unterhosen Meinen tollen Reisehocker hatte ich gar nicht genutzt (@Kokanee hatte komplett Recht!) Die stabilere kurze Hose ist zwar für den Alltag angenehm, ab 15km ripsen allerdings ein paar Nähte unangenehm an den Oberschenkeln. Die hätte zu Hause bleiben können.
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  14. Das Lanshan-1 gibt es jetzt auch in Froschgrün! https://de.aliexpress.com/item/FLAME-S-CREED-805g-Oudoor-Ultralight-Camping-Rodless-LanShan-1-Tent-3-Season-1-Single-Person/32923529052.html?
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  15. Tag 4 - Zemo Marghi - kurz vor Nakra Tag 4: "Keene besonderen Vorkommnisse" Eckpunkte Zemo Marghi -> kurz vor Nakra 25km, 2014hm up, 1799hm down, höchster Punkt 2700m Ich stehe um 7 auf, laufe erst um 9 los, da ich tatsächlich mal frühstücke und doch noch mal an die Quelle ziehe, um Wasser zu holen. Die freilaufende Pferde und Kühe beäugen aus der Nähe den neuen komischen Bewohner. Es ist ein sonniger morgen mit Blick in's Tal, ich möchte mich kaum losreißen. Beim Frühstück kommen 7! Slowaken vorbei, die mehr oder minder die selbe Route gehen. Wir müssen uns am Toba gesehen haben, ich nehme an die Zelte am Wasserfall im Dunkel. Meine Füße sind angeschlagen, die Sohlen geben Rückmeldung ob der Strapazen der ersten Tage, dazu ist mein rechter Knöchel geschwollen und der Spann schmerzt. Vor allem das Pensum Bergab wird wohl etwas viel gewesen sein, ich werde etwas ruhiger machen (müssen). Bis weit hinter den Pass ist keine Quelle verzeichnet, ein paar Rinnsale, jedoch rechne ich auch mit Kuhherden, weshalb ich bis unter die Zähne vollgetankt los ziehe, die Schultern geben entsprechend Rückmeldung. Der Start über Bergwiesen und nur leichtem Anstieg ist angenehm. Es folgen noch ein paar einzelne Hütten mit Blick in's Tal - eine Aussicht, für die andernorts Unsummen gezahlt würden. Dazu ein paar Kühe und Pferde - und noch ein weiterer kurioser Grabstein - irgendwie gruselig diese lebensnahe Darstellung. Die Slowaken sind schnell eingeholt, das seicht ansteigende Terrain liegt mir - und meinen Füßen. Wie lange es wohl so bleibt? Während im letzten Tal noch MC Blaubeer reichlich vertreten war, ist hier das äußerst gut ausgebaute Filialnetz von all you can Brombeer ein Hochgenuss. Für die Slowaken bleibt nicht viel hängen nach meinem Kahlschlag, ich habe fast ein schlechtes Gewissen. Aber wer dem Anschein nach eine Einbauküche die Berge hoch trägt, hat sicherlich auch noch den ein oder anderen Snack im Pack. Der Anstieg wird Steiler, nicht unbedingt spannender. Schotter, links und rechts Bäume, keine Weitblicke, langweilig. Irgendwann bricht der wald auf und wechselt in ein herrliches Bergwiesenpanorama - was aber auch gleichzeitig ordentlich Sonne bedeutet. Ich komme am ersten Flüsschen vorbei, stelle fest, das hier auf den Wiesen keine Kühe unterwegs sind - womit ich also gut 3l Wasser zu viel geschleppt habe. Na gut, dann zumindest mal Mütze, Nackenschutz und Armlinge getaucht um mit etwas Kühlung den weiteren Anstieg zum Pass anzugehen. Der Weg ist inzwischen gesäumt von Himbeeren und Blaubeeren - Vielzahl an Insekten. Mal laufe ich inmitten Herde Schmetterlinge, mal geht es durch fetten Klee, der vor Bienen und Hummeln nur so brummt. Der Anstieg ist angenehm, die Aussicht motiviert. Der Pass selbst, obwohl auch immerhin auf 2700m gelegen ist eher unspektakulär, ebenso der See dahinter. Ich steige auf der anderen Seite wieder ab, Knöchel und Spann melden sich. Ein ganzes Stück weiter unten ist sogar ein offizieller Campspot mit shelter verzeichnet, ehe der Abstieg Richtung Dorf in steile Serpentinen übergeht. Als ich dort ein ganzes Ende später ankomme entpuppt sich der spot als von Kuhherden komplett zugeschissenes, kahles. Plateau. In den Hütten hausen die Hirten, der Die Schelterhütte scheint kurzerhand mit vereinnahmt. Verständigung ist nicht wirklich möglich, es herrscht irgendwie ein eher unangenehmer Vibe. Also doch noch weiter bergab - es ist ja auch erst 16:30, da geht noch was. Der Fuß frohlockt, im langsam machen bin ich nicht besonders gut. Als ich ein Stück weiter unten bin, brechen Schüsse vom Plateau weiter oben, ich bin ganz froh, weiter gezogen zu sein. Es geht ereignislos bergab, vorbei an einer weiteren, ebenso wenig zu empfehlenden Schutzhütte. Der Weg wird wieder Forstweg-artiger, damit auch etwas gerölliger, nicht unbedingt angenehm. Zumindest komme ich langsam wieder in Brombeerhöhe, das lenkt vom Gelatsche ab. Irgendwie hatte ich mir das Gebiet etwas zusammenhängender vorgestellt. Die Abschnitte, die ich bergauf und bergab auf Forstwegen in der Nähe der Dörfer zurücklege sind doch recht beachtlich. Dank 4G telefoniere ich ein wenig, die Motivation ist so medium, die Schritte bergab schmerzhaft, ich stütze mich viel auf die Stöcker um den Fuß zu entlasten. Nakra kommt näher, der Weg windet sich bis dort hin weiter in steilen Serpentinen. Ich suche eine ganze Weile, bis ich ein weniger steiles Stück Wald am Wegrand finde, das sich für's Camp eignet. Ein unspektakuläres Lager, erstmals auch ein paar Mücken (1200m). Ich liege früh in der Matte, klebe noch etwas Internet, liege ich doch mal wieder unweit von ein paar 4G Antennen, freue mich aber auch schnell, etwas länger schlafen zu können und vielleicht auch den Fuß etwas zu regenerieren und schließe früh die Augen..
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  16. Tag 3: "Der Weg ist das Ziel my Ass!" Eckpunkte Irgendwo weit hinter Dudi pass -> Zemo Marghi hab mir die Campstelle nicht genau markiert, ~37km, 1480hm up, 2295hm down, höchster Punkt 1800m Der Wecker klingelt, ich snooze etwas, dann gegen 7 in die kühle, etwas feuchte Welt. Für Frühstück bin ich einfach nicht zu haben - es wird die tour über bei Schoki oder Snickers bleiben. Ich zehre noch immer am Couchsurfing-Schokopaket, heute gibt es Knusperkeks zum Frühstück. Gegen 8 geht es los. Die Sonne hat es noch nicht über die Gipfel geschafft, erste Hänge in der Ferne leuchten bereits goldig. Es ist kühl, aber nicht kalt. Ab durch nasse, mannshohe Hogweeds, matschige, schmale Trampelpfade, gemäßigt bergab. Recht ereignislos geht es so immer mehr oder minder parallel zum Fluss bergab. Vorbei an einer Schäferhütte, außer Rauchschwaden lässt hier noch nichts auf Leben schließen. Nicht mal die Hunde beachten mich, sind entweder noch schlaftrunken oder hier kommen doch deutlich öfter Wanderer vorbei, als es mir den Eindruck macht. Der Pfad wird zum Forstweg - einem herrlich zerklüfteten, tief matschigen Exemplar. Ich tänzele um die besonders tiefen Stellen herum, klettere auf den schmalen, festen Teilen an Schlammkuhlen vorbei, eine wahre Freude - not. Es wird besser und besser, die Fahrrinnen immer tiefer und voll Wasser, der aufgeschobene Schlamm dazwischen eine traumhafte Suppe. Der Grund für den Zustand steht ein Stück weiter den Weg entlang. Ein geradezu prähistorisches Kettenfahrzeug mit Räumschild, dass hierzulande Museumsstatus verdient hätte, in Georgien noch fleißig Wege verwüsten darf. Immer mal gibt es einen Blick entlang des Flusses zu erhaschen, ansonsten geht es von Bäumen umsäumt wie Autopilot den Forstweg entlang. Die Brücken sind allesamt temporär aus Baumstämmen konstruiert - wahrscheinlich jedes Jahr nach der Schmelze aufs neue. Der Fluss wird breiter, das Flussbett noch vielfach mehr. Man kann nur erahnen, was hier zur Schneeschmelze herunterkommen muss. Treibgut beachtlichen Ausmaßes liegt verkeilt an den Rändern des Flussbetts. Ansonsten weiterhin ereignislos, der matschige Weg nervt, habe inzwischen Podcasts auf dem Ohr und beginne irgendwann bereits im Laufen Gedanken auf dem Smartphone festzuhalten, sliding Tastatur sei Dank. Etwas vor Khaishi, dem etwas größeren Ort und ende der Toba Lake Route bekommt das Tal etwas mehr Canyon Charakter, sonst weiterhin Gelatsche, Gelatsche, Gelatsche auf dem endlos erscheinenden Forstweg - der inzwischen staubig anstelle matschig ist und mir die Sonne frontal in's Gesicht lacht. Khaishi ist auch nicht der Rede wert, ein paar kioskartige Läden, die eine recht große, stärker befahrene Straße Säumen, nichts, was zum Verweilen einlädt. Ich genehmige mir ein georgisches Dosenbier, lasse die Füße etwas baumeln und ziehe weiter Richtung Chuberi. Der Asphalt der Straße kocht, ich brate auf ihm. Der Weg zweigt irgendwann von der Hauptstraße ab, es folgt eine übel staubige Piste, die im Windkanal des Tals einen wahren Sandsturm erzeugt - zusätzlich befördert von an mir vorbei donnernden LKWs - das umstrittene Hydropower Dammprojekt, von dem ich gelesen hatte, ist nicht weit. Einziges Highlight ist ein erstes Fundstück hiesiger Grabsteinkunst, die ich am Wegesrand bestaunen darf, weil sich hier wohl zwei Kollegen in Ihrem Bimma, der ebenso sogar samt Nummernschild Teil der Jenseitskunst ist, aus dem Leben geschossen haben. Langsam habe ich keine Lust mehr auf Sandsturm und Panade auf der schwitzigen Haut, ich halte den Daumen raus und einer der LKWs nimmt mich 3-4km mit. Vorbei an den Baggern und Raupen, die das Flussbett bearbeiten und riesige Gesteinsbrocken bewegen - es kracht, knirscht und wummst überall. Hatte ich schon erwähnt, dass ich in den zwei Wochen in Georgien keinem einzigen Fahrzeug mit intakter Windschutzscheibe sitzen werde? Kurz vor Chuberi heißt es dann wieder Fußensatz. Chuberi ist der offizielle Einstieg nach Nakra. Es gibt sogar wieder eine Tafel, die die Route beschriebt. Auch einen Laden und eine Kneipe soll es hier geben. Der Laden hat zu, die Kneipe entdecke ich gar nicht erst. Der Weg schraubt sich direkt wieder bergauf, erreiche Zemo Marghi, eine kleine Siedlung, daneben eine Wiese mit Bäumen und Ausblick, unweit eine Quelle verzeichnet - perfekt um hier zu verweilen - und das sogar zur Abwechslung noch im Hellen. Ich fragte mich beim Anstieg aus Chuberi noch, wie lange das Netz wohl diesmal halten wird, da werden auf den Kämmen dicke Mobilfunkantennen sichtbar, die das ganze Tal lang strahlen. Zu Hause ist der Empfang schlechter als in meiner Hängemattewürde ich meinen. Während ich darüber nachdenke, ob es nun eher erstaulich oder erschrechend ist, dass Netflix & chill irgendwo im nirgendwo auf etwa 1300m eine erschreckend reale Option ist, vergesse ich direkt für einen Moment, dass ich keine Serien mag. Ehe ich aufbaue, mache ich noc runter zur Quelle, bin inzwishcen doch fast leer gelaufen, will noch kochen und morgen lieber direkt durchstarten. Ich treffe ein paar jüngere Bewohner an der Quelle, die etwas englisch sprechen. Sie sind neugierig und wollen später bei mir vorbei kommen. Ich wasche mir die Staubkruste vom Leib, das kalte Quellwasser ist herrlich, ich bin wie neugeboren. Dann Aufbau, Essen, es dämmert, dann noch ein paar Langzeitbelichtungen vom Camp. Ich liebäugele gerade mit der Hängematte, da kommen die zwei Jungs tatsächlich noch vorbei. Sie haben Maiskolben im Gepäck und laden mich ein auf ein Lagerfeuer, um diese zu rösten. Zum Glück bin ich noch nicht in mein stylisches Nachtoutfit inklusive Strumpfhose geschlüpft. Ich freue mich über die gastfreundliche Idee, aber die ganze Aktion zieht sich. Die Maiskolben landen direkt auf der roten Glut, gegessen wird eher zylinderförmige Kohle als dass man noch von Mais sprechen könnte. Nach gutem Willen und einem Kolben passe ich. Etwas Verständigung ist möglich, Google Translate hilft zusätzlich. Die Jungs erzählen von den zahlreichen Bären in der Gegend, die sie immer wieder sehen - ich weiß nicht genau, ob ich das hören wollte. Auf das Staudamm Projekt sind sie nicht gut zu sprechen, leider können wir uns nicht gut genug verständigen, im die Gründe zu erörtern. Ich bin tot und glücklich, als ich mich irgendwann verschieden kann, der Tag war lang. Ich penne direkt weg. Alles in allem ein komischer Tag. Für's Auge eher Überbrückung, trotzdem irgendwie befriedigend, weil endlich ordentlich Strecke gemacht und der erste Abschnitt geschafft ist. Auch im hellen an einem wirklich schönem Platz aufbauen zu haben belohnt.
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  17. Viel Spass. Vergiss nicht, Du befindest Dich nicht in einem Land, was von gesunden Menschenverstand, sondern von § regiert wird. Ich hatte schon mit aehnlichen Sachen verschiedentlich mit Aemter wie dem Umweltamt zu tun... Wusstest Du z.B. schon, dass privates Mullaufsammeln in einem NSG oder LSG 1. voellig unnoetig ist, da da kein Muell sein kann und 2. das eine gebuehrenpflichtige Sondernutzung ist, die einige Wochen vorher beantragt werden muss ? Oder dass, wenn Du im LSG eine alte Getraenkedose neben dem Weg aufhebst, um sie wegzuwerfen, Du eine Knolle von 60 € bekommen koenntest, da "da ein seltener Kaefer drunter sitzen koennte" ? Nun gehen die Wanderwege haeufig durch LSG und NSG, da darf zwar jedes Tier beliebig grosse Haeufen hinterlassen, aber ich wuerde darauf wetten, nicht Mensch, das ist bestimmt "straftbare Abfall-Entsorgung" o.A. Wenn nun Mensch durch Schilder aufgefordert wird, seine Kacke zu vergraben, wird er aus Sicht des deutschen Michels 1. zu einer strafbare Handlung aufgefordert 2. muss dann evtl der Wanderweg geschlossen werden, da ja dort nie jemand den Weg verlassen darf, erst recht nicht kack**, ich denke Du verstehst den Gedankengang Ich wuesste da jemand in einem anderen Forum, der Dir das mit Sicherheit ganz genau erklaeren kann Ach da faellt mir grad noch ein Guter ein In einem anderen Outdoor-Forum diskutierten vor Laengerem ein paar aus meinen Augen etwas fanatische LNT-Juenger darueber, wie sie es mit dem Kac*** in Skandinavien (meine waere um Schweden gegangen) hielten. Ihr fazit war, dass sie niemals ihre Kac** dalassen wuerden, sondern in Beuteln mitnehmen und dann spaeter im naechsten Ort entsorgen. Ich hatte dann natuerlich gleich das Bild von Wanderrucksaecken im Kopf, wo die Beutel von einer Woche oder 10 Tagen dran haengen und dachte, die armen Schweine, die zum zur Arbeit pendeln ne Bushaltstelle benutzen muessen, wo so ein Wanderweg raus kommt und diese ganze Beutel in den Muelleimer entsorgt werden. Mir ist leider auch unbekannt, ob sie die Plastiktueten-Methode auch der halben Million Elche beigebracht haben
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