Yes do it.
Imho gute Einstellung, die dafür sorgt, daß Du weniger Frust und mehr Spaß / Eindrücke hast
Wieso "nur" laß Dich nicht von irgendwelchen km-Fressern beeinflussen, manche sehen es halt als sportliche Herausforderungen und finden es dann z.B. klasse, wenn sie 2 oder 2,5 Tagesetappen an einem Tag schaffen, für Andere steht das "unterwegs sein", viel von der Natur mitzubekommen und die "Reise ins eigene ich" (was jede längere Soloreise ist) im Vordergrund, wie heißt es so schön "Hike your own Trail"
Bei dem Thema "Reise ins eigene ich" sind wir auch gleich bei dem Hauptthema für Abbrüche bei Solo-Wanderreisen, wenn man nicht gewohnt ist über einen längeren Zeitraum alleine zu sein, evtl auch noch nie Selbsterfahrung gemacht hat, können längere Strecken, bei denen man über mehrere Tage Keinen trifft, keine Ablenkung hat, eine ganz schön heftige Reise ins eigenen ich, in die eigene Lebenshistorie sein und nicht alles, was man dann sieht, ist toll für´s eigene Ego.
Wenn dann noch mehrere "Schei**tage" in Schlechtwetter, mit vom Weg abgekommen, schräge Übernachtungsplätze dazu kommen "Für was tue ich mir den Schei** an" , man Sehnsucht nach den Lieben zuhause bekommt...
Eine Trail-Depression ist völlig normal, daß die irgendwann mal kommt, mein Tip, ist sie dann zu feiern, sich ein / 2 ruhige Tage an einer schönen Stelle zu machen.
Ich würde mich auch gar nicht auf einen Trail festlegen, gute Karten bei haben, alle paar Tage entscheiden, wo man weiter läuft, ob man weiter bei sich in der Natur sein will, mal Menschen z.B. auf einem Camping treffen usw
Insofern, bin ich bei @reiber nur daß ich eher Südspanien vorschlagen würde.
Wobei die spontanen Treffen imho die Nettesten sind, ich hatte z.B. mal in SP eine Woche niemand mehr getroffen, mit niemand mehr geredet, war northbound unterwegs, kommt mir auf der Passtrecke eine MTB-Radlerin southbound entgegen, bei der sich nach 2 min rausstellt, daß sie auch seit Tagen niemand mehr gesehen hat, das Gespräch lies sich dann so nett an, daß wir beswchlossen, da zu übernachten und am Morgen ist jeder in seine Richtung weitergezogen.
Deswegen nur Mut, Träume muß man auch mal leben, natürlich rate ich auch dazu, erstmal ein paar WE zu laufen (hast Du ja schon gemacht), dann mal ne Woche oder 2 auf einem Weg, der sehr gute Re-Supply-Möglichkeiten wie der GR249 hat und wenn das noch Spaß macht, auf einen langen Trail zu gehen, aber was "ruft" hat recht, wenn es dann nicht das Richtige ist, ok, dann wird sich darüber auch rausstellen, wo es statt dessen für Dich im Leben weiter geht.