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Ultraleicht Trekking

mosven

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Alle erstellten Inhalte von mosven

  1. @AlphaRay, das ist ja eine coole Idee!!
  2. Hallo @Omorotschka, vielen Dank, das hatte @mawi oben auch schon mal geschrieben. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren und den Rettungssack mit einer Zugschnur modifizieren. Viele Grüße, mosven
  3. Hallo @Capere, ja, Dein Setup hatte ich auch gesehen. Ich fand es gut zu lesen, was Du über die ersten Tests und heute über den Versuch draußen berichtet hast. VG, mosven
  4. Hallo @TappsiTörtel, ich hab ihn einfach ausgeschüttelt und kurz zum Trocknen aufgehangen, das ging dann ganz schnell. Ich hab das ganze heute ja zum ersten Mal ausprobiert und deshalb noch keine Langzeiterfahrung bezüglich der Haltbarkeit, aber das Material fühlt sich erstaunlich stabil an. @Harakiri, vielen Dank, die Anwendung mit einem so dicken Schlafsack im Winter hatte ich noch gar nicht bedacht. Ich wollte es einfach mal ausprobieren, weil - wie Du ja auch angemerkt hast - mir der Cumulus bei solchen Temperaturen nicht ausreicht. Bis ca. 8 Grad C finde ich den super, darunter muss ich schon immer eine Weste oder gar Jacke anziehen, das reicht mir bis etwa 3 Grad C. Deshalb teste ich gerne für mich neue Optionen, bevor ich sie für längere Touren einrechne. Gut fand ich auch die bessere Wärmeisolierung nach unten, die Du ja auch beschrieben hast, denn ohne hätten mir die beiden Schaummatten nicht gereicht. Viele Grüße, mosven
  5. Hallo @Painhunter, ich war patschnassgeschwitzt und musste den Rettungssack erstmal auf links drehen und trocknen. mosven
  6. Hallo allerseits, heute Nacht hab ich als kleines Microabenteuer gegen Corona-Blues draußen übernachtet. Ich wollte mal das VBL-Prinzip ausprobieren und so meinen Cumulus Lite-Line 400 pimpen, da ich mit dem bei + 3 Grad C schon friere. Heute Nacht hatte es -3 Grad . Das Setup, gewollt spartanisch für meine Verhältnisse: Isomatte TLD 3mm (130g) Isomatte TAR Z-Lite SOL (420g) Schlafsack Cumulus LiteLine400 (705g) VBL Mountain Equipment Ultralite Bivy (105g) - Rettungssack Gesamt 1340g. Tja, es funktioniert, aber schön ist anders . Ich hatte lange Merino Schlafklamotten an und nicht gefroren, aber schlußendlich gart man im eigenen Saft und wenn man am Morgen aufsteht ist es gleich wirklich unangenem kalt. Ich stand dampfend auf der mit Rauhreif bedeckten Wiese und fror. Dann muss man trockene Extra-Kleidung dabeihaben, in die man wechseln kann... Auf alpinen Touren werde ich den Rettungssack als ebensolchen weiterhin mitnehmen, aber sonst werde ich mir etwas anderes überlegen... wie einen wärmeren Schlafsack z.B. Bis denn, mosven
  7. mosven

    Packl lite

    Hallo, Du hast eine PN. mosven
  8. Hallo @Lugovoi, das finde ich eine coole Idee, berichte mal über die ersten Tests in freier Wildbahn Bis denn, mosven
  9. mosven

    Trekkingstöcke gesucht

    Hallo Allerseits, heute habe ich die Naturehike ultralight carbon (siehe zwei weiter oben) mal auf einer leichten Bergtour getestet: Ich bin vom Sylvensteinfall zur Hochalm gelaufen (650hm, 4h hin und zurück). Ein sonniger Südhang größtenteils ausgeapert, schottrig, steinig, heute morgen noch hart gefroren, heute mittag schlammig. Oben noch rutschiger Altschnee. Die Stöcke waren gut, die Klemmung hält, sie liegen gut in der Hand, die Spitze ist nicht ganz so aggressiv wie die Standardspitzen der meisten Stöcke wegen des stumpferen Winkels, siehe oben. Nach einem Tip von @cergol konnte ich das Gewicht nochmals reduzieren, weil man die Schlaufe und das Kopfstück abschrauben kann: Jetzt ohne Schlaufe, Kopfstück und Teller nur 135g pro Stock Cool Bis denn, mosven
  10. Hallo allerseits, danke für Euer Feedback. @Christian Wagner , ja, ich muss die Liste anpassen, ich hab den StS Theodolite Reactor Compact, der liegt laut Herstellerseite bei 263g, selbst gewogen bei 272g. Das Seideninlet wäre stattdessen, nicht zusätzlich. Trotzdem ist mir bewusst, dass ich mit dem Setup in Regionen eines ultraleichten Quillst komme. Aber ich wollte nutzen, was bei mir so rumliegt, nichts Neues anschaffen. Zähl das Kissen als "Luxusitem" , aber ich habe gemerkt, dass ich mit dünner Isomatte, sprich hartem Boden, besser zurechtkomme, als ohne Kissen. Das Kissen ist erprobt, und ich möchte nicht auf meinen Platypus schlafen, oder Laub in einen Beutel stopfen müssen (selbst der DCF Pillow Dry Bag von Zpacks ist in der vergleichbaren Größe schwerer). @ys76 und @derray, vielen Dank für das Feedback zu den Schuhen: Ich habe sie mir auch einfach so gekauft und bin im Alltag sehr zufrieden damit. Hier ist es mehr eine Gedankenspielerei, wie weit ich in der Kategorie "worn" mit dem Gewicht nach unten gehen kann, ohne barfuß unterwegs sein zu müssen oder nicht mehr gesellschaftstauglich (nackig) . Zum Kochzeug: Ich hab mir lange überlegt, ob ich es weglasse. Bin ja nicht in der Wildnis unterwegs, sondern in Oberbayern, sodass ich immer ein Cafe/Gasthaus/Kiosk/Bäckerei in der Nähe ist. Allerdings übernachte ich lieber abseits von Siedlungen und möchte mir mein Müsli/Porridge am Morgen nicht kalt anrühren oder erst mal zwei Stunden vor dem Frühstück laufen und eine heiße Tasse Kaffee bei Sonnenaufgang gehört für mich zur Wanderromantik dazu Aber klar, in den von Derray aufgeführten Sachen liegt noch richtig Einsparpotential. Insgesamt steckt natürlich schon der Ehrgeiz, wie weit ich mit dem Gewicht nach unten komme, hinter solch einer Liste bzw. solch einem Experiment. Ich habe schon eine Wochenendtour in meiner Nähe im Auge, wo ich das ausprobieren möchte und es nicht schlimm ist, wenn es nicht funktioniert. Nichtsdestotrotz möchte ich mich nicht kasteien. Ich freue mich über Eure Gedanken dazu. Bis denn, mosven
  11. @ys76, ja Du hast recht, der Poncho hat genau die Maße und ist damit arg klein. Eigentlich ist mir ja mein Gramxpert Solo Tarp mit 275x143 schon zu klein. Aber ich wollte erst einmal testen, ob mir in der Bewegung ein Poncho überhaupt taugt, bevor ich mir etwas besseres baue, bzw. anschaffe. So ist es nur eine Notlösung, obwohl der Bivvy natürlich Wasserdicht ist. Bisher habe ich immer eine Regenjacke dabei gehabt. Ich bin auch noch sehr skeptisch, wie mir der Setup gefällt und warte schon darauf, dass das Wetter besser wird... @Kay, ja da bin ich mir auch noch unsicher, aber probieren geht über studieren und eine lange Merino-Unterhose mit 180g macht den Kohl auch nicht fett und passt dicke noch in den Rucksack. Da könnte ich dann eventuell wirklich das leichte Seideninlet nehmen. Danke für Eure Gedanken dazu, bis denn, mosven
  12. Hallo Allerseits, die Idee vom "20 Liter sind genug" hat mich schon eine ganze Weile fasziniert. Dazu kam letzten noch @Ultralight82 mit seiner Idee und die ermutigenden Antworten von den Forumsteilnehmern zu @sommersonnekaktus Frage die mich inspiriert haben, eine SUL Liste für Sommerovernighter/-weekender im Alpenvorland zusammenzustellen, die ich hier gerne mal der Kritik der Forumsnutzer anheim stellen möchte: Packliste Als Ponchotarp habe ich mir einen noch zu modifizierenden Frogg Toggs Ultralite2 Poncho (hier der Hersteller-Link) zugelegt, weil er erstens billig war und zweitens bei Gefallen nur als Prototyp für etwas besseres, wie ein MLD Pro Rain Poncho dienen soll. Inzwischen überlege ich auch, inspiriert von @wilbo , ob ich mir nicht selbst etwas bastle und werde mich mit Soft-Tyvek mal an ein Schnittmuster wagen. Dazu bald mehr... Zum Schlafsackinlet: Hier hätte ich auch noch ein leichtes Cocoon Seideninlet, trau mich aber noch nicht so recht, da es in den Voralpen nachts ja auch noch mal richtig kühl werden kann. Ich bin gespannt auf Eure Meinungen. Bis denn, mosven
  13. Hallo allerseits, ich habe gerade, inspiriert von diesem thread, mein Werkzeugtäschchen gewogen und war entsetzt 470g! Dabei hab ich nur mit, was ich brauche, dachte ich. Und nur hochwertiges und leichtes Werkzeug, das absolute Minimum! Bei näherem Nachdenken gibt es da aber doch Optimierungspotential: Satteltäschchen: Scott 62g Hier gibt es eventuell etwas leichteres, da hab ich mich bisher noch nicht drum gekümmert, werde es aber wohl auch erst ersetzen, wenn es kaputt geht. Ich wäre aber für Tipps dankbar. Multitool: Park Tools MT-1, 40g Das habe ich schon oft gebraucht und bin begeistert. Allerdings hat es kein Torx, weshalb ich mir noch zwei einzelne Torx Winkelschlüssel á 6g und 16g holen musste, um die Schrauben an meinem Bike abzudecken. Kettenwerkzeug: Park Tools CT-5, 75g, auch schon auf Tour benötigt. Weiterhin drei Reifenheber, 30g. Warum brauche ich drei? Keine Ahnung, sie kamen im Satz Ich benutze immer nur zwei, einer kann also raus, 10g gespart Wieder einmal ein Beispiel, dass UL mit dem hinterfragen von Notwendigkeiten anfängt Weiter: Flicken: Tubilito Flicken für die Tubolito Schläuche, von denen ich begeistert bin, 6g: Un dann, Flickzeug! Warum hab ich noch extra Flickzeug dabei, was mit den neuen Schläuchen eh nicht funktioniert, mit extra Schrauben und Zeug, was ich nicht mehr brauche??? Fliegt raus, 98 g gespart!!! Und ein Schweizer Messer!!! Ich hab es noch nie gebraucht Raus und nochmal 99g gespart! 2 Kabelbinder, 3g Zum Schluss ein Putzlumpen als Klapperschutz mit 20g. Das kann auch leichter! Ich fühle mich mit meiner UH-Vergangenheit konfrontiert Insgesamt nach der Diät 250g, also 220g gespart, das Gewicht fast halbiert! Wieder mal ein Lichtblick und ein Dank ans Forum. Viele Grüße, mosven (Alle Fotos von mir)
  14. Hallo @Kay, ich pack die Schneeschuhe mit den Zacken gegeneinander in den Rucksack, da habe ich keine Angst mir etwas kaputtzureißen. Die Daunenjacke kommt eigentlich nur am Gipfel oder während längerer Pausen zum Einsatz. Im Anstieg bzw. in der Bewegung trage ich eine Gore Bikejacke/weste oder eine Decathlon Kufa Weste. Ich hatte mir die Grivel vor ewig langer Zeit auch nur als Notlösung gekauft, benutze sie aber inzwischen standardmäßig.Ich trage sie unter dem Fußgewölbe und trete flach auf. Bei gutem, kalten Wetter auch mit meinen Inov8 Trailrunnern. Die Zacken sind über einen Zentimeter lang und nach Jahren immer noch spitz. Meine Touren sind Deinen ganz ähnlich. Die Grivel können es auch ab, dass ich sie im Abstieg länger trage als "notwendig" um mich auch auf den letzten Schnee- und Eisplacken sicher zu fühlen. Auch auf ausgeaperten rutschigen Grashängen tun sie ihren Dienst. Am geilsten aber sind sie auf glatten Eisflächen, dort wo Felsplatten nachts überfrieren (ich bin meist kurz nach Sonnenaufgang unterwegs). Hält, hält, hält. Viele Grüße, mosven
  15. Hallo Kay, ich mache sowas auch öfter in eher abseitigen Ecken des Karwendels. Ich finde es gut, dass Du eine LWS-Ausrüstung dabei hast. Da ich immer allein unterwegs bin, lasse ich die Lawinenausrüstung weg und gehe nur bei mäßiger Lawinengefahr. Eine Schaufel habe ich oft auch dabei (meine wiegt 800g, ich schau mir Dein Modell mal genau an ), ebenso einen Biwaksack für Notfälle. Ich packe meine Schneeschuhe in den Rucksack, nehme dafür eben einen größeren Montane Ultra Tour 55 (800g), dann passen seitlich gut zwei 1L Platypus-Faltflaschen (je 24g) rein. Allerdings reicht mir im Winter zwei mal 0,5 L, ich mache meist eine Mittagspause und schmelze mir Schnee... oft gibt es auch kleine Bäche/Rinnsale zum Auffüllen der Flaschen. Micropurtropfen in Mini-Dropperbottle habe ich immer dabei (ca. 10g). Als Grödel nutze ich seit Jahren die Grivel Spider (150g das Paar), die halten super am Schuh und im Eis. Ich würde weniger Ersatzklamotten mitnehmen, keine Extrasäcke/Taschen etc. und für eine Tagestour keine, bzw. nur eine kleine Powerbank (Nitecore F1 mit 18650 und Ladekabel = 80g). Beim Kleinkram/Reparatur kannst Du sicher noch einiges Weglassen, aber das sind dann nicht mehr die großen Brocken. So könnten Du schon etwas Gewicht einsparen. Viele Grüße, mosven
  16. mosven

    Trekkingstöcke gesucht

    Heute angekommen: Naturehike ultralight carbon trekkingpole Ich hab mich schon seit Wochen darauf gefreut. Leider nur einer, weil ich die Angaben bei Ali nicht richtig gelesen hatte, duh Der Stock wiegt 145g in Größe L (130cm) ohne Teller, ist zusammengeschoben 57cm lang und macht einen stabilen Eindruck. Die Flic-locs sind allerdings nur aus Plastik. Der Griff liegt gut in der Hand, die super konturierten Griffe sind eh nicht so meins, ich will sowieso die Griffe meiner Diamondbacks durch Angelgriffe ersetzen. Jetzt bestell' ich mir einen zweiten und teste das Ganze mal bei der nächsten Tour in den Bergen... VG, mosven
  17. Ach ja, da stimme ich @zeank auch zu, ich nutze mein Setup auch für längere Touren.
  18. Hallo @immermüde, ich hab mir ein ähnliches Setup zusammengestellt und den Weg dorthin hier beschrieben: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7822-evolution-einer-leichten-küche-teil-2/?tab=comments#comment-124348 Der erste Teil ist darin verlinkt. Deine Lösung für die Topfgriffe finde ich gut. Ziehst Du es zum Transport immer ab und hält es gut? VG, mosven
  19. Ich freue mich auf "Naturehike ultralight carbon trekkingpoles" vom Ali. Sollen nur 135g das Stück wiegen
  20. Heute, eine Tour auf's Demeljoch, 1923m (Karwendel) von Fall via Schürpfeneck über den Kamm und das Dürrnbergjoch. Ab ca. 1500m lag knietief Schnee, zum Glück hatte der Föhn der letzten Tage schon einiges weggenommen. Super Wetter und eine tolle Tour! Beim Abstieg dann auf dem Demelalm-Niederleger erstmal Mittagessen: Porridge und Kaffee... natürlich mit der leichten Küche Viele Grüße, mosven
  21. Hallo @FlowerHiker, da fiele mir der Altmühltalpanoramaweg ein. Ich glaube der hat recht viele Campingplätze am Weg. Ich weiß aber nicht, wie einfach er ist. Viele Grüße, mosven
  22. Hallo @effwee, vielen Dank für den eindrucksvollen Bericht. Ich kann die Hetze in der Schreibe förmlich nachempfinden und habe Hochachtung vor Deiner sportlichen Leistung. Mir ging es kürzlich auf dem Albsteig bei zugegebenermaßen geringerer Kilometer-Leistung ähnlich. Das Gefühl, keine Lust mehr zu haben auf extra Hetze und Stress, obwohl ich ja wandere, um gerade ebendiesen zu entkommen, hatte ich auch. Gleichzeitig sind wegen äußerer Umstände die "Wandertage" begrenzt und man will ja auch fertig werden, den Trail ganz schaffen und nicht wegen ein oder zwei Etappen extra noch einmal zurückkommen müssen. Ob es das bringt, weiss ich auch noch nicht Auf jeden Fall ein schöner Bericht mit gelungenen Fotos und amüsanten Anekdoten zu den kleinen Fehlern, die uns ständig passieren und den Lösungen dazu. Viele Grüße, mosven
  23. Hallo @Wanderfisch, der HW1 ist wirklich ein sehr schöner, abwechslungsreicher Weg. Im südlichen Teil, hier beschrieben, ist die Scutzhüttensituation auch viel besser, als weiter im Norden. Dort sind in dieser Jahreszeit alle immer verschlossen, während hier sogar das Steinhaus auf dem Lochenstein einen geöffneten Vorraum hat. Das Häuschen auf dem Dreifürstenstein ist aus Wanderers Sicht ein Traum. Dolberg, Köhlerstein und andere haben sogar große Feuerstellen mit fest verbauten schwenkbaren Grillrosten dabei... Insgesamt habe ich das jetzt drei Mal jeweils Ende Oktober / Anfang November gemacht, da war das Wetter jedesmal anfangs toll und dann grauslig. Hier ist es eben auch "anfängertauglich", da man immer in einen Ort absteigen und sich ein Hotel nehmen kann. Während die Verkehrsverbindungen oben auf der Alb sehr spärlich sind, kommt man unten am Albfuß immer gut hin und zurück. Etwas früher im Jahr hätte man auch noch mehr Albvereins- oder Naturfreundehäuser, die immer sehr gute Wanderunterkünfte sind. Mit den Erfahrungen der letzten Male würde ich jetzt nicht mehr mitnehmen: Regenhose Großes Handtuch ( nur noch ein klitzekleines, es gibt eh keine Seen zum reinspringen und duschen kann man auf den Hütten, da gibt es Handtücher ) Insgesamt ein schöner Weg, den ich für den Spätsommer/Frühherbst oder "goldenen Oktober" uneingeschränkt empfehlen möchte. Viele Grüße, mosven
  24. Hallo Allerseits, in den letzten Jahren habe ich jeweils in den bayrischen Herbstferien schon Teile des HW1 gemacht: 2017 Donauwörth-Unterkochen und 2018 Unterkochen-Bad Urach. Die Wanderungen waren mein Einstieg in Mehrtageswanderungen und der Weg zum Ultraleicht-Trekking. Machte ich den Teil 2017 noch mit einem Rucksack-Gewicht von 16kg inklusive der Vorräte, so konnte ich 2018 schon auf 11kg abspecken. jetzt war ich mit ca. 8kg unterwegs. Meine Packliste findet ihr hier. Ich habe während der Tour alles gebraucht bis auf die kurze Regenhose (unpraktisch) und die Ersatzunterhose, da ich zwischendrin waschen konnte. Das fliegt beim nächsten Mal also raus... Alle Bilder sind übrigens von mir selbst mit dem iPhone 5c gemacht. 26.10.2019 (5km - Bad Urach bis Rohrauer-Hütte): Los ging's am Samstag Mittag von München nach Bad Urach mit der Bahn. Das Wetter ist schön und draußen vor dem Zugfenster ziehen die Weinberge vorbei. Wenn ich jetzt schon gewusst hätte, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird, wäre ich wahrscheinlich nach einem Overnighter umgekehrt... Nachmittag in Bad Urach - Wasserfall, ich "betrüge" ein bisschen und gehe nicht den HW1, sondern den Zubringer (blaues Dreieck), der von unten an den Wasserfall heranführt: Schon sieht man die charakteristischen Felsen des Albtraufs. Hier stürzt sich der Wasserfall sehr schön herunter und verzweigt sich in unzählige Rinnsale im Moos des Waldes. gegenüber leuchten im Licht der untergehenden Sonne die Felsen über Bad Urach Der Weg zieht sich an einer Felswand vorbei bis zu deren oberen Kante, wo der kleine Bach über eine Felsnase hinabfällt, die er sich mit den Jahrhunderten durch Ablagerung von Kalk selbst "baut". Ich erreiche im Dunkeln die Rohrauer-Hütte und ergattere dort mit Glück sogar einen Übernachtungsplatz. Nach einem netten Schwatz gehe ich früh ins Bett, weil ich am nächsten Morgen früh los will. 27.10.2019 (25km - Rohrauer-Hütte bis Nebelhöhle): Am Sonntag mache ich mich schon um 07:15 auf den Weg, ich will das schöne Wetter nutzen und bis zur Nebelhöhle kommen... Die Sonne ist gerade aufgegangen und leuchtet schön in den Wald Im Wald sind sinnige Sprüche und Erklärungen zur mittelalterlichen Waldnutzung aufgestellt: Ich komme gut voran, am Außenposten des Landesgestüts Marbach vorbei dem Obersee des Pumpspeicherkraftwerks Einiger Weide und immer wieder eröffnen sich tolle Ausblicke, für die dieser Weg bekannt ist: Hier sehe ich sogar zum ersten Mal eine mir bisher völlig unbekannte Sportart: Discgolf. Ziel ist es, wie beim Golf, vom Abschlag aus ein Frisbee in den Fangkorb zu werfen: Ich nähere mich Schloss Liechtenstein, hier sind einige besonders schöne Felsformationen. Der Weg führt immer oben an der Kante entlang, aber es gibt auch eine Variante am Fuß der Felsen. Hier schaut es noch schön aus, aber aus der anderen Richtung ziehen schon Wolken auf, das Wetter wird umschwingen, aber ich mache mir keine großen Sorgen, schließlich soll es nur die eine Nacht leicht regnen und schließlich habe ich ja mein Tarp dabei... Das Schloss sitzt ganz pittoresk auf einem Felsen. Es wurde erst 1840 inspiriert von Wilhelm Hauffs Rittersagen gebaut: Hier sind natürlich Massen von Leuten, ein starker Kontrast zum restlichen Albsteig, wo ich manchmal den ganzen Tag niemand anderen gesehen habe. Ich gönne mir einen Windbeutel und einen großen Milchkaffee, die mir aber so auf die Verdauung schlagen, dass ich im weiteren Verlauf der Wanderung mehrfach "ins Gebüsch" entfliehen muss. Nasses Laub ergibt prima Toilettenpapier; skills... Ich erreiche die Nebelhöhle bei Einbruch der Dunkelheit kurz nach 18:00 Uhr, nur um festzustellen, dass es dort keine Schutzhütte gibt. Auch hat sowohl die Höhle, als auch der berühmte Maultaschenwirt bereits zu. Ich traue mich nicht, mich einfach unter das große Vordach des Eingangs oder unter die Überdachung des Freisitzes des Maultaschenwirts zu legen, aber das ist ja kein Problem, schließlich habe ich ja mein Tarp ... Selbiges baue ich im Licht des berühmten "Mundlämpchens" bei Dunkelheit in einer Ecke des riesigen Parkplatzes der Nebelhöhle auf und lege mich gerade mit einsetzendem Regen darunter. "Natürlich" steht es nicht so toll, wie daheim im Garten (siehe https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7509-12-overnighter-im-jahr-2019/?do=findComment&comment=139498 ) und aus Furcht vor Wind und Nässe spanne ich es auch ganz tief ab. Der extra kurze Stock will erst nicht halten, steht aber schließlich und endlich doch. Ganz schön kurz, ganz schön niedrig, und viel weniger Raumgefühl als beim Test... skills?! Ich mache mir erst mal was zu essen und lege mich schlafen. In der Nacht wache ich auf, weil jeder Regentropfen, der von außen auf's Tarp fällt, innen 5 Tropfen Konsens auf mich niederregnen lässt. Um 02:00 Uhr baue ich alles ab und laufe zurück zur Schutzhütte am Goldloch Kalkofen (eine kleine Höhle, die aber nicht zum Übernachten taugt, weil sie uneben und nass-lehmig ist). Hier liege ich um 03:00 wieder im Schlafsack... 28.10.2019 (25km - Kalkofen bis Dreifürstenstein) Das Tarp ist in der Nacht getrocknet, der Schlafsack lüftet noch aus, jetzt gibt's erst mal ein gutes Frühstück aus Porridge und Instant-Kaffee... In den nächsten Tagen kann man nur noch unterscheiden zwischen hellem und dunklem Nebel, Sprühregen oder Landregen und kaltem bzw. weniger kaltem Wind... Nichtsdestotrotz ist der Weg oft von einer verwunschenen Schönheit und "wilde Tiere" gibt es auch zu sehen: Am Felsrutsch vom Hirschkopf (bei Talheim) sieht man, wie ganze Felsschollen langsam abrutschen und am Albrand tiefe Klüfte bilden: Schließlich erreiche ich mein Zuhause für eine Nacht, die Schutzhütte am Dreifürstenstein. Sauber, trocken und windgeschützt möchte ich hier am liebsten bleiben... 29.10.2019 (25km - Dreifürstenstein bis Burgfelden): Das Wetter ist besser: Es regnet nicht mehr, sondern tropft nur noch von den Bäumen, weil die Wolken, die die Albkante heraufsteigen am Laub kondensieren... Der berühmte Blick auf Burg Hohenzollern bleibt aus, weil sie sich in den Wolken verbirgt. Aber der Einfallsreichtum der Jäger lässt einen doch manchmal wundern: Am "Hangenden Stein" sind die Klüfte so tief, wie andernorts die Gletscherspalten... Über Hochwälder erreiche ich schließlich den Böllat und Burgfelden. Es ist nur 3°C "warm" und mir hängt das Wetter zum Halse raus, weshalb ich mich in einem kleinen Hotel einmiete, was eigentlich geschlossen hat. Aber ich bin im Trockenen, kann meine Siebensachen trocknen und gefriergetrocknete Gerichte schmecken schließlich auch mit warmen Wasser aus dem Wasserhahn... nein, eher nicht 30.10.2019 (32km - Burgfelden bis Gosheim): Heute kommt die "Königsetappe" über drei "1000er" der Schwäbischen Alb. Mit 32km ist das die längste Strecke, die ich bei dem Wetter auf der Alb zurücklege. Der Albsteig heißt nicht nur so, er ist auch ein Steig. Zwar gibt es auch längere Stücke breiter "Forstautobahnen", zumeist ist es aber nur ein Trampelpfad, der sich direkt am Albtrauf hängend an der Kante entlangwindet. Der Pfad "hängt" oft und im nassen Herbst bildet sich mit dem nassen Laub, nassen Wurzeln und Steinen und dem seifigen Lehm ein Steig, den ich nur langsam bewältige. Mein Durchschnittstempo liegt inklusive kleiner Pausen bei 3km/h. Wohlgemerkt nur kleiner Pausen: Ich mache keine Mittagsrast, sondern kaufe mir beim ersten Bäcker, den ich finde Proviant für den Tag, der in kleinen 5 Minuten-Pausen im Abstand von zwei Stunden vertilgt wird. Ich kann mich glücklich schätzen in den Albdörfern überhaupt noch einen Bäcker zu finden. In den meisten hat Alles schon lange zu. Auch Leuten bin ich kaum begegnet, viele scheinen in den größeren Orten zu arbeiten. Aufgrund der kurzen Tageslänge (07:00-17:00) hat man nur zehn Stunden Zeit zu wandern. Ohne Tageslicht ist der Steig oft zu gefährlich. Über den schmalen "Grat" geht es zunächst zur Schalksburg, der Ausblick vom Turm ist aber eher mau: Durch wunderschöne Hochheide-Landschaft geht es über den Lochenstein Hier wachsen Flechten an den windzerzausten Büschen Am Plettenberg gibt es einen riesigen Steinbruch, den man nur vom Wanderweg aus sieht. Das Gestein wird zertrümmert und mit einer Gondelbahn in das gigantische Zementwerk im Tal gebracht: Über die neue Hängebrücke erreiche ich den Lemberg, den höchsten Berg der Schwäbischen Alb. Allerdings ist die Schutzhütte bei dem Wetter nicht sehr einladend, ich mache mich auf den Abstieg nach Gosheim. Leider muss ich feststellen, dass der einzige Gasthof in Gosheim mittwochs Ruhetag hat und auch Keiner ans Telefon geht, um einen müden kaputten Wanderer eventuell doch noch aufzunehmen Ich setze mich erst mal in den ortsansässigen Dönerladen und esse und trinke gut, während ich auf dem iPhone nach Hotels in der Umgebung suche. In Aldingen am Fuß der Alb werde ich fündig. Ich lasse mir gerade noch rechtzeitig mein restliches Essen in Alufolie einpacken und erreiche den Bus ins Tal. Der nette Busfahrer zeigt mir noch den Weg zum Hotel... welcher leider völlig falsch ist, was ich erst eine Viertelstunde später merke Das Hotel ist zur Ehrenrettung des Busfahrers ganz neu. Es liegt direkt neben der Bushaltestelle am Bahnhof Aldingen, ist modern und schön und die Wirtin hat meine wetterbedingte Laune und tagesstreckenbedingte Fertigkeit genau richtig eingeschätzt und mir im Zimmer ein kühles Bier bereitgestellt... Auf dem Weg nach oben kann ich die Füße kaum noch heben und falle erst mal mit meinem ganzen Geraffel die Treppe hoch... soll ja Glück bringen. 31.10.2019 (23km - Spaichingen bis Tuttlingen) Am nächsten Morgen genieße ich erst mal ein ausgiebiges und sehr gutes Frühstück. Ich habe super geschlafen und will die letzte Etappe heute angehen. Die Hotelwirtin ist sichtlich erstaunt, als ich pünktlich um 06:45 Uhr zum Frühstück erscheine. Das Buffet ist sogar ganz süß passend zu Halloween dekoriert Ich habe keine Lust nach Gosheim zurückzufahren und nehme die Hohenzollernbahn in den Nachbarort Spaichingen. Hier geht es via Dreifaltigkeitsberg nach Tuttlingen Am Wegesrand liegen zwei kleine Höhlen, der Bettelmannskeller und die Nonnenhöhle, die sogar einen guten Übernachtungsplatz abgäbe Auf einer Tafel sieht man, was man sehen kann, wenn man etwas sehen kann... Schließlich erreiche ich Tuttlingen, Hier ist die Donau noch ganz klein. Auf der anderen Seite des Rathaussteges muss er sein, der "Terminus" Leider finde ich ihn nicht. Eigentlich sollte hier eine Gedenktafel, ähnlich der am Rathaus in Donauwörth, stehen, die den Endpunkt des HW1 und den Startpunkt des HW2, des Südrandweges, bezeichnet. Allein, ich finde sie nicht. Auch die freundlichen Mitarbeiter des Rathauses können mir nicht weiterhelfen. Ich fühle mich seltsam "unfertig" und mache mich auf zum Bahnhof, wo ich gerade noch einen Zug Richtung Heimat erwische. Fazit: Der Albrandweg ist eine abwechslungsreiche landschaftliche schöne Strecke, die ich aber lieber bei schönem Wetter gehen würde. Ende Oktober ist zu spät im Jahr. Ich muss noch an meinen Tarp-Aufstell-Skills arbeiten. Speziell im Dunklen und bei schlechtem Wetter... Oder die Gewichtminimierung nicht gar so weit treiben und ein kleines Zelt mitnehmen... Ich habe fast alles benutzt, was ich dabei hatte (siehe oben) und mich mit meiner Ausrüstung recht wohlgefühlt: Das Tarp ist mir wie oben beschrieben etwas zu klein und der Schlafsack ging in der kalten Nacht am Dreifürstenstein nur mit zusätzlichen Schlafklamotten. mosven
  25. # (ohne Zählung) Im Garten, zum Test des Gramxpert Solo Tarp für meine geplante HW1-Tour nächste Woche: [Foto von mir] Ich bin ja noch skeptisch, ob ich mein bewährtes Nemo Apollo 3P dadurch ersetzen soll. Prinzipiell hab ich gut geschlafen, aber das Wetter war ja auch gut... Auf jeden Fall bringt es der kurze Extra-Stock für das Raumgefühl In der Nacht kam ein Igel zu Besuch und heute morgen wollte der Kater spielen, wenn ich schon mal in "seinem" Garten liege
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