Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

Ultraleicht Trekking

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

masui_

Members
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    masui_ hat eine Reaktion von HikeInLaponia erhalten in Kammerweg Erzgebirge-Vogtland   
    also so schlimm, wie mein vorredner empfand ich den weg nicht. ständig auf straßen? es gab sicher ecken, wo das so war, aber ständig würde ich nicht unterschreiben. mir blieben allenfalls die toten fichtenwälder und forstwege in erinnerung. es gibt aber auch schöne flecken.
  2. Gefällt mir!
    Hi zusammen,
    neulich hatte ich schon einmal eine einfache Tragehilfe für Kinder vorgestellt. Sie wird über Karabiner unten am Schultergurt des vorhandenen Rucksacks und oben mit Gurtschnallen ebenfalls am Schultergurt eingehängt. Zielgruppe sind Kinder, die nicht mehr dauerhaft in der Kraxe sitzen oder das kleine Geschwisterchen hockt in der Kraxe und das Große braucht auch mal 20 Minuten Tragepause.
    Kommerziell bekommt man das für 70-90 € plus Versand und Zoll aus den USA unter dem Namen Trail Magik Kid Carrier.
    Ganz schön teuer für ein Tuch mit 2 Gurten. Auf Reddit habe ich zwei MYOG-Anleitungen gefunden und selber umgesetzt.
    Link1
    Link2
    Materialien (alle von Extremtextil):
    - Cordura 330den, 1m
    - Gurtband Polyester 15 mm, 4 m
    - Gurtschnallen 15 mm
    - Micro Karabiner, 62 mm, 150 kg
    - Garn: Alterfi S80 Polyester
    - Nähnadel: Jeans 90
    Ohne Nadel und Garn ca. 36 € inkl. Versand.
    Durchführung
    1. Schnitt: Ziel war ein Quadrat-Tuch mit Maßen mit ca. 35x35 cm. Ich habe den Stoff zweilagig gefaltet und an den Seiten jeweils 1 cm Puffer gelassen. Also ein Rechteck von 37 x 72 cm ausgeschnitten.
    2. Oben und unten (an den langen Seiten des Rechtecks) den Stoff mit Zickzack-Stich versäubern. 
    3. Tuch mittig falten und an den zusammengefalteten Seiten zusammennähen. Anschließend einmal umstülpen. Man hat nun eine Röhre genäht bzw. ein zweilagiges Quadrat. 
    4. Als nächstes jeweils 2 m des Gurtbandes rechts und links in der Röhre am Rand doppelt durchführen, sodass sich unten eine Schlaufe bildet mit ca. 15 cm Länge.
    Oben die Gurtschnalle wie auf den Bildern shcon einmal einhängen, um die passende Gurtlänge zu finden (die oben herausschauenden Gurtenden sind unterschiedlich lang, Ein Band endet bei der oberen lila Klammer, das andere wird komplett durch beide Teile der Gurtschnalle geführt. 
    5. Dann oben und unten mit Geradestich die 2 Lagen Gurtband zwischen den 2 Lagen Cordura vernähen. Dazu habe ich ein Rechteck mit einem Kreuz darin zweimal abgenäht. Auch die Schnalle wird auf diese Weise angenäht und das Gurtende zweimal umgeklappt und mit Geradestichen vernäht, sodass es nicht mehr durchrutschen kann.
    6. Unten in der Schlaufe mit Geradestich 3 Nähte setzen, sodass 4 Segmente entstehen, in denen der Karabiner je nach gewünschter Länge eingehängt werden kann. 
    7. Auf beiden Seiten jeweils von oben nach unten mit Geradestich neben dem Gurtband die Corduraseiten vernähen, sodass das Gurtband nun seitlich eingeschlossen ist.
    8. Auch oben und unten vernähe ich nun die beiden Cordura-Lagen mit Geradestich von einer zur anderen Seite.
    9. Dann lege ich an der unteren Seite jeweils 10 cm von der Seite entfernt eine 1 cm breite Falte und nähe dort ebenfalls ein Rechteck mit Diagonalen drauf (im oberen Foto ist das noch nicht vernäht). 
    10. Damit ist der Trail Magik Nachbau fertig aber ich habe noch zwei persönliche Änderungen ergänzt. Zuerst einen kleinen Dinosaurier aufgebügelt (fehlt noch auf den Fotos) und schließlich noch ein ca. 10 cm langes Gurtband zu einer Schlaufe aufgenäht. Diese Schlaufe möchte ich benutzen, um dem Kind das Tuch engegen der eigentlichen Nutzung wie einen Rucksack anzuziehen und im abschüssigen Gelände etwas mehr Sicherheit durch Einhängen einer Reepschnur zu bekommen. Das ist natürlich kein Klettergurt und wird als solcher auch nicht genutzt also steinigt mich bitte nicht. Ich sehe es als Add-On auf Touren, auf denen der Kleine keinen Klettergurt dabei hat nach dem Motto: die beste Absicherung ist die, die man dabei hat. Auf geplanten Klettersteigen, Gletscher, Hochalpines Gelände besser direkt das dafür ausgelegte Equipment nutzen. 
    Erfahrungen zur Nutzung kann ich in Bälde teilen. 
  3. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Clumsiness in 0°C 900Cuin Daunenquilt <400g - Cumulus Style   
    Hallo zusammen,
    ich möchte euch hier mein letztes Projekt vorstellen und damit dem Forum sowie denjenigen danken, deren Beiträge mich dazu inspiriert haben – und gleichzeitig ein bisschen etwas zurückgeben.
    Da ich überhaupt erst seit September 2025 nähe und MYOG-Projekte umsetze, bin ich jederzeit offen für Verbesserungen und Tipps, um die Verarbeitungsqualität weiter zu verbessern, vorallem im Bezug auf die Haltbarkeit.
    Mein erstes Projekt in diesem Jahr war ein Daunenquilt, der einen ähnlichen Schnitt wie mein Cumulus 250 haben sollte, jedoch mit etwas mehr Loft und aus leichterem Material gefertigt ist.
    Verwendete Materialien:
    22 g/m² 10D Taft von AdventureExpert in Blau und Schwarz 250 g 900 cuin Daune von ExTex 25 g/m² Moskitonetz von ExTex 2,5 m 2 mm elastische Kordel mit 4 Kordelstoppern von AdventureExpert 3 × 15 mm Flachverschlüsse von ExTex Alterfil S150 mit Microtex-70-Nadeln Die Form des Quilts ähnelt vielen gängigen Modellen und wurde – wie erwähnt – vom Cumulus 250 inspiriert. Es handelt sich also um einen eckigen Quilt, der im Fußbereich (ca. 80 cm) zu einem Trapez zusammenläuft. Die Maße betragen 140 cm oben, 110 cm unten bei einer Länge von 190 cm.

    Als Änderung gegenüber dem Cumulus habe ich einen versetzten Kordelkanal am Halsbereich eingearbeitet, um eine Art Wärmekragen zu erzeugen.
    Nach einiger Recherche und vielen Überlegungen habe ich mich von @Capere inspirieren lassen und mich für Unterbrechungen in den Baffle-Kanälen entschieden. Die Bafflestücke sind 5 × 4 cm groß (+2cm Nahtzugabe), und mit einem Overfill von 15 % wollte ich eine Komforttemperatur von etwa 0 °C erreichen. Die Lücken zwischen den Bafflestücken sind jeweils 5 cm breit.


    Die finalen Maße des Quilts stimmen auf ± 1 cm. Der Loft beträgt im Durchschnitt etwa 6,5 cm, was rechnerisch einer Komforttemperatur von knapp –5 °C entspricht, wenn ich es richtig verstanden habe. Das muss natürlich noch in der Praxis getestet werden!
    Für Interessierte: Die Arbeitszeit (ohne Planung etc.) betrug rund 12 Stunden.
    Der fertige Quilt wiegt mit 250 g 900cuin Daune beeindruckende 399 g und ist somit ca. 140 g leichter als mein Cumulus-Quilt – bei etwa doppeltem Loft!
      
    Hier der fertige Quilt und nochmal neben seinem Vorbild - Cumulus 250.

    Zum Schluss habe ich noch eine Frage an die erfahrenen Leute hier im Forum: Der untere Teil (80 cm) des Quilts ist noch nicht geschlossen, da ich zwischen zwei Optionen schwanke:
    Einen 3 mm-Reißverschluss (80 cm) einnähen und den Quilt so optional auch als Decke nutzbar machen – gerade bei Touren, bei denen die Temperaturen stärker schwanken und auch wärmere Nächte dabei sind. Die 80 cm vernähen und den Quilt unten dauerhaft schließen. Dabei bliebe er zwar die Kopfseite offen, ließe sich aber per Kordelzug schließen, hätte also zugleich eine kleine Lüftungsoption. Welche Variante bevorzugt ihr – und was spricht eurer Meinung nach dafür beziehungsweise dagegen?
    Beste Grüße
    Joschua


  4. Danke!
    masui_ reagierte auf Gibbon in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    OT: Meine Meinung ist da komplett anders. Ich kann nicht nach China, Vietnam oder Bangladesch fahren, um zu überprüfen, ob dort die Waren, die ich kaufen möchte, unter fairen Arbeitsbedingungen, ohne Sklaverei und ohne Kinderarbeit, hergestellt werden. Ich kann nicht nach Afrika oder Südamerika fahren, um zu prüfen, unter welchen Umwelt- und Arbeitsbedingungen meine Lebensmittel dort angebaut werden. Ich habe keinen Doktor in Chemie und auch kein Chemie-Labor, um zu prüfen, ob in Artikeln Stoffe drin sind, die für mich oder die Umwelt schädlich sind. D.h. ich habe als Individuum nur sehr beschränkte Möglichkeiten Herstellung und Beschaffenheit einer Ware zu überprüfen. Als Individuum habe ich auch nur beschränkt Zeit mich zu informieren. Oder hast du für ALLES: Frühstück, Hygieneartikel, Transportmittel, Arbeitsmittel, Alltags- und Arbeitskleidung, Möbel, Lebensmittel, Elektronik, usw., jeweils die Lieferkette, die Umweltbilanz und die Nachhaltigkeit recherchiert? Daher sollte meiner Meinung nach der Staat a) klare Regeln setzen und b) überprüfen, ob diese eingehalten werden.
  5. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Martin in Regenschirm - Und dann?   
    Weitere Verwendung eines Schirms:
    - Als Tür für ein Tarp oder Schutzhütte
    -Als Ständer eines Mückenzelts (auch Mückenkondom beim Laufen) oder für den Bivy
    - als Unterlage fürs sortieren von Ausrüstung oder ein/auspacken des Rucksacks
    - Windschutz/Regen/Schneeschutz bei Gegenwind. Entweder des Gesichts oder auch insgesamt. So kühlt man nicht so schnell ais oder bekommt keine Schneeflocken in die Augen
    - bei Graupel/Hagel sehr angenehm 
    Andere Vorteile:
    Ich fand es als Brillenträger sehr angenehm, die Brille wird nicht nass und beschlägt nicht
    - ohne Kapuze ist es leichter nicht zu überhitzen
    - bei Nieselregen kan auf eine Jacke verzichtet werden.
    - unterm Sonnenschirm ist es 5 Grad kühler 
  6. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Ein.Plattfüssler in Mit KAMM auf Tour   
    Mit Kamm auf Tour
     
    Ich gebe zu, ich hatte einen Kamm dabei. Satte 11,2 g Ultraleicht-Übergewicht !!! Aber so bestand die Chance nicht als Auerochse angesehen zu werden, auch wenn man nach ein paar Tagen schon genau so stinkt…
     
    Den anderen Kamm hab ich eher nicht gesehen. Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist nämlich kein Kammweg, sondern eine Erfindung der örtlichen Tourismusbranche zur Erhöhung des Bruttosozialproduktes von Wirten und Gastgebern.
    Dafür gibt es dann für den Wanderer aber auch was: Er geht in der Länge von ca. 285 km mit ca. 8.000 (!) Höhenmetern gehörig auf und ab. Für einen Kammweg eher untypisch. Der ‚historische’ Kammweg liegt vorwiegend in Böhmen. Ortschaften sind dort wegen der geschichtlichen Ereignisse ziemliche Mangelware. Somit ist also die Versorgung von Fußlatschern nicht gesichert, wie ich sogar auf einer Tour per Fahrrad feststellen durfte.
     
    Landschaftlich erlebte ich den Kammweg recht abwechslungsreich. Zu erleben sind Laub-, Nadel- und Mischforste, Felder, blühende Wiesen, Weiden, verschwiegene Moore, murmelnde Bäche, Talsperren, im Wald versteckte Teiche, markante Felsen… und natürlich so mancher Berg. Sowie die Zeugnisse des Bergbaus, des Instrumentenbaus und für Eisenbahnfans die Schmalspurbahnen… Somit ist der Kammweg weit abwechslungsreicher als sein thüringer Verwandter, der Rennsteig…
     
    Ich renne ungern auf’m Steig, also nix Rennsteig sondern Kammweg. Mein Gehstil ist das Schleichen. Da seh ich mehr (und kann besser Schnaufen).
    Anreise nach Geising per Bahn. Für mich nur ein Katzensprung… Aussteigen… Und die Tour beginnt direkt am Bahnhof. Und noch besser, dort befindet sich ein Supermarkt. Kuchen und Cola-Tankstelle also… Es geht auch gleich zur Sache. Hinauf auf den Geising. Schwitzen sogleich garantiert…
     
     
     
    Auf dem Geising ein Schild mit der Vorschrift: Eigener Proviant bleibt im Rucksack ! So, so… Ist ja ein ganz netter Kneiper hier oben... Und nicht mal was zu sehen außer Bäume, Buschwerk und Picknickbänken. Ob es vom 18 m hohen Aussichtsturm für eine Rundsicht reicht, ist ungewiß. Grünzeug wächst ja mancherorts in den Himmel. Eine Euro Aufstiegsgebühr gespart an diesem für mich doch eher ungastlich empfundenen Ort…
    Ein paar Meter unterhalb des Gipfels steht (m)eine Bank. Mitgebrachten Proviant raus und futtern. Etwas Blick durch die Bäume als Zugabe...
     

     
    Abstieg nach Altenberg. Am Fuße der Sommerrodelbahn eine Quelle. Ein Einheimischer tankt dort auf. Somit auch ich. Etwas weiter am Weg eine weitere, stark sprudelnde, gefaßte Quelle. Auf dem Kammweg sollte man die Möglichkeiten zum Wasser fassen stets nutzen. Die Möglichkeiten dazu sind unregelmäßig verteilt. Nicht alle in der Karte eingezeichnete Wasserläufe, Quellen führen im Sommer zuverlässig Wasser. Ich mußte deshalb einmal stark eisenhaltiges Wasser für den Morgenkaffee nutzen. Dabei fiel zumindest dessen Färbung nicht auf…
     
    Auf dem 905 m hohem Kahleberg mit Moos und Flechten bewachsene Blockfelder. Das Heidekraut beginnt zu blühen, Glockenblume und Co. Blühen noch. Die Bäume schon fast alpin mit reichlich Flechten besetzt und im Zwergenwuchs. Alpin auch der Charakter des Pfades. Und das auf gerade mal 905 m…
     

     
    Dummerweise bleibt der Weg nicht da oben. Der Hirschbach fließt im Tale entlang der Grenze zu Tschechien. Bergab geht’s… Munteres Geplätscher...
    In dieser bergigen Gegend ist’s nicht ganz leicht einen ebenen Platz für das Lager zu finden. Etwas Klebstoff auf und unter der Isomatte wär nicht schlecht. Aber das Moos ist weich und der Schleicher müde. Und gleich neben dem Bach braucht’s doch keinen Klebstoff…
     

     
    Am Morgen wird nach dem Packen weiter geschlichen. Am Bach oder hinauf und hinunter.
    Hinter Rechenberg führt der Weg über eine historische Bogenbrücke. Sie ist Teil des Naturdenkmals Floßgrabensystem. Unsere Vorfahren haben ganz schön viel gebuddelt, um das Holz aus dem Wald zu kriegen...
    Wer will, kann in Neuhausen (Friedhof) einiges besichtigen: Schloß Purschenstein, Nussknackermuseum. In Seiffen (Friedhof) nicht anders (Spielzeugmuseum). Vorher die Aussicht vom Schwartenberg (787 m). Die Bergbaude ist geschlossen, Urlaub… Ich latsche vom Wind gepustet weiter…
    In Olbernhau wird ein Einkauf fällig. Wer vorher den Weg mit seinem hier irrsinnigen Anstieg am Ortseingang abkürzen will, sollte anfangs kurz auf den stillgelegten Bahngleisen wandeln. Später Fußweg vorhanden…
    Nach der Saigerhütte (Museum Buntmetallurgie) gehts entlang der Natschung und deren Tal beständig nach oben zum Aussichtspunkt Stößerfelsen. So mancher Fels ist zu sehen… Kaffepause mit Blick ins Tal. Das Frühstück am Supermarkt war mit Kuchen und Cola dann doch nicht ganz so gehaltvoll…
     

     
    Nach Umgehung von Rübenau mache ich am Lehmheider Teich Kochpause. Nudeln, was sonst. Es schmeckt dennoch. Schokolade als Nachtisch, der Energie wegen… Hier am Teich gibt’s eine Bademöglichkeit. Die Enten nutzen die auch… Ich bleibe Beobachter...

     
    Auf nach Kühnhaide, dem (oft) kältesten Ort im Erzgebirge. Vorher weist ein massives Schild des Staatsbetriebes Sachsenforst auf die Sperrung des Weges hin. Nichts zu hören, nichts zu sehen. Holz wurde bereits abgefahren. Schnittflächen der restlichen verbliebenen Stämme sind schon einiges alt. Solche Sperrungen sollten noch öfter, nämlich sechsmal folgen. Nur einmal waren Forstarbeiten zu bemerken. Und da hatten die Forstarbeiter das Absperrbanner sogar selbst zur Seite gelegt. Nahe am Weg waren keine Arbeiten im Gange. Kein Murren der von mir gegrüßten Forstarbeiter, als ich vorbeilief…
    Bei Kühnhaide ist der Grüne Graben recht interessant. Hier entlang schlängelt sich ein mit Holzplanken eingefasster Wasserlauf mit leichtem Gefälle für den ehemaligen Bergbau. Wie viel Mühe kostete wohl der Bau so ohne Bagger & Co …
     

     
    An Kühnhaide vorbei betrete ich einen Moorlehrpfad. Das Moor befindet sich in der Phase der Regeneration. Bis Anfang der neunziger Jahre wurde hier Torf abgebaut…
     
    In Schmalzgrube biege ich ins Tal des Schwarzwassers ein. Hier schnauft die von einem Verein betriebene Preßnitztalbahn entlang. Zumindest an Wochenenden. Heute also leider nicht.
    Als Überraschung entdecke ich hier aber dafür so etwas wie Trailmagic: Einen mit Balkonplumen geschmückten Rastplatz mit Wasseranschluß. Über eine Holzleitung wird quellnahes Bachwasser in einen Holztrog geleitet. Das Wasserrad ist leider außer Betrieb. Nix mit Telefon aufladen…
    Eine Gießkanne ist auch da. Wer will, kann also auch duschen… Wundervoll das alles. Hier gibt es Menschen, denen Wanderer nicht gleichgültig sind. Ich sollte solch blumengeschmückte Rastplätze noch mehrfach finden… Danke !
     

     
    Am nächsten Morgen klettere ich rauf zum Bärenstein. Hier oben fläzen sich Menschen, die mit Behindertengestellen aufgetiegen sind, auf den Bänken rum. Allgenmein nicht viel zu sehen, es sei denn man nutzt den Aussichtsturm. Nach Westen hin, kann man kurz vor dem Gipfel auf die Talsperre Cranzahl sehen.
     

     
    Zu der geht es nun hinunter. Über die Sperrmauer und schon ist wieder Ruhe vor Zweirädern…
     

     
    An der Toscabank (Fels) hat eine Gruppe von Wanderen alle verfügbaren Plätze besetzt. Zur Seite gerutscht wird nicht. Wer zuerst kommt, sitzt zuerst. Ich verlasse diesen lauten, unfreundlichen Ort gleich wieder… Bald komme ich zum Kreuzbrückfelsen, auf gesperrten völlig von Holzerntemaschinen zerrammelten Forstweg. Hochklettern, nur in eine Richtung Schneisenblick...
     

     
    Weiter und runter und rauf. Als nächstes auf den Fichtelberg. Heute wohl nicht mehr zu schaffen. Kurze Pause, etwas futtern. Und dann noch die ersten Meter hoch. Der Weg zum Gipfel schleicht sich mit moderater Steigung diesem von Norden her an. Da es bereits dämmert, suche ich mir einen Lagerplatz. Zwischen einigen halbwüchsigen Fichten eine halbwegs ebene Fläche. Reicht gerade zum Cowboy-Camping. Da sich die abendlich obligatorische Mücke sirrend anschleicht, spanne ich mal lieber das Netz auf. Schon ist die Mücke entschwunden...
    Am Morgen sogleich eine gefasste Quelle… und etliche ebene Lagerplätze weiter oben...
     

     
    Oben am Gipfel (1215 m) ist so früh am Morgen noch wenig los. Einige Hotelgäste steigen in ihre Autos. Die erste Schwebebahn schwebt aus dem Tal herauf. Viel Interessantes gibt es hier oben aber nicht zu sehen. Vielleicht die Friedensglocke, mit viel Stacheldraht ringsum auch am Klöppel gesichert. Wundersam solch Frieden… Gegenüber schon in Tschechien der Keilberg (1244 m)…
     


    Kurz unterhalb des Gipfels eine sonnige Picknickgarnitur mit Aussicht gen Westen. Da mach ich doch glatt Frühstück: Müsli und Kaffee. Kraft auf den weiteren Weg oder besser der Skiloipe. Da ist mehr weiches Gras als auf dem parallel verlaufenden Weg. Treffe hier auf eine tolle Schutzhütte...
     

     
    Nun wieder viel Weg bis zum Wettin Brunnen. Wer mag, kann das Besucherbergwerk Fuchslochstollen besuchen… Etwas weiter soll der Himmelsstein zu sehen sein. Ein hier niedergegangener Meteorit. Nichts wie hin… Doch den hat wohl jemand geklaut. An Ort und Stelle steht nur noch eine Hinweistafel mit viel aufgedrucktem Wissen über den Klumpen…
     

     
    Der bald folgende Aufstieg zur Himmelswiese macht deren Namen alle Ehre. So steil und lang der Anstieg; da kann diese Wiese tatsächlich nur im Himmel liegen. Dazu hat der Staatsbetrieb Sachsenforst (nicht nur) diesen Forstweg (im Staatsforst) reichlich dick mit losem (!) Schotter frisch belegt. Steuergelder kann man m.E. auch sinnvoller verschwenden, oder ?
     
    Daher hier mal ein Wort zu Wegebeschaffenheit: Für den Geschmack eines Weitwanderers, wie mich, gibt es auf dem Kammweg zu viele Forststraßen und Forstautobahnen. Das mag zur Zeit der Einweihung des Weges anders gewesen sein. Aber der Wahnsinn des Staatsbetriebes Sachsenforst, Forstwege zu Forstautobahnen auszubauen, scheint unbegrenzt. Das durfte ich auf dem Kammweg mehrfach beobachten. Damit könnte der Kammweg Erzgebirge-Vogtland als Weitwanderweg bald tot sein… Schade…
     

     
    Leider ist die Himmelswiese mit ihrem wertvollen Bestand an Blühpflanzen bei meinem Eintreffen schon gemäht. Es ist ja bereits fortgeschrittener Sommer… Eine Bank für die Pause und für’s Zubereiten des Mittagsmahls steht aber noch...
     
    In Johanngeorgenstadt ist ein Schaubergwerk und ein Pferdegöpel zu bestaunen. Ich gehe lieber Lebensmittel tanken… und schon bald schlafen...
    Über die Sauschwemme latsche ich auf den Auersberg mit Aussichtsturm hoch. So früh am Morgen ist das Drehkreuz am Eingang des Turmes (Eintritt) noch nicht in Betrieb. Ich bleibe dennoch am Boden. Als Frühstücksplatz ist es mir hier aber zu zugig…
    In Sepentinen runter nach Wildenthal. Am Weg oberhalb findet sich eine Bank mit Sonne, Aussicht und Wasseranschluß eines kleinen Baches. Perfekt… Nach dem Kaffee bin ich nach der zu kurzen Nacht gut munter. Ab jetzt mal wieder viel Weg: Vorbei an Weitersglashütte, Carlsfeld. Morgenröthe wird gestreift, der Pyratalweg unter die Sohlen genommen. Dort wieder ein künstliches Fließ für den ehemaligen Bergbau.
    Hinter Mühlleithen befindet sich das ND Arnikawiese. Blühen tut die Arnika derzeit nicht mehr. Am Wegesrand dagegen reichlich der Alant… und die Phantasie eines wohl Jägers. Der warnt per Plakaten vor dem Wolf. Dabei ist doch allgemein bekannt, dass der Wolf nur Großmütter (bin ich nicht), Mädchen mit roten Kappen (hab ich nicht) und bevorzugt Jäger (bin Rumlatscher) frisst, tzzzz…
     


    Der Topasfelsen Schneckenstein ist leider eingezäunt. Er ist Objekt wissenschaftlichenr Forschung, nur mittels Führung begehbar. Das Besucherbergwerk ebenso. Den Schneckenstein selbst finde ich nicht. Wohl falsch abgebogen. Verwirrende Ausschilderung hier. Auf der ersten Halde der Wismut AG ist keine Aussicht mehr gegeben. Zugewachsen mit vielerlei Laubgehölzen. Die Däämerung schreitet voran. Da besteige ich die zweite Halde besteige dann nicht mehr. Finde aber die Beschilderung am Weg wieder…
     

     
    Zum Abend hin, komme ich an die Talsperre Muldenberg. Wie alle Talsperren der Tour eine für Trinkwasser. Hier wird also kein als geklärt deklariertes Abwasser eingeleitet. Dieser Hinweis für Wanderer, die auf dem Trockenen sitzen…
     

     
    Am nächsten Morgen ist mal wieder ein Einkauf fällig. Schöneck bietet die Möglichkeit dazu (Friedhof vorhanden). Der ‚Alte Söll‘ als markanter Aussichtspunkt direkt im Ort ist leider wegen Bauarbeiten abgesperrt. Also wieder auf den Weg. Adorf durchquere ich nur. Am Weg als Abwechslung ein Teich. Hier ist Leben. Blüten am Teichrand. Die Libellen sausen durch die Luft, es platscht und quakt mal…
    Auf dem Platzerberg (629 m) kommt bei mir kein Gipfelgefühl auf. Der Berg ist als solcher kaum erkennbar. Überall um mich herum gemischte dichte Bestockung und kaum eine Erhöhung zu erkennen…
    In Bobenneukirchen erreiche ich die nächste Talsperre. Allzuviel los ist auf so einer Talsperre ja nicht. Das Wasser glatt, kaum Vögel… Mein Wasservorrat ist nicht allzu reichlich. Tanke daher ein Liter Talsperrenwasser, was ich später aber nicht nutzen muß…
    Auf dem Burgstein stehen die Ruinen zweier Kirchen. Hier konnten sich die hier mal Herrschenden nicht einigen, in welchem Herrschaftsgebiet die erste Kirche stand. Also baute man eine zweite daneben. Heute sind beide Ruinen Orte mit friedlicher Ausstrahlung. Gut für eine Pause...
     


    Bei Gutenfürst schon wieder eine Pause. Dieses Mal am Forstteich… Am in Drei-Staaten-Stein umbenannten Drei-Fürsten-Stein laufe ich vorbei. Also nochmal rückwärts... Heute geht es dann noch, dem Verlauf der jetzt innerdeutschen Grenze sich wieder nähernd, durch Gerbersreuth. Am nächsten frühen Vormittag ist sie erreicht, die ehemalige Staatsgrenze. Das Deutsch-Deutsche-Freilicht-Museum (Eintritt) lasse ich (örtlich) links liegen und gehe dann auf dem ehemaligen Kolonnenweg weiter gen West. Hier auf dem Grünen Band wächst und wuchert die Natur nach ihren eigenen Gesetzen. Darüber staunend, verpasse ich das nach rechts Abbiegen. Bin aber baldigst wieder auf dem von rechts einbiegenden Kammweg. Ein landschaftlich nettes Wiesental am Tannbach folgt und ehe ich mich versehe, stehe ich an der Saale, der Sächsischen. Schattiger Mittagspausenplatz direkt am Ufer. Es fließt…
     


    Ich bleibe an der Saale, passiere dabei Hirschberg, um nach Sparnberg zu kommen. Hier die Saale zu überschreiten, scheitert. Die Bayern haben die Grenze dicht gemacht…
    Also die Straße nach Pottiga als Alternative…
    Nach diesem anstrengenden Umweg ruhe ich mich auf der Saalebank aus. Bei dreißig Metern Länge ist neben mir noch für weitere 69 Wanderer Platz. Doch nach wie vor sind keine dieser Spezies zu sehen...
     

     
    Immer etwas oberhalb der Saale entlang, wäre Blankenberg bald erreicht. Ich wähle jedoch den Weg direkt an der Saale neben den Gleisen der (fast stillgelegten) Schmalspurbahn der ehemaligen Papierfabrik. In die Höhe gelatscht, bin ich ja nun schon reichlich…
    So treffe ich am Nachmittag in Blankenstein ein. Der Weg endet praktischerweise sehr nah an einem Supermarkt. So steht der Siegesfeier mit Sekt und Kavier nichts mehr im Wege…
     
    Wo der Rennsteig beginnt und zwei andere (fränkische) Wege beginnen, endet der Kammweg Erzgebirge-Vogtland…
     




     
    Fazit: Der Kammweg Erzgebirge-Vogtland ist ein landschaftlich und kulturhistorisch abwechslungsreicher Weg ohne dabei ungemein spektakulär zu sein. Durch die vielen Höhenmeter ist er durchaus ansruchsvoll. Wasser- und Lebensmittelversorgung stellen i.d.R. kein Problem dar.
    Die Ausschilderung/ Markierung insbesondere im Vogtland ist an wenigen Stellen lückenhaft. Manche Markierungen sind deutlich verblasst. Augen auf ! Eine (Streifen-) Karte empfehlenswert (vom Dr.-Barthel-Verlag oder puplicpress Leporello Wanderkarte) Selbstverständlich gibt es auch eine GPX-Datei vom Weg (z.B. im Netz bei ich-geh-wandern).
    Auf längere oder häufigere kurze Abschnitte auf Forststraßen (gut zu laufender, gebundenen Feinsplitt) der sogar Forstautobahnen (loser Schotter jeder Größe) sollte man sich vor der Reise einstellen…
     
    DENNOCH: Der Kannweg Erzgebirge-Vogtland ist (noch) des Gehens wert ! Viel Freude drann !
     
    PS: Ich laufe von Blankenstein weiter an der Saale entlang, bis Saalfeld erreicht ist. Wahlweise auf dem Saale-Orla-Weg, dem EB, dem E3, den Hohenwarte-Stausee-Weg. Die gelatschten und geschlichenen Gesamtkilometer dieser Tour summieren sich dadurch auf ca. 400 km und 10.000 Hm… Diese Verlängerung des Weges kann ich jedoch nicht empfehlen. Ständiges (steiles) Bergauf und Bergab mit nur sehr wenigen lohnenden Aussichten auf Saale und deren (Hochwasser-) Talsperren, mit nur kurzen Abschnitten direkt an der Ufer der Saale…
     
    Freude am durch die Gegend Latschen wünscht Ein.Plattfüssler

  7. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Maalinluk in Zenbivy Sheet schnell, schmutzig und günstig   
    Nachdem ich das Zenbivy-Prinzip mal mit einem gelöcherten Tyvek Rest und Gummiband getestet und für gut befunden hatte, wollte ich mir das mal in etwas schöner nachbasteln. Da sich meine Reise wegen Zahnproblemen und krankem Haustier etwas verschiebt, blieb dafür nun Zeit. Hier ist das fast schöne Ergebnis. Material ist Tyvek Softstructure, das noch übrig war und mal als Groundsheet gedient hat. Nun ist es der Bezug für die Isomatte. Die ganze Konstruktion soll nicht nur gegen Zugluft und Verrutschen des Quilts helfen, sondern auch die Isomatte vor den Krallen meiner Hündin schützen (hatte da schon zwei Zwischenfälle...). Ohne Hund hätte ich das ganze nicht über die komplette Isomatte konstruiert. Die "Anti-Zugluft-Lappen" werden nicht am Quilt befestigt, sondern sind per sehr leichtem Gummiband (für Unterwäsche) verbunden und gehen über den Quilt. Mit Kam Snaps befestigt lassen sie sich in beide Richtungen öffnen. Der Quilt kann am Sheet eingehakt werden, damit er bei Aktiven Schläfer*innen nicht verrutscht.
    Die Haken zur Befestigung des Quilts habe ich befestigt, indem ich dünne Tyvek durchgespielt und ans Sheet geklebt habe (mit meinem Lieblingskleber: Ponal wasserfest). Hatte keine Lust mehr zu nähen.
    Wiegt nicht ganz so federleichte 95g. Aber leichter als das Original.




  8. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf pielinen in Kochen im UL Titan Topf 900 ml   
    Reis mit Käse
    Reis mit Dosenlachs
    Kartoffelpürree mit Wurst
    Nudeln mit Soße (Tasse zum anrühren)
    Reis mit Trocken Ei
     
    Are you a hiker or a camper?
     
  9. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf RaulDuke in Optimierung meiner Packliste   
    Fühle dich bitte nicht angegriffen, aber ich erlebe es immer wieder, das man Newbies gute Vorschläge macht, um die sie ja auch gebeten haben und dann sind sie nicht bereit, diese anzunehmen.
    Es geht dabei nicht explizit um meine Vorschläge, sondern auch um die der anderen…
    Wenn du leichter werden willst, dann musst du etwas ändern.
    Wenn du Ultraleicht werden willst, immerhin hast du diesen Post in einem UL Forum eingestellt, musst du viel ändern.
    In deinem Fall hast du ja kaum etwas in der Packliste, was man komplett weg lassen kann, denn das ist eigentlich immer so der Anfang, wo man kostenlos ansetzen könnte. In deinem Fall aber nicht.
    Bleibt der Tausch von Dingen.
    Zelt willste vielleicht nicht tauschen, vielleicht doch. Ich denke, da bleibt dir keine Alternative!! Du musst quasi das Zelt tauschen.
    Der Rucksack, den du in deiner zweiten Literpack Liste hast, von Osprey, wiegt halt immer noch ne Tonne. Glaube mir, ich bin ein Genusswanderer, kein Asket. Ich trage nichts, was nicht absolut bequem ist. Und robuster, als z.B. der „the Atom“, geht eigentlich kaum, wenn du dir die Materialien anschaust. Den GG G4-20, hatte ich, wie gesagt, mehrere Jahre in Benutzung und habe ihn trotzdem noch für einen super Preis weiter verkauft. In Fall von letzterem Rucki idt die einzige Schwachstelle das Mesh. Das ist recht empfindlich. Aber bei mir war nicht die geringste Macke drin. Beim The Atom ist das Mesh sogar Dynema Mesh. 
    Diese riesen Meshpockets an der Rückenpartie sind super.
    Mit der Isomatte, bisste ja dann doch auf dem richtigen Weg.
    Klamotten wurden ja auch schon erwähnt, Polartec Alpha Hoodies sind wirklich spitze in ihrer Funktionalität. Regenjacke mit 400g mindestens doppelt so schwer…
    Auf jeden Fall braucht man in deinem Fall gar nicht auf die Zahnbürste und das Messer hinweisen, denn in der Summe der Kleinteile, die man ändern könnte, kommt nicht genug rum, um in den UL Bereich vorzudringen.
    Nicht mal in die Nähe!
    400g Ersparnis, merkt man schon beim Wandern!! Vor allem, wenn es nicht 400g, sondern wie im Falle des the Atom mit zusätzlichen Hüftgurten eher 550g sind!
    Erst recht, wenn du beim Fleece noch 200g, bei der Regenjacke 200g, bei der Regenhose 150g (tauschen gegen Rainskirt), Taschenmesser 70g, Wanderstöcken 100g, Handtuch 60g, Feuchttücher weglassen 45g einsparen kannst.
    Das sind dann inklusive Rucksack 1375g!
    Und die merkst du garantiert beim laufen!! Und zwar als super angenehm!
    Wenn man jetzt noch die Klamotten, die du am Körper trägst, anzieht, sieht es doch schon viel besser aus. Denn ich schätze, es kommt hier aufs Basisgewicht an und nicht auf Skinout.
    Es sei noch angemerkt, das du, damit es übersichtlicher ist, in deinen Lighterpacklisten, Baseweight, Wornweight und Consumables getrennt markieren könntest.
    Das erreicht man, in dem man für Worn den „Pullover“ anklickt und für Consumables das Messer und Gabel Symbol.
    Unter Consumables fallen auch etwaiges Gas oder Spiritus!
    (Da fällt mir gerade auf, das du zwar Trekkingnahrung aufzählst, aber überhaupt nicht erwähnst, ob und wie du die erhitzen willst. 
    Gaskocher?
    Spirituskocher?
    Topf?)
    Zurück zum Gewicht!
    Wenn man von deinen 11,3 Kg die Klamotten am Körper und die Consumables abzieht, bleiben noch rund 6,9Kg!
    Davon wiederum die von mir überschlagenen 1375g abgezogen, bisdte ja schon auf 5,5kg runter!
    PENG, BÄMM… Hahahahaha!
    Ob man nun suf dem Trek unbedingt mit einer 1,5kg Kamera umherlaufen will, sei dir selbst überlassen, aber ob du diese 1,5 Kg zu 5,5Kg oder zu 6,9Kg hinzurechnen willst, bleibt dir überlassen!!
     
  10. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf nivi in Kuppelzelt 2P aus Silpoly   
    Der Vollständigkeit halber möchte ich auch hier mein neustes myog Kuppelzelt vorstellen. Diesmal für zwei Personen und aus Silpoly. Die beiden vorherigen Versionen findet ihr hier und hier 🙂 Da Materialkosten und Wohnlichkeit auch eine Rolle gespielt haben, ist das Zelt ein großer Kompromiss (und auch nicht ultraleicht) geworden.

    Letztes Jahr hatten mich Freunde gefragt, ob ich ihnen ein Zelt nähen würde. Das passte mir ganz gut, da ich mal wieder Lust auf ein größeres Projekt hatte und ich mich gerne mit Clipsystemen beschäftigen wollte.

    Ein erster Aufbau im Garten war leider sehr ernüchternd. Der Saum hatte gar keine Spannung und die Gestängetaschen auch nicht. Also bin ich wieder zurück zu Gestängekanälen gewechselt. Und ich muss zugeben: Gestängekanäle sehen auch einfach viel besser aus! 🙂
    Materialien und Maße:
    45g/m² - 30d Silpoly für das Außenzelt 50g/m² - 30d 6.6 Silnylon für die Gestängekanäle und die Verstärkungen 112g/m² - Ultra 100 X für die Gestängeenden und weitere Verstärkungen 5c Zipper (wasserabweisend) 1,8mm Polyester Kordel für die Abspannungen 25g/m² - Moskitonetz 32g/m² - 20d Innenzeltstoff 47g/m² - Sil/PU Polyester für die Bodenwanne 3c Zipper für die Innenzelttür 9,3mm DAC NFL Gestänge Außenzelt: 265cm x 170cm x 110cm Bodenwanne: 240cm x 130cm x 10cm Silpoly ist ein tolles Material für Kuppelzelte und das 30d Silpoly von Extremtextil empfinde ich als ausreichend robust (und die Farbe ist wunderschön).
    Details:



    Die Verstärkungen auf dem Zeltstoff sind zum Großteil nur aufgeklebt, da bin ich sehr gespannt, wie das langfristig hält. Die Abspannpunkte in der Mitte der Seiten habe zusätzlich noch eine kleine Verstärkung aus Ultra, damit man da ordentlich Zug drauf geben kann.

    Bei meiner Solokuppel habe ich gemerkt, dass es besser ist, wenn der Reißverschluss direkt am Gestängekanal entlangführt, so lässt er sich immer super easy öffnen. Dieses Zelt hat zwei Eingänge, was ich für ein 2P Zelt sehr komfortabel finde.

    Die Apsis auf jeder Seite ist so 20-30cm tief und bietet Platz für diversen Kram, aber ist natürlich nicht zum Kochen geeignet. Gepäck kann ansonsten auch einfach mit ins Innenzelt.
     

    Das Gesamtgewicht beträgt: 759g (Außenzelt + Schnüre) + 452g (Innenzelt) + 388g (Gestänge) = 1599g
    ... und setzt sich wie folgt zusammen:
    Außenzelt
    406g Silpoly (ca. 9,1m²) 98g Reißverschluss (ca. 4m) 24g Reißverschluss Schieber (4 Stk) 47g Gestängekanäle (ca. 1m²) 38g Gestängeaufnahme (davon ca. 0,3m² Ultra und etwas Gurtband) 24g O-Ringe (30 Stk) 6g Reißverschlussabdeckung 11g Verstärkungen (ca. 0,2m²) 6g Gurtband (ca. 3m verschiedene Bänder) 4g Leiterschnallen (2 Stk) 9g Line-Loks (12 Stk) 82g Schnüre (ca. 38m) Innenzelt
    183g Zeltboden (ca. 3,9m²) 85g Moskitonetz (ca. 3,4m²) 77g Innenzeltstoff (ca. 2,4m²) 65g Reißverschluss (ca. 6,6m) 6g Reißverschluss Schieber (4 Stk) 19g T-Bars (32 Stk) 12g Elastisches Band (ca. 2m) 2g Innenzelttaschen (aus Moskitonetz) 4g Handschuhhaken (4 Stk) Gewichtsmäßig liegt es zwischen X-Dome 2 und ArcDome 2, was ich für diese Art von Zelt okay finde. Mit leichteren Materialien könnte noch etwas Gewicht gespart werden, aber ich bin eigentlich ganz zufrieden mit dem Materialmix. Ich denke, dass das Zelt so ein ganz guter Allrounder für viele Touren ist 🙂
  11. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf RaulDuke in Eure Erfahrungen zum msr thru hiker 1   
    Ich kann ihn nur bedingt empfehlen.
    Ich hatte ihn gaaanz am Anfang meiner UL „Kariere“ , in Verbindung mit einem DD Tarp.
    Das Tarp musste weichen, weil zu schwer und das Thruhiker 1 musste weichen, da am Fußende das Nylon Material auf dem Quilt liegt und sich da Kondenswasser bildete.
    Mein Quilt war beide Male, wo ich es genutzt habe, ganz erheblich nass, im Fußbereich.
    Beide Male war es eine nebelfreie Nacht, weit ab, von einem Gewässer!
    Ich bin nur 167cm groß und hatte beide Male am Fußende meinen Rucksack gelagert. Das brachte kondensmäßig leider garnix, denn damit das „Fly/Bodenmaterial nicht auf dem Quilt oder Schlafsack aufliegt, müsste man ihn schon voll bepackt dort hinlegen, was ja gar nicht geht, da die Volumenreichsten Artikel ja ausgepackt sind, nämlich Quilt, Isomatte und das „Zelt“. Außerdem schätze ich, das selbst das nicht ausreichen würde. Ist halt letzten Endes doch so eine Art Bivi, mit den dazugehörigen Nachteilen.
    Vom Platzangebot war ich überrascht, wie geräumig es darin ist, um auch noch etwas positives zu schreiben.
    Ich fand es schade, das das nicht funktioniert hat, für mich.
    Ich mochte auch die Farbe .
    Über die Luftfeuchtigkeit in Hochalpinen Regionen kann ich nix sagen, da ich mich dort nie aufhalte.
    Zur Haltbarkeit des Bodens würde ich noch anmerken, das ich bei jedem UL Zelt, was aus Nylon oder Polyester ist, immer eine Tyvek Bodenplane mitnehmen würde, die hat genügend Durchstichschutz und schützt ebenfalls vor Reibung an Steinen oder Baumwurzeln etc… etc… Wiegt für so ein „Zelt“ um die 130g. Von Polycro oder einer Nylon Unterlage würde ich abraten. Das erste geht zu schnell kaputt und das zweite ist mir zu schwer!
     
  12. Gefällt mir!
    Hallo zusammen
    Letztes Jahr habe ich hier meine erste selbstgebaute Pyramide aus DCF vorgestellt – jetzt kommt Version 2: Noch leichter, deutlich minimalistischer und in Richtung shaped Tarp gedacht. Ideal für Fastpacking, kurze Trips mit leichtem Gepäck oder einfach als ultraleichter Wetterschutz beim Cowboycamping.
    Eckdaten:
    Material: DCF (Dyneema Composite Fabric) 25 g/m²
    Gewicht:
    – 240 g inkl. Schnüre
    – ca. 220 g ohne
    Masse (aufgebaut):
    – Länge: 280 cm
    – Breite: 110 cm
    – Höhe: ca. 140 cm
    Aufbau: 5 Heringe reichen (hinten gibts optional noch eine Schlaufe für einen sechsten – brauche ich aber kaum)
    Packmass: sehr kompakt – lässt sich stark komprimieren (siehe Foto mit Innenzelt & Packsack)
    Design & Details:
    Form: geformtes Tarp mit catenary Cut für straffen Stand Spitze: verstärkt und auf den Trekkingstock-Griff zugeschnitten (siehe Detailfoto) Konstruktion: geklebte Nähte (Abspannpunkte verstärkt) Packsack ist ebenfalls MYOG
    Einsatzzweck:
    Das Ganze ist kein Shelter für tagelange Schlechtwetter-Touren in Skandinavien, sondern eher:
    eine Backup-Option beim Cowboycamping ein leichter Schutz bei gutem Wetterfenster für SUL-Wochenenden und Fastpacking Ein Innenzelt kann eingehängt werden, ist aber optional.
    Fotos:
    Gesamtansicht vom Aufbau


    Verstärkte Spitze

    Detailaufnahmen der Ecken & Abspannpunkte



    Rückseite mit optionalem Hering

    Packsack + Innenzelt (für Grössenvergleich)

    Freue mich wie immer über Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge. Falls ihr Fragen habt – einfach melden!
     
  13. Witzig!
    Cool wäre natürlich auch, wenn strukturell etwas passieren würde. Als sowas wie so feste Schlafstätten, wo man ein Bett mit Bettwäsche und etwas zu Essen kriegt, dann bräuchte man Zelt und den andern Rumms gar nicht. Ich hab sogar schon eine Namensidee, man könnte es Gasthaus nennen. Ist aber vielleicht auch etwas zu abgefahren visionär.
  14. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Fabian. in UL-Definition und Budget   
    Die Bissigkeit bewegt sich doch aber meist auch negativ korrelierend auf einem Spektrum, oder nehme ich das falsch war?

    Jemand, der in diesem Forum ein 1-Personen-Zelt sub 1KG sucht, dem wird wahrscheinlich ganz normal geholfen.
    Wenn nun eine Person ein 3JZ-Zelt für Mitteleuropa unter 2KG sucht, wird hinterfragt, ob dies überhaupt nötig sei, wenn man für selbiges Budget auch ein Zelt bekommt, was die Hälfte wiegt.
    Beim 5KG-Sturmbunker für den deutschen Sommer kann dann schon mal hinterfragt werden, inwiefern das noch zu einem Ultraleicht-Forum passt.
    In einem Ultramarathon-Forum wird es auch kaum ernstzunehmende Anfragen über Trainingspläne für die 3KM-Runde um den See geben.
  15. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Martin in UL-Definition und Budget   
    Sowas, wie Begabung fürs nähen und kleben gibt es nicht. Ist ja nicht so, als ob das in der Genetik abgelegt wird. Man muss halt die Zeit reinstecken. Aber dann kannst du auch wie ich mit einem 240g Rucksack für 30€ Materialkosten und ein 114g DCF Hexamid Tarp für 140€ Materialkosten auf den PCT fahren.
  16. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf ULgäuer in Bikepacking mit E-Bike   
    Die Frage ist an sich eher unsinnig, da das Mittel an und für sich auch eher egal ist. Es geht ja idR darum unterwegs zu sein. Wenn man etwas ohne Hilfsmittel tun kann, wie Rucksack(weit)wandern, dann auch mit anderen Fortbewegungsmitteln. Motorbetrieben wird eine Beschränkung oder Fokussierung auf UL irgendwann sinnfrei. Diese Betrachtung geht aber in genau die andere Richtung.
    Es gibt Leute, die sind gerne bereit sich anzustrengen, und solche die das tunlichst vermeiden. Ist wohl offensichtlich, welche von beiden überproportional auf E-Bikes und sonstigen Motorfahrzeugen zu finden ist. Letztere vereinen auf sich oft auch noch andere charakterliche Eigenschaften und eher urbane Verhaltensweisen, die nicht gut kompatibel sind mit den "angestrengten Naturmenschen". "Bequemer Zivilisationsmensch" vs. "angestrengter Naturmensch" ist der eigentlich Konflikt. Die Natürlichen suchen Rückzug in eben natürlichen Gebieten. Neuerdings werden sie von e-angetriebenen Zivilisationsmenschen aber bis in den letzten Winkel verfolgt. Das ist der eigentliche Konflikt und ein UL-Forum ist auch einer dieser Rückzugsorte, an dem man gerne verschont bleiben möchte.
    Wenn jetzt "anständige Leute" aus nachvollziehbaren Gründen E-Bikes nutzen, ist das nicht das Problem und würde vermutlich gar nicht erst diskutiert werden müssen. Die Leute, die bislang hier her gefunden haben, gehören vermutlich auch eher zu "den Problemlosen". Das kann sich aber leicht ändern. E-Bikes sind eigentlich schon viel zu "normal". Teenager im Flachland sitzen heutzutage grundsätzlich auf E-Bikes, weil man das halt heutzutage so hat. Das löst ihn mir ähnliche Gefühle aus, wie Luxus-SUVs.
    Ich will das gar nicht weiter diskutieren, weil es da eigentlich nichts zu diskutieren gibt. Da ist nichts dran zu ändern. Ich will nur erläutern, woher der Konflikt kommt und warum dieser nicht so leicht überwunden werden kann.
  17. Gefällt mir!
    Ich nutze dieses Zitat nur mal als Aufhänger für ein paar nachfolgende Gedanken:
    Wir sind ja hier im UL-Forum und ich habe bewusst diesen Thread auch hier und nicht im MTB-Forum erstellt, weil ich eben die Meinung aus Sicht der UL-Verfechter hören möchte und nicht das, was einem 1000 Test, Magazine, Bikeforen usw. als Go-To-Standard vorgeben. Wenns danach ginge, dann wäre jeder nur noch mit ner Kombi aus Sattel-, Rahmen-, und Lenkertasche auf den ausgetreten Pfaden unterwegs.
    Diese Sichtweise entspricht aber in vielerlei Hinsicht dem, was die UH-Fraktion den UL-Wanderern immer vorwirft: Auf Kosten der Sicherheit, Langlebigkeit und Haltarkeit Gewichtskompromisse einzugehen, obwohl das einfach nicht stimmt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade hier auch mal um die Ecke denkt und die Schere im Kopf hinterfragt.
    Auch für UL-Bikepacking gilt: Dont pack your fears. Eine ordentliche designte Packtasche mit an den relevanten Stellen angebrachten Verstärkungen würde dem normalen Bikepacking sicher genügen und trotzdem signifikant Gewicht einsparen.
    Ob dies in Relation zum Rad / Gesamtsystem ausschlaggebend ist, ist wieder die andere Frage. Ich behaupte: JA. Auch UL-Trekkern schreibt ja niemand vor, erstmal abzuspecken bevor man sich UL-Ausrüstung zulegt.
    Dass natürlich auch am Rad selbst massiv Gewicht gespart werden kann, ist die andere Seite, und wäre sicher eines neuen Diskussionsfadens würdig. So gesehen denke ich, dass sich der UL-Gedanke beim Bikepacking einfach noch nicht wirklich durchgesetzt hat.
    Ich habe mich am Anfang meiner BP-Karriere ebenfalls vom Marketing blenden lassen: Du brauchst ein stabiles Rad, das alles mitmacht, am besten aus Stahl. Die meisten BP-Räder (so leider auch mein Gravelrad) wiegen alleine deutlich über 10 kg, das ist aber völlig unnötig. Carbon, Reduzierung auf das Minimum und damit daraus folgend auch ein Minimum an Service sollte das Gebot beim BP werden. Künftig würde ich beim nächsten Radkauf explizit darauf achten, über 7kg ist für ein Crossrad (nicht MTB) einfach nicht notwendig.
    Vermutlich sollte man wie beim Baseweight beim UL-Trekking auch fürs Radeln mal eine solche Richtgrenze definieren: z.B. UL-Bikepacking bedeutet kleiner 10 kg Rad und Ausrüstung, beim MTB sicher etwas höher, z.B. 12 kg.
    Die auch hier oftmals gebrachte Aussage, dass es beim Bikepacking nicht so aufs Gewicht ankomme, kann ich gerade hier in diesem Forum nicht nachvollziehen. Jedes gesparte Gramm bringt mich bei höherem Komfort oder höherer Geschwindigkeit weiter. Das kann jeder bestätigen, der schonmal ohne Gepäck mit einem ultraleichten RR einen Pass gefahren ist, das sind Welten Unterschied.
     
  18. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf wilbo in Bikepacking mit E-Bike   
    OT: Leider ist eine körperliche Gebrechlichkeit nicht die Hauptmotivation für den Kauf eines E-Bikes. So viele Geh- oder Radel-Behindertete kann es gar nicht geben! * Ich tippe jetzt mal als Motivation auf Bequemlichkeit. (Ich weiß, das ist weit hergeholt, da wir ja schon unsere PKWs so effektiv nutzen).
    Es stößt mir halt sauer auf, ein derart optimiertes Fortbewegungsmittel, mit komplett überflüssigen Motor plus Akku ausgestattet zu sehen.  Besonders vor dem Hintergrund, dass ein normales Fahrrad ein so hervorragendes Energie zu Strecke-Verhältnis aufweist. Vor der Ressourcenverschwendung und dem unwirtschaftlichen Recycling, bzw. der kommenden Sondermüllschwemme will ich gar nicht erst anfangen.
    Das ist wieder mal ein Luxusgegenstand, der auf unseren Wohlstand zurückzuführen ist und zum Nachteil anderer auf der Welt, verbraucht wird.
    *Sollte ich eines Tages nicht mehr vernünftig Fahrradfahren können, ist es wahrscheinlich keine besonders gute Idee mich dann motorisiert mit hoher Geschwindigkeit durch den Stadtverkehr düsen zu lassen.
    VG. -wilbo-
  19. Danke!
    masui_ hat eine Reaktion von Mittagsfrost erhalten in Kammerweg Erzgebirge-Vogtland   
    also so schlimm, wie mein vorredner empfand ich den weg nicht. ständig auf straßen? es gab sicher ecken, wo das so war, aber ständig würde ich nicht unterschreiben. mir blieben allenfalls die toten fichtenwälder und forstwege in erinnerung. es gibt aber auch schöne flecken.
  20. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf J_P in GR53 – Rund 350 km durch die Vogesen   
    Aufgrund unvorhergesehener Ereignisse sind wir Anfang September gestartet und konnten zeitlich nur bis auf die Höhe von Schnierlach laufen.

    Der Weg gefiel mir bis hier außerordentlich gut! Freue mich auf den Rest.. eine kleine Fortsetzung folgt noch im Oktober und die Nordvogesen dann im kommenden Frühjahr.

    Das Wetter war extrem durchwachsen, kälter und regnerischer als gedacht und unüblich für diese Jahreszeit wie uns in einer Ferm Auberge mitgeteilt wurde..











  21. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Christian Wagner in Netzbeutel Passgenau knüpfen   
    Ich fand einen schwarzen Stoffbeutel eigentlich immer praktischer da man sich so den Rest vom Rucki nicht einsaut falls der Brennstoff halt doch mal gerust hat. 
  22. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf J_P in Impressionen von Touren   
    Ein paar Impressionen von der GR 5 aus den Hoch-Vogesen Anfang September:

     






















  23. Gefällt mir!
    masui_ reagierte auf Epiphanie in Netzbeutel Passgenau knüpfen   
    Hallo zusammen,
    nachdem mir mehr und mehr der Mesh Beutel meines Titan Topfes zu Schrott geht (LESSONS_LEARNED: Kanten von neuem Titan Töpfen können scharf sein!) und mir für den Usecase "Deckel auf Topf halten" der Griff zur Nähmaschine zu aufwändig erschien, dachte ich mir, "an sich müsste man nur eine Schnur so wickeln dass sie nicht runter rutschen kann" und nach einigem an Nachdenken kams zum Netz knüpfen.
                 
    Als "Rohling" (zuerst dachte ich ein Stück Holz - zu aufwändig) habe ich eine Küchenrolle mit Tesakrepp eingekleidet und das Muster grob aufgezeichnet

    Das Hauptproblem war immer irgendwie der Anfang - hier mit 4 Endknoten gelöst. Das ist sicher ausbaufähig.

    Das Netz flechten selber ist an sich super easy und wird mit einem "alternativen Achterknoten" gemacht, sh Bild unten. Der Vorteil ist, dass man damit exakt bestimmen kann, wo genau der Knoten am Ende sein soll, indem man hier den roten Faden nur um den schwarzen wickelt (LESSONS_LEARNED: Am besten man nimmt eine stabile Schnur/Faden der sich leicht wickeln lässt. Die Verwendung von einer von diesen krummen Nähnadeln ist sicher auch nicht verkehrt. Ich hab 1,2 mm Dyname Schnur genommen, das mag super stabil sein aber wickelt sich blöd)

    Dann einfach weiter machen, Die Schnur am Ende mit einem Achterknoten fest machen.


    Anbei da Erstlingswerk. 😅
    Und ey, von 7g vorher auf 3g jetzt!!

    Frage mich ob man nicht auch stabile Komprimierungssäcke damit bauen könnte?
     
  24. Witzig!
    Hui, diese beiden Rucksackgewichte bleiben hier unkommentiert stehen? 🤔 Was ist los? 😃
  25. Danke!
    masui_ reagierte auf dr-nic in Der Kopfschütteln Thread   
    Mal was eher ernstes, da es mir heute morgen passiert ist:
    Da trotzt man auf dem PCT den Klapperschlangen und Bären um sich dann im deutschen Wald von einem Hund beißen zu lassen. 
    Ich besuchte Soulboy und seine Begleitung Freestyla auf dem NST/Heidschnucken Weg und wir hatten eine ziemlich gute Zeit und Nacht. Ich hatte unglaublich gut geschlafen. Leider musst ich wieder nach Hause uns so machte ich mich auf den Weg zum nächsten Bahnhof. Also schlenderte ich genüsslich einen langen Waldweg entlang, als ich in der Ferne ein Auto parken sah. "Ach ja, der Forstdienst." Als ich näher kam stiegen zwei Personen aus. Mit ihnen zwei Hunde, die keine 10 Sekunden später anschlugen und auf mich zu liefen. Der eine drehte irgendwann ab. Der andere lief hinter mich und biss mir in den Oberschenkel. Ich forderte die beiden sehr bestimmt auf ihre Köter an die Leine zu nehmen. Die Reaktion. Keine. "Ja komm mal her. Komm zum Herrchen!" Ernsthaft. Der Hund lief weiter um mich rum. Ich war war kurz davor meinen Rucksack abzunehmen und um ihn als Schutz zu nehmen. Dann endlich. Er schnappte ihn am Halsband. Als nächstes Schlug er mit der Leine auf den Hund ein. Ich fragte ihn was die ganze Scheisse soll. Er sei dienstlich als Förster unterwegs. Aha. Geiler Förster. Geile Reaktion.  "Der Hund ist alt und hört nicht mehr so gut." Bitte was? Ja na klar brauch man da keine Leine. Dann versuchten sich die beiden aus dem Staub zu machen. "Das ist ja nicht so schlimm" hörte ich ihn sagen. Sie machten sich auf ihre Gassirunde. Hilfeleistung? Null. 
    Unter Schock säuberte und desinfizierte ich die Wunde. Ich blieb aber in der Nähe des Autos (mit einem Forst Verwaltung Aufkleber), machte Fotos davon und überlegte was zu tun sein. Ich wartete auf ihre Rückkehr. Sie waren sichtlich überrascht mich in der Nähe des Autos zu sehen. Ich forderte sie auf die Hunde ins Auto bringen um dann die Situation zu lösen oder ich würde die Polizei rufen. 
    Der Förster kam zu mir und stellte sich vor. Er gab mir dann auch seine Daten. Er erklärte dann völlig selbstsicher, dass die Hunde nur verletzte Tiere angehen. Ich fragte ihn ob sein Hund auch noch blind sei. Er lachte laut. Ich gab ihm zu verstehen, dass wenn er noch einmal lacht nicht mehr froh werden würde. Er wünschte mir einen schönen Tag. Ich ihm nicht. 
    Aufgrund seines asozialen Verhaltens schrieb ich dann im Zug eine Email an die Forstverwaltung mit einer bitte um eine Stellungnahme. Die kam eine halbe Stunde später. Er sei kein aktives Mitglied der Forstverwaltung mehr. Na guck an. Sie waren sehr dankbar für die Info und ich hatte dann ein gutes Telefonat mit dem Boss. Dem war die ganze Sache sehr unangenehm und empfahl mir Anzeige zu erstatten. Von Seiten der Forstverwaltung wollen sie ihm wegen Amtsanmaßung drankriegen. 
    Für mich endete der Tag mit 10 Std Wartezeit in der Notaufnahme. Meine letzte Tetanus war nicht im Impfpass erfasst und mein Hausarzt hatte schon zu. Better safe than sorry. 
    Ja und was lernen wir daraus? Man sollte die angebliche Autorität auch mal ab und zu anzweifeln. Er hat sich auf jedenfall mit dem Falschen angelegt. 
    Und was lernen wir noch? Der Wolf ist nicht das Problem in der Heide. Sondern Afterspalten mit Hunden. 

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.