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Ultraleicht Trekking

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Hallo zusammen,

ich habe Probleme mit der Verarbeitung von dünnem Silnylon (55g/m²). Ich habe mir ein paar Packsäcke aus diesem Material genäht (für Quilt & Co.). Sie sollten eigentlich auch als Kompressionssäcke dienen. Die Nähte ziehen unter Zugbelastung aber auf, d.h. die Löcher im Material werden größer und das Material gibt nach / fasert aus (kann das nicht besser beschreiben). Es stopp zwar nach ca. 1mm, aber die Nähte sind dann nicht mehr dicht. Das ist für Equipment, welches eigentlich trocken bleiben muss, kontraproduktiv.

Liegt es am Faden (100% Polyester, ca. 0,08 mm Durchmesser), an der Nadel (0,75 mm im Durchmesser) oder an der Stichweite (ca. 2 mm)? Oder kann es am Silnylon liegen? Es war ein Sonderposten (2. Wahl), ich wollte da erst einmal dran üben. In der Produktbeschreibung stand, das die Beschichtung kleine Fehler haben kann. Von eingeschränkter Haltbarkeit war nicht die Rede.

Ich wollte demnächst mit meinem Tarp beginnen, das Material aus USA ist unterwegs (1.1oz MTN Silnylon 6.6), da kann ich mir solche Patzer nicht leisten. Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!

Gruß Tauchgang

Achso, noch vergessen: Geradstich habe ich verwendet...

bearbeitet von Tauchgang

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Hmm seltsam, ich habe z.B. schon sowohl mit dem 55 g/m², als auch dem 367g/m² Si-Nylon von Extex manches Tarp genaeht (von dickerem Material ganz zu schweigen)und die haben auch ordentlich Wind bekommen (bei dem ersten 36er wollte ich wissen, was der Stoff taugt und habe es in hewftigem Wind stehen gelassen) und da hat sch gar nichts aufgezogen, ich verwende da, wo Si-Nylon auf Si-Nylon kommt, Doppel-Kappnaehte.
Als Faden nehme ich Alterfil AS80, bei duennerem Si-Nylon als Nadeln 80er oder 90er Microtex.
Stichweite, Geradeausstich hoert sich auch gut an...
Hattest Du auch Doppel-Kappnaehte genommen ?



 

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Mach doch mal ein Foto. Kann mir nur vorstellen, dass die Kompression zu stark ist für das Material und dieses damit für den von Dir beschriebenen Zweck (Kompression) ungeeignet. Das 55er von Ex–Tex ist sehr dehnbar, vielleicht nimmst Du für Kompressionssäcke lieber was starreres.

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Ich hatte dieses Problem auch schon oft bei Packsäcken, allerdings noch nie bei Tarps oder Zelten. Sobald man Kleidung o.ä. in die Packsäcke stopft werden die Nähte recht stark beansprucht. Daher klebe ich solche Packsäcke (und auch Tarps) nur noch. Nur der Tunnel für die Schnur wird genäht.

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Hallo zusammen!

Also ich habe einen Rollsaumfuss für 6mm Rollsaum verwendet. Von der Rollsaumseite sah das ganze ja noch sehr gut aus. Umgedreht und nur leichten Zug ausgeübt... naja, seht selbst. Oder treten solche Belastungen in Wirklichkeit nicht auf, wenn man den Packsack als Kompressionssack belädt? Oder gar bei einem Tarp? Ich stelle mir das jedenfalss so vor, dass dort solche Zugkräfte wirken.

Gruß Tauchgang

 

Rollsaum_aussen.jpg

 

Rollsaum_innen.jpg

bearbeitet von Tauchgang

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Und durch Abdichten wird das wieder? Ich dichte doch in der Regel vorher ab, dann zieht das nicht so auf? Das kann ich mir schlecht vorstellen...:-( Silnylon ist doch nicht elastisch, steht jedenfalls nicht so in der Beschreibung.

Gruß Tauchgang

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vor 12 Minuten schrieb Tauchgang:

Und durch Abdichten wird das wieder? Ich dichte doch in der Regel vorher ab, dann zieht das nicht so auf? Das kann ich mir schlecht vorstellen...:-( Silnylon ist doch nicht elastisch, steht jedenfalls nicht so in der Beschreibung.

Gruß Tauchgang

Doch, doch kann man alles bei Extremtextil nachlesen: https://www.extremtextil.de/know-how/materialinfos/silnylon-info.html

Ich zitiere eine Passage daraus:

Zitat

Beim Nähen kann das Aufziehen verhindert werden, indem möglichst durch mehrere Lagen Stoff hindurchgenäht wird. Zum Säumen eignet sich daher der Rollsaum (bei dem 3 Lagen des Stoffes zusammengenäht werden) besser als das Einfassen mit Nahtband. Als Naht hat sich die doppelte Kappnaht bewährt. Das Aufziehen der Nahtlöcher kann damit zwar nicht komplett verhindert werden, die beiden Nähte gehen allerdings durch mehrere Lagen Stoff, die Naht ist also auch noch sehr stabil, selbst wenn das Gewebe aufgezogen wird.

Um dem Aufziehen vorzubeugen, sollte bei der Konstruktion darauf geachtet werden, dass der Zug möglichst nicht punktuell auftritt, sondern verteilt wird. Besonders durch geeignete Abspannpunkte lassen sich einige Vorkehrungen treffen.

 

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