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Ultraleicht Trekking

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  1. Heute

  2. Nutze auch eine Amazfit, die T-Rex 3 Pro. Reicht mir, man sieht alles wunderbar, funktioniert mittlerweile wirklich gut und man schont den Handyakku. Allerdings immer noch keine Native übertragung von Komoot zur Uhr. Man muss in Komoot die Strecke "offline" verfügbar machen, dann in die Zepp-App vom Handy, auf die Komoot-Verknüpfung und kann dann dort die gespeicherten Routen auf die Uhr übertragen. Ist generell aber nur ein kleiner Umweg. Du kannst auch jegliche GPX Datei nutzen zum Navigieren.
  3. Eigentlich will ich für so etwas einen extra Bereich schaffen, der kommt auch, aber das dauert noch etwas, zuerst arbeite ich mit Hilfe der neuen OS-Version die alten Versäumnisse ab, da bin ich schon sehr weit 😎 dann muß ich dringend viele neue User aus der Auto-Moderation befreien usw Der Beitrag widerspricht so Einigem, was eigentlich Regeln im Forum sind, aber auf der anderen Seite finde ich es zum Kotz**, daß durch bestimmte EU-Regeln / Gesetze (will jetzt nicht (zu) politisch werden) die kleinen Shops / entsprechende selbst produzierende Hersteller in D und angrenzenden Nachbarländern platt gemacht werden, momentan geben ja (fast) jeden Monat welche auf oder schrappen hart an der Insolvenz, woran natürlich dreiste China-Clones und steuervermeidende Großketten einen nicht unbeträchtlichlichen Anteil haben. Ich denke da kann das Forum für kleine, gute, faire Shops oder selbstproduzierenden kleinen Herstellern in D oder direkten Nachbarn etwas Support leisten... Deswegen habe ich nun den Beitrag schon mal freigeschaltet, @gramfex sorry für die Wartezeit...aber irgendwie war immer zuviel, um mir Gedanken um eine gute Lösung zu machen... Falls Andere glauben, daß sie auch unter diese Beschreibung fallen und gerne etwas zu ihren Produkten schreiben würden -> bitte PN Bitte in diesem Thread keine Grundsatzdiskussionen o.A., sondern höchtens etwas zu gramfex-Produkten.
  4. yoggoyo antwortete auf yoggoyo's Thema in Küche
    Das ist schon so lange her. Ich weiß nicht mehr genau wie ich es gemacht habe, ich glaube aber es war nur gesteckt 🤭
  5. dör antwortete auf yoggoyo's Thema in Küche
    Guten Morgen, Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Darf ich fragen, wie ihr den Einbau gelöst habt? Ich habe mich ein wenig umgeschaut: 1) Löten mit Zange als Wärme Ableiter: ich befürchte dass diese Methode riskant ist, zudem könnte, selbst wenn die Sicherung die übersteht, dass mit der Hitze der Zinn sich wieder lösen könnte. 2) Aufbiegen der genieteten Klemme und dort die neue Sicherung wieder einbauen: stell ich mir schwierig vor, auch wegen der filigrane Heiz Spirale daneben; ausserdem können die alten Klemmen reissen, wenn man die wieder mit der flachen Zange zu presst. 3) Das Metall Innenleben einer Lüsterklemme, wobei das könnte zum Kurzschluss beim schütteln des Geräts führen oder die Schrauben könnten sich lösen. Vielleicht wäre besser hierzu eine mit Keramik Ummantelung... 4) Aderenhülsen oder Stossverbinder zum chrimpen als verbindungs Elemente zwischen den alten und neuen abgetrennten Beinchen. 5) Den vorderen Teil von Kabelschuhe abtrennen, alte und neue Beinchen damit verbinden und zusammen pressen. Was meint ihr? Sorry fürs langen schreiben und danke, falls ihr antworten mögt. Schönen Sonntag
  6. 6. Im Felsenlabyrinth der Broumovské stěny (Braunauer Bergland) 20.-22.August, 73 km Der scheinbar unidyllische Lagerplatz im Dickicht oberhalb des Friedhofes von Hronov konnte nicht besser gewählt sein. Es kamen in der Nacht gleich 2 Unwetter, und mein Zelt lag war somit nicht exponiert. Der Wind kam gar nicht richtig durch. Und das Gewitter knallte nicht direkt über meinen Übernachtungsplatz. Etwas zögerlich komme ich morgens im Nassen los. Aber der Tag ist von vornherein so sonnig, das es gleich wieder Spaß macht, auszuschreiten. Nach 1 Stunde mache ich an einer Hütte halt und lege die klammen Schlafsäcke und das Zelt zum trocknen in die Sonne. Nach weiteren 3 km ist das Dorf Machov erreicht, das neben einer Skisprungschanze einen Trinkbrunnen und ein potraviny hat, in letzterem kaufe ich mir mein Frühstück ein. Da sich meine große Powerbank scheinbar einfach so komplett entladen hat, schaue ich mich nach Lademöglichkeiten um und steuere einen Parkplatz mit angeblich WC an, in der Hoffnung, eine Steckdose zu finden. Das WC findet sich nicht, dafür komme ich an einem Van aus Passau vorbei und ich komme mit dem Pärchen sogleich ins Gespräch. Sie hängen derweil mein Handy und die kleine Powerbank an ihre Batterie und nach 15 min gehe ich mit 80% Ladung wieder meinen Weg weiter. Ich komme in das Felsenlabyrinth der Broumovské stěny und durch das stete auf und ab komme ich an diesem Tag fast auf 1000 hm. Nach knapp 25 Tageskilometer geht mir heute die Puste aus, ich steige vorzeitig ins Tal hinunter, da auch für den Abend wieder Gewitter gemeldet sind. An einem Bachlauf finde ich schöne ebene Flächen unter Buchen neben einer alten Feuerstelle. 2 Jungs, die spät mit ihren Rucksäcken anrücken, trollen sich wieder, als sie mich sehen. Morgen werde ich bis Adršpach kommen und für übermorgen habe ich in Trutnov, die größere Stadt am Fuße des Riesengebirges, meine erste Übernachtung während dieser Wanderung in einem Hotel gebucht und bezahlt. Mein Lagerplatz mit eigenem "Badezimmer" war super. Ich blieb die Nacht allein und es regnete nicht. Beim Zusammenpacken erkenne ich schon den blauen Himmel und die Morgensonne. Und so geht es frisch über Land, um dann wieder zu den Felsen aufzusteigen. Die Teplické skály und später die Adršpacher Felsen liegen heute auf dem Weg. Ein Restaurace würde sich in der Mittagszeit zwar anbieten, ich habe es aber eilig, um noch vor dem angesagten Dauerregen bis morgen früh zu einem Campingplatz in Adršpach zu kommen. Angeblich 28 km und dann noch Felsenlabyrinthe, das wird sportlich. Die Teplické skály gefallen mir gut und ich kann sie genießen, da hier noch nicht so viele Leute unterwegs sind. Anders ist es dann in der Adršpacher Gegend. Dort sind zwar die Felstürme nochmals mehr beeindruckend, aber gerade in dem Bezahlbereich, durch den die Via Czechia führt, laufen Massen von Polen und etwas weniger Tschechen die engen Stiegen auf und ab. Es hilft nichts, ich muss mich gedulden wie auf einem Klettersteig. Ich glaube eher, ich bin in der Enge des Labyrinths eine unfassbare Zumutung, nach fast 3 Wochen Wildnis müsste doch mein hiker-stink hier alle ins Koma befördern.... Irgendwie nehm ich dann eine blau gestrichelte Route und kürze wahrscheinlich ein oder 2 km ab. Der Rest der Strecke ist dann wieder kongruent mit dem Bezahlweg. Ich habe Glück, weil es kontrolliert auch keiner. Der Weg wäre auch nicht sein Eintrittsgeld wert, da die Massen einen daran hindern, die Felstürme zu bewundern. Nur raus aus dem Pulk, heißt die Devise, und es fängt auch noch das Tröpfeln an. Dann endlich der grüne Streifenweg nach links, der mich auch direkt zu dem Campingplatz hinleitet. Wahrscheinlich habe ich hier mir nochmals 2 km gespart. So erreiche ich am mittleren Nachmittag mein Ende des Tages. Die Campingplatzbesitzerin ist eine süße alte Lady namens Eva, nimmt umgerechnet 6 €, um mir gleich wieder ein 20 Kronenstück für die Dusche zu schenken. Wahrscheinlich mache ich wirklich so einen erbarmungswürdigen abgeranzten Eindruck. Nachdem mein Zeltchen steht, genieße ich sofort das warme Wasser und spüle mir sämtlichen Wanderstaub aus meinen Poren. Die potraviny-Möglichkeiten liegen beide 3 km weg, da verzichte ich gerne auf einen Einkauf und lebe heute Abend von dem, was mein Fressbeutel noch so hergibt. In der Nacht hatte meine Plastikbaude zwei große Belastungstests zu überstehen: zum Einen fiel das Gewitter heftiger aus, als ich mir das so vorgestellt hatte, nämlich mit heftigen Sturmböen und Starkregen sowie gefühlt stundenlangen Gewitterblitzen mit sogar Rotstich über der Adrspacher Felsenlandschaft. Zum anderen näherte sich ein Dieb und dank meines seichten Schlafes bemerkte ich sofort, dass sich mein Proviantbeutel aus dem Zelt bewegen möchte. Reflektorisch hielt ich im Halbschlaf meinen Fresspouch (mit der duftintensiven Klobása) fest, dann riß irgendwas an der Zeltfront und meine Taschenlampe offenbarte nicht etwa einen tschechischen Geist oder vielleicht einen Waschbären, sondern einen eigentlich putzigen Fuchswelpen, der sich durch mein Zischen endgültig trollte. Das Taschenlampenlicht offenbarte aber auch die Misere: Der Moskitonetzeingang hat jetzt einen gut 10 cm langen Querriß, den ich im nächtlichen Regen gleich fummelig mit einem TPU-Tape notdürftig abklebe. Das dürfte halten. Mein Müllbeutel mit der Käseverpackung ist am Morgen verschwunden und als ich in den naheliegenden Wald in Richtung Kletterfelsen ein bisschen schaue, sehe ich eine zumindest einen leeren Plastiksack, der meiner gewesen sein könnte. Noch scheint die Sonne in Adršpach am Morgen und die Felsen schauen sehr schön aus. Nachdem ich meinen Zelt mit dem Lappen abgewischt habe, beginne ich, meine Sachen zusammen zu packen und auch die tschechischen Jungs aus der Übernachtungsbaude oberhalb sind schon munter. Wir begrüßen uns gegenseitig mit "Dobré ráno" und fragen uns gegenseitig aus, wie die Nacht denn so war, weil das Gewitter war schon heftig. Ich erzähle ihnen von der lustigen Fuchsbegegnung und zeige den Riss im Moskitonetz. In Zukunft verstaue ich meinen nach guter Wurst riechenden Fressbeutel vollständig in meinen Rucksack. Nach herzlichem Nashledanou geht's für mich schon los. Ich möchte am frühen Nachmittag nach Trutnov kommen, damit ich etwas von gebuchten Hotelzimmer habe. Weil einen Zeroday möchte ich nicht einlegen. Lieber dann nur 23 bis 25 Schlenderkilometer, die mir mittlerweile sehr leicht fallen. Die erste Stunde wandere ich noch in der Sonne aber dann sehe ich, dass sich die dunkle Wolkenwand immer mehr nähert. Auf meinem weiteren Weg begegne ich vielen einzelnen Wanderinnen und Wanderer, aber auch so lustige Figuren, wie zum Beispiel einen älteren Herren in einer quietschroten Laufshorts mit blauem T-Shirt, das ich viel zu dürftig bei den kühleren Temperaturen finde. Dann kommt ein weiterer dürrer zahnlückenbehafteter älterer Herr in einer weißen Basketballhose und Regenjacke entgegen. Er fragt mich, ob die Baude, die ich gerade passiert habe, offen hätte und ist glücklich als ich ja gesagt habe. Ich weiß es tatsächlich nicht sicher, er wird schon sehen. Dann begegne ich einen etwas festeren jüngeren Mann mit einem feschen Fußballtrikot, der eine Kinderhandtasche mit Comicmuster mit sich trägt, aber so fröhlich sein "dobrý den" singt, dass ich unbesorgt weitergehe. In einem winzigen Laden kaufe ich ein und wundere mich, dass mich die Verkäuferin auf Deutsch anspricht ohne den sonst üblichen tschechischen Akzent. Sie erzählt mir, sie sei Nachfahre von da gebliebenen Sudetendeutschen. Ich kaufe ihr ein großes Stück Käse und einen Liter Milch ab. Letzteren trinke ich gleich vor dem Geschäft komplett als Frühstück. Das Wetter bleibt so bewölkt und wird regnerisch und deswegen bin ich ganz froh dass ich um die Mittagszeit nur mehr 10 km bis Trutnov habe und ich dort ab 15 Uhr einchecken kann. Dann sind so die nötigen Dinge angesagt wie Wäschewaschen, Duschen, Powerbanks laden, Zelt und anderes trocknen. Weil ich zu früh zum Einchecken dran bin, leiste ich mir in einer Vorstadthospoda ein schönes Schnitzel mit Kraut und Knödel. Eine Kombination, die ich so nicht kenne, aber sie schmeckt hervorragend für umgerechnet 10€. Ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, in Deutschland ist man mindestens um das doppelte ärmer. Im Hotel bin ich tatsächlich Punkt 15 Uhr. Kann herrlich entspannt meine Klamotten waschen, die auf dem aussichtsreichen Balkon in Wind und Sonne trocknen. Von dort sehe ich schon auf die Schneekoppe!
  7. dör hat sich registriert
  8. Gestern

  9. Franktaf hat sich registriert
  10. Leslieglymn hat sich registriert
  11. Ich habe sie nicht im Dauereinsatz seit dem Kauf, sondern nur hin und wieder, weil ich sie auch nicht immer mit dabei habe. Aber aktuell sehen sie immer noch aus wie neu. Ich muss allerdings sagen, ich schone meine Ausrüstung schon sehr und achte da wirklich drauf. Vermutlich bin ich damit nicht wirklich die Referenz ;-) was Langzeittests betrifft.
  12. Das kommt immer auf die Tour an. In der Natur und auf abgelegenen Berghütten nutze ich gar keine Seife. Im Tal auf Campingplätzen oder in Hostels öfters.
  13. bist Du sicher, daß er durch ist ? Passiert eigentlich nur, wenn der Akku über nen längeren Zeitraum komplett entladen bleibt. Häufig sind es nur Verschmutzungen auf dem Pluspol, ist der durchgehend blank ? Ansonsten geschützter 16340, der vom Durchmesser passt, aber die Fenix sind schon sehr ausfallsicher.
  14. Großartiger Bericht und tolle Fotos! Bekomme sofort Lust, loszuwandern!
  15. @schwyzi Ich kann mich da nur anschliessen, eine Exex-Freundin von mir ist ca 70 mit Herzklabaster an der Bushalte umgefallen, zum Glück war gleich jemand Fachkundiges zur Stelle, der sich gekümmert hat, dann kamen ein paar zähe Monate, OP mit Stands, Reha usw und sie ist heute überwiegend wieder recht fit. Neulich auf dem Sommerfest des Vogelhofs haben wir dann noch Andere getroffen, die Ähnliches seit etlichen Jahren hinter sich haben und wieder fit sind. Also hab etwas Geduld, mach keine SFPs und geh positiv Deinen Weg, das wird schon...
  16. Das dir das peinlich ist, mit der Sprache, kann ich verstehen! Ich wohne nur ca 100Km von der Holländischen Grenze und bin immer wieder peinlich berührt, das unheimlich viele Holländer ein ganz passables Deutsch sprechen und umgekehrt fast niemand meiner Mitbürger (einschließlich mir) auch nur mehr als drei Worte Holländisch spricht!
  17. 5. Im Adlergebirge (Orlické hory) 17.-19. August 90 km In der schönen Útulná blieb ich natürlich nicht alleine. Um halb acht abends pirscht ein junges Paar durch die Birken und fragt schon mal, ob ich alleine bin. Ja, bin ich. Prima, denken die sich auf tschechisch, es könnte schlimmer sein. Flugs packen sie Chips und Bier aus ihren Rucksäcken und stellen sich als Jonaš und Barbara vor. Er kann etwas Deutsch, ist Skilehrer im Krkonoše und sie studiert irgendwas mit Chemie in Prag. Jonaš versetzt mich mit einem seiner Kartentricks ins Staunen. Dann verraten sie mir Neratov als Camping Geheimtipp bzw. Hiker-Heaven gleich neben dem Kloster mit WC und Pipapo. Es liegt nicht direkt an der Via Czechia, sondern 4 km Richtung polnische Grenze, an der Stezka Čezkem. Warum nicht einen Schlenker einbauen? Mich treibt ja nix an und außerdem sind ab spätnachmittags Gewitter angesagt. Also los. In Mladko hole ich mir aus dem potraviny ein Kolatscherl, also Kuchenstück zum Frühstück, Wasser habe ich mir aus einer Quelle besorgt. Später stoße ich auf ein Schild, auf dem darauf hingewiesen wird, dass es sich um eine radioaktive Quelle handelt. Egal, abgefüllt ist abgefüllt. Und so schlendere ich weiter, viel auf Landstraße, später im Wald wieder an der Bunkerlinie entlang. So viele Waldlodges alle 100 m! Wie historisch ist dieser Landstrich. Auf dem Abzweiger nach Neratov, das in einem engen Talkessel liegt, überfällt mich ein erster Wolkenbruch. Kurz davor hatte ich mal Aussicht und vermeinte in der Ferne, einen Blick auf die Schneekoppe zu erhaschen. Kurze Zeit später ist wieder alles in Wolken gehüllt. Dann geht's ins Tal hinunter und um halb drei nach 25 km überragt die große Wallfahrtskirche von Neratov, vormals Bärnwald den engen Talkessel. Dahinter gibt's die Zeltwiese und 2 pyramidenartige Chatas, die erste wird gerade durch eine Familie mit Kindern bezogen, die zweite kann ich mir sichern. Halb drei nachmittags ist also nicht zu früh. Das dritte Pärchen stellt sogleich ein Zelt auf und ein tschechischer Mann fragt mich zugleich auf deutsch, wie lange ich in der Hütte bleibe - na, eine Nacht halt- prima, dann schlafe er heute erstmal im Auto und bezieht dann morgen nach meinem Aufbruch mein Chalet. Das Beste kommt noch: es gibt nicht nur WC, Ladesteckdosen, sondern auch eine sprcha (Dusche) mit warmen Wasser, umsonst! Mein Glück ist perfekt. Ich verbringe den Restnachmittag wie eine Glucke vor dem Chataeingang, koche Ramennudeln und Tee, während das 2. und 3. heftigere Gewitter vorüberzieht. Ganz dicht ist das Hüttchen beim starken Regen nicht, aber es gibt Schlimmeres. Das Ding ist jedenfalls für heute Abend meins. Die Nacht in der Holzpyramide war ein Traum. Ich konnte sie abends noch wild verteidigen, als eine Wanderin im Regen auch da Unterschlupf begehrte. Nun war das Ding sehr intim beengt und duster, und ich wollte nicht schon wieder eine Nacht mit unterschiedlichen Rhythmen anderer Mitübernachter über mich ergehen lassen. Ich erklärte mich dahingehend, dass ich lieber für mich alleine wäre und sie sagte, kein Problem. Am Morgen sehe ich dann, dass sie wie etliche andere an der überdachten Kirchenaußenfassade ein trockenes Schlummerplätzchen gefunden hatte und noch selig poofte, als ich schon längst aufbreche. Die Holzhütte war zum richtigen Zeitpunkt. Es kamen am Abend mindestens 3 sintflutartige Unwetter, dass sogar Wasser in das Hüttl tropfte. Am frühen Morgen geht's doch gleich über die Stezka čezkem zurück zur Via Czechia, natürlich nicht ohne Verhauer. Zuerst dachte ich, das Adlergebirge ist nicht so ansprechend. Eigentlich oft ein grüner Tunnel ohne besondere Aussicht. Aber dann wandere ich kilometerlang auf einem wunderschönen Pfad. Über mir fliegen Scharen von Kreuzschnäbeln, und kurz vermeine ich auch, die weißgefleckten Flügel von Wiedehopfen auszumachen. Hier in der Gegend? Und tatsächlich weist eine Tafel darauf hin, dass es welche gibt. An einem Kreuzungspunkt steht die erste Hütte des Weges, dessen Kiosk wohl nur am Wochenende offen ist. Eine Familie hat den Vorbau als Übernachtungsplatz benutzt und ein Lagerfeuer ist am ausglühen. Ob ich Hermelin will, der sei noch übrig. Jetzt weiß ich endlich, das die Tschechen mit Hermelin einen Camembert meinen. Ich freue mich riesig und verspeise sogleich den ersten der beiden. Später komme ich mit einem älteren Herrn ins Gespräch. Er erzählt mir mit ein paar Brocken Deutsch, dass er schon in Bozen gearbeitet habe. Wir verabschieden uns mit Handschlag. Keine halbe Stunde später stoße ich auf eine herzliche Frauenpartie aus pensionierten Freundinnen. Eine war Lehrerin, eine Physiotherapeutin, eine gynäkologische Krankenschwester. Die Stimmung ist so prima, dass wir ein Selfie machen. Auch der zweite Kiosk des Weges hat geschlossen, und versäumt ein Riesengeschäft, da sich mittlerweile zig Wanderer und Radfahrer wegen des nahen Aussichtsturm versammelt haben. Ich gehe weiter und gerate zur highnoon Zeit an eine große Baude mit Restaurace. Für mein Kofola muss ich mindestens 20 min warten, werde aber dann sehr freundlich vom deutschsprechenden Kellner versorgt. Woher ich denn käme? Die Bayern haben gutes Bier, meint er anerkennend. Ich bin fast peinlich berührt, dass so viele Tschechen ein paar Sätze Deutsch können und wir Deutschen kaum oder gar kein Tschechisch sprechen. Dann geht es über einen letzten Aussichtsturm mit unzähligen Kindergruppen so langsam bergab. Ich verlasse allmählich die Orlické hory, kaufe nochmals ein Ramensüppchen in dem potraviny der kleinen Ortschaft und finde zumindest am Rand einer Wiese an einem plätschernden Bächchen einen leidlich ebenen Platz für mein Zelt. Heute Nacht soll es wieder regnen. Die Nacht auf der polnischen Wiese in meiner Plastikbaude war trotz Regen ganz famos. Natürlich komme ich dann morgens nicht ganz so schnell in die Pötte, wenn noch alles Nasse von den Bäumen auf das Zeltdach tropft. Dann kurz vor acht stapfe ich über nasses Gras die paar Meter nach Tschechien zurück und wandere wieder auf Asphalt. Tatsächlich kommt mir doch am frühen Morgen eine festere Gestalt entgegen, die sich bei näherem Hinschauen als eine einzelne Wanderin mit dickem Rucksack herausstellt. Nach etwa 5 km erreiche ich den ersten Aussichtsturm des Tages auf dem Šibenik. Da gibt's zwar null Aussicht, aber eine Steckdose und Mülleimer. In Nový Hradec um halb 10 gibt's Frühstück aus dem potraviny für mich: ein leckeres süßes Teilchen und einen halben Liter Buttermilch. Später geht es in eine Schlucht mit traumhaften Trails. Am Ende angelangt, stapfen Leute mit Trockenanzug und Kescher durch's Dickicht. Ich erfahre, dass es sich um einen Trupp Biologen handelt, die die kleinen Fische im Waldbach erst per Elektroschock betäuben, um sie zählen zu können. Hier heroben sei noch alles ok, aber weiter unten in der Ebene macht sich die Trockenheit schon bemerkbar. Am Ende der Schlucht befindet sich ein netter tschechischer Biergarten, wo ich mir für umgerechnet 1,60 € ein "Bernard" gönne. Wär ich mal lieber alkoholfrei geblieben, denn der folgende Anstieg hat es in sich. Und der Weg bis nach Náchod zieht sich ziemlich. Das Städtchen ist größer als gedacht. Den LIDL lasse ich links liegen und verspeise auf einer profanen Bank direkt an einer Kreuzung mein 2. von gestern geschenktes Hermelin. So gestärkt gehe ich die 9 km bis nach Hronov, nicht ohne noch den 2. Aussichtsturm des Tages, dieses Mal mit Aussicht, zu besteigen. In Hronov leiste ich mir einen kühlen Liter Milch und eine neue Flasche Mineralwasser. Auf dem dortigen öffentlichen WC kann ich nochmal schön die Hände waschen, bevor ich mich hinter dem Friedhof des Ortes auf einer Anhöhe im dichtesten Dickicht ein verschwiegenes Plätzchen ausspähe. Das ist auch gut so, denn im Wald fahren in den Abendstunden noch allerlei motorisierte Vehikel umher. Heute Nacht soll es wieder regnen, stürmen und gewittern.
  18. PREISSENKUNG! 20€ inklusive VERSAND! Wenn sie dann keiner ausprobiert, schmeiß ich sie einfach weg!
  19. Letzte Woche

  20. @Old School Was solls, ist ja positiv gemeint!
  21. unprofessionell ... nee, da geh ich nicht mit ...
  22. Jürgen hat sich registriert
  23. Was ich viellericht noch ergänzen sollte, die Jungs sind nicht gerade Kommunikationswunder 🙄 Trackingnummer mailen klappt nur auf Erinnerung und dann evtl erst, wenn man längst das Paket hat, auf Email-Anfragen kommt erstmal eine unsägliche KI-Reponse, die den eigenen Text völlig falsch zusammen fasst, eine rel sinnbefreite Antwort von einem Mensch kommt dann erst etliche Tage später. Da wäre noch viel Raum für Verbesserung... Aber wer damit leben kann (bis jetzt wurden meine Bestellungen immer zügig via DHL versandt und waren komplett) dem kann ich den Shop sehr empfehlen, die Gewürze sind sehr gute Qualität und haben faire Preise (für die Qualität).
  24. Mein erstes leichteres Zelt habe ich hauptsächlich nach Gewicht ausgesucht. Nach der ersten nassen Tour wusste ich plötzlich, dass mir ein bequemer Ein- und Ausstieg mehr wert ist als die letzten 150 Gramm.
  25. Ich habe bei Touren irgendwann aufgehört, jedes Gramm einzeln zu optimieren, wenn dafür die Bedienung komplizierter wurde. Ein Teil, das ich müde im Regen ohne Nachdenken benutzen kann, ist mir inzwischen mehr wert.
  26. Sehr schön, das du so ausführlich berichtest! Ich liebe „unprofessionelle“, von Usern, für User geschriebene Reiseberichte!
  27. Danke, das sieht gut aus und kommt auf meine Wunschliste.
  28. Denke mal, selbst gebaut bezieht sich auf die Komponenten etc. Wenn ich es richtig sehe, ist das der UP-Rahmensatz von Open Cycle. https://opencycle.com/eu-en/up-frameset-first-gen-/s/orange
  29. @Blickpunkt Gibt es hierzu mittlerweile schon sowas wie eine Langzeiterfahrung? Wie sehen die Schuhe nun nach einem Jahr Nutzung aus?
  30. RaulDuke antwortete auf RaulDuke's Thema in Biete
    Ist erledigt, danke!
  31. MarkusKeller hat sich registriert
  32. Shawnlus hat sich registriert
  33. timpsa hat sich registriert
  34. fel4iiiik hat sich registriert
  35. Hallo zusammen. Ich will meine Rucksack Sammlung mal etwas verkleinern und verkaufe meinen AtomPacks The Mo EP50. Torso Length: Large - 19" to 21" Hipbelt Size: Large Dabei ist auch die Atompacks abnehmbare Seitentasche. Ist noch relativ wenig benutzt, 2-3 Touren. Hat keine erkennbaren Abnutzungserscheinungen. Wiegt komplett mit Hüftgurt und Hüftgurttasche 987g Kann man aber auch beides abnehmen, sowie die Rückenpolsterung und Frame, dann dürfte es noch etwas leichter sein. Ist XPAC. 260 € zzgl Versand
  36. khyal antwortete auf KaZee's Thema in Ausrüstung
    Ach eigentlich geht es doch in D, entweder mal einen Ausflug in die kölner Gegend mit den Walkis in Bonn und Sack & Pack in Krefeld machen, wenn ich nicht auf Tour bin, kann dann gerne bei mir östlich Köln gepennt werden, oder eben im Süddeutschen Chris.... Was nun Japan betrifft, da hatte ich mir schon gedacht, daß da viel ist und Soto, Snowpeak, Evernew usw nicht nur für den Export produzieren 😁 Böse Falle sind die Klamottengrößen, bei Montbell sind es, zumindest wenn offiziell von Montbell importiert wird, in D US-Größen, die sehr groß sind - normalerweise habe ich bei Oberbekleidung eher 3XL als 2 XL, bei Montbell reicht die max Größe XL prima aus, in Japan sind es aber eher die japanischen Größen, die 2 Nummern kleiner sind. Ich kann mich noch dran erinnern, daß ich mich mal mit einem Päarchen bei SUPK getrofffen hatte und sie nach div Ausrüstungskauf wie Zelt usw danach fragten, ob sie mal die Montbell Regenjacken probieren dürften, sie sie aber nicht im Laden kaufen würden, da sie nach Japan fliegen würden und sie dort vor Ort kaufen wollten - fand ich sehr fair mit der Ansage - ich hatte sie dann noch gewarnt über die Größen, in Japan mußte das wohl schnell gehen, keine Anprobe, hatten sie wohl meine Warnung vergessen, hinterher passte die für ihn gedachte Jacke ihr 😒

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