Hallo liebes Forum,
da ich wegen Mitlesens von DEM FADEN DES GRAUENS drüben bei ODS in letzter Zeit öfter darüber nachdenke, wann genau ich eigentlich gemerkt habe, dass das ODS kein geeignetes Medium mehr für mich ist und wann ich ODS nutze, ist mir aufgefallen, dass ich dort eigentlich nur noch die Tourenberichte lese. Und da ist mir aufgefallen, dass wir hier im Forum nicht annähernd die gleiche Qualität und Quantität an Tourberichten haben wie drüben. Ich frage mich seitdem, warum das so ist.
Wenn ich mit anderen Foristen geredet habe, habe ich festgestellt, dass andere hier auch viel unterwegs sind. An Material mangelt es also nicht. Auch haben wir ja doch einige Thruhiker hier, und nicht alle machen es so vorbildlich wie Micha, dass sie nach der Tour was drüber schreiben (hab ich schon einmal gesagt, dass ich die Erfahrungsberichte über die Ausrüstung nach so einer Tour liebe?). Aber Tourberichte sind insgesamt doch eher selten. Dabei muss ich mich zugegebenerweise an die eigene Nase fassen. Ich bin hier auch eher schreibfaul, was die Tourenberichte angeht.
Ich lese Tourberichte eigentlich ganz gerne. Einerseits, um sich Ideen für die eigenen Touren zu holen. Andererseits natürlich auch zur Vorbereitung.
Jetzt könnte man sagen, dass man dann eben drüben bei ODS Tourenberichte lesen könnte. Das Problem dabei ist aber, dass die eben sehr UH-lastig sind. Da ist dann viel vom Schwitzen mit dem schweren Rucksack die Rede, von Rückenschmerzen, von Blasen in den schweren Schuhen, oder es wird von heftigen Anstiegen erzählt, die ich, wenn ich dann die Tour selber gegangen bin, nicht einmal bemerkt habe (so vor 2 Jahren auf dem Westweg). Außerdem passen die Etappenlängen nie, man muss die immer mit Faktor 1,5-2 umrechnen, was für die Vorbereitung etwas lästig ist.
Aber ich habe noch eine andere Theorie: beim Lesen anderer Tourenberichte glaube ich inzwischen, dass es an dem Unterschied zwischen 'type 1 fun' und 'type 2 fun' nach Skurka (??) (hier z. B. gut erklärt) liegt. Das war bei mir z. B. letztes Jahr auf dem Eselsweg so. Keine dramatischen Erlebnisse, alles war prima, es war halt mal etwas kalt und am letzten langen Tag taten mir die Füße weh, aber ansonsten war es eben 'Laufen, Essen, Schlafen, Wiederhole', 'Typ 1 Spaß' also. Da waren keine großen Abenteuer bei, zumindest gefühlt. Kann es also sein, dass es bei uns hier einfach zu gut läuft? Man plant eine Tour, geht los, und am Ende ist man nach der geplanten Zeit da, wo man hinwollte. Wir machen ja schließlich Trekking und keine Expeditionen.
Was meint ihr?
(Ich wollte hier übrigens am Anfang eine kleine Umfrage einfügen, wer Tourenberichte liest oder lieber mehr lesen würde. Hab es aber nicht hinbekommen. Gibt es dafür ein spezielles Tool?)
OT: Liebe Mods, Thema hier stehen lassen oder eher in Philosophie oder so verschieben? Danke.