Die Packliste ist für einen Einsteiger tatsächlich gar nicht so schlecht, würde ich sagen.
In meinem ersten Jahr hier, schwankte ich auch zwischen 6 und 7 Kg hin und her, je nachdem wann und wohin ich wollte.
Neben den ganzen Tipps, zum Weglassen, die dir ja weiter oben schon gegeben wurden, kann ich nur hervorheben, das du, wenn du irgendwann unter die magische 5Kg Grenze kommen möchtest, weit mehr als nur 100€ in die Hand nehmen musst.
Denn Schlafsack oder Quilt, sind echt preislich eine Hausnummer!
Ich habe einen alten, gebraucht gekauften Cumulus 250 Quilt und einen ebenfalls gebraucht gekauften WM Nanolite Quilt, beide wiegen weit weniger (der Nanolite knapp die Hälfte), als deine Penntüte und sind sogar für kältere Temperaturen geeignet.
De WM Quilt ist High End Qualität, kostet neu aber auch ein Vermögen, gebraucht nur recht selten zu finden.
Den Cumulus Quilt, kann man schon recht oft gebraucht im Netz finden.
Dein Zelt ist aber die größte Ersparnis, die du nach dem Schlafsack in Angriff nehmen solltest.
Ich empfehle, dir ein Trekkingstock Zelt zu besorgen, da du ja eh welche bei dir hast.
Denn 1050g ist schon eine Hausnummer!
Um die 700g geht es los, bei Zelten aus Silpoly, wie dem Lunar Solo, von Six Moon Designs, dem Tarptent Rainbow oder meinem absoluten Zeltfavoriten, dem Tarptent Protrail!
Alle drei gibt es relativ regelmäßig gebraucht im Netz zu kaufen. (beachte, das es sich bei angeblich neuwertigen Zelten, die für die Hälfte des Neupreises oder noch günstiger angeboten werden, fast immer um Betrüger handelt).
Noch leichter wird es nur, wenn du zu Tarps oder zu DCF Zelten wechselst.
Das Protrail Li, die DCF Version des Zeltes wiegt nur lumpige 450g!
Das Protrail ist unter anderem deshalb mein Favorit, da es einen super kleinen Stellplatz braucht!
Auf jeden Fall, würde ich zu Anfang ein Silpoly Zelt kaufen, denn man weiß ja noch gar nicht, wie lange und intensiv du das Hobby Trekking, überhaupt betreiben wirst.
Der letzte Punkt, auf den ich eingehe, ist dein Rucksack!
Der Preis ist heiß, könnte man hier sagen.
Aber der Preis ist leider nicht alles!
Ich weiß ja nicht, woher er sein Gewicht nimmt, ob er über einen Rahmen oder Gestell verfügt, wie robust, damit aber auch schwer, der Stoff ist, aus dem er gemacht ist, auf jeden Fall kannste bei einem 40+10 Liter Rucksack auf jeden Fall 300g, bis 500g sparen.
Und das auch noch, ohne ein Vermögen auszugeben!
Denn auch hier wieder der Tipp, gebraucht zu kaufen!
Z.B. Atompacks „The Atom“, 40 Liter, plus ca 5 Liter in der Fronttasche, vor ungefähr einem Monat, für 165€ gebraucht gekauft! Wiegt lumpige 450g! In meinem Fall allerdings 500g, denn ich habe den Hüftgurt von meinem Gossamer Gear MurMur da dran gebastelt. Funktioniert Top!
Gossamer Gear, „G4-20“, mein bisheriger Favorit, hat 42 Liter insgesamt. Habe ihn zweimal gebraucht gekauft. Zu erst den in Grau und dann ein Jahr später, in dem wunderschönen Blau. Den grauen Rucki habe ich für 130€ und den blauen für lumpige 100€ gebraucht gekauft. (Den grauen habe ich übrigens für 110€ wieder verkauft)
Die Dinger wiegen ohne das Rückenpolster, nur 610g. Das Rückenpolster erstzt bei mir immer das 3mm Thinlite Pad, als Teil meines Schlafsetups.
Es gibt meiner Meinung nach keinen Grund, einen Gestängerucksack zu schleppen, so lange man nicht vor hat, im Winter durch Skandinavien o.ä. zu Wandern und dem entsprechend tonnenweise schweres Gear dabei hat.
Ich habe über ewigkeiten einen fast 3Kg schweren Deuter Rucki getragen, bis ich auf dieses Forum stieß. Direkt den GG G4-20 gekauft und bin total darauf abgefahren.
Habe zwischendurch noch andere Ruckis besessen, aber die meisten haben nach einer Tour wieder den weg zu neuen Besitzern gefunden.
Demnächst werde ich meinen G4-20 wahrscheinlich endgültig verkaufen, da sich der „The Atom“, gepaart mit den Hüftgurten vom MurMur, zumindest auf einer Testwanderung von 15Km, noch bequemer ist.
Wird im Juni auf dem Zölnerpfad in der Bretagne getestet.
Danach wird entschieden, welcher von beiden gehen muss.
Du siehst, dein Weg zu Ultraleicht, ist noch lang, steinig und nicht ganz billig, aber auch wesentlich weniger teuer, als viele behaupten.
Auf jeden Fall, ist dein Anfang, mit um die 7Kg, doch schon mal gar nicht so übel!
P.S. Für ne Tour im Rothaarsteig würde ich wahrscheinlich auch nur ein super kleines, leichtes Tarp mitnehmen, nicht um damit draußen zu Schlafen sondern um es innerhalb einer der unzähligen Schutzhütten aufzuspannen, denn die sind teilweise nicht mehr regendicht.
DCF Tarp, 100-150g, StS Nanomosquitonetz, 90g!