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Ultraleicht Trekking

Tipple

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  1. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf TappsiTörtel in Tarp mit Beaks (ganz was einfaches)   
    Jetzt ist die Firstnaht als doppelte Kappnaht genäht, wie schon beschrieben, die Klebekante einfach zusammengeklappt, an der Kante entlang genäht, den Stoff umgedreht und an der anderen Kante entlang genäht ... tja, wie machen das die Profis bloß das die Nähte so richtig parallel sind ...
    Danach an allen 8 Abspannpunkten auf der Unterseite aus dem gleichen Silnylon mit Elastosil Verstärkungen aufgeklebt, die müssen jetzt erst mal wieder trocknen ... geht dann die Tage weiter ...
     



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    Tipple reagierte auf TappsiTörtel in Tarp mit Beaks (ganz was einfaches)   
    Heute ist neues 36g Silnylon in oliv von Extremtextil angekommen ... eigentlich hab ich ja ein prima Tarp, das ist aber aus gleichem Stoff in Laubgrün und erst bei der letzten Tour im Schwarzwald ist mir so richtig aufgefallen wie verdammt gut sichtbar das im Wald, zumindest im Herbstwald ist ... deshalb mal schnell ein neues mit ein paar kleinen Änderungen bzw. Ergänzungen wie Einhängschlaufen fürs Bivi am First und an den Ecken, sowie einhängbare Beaks (Danke an @wilbo)
    Hier schon mal ein paar Bilder vom Zuschneiden des Stoffes, gut das ich nen Schlüssel fürs Fitnessstudio habe, da ist Platz um viele Meter Stoff auzurollen 
    Es gibt ein ganz einfaches A-Frame mit Länge 270cm, Kanten Kopfende 120cm, Kanten Fußende 80cm ... geschnitten ist es, jetzt gehts dran die Firstnaht zur Fixierung zu kleben und dann ne doppelte Kappnaht zu nähen ... Wochenende, werde das Teil dann hier vorstellen, vielleicht interessiert es ja ein paar von euch ...
     



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    Tipple reagierte auf ChristianS in Leichtes "Inner" für Halbpyramidentarps   
    Servus an alle MYOGer,
    nach meiner letzten Tour, bei der sich fast nie die Gelegenheit für eine Hängemattennutzung ergab, reifte in mir der Wunsch nach einem richtigen Innenzelt für mein DCF Hängemattentarp für Touren mit hohem Bodenbrüteranteil. Das könnte dann nochmal einiges Gewicht einsparen. 
    Als Material für eine wasserdichte Bodenwanne kommt eigentlich nur 34er DCF in Frage, wenn es richtig leicht werden soll. Darüber kommt eine Kombination aus 10D Nylon Innenzeltstoff für den Windschutz und 25g Moskitonetz für die Belüftung zum Einsatz. Das noch leichtere Noseeum-Netz von Ripstopbytheroll hat sich an meiner Hängematte als zu empfindlich für meinen Geschmack herausgestellt.  Im Endergebnis zeigte die Waage für mich sensationelle 240g all inclusive, und das bei 220x75cm Grundfläche.
    Das "Inner" lässt sich bei guten Bedingungen auch ohne Tarp aufbauen, wenn man Insektenschutz haben möchte. 


    Die Schmalseiten aus Innenzeltstoff sollen ggf. auch tropfenden Kondenz abhalten. 

    Eine Tür gibt es, die offen nicht im Dreck rumliegt wie bei Zpacks 

    Magnetverschluss

    An den vier Ecken gibt es Schnüre mit Linelocs, die an Heringen oder am Tarp eingehängt werden können. 

    Hier mal mit Tarp, recht hoch und luftig aufgebaut. 

    Ecke mit Schnurabspannung zum Tarp, keine zusätzlichen Heringe nötig. 
    Das Duo aus Tarp und Inner machte bisher im Garten eine gute Figur und spart ggü. meiner Kombo mit Hängematte gute 200g! 
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    Tipple reagierte auf ChristianS in Lange Regenjacke - membranfrei   
    Hallo an alle Interessierten des Selbermachens!
    Die jüngsten Diskussionen im Forum zum Thema Regenjacke haben mich über den Jahreswechsel motiviert, mal meine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Dabei habe ich mich für ein membranfreies Konzept entschieden. Membran-Stoffe sind meist nicht nur unter Umweltgesichstpunkten problematisch, sondern auch funktionell bei warmen Temperaturen oder im Regen. Die Werbeversprechen zur tollen Atmungsaktivität treffen höchstens im Neuzustand zu. Ich wollte es dagegen ähnlich wie bei der Lightheartgear-Jacke probieren und einen nicht dampfdurchlässigen Stoff mit langen Unterarm-Zippern für eine möglichst gute Belüftung kombinieren. Als Stoff habe ich einen 20DEN Polyester Stoff gewählt, der außen mit Silikon, innen mit PU beschichtet ist. Polyester nimmt deutlich weniger Wasser auf als Polyamid, an der Silikonschicht perlt der Regen zuverlässig ab und an der PU Schicht haftet das Tape zum nahtabdichten gut.
    Als Schnitt kam mal wieder ein modifizierter Funfabric "Jack mit Zipper" zum Einsatz. Diesmal bis oberhalb der Knie verlängert, also fast schon ein Mantel. In den meisten Anwendungsfällen spart mir das die Regenhose.
    Und das kam dabei raus:




    Die Unterarm-Zipper sind so lang, dass man dort hindurch in die Taschen der darunterliegenden Isojacke greifen kann. 

    Kapuze mit Schirm 




    Die Nähte habe ich von innen mit Transferklebeband und DCF Resten abgetaped. Wie lange das hält wird sich zeigen, lässt sich aber auf Tour gut flicken. Mit den aufbügelbaren Tapes habe ich schlechte Erfahrungen bzgl. Haltbarkeit gemacht. 
    Das Gewicht zum Schluss: 192g in Größe L/XL. 
    Jetzt kann der Regen kommen, ab in den Praxistest! 
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    Tipple reagierte auf Konradsky in Welcher Topf für eine kleine Familie auf Rucksacktour: Welches Volumen ist sinnvoll?   
    Ich habe den für meine Liebste und mich. 1300ml reichen uns mit Reserve.
    https://de.aliexpress.com/item/4000548627264.html?spm=a2g0s.9042311.0.0.29614c4dCjN5y5
    Man kann ihn natürlich auch schön beim Lagerfeuer nutzen.
     

     
    Das war letztes Wochenende. Auch Brot backen geht da ganz gut drin. Allerding nehme ich da
    ein Lüftergitter und 3 Steine als Abstand. Deckel kommt natürlich obendrauf.
    Nach 12 Minuten ist da Brötchen fertig. geht auch mit Gas oder Spiritus.
     

     
    Henkel hat Vorteile weil der Henkel oben arretiert und sich nicht aufheizt. Mit dem Ausgießer kann man
    gefühlvoll ausgießen. Ich mag breite Töpfe, weil man man den Brennstoff besser ausnutzt und
    auch besser ans Essen kommt, sowie das sauber machen einfacher macht.
     
    Gruss Konrad
     
  6. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf Schwede in Pilze   
    Naja,
    lecker sind sie schon....

    *winks* Ted
     
  7. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf danobaja in der machilo, ein 40l burrito mit ridgerest.   
    rucksackbau ist ja hauptsächlich philosophie und nur ganz wenig handwerk. zum nähen kam ich 1985 in texas. mein chef, der hatte 3 linke hände, hat mir gezeigt wie´s geht.
    das mit dem macho ist noch 2 jahre älter. beim schachspielen in buenos aires hat mir mein gegner die sache mit dem macho in bestem englisch erklärt. das ist der meistzitierte druckfehler der welt! ein macho ist eine ganze welt voller überraschungen, voll bis obenhin. drum ist es auch egal wie er aussieht, der inhalt ist es. und es hätte natürlich heissen müssen mucho, anstatt macho...

    so, nun zum handwerklichen. der machilo ist ein 40l rucksack, gerechnet 39,4l. um diese 40l drumrum ist ein zylinder aus gerollter ridgerest xxl schaummatte. der wiederrum wird vom machilo in position gehalten. der wiederum hat 2 grosse taschen hinter dem hüftgurt, so gross dass ne nalgene und ein paar riegel reinpassen, oder bei mir das fotozeug. das hab ich das erste mal ende der 90 an meinem northface renegade, einem 3 kilo 80l rucksack, gesehen. und war hin und weg davon. die kamera griffbereit und doch richtig gut geschützt. das hat sofort meine eigenkonstruktion zum anschnallen der kamera an den schultergurt abgelöst. also sowas musste her.

    die von mir gelegentlich verbauten netztaschen haben sich überhaupt nicht bewährt. ich ruinier die in nullkommanix. deshalb für 2 flaschen noch schnell 2 seitentaschen aus stoff drangemacht. für vorne eine frontflap, die auch als deckel funktioniert. einen deckel im sinne von deckel brauch ich nicht, da kommt dann der regenschutz frühzeitig drüber.
    resteverarbeitung war oberste priorität. ich wollte kein geld ausgeben, sondern spielen. 30 jahre altes cordura 500 mit ripstop lag noch rum. damals hab ich mir einen kleinen daypack draus genäht, der ist heute noch ohne loch ( bis auf das, das ich selber beim nähen reingeschnitten hab ).
    silnylon lag noch rum in grün und gelb. ein geschlachteter vaude rucksack spendierte die schultergurte und den hüftgurt hab ich mal gebraucht erstanden. der war bisher am alten burrito verbaut (drum hat er die fetten schwarzen riemen noch dran. diese braucht der machilo nicht).
    schnallen hab ich im überfluss, riemen und kordel auch.
    dummerweise hat sich meine pfaff ne auszeit genommen, so war ich, nachdem ich die uralte maschine meiner mutter wieder gängig gemacht hatte, wieder einmal auf vorwärts und rückwärts stich in gerade beschränkt. funktioniert auch. ist halt echt beschixxen hinzukommen an manchen stellen.
    die nähte hab ich noch nicht eingesäumt. das mach ich wenn ich nix mehr ändern will.
    des nähers tod sind immer die genialen einfälle, die einem während des nähens kommen. ich mach vieles doppelt, und oft bin ich dann noch nicht so ganz zufrieden.  ....schreiend auf den boden hämmer mit den fäusten.....
    aber jetzt gehts erstmal los.
    alle reste gesammelt und teile zugeschnitten.
    1. frage: wie gross sollen die seiten werden? ehrlich, keine ahnung! also eine vom alten abkopiert, und die 2. auf einen fetzten übertragen der gross genug war. 3 cm zugabe, damit die seitentasche etwas grösser wird. logisch, ab jetzt wirds kompliziert, weil die mitte der front nicht mehr die mitte ist. ich schiess mich gern selber ins knie. masochist, würd ich sonst nähen?
    also zuerst den klett ans rückenteil, dann brauch ich nicht über seiten nachdenken. befestigung für den hüftgurt und die schultergurte angenäht. die schultergurte sitzen bei 54 cm, die spanner oben bei 60cm. weil ich nicht sicher war ob und wie ich den hüftgurt noch mit riemen versehen will hab ich erstmal nix dafür angenäht. grundsatzentscheidung war den verwendeten hüftgurt ( ohne spanngurt) mit eigenkonstrukt, oder den übrigen von osprey, der hat 2 spanngurte nach hinten, zu nehmen. letztendlich war mir der osprey hüftgurt zu steif. aber das war nicht kritisch, denn ich hatte eh keine ahnung wie und ob ich seitentaschen mit dem hüftgurt verbinden muss. schlackert das ganze wenns lose ist?
    für die seitentaschen hab ich entschieden den stoff zu raffen.
    da konnte ich raffing by doing machen, grob anzeichnen und dann zuschneiden. zuerst die raffung fixiert. danach den zipper mit abdeckung auf den 3-eckigen boden zwischen rs und hüftgurt genäht. die innenseite dran und dann das geraffte teil an den zipper genäht. uuuiii, wird daaas gross! der einfachheit halbe sollte man beim zusammennähen eine schlaufe kordel in die spitze unten einnähen. ich habs nachträglich gemacht. es ist auch sinnvoll alle teile doppelt zu schneiden, oder wenigstens die masse zu notieren (das ist überhaupt ne super idee.... siehe leonardo da vinci´s aufzeichnungen). erspart mühseliges auszählen der ripstopfäden für die 2. tasche.
    jetzt wärs es sinnvoll das seitenteil zu zerschneiden und die tasche einfach einzunähen. den schnitt verändern wollte ich nicht, also hab ich sie aufgesetzt. wenns jemand nachnähen will. hier gehört der schnitt einfacher gestaltet. danach hab ich die hinteren taschen genäht, mit gummizug und hinten dran gesetzt. wenn man die pics genau anschaut kann man sehen, die rechte ist oben geschlossen ( weil 3cm mehr in die länge gezogen durch das gössere seitenteil) die linke ist offen.



    gurte zum verkleinern des volumens brauch ich nicht, aber ich mag daisychains, und so hab ich ne ganze menge schlaufen angenäht. die könnte man mit spanngurten/schnur/gummi versehen. die genialste aller ideen ist eine daisychain im linken bereich ( in dem das frontteil breiter ist) einzuklippsen. aber die näh ich später mal. (wenn ich mal mit meiner schlosserei in die berge humpel und ne 9er klettere... bissl philosophie muss sein!)
    der deckel ist einfach mit kordelzug zu schliessen. das loch muss nicht ganz so gross sein, aber ganz geschlossen bekommt man es nicht. der deckel ist aus silnylon.

    die probefahrt hat ergeben, dass der rucksack durch die 3 cm mehr an höhe, die ich ihm spendiert hatte (so für den fall der fälle mal bissl was über die matte packen...) keine ordentliche spannung über der matte aufbaute. das alte modell war genau die 63 cm hoch, die auch der zylinder hat. an der naht geht dann der deckel rechtwinkelig in die mitte.  beim neuen war die naht höher und wurde zur mitte gezogen. ausserdem gefiel mir der hüftgurt nicht, das wackelte.

    also aufgetrennt, 3cm niedriger gemacht und dann gleich einen "kleinen deckel" eingebaut um die matte zu fixieren. der erleichtert nun das einpacken gewaltig, weil der rs schon steht dazu. drüber kommt dann aussen angenäht der grosse deckel.

    unten aufgetrennt und die spanngurte für den hüftgurt eingesetzt.  die konstuktion dazu sieht so aus. manches ist schon ul-gedacht, aber vieles ist einfach noch immer zu kräftig im material.


    der schwarze riemen passt zum alten modell. ich musste den hüftgurt ausbauen weil der neue gebrauchte zu gross war.

    hier an der spitze brauchts die schlaufe, damit kann man die tasche dann mittels gummizug am hüftgurt nach vorne ziehen. das funzt prima, der gummi ist an den spanner eingeknotet.
    damit die taschen nicht immer im dreck sitzen hab ich sie 3 cm nach oben genommen, dazu hab ich nen dunkelgrünen streifen gefunden. läuft rundum, auch die schlaufen an der front sitzen 3 cm höher. die zuätzliche naht ist bissl blöd beim einstellen der matte, da muss man aufpassen, dass die ganz unten sitzt und nicht auf der höheren naht.
    in den offenen taschen hat ne grosse flasche platz.

    hier bräuchte das seitenteil eine naht, dann wär alles einfacher und stabiler.
    an der front kann man noch eine frontflap anflapen. die funzt auch als deckel über dem loch in der mitte. bissl bauchig gerafft.
    das ganze trägt sich gut mit bis zu 16 kg, bis 12 richtig komfortabel. jaja ich weiss, aber ich hab n 4 kilo fotostativ... und die ganzen akkus für die cam.



    so, ich bin jetzt mal gespannt wie die tinypic-bilder rauskommen. wenn ihr pics von details sehen wollt, einfach sagen, dann mach ich noch welche.
    gewicht rucksack: 1528g komplett
    sack: 815g
    frontflap: 63g
    ridgerest: 650g
     
    reinpassen tut ganz locker:
    neoair all season xl.
    marmot schlafsack bis -10
    daunenjacke und -hose
    tt notch
    gaskocher, topf
    genügend zu essen und trinken, und dann kann man oben -falls noch platz ist- mit dem kopfkissen ausstopfen.
    ich hab so ein aufblasbares von decathlon, mit dem fülle ich den rest aus, zuziehen oben, fertig. wenn ich was raus esse oder klamotten brauch blas ich einfach bissl mehr luft rein. wichtig ist, dass der zylinder voll ist und widerstand bietet bei druck.
    kosten für das projekt: genau null cent, wenn man meine 2000 euro stundenlohn und den strom nicht rechnet.
     
     
    hier ist übrigens eh nicht schluss. ich werd schon immer mal wieder dazu nähen oder ändern. und jetzt erstmal her mit kritik und anregungen!
     
     
     
     
     
     










  8. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf doman in Trockenanzug selber genäht - 367 Gramm!   
    Im letzten Frühjahr musste ich einen ärgerlichen Verlust hinnehmen. Mein geliebter erster selbstgeschneiderter Trockenanzug ging mir auf ziemlich dusselige Weise verloren: Nach einem der ersten Ausflüge mit meinem neuen Trak 2.0 Kajak

    war ich dermaßen damit beschäftigt, das Boot in seine Bestandteile zu zerlegen und in der Transporttasche zu verstauen, dass ich meinen Trocki darüber völlig vergaß und einfach am Baum hängen ließ, an den ich ihn zum Trocknen gehängt hatte. Die Einsatzstelle am Griebnitzsee wird von Paddlern viel genutzt, aber auf meinen ein paar Tage später dort angebrachten Suchezettel hat sich niemand gemeldet. Nach weiteren zwei Wochen war auch der Zettel nicht mehr auffindbar. Ich hoffe sehr, der neue Besitzer hat ungefähr meine Statur und hält den Trocki in Ehren...
    Nachdem ich mich mit dem Verlust abgefunden hatte, begann das Pläne schmieden für eine neues, verbessertes Modell. Am Schnitt selber, auf den ich gleich zu sprechen komme, musste ich nichts verändern, denn der war perfekt für mich angepasst: Rumpf und Schulterbreite in der Größe M, Extremitäten dafür aber in XL. Diese Maße sind übrigens auch der Grund dafür, dass ich mir mittlerweile fast meine gesamte Outdoorkleidung selber nähe.
    Als Referenzmodell habe ich mir einen Trockenanzug ausgesucht, der über einen Reißverschluss vom Hosenstall bis zum Halsabschluss verfügt. Warum? Ich wollte einen Anzug, der sich leicht anlegen und für alle Eventualitäten unkompliziert öffnen lässt. Der letzte Punkt war zwar von meinem alten Modell abgedeckt, das über einen Reißverschluss von Fußknöchel zu Fußknöchel verfügte. Aber die Über-Kopf-Prozedur beim An- und Ausziehen war doch immer extrem lästig. Der Anfibio Zip Suit verfügt darüber hinaus über einen nur 6 mm breiten und damit viel leichteren und flexibleren Reißverschluss, als es der übliche 10 mm-Tizip-Reißverschluss ist, den auch ich beim alten Modell verbaut hatte. Das erste Problem war die Beschaffung dieses Reißverschlusses, den es als Sonderbestellung nur bei Shelbyoutdoor gibt. Das dauerte vom 9. September bis zum 28. Dezember - no comment. Nach meiner Sonderbestellung hat Shelby diesen Reißverschluss ins reguläre Programm aufgenommen, sodass man ihn jetzt nur noch anzuklicken braucht.
    Inzwischen hatte ich mir ein drei-Lagen-Laminat bestellt, das sich von den Werten her fantastisch anhört: Wassersäule 20.000mm, Atmungsaktivität 39.000 g/m/24h. Das Material des Anfibio-Modells hat eine Wassersäule von 15.000mmm und eine  Atmungsaktivität von 25.000 g/m²/24h.
    Die Schnitterstellung konnte ich auf kleine Anpassungen an den Bündchen reduzieren, denn ich hatte mir von meinem ersten Trocki die Schnitte aufgehoben. Das ist ein Verfahren, das ich wärmstens empfehlen kann: Hebt euch von allen Sachen, die ihr näht, die Schnittmuster auf! Als ich den ersten Trocki genäht habe, habe ich zwar nicht im Traum damit gerechnet, dass ich die jemals wieder brauchen würde, aber umso dankbarer bin ich jetzt dafür gewesen. 

    Das Oberteil besteht aus einem modifizierten Schnitt einer Abisko-Jacke von Shelby, den ich mir schon mal zu einer Etaproof-Jacke verarbeitet habe. Für Vorder- und Rückenteil sieht der Schnitt allerdings sechs Einzelteile vor. Wenn man die aus einem Stück zuschneidet, verbraucht man leider sehr viel Stoff - hat aber den Vorteil, dass der Anzug nur über wenige Nähte verfügt, durch die Wasser eindringen kann.

    Für das Unterteil habe ich meinen normalen Hosenschnitt verwendet, den ich gleichfalls aus je einem Teil zugeschnitten habe und um einen Keil verbreitern musste, damit Jackenbund und und Hosenbund den gleichen Umfang haben.
    Ein sehr spezielles Teil sind die Füßlinge, die ich aus Komfortgründen unbedingt wieder aus dem gleichen Stoff wie der Anzug haben wollte. 

    Sie bestehen jeweils aus einem einzigen Stück Stoff, das auch nur mit einer einzigen Naht geschlossen wird. Man beginnt bei der blauen Klammer am großen Zeh, näht dann zur äußeren Ferse (pinke Klammer), setzt hier die Nadel auf den anderen Oberstoff um, näht, ohne die Naht zu unterbrechen bis zur inneren Ferse (rote Klammer) und dann nach nochmaligem Umsetzen hoch zur Wade (rote Klammer). Aus diesen Füßlingen ließen sich übrigens auch sehr einfach Daunen-Booties herstellen.

    So sehen die Füßlinge fertig aus. Für die Konstruktion der 1,5 mm-Neopren-Manschetten, musste ich eine Kegelstumpfberechnungn anstellen, 

    für die ich mehrere Anläufe brauchte, bis die Schnittmuster vorlagen. An der Stelle bedanke ich mich bei @Omorotschka, der mich mit Fotos seines Trockis versorgt und mir damit bei der Konstruktion geholfen hat!

    So sieht dann die Handmanschette aus (allerdings in einer ersten Version, die ich nicht verwendet habe, weil sie zu locker saß).

    Vom Zusammennähen selbst habe ich nur wenige Bilder, weil ich an der Nähmaschine in einen Flow geraten bin, den ich nicht unterbrechen wollte.

    Hier ist eine der kniffligsten Nähte, nämlich die zwischen Handmanschette und Oberstoff. Mein Tipp: Glattneopren nach unten, Stichplatte mit Spucke anfeuchten, damit das Material rutscht, Obertransport ausschalten, dann klappt es! 

    Um die Füßlinge anzunähen, braucht man einen langen Freiarm, weil das ganze Bein drübergestülpt werden muss.

    Und schon ist das Ganze fertig! Mit dem Zurückschneiden der Nahtzugaben spart man noch mal paar Gramm. 

    So sieht der eingesetzte Zipper im Detail aus.

    Zum Abdichten der Nähte habe ich diesmal auf Nahtband verzichtet, weil ich sehr schlechte Erinnerungen an das nervige Gebügel bei meinem ersten Trocki habe. Statt dessen habe ich den Reißverschluss und die Manschetten mit Aquasure abgedichtet. Dabei muss man natürlich höllisch aufpassen, denn ein falscher Tropfen macht den Zipper unbrauchbar...

    Die anderen Nähte habe ich mit einer PU-Lösung auf Wasserbasis behandelt, was zwar langwierig, aber nicht so nervig ist wie das Bügeln.

    Zum Schluss wird der Zipper gefettet, der in trockenem Zustand geliefert wird.

    Das Gewicht des Anzugs hat mich umgehauen!

    Und klein aufrollen lässt er sich auch. Ganz billig ist er allerdings nicht geworden: die Materialkosten betrugen ca. 170 € (davon allein 70 für den Zipper). Die Fertigung (ohne Schnitterstellung) dauerte knapp drei Tage.

    Ich bin schon sehr auf den ersten Praxistest gespannt und werde davon berichten!
  9. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf hans im glueck in Impressionen von Touren   
    mikroabenteuer outdoorweihnachten 2020. 3 stunden fahrrad geputzt pfoten abgefroren los.


    4 gänge 8 stunden dann liegestuhl

    morgens nach einigen pötten tee schlenker




    nach --> schloss dammsmühle. gebrauchtes buch geschenkt bekommen: kerstin ekman, geschehnisse am wasser.
    fahrradtasche voll rindsrouladen abtran/spor/tiert.
  10. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf dr-nic in Impressionen von Touren   
    Kurzer Trip ins Okertal im Harz. Joa, der Wald dort hat es hinter sich... Dank Nebel und Wolken dann doch ganz stimmungsvoll. 




  11. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf dr-nic in Impressionen von Touren   
    Kleiner Trip in den Solling. War der erste Test fürs Wintercamping. Dafür war es dann aber doch nicht kalt genug, aber trotzdem wunderschön. So schön, dass die Tiere aus dem Wald auf einen Glühwein vorbei gekommen sind. 




  12. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf mawi in Impressionen von Touren   
    Da letzte Woche mein letzter Arbeitstag war, musste ich schnell noch mein letztes Tour-Video vom Media-PC der Designer retten. Wurde gerade so noch rechtzeitig erinnert dies zu tun. Leider hatte ich keine Zeit mehr, um es noch fertig zustellen und zu Hause habe ich keine entsprechende Hardware. Ist dadurch etwas lang, langweilig und langatmig (zu viele Drehungen und so) und nicht richtig auf die Musik abgestimmt.
    Hier die Eckdaten zur Tour:
    Geplant war 41 Tage lang von Inta nach Workuta entlang des Urals im März und April 2019 zu laufen. Aus diversen Gründen musste ich unterwegs 2-3 mal umplanen, weshalb es dann 3 Touren wurden:
    Inta - Ural - Inta Workuta - Jary, Kara See Rundtour bei Poljarny Ural https://lighterpack.com/r/d3q9ww
     
  13. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf derray in Outdoorseiten.net wurde gehackt - Macht eure Accounts sicher!   
    Hallo Jens!
    Danke für das Kompliment! Hab es mal an die anderen Update-Verantwortlichen weitergeleitet. 
    outdoorseiten.net wird von einem gemeinnützigen Verein betrieben (daher auch werbefrei und unabhängig). Dazu gibt es eine Hand voll ehrenamtlicher Admins, ehrenamtliche Moderatoren und sonstige Freiwillige. 
    In diesem Fall gilt das Lob unserem Technik-Vorstand und den Admins.
    Aber natürlich geht es in jedem Forum um die User und deren Content. Ohne den würde sich die ganze Arbeit ja gar nicht lohnen.
    Also Danke zurück! 
    mfg
    der Ray
  14. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf derray in Outdoorseiten.net wurde gehackt - Macht eure Accounts sicher!   
    Wir sind wieder online!!! WOOHOO! 
    Neue Forumssoftware, mehr Sicherheit, mehr Möglichkeiten, noch nicht perfekt in der kurzen Zeit, aber es läuft! 
    mfg
    der Ray 
  15. Danke!
    Tipple reagierte auf wilbo in Membran Kleidung Wasserdampfdurchlässigkeit beide Richtungen ?   
    Moin!
    Da ist ein Widerspruch in sich. Ein vapor barrier liner soll ja gerade keinen Wasserdampf durchlassen.
    https://andrewskurka.com/vapor-barrier-liners-theory-application/
    Es wird aber durchaus erfolgreich, nicht atmungsaktive Regenkleidung als VBL missbraucht.
    VG. -wilbo-
  16. Gefällt mir!
    Tipple hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Suche günstigen Winterschlafsack   
    Guten Morgen @Dandelion, 
    ein paar mehr Infos wären vielleicht nicht schlecht.
    Sowas wie Geschlecht, Größe, dicker, dünner, verfroren, oder nicht. Und natürlich das Budget.
    Wenn du das mit den roten Haaren auf deinem Profilbild bist, für Frauen gäbe es evtl. den Marmot Ouray bei Kleinanzeigen. Die Anzeige ist schon ein wenig älter, daher mal fragen ob er noch zu haben ist. Generell würde ich sagen, check den Markt bei Kleinanzeigen. Da findet sich schon was. 
    Hier die Specs vom Ouray:
    https://www.marmot.com/equipment/sleeping-bags/down-bags/womens-ouray-0-sleeping-bag/AFS_889169250873.html
    Und einmal die Anzeige. Preis VB, da geht sicher noch ein wenig was.
    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/expeditionsschlafsack-daunenschlafsack/1559100761-230-6443
     
    Meine Kumpeline @Bimbi benutzt den auch und ist sehr zufrieden. Wiegt mit 1,6kg zwar etwas mehr, aber bietet damit auch genug Reserven. Gerade für Mädelz nicht ganz unwichtig. 
     
    LG 
     
  17. Gefällt mir!
    Tipple reagierte auf Mars in Aries Quilt 20 F - Schlaf Review   
    Nachdem ich mich hier letzte Woche über meine jüngsten Anschaffungen ausgelassen habe, hier also der Review des Gryphon Gear Quilts. Der Quilt ist traditionell, d.h. kein VRB mittels aluminisierten Dyneema, nur Nylon (10 D) und Daunen, 900er (HyperDry). Zusätzlich nahm ich aber die Haube mit VRB mit. Tatsächlich hatte ich mit dem VRB Sack ein Platzproblem. Mein Rucksack schluckt 40 Liter, ich nehme aber auch ziemlich viel Kleider mit, sowie eine TAR Xtherm. Die Kommentare von wegen Packvolumen nehme ich zur Kenntnis, aber ich bin auch eitel genug, um keine Ausrüstungsgegenstände aussen am Rucksack zu tragen - wobei die wahren Experten, z.B. Herr Swami im Winter auch eine gerollte Matte mittragen, ich denke das wäre dann wohl eine RidgeRest Solite für zusätzlich unter die Xtherm (es ist jedenfalls etwas gummiertes, ich bin aber nicht sicher). Habe ich nicht, Pech gehabt.
    Es gab hier eine längere Diskussion um Überfüllung der Daunen-Kammern, ehrlich gesagt, konnte ich diese nicht verfolgen, ich “musste” ja wandern. Theorie ist immer interessant, aber die Praxis sollte ev. auch beachtet werden. Natürlich kann kein Quilt-Hersteller mittels Bioresonanzmethode die Atome in seinen Daunen linksdrehend schwingen lassen (linksdrehend ist wärmer als rechtsdrehend, das weiss doch jeder) demzufolge kann bei halber Lofthöhe nicht automatisch eine Verdoppelung der Wärmeleistung angenommen werden...
    Der Quilt sollte trotzdem reichen, die Temperaturen gehen unter den Gefrierpunkt, aber 20 F ist eben ungefähr - 6 C. Wie gesagt, dieser Quilt loftet wie wild, was logischerweise an der verbauten Daunenmenge liegen wird. Das er trotzdem nicht übergewichtig ist, wird wiederum an den 900er Daunen liegen. Diese geben mehr Loft fürs Gewicht.  

    Zusätzlich führe ich bessere oder zumindest teurere Thermowäsche mit. Capilene Air, eine Mischung aus Merino und Synthetik, sowie einen R1-Fleece und eine synthetische Puffy. Gewandert wird tagsüber und an der Sonne in einem kurzärmligen Capilene und darüber ein Fliegenfischerhemd derselben Marke, wegen Sonnenschutz. Die Teile machen sich auch im Wind gut. Die Hosen sind winddicht (Gore WindStopper), dies isoliert auch gut gegen Kälte. Ich entscheide mich gegen die Patagonia und nehme die Arc’teryx mit, weil die Patagonia dünner ist und in der Sonne oder bei Wärme auf den Oberschenkeln klebt (haben wir noch Luxusprobleme?). 
    Am Freitag Mittag geht es los: Die Zugreise ist lang, das letzte Stück nach Maloja fährt ein Bus. Von Zürich aus gibt es den Vereinatunnel, man fährt ungefähr bei Susch ins Engadin ein. Der Blick aus dem Zugfenster ist ein wenig respekteinflössend: Es liegt überall im Wald Schnee und Reif. Wir sind aber erst im Unterengadin auf 1400 Metern, Maloja liegt auf 1800 Meter. Als ich da aussteige, ist es bereits 17:45 und damit Nacht. Meine Lampe macht mit der Dunkelheit kurzen Prozess, aber innerhalb des Dorfes verwende ich sie nur, wenn es nicht anders geht.
    Bald bin ich am See. Es gibt einen saisonbedingt geschlossenen Campingplatz, aber da stehen Vans. Der Platz ist mir ausserdem zu übersichtlich. Ich weiss nicht genau, ob die Vans eine Bewilligung haben oder wie das funktioniert. Einfach weiter. Irgendwo gibt es eine Strasse, darüber eine Lichtung. Hinter einem Erdhügel ist es flach genug. Rasch stelle ich mein Doppelwandzelt auf (dessen Namen zu nennen ich mir hier versage, da es von allen Experte hier als gemeingefährlich taxiert wurde, von wegen Carbon-Splitter etc.). Ich befestige den Quilt an der Matte, Thermounterwäsche, Puffy sowie Sealskinz Socken angezogen, fertig ist die Laube. Der Quilt besitzt an der Rückseite zwei Riemen. Man kann den unteren ganz zu ziehen und hat dennoch Platz für die Beine.
    Der obere ist ungefähr auf der Mitte des Oberkörpers und wird einfach um die Matte gelegt, wie eine Schlaufe, ein Stück davon ist elastisch, er passt gut auch um die etwas breitere XTherm. Dann kann man die Steckverschlüsse je nach Breite des Oberkörpers näher zueinander stellen, im Idealfall bleibt noch etwas der Quiltseite auf der Matte liegen und bildet einen Wulst, dies ergibt eine bessere Isolierung - die TAR XTherm ist beispielsweise nicht ganz flach. Wenn zuwenig Quiltmaterial auf der Matte liegt, zieht es ohnehin rein. Das Verstellen funktioniert auch in der Nacht und blind. Der Quilt ist für mich ziemlich knapp geschnitten, aber davor wurde ich gewarnt (und meine Leibesfülle könnte bei längerem Wandern durchaus noch abnehmen). Die Höhe des Lofts beträgt ungefähr 10 bis 11 cm, kann ich aber gerade nicht wirklich seriös messen. 
    Die Haube lege ich bereit. Es geschieht etwas, was ich mir so zumindest nicht gewohnt bin: Ich kriege schön warm. In der Nacht kriege ich einen kalten Kopf, hierzu habe ich aber eben diese VRB Haube dabei. Sie reflektiert tatsächlich, und wie. Anfangs ist es fast unangenehm. Nach ein paar Minuten habe ich mich daran gewöhnt. Die Kälte will und will nicht kommen. Natürlich, ein Quilt ist ein Quilt, wenn ich mich zu ungestüm drehe, zieht es rein. Das Problem kann aber behoben werden, indem der Quilt ein wenig grösser bestellt wird. Dieser hier ist allerdings als mein Sommerquilt gedacht. Eigentlich will ich damit schön brav über dem Gefrierpunkt bleiben. Man wird aber die Reserven wohl noch testen dürfen. In der Nacht wird es durchaus feucht. Die Oberseite des Quilts wird nass, vor allem im oberen Brustbereich, in der Nähe des Gesichts, wohl vom Atmen. Die Nässe zieht aber nicht rein. Am nächsten Morgen kriege ich sofort kalte Finger, als ich mich aus dem Quilt schälen muss.
    Ich wandere dann los. Meine Pfoten stecken in Schuhen einer Unternehmung, die der Herr Dassler (selig) gegründet hatte. Nicht mal schlecht, die Machart ist durchaus sehr aufwändig. Aber es gibt keine Drainage-Ports, damit steht man ggf. lange im Wasser wegen dem umlaufenden Wetterschutzband und sie laufen vorne in eine ziemlich krasse Spitze zu. Zum Wandern untauglich - ein Mitleidskauf, der Laden hatte keine Hokas mehr und mein Hoflieferant Topo Athletic hatte fast alle Schuhe auf Ausverkauf. Nun gibt es den Ultraventure Pro (seit genau heute), den ich sofort bestellen werde, wenn ich denn einen Lieferanten in Europa dafür fände. 
    Ausserdem ist die Brand-Zusammenstellung der Dassler Schuhe interessant: Die Schuhe werden unter einem der zahlreichen Sub-Brands der ursprünglichen Unternehmung vermarktet, die Sohle ist ein Co-Branding, ein Automobilzulieferer, bekannt auch für seine Reifen. Weshalb solche Spitzen-Schuhe weiterhin hergestellt werden, erschliesst sich mir nicht. Gewiss, man spart ein paar Gramm Kunststoff und durch die bessere Aerodynamik gewinnt man wertvolle Zehntelssekunden - bei einer Wettkampfdauer ab sechs Stunden. 
    Das Engadin ist unglaublich schön. Selbst jetzt im Vorwinter, d.h. in der Zwischensaison. Die Bewohnenden des Engadins sowie die Gäste, bewegen sich leider nicht ausschliesslich zu Fuss oder mit Pferdekutschen (obwohl es sogenannte Pferdeomnibus-Fahrten gibt, besonders von Celerina ins Rosegtal). Die Strasse in der Mitte des Tals hört man vielerorts. Ausserdem gibt es mehrere Pässe für gelangweilte Automobilisten und Motorradfahrer. Und ein Flughafen, für fliegende Rassenmäher und grössere Jets. Dies lockt natürlich auch reichere bis ultra-steinreiche Individuen an. Daraus ergibt sich ein eigentümliches, internationales Flair. Der Intersport in Sils, ein Steinwurf vom Nietsche-Haus entfernt, bietet gegen geringe Gebühr (500 +) historisch anmutende Wander-Schuhe an. In Liechtenstein war jeder Kuhstall eine Advokatur- und Treuhandunternehmung, hier wurde der hinterste Holzschopf zu einer Art-Galerie umgebaut. Die Natur ist dennoch unmittelbar. Ausserdem legt man Wert auf Architektur, die einzelnen Orte haben ihren Charakter bewahrt. Es gibt kleine Weiler, die erst auf den zweiten Blick modern erscheinen.
    Mit meinen Eltern habe ich hier oben mehrmals Ferien verbracht, sollte ich dereinst genug Bücher verkauft haben (vom Stil her wird es wohl eine Mischung aus Jack London, Karl May und Federica de Cesco) kann ich mir gut vorstellen, hier zeitweise länger zu residieren, je nach Stand meiner Konten, wir sind immer noch in der Schweiz - im Tirol kostet es die Hälfte. Im Winter gibt es eine unglaublich schöne, sehr lange Langlaufloipe. 
    Ich nehme es bewusst gemütlich. Wenn ich von diesen Schuhen Schienbeinschmerzen bekäme, würde ich mich ärgern. Eine Tafel orientiert über den geplanten Ausbau eines Wanderwegs auf 3.5 Meter breite. Aufgrund des Klimawandels frieren die Seen nicht mehr richtig zu, deshalb hat der bestehende zu wenig Kapazität. Ich wandere durch St. Moritz, am Segantini-Museum vorbei und am Palace Hotel. Am Bahnhof trinke ich einen Kaffee, es gibt eine nagelneue Toilette, erst noch gratis, immerhin mit blauem Licht. Am Stazersee ist ein eigentlicher Menschenauflauf. Damen schlürfen Rotwein aus Gläsern. Mehrere Feuer brennen, die Leute machen Selfies. Ich bin der einzige Wanderer. Der Stazerwald ist einer der schönsten Wälder in der ganzen Schweiz, Menschen versuchen Vögel anzulocken oder sie schreien im Wald herum. Ich überlege kurz, ob ich ins Val Roseg gehen soll. Im Schatten ist es nun durchaus kalt.
    Vor Samedan gibt es eine grosse Ebene mit dem Flugplatz. Ich wandere und wandere aber irgendwie komme ich nicht so Recht auf Touren und es wird immer kälter. Bald bin ich in Vollmontur unterwegs, es hat überall Eis, die Sonne verschwindet hinter den fast kitschig-schönen Bergen. 
    Zeit das Zelt aufzuschlagen. Ein Gasthof ist schnell gefunden, es ist fast flach genug. Dasselbe Spiel wie letzte Nacht, diesmal ziehe ich jedoch nur den Fleece an, da ich im Puffy zu warm hatte. Die Prognose ist - 6 C. Ich hatte ja versucht, einen kleinen tragbaren Thermometer zu erstehen, aber der Outdoor-Händler meines Nichtvertrauens hatte keinen. Der Verkäufer wusste immerhin, dass das entsprechenden Produkt vor Jahren aus dem Sortiment gefallen war, warum wusste er nicht.
    Die Kälte kommt wieder nicht, ich schaue Hikervideos auf Youtube. Rocket, Honey Badger und Little Skittle sind gerade auf dem Oregon Coast Trail unterwegs. Eine klassische Youtube-Wanderungs-Veranstaltung, Honey Badger ist die Partnerin von Legend, er hat vor ein paar Wochen einen neuen FKT auf dem Colorado Trail aufgestellt, die anderen dokumentierten ihre Thrus auf YT. Little Skittle nennt sich auf IG ms_rebecca_ann. Jemand schmiss das Trio aus seiner Tankstelle. Ziemlich dumm. Rocket hat durchaus Ambitionen, dieses Jahr wollte sie auf den PCT. Aus epidemiologischen Gründen klappte dies nicht, nun hat sie sich ein Tigerwall 2 Zelt zugelegt.  
    Am nächsten Morgen ist mein Zelt von einer dünnen Eisschicht überzogen. Wiederum wurde es ziemlich feucht im Innern, das Trinkwasser in meiner Flasche mochte nicht gefrieren, obwohl ich es nicht in den Quilt nahm. Das Wasser in den kleinen Hygiene-Fläschchen jedoch schon. Ich habe sehr gut geschlafen, zu keinem Zeitpunkt war mir kalt. Mit keinem meiner bisherigen Schlafbehältnissen wäre sowas möglich gewesen. Das Eis löst sich in kleinen Platten vom DCF. An einer Stelle des Innenzeltes (normales, wenn auch sehr dünnes Nylon) hat sich eine feine Eisplatte durch gefroren. Leider kann ich nicht auf die Sonne warten. In La-Punt Chamues-ch fülle ich Wasser nach und entscheide mich auf der nördlichen Talseite ein wenig in die Höhe zu gehen. Wegen der Sonne. Ich steige also die Albula-Pass-Strasse ein Stück weit hinauf, danach nehme ich einen Bergweg. Dann überlege ich es mir anders und steige zur Es-cha Hütte auf. 
    Dort treffe ich auf zwei Basler mit teureren Kameras und Feldstechern. Ich frage sie, ob es irgendwelches Getier zu sehen gäbe. Sie verneinen, sie schauten sich vielmehr die Wanderer auf dem Wanderweg in der gegenüberliegenden Wand an. Es hat dort Schnee, sie hätten sich entschieden, heute nicht dort durchzuwandern, da zu gefährlich. Von blossem Auge sind die Wanderer knapp erkennbar. Schliesslich trifft eine Frau bei der Hütte ein. Ich glaube, erkennen zu können, dass sie schwanger ist. Sie schreitet majestätisch an der Hütte vorbei. Nicht zu schnell, aber sehr sicher. Je länger ich den beiden Baslern zuhöre, desto sicherer werde ich im Entscheid, es zu versuchen. Einer der beiden macht eine abfällige Bemerkung über Trailrunner. Da ist für mich klar: Hobbyisten. 
    Die Designer meiner Sohlen haben sich nicht allzuviel Mühe gemacht, die Stollenhöhe ist höchstens drei Millimeter. Die Vibramsohlen an den Topos sehen irgendwie viel sicherer aus. Natürlich habe ich keine Microspikes dabei, ich wollte ja eigentlich im Tal unten bleiben aber jetzt bin ich auf 2500 Metern. Der Weg führt auf einer Länge von ca. 100 Metern an der Wand entlang. Die Basler sprechen von Lawinenkegeln.

    Der Weg ist der feine Strich zum Sattel links in der Mitte.
    Es muss jedoch Spuren geben. Nichts wie hin. Es hat zwar Spuren, es ist aber eine Mutprobe. Wenn man ausrutscht, geht es 50 Meter in die Tiefe. Natürlich habe ich auch keinen Schneepickel dabei das Gelände ist ohnehin so steil, dass dies nicht viel bringen würde. Gefragt wären Steigeisen und anderes Eiskletter-Zubehör. Ich komme wesentlich schneller voran als die Frau, aber ihre Art, fast stilvoll, durch ehrlich gesagt, ziemlich gefährliches Gelände zu schreiten, gibt mir eine Art von Sicherheit. Die gefährlichen Stellen sind nach 10 Minuten überwunden. Danach geht es einen sumpfigen Weg wieder hinunter, zur Passstrasse. Irgendwann treffe ich die Frau wieder, mein GPS spinnt. Sie sagt mir welchen Weg ich gehen muss. Bald bin ich wieder beim Bahnhof. 
    Quilt testen ist nicht gerade mein Hobby und es ist ein gewisses Risiko dabei. 
    Ich stehe nach wie vor zu meiner Theorie, wonach tatsächliche erwartete Temperatur minus mindestens 10 Grad C = Rating des idealen Schlafbehältnisses für einen Thru-hike. Dementsprechend werde ich bald einen 0 F Sack bestellen, der wäre für die jetzigen Temperaturen im Engadin genau richtig. Wenn es noch kälter wird, kann ich auf meinen - 15 F Sack zurückgreifen. Der kommt durchaus auch an seine Grenzen, es gibt im Jura ein Ort, wo schon minus 41 Grad C gemessen wurden. Da hilft dann wohl eine Kombination von Quilt und VRB Schlafsack (aber da will ich ohnehin nicht mehr wandern, zu viel Schnee).  
    Drehen in der Nacht geht mit dieser Art von Kapuze tatsächlich sehr gut. Das Gefummel, um die Riemchen anzulegen, hält sich in engen Grenzen und ist ohne vorgängiges Yoga-Training möglich. Wie erhofft kann man die Gesichtsöffnung beliebig schliessen. Bislang habe ich mich bei diesen Tests jedenfalls nicht erkältet.          
     
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    Tipple reagierte auf Capere in KHT40 + Monolite - 170g - Atmungsaktive Isolations Jacke - ModularWarmth -   
    Angestachelt durch @bluesphemy glühte die Nähmaschine letzte Woche wieder und heraus kam ein spannendes Textil - basierend auf dem Schnitt meiner 7D Windjacke:
    Monofil "Monolite" Nylon 20D - 34g/qm Freudenberg KHT 40, 40g/qm 70 cm 3c Zipper 1m extra feines 24 mm Einfaßband Gesamtgewicht: 170g

    Die ersten Tests an der Ostsee waren vielversprechend! Gute Isolation bei Windstille / in Ruhe vs. sehr luftdurchlässig und kühler bei Aktivität. Durch Kombi mit der 7D Windjacke äußerst modular, denn damit unterbindet man die Winddurchlässigkeit und erhöht sofort die Isolation.
    PS: Auch optisch m.M.n. sehr interessant - erinnert fast an einen wolkigen Himmel.

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    Tipple reagierte auf Matzo in Winter Wanderschuhe welche am Feuer nicht „schmelzen“   
    Selbst auf die Gefahr hin, eine unpopuläre Ansicht zu vertreten und leicht OT, ich find Lagerfeuer auf einer Wandertour doof.
    Neben Glutpartikeln, die sich durch meine Folienbehausung oder mein HighTechPuffy brennen, Waldbrandgefahr, diversen Verboten, der meilenweiten Sichtbarkeit meiner Anwesenheit, der nicht zu verachtenden Nachsorge der Feuerstelle (LNT) usw., stört mich am meisten, daß ich und eventuell sogar meine Schlafklamotten anschließend wie Räucherschinken stinken und ich so in meine Stoffkoje klettern müsste.
    Deshalb (für mich): Kein Feuer -> leichtes Plaste-Schuhwerk -> Happy Hiker.
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    Tipple reagierte auf Soulboy in NordSüdTrail   
    @2Tall
    Vielen Dank, mir geht es gut und ich habe nach dem NST wieder gut in die Arbeitswelt gefunden. Die Arbeiten an dem NST Guide und der Interaktive Karte mit allen Schutzhütten und Wasserquellen sind im vollem Gange und Ja, es ist mega viel Arbeit. Eine richtig Professionelle Homepage wird gerade parallel von einem User hier aus dem Forum erstellt. Der erste Teil der Dokumentation werde ich nach 3 Wochen Arbeit wohl auch fertigstellen können. Einfach so schnell ein paar Filmchen zusammen basteln damit ich sie schnell raushauen kann? Nicht mein Ding. Es sind ja nicht nur die Effekte und das Color Grading …der richtige Schnitt und gute Musik zu finden die zu dem ganzem passt ist auch nicht so leicht. Wer aber schon vorher etwas von dieser Reise sehen möchte kann sich mein Wandertagebuch auf www.findpenguins.com/soultrails ansehen oder die Filme von Trailroads oder auch bei Markus vom YouTube Kanal Fernwanderer.
    Was spricht gegen den E1 oder E6? Keine Ahnung, ich verstehe die Frage nicht. Sind beide bestimmt tolle Wege und jeder kann doch dass laufen was er möchte. Hike you own Hike. Warum ich den NST ins Leben gerufen habe, erklärte ich ja schon in meinem Video.
    Welchen Weg du auch gehen wirst, ich wünsche dir viel Spaß und gutes Wetter.
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    Tipple reagierte auf danobaja in danobaja´s kurztouren und overnighter   
    da muss ich dich leider enttäuschen was den thüringer fichtenbestand angeht. alles was noch steht ist schon im koma, der rest bereits darüber hinaus. und egal wie wirs versuchen, den borkenkäfer bekommen wir da nicht mehr raus bevor der baum tot ist.
    aber generell hast du natürlich recht. auch wenns manchmal schwer fällt. zb, wenn man grad seine schaufel sauber macht und gleichzeitig der bauer 20000l klärschlamm, aus bayern oder westfalen importiert, auf den acker nebendran kippt.
    so gestern war ich noch, bekannte stelle, andres zelt. ich hab dem wetter nicht getraut und nicht im freien geschlafen. hätt ich mal machen sollen. knochentrocken alles in der früh wegen dem nachts einsetzenden wind. aber war auch nicht verkehrt. mir wars die ganze nacht frisch im -10 schlafsack und zelt.
    hinterm baum wars erstaunlich windstill. als die sonne ganz weg war kam der tau und ich musste ins zelt. bekam hunger und musste nochmal raus. reife birne im zelt geht nicht. da klebt alles hernach.
    wie üblich haben ein paar seiten krishnamurti gereicht um mich ins jenseits zu befördern, aber so richtig angekommen bin ich nicht. ständiges dämmern und drehen, kalte haut unter den klamotten. vince, der schlafsack bringts heute nicht. ich fülle ihn auf, ziehe daunenjacke und hose an und die kapuze zieh ich zu bis zu einem schlitz. danach schlafe ich noch tief und fest für ein paar stunden.
    in der früh ist es windig, kalt, feucht, unangenehm. ich packe zusammen, vergesse dass die brille im zelt hängt und bin nassgeschwitzt als ich daheim ankomme. viel zu viel an zum radeln. erstmal n kaffee, trocken werden und dann kann der tag kommen.
     
     



    in der früh

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    Tipple reagierte auf danobaja in danobaja´s kurztouren und overnighter   
    anlass: 2!
    erstmal mein gemotze weil hier manchmal mehr flomarkt als outdoor ist.
    der zweite: ich muss manchmal einfach raaaauuuss!
     
    so hab ich am freitag abend um halb 10 noch schnell den jolly jumper gesattelt. auf grund meiner wohnlage gehts fast überall bergab und so bin ich mit defektem, stroboskopartigem licht noch schnell 2,5km den wald hinunter und hinein. auf dem grasbewachsenen letzten stück waldweg werden meine schuhe komplett nass, aber macht nix. hinschmeissen tu´ich mich nur unter ein paar fichten. kranken. die schauen am kopf aus wie ich, aber bei mir ists das alter ( hihi, seit ich 26 bin geht das schon, vielleicht haben die fichten ja auch noch paar jahre drin...).
    der rucksack burrito mit den 40l ohne schaummatte steht grob gepackt eh im eck, ich schmeiss noch die neoair dazu, den quilt und daunenjacke, den bivvisack, das fotozeug und die tasse mit dem kocher. mit dem halbaufgeblasenen kopfkissen steife ich ihn aus. stuhl und stativ aufs rad geschnallt und mit ungefähr 6 kilo ist beides deutlich schwerer wie der rucksack.
    mit den hirschen auf der wiese wars wohl nix. die saubären sind einfach zu scheu und wissen immer ganz genau wo ich liege wenn ich unterwegs bin, zeigen mir regelmässig den stinkefinger. wenn ich wirklich was sehen will ist es besser erst in der früh dorthin zu gehen. aber macht nix. ich wollt nur raus, projekt geglückt.
    in der früh wart ich noch auf die sonne, trink nen kaffee und pedale mit einem selbstmordversuch den berg hoch. ich schaffe es gerade noch vom rad zu kommen bevors mich umhaut. zu steil, zu schnell, zu schwach. zu pump, zu schnauf, zu fertig. schwindelig und aus dem letzten loch pfeifend (haldir: Der Zwerg atmet so laut, wir hätten ihn im Dunkeln erschießen können!...) bin ich nichtmal in der lage ein alibifoto zu schiessen, bin froh dass mich der pfeil in der brust nicht umbringt und komme nach ner ganzen weile wieder zu atem. schieben, zu steil zum anfahren, zu alles zum anfahren. bin soo froh, dass nach 200m ein aussichtspunkt kommt und ich endlich ein alibifoto machen kann. und bissl hinsetzen dazu.
    interessant, wie das waldsterben von heute einfach borkenkäfer genannt wird. erschreckend, in 2 jahren steht hier kein baum mehr. aus dem thüringer schiefergebirge wird das thüringer-ex-wald hochplateau.
     
     







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    Tipple reagierte auf danobaja in danobaja´s kurztouren und overnighter   
    hey, bin grad zurück.
    ihr dürft übrigens gerne mitmachen, das soll kein alleinunterhalterfaden werden. also wer fragen hat, oder was zu sagen. her damit!
    gestern abend schnell noch raus zu fuss. 800m ab haustüre. vor 3 jahren war im westen, also da wo der mond untergeht, noch dicht befichtet. jetzt ist der hang zu 2/3 kahl, oben stehen noch ein paar kiefern. die restfichten gehen auch noch alle heuer. wenn der harvester mehr arbeiten könnte wärs schon ganz kahl.
    schöne nacht. in der früh am fussende bissl kondens auf der reingestopften iso-hose. bis zum knie feucht, der rest prima trocken. ich glaub fast ohne bivvy wärs besser gewesen. aber da ist immer das problem mit der neo-air all season, dass die ganz schön kondens sammelt wo kein quilt liegt. den holt man sich natürlich auch ab.
    abends, 800m völlig schmerzfrei. geil! war schon lange nicht mehr. radfahren ging nicht, da sind grad einzelteile zur reparatur weg.
     

    lagerplatz

    in der früh

    2 minuten einpacken und ne gemütliche viertelstunde heim.
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    Tipple reagierte auf danobaja in danobaja´s kurztouren und overnighter   
    besser wie nix! aber in .at ist es eigentlich ziemlich einfach. da muss man in der regel nicht weit gehen bis man einen stadel ausserhalb findet.
    so, gestern nacht.
    weil die hirsche vorgestern schon geröhrt haben und ich im tal im westen den auch hören konnte gings noch in der dämmerung los. 2,5 km, ging auch ziemlich gut zu laufen. immer nach osten. und als ich ankomme ist es dunkel und totenstill. kein auto, kein tier, kein flugzeug, kein wind. auch der bissige superhirsch vor dem mich der jäger am weg hierher gewarnt hat lässt sich nicht blicken. auf der westseite geröhre, hier stille? gibts doch gar nicht oder? hab noch ne stunde den autos in den tälern zugeschaut, und dem komiker, der auf der anderen seite des tales mitm auto über die wiesen gefahren ist und alle 5 minuten mitm suchscheinwerfer alles abgeleuchtet hat.
    geschlafen wie ein stein bis in der früh, 2 minuten einpacken, halbe stunde heim. und erstmal n cowboykaffee.

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    Tipple reagierte auf danobaja in danobaja´s kurztouren und overnighter   
    von samstag auf sonntag. abends noch schnell los. zu einem andern platz weniger als 2 km von der haustüre.
    eine weide galt es zu überqueren, voll mit ca. 50 schumpen (die jungfauen), die erstmal wie eine büffelherde davongaloppiert sind und mich dann mit 2m abstand begleitet haben.
    henriette schlägt sich prima bei böen bis 50 km, drumtight. kein geräusch. im tau, der so dick wird wie nebel ist alles nass. aussenzelt innen wie aussen, innenzelt aussen und innen noch leicht feucht.
    als ich zuhause ankomme liegt der quilt in ner pfütze. das wasser das aus dem zelt lief fand einen weg vom netz aussen in den rucksack. prototypbedingter konstruktionsfehler. die einzelteile des nachfolgers liegen schon rum. nur nähen die sich einfach nicht selber zusammen!
    dummerweise auch diesen sonntag nicht...



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