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Baden1909

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  1. Gefällt mir!
    Baden1909 reagierte auf dr-nic in Weserberglandweg - erst schon dann aber doch   
    TEIL I
    Wie bei so einigen hat auch mir Corona das Reiseleben nicht einfacher gemacht. Deshalb wählte ich für die Osterferien kurzfristig den Weserberglandweg. Alle Ein- und Ausstiegpunkte kann ich innerhalb von 1 1/2 Stunden mit den Öffis erreichen. Klar war, dass ich den Weg nicht in einem Stück gehen konnte, weil noch Termine anstanden. Auch ein guter Zeitpunkt neues Gear zu testen, welches ich bei nicht gefallen Austauschen kann. Nicht klar war, dass mich meine Impfung einen Tag vor geplanter Abreise ziemlich aus den Socken hauen würde. Ist halt so. Also gingen von den geplanten ersten 4-5 Tagen zwei flöten.
    Tag 1
    Porta Westfalica - Rinteln ca. 14km
    Am Sonntag Mittag machte ich mich dann endlich auf den Weg nach Porta Westfalica. Der Trail beginnt ca 300 Meter entfernt vom Bahnhof mit einer unscheinbaren Tafel auf dem Wanderparkplatz. Nach 50 Metern geht es dann erstmal steil bergauf. Eine gute Einstimmung auf das was noch kommt. Unterhalb eines Funkturms treffe ich auf ein älteres Paar. Sie gucken mich verwirrt an. Dabei bin ich doch noch gar nicht zerlumpt und stinke noch nicht. Egal. Der Weg geht einige Kilometer am Hang entlang. Recht unspektakulär. Das ist aber auch egal. Ich merke wie sehr ich es brauche durch die Natur zu ziehen. Deshalb interessiert es mich auch nicht, dass es sehr bedeckt und stürmisch ist. Ab und zu fängt es an zu tröpfeln.
    Nach einiger Zeit erreiche ich einen Steinbruch und es gibt zum ersten Mal so etwas wie Single Trail. Man merkt schon wie urban der Weg doch ist. Links und rechts des Kammes Dörfer, Städte, Straßen. Ich kann es trotzdem genießen, denn dort in der Gegend bin ich aufgewachsen und es ist schön gewisse Orte aus der Ferne zu sehen. Dann geht es steil bergab nach Kleinbremen und dann geht es wieder steil rauf auf den Kamm. An einer Hütte werfe ich ein paar Snacks ein und zieh die Windjacke an. Es pustet ganz schön, wenn auch nicht kalt. Die folgenden Km sind etwas nervig, weil man ständig die Autobahn hört, die ich dann auch überschreite. Bis zu meinem Ziel, die Frankenberg, verläuft der Weg auf Forststrassen. Angekommen mache ich mir erstmal einen Tee mit Schuss in der Hütte. Hier kann man zur Not auch schlafen, aber ich entscheide mich dafür mein Zelt in den Ruinen aufzubauen. Die Mauern geben etwas windschutz. Ich freu mich auf die Nacht. Bevor ich schlafen gehe beobachte ich noch das leuchtende Rinteln unter mir. Leider ist es zu bewölkt um den Vollmond zu sehen.
    Tag 2
    Rinteln - Süntelturm ca. 35km
    Doch von diesem werde ich in der Früh geweckt. Der Himmel ist klar und er scheint direkt in mein Zelt. Dank der offenen Türen null Kondens, obwohl es nachts noch leicht geregnet hat und es eh alles noch recht feucht ist. Ich setz Kaffeewasser auf und packe derweil meinen Kram zusammen. Schnell noch nen Snack und ab geht's. Zum warmwerden geht's auf die Luhdener Klippen. Oben angekommen bin ich wach und gucke in das Tal der Weser hinab. Weiter geht's auf schmalem Pfad, allerdings durch Rodungsgebiet. Nicht sehr schön. In Steinbergen fülle ich mein Wasser nach und dann geht es am Waldrand und durch Wiesen entlang Richtung Deckbergen. Nachdem man die Straße kreuzt wird es richtig richtig schön. Klasse Trail oben auf dem Kamm entlang. Allerdings muss man erstmal da hoch und wie so oft geht der Weg straight den Hügel hoch.
    Die Bäume haben noch kein Laub und somit kann man die ganze Zeit ins Tal sehen. Ich lasse mich treiben und passiere die eh geschlossene Paschenburg. Immer weiter auf dem Kamm entlang. Drei Freizeitsurvivalrambos kommen mir mit grossen Rucksäcken entgegen. Einer hat ein Nazishirt an und ich möchte ihn am liebsten mit dem Trekking Stock pfählen. Stattdessen halte ich aus mehreren Gründen den Mindestabstand und schmeiße ihnen ein abfälliges "Grüß Gott" entgegen. Ihre grimmigen Gesichter sehen plötzlich verblüfft aus. Nix wie weg. Bei Rohdental geht es steil bergab ins Tal. Die Sonne brennt. Ich krieg richtig Bock. An der Ibornquelle mache ich eine Pause in der strahlenden Sonne. Das Wasser kommt 100 Meter weiter aus dem Berg und ich hab durst (natürlich gefiltert). Plötzlich tauchen von überall her lauter Menschen auf. Das ist komisch, weil ich bis dahin drei Seelen begegnet bin. Ich werde beäugt und gaffe zurück. Auf geht's ins Höllenbachtal. Links und rechts geht es steil rauf und die Kanten sind von den typischen Felsen gesäumt. Nebenher rauscht der Bach. Man merkt, dass es die Tage zuvor viel geregnet hat. Der Weg hört irgendwann einfach auf und es geht auf einem schmalen Trampelpfad den Hang hoch und plötzlich steht man in einem Dorf. Ein Wegweiser zeigt nun mein heutiges Ziel an: Süntelturm 11km. Den kommenden Abschnitt kenne ich schon und lasse mich treiben. Es ist recht viel los. Am Blutbach geht ich den Strom etwas hinauf Richtung Quelle um mir Wasser zu filtern. Dann geht's mit 3 Litern die steilen Stufen zum Hohenstein hoch. Ich komme gut ins Schwitzen. Muss aber doch einige Gruppen von keuchenden Menschen hinter mir lassen. Ich höre hinter mir: "Jaja. Der hat ja auch einen Stock... Blablabla." Oben angekommen tummeln sich viele Menschen, junge Influencerinnen machen Handstand auf der Klippe. Daneben zwei Kreuze mit Blumen. Ich Trolle mich und ziehe von dannen. Keine 500 Meter weiter habe ich wieder meine Ruhe bis mir eine Familie entgegenkommt die mich panisch fragt ob das der Weg zum Hohenstein ist. Ich bin so nett und zeige ihnen den Weg, geradeaus. Vorbei an Fortschlägen erreiche ich die tolle Süntelkammhütte an der ich vor zwei Wochen schonmal geschlafen habe. Bis zum Süntelturm sind es noch 4 Kilometer. Easy. Ich mach ganz ruhig, da es erst halb vier ist. Irgendwann geht der Weg in einen steinigen steilen Pfad über. Nadelholz ziert die Gegend und es fühlt sich plötzlich ganz anders an, da es bis jetzt nur durch Buchenwälder ging. Irgendwann steh ich auf dem Zufahrtsweg zum Süntelturm biege aber nach 200 Metern wieder rechts auf einen schmalen Pfad ab und lande an dem besten Wild Camp Spot, den ich bis jetzt hatte. Eine kleine Ebene Fläche, eine Bank und eine Aussicht bis nach Porta Westfalica. Ein tolles Gefühl alle Hügel zu sehen über die man gekommen ist. Mit der Untergehenden Sonne hat der Platz leichtes Schwarzwaldfeeling. Plötzlich knackt es im Gebüsch und ein junger Moutainbikefahrer bahnt sich seinen Weg zu mir. Wir unterhalten uns eine gute halbe Stunde ziemlich nett. Er erzählt mir, dass er hier auch schon öfters mit seinem Vater bivakiert hat. Irgendwann zieht er von dannen und ich genieße das restliche Licht und dann die Sterne. Irgendwann drehe ich mich mal um und erschrecke heftig. Ein helles Licht leuchtet mir direkt ins Gesicht. Ich gucke genauer. Es bewegt sich nicht. Vielleicht selbst vor Angst erstarrt. Ich kratz mich am Kopf und ja klar. Das ist der Vollmond der direkt über den Kamm guckt. Ich gönn mir einen. Leicht vom Rum beschwipst krabbel ich in den Quilt. Der Wind hat nachgelassen, aber ab und zu knallen heftige Böen durch die Wipfel. Ansonsten ist es ganz still. Ich schlafe entspannt ein.
    Tag 3
    Süntelturm - Hameln ca 14 km
    Erneut weckt mich der Mond der gleißend hell durch die Bäume scheint. Ich bleib trotzdem noch etwas liegen und höre dem Vogelkonzert zu. Während die Sonne langsam hinter mir aufgeht mache ich Wasser heiss und schaue ins Tal. Ich mache ganz langsam. Heute sind nicht viele km geplant, da ich im Laufe des Tages eh erstmal wieder nach Hause muss. Leider. Der Gedanke daran schmerzt sehr. Draussen fühl ich mich einfach unglaublich wohl und kann komplett abschalten und ich will einfach nur weitergehen, genießen und langsam völlig verwahrlosen. Doch bevor es losgeht erstmal einen Ort zum Loch buddeln suchen. Mit weniger Gewicht geht's sich leichter. Am Süntelturm entsorge ich noch meinen Müll in einem Container. Weiter gehts. Die Sonne knallt durch die kahlen Bäume und auf einem zerfurchten Schlammweg geht's den Berg runter. Es ist noch sehr früh aber es kommen mir schon zwei weitere Outdoor Enthusiasten strammen Schrittes entgegen. Der eine schnitzt im gehen schonmal eine Wildschweinlanze. Ich freue mich darüber, dass sie mindestens genauso ulkig aussehen wie ich selber. Man grüßt sich. Am Fuße des Berges muss ich durch ein kleines Örtchen und das allererste Mal ein paar hundert Meter auf Asphalt gehen. Am Ortsausgangsschild geht des hinauf auf den Schweineberg. Der Name verspricht ja einiges. Statt Schweinen gibt es riesige Flächen mit blühenden Märzenbecher. Wunderschön. Kaum oben angekommen geht es auf einem Pfad gleich wieder runter. Über einen Bach und dann knallhart schnurstracks geradeaus wieder steil nach oben. Klasse. Schön Höhenmeter fressen. Etwas verschwitzt erreiche ich den "Gipfel". Der Weg geht links ab und nach ein paar hundert Metern erreiche ich den Waldrand und eine tolle Aussicht bietet sich mir. Vor mir liegt eine riesige grüne Wiese und ich lasse mich auf einer Bank nieder. Mir wird wieder klar, dass ich in wenigen Kilometern am Hamelner Bahnhof in einen Zug steigen werde... Also hänge ich einfach zwei Stunden gemütlich in der Sonne rum und betreibe Daydrinking. Ein älteres Paar kommt vorbei und wir unterhalten uns über dies und das. Sie sind sehr interessiert und total süß. Nach einer Weile ziehen sie weiter. Es ist mittlerweile T-shirt Wetter. Ich mache mich schweren Herzens auf den Weg. Dieser führt über Wiesen und Felder nach Rohrsen. Hier verlasse ich etwas geknickt den Weserberglandweg und mache mich daran die 2,5 km an der Bundesstraße entlang nach Hameln zu gehen. Der Autolärm ist einfach nur höllisch und schmeißt mich fies zurück in die Realität. Der Bahnhof in Hameln ist wie ausgestorben. Die S-Bahn steht schon da und ist völlig leer. Das bleibt sie auch fast bis nach Hannover. Für die nächsten Tage wurde in der Region Hannover eine Ausgangssperre verhängt. Ich hoffe nur darauf, dass die Region Hameln Pyrmont nicht mitzieht damit ich in ein paar Tagen meine Reise fortsetzen kann.
    Was hab ich bis hierhin gelernt? Bisheriges Fazit:
    Ich muss noch mehr draussen unterwegs sein.
    Die Thermarest Uberlite ist weniger Chipstüte als die Neoair.
    Die leichte Windjacke und Hose machen gerade im Frühling schon Sinn.
    Ich fühle mich mittlerweile nachts und besonders was wild camping angeht sehr sicher und pudelwohl.
    Instant Kaffee ist mir doch lieber, wenn ich alleine unterwegs bin und ganz früh los möchte. Ausserdem nervt das säubern des Kaffeefilters.
    Der Weg gefällt mir. Auch wenn der Single Trail Anteil gerne in den Folgetagen noch etwas größer sein könnte.
    Sehr wenig Asphalt.
    Schönster Wanderwege 2020? Hmmm. 2020 is ja auch vorbei... Bin gespannt. 
    Hier noch meine Packliste: https://lighterpack.com/r/1ynwj2












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    Baden1909 reagierte auf chrisontour84 in Arctic Circle Trail (Mai 2014)   
    Hey zusammen,
    ich hatte ein paar Anfragen für einen Reisebericht zum Arctic Circle Trail und zufällig habe ich gerade einen externen Artikel geschrieben. Wenn ihr gern alle Details lesen möchtet für jeden Streckenabschnitt, dann schaut doch gern da einmal rein da ich den Text hier leider nicht einfach copy/pasten kann. Der Arctic Circle Trail in Grönland
    Kurzfassung: Super hike, landschaftlich nicht das beste der Welt, dafür aber ein echtes Abenteuer wenn man ihn im schnee macht ohne schneeschuhe wie wir  Ist aber nur zu empfehlen wenn ihr körperlich und mental fit seid, ansonsten einfach Schneeschuhe mitnehmen und dann ist es auch nicht mehr so anstrengend! Wir hatten hüfthohen Schnee in den ersten Tagen und vieles schlechtes Wetter, alle backup Tage wurden direkt genutzt und bis zu 15h am Tag gewandert. Bei 24h licht am Tag in den nördlichen Graden kann man das mal machen  Ab der Hälfte der Strecke war der Schnee dann komplett weg und wir hatten mit den ersten Mosquitos der Saison zu kämpfen! Bzw nur ich, denn mein Mitstreiter Tim hat dazu komischerweise gar nichts abbekommen. 
    Hier noch mal ein paar Bilder für euch und wer noch Videos sehen will, kann sich ja gern einmal meinen Beitrag dazu auf YouTube anschauen:
     
    Bilder:



















     
    Gruß,
    Chris
     







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    Baden1909 reagierte auf micha90 in MYOG Duo-Quilt APEX   
    Hallo zusammen,
    nachdem das Projekt ja schon etliche Jahre ansteht, wurde es endlich realisiert. Naja eigentlich schon vor etwa einem Jahr, aber jetzt habe ich auch mal Fotos für euch machen können und kann Erfahrungswerte zusteuern
    Planungs-Thread: "Projekt: APEX Quilt für Zwei - ein paar Fragen"
    Der Quilt ist für meine Freundin und mich gedacht, sollte also prinzipiell zwar natürlich leicht sein, aber keine Abstriche am Komfort haben, heißt nicht zu knapp geschnitten sein. Daher ist das Teil ca 200cm lang zzgl. 25cm für den Kragenteil. Die obere Hälfte ist 190cm breit, die untere verjüngt sich auf 150cm - die Füllung ist allerdings nicht bis an die Seiten geführt, die äußeren 10cm sind ungefüllt, also nur Draftstopper.
    Die Fußbox ist 25cm hoch, 50cm breit und aus einem Stück mit dem Quilt ausgeschnitten, sodass keine Naht oben auf der Box liegt (gibt kalte Füße..)
    Das Material wurde wie geplant schwarzes Membrane 0.66 von RBTR, als Füllung hatte ich mich für das etwas dickere 167g/m² APEX entschieden. Von der Konstruktion her ist das ganze nicht viel anders als mein (hier schon bekannter) APEX-Quilt den ich seit 2017 nutze, lediglich die Fußbox ist wie gesagt abgeändert und natürlich das ganze doppelt.
     

    Der Plan war es, den Quilt mit Zipper teilbar zu machen, damit das Packmaß nicht all zu schlimm wird und man sich das Volumen teilen kann. Der Versuch den Zipper so zu positionieren, dass auch möglichst beide Teile gleich viel wiegen ist nicht ganz aufgegangen, aber nah genug dran.

    Die Fußbox ist nur ca 30 oder 35cm lang, dadurch kann man entspannt die Füße rausstrecken, wenn es einem zu warm wird.

    Der Zipper bereitete mir anfangs ein bisschen Kopfzerbrechen, da es keine teilbaren 3C Zipper über 150cm gibt und ich auf keinen Fall einen 5C oder etwas zusammengebasteltes haben wollte - die Lösung lag nahe, ich hab einfach nur den 150er Zipper verbaut und außen noch jeweils ein KamSnap dran gepackt, der den Zipper auch gleich noch entlastet. Da die Seiten normalerweise sowieso eingeschlagen sind, fällt das beim Gebrauch nicht auf - daher Bonus Punkte für gespartes Gewicht . Auf der Innenseite ist der RV ca 5cm "nach oben" versetzt um hier keine Kältebrücke zu haben
     

    Die beiden Krägen sind einfache Kordelkanäle und ein normaler 10mm Gurtclip zum um den Hals schließen. Meine Freundin bevorzugt es aber sich einfach komplett unter dem Quilt zu verkriechen, wenns kalt wird

    Hier noch meine Skizze, nach der ich das Teil in etwa gebaut hatte. Das Teil oben in der Mitte bedeckt die Schulter, wenn man nebeneinander liegt und ist mit den angegebenen 40+ cm sehr gut dimensioniert.

    Der Quilt hat jetzt schon ein paar kleinere Touren hinter sich und ich muss sagen: er hat sich absolut bewährt! Das Packmaß erstaunt mich ehrlich gesagt selbst ein wenig, ich bekomme den auch komplett in einen Rucksack, ohne dass es all zu riesig wird, aber wenn jeder nur die Hälfte nimmt ist das Packmaß absolut top! Die Beiden Packsäcke hatte ich nur gerade herumliegen, beide Teile passen auch gut in den etwas kleineren Packsack.
    Ich weiß nicht wie lange der Zipper überleben wird, aber bisher macht er sich gut und verfängt sich auch kaum im Oberstoff.
    Nach denn paar Touren würde ich sagen, dass der Quilt für Frostbeulen bis ca 5°C klar geht, wenn man einen ordentlichen Stoffwechsel hat und nachts selbst heizt ist 0°C kein Problem, evtl sogar leichter Frost (mit entsprechenden Isomatten). Damit ist das erhoffte Ziel auf jeden Fall erreicht!
    Das Wichtigste zuletzt: Der Quilt wiegt 831g - 466 für die obere und 365 für die untere Hälfte.
     
    liebe Grüße
    Micha
    @ys76 @crelm@AlphaRay@ekorn@heilaender
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    Baden1909 reagierte auf doman in Trockenanzug selber genäht - 367 Gramm!   
    Im letzten Frühjahr musste ich einen ärgerlichen Verlust hinnehmen. Mein geliebter erster selbstgeschneiderter Trockenanzug ging mir auf ziemlich dusselige Weise verloren: Nach einem der ersten Ausflüge mit meinem neuen Trak 2.0 Kajak

    war ich dermaßen damit beschäftigt, das Boot in seine Bestandteile zu zerlegen und in der Transporttasche zu verstauen, dass ich meinen Trocki darüber völlig vergaß und einfach am Baum hängen ließ, an den ich ihn zum Trocknen gehängt hatte. Die Einsatzstelle am Griebnitzsee wird von Paddlern viel genutzt, aber auf meinen ein paar Tage später dort angebrachten Suchezettel hat sich niemand gemeldet. Nach weiteren zwei Wochen war auch der Zettel nicht mehr auffindbar. Ich hoffe sehr, der neue Besitzer hat ungefähr meine Statur und hält den Trocki in Ehren...
    Nachdem ich mich mit dem Verlust abgefunden hatte, begann das Pläne schmieden für eine neues, verbessertes Modell. Am Schnitt selber, auf den ich gleich zu sprechen komme, musste ich nichts verändern, denn der war perfekt für mich angepasst: Rumpf und Schulterbreite in der Größe M, Extremitäten dafür aber in XL. Diese Maße sind übrigens auch der Grund dafür, dass ich mir mittlerweile fast meine gesamte Outdoorkleidung selber nähe.
    Als Referenzmodell habe ich mir einen Trockenanzug ausgesucht, der über einen Reißverschluss vom Hosenstall bis zum Halsabschluss verfügt. Warum? Ich wollte einen Anzug, der sich leicht anlegen und für alle Eventualitäten unkompliziert öffnen lässt. Der letzte Punkt war zwar von meinem alten Modell abgedeckt, das über einen Reißverschluss von Fußknöchel zu Fußknöchel verfügte. Aber die Über-Kopf-Prozedur beim An- und Ausziehen war doch immer extrem lästig. Der Anfibio Zip Suit verfügt darüber hinaus über einen nur 6 mm breiten und damit viel leichteren und flexibleren Reißverschluss, als es der übliche 10 mm-Tizip-Reißverschluss ist, den auch ich beim alten Modell verbaut hatte. Das erste Problem war die Beschaffung dieses Reißverschlusses, den es als Sonderbestellung nur bei Shelbyoutdoor gibt. Das dauerte vom 9. September bis zum 28. Dezember - no comment. Nach meiner Sonderbestellung hat Shelby diesen Reißverschluss ins reguläre Programm aufgenommen, sodass man ihn jetzt nur noch anzuklicken braucht.
    Inzwischen hatte ich mir ein drei-Lagen-Laminat bestellt, das sich von den Werten her fantastisch anhört: Wassersäule 20.000mm, Atmungsaktivität 39.000 g/m/24h. Das Material des Anfibio-Modells hat eine Wassersäule von 15.000mmm und eine  Atmungsaktivität von 25.000 g/m²/24h.
    Die Schnitterstellung konnte ich auf kleine Anpassungen an den Bündchen reduzieren, denn ich hatte mir von meinem ersten Trocki die Schnitte aufgehoben. Das ist ein Verfahren, das ich wärmstens empfehlen kann: Hebt euch von allen Sachen, die ihr näht, die Schnittmuster auf! Als ich den ersten Trocki genäht habe, habe ich zwar nicht im Traum damit gerechnet, dass ich die jemals wieder brauchen würde, aber umso dankbarer bin ich jetzt dafür gewesen. 

    Das Oberteil besteht aus einem modifizierten Schnitt einer Abisko-Jacke von Shelby, den ich mir schon mal zu einer Etaproof-Jacke verarbeitet habe. Für Vorder- und Rückenteil sieht der Schnitt allerdings sechs Einzelteile vor. Wenn man die aus einem Stück zuschneidet, verbraucht man leider sehr viel Stoff - hat aber den Vorteil, dass der Anzug nur über wenige Nähte verfügt, durch die Wasser eindringen kann.

    Für das Unterteil habe ich meinen normalen Hosenschnitt verwendet, den ich gleichfalls aus je einem Teil zugeschnitten habe und um einen Keil verbreitern musste, damit Jackenbund und und Hosenbund den gleichen Umfang haben.
    Ein sehr spezielles Teil sind die Füßlinge, die ich aus Komfortgründen unbedingt wieder aus dem gleichen Stoff wie der Anzug haben wollte. 

    Sie bestehen jeweils aus einem einzigen Stück Stoff, das auch nur mit einer einzigen Naht geschlossen wird. Man beginnt bei der blauen Klammer am großen Zeh, näht dann zur äußeren Ferse (pinke Klammer), setzt hier die Nadel auf den anderen Oberstoff um, näht, ohne die Naht zu unterbrechen bis zur inneren Ferse (rote Klammer) und dann nach nochmaligem Umsetzen hoch zur Wade (rote Klammer). Aus diesen Füßlingen ließen sich übrigens auch sehr einfach Daunen-Booties herstellen.

    So sehen die Füßlinge fertig aus. Für die Konstruktion der 1,5 mm-Neopren-Manschetten, musste ich eine Kegelstumpfberechnungn anstellen, 

    für die ich mehrere Anläufe brauchte, bis die Schnittmuster vorlagen. An der Stelle bedanke ich mich bei @Omorotschka, der mich mit Fotos seines Trockis versorgt und mir damit bei der Konstruktion geholfen hat!

    So sieht dann die Handmanschette aus (allerdings in einer ersten Version, die ich nicht verwendet habe, weil sie zu locker saß).

    Vom Zusammennähen selbst habe ich nur wenige Bilder, weil ich an der Nähmaschine in einen Flow geraten bin, den ich nicht unterbrechen wollte.

    Hier ist eine der kniffligsten Nähte, nämlich die zwischen Handmanschette und Oberstoff. Mein Tipp: Glattneopren nach unten, Stichplatte mit Spucke anfeuchten, damit das Material rutscht, Obertransport ausschalten, dann klappt es! 

    Um die Füßlinge anzunähen, braucht man einen langen Freiarm, weil das ganze Bein drübergestülpt werden muss.

    Und schon ist das Ganze fertig! Mit dem Zurückschneiden der Nahtzugaben spart man noch mal paar Gramm. 

    So sieht der eingesetzte Zipper im Detail aus.

    Zum Abdichten der Nähte habe ich diesmal auf Nahtband verzichtet, weil ich sehr schlechte Erinnerungen an das nervige Gebügel bei meinem ersten Trocki habe. Statt dessen habe ich den Reißverschluss und die Manschetten mit Aquasure abgedichtet. Dabei muss man natürlich höllisch aufpassen, denn ein falscher Tropfen macht den Zipper unbrauchbar...

    Die anderen Nähte habe ich mit einer PU-Lösung auf Wasserbasis behandelt, was zwar langwierig, aber nicht so nervig ist wie das Bügeln.

    Zum Schluss wird der Zipper gefettet, der in trockenem Zustand geliefert wird.

    Das Gewicht des Anzugs hat mich umgehauen!

    Und klein aufrollen lässt er sich auch. Ganz billig ist er allerdings nicht geworden: die Materialkosten betrugen ca. 170 € (davon allein 70 für den Zipper). Die Fertigung (ohne Schnitterstellung) dauerte knapp drei Tage.

    Ich bin schon sehr auf den ersten Praxistest gespannt und werde davon berichten!
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    Baden1909 reagierte auf BitPoet in Mein erstes DCF Tarp - Trailosophy I   
    Natürlich hat das ganze auch ein Gewicht. Mit Tasche und allen Leinen (inkl. der zwei Verlängerungen für das Abspannen der Stöcke) finde ich 203g ganz okay. In der nächsten Version werde ich das Gurtband ganz durch DCF ersetzen und überwiegend die klassischen LineLocs statt der Kombi aus D-Ringen und ClamCleats verwenden, das sollte auch noch ein paar Gramm sparen.

    Hier noch exemplarisch ein Abspannpunkt. Die Saumnaht habe ich mit 5mm Geradestich genäht. Da über die Ecken ja die Verstärkungen geklebt wurden habe ich Anfang und Ende nicht extra vernäht.

    Eine wichtige Lehre: mit dem Nähen auf geklebtem DCF sollte man immer warten, bis der Kleber ganz abgebunden hat. Sonst hat man klebrige Schmiere an der Nadel und einen gerissenen Faden
    Ab 16.8. geht es dann auf den Westweg, dann darf sich das Tarp in der Praxis bewähren. Eine kleine Reserve an Abspannern und Reparaturflicken habe ich allerdings schon vorbereitet.
    Mein Fazit mit überwiegend gar nicht so sehr überraschenden Erkenntnissen:
    Je dicker das DCF, desto einfacher ist es zu verarbeiten. Das "Kleinzeug" dauert am längsten. Man muss kein gelernter Schneider sein, um mit DCF zu arbeiten. Zweimal messen ist manchmal noch einmal zu wenig. Fixieren, fixieren, fixieren. Auch wenn es nervig ist. Das Zeug rutscht einfach viel zu leicht. Traut euch!  
  6. Gefällt mir!
    Baden1909 reagierte auf Andreas K. in Daunenquilt "Siebenschläfer"   
    Zwei Jahre lang lagen die Materialien für einen Quilt zuhause in der Materialkiste, zwei Jahre stand der fertige Schnitt... Doch nach den Erfahrungen lange zurückliegender Projekte, Daunenhose und Daunensocken, war ich noch immer in meiner Begeisterung für die Verarbeitung der hierfür typischen Materialien gebremst. Zu groß war der Respekt vor der doch sehr aufwändigen Arbeit.
    Nachdem @Puffin aber seinen äußerst gelungenen selbstgenähten Quilt auf dem zurückliegenden MYOG Treffen zeigte, hat mich doch der Ehrgeiz gepackt, und ich habe mein lange ruhendes Projekt in Angriff genommen und erfolgreich zum Abschluss gebracht.
    Herausgekommen ist der „Siebenschläfer“, ein Dreijahreszeiten-Quilt den ich im Folgenden vorstellen möchte.
     
    Die Details:
    Flach ausgebreitet hat der Quilt die Maße 210x138/112cm. Er ist somit nutzbar bis zu einer Körpergröße von ca. 195cm. Mittels eines 75cm langen, teilbaren Reißverschlusses und eines Kordelzuges lässt sich das untere Drittel der Decke zu einer Fußbox schließen. Ausgeformt hat die Fußbox eine Länge von etwa 60cm. Der Kragen wird rückseitig durch eine Flachschnalle geschlossen und kann mit einem elastischen Kordelzug gerafft werden, so dass dieser eng am Hals anliegt. Zur Befestigung des Quilts an der Matte sind drei umlaufende elastische Bänder vorgesehen, auf denen die männlichen Teile der Flachschnallen - die mit dem Dreisteg - aufgefädelt sind. Dadurch lassen sich die Schnallen beliebig auf den Bändern justieren, haben aber einen festen Sitz, so dass diese nicht versehentlich verrutschen können. Außerdem legen sich die Schnallen flach an die Matte an, wodurch der Spalt zwischen Quilt und Matte, durch den Luft ziehen könnte, minimiert wird. Als Füllung habe ich 250g Gänsedaunen mit 850cuin gewählt. Diese sind in insgesamt 15 quer verlaufende Kammern in H-Konstruktion mit einer Breite von 15cm und einer Steghöhe von 3,6cm verteilt. Für die Kammern wurde 10% Überfüllung eingeplant, wodurch diese sich leicht aufplustern, so dass sich ein Loft von 5cm (einfach) ergibt. Als Material für Außenhülle und Kammerstege wurde Membrane10 von RSBTR mit 22g/m² gewählt. Ausgelegt ist der Quilt für einen Temperaturbereich von drei Jahreszeiten. Nach meinem Verständnis entspricht das dem Zeitraum von etwa April bis Oktober, also insgesamt sieben Monate. Daher auch die Namensgebung „Siebenschläfer“. Das Gewicht des Quilts beträgt 465g. Das der drei zugehörigen Befestigungsbänder gesamt 21g.  
    Der Quilt in Bildern:

























  7. Gefällt mir!
    Baden1909 hat eine Reaktion von Firehawk erhalten in Du weisst, dass du ein wahrer ULer bist wenn...   
    ... du dir dein neues Taschenmesser gravieren lässt, um nochmal 0,01g Gewicht zu sparen.
  8. Gefällt mir!
    Baden1909 reagierte auf retox1 in [Sammelbericht] Hardangervidda   
    Moin,
     
    nachdem @einar46 sein Interesse an einer Unterhaltung über die Hardangervidda (HV) geäußert hatte, dachte ich mir, dass ich einfach mal hier einen Sammelbericht über meine Erfahrungen in der HV verfasse. Ich hoffe, dass das so Regelkonform ist. Es folgt eine Übersichtskarte mi den ungefähren Strecken, die ich in den letzten fünf Jahren gegangen bin. Ich kann mich nicht an alle Details erinnern, die erste, zweite und die letzte Tour werden die ausführlichsten sein. Ich schreibe das quasi alles aus der Erinnerung, habe nur sehr wenige Bilder, da ich kein Fotomensch bin.
     
     

    Die dargestellte Karte stammt von UT und ist von der Norwegischen Kartierungsbehörde erstellt worden. Diese hat und hält sämtliche Rechte an dem dargestellten Kartenmaterial.©Kartverket--
    0. Prolog
    Ich bin in einem klein Städchen im Norden von Deutschland in der Holsteinischen Schweiz aufgewachsen. Aufregende Natur gab es hier nicht. Während meiner letzte Schuljahre fing ich an, religiös Bear Grylls zu gucken (nicht verurteilen bitte). Vorher hatte ich mit Outdoor nichts viel am Hut (war 3 Jahre bei den Pfadfindern, aber das zähle ich mal nicht als Outdoor). Aber das, was ich da im Fernsehen sah, hat mich gepackt.
    Los ging die Planung, nach der Schule 6 Monate Backpacking mit Wandern durch Rumänien. Für die Studienfahrt habe ich die gesamte Klasse überzeugt, nach Baad zu fahren und da mit Outward Bound eine Abenteuerwoche zu machen. Zu hause dann weiter gelesen und geguckt, wo ich hin will. Lange Rede kurzer Sinn: Habe es nicht gemacht, bin lieber zu Hause geblieben, perspektivlos und Videospielsüchtig.
    Auf Druck meiner Eltern habe ich mir dann was gesucht, von dem ich dachte: Hey, vielleicht kommst du da ein bisschen raus und lernst Disziplin. Richtig gerraten, Bundeswehr. Luftwaffe, GA bei Nürnberg, danach Objektschutz (Luftwaffen infanterie). Ich war viel draußen aber nicht so, wie ich wollte.
    2016 bin ich dann ausgestiegen und habe mich tatsächlich von meinem Computer losreißen können und mir endlich einen Traum erfüllt: Outdoor, Wander, Trekking, so wie ich es wollte. Habe viel geguckt und geplant und nach langem hin und her, wo es denn hin gehen soll, bin ich auf die HV gestoßen. Sie Bilder die ich sah, haben irgendwas in mir ausgelöst.
     
    1. Erste Schritte - Baby Steps
    Ich war nicht besonders mutig oder erfahren. Habe mir also online eine Karte der HV angeguckt und mir eine kleine Runde im Norden der HV rausgesucht. 40 km, ich dachte dass wären dann so 3-4 Tage, ist ja hügelig. Bin dann mit einem sackschweren Gregory Baltoro (ca. 20 kilo für 4 Tage wandern... und einem Kumpel los.
    Wir sind in Ovre Eidfjord (OE) gestartet und haben uns erstmal einen Aufstieg von knapp 1000 hm am ersten Tag gegönnt. Ich möchte einmal anmerken, dass der höchste Berg meiner Heimat, auf dem ich vorher war, ca. 60 Meter über nN gelegen war. In Baad hatte ich zwar mal einen Berg bestiegen aber ohne Rucksack und ich konnte mich eh nicht dran erinnern. Vielleicht kennt ja einer die Straße im Valursdalen. Für alle anderen: 6km, 950hM, 18 Serpentinen. Und das mit unserer UH Ausrüstung. Mein Wanderkumpane hatte zwar ein bisschen mehr Erfahrung als ich (er war in NZ und ist da einiges gewandert) aber ich war durch meine Zeit beim Bund besser im Training. Was aber egal war, da wir beide komplett fertig waren. In gefühlt jeder Serpentine haben wir eine Pause gemacht, Rucksack ab, hinsetzen, leiden, Rucksack auf, mehr leiden, weiter gehen.
    Wir haben dann, als wir oben waren, eine ziemlich abgefahrene Landschaft vorgefunden. Hochmoore im Nebel, tosende Gebirgsbäche, Geröllfelder soweit das Auge reichte. Auf Trampelpfaden und Behelfsbrücken durchquerten wir das Buadalen. Wir machten sogar einen Abstecher (oder auch: wir bogen falsch ab) und hatten plötzlich einen genialen Ausblick auf den Valursfossen. 
    Wir überquerten die Veig und schlugen völlig erschöpft um ca. 16 Uhr und nach (für uns damals unglaublichen) 12 km und 1370 hm das Zelt im Schatten des Harahaugane auf. Im Zelt erzählten unterhielten wir uns über den Aufstieg. Bei jedem Auto, dass von hinten kam, dachte jeder von uns still und heimlich: "Hey, wollen wir da fragen, ob die uns mitnehmen können?" Aber keine wollte es sagen, zum einen, um nicht der schwächere zu sein, zum anderen, da es gefühlt ein Ritus war, diesen Aufsteig zu Fuß zu machen. Wir glaubten, wären die HV nicht wert, wenn sie nicht zu Fuß erklimmen könnten.
    Am nächsten Tag bestiegen wir den Nonhaug und genossen erneut den Ausblick über die karge Landschaft. Anschließend machten wir erste Off-Trail Erfahrungen, da wir den Weg nicht fanden. Durch Gestrüpp und Moor ging es durch Vedal und das Gummarsteinsfjellet hinauf. Von dort hatten wir einen atemberaubenden Blick über die Svello-Ebene und hinab auf OE. Kurz hinter Fivlingen schlugen wir das Zelt auf einer Bergkuppe auf. Die Stimmung war eigentlich gut, aber auch gedrückt, da wir in wenigen Stunden zurück am Auto sein würden. 
    In den folgenden Tagen unternahmen wir Verletzungsbedingt nur einige Daytrips, auf die ich hier nicht weiter eingehen werde.
     
    2. Die erste Herrausforderung: 100km
    Nachdem ich die erste Tour also überstanden hatte, ging es direkt mit der Planung für das Folgejahr los. Studiumsbedingt war ich diesmal an den Juli gebunden, hatte also knapp 365 Tage Zeit, mein Vorhaben zu planen. Während der ersten Tour hatte ich den Ferne den selbsternannten "Nippelberg" (Harteigen) entdeckt und irgendwie hatte der etwas magisches. Er sah so fremd aus in der Landschaft der HV. Erwürdig ragte er empor. Überall schienen doe Wolken tief zu hängen, nur nicht um ihn herrum. Egal, wann wir nach ihm sahen, immer stand er da, mächtig, ruhig und mystisch. Ich schweife ab.
     
    Also, Tour 2 ging dann los. Start war diesmal in Odda. Das Auto lies ich (erste Solotour) auf meinem Lieblingscampingplatz in OE (soll keine Werbung sein, aber Myklatun ist ein sehr netter, wenn auch spartanischer, Campingplatz). Mit dem Bus fuhr ich nach Odda. Ich hatte erst überlegt, die HV in Tyssedalen zu betreten, entschied mich aber wegen der Trolltunga (wegen der Menschen) dagegen. Der Aufstieg in Odda war mörderisch. Ich hatte zwar im vergangenen Jahr viel trainiert, aber eben nur im norddeutschen Flachland. Mein Rucksack war immer noch der Baltoro, wog immer noch gute 20 Kilo. Ultralight war mir ein Fremdwort.
    Das Stück bis Mosdalsbu war relativ Ereignislos. Ich war vom Aufsteig zu kaputt, um die Landschaft richtig zu genießen. Nach der Mittagspause am See (mit einem kalten Bad bis zu den Knien oder der Hüfte) ging es dann weiter. Das Wetter war unfassbar gut, die Sonne brannte. Ich trug damals noch einen Hut. Bushcrafting-mäßig. Hatte auch genug Sonnencreme für 3 Wochen Mallorca dabei. Eine große Flasche LSF 30 und eine nicht ganz so große LSF 50 für mein Gesicht. Wenn ich mich so daran erinnere... aiaiai.
    Die Landschaft vos Mosdalsbus bis Tyssevasbu (klingt nach einer Etappe, waren aber für mich damals zwei ganze Tage) war extrem abwechslungsreich. Gut, sind auch 25 oder 30 km, da kann man das eigentlich erwarten. Aber es war alles dabei. Geröllfelder mit Brocken so groß wie Autos (ich erinnere mich noch gut ans Hüpfen), morastige Wiesen, zwei lange Staudämme mit riesigen Stauseen und zu meiner linken immer das Ringdalsvatnet, wie ein Ruhepool. Ich hatte mir die Strecke so ausgesucht weil ich dachte, dass ich mich nicht verlaufen kann, wenn es immer am Wasser langgeht. Auf dem Abschnitt von der Trolltunga (ich sah sie mir kurz an...) bis zur Tyssevasbu hatte ich zum ersten mal das Gefühl, auf dem Mond zu sein. Spitze Steine, karge Landschaften. Weit und breit nichts Grünes mehr. Bäche wurden auf Schneebrücken gequert, einmal schmiss ich meinen Rucksack über den Fluss, wollte hinterher, Schneebrücke brach ein. Musste 30 min Flussabwärts um eine neue Stelle zum queren zu finden, 30 Minuten zu meinem Rucksack. Das war toll. 
    Von Tyssevasbu bis Torehytten (wieder zwei Tage...) war es eher eintönig um ehrlich zu sein. Zwei Flüssen wurden gefurtet, sonst wear da nicht viel. Kurz vor Torehytten dann zwei große Schwarzsanddünen (denke ich mal) und... ich war ganz nah am Harteigen. Dem Berg meiner Träume. War nice. 
    Von den letzten Kilometern ist mir vorallem das Gröndalen sowie der Absteig nach Hedlo im Gedächtnis geblieben, diese beiden Orte sind unfassbar magisch und fast schon familienfreundlich von der Erreichbarkeit. Wenn ich jemanden von der HV überzeugen müsste, dann mit einer Wanderung von Torehytten bis Hedlo. Bis zum heutigen Zeitpunk für mich der landschaftlich schönste Abschnitt.
    3. Hardangervidda Thru-Hike (S-N)
    (Platzhalter)
    4. Hardangervidda Thru-Hike (O-W)
    5. Ein Spaziergang in der Hardangervidda
    (Platzhalter)
     
     
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    Baden1909 hat eine Reaktion von einar46 erhalten in Astucas gibts noch?   
    Danke Hendrik
    Standardsachen sind bei ihm eigentlich kein Problem.
    Nur eben Custom Bestellungen wie die Sestral Jacke, die ich bestellt hatte.
  10. Betrübt
    Baden1909 hat eine Reaktion von momper erhalten in Astucas gibts noch?   
    Will euch hier noch mal ein Update geben:
    Hatte nach meinem Post immer wieder versucht Marco telefonisch oder per Mail zu erreichen, leider hat er sich bei mir nie gemeldet. Hatte es danach per Twitter versucht, hier hatte er mir dann geantwortet und geschrieben, dass er Probleme mit dem Schnitt der Jacke hat. Das war so Mitte 2018. Leider hat sich dann die ganze Sache weiter verzögert. Im Mai 2019 hab ich dann die letzte Nachricht von ihm erhalten, seit dem herrscht Funkstille! Auf Twitter und per Mail.
    Hatte einer von euch in letzter Zeit Kontakt mit Marco oder weiß was bei ihm los ist? Weil bestellen kann man ja weiterhin auf der Webseite und es scheint, das er auf Instagram und Twitter noch aktiv ist.
    Hat mir jemand vielleicht einen Tipp, was ich machen kann, damit ich entweder meine bestellten Sachen oder wenigstens mein Geld bekomme?
     
  11. Betrübt
    Baden1909 hat eine Reaktion von zeank erhalten in Astucas gibts noch?   
    Will euch hier noch mal ein Update geben:
    Hatte nach meinem Post immer wieder versucht Marco telefonisch oder per Mail zu erreichen, leider hat er sich bei mir nie gemeldet. Hatte es danach per Twitter versucht, hier hatte er mir dann geantwortet und geschrieben, dass er Probleme mit dem Schnitt der Jacke hat. Das war so Mitte 2018. Leider hat sich dann die ganze Sache weiter verzögert. Im Mai 2019 hab ich dann die letzte Nachricht von ihm erhalten, seit dem herrscht Funkstille! Auf Twitter und per Mail.
    Hatte einer von euch in letzter Zeit Kontakt mit Marco oder weiß was bei ihm los ist? Weil bestellen kann man ja weiterhin auf der Webseite und es scheint, das er auf Instagram und Twitter noch aktiv ist.
    Hat mir jemand vielleicht einen Tipp, was ich machen kann, damit ich entweder meine bestellten Sachen oder wenigstens mein Geld bekomme?
     
  12. Betrübt
    Baden1909 hat eine Reaktion von roli erhalten in Astucas gibts noch?   
    Will euch hier noch mal ein Update geben:
    Hatte nach meinem Post immer wieder versucht Marco telefonisch oder per Mail zu erreichen, leider hat er sich bei mir nie gemeldet. Hatte es danach per Twitter versucht, hier hatte er mir dann geantwortet und geschrieben, dass er Probleme mit dem Schnitt der Jacke hat. Das war so Mitte 2018. Leider hat sich dann die ganze Sache weiter verzögert. Im Mai 2019 hab ich dann die letzte Nachricht von ihm erhalten, seit dem herrscht Funkstille! Auf Twitter und per Mail.
    Hatte einer von euch in letzter Zeit Kontakt mit Marco oder weiß was bei ihm los ist? Weil bestellen kann man ja weiterhin auf der Webseite und es scheint, das er auf Instagram und Twitter noch aktiv ist.
    Hat mir jemand vielleicht einen Tipp, was ich machen kann, damit ich entweder meine bestellten Sachen oder wenigstens mein Geld bekomme?
     
  13. Danke!
    Baden1909 hat eine Reaktion von LAUFBURSCHE erhalten in Rucksack-Verlosung für den LaBu   
    Klasse Aktion, bin auch mit 6 Losen dabei!
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    Baden1909 hat eine Reaktion von die zwiebel erhalten in Rucksack-Verlosung für den LaBu   
    Klasse Aktion, bin auch mit 6 Losen dabei!
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    Baden1909 reagierte auf Lille in Isle of Skye - Skye Trail 2017   
    Hallo zusammen!
    Nachdem wir in diesem Thread unseren Trip auf die Isle of Skye vorbereitet und viele gute Tips bekommen haben, möchte ich nun auch einen Bericht darüber schreiben. 
    Vorab: Wir sind den Skye Trail von Süden nach Norden gelaufen und waren 8 Tage unterwegs. Orientiert haben wir uns an der Harvey Karte, nur bei der Trotternish Ridge haben wir einen kleinen Umweg gemacht. 
     
    Tag 1: Anreise, Broadford bis Boreraig
    Wir starteten um 6:30 Uhr in Edinburgh, von wo aus wir mit der Bahn über Stirling und Inverness bis nach Kyle of Lochalsh fuhren (31 Pfund pro Person). Von Kyle aus fährt dann die Buslinie 50 bis Broadford, wo der Skye Trail offiziell beginnt. Wir kommen gegen 15 Uhr am Startpunkt an und laufen direkt los.
    Der Weg hier ist gut ausgebaut und trocken, die Sonne scheint ab und zu und es regnet kaum. All das wissen wir zu dem Zeitpunkt noch nicht so recht zu schätzen   Links sehen wir die ersten Schafe, rechts die ersten Hügel.


    Nach den ersten Kilometern liegt linkerhand das Loch Lonachan und wir beschließen, einen kurzen Abstecher dahin zu machen. Dabei kommen wir zum ersten Mal durch die sumpfige Landschaft, die uns über den ganzen Trip begleiten wird. Noch umgehen wir jede Pfütze, weshalb der Abstecher doch nicht ganz so kurz wird. Am Loch angekommen stellen wir fest, dass es keinen trockenen Fleck für eine Pause zu geben scheint und machen uns wieder auf den Rückweg. So richtig gelohnt hat sich der Ausflug nicht, aber hinterher ist man immer schlauer...

    Dann geht es weiter südlich Richtung Loch Eishort. Hier gibt es sehr viele Ruinen und trockene, gerade Flächen und wir beschließen, unser Zelt hier aufzubauen.


    In der Nacht regnet es ganz ordentlich und wir bekommen einen ersten Vorgeschmack auf die schottischen Winde. 

     
     
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    Baden1909 reagierte auf LesPaul in Karma Mid I - einwandiges 1p-Mid   
    Sooo. Endlich fertig: Das Karma Mid I
    Da es mein Zelt einfach nicht zu kaufen gibt, musste ich es selber bauen.
    Konzept:
    Ein Greatest-Hits-Zelt meiner Lieblings-Mids: Lunar Solo, Tramplite shelter, Solomid.
    Es sollte ein einwandiges All-in-one-Zelt, vor allem für längere Strecken (also täglicher Auf-und Abbau über längere Zeit) mit folgenden Prioritäten sein:
    Schneller und einfacher Auf- und Abbau bei jedem Wetter, kein Groundsheet nötig. Groß: Viel Platz für einen plus Gear, komfortable Sitzhöhe, trockener Platz zum Kochen Und leicht darf es dann auch noch sein =), stand aber diesmal tatsächlich nicht an erster Stelle. Das ganze ist eigentlich der Prototyp für eine Cuben Version.
     
    Materialien:
    Outer: 36er Silnylon
    Inner: 90g Zeltboden, 25g Mesh
    Linelocs, 3er YKK Zipper, Dyneema Kordel und ein paar Schnallen.
     
    Specs:
    Gewicht: 685g inkl aller Schnüre und Gebimmel. 
    Außenzelt ohne Linelocs und Schnüre: 217g
    Mit allem Gebimmel, Schnüren etc: 298g
    Zeltboden alleine: 239g
    Aufbauzeit alleine, ohne übertriebene Eile: 1:40 min  (cool!)
    Erst mal ein paar Eindrücke vom fertigen Zelt:




     
    Für normales (Mist-) Wetter reicht der normale Aufbau mit super Aussicht beim Einschlafen (solange der Regen nicht waagrecht fliegt). Wenn es mal ganz mies wird, gibt es noch eine Tür zum Einhängen in den Dom und die Abspannpunkte (habe ich noch leicht modifiziert, aber vergessen Bilder zu machen). Zur Belüftung kann man das untere Ende weiter hoch oder runter spannen:


     
     
    Wie wurde es also gemacht:
    Grundsätzlich: die Verarbeitung vom 36er Silnylon ist die Pest. Mit ein Paar Kniffen geht es aber.
    Als erstes der Zuschnitt: Alleine das Anzeichnen auf Silnylon ist schon nicht lustig, was sich als gut herausgestellt hat, waren “fettige” Kinderbunstifte zum Malen auf diesen kleinen Tafeln. Die halten super und lassen sich einfach mit nem feuchten Tuch wieder abwischen.

     Catcut-Schablone für insgesamt 5cm Catcut inkl Nahtzugabe auf 220m Länge.

     
    Die Nähte:
    Das 36er Silnylon ist schon ziemlich dünn, daher wollte ich auf jeden Fall mehrlagige Nähte haben. Daher habe ich alle Nähte zuerst mit Elastosil geklebt, dann vernäht, nach folgendem Prinzip:

    Auf diese Art sind alle Nähte komfortabel 4-Lagig und ausreichend stabil, ohne, dass sich unter ordentlich Zug die Nahtlöcher aufziehen. Das vorherige Kleben macht das Nähen von dem glitschigen Zeug deutlich angenehmer:


     
    Alle Verstärkungen an den Abspannpunkten sind (Kreise) aus dem selben 36 Silnylon mit dem Lötkolben ausgeschnitten und aufgeklebt. An den Abspannpunkten habe ich 12mm Einfassband benutzt und die Linelocs von Extex mit 5mm Dyneema Kordel.
     
    Die Spitze:
    Bei vielen Mids hat mich die “zipfelmützige” Zeltspitze gestört, ich wollte einen möglichst runden Dom haben. Er besteht aus 2 Lagen 90g Zeltboden. Ich habe alle Dreiecke des Außenzeltes bis fast ganz zur Spitze genäht und dann ein ca 8cm Durchmesser Loch hineingeschnitten, auf das mittig der Dom gesetzt wurde. Der Dom ist damit dreilagig: Zeltboden-Außenzelt-Zeltboden.
    Die runde Form kommt von diesem Prinzip:




     
    Das Innere:
    Die Wanne ist komfortable 250cm lang, oben und unten 80cm breit, in der Mitte 140cm breit - da kann auch der ganze Rucksack mit rein, wenn es sein muss. Mit einer Höhe von 125cm am Stock kann man sich bequem auch länger darin aufhalten.

    Das darin ist eine X-lite in L (63 x 196 cm)
    Die Wanne wird nur von der Saumnaht oben geformt. Ich habe den Korpus nirgends perforiert.

    Die Wanne wird im Zelt mit dünnem Shock Cord an kleinen Loops am Außenzelt aufgezogen, um Spannung vom Mesh zu nehmen.
     
    Da das Zelt ja nur einwandig ist, läuft außen herum nur ein Streifen Mesh. Ich habe die Position so gewählt, dass der Streifen auf der Linie verläuft, an der der Innenraum >30cm hoch wird. Alles andere wäre mir zu flach, um es sinnvoll als Innenraum zu nutzen. Der ist ohnehin groß genug. Die Tür aus 3er YKK Reißverschluss ist für Rechtshänder ausgelegt und hat einen “Aufhalter” aus Ripsband und einem T-Stopper:

     

     
    Die Tür wird im Dom in einem Clip-Lineloc befestigt und kann von innen verstellt werden:

     
    Mit Packmaß und Gewicht bin ich recht zufrieden, wenn man den massiven Boden bedenkt.
    So ein Paket ist das ganze Zelt geworden:

     
     
    So sähe die leichte Version davon aus: Außenzelt 298g und nochmal 92g für die Polycryo-Wanne (im Schneegestöber).

     
    Absacker:
    Prinzipiell bin ich mit dem 36er Silnylon nicht so glücklich. Es funktioniert zwar gut, mir dehnt sich es aber insgesamt zu doll - auch ohne Feuchtigkeit.
    Ich arbeite natürlich schon am Karma Mid II  : /
    Da werden dann beide Stöcke zum Einsatz kommen.
     
    So far. Ein größerer Test kommt erst im Herbst, wenn ich ein paar Wochen damit loskann.
    Bisher hatte ich nur 2 Wochenender, auch mit Regen, aber nicht ernsthaft schlechtem Wetter oder größerem Sturm.
     
    Schönes Wochenende, 
    Paule
     
     
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    Baden1909 reagierte auf Mario294 in [NO] Reinheimen&Jotunheimen 2013   
    So da ich nun schon eine ganze Weile nichts geschrieben habe, hole ich das jetzt schleunigst nach
     
    Tag 3
    Storhobu - Aursjotjonne

    Die Nacht war recht windig und es prasselten einige Regenschauer auf unser Zelt nieder. Als wir am morgen aus dem zelt sehen sieht man am Himmel doch einwenig blau . Wir frühstücken im Schlafsack da es sehr kalt ist und Packen unsere Sachen zusammen.


    Steven hat vom gestrigen Sturz immer noch schmerzen im Knie, es ist leicht geschwollen und hat ein paar Schrammen. Wir beschließen anstatt wie Geplant heute tiefer in den Rheinheimen Nationalpark einzudringen, von wo wir stets mindestens einen Tag von der nächsten Ortschaft entfernt wären, lieber erst einmal oberhalb des Ottatales entlang zu laufen um im Notfall schnell abrechen zu können. Des Gelände fällt hier nur leicht ab ist aber mit viel Geröll überseht.


    Man kann an den Bergen immernoch die Schneegrenze vom gestrigen Schneefall sehen, beeindruckend wie sehr es hier im Sommer abkühlen kann.
    Wir müssen heute ein Paar kleinere Flüsse durchqueren und durch leicht sumpfiges Gelände gehen, das waten durch die Flüsse geht problemlos auch wenn es an den Beinen und Füßen sehr kalt ist .



    Wir gehen heute sehr gemütlich damit Stevens Knie sich erholen kann und genießen das gute Wetter und machen viele Pausen. Für den Fall das Steven wirklich abbrechen muss überlegen wir uns schonmal einen Notfallplan , die nächste Ortschaft die wir erreichen würden wäre Bismo. Von dort fährt auch ein Bus nach Lom bzw nach Oslo. Wir werden heute früh unser Zelt aufschlagen und morgen früh entscheiden ob wir nach Bismo absteigen und uns trennen oder ob er die Wanderung fortführen kann. Für mich hört es sich schon so an als ob Steven sich schon dazu entschieden hätte die Tour abzubrechen, ob es wirklich nur am Knie liegt oder ob er sich das Wandern und das Wetter hier in Norwegen anders vorgestellt hat und er deshalb abbrechen möchte weiß ich nicht.
    Als wir am Ufer des Aursjoen ankommen folgen wir dem Steinufer in richtung Aursjotjonne. Der Wind lässt den See wie ein kleines Meer aussehen, die Wellen sind teilweise richtig groß und eine weile später ist der See wieder ganz flach.

    Die Wanderung am Steinstrand des Sees ist wirklich schön, auf der anderen Seite des Ufers sieht man ein Ruderboot umherfahren.
    Nachdem wir zwischen den beiden Seen eine einigermaßen geeignete Stelle für unser Zelt gefunden haben stellen wir es mit großen Steinen als Abspannpunkte auf, wir hoffen das heute Nacht kein starker Wind weht denn das Zelt steht nicht besonders gut hier. Eine bessere Stelle haben wir allerdings nicht gefunden und weiterlaufen wollten wir auch nicht da hier unsere Stelle für die morgige Entscheidung ist, ob wir nach Bismo absteigen oder weiter in den Nationalpark hineinwandern.


    Wir kochen im Vorzelt auf unserem Kochstein den wir natürlich im Rucksack mittragen da er so schön eben ist Nein wir suchen uns natürlich jeden Tag einen neuen Kochstein damit unsere Kocher sicher stehen und keine Brandflecken hinterlassen.

    Die Mittagessen sind aus gehackten Spätzle, einer Tütensuppe und je nach Soße passenden Trockengemüsemischung oder auch Trockenpilzen verfeinert. Die normalen Tütensuppen waren uns für fast 3 Wochen zu eintönig und Trekkingmahlzeiten für zwei Azubis definitiv zu teuer. Unter anderem haben wir noch Linsen und grüne Bohnen dazu gemischt und in manchen gerichten war auch noch Kartoffelbrei pulver, für jeden zweiten Tag gab es ein warmes Mittagsgericht wie eine Packung Ramennudeln oder eine Heiße Tasse. Wir haben es allerdings nie hin bekommen mittags extra zu kochen und haben die Suppen dann eben abends als Vorspeise genutzt.

    Als die Sonne langsam untergeht wird es empfindlich kühl weshalb wir in die Schlafsäcke kriechen und dort noch eine weile reden und dann schlafen.
     
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Poffel erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
    So, insgesamt wurden also 22 Lose verkauft und damit 110€ an den Laufburschen gespendet.
    Vielen lieben Dank an alle Teilnehmer!
    Gewonnen hat Poffel - herzlichen Glückwunsch!
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Jan erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Jan erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
    Hallo zusammen,
    ich würde hier gerne eine nagelneue Sestral Pants Größe M/Long in schwarz zugunsten von Mateusz verlosen.
    Ich habe bei Marco eben diese Hose vor längerer Zeit zusammen mit einer Custom Sestral Jacke bestellt. Leider hat er mir die Hose dann in der falschen Größe zugeschickt und daraufhin gemeint, wenn ich eine Verwendung für diese Hose hätte, dürfte ich sie behalten. Und da ist mir dann sofort Laufbursche in den Sinn gekommen.
    Also wird diese Hose jetzt, in Absprache mit Marco, verlost.
     
    Die Bedingungen sind wie folgt (der Einfachheit halber ebenfalls aus einem anderen Faden kopiert):
    Ein Los kann zum Preis von 5,-€ erworben werden. Die Anzahl der Lose ist hierbei natürlich unbegrenzt. Bitte hier im Faden posten!! Die Bezahlung der Lose erfolgt per Zahlung direkt an Mateusz. Zahlungsmöglichkeiten finden sich auf ilovelaufbursche.de (Verwendungszweck beachten!!!) Ein Zahlungsnachweis in Form eines Screenshot oder eines Scans des Einzahlungsbeleges, die Anzahl der Lose, Name und Kontaktdresse des Loskäufers sind per PN an mich zu senden. Nur so erlangt ein Los Gültigkeit! Einsendeschluss: Dienstag, der 28. März 2017 um 18:00 Uhr.  
    viel Spaß bei der Verlosung und viel Erfolg!!!
    viele Grüße Stefan
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Trekkerling erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
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    Die Bedingungen sind wie folgt (der Einfachheit halber ebenfalls aus einem anderen Faden kopiert):
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    viele Grüße Stefan
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Omorotschka erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
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    Die Bedingungen sind wie folgt (der Einfachheit halber ebenfalls aus einem anderen Faden kopiert):
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    viele Grüße Stefan
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    Baden1909 hat eine Reaktion von Craftsman erhalten in Verlosung: AsTucas Sestral Pants   
    Hallo zusammen,
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    Also wird diese Hose jetzt, in Absprache mit Marco, verlost.
     
    Die Bedingungen sind wie folgt (der Einfachheit halber ebenfalls aus einem anderen Faden kopiert):
    Ein Los kann zum Preis von 5,-€ erworben werden. Die Anzahl der Lose ist hierbei natürlich unbegrenzt. Bitte hier im Faden posten!! Die Bezahlung der Lose erfolgt per Zahlung direkt an Mateusz. Zahlungsmöglichkeiten finden sich auf ilovelaufbursche.de (Verwendungszweck beachten!!!) Ein Zahlungsnachweis in Form eines Screenshot oder eines Scans des Einzahlungsbeleges, die Anzahl der Lose, Name und Kontaktdresse des Loskäufers sind per PN an mich zu senden. Nur so erlangt ein Los Gültigkeit! Einsendeschluss: Dienstag, der 28. März 2017 um 18:00 Uhr.  
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