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Ultraleicht Trekking

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moritz

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von Omorotschka erhalten in Longboard Trekking   
    Nachdem der Thread hier wieder ausgegraben wurde, und ich vorhin über diesen Artikel gestolpert bin, will ich ihn euch nicht vorenthalten: Mit Skateboard durch Florida
  2. Betrübt
    moritz hat eine Reaktion von momper erhalten in Braucht man gegen Zecken ein Innenzelt?   
    Das scheint ähnlich wie bei Mücken zu sein; manche Leute werden gefühlt einfach öfter gestochen bzw. "schmecken" wohl besser 

    Das war mal meine "(Zwischen!-)Ausbeute" nach einem Arbeitstag in einem irischen Wald. Am Ende kam ich auf über 45, davon erstaunlicherweise nur 2 Bisse. Auch wenn man die Viecher vermutlich einfach mit ins Innenzelt schleppen wird, würde ich dennoch immer ein geschlossenes Innenzelt vorziehen.
    EDIT: Mit regelmäßigem (!) und gründlichen (!!) Absuchen dürfte schon viel gewonnen sein; helle Kleidung erleichtert natürlich das Absuchen.
  3. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von momper erhalten in Via Suecia - The Swedish Trail   
    Da ich die kritische Sicht ins Spiel gebracht hatte, antworte ich hier mal drauf 
    Ich sehe in der Präsentation eines durchmarkierten und geplanten Weges sowohl Vor- als auch Nachteile: der Vorteil liegt in meinen Augen darin, dass es die Planung ungemein erleichtern dürfte und man vielleicht mehr über die durchwanderten Regionen lernen könnte (je nachdem wie der Trail eben ausgelegt ist).
    Der meines Erachtens große Nachteil liegt in der "Pauschalisierung" einer Wanderung. Überspitzt dargestellt, wirken die US-Trails auf mich wie das Pendant zu einem Pauschalurlaub. Sicher sind solche Trails für die allermeisten einzigartige, lebensverändernde, herausfordernde Abenteuer. Gefühlt wird aber auch allzu oft aus "mein Haus, mein Auto, mein Boot" dann "PCT, AT, TA, HRP" und die Trails müssen zunehmend den Zugang mit Permits reglementieren. In einem Land, in dem immer wieder über die Abschaffung oder Einschränkung des Jedermannsrechts diskutiert wird und in welchem friluftsliv praktisch erfunden wurde, sehe ich einen solchen Trail und die potentiellen Folgen daher eher skeptisch. Das nur als stark verknappte, und überspitzte Darstellung meiner persönlichen Meinung.
    Und, um das nochmal zu betonen: ich möchte die Initiative und den geplanten Trail nicht herunterreden - er wird für viele eine interessante Tourenoption bieten. Und dass es sich in Schweden ausgesprochen schön wandern lässt, ist ja auch kein Geheimnis  
  4. Gefällt mir!
    Ein kleines Update! Ich habe den Plan vom vorigen Kommentar umgesetzt. Ist nicht perfekt, aber es funktioniert, und das langt mir.  Gesamtgewicht ist 197g. Das ist deutlich besser als die vorige Tasche mit 300g und ersetzt außerdem den Capture Clip mit 113g. Es hat also nicht nur mein Problem gelöst, sondern auch eine Ersparnis von 216g eingebracht!
    Hier das Ergebnis:
    Bild 1: Das hier ist die fertige Tasche. Maße habe ich von meinem Tenba BYOB Kamera-Insert übernommen. Außenmaterial ist Ecopak EPX200, das hatte ich noch übrig. Der wasserdichte Reißverschluss hält meine Nerven für einen Regenschauer ruhig.

    Bild 2: Befestigt wird das über 2 Karabiner von Nite Ize am Daisy Chain der Schultergurte, ganz wie beim HMG Camera Pod.

    Bild 3: Der Deckel öffnet sich vom Körper weg, sodass man einfach an alles rankommt. Hier kann ich außerdem zusätzliche Batterien, Fernauslöser und SD-Karten verstauen. 

    Bild 4: So sieht's dann innen aus. Ist groß genug, dass mein 100-400mm-Objektv sowohl senkrecht hineinpasst, als auch an die Kamera montiert waagerecht.

    Bild 5: Der leere Innenraum. Ich hab's mir einfach gemacht und mein Padding mit doppelseitigem Klebeband eingeklebt. Ist einfaches Moosgummi aus dem Bastelladen. Die Divider hab ich von meiner alten Tasche geklaut.

    Bild 6: So sieht's dann am Rucksack aus. Ist erstaunlich komfortabel! 

    Bild 7: Durch eine eingenähte Schlaufe kann ein abnehmbarer Hüftgurt eingeführt werden, um ohne Rucksack loszustapfen.

  5. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von Harakiri erhalten in NPL - Norge pa langs 2023   
    Nur eine Anmerkung zum Nachschub/Essen vorweg verschicken - das wäre mir zu "riskant", da ich nicht vorhersagen könnte, wie sich die Wanderung auf die Gewohnheiten auswirkt. Das was vorab noch sinnvoll oder lecker erscheint, hängt Dir nach ein paar Wochen vielleicht zum Hals raus oder reicht nicht mehr wirklich, um den Bedarf zu decken. Daher würde ich solche Pakete eher kurzfristiger von unterwegs vorausschicken.
  6. Danke!
    moritz hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Vergleich verschiedener Nahttapes   
    Hallo zusammen,
    nachdem ich vor einer Weile mal auf der Suche nach einer Alternative zum Nahttape von Extremtextil war, habe ich ein einfaches PU-Tape ausprobiert. Dies erfordert beim Bügeln zwar eine Zwischenlage (z.B. Backpapier oder das beigefügte Bügelpapier), aber dafür gibt es das Tape auch in schmaleren Breiten und ist in vielen Längen-/Breitenkombinationen erhältlich.
    Genau dieses Hantieren mit der Zwischenlage wird dann aber gerade bei Kurven und komplexeren Formen (z.B. an Kapuzen) doch etwas umständlich, und ein dritte, vierte, oder gar fünfte Hand wäre oftmals hilfreich. Die Tapes mit Stoffauflage sind da schon praktischer, weil man die im ersten Durchgang einmal direkt fixieren kann und dann in Ruhe nochmal über die ganze Breite festbügeln kann. Zurück zu den breiten Tapes wollte ich aber auch nicht, sodass ich einfach mal beim Anbieter des oben erwähnten Tapes nachgefragt habe (Firmensitz im Vogtland; Bestellungen aus Fernost sind daher nicht nötig) – schließlich hat dieser auch Tape mit Stoffauflage im Angebot. Ein schmales Tape mit Stoffauflage hätten sie nicht, aber es folgte ein freundlicher Austausch über mögliche Alternativen und wenige Tage später bekam ich eine Auswahl unterschiedlicher Tapes, deren Vergleich sicher auch den einen oder anderen Bastler hier an Bord interessieren könnte. Die Tapes sind z.T. nicht offiziell erhältlich, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass man bei freundlicher Nachfrage nicht enttäuscht wird und sich die Verfügbarkeit bei entsprechender Nachfrage auch ändern könnte.
    In der Übersicht von links nach rechts:
    1)      Seamtape für 2-lagige Gewebe von Extremtextil 22mm
    2)      Seamtape für 3-lagige Gewebe von Extremtextil, 22 mm
    3)      Seamtape für 3-lagige Gewebe von Extremtextil, elastisch, 20 mm
    4)      Seamtape für 3-lagige Gewebe von Extremtextil, elastisch, 22 mm (mit transparentem Klebefilm; ist aktuell wohl nicht mehr im Sortiment)
    5)      Saxony Tape mit Deckfolie, 14 mm, 80µm: Ähnlich wie #9, allerdings geringfügig dünner und rollt sich nicht so stark auf
    6)      Saxony Tape Klebeband, 22 mm: Kein Tape zum Bügeln, aber leider nicht waschbar. Das Tape liegt zwischen einer Papierschicht und einer transparenten Deckfolie. Das Tape müsste von den Eigenschaften diesem hier entsprechen.
    7)      Saxony Tape mit Stoffauflage, auf ca. 10 mm geschnitten, 320 µm, weiß. Die Tapes #7 und #8 sind normalerweise nur in einer breiteren Variante erhältlich; die Produktion eines schmaleren Tapes lohne sich nur bei größerer Nachfrage. Man hatte mir zum Testen daher ein paar Meter zugeschnitten.
    8)      Saxony Tape mit Stoffauflage, auf ca. 10 mm geschnitten, 340 µm, schwarz.
    9)      Saxony Tape ohne Deckfolie, 14mm, 90µm: Das ist das anfangs erwähnte Tape. Rollt sich leider teilweise stark auf.

    Ich hatte die Tapes mit einem Folienbügeleisen aufgebügelt und mit einer Andrückrolle festgerollt. Die Temperatur lässt sich damit nur bedingt steuern, man bekommt aber mit der Zeit ein ganz gutes Gefühl für die passenden Parameter (Temperatur vs. Geschwindigkeit), damit das Tape vernünftig hält. Die Tapes halten auf dem getesteten Stoffstück alle einwandfrei – natürlich kann ich keine Aussagen über die langfristige Haltbarkeit machen, aber erfahrungsgemäß lösen sich Tapes mit der Zeit eher aufgrund mangelhafter Verarbeitung, als dass es am Tape selber läge.
    Die Tapes 1, 5 und 9 haben (für mich) den Nachteil, dass sie mit einer Zwischenlage aufgebügelt werden müssen. Ansonsten sind die Tapes erfreulich (und spürbar) dünn. Das Extremtextil-Tape (#1) ist mittlerweile günstiger zu bekommen, aber dafür auch breiter (meines Erachtens reicht das 14 mm Tape vollkommen, wenn man die Nahtzugaben entsprechend schmal hält oder zurückschneidet). Im direkten Vergleich liegt das Extremtextil-Tape - vielleicht auch gerade durch die Breite oder das Gewicht (?) – relativ plan auf und lässt sich daher trotz Zwischenlage etwas einfacher bearbeiten als Tape #9, welches sich teilweise stark aufrollt und man daher gut aufpassen muss, dass sich unter dem Bügeleisen nichts verschiebt. Tape #5 vereint für mich beide Vorteile (kein Aufrollen, schmalere Breite) ideal und scheint dazu auch das dünnste der getesteten Tapes zu sein. Die Verarbeitung in Kurven habe ich hier noch nicht getestet, aber da das Tape etwas flexibel ist, sehe ich hier keine großen Probleme.
    Die Extremtextil-Tapes mit Stoffauflage (2, 3, 4) lassen sich einfach anbügeln, eine Zwischenlage bietet sich aber zum vollständigen Anbügeln dennoch an, damit der an den Seiten austretende Kleber keine Sauerei macht. Tape #3 ist gefühlt etwas dünner als die anderen und dazu auch noch minimal schmaler, dafür aber auch teurer.
    Bei den Stofftapes von Saxony Tape (7, 8) zeigten sich Unterschiede obwohl, diese bis auf die Farbe identisch sein sollten: Das weiße Tape ließ sich genauso gut wie die Extremtextil-Tapes (2, 3, 4) verarbeiten und liegt in der gefühlten Dicke mit #3 gleichauf. Das schwarze Tape hingegen wirkt etwas steifer (evtl. kommt hier die nochmals größere Dicke zum tragen) und beim Anbügeln schmolz der Kleber teilweise auch nach oben durch die Stoffauflage (ist ja i.d.R. auch eher ein Mesh). Ich kann zwar nicht ausschließen, dass die Temperatur zu hoch war, allerdings funktionierte es beim weißen Tape ja problemlos. Auch nah dem Aufbügeln wirkt das schwarze Tape relativ fest und wenn man die Stoffprobe von der Außenseite betrachtet, fällt das Tape hier auch am deutlichsten auf, weil es denn Stoff teilweise zusammenzieht. Aufgrund der Eigenschaften wird das schwarze Tape bei mir wohl weniger Verwendung finden, könnte mir aber vorstellen, dass die beschriebenen Eigenschaften je nach Einsatz (z.B. bei Gamaschen oder an stark beanspruchten Stellen) durchaus Vorteile bieten könnten.
    Bleibt noch Tape #6: Kein Bügeltape, sondern Klebeband. Das ist daher auch am bequemsten aufzubringen und hält sehr gut. Man bekommt die Ränder zwar abgeknibbelt, aber es braucht schon etwas Mühe, wenn das Tape sorgfältig aufgebracht wurde. Da das Tape aber laut Beschreibung nicht waschbar ist, ist der Einsatz auf Bekleidungsstoffen wohl ohnehin nicht ideal. Daher ist der Einsatz für Ausrüstung wohl deutlich naheliegender, und ich habe einen kleinen Test auf einem Stück DCF (ich glaube 26 oder 34 g/m²) gemacht:

    Für die doppelseitigen Tapes hatte ja @wilbo bereits Alternativen aufgezeigt, aber einseitige Tapes scheinen ja nach wie vor rar bzw. sehr teuer zu sein. Das Tape hält auf dem DCF ähnlich gut wie auf dem 3L-Stoff. Man kann das Tape an den Rändern also mit etwas Aufwand wieder lösen, aber insgesamt hält es recht gut. Auch wenn der Vergleich etwas hinkt: Ich hatte an der unteren Kante einen einfachen Saum mit dem 3M Transfer-Tape geklebt, der sich evtl. sogar etwas leichter lösen ließ (jeweils nach einem Tag Ruhezeit getestet). Einen direkten Vergleich zwischen den beiden Tapes kann ich leider nicht liefern, aber verglichen mit dem DCF-Reparaturklebeband dürfte es deutlich günstiger sein (ausgehend von dem Preis für das breitere Tape). Kleiner Wermutstropfen: das Tape hat einen leicht gelblichen Schimmer, sodass neue MYOG-DCF-Behausungen schon leicht angegilbt wirken dürften. Vielleicht fällt das bei den anderen DCF-Farben (grün, blau, schwarz) aber auch nicht mehr so stark auf 
    Wenn ihr Fragen habt nur her damit; gerne könnt ihr das hier sonst auch mit weiteren Erfahrungen ergänzen.
  7. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von dermuthige erhalten in Ultralight Foto-Wander-Rucksack: Was ist die Lösung?   
    Erstmal vielen Dank fürs Teilen Deines Kamerarucksacks - das sieht sehr schick und durchdacht aus! Gerade die individuellen Teile hier im MYOG-Bereich sind doch immer wieder das Salz in der Bastler- und Tüftlersuppe 
    Zum Thema kann ich vielleicht noch ein paar Erfahrungen bei ähnlichem Einsatzspektrum ergänzen; auch bei mir ist das Fotografieren ein wichtiger Bestandteil des Draußenseins bzw. teilweise auch die eigentliche Motivation. Damit die Kamera aber trotzdem nicht im Rucksack oder der Tasche versauert, ist für mich (!) ein wirklich schneller und einfacher Zugriff mit der wichtigste Punkt.
    Gerade für reine (Tages-)Fototouren nutze ich auch sehr gerne den Mindshift Rotation und ich vermute, (ohne jemandem vom Basteln abbringen zu wollen) dass die Gewichtersparnis einer MYOG-Lösung nicht sehr befriedigend wäre. Denn imho funktioniert das System vor allem so gut, weil Hüfttasche, "Garage" und letztlich der ganze Rucksack rigide genug sind, um das ein- und ausdrehen problemlos zu ermöglichen (erreicht durch entsprechende Materialien und Verstärkungen, sprich Gewicht). Sobald das obere Compartment zB durch eine dicke Fleecejacke zu voll wird, kann es dabei schon mal hakeln.
    Bei Mehrtagestouren mit entsprechender Kameraausrüstung war bislang eine (ältere) LowePro Toploader Zoom meine Go-To-Lösung - anscheinend hat sich das Modell aber nicht unbedingt zum besseren verändert: denn anscheinend gibt es nicht mehr insgesamt 4 D-Ringe (hilfreich, um die Tasche entweder am Hüftgurt oder baumelfrei vor der Brust zu befestigen) und auch der Tragegriff ist jetzt so gewandert, dass er das schnelle Aufzippen eher behindern dürfte; dabei ist die Tasche eine der wenigen, bei der der Reißverschluss genau so verläuft, dass man ihn zügig aufmachen kann, der Deckel vom Körper wegklappt (und damit nicht im Weg ist, um die Kamera zu entnehmen), aber der Deckel auch offen bleibt ohne sofort wieder von alleine zuzufallen. Mit dem Wechsel auf eine Spiegellose (und eher kleinere Objektive) war (und bin ich noch) auf der Suche nach einer kleineren Variante der Tasche, die dennoch alle genannten Punkte erfüllt, sodass ich mich schon an diversen MYOG-Prototypen versucht habe (bislang noch nicht zufriedenstellend).
    Soweit meine sehr subjektiven Erfahrungen dazu - ich bin gespannt auf mögliche Bastellösungen (und auch auf den Weg dahin) 
    TL;DR: Meine Lösung für Tagestouren: Mindshift Rotation; Mehrtagestouren: separate Kameratasche. Ersterer ist imho nur schwer durch MYOG zu ersetzen bzw. zu verbessern/erleichtern.     
  8. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf Capere in Bezugsquellen für MYOG-Stoffe   
    Auch Adventurexpert hat jetzt Ultra 100: https://www.adventurexpert.com/product/ecopak-ultra-epl100/
     
    Die anderen Sorten gab es dort ja schon länger.

  9. Gefällt mir!
    Tatsächlich habe ich das auch "nur" mit 25mm Tape gelöst - bringe von Berufs wegen da aber vielleicht etwas mehr Präzision mit. ;D
    Der Thread findet sich hier: https://www.trek-lite.com/index.php?threads/fkt-tarpage.4617/post-92590
    Das ist der springende Punkt.
    Meiner Meinung und vor allem Tests nach, schwächt man bei .51 und .34oz DCF mit der Naht das Material im Verhältnis einfach zu sehr, als dass die Vorteile zum Tragen kommen würden. Denn Vorteile kann das Kombinieren von Kleben & Nähen schon haben - besonders bei extrem kalten Temperaturen, wo die Klebewirkung nachlässt.
    Weiterer Aspekt ist dabei zudem die Überlegung, in welche Richtung die Naht belastet wird - einen Rucksack aus DCF werde ich z.B. auch eher nicht nur (einfach) Kleben, weil ich hier ja die nach innen gerichtete Naht sehr auf Zug und mit Druck nach außen ungünstiger belaste.
  10. Danke!
    moritz reagierte auf martinfarrent in Ukraine: Zelte, Kocher, warme Kleidung etc.   
    Ich rotiere meine Spenden derzeit zwischen verschiedenen renommierten Organisationen, wie z.B. Unicef, Caritas und Ärzte ohne Grenzen. Ich habe weniger Angst vor einem Wasserkopf als eine eher leichte Sorge vor etwaigen (ungewollten) Fehlentscheidungen in der Ausführung der Aktionen und teile deshalb das Geld auf, das ich bei Privatverkäufen hier und anderswo einnehme (bzw. meine verkaufsunabhängigen Spenden). 
  11. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von martinfarrent erhalten in Ukraine: Zelte, Kocher, warme Kleidung etc.   
    Hättest Du (oder auch jemand anderes) einen Tipp für eine seriöse und möglichst effektive Spendenadresse (effektiv iSv, dass möglichst wenig der Spende in einem Wasserkopf versickert)? Ich hätte da nämlich auch noch ein Biete-Angebot, das ich gerne dafür "ummünzen" würde..
  12. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf Nero_161 in Der lange Weg zu meinem ersten MYOG Rucksack...   
    Wuhuuu!
    Es ist fertig!
    Erstmal die Facts:
    Minimalgewicht: 290g
    Maximalgewicht mit allen abnehmbaren Teilen: Rückenpolster (55g) Hüftgurt (65g), Top Strap (10g), 2xBottom Straps (19g) = 439g

    Das Hauptmaterial ist 210D Diamond Ripstop Polyester 130g/m von adventurexpert, ebenso die meksten Schnallen.
    Maximal befüllt hat er eine Höhe von ~70cm, durch die Gurte oben und unten können voluminöse Dinge wie Isomatten aussen befestigt werden, falls man das nicht braucht können die Gurte abgenommen werden.

    Minimalhöhe sind etwa 55cm, Grundmaße sind hinten 30cm, Seite 18cm, vorne 28cm, Rolltophöhe 85cm

    Die vordere Meshtasche besteht aus dem 106g/m Netzstoff von extremtextil und ist mit einem Gummizug + Tanka einstellbar, und mit 10mm Gurtband befestigt, an dem zahlreiche Schlaufen sind für zB Kompressionsgurte oder ähnliches.

    Der Boden ist etwas nach oben gezogen und aus X-Pac 204g/m, die 10mm Gurte sind mit den empfohlenen Seatosummit Hooks am Gurtband oben einhängbar und sind mit einem T-Bar hinten an der Rückennaht abnehmbar

    Das war der schwierigste Teil: Die Verstärkung für die Schultergurtbefestigung ist aus 330D Ripstop Cordura, die Träger wie im Beitrag oben beschrieben, auch der Hüftgurt ist nach dem selben Prinzip gefertigt und in eine Tasche aus Coolmax Mesh 120g/m einschiebbar. Vorne habe ich ein Y-Strap Gurt versucht, und an einer Seite ist aus dem Mesh eine flache Einschubtasche für Kleinigkeiten.

    Die Loadlifter sind an einem 25mm Gurtband befestigt inkl. abnehmbarem Topstrap und darunter eine dreieckige Durchführung für einen Trinkschlauch.

    Auf der Innenseite sind Taschen aus 20D Silnylon für ein Rückenpolster und eine Trinkblase, inkl. Klettverschluss Befestigung für die Trinkblase. Oben sind noch Ripsbänder um eine kleine Innenstasche zu befestigen.
  13. Danke!
    moritz hat eine Reaktion von AudioHitchhiking erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Die hier vielleicht? https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00140138608968276
    Basierend auf einer kurzen Suche zB bei Google Scholar mit den Begriffen "footwear" und "energy expenditure" scheint sich aber noch einiges mehr an Lesematerial finden zu lassen.. ;-)  
  14. Gefällt mir!
    Nachdem meine anderen Zelte ja ein voller Erfolg waren, hatte ich schon länger Pläne eine "massivere" Version meines XUL Zeltes anzufertigen - also 18g/.51oz DCF (anstelle des uberlighten 12g/.34oz) als Außen- und das 34g/1oz (anstelle 18g/.51oz) als Bodenmaterial.

    --> Nicht weil die XUL Version irgendwelche Probleme gehabt hätte (es performt soweit genial!), sondern weil ich einfach noch eine Version mit etwas Sicherheitsreserve haben wollte.
    Ziel: Ein extrem leichtes (<250g), voll geschlossenes und mückendichtes Zelt, das sich mit 6 Heringen und einem 120cm Trekkingstock aufstellen lässt.
     
    Passend bin ich dabei auf das schöne Programm Sketchup gestoßen und habe mich ehrlich gesagt direkt ein paar Tage darin verlogen, bis ich endlich ein Design hatte, mit dem ich zufrieden war:

    Es ist grundsätzlich wieder ein Hexamid-Stil, weil dies m.M.n. einfach die effizienteste Form in Bezug auf Materialnutzung (nur 4m² sind nötig!) zu sein scheint und ich die super einfache Nutzung dieser Art Shelter mag. Ich habe es dahingehend so klein wie möglich (nix für >1,80m...) und etwas asymetrisch im Fußbereich (dort schmaler) gemacht.
    Im Gegensatz zu meinen vorherigen Designs (basierend auf der Reddit Zeichung) habe ich den gesamten Fit auf die DCF Rollenbreite von 137cm neu angepasst, wodurch ich mit weniger/kürzerer Naht für die Verbindung der Teile auskam. Obendrein habe ich einen leichten Cat Cut integriert, da ich doch ein paar der "floppy" Bereiche meines Zeltes verbesserungswürdig fand.
     
    Über die letzten Wochen habe ich das Ganze fertiggestellt, wobei 0.5oz NoSeeUm mesh in Kombi mit YKK 3C Zipper zum Einsatz kam. Die Schnüre sind 1.3mm Dyneema mit einem einzelnen Micro String Lock von AX auf der Spitze und Fixlängen an den Außenecken.
    Wie gewohnt habe ich nur die äußerste Naht als Verbindung des Perimeter Meshs genäht - alles andere wurde zu 100% getaped, um jedweden Micro-Damage am DCF zu verhindern. (Also auch wieder Moskitonetz auf einen DCF-Streifen genäht und dann erst ans Fly geklebt).
    Eine Idee, die ich im Trek-Lite Forum bekam: Die Guyout Points ohne eine einzige Naht herstellen - nur mit DCF und Tape + der Mini Kordelführung von ExTex:

    Das Gesamtgewicht *Trommelwirbel*: 227.2g!
    (Mit 12g DCF außen und 18g DCF Boden wären es wohl ~52g weniger)
    Beinahe die Hälfte des Plex Solo von Zpacks und bedeutend kleineres Packmaß:

    Das Zelt nutzt zudem wieder Neodymium Magnete für die Türen, einen verstellbaren Bungee für die lange Seite des Bathtub Bodens und einen kleinen Haken an der Spitze für Lampen etc.
    Aber genug geschrieben - Zeit für richtige Bilder!












    Wie man sehen kann: Es gibt wieder nur eine frontale Abspannschnur, die einen beweglichen Prusikknoten mit Doppelhaken für die Türen nutzt - deutlich angenehmer, als die zwei Schnüre bei den ZPacks Zelten m.M.n...
      Quote Reply
  15. Danke!
    moritz hat eine Reaktion von zwischendenwelten erhalten in Suche: 1-Steg Leiterschnalle - Bezugsquelle?   
    Sowas? https://www.extremtextil.de/dreisteg-40mm.html
  16. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von MBo erhalten in MYOG Nähkoffer - nützliches Zubehör und Werkzeug   
    Ich habe mir neulich eine handvoll dieser Gewichtssäckchen genäht. Aus Cordura mit kleinen Stahlkugeln gefüllt (Reis, Sand, o.ä. sollte natürlich auch funktionieren); die großen schwarzen wiegen 500g, die kleineren grauen 250g. Denn manchmal ist etwas Gewicht halt doch praktisch  Sei es um Schnittmuster oder Stoffe festzuhalten, oder auch beim Zelt-/Tarpaufbau im Wohnzimmer - dafür dann ggfs. auch mehrere zusammengenommen; durch die Gurtbandschlaufen lässt sich das auch recht einfach mit Karabinern bewerkstelligen.

  17. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf Capere in Fillpower / Cuin // Challenge Diskussionen   
    OT: Hatte Mail-Kontakt mit Hale Walcoff von Challenge Sailcloth und da kam das Thema mit auf. Für den US Markt werden die Neuerungen vmtl. über RipstopByTheRoll verfügbar gemacht und in Europa könnte es gut sein, dass Adventurexpert sie ins Sortiment aufnimmt.
  18. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf ULgeher in MYOG Fanny Pack / Gürteltasche: Work in Progress...   
    Ich habe mich jetzt auch vom Fanny-Pack-Fieber anstecken lassen, und während der Feiertage DxG-Reststücke verarbeitet. Ziel war ein Fanny-Pack, welches gross genug ist, um beim Langlaufen bei Bedarf zusätzliche Kleider aufnehmen zu können. Mein jetziges war bei grossen Temperaturschwankungen während des Tages immer etwas zu knapp. Ausserdem wollte ich eine Möglichkeit ausprobieren, das Volumen variabel zu gestalten. Wichtig war mir auch, dass das Pack stabil am Körper "sitzt" und beim Skaten nicht stört.
    Ich habe ohne genau Pläne drauflosgenäht. Prototypen mache ich selten, da häufig bereits beim ersten Mal etwas Brauchbares entsteht, und ich dann nicht alles nochmals nähen möchte. Herausgekommen ist dies:

    Gut sichtbar ist das Netzfach in der Mitte, und die Stabilisierungsriemen, die links und rechts davon eingenäht sind. Von diesen geht ein 20mm-Gurtband zum Hüftgurt (40mm Gurtband). Hier ist das besser sichtbar:

    und die Stabilisierungsriemen im Einsatz:

    Jetzt zum "Experiment" mit dem variablen Volumen. Dazu habe ich unten einen weiteren RV eingenäht, der den Boden um 6cm erweitert. Im Wesentlichen ist dies eine Falte, die durch den RV zugezogen werden kann. Auf den Seiten ist diese keilförmig zusammengenäht, so dass der RV-Schieber in den Endpositionen nicht unter Zug steht.

    Hier die Ansicht von unten auf die geöffnete Erweiterung:

    Innen drin habe ich ausser einem simplen RV-Fach für Schlüssel und andere Kleinteile, die nicht verloren gehen sollen, keine Unterteilung.

    Insgesamt bin ich mit dem Endprodukt sehr zufrieden. Die Stabilisierung funktioniert super (habe ich auch am meinem jetzigen, kleineren Pack abgeguckt).
    Was würde ich beim nächsten Exemplar ändern?
    Bei der grossen Packhöhe würde ich  den Hüftgurt und die Stabilisierungsflossen ca. 2cm nach unten schieben. Die Volumenerweiterung funktioniert zwar, ist aber doch recht aufwendig bezogen auf den Volumengewinn. Ich würde neu eher 2cm in der Tiefe draufschlagen (und falls nötig Kompressionsriemchen vorsehen). Wobei die Kompression beim Tragen durch die Flossen zustande kommt. Zum "Schnittmuster": Ich habe die Seitenteile mit den RVs einfach auf die vorbereiteten Front- und Rückseiten aufgenäht. Netz und Flossen sind in eine Falte der Rückseite eingenäht, so dass das auch von innen sauber aussieht. Beim Aufnähren der Seiten (mit den RVs) muss in den kleinen Rundungen in den Ecken die Nahtzugabe bis nahe an die Naht eingeschnitten werden.
     
  19. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf waldradler in Sarek-Runde 2021   
    Keine Ursache, ich freue mich, die Eindrücke hier teilen zu können. Die Landschaft ist wirklich besonders, das gibt es bei uns nicht. 
    Da aller guten Dinge bekanntlich 11 sind - nicht nur in Köln - endet diese Wanderung mit 
    Tag 11:
    Am nächsten Morgen ist das schöne Wetter leider wieder vorbei. Nach dem Aufwachen rieche ich feuchte Luft, es tröpfelt sanft auf mein Tarp, und die Wolken hängen direkt 100 m über mir. Puh, was für ein Wetter. Das macht mir den Abschied aus dem Sarek immerhin etwas leichter. Leider hat sich damit auch die Frage erledigt, ob ich heute noch auf den Vuojnestjåhkkå steige, was mir am Vortag zwei Wanderer empfohlen hatten. Es ist schon wieder kein passendes Wetter für eine Bergtour... 

    Ich packe also meinen nassen Kram zusammen und stapfe los. Nur mit Schwierigkeiten finde ich den Pass über die Vuojnesskájdde (man sieht einfach nix). Auch die Brücke über den Guhkesvákkjåhkå suche ich lange und sehe sie dann erst, als ich schon fast davor stehe. Kein Wunder, sie ist genauso grau wie das Gestein drumherum:

    Kurz darauf, hinter dem Nienndo, hört der Trampelpfad auf und der Sarek zeigt noch einmal alles, was er so an Terrain zu bieten hat: Weidengestrüpp, Sümpfe, Blockfelder, alles durcheinander in wilder Kombination. Irgendwie komme ich da durch. Bei dem Regen macht es nicht mehr so viel Spaß und die Felsen sind rutschig, sodass man wahnsinnig aufpassen muss:

    Die letzte ernsthafte Furt geht über den Njábbejåhkå und ich beschließe, dahinter mein Zelt aufzubauen:

    Die Furt ist gar nicht so schwer, aber mit dem, was mich anschließend erwartet, habe ich überhaupt nicht gerechnet: Ich lande in einem Märchenwald!

    Einerseits habe ich mich in der kargen Landschaft durchaus nach Bäumen gesehnt, doch jetzt kommen sie in solcher Masse und stehen so dicht, dass kaum noch ein Durchkommen ist. Ich kämpfe mich also durch ein Durcheinander aus Birken und dicken Felsen, steige über glitschigen Waldboden hinauf und hinab, halte mich an nassen Baumstämmen fest, die mich volltropfen, nur um anschließend vielleicht vor einem großen Tümpel zu stehen, sodass ich wieder einen anderen Weg suchen muss. Der Gang durch diesen Wald ist aber wirklich toll, ein Erlebnis für sich.
    Einen Zeltplatz gibt es allerdings in dieser Wildnis beim besten Willen nicht, sodass ich mich weiter voran arbeiten muss. Für ein paar hundert Meter braucht man hier eine Stunde. Irgendwann finde ich dann den Pfad, der in der Karte (sowohl in der Fjällkarte als auch bei Openstreetmap) eingezeichnet ist (dem GPS sei Dank), ab dann geht es etwas zügiger voran. Aber auch dieser Pfad ist stellenweise nur ein großes Schlammloch, bei dem man bis zum Unterschenkel versinkt.
    Mangels Zeltmöglichkeiten gehe ich einfach immer weiter, bis ich schließlich schon an meinem Ziel unten am Wasser ankomme. Am Ufer beginnen dann die ersten Anzeichen menschlicher Aktivitäten (vergammelte Wohnwagen). Ich gehe über den ersten Damm auf die Insel Jiertásuoloj, um dort einen Schlafplatz zu suchen. Der Bus fährt ja erst morgen früh um 10 Uhr. Zunächst versuche ich es am südlichen Ufer, doch die Insel ist hier ein einziger Felsen und kein Hering geht in den Boden. Schließlich finde ich kurz vor 22 Uhr im Nordosten der Insel oberhalb eines Schotterwegs eine klitzekleine Stelle Heideland, auf der man so gerade eben liegen kann und wo die Heringe zumindest ein bisschen Halt finden. Immerhin wachsen hier im Zelt sogar Blaubeeren für das Morgenmüsli  :

    Auf diese Weise endet meine Sarek-Runde 2021. Ein bisschen wehmütig werde ich schon, als ich zum Sliehkok zurückblicke, wo vor elf Tagen alles begonnen hat:

    Insgesamt war es eine wunderschöne Tour. Auch wenn es manchmal sehr anstrengend war und ich während der langen Regentage auch mal am Sinn der Sache gezweifelt habe, hatte ich doch eine tolle Zeit mit vielen neuen, ungewöhnlichen Eindrücken. Die Verkürzung der Tour auf elf Tage war völlig richtig, da diese Länge für mich absolut ausreichend war. Natürlich hätte ich gerne auch noch viele andere Gegenden im Sarek gesehen, etwa die Luohttoláhko-Hochebene, das Rapadalen und das Pårte-Massiv. Außerdem wäre ich gerne auf den ein oder anderen Berg gestiegen, um mir die Sache mal von oben anzuschauen. Aber das muss dann eben auf ein anderes Mal verschoben werden...
     
  20. Danke!
    moritz hat eine Reaktion von zopiclon erhalten in PCT speed hike Packliste (sub 4kg)   
    OT: Z.B. die hier.
  21. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf skullmonkey in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    77g in Größe Regular, 106 g in Größe Large, so schwer (leicht) sind die Wasserfesten Camera Pods vom HMG. 
  22. Gefällt mir!
    moritz reagierte auf Nero_161 in 1. Schlafsack-Nähprojekt   
    Tadaaa!
    Mein MYOG Schlafsack ist (bis auf den Gummizug in der Kapuze) fertig!
    Ich nenne ihn Midnight, wegen des schönen dunklen Blautons
    Die endgültigen Daten:
    447g Gesamtgewicht, bei ca 220g 860er Daune (meine eigenen Berechnungen pro Kammer habe ich ein wenig großzügig ausgelegt), macht 227g für die Hülle.
    Außenmaterial ist das blaue 10D Ripstop von Extex, Innen ist das 10D fabric in charcoal grey (eher braun als grau) und in der Kapuze das schwarze 10D Ripstop von adventurexpert.
    ---
    Wenn hier wer an einer genauen Beschreibung der Herstellung interessiert ist gerne melden!

    Mit meinen 165cm passe ich locker rein und habe in der Länge noch ein paar cm Platz. In der Breite ist er für mich als Seitenschläfer sehr geräumig mit genügend Platz um die Knie anzuziehen etc. Erst unterhalb der Hüfte wird er schmaler bis zur Fußbox. Damit ist er vermutlich nicht ganz so wärmeeffizient aber sehr komfortabel und genau das was ich bei käuflichen Exemplaren in dieser Gewichtsklasse vermisst habe. 

    Loft grob gemessen zwischen 9-11cm -> durchgehende Kammern, d.h. die Daunen können verschoben werden. Das ergibt laut der Formel etwa eine Komforttemperatur von 6° - Limit 0°C - ob das auch real hin kommt werde ich wohl erst testen können wenn es wieder kalt wird. Zufrieden bin ich, wenn er mich bis etwa 5° warm hält


    110cm langer 3C Reißverschluss mit Abdeckleiste und Saumband als Einklemmschutz.

    Das Packmaß ist etwas größer als erwartet: in den Kompressionssack meines Decathlon Trek900 0° passt er gut rein und lässt sich bis zum Anschlag komprimieren, einen Packsack mit zwei Kordelzügen werde ich noch nähen: "locker" 35cm, "komprimiert " 20cm x 16cm!
    ---
    Der erste Test folgt heute Nacht
  23. Gefällt mir!
    Bei all meinen MYOG Projekten habe ich bisher eine große Sache ausgelassen: Quilts & Schlafsäcke. Ich sah bisher einfach keinen Bedarf, da groß etwas zu ändern, da ich mit meinem Cumulus Magic 100 Zip äußerst happy war/bin.
    Durch die wirklich sehr lang anhaltenden Niedrigtemperaturen dieses Jahr, kam aber nun doch mal der Wunsch auf, noch etwas dickeres zu haben und die gängig kaufbaren Lösungen stellten mich dabei nicht ganz zufrieden.
    Die Eckdaten waren früh klar:
    250g 900-1000FP hydrophobe Daune Baffle-Konstruktion, aber minimal ausgeführt Maße wie mein Magic 100 Zip Temperaturziel: ~0°C Komfort (eigenes Empfinden - meinen Custom Magic 100 mit 140g 900FP habe ich z.B. bis 6°C schon genutzt) dank @Ronsn mit dem Gedanken ihn auch im Camp zur Wärme zu tragen (so wie hier z.B.: https://youtu.be/aUxr8Djf6Jo) Nach etwas Recherche war zudem klar, dass das Hauptmaterial Argon 49 von Dutchwaregear wird - leichtere daunendichte Stoffe gibt es meines Wissens aktuell nicht. Insofern war dieses auch schnell bestellt - einmal in Coyote Brown und einmal Charcoal Grey für die Innenseite. Das 0.5oz NS50 Noseeum Mesh für die Baffles hatte ich ansonsten durch mein Zelt ohnehin schon da. Als Nadeln wählte ich die kleinsten Microtex 60/8 und ein graziles Alterfil S120 Garn.
    Beim Baffle Design habe ich dann lange hin und her überlegt, viel recherchiert und bin letztlich über zwei sehr spannende Konzepte gestolpert: Karo Step Box Baffles (inkl. Abwandlungen alá Loco Libre Dragons Breath) und das Design der Nunatak ARC UL Quilts.
    Da ich schon bei einem "klassischen" Baffle Quilt mitgeholfen und dabei eine Abneigung gegen das mühselige Berechnen, Abwiegen und einzeln Befüllen der Box-Baffles bekommen hatte - ging die Planung anfänglich ganz in die Karo Step Richtung. Dann bin ich aber glücklicherweise auf einen extrem spannenden Beitrag / Quilt von "Schmusebaerchen" bei Outdoorseiten.net gestoßen: Klassische Baffles, aber mit Lücken im Mesh!
     
    Somit präsentiere ich euch heute meinen Partial Box Baffle Quilt: Ein grundlegendes Baffle Design wie ein Nunatak ARC UL, aber mit partiellen Bafflewänden, sodass Daunen nachträglich verschoben werden können und zudem über eine einzige Öffnung befüllt werden konnte!
    Diese Kulmination der beiden Systeme begeisterte mich sofort, denn m.M.n. ist der ARC UL perfekt designt und dank der partiellen Meshwände spart man nun zum einen massiv Baffle-Material und zum anderen das nervige Befüllen.  Konkret wählte ich dabei  2x5cm Baffle Stücke (inkl. Nahtzugabe - Zielhöhe der Baffle waren 3cm) und 5cm Lücken zwischen diesen. Meine Box-Baffles haben zudem wie beim Magic 100Zip eine Gesamtbreite von 14cm. Mein Design stand nun also und so ging es dann auch an die Umsetzung.

    Der Prozess des Aufzeichnens und Nähen war entsprechend alles andere als einfach und bedurfte sehr viel Konzentration - das galt umso mehr, da ich mich auch entschlossen habe im Torsobereich noch einen Differenzialschnitt (gesamt 11cm schmaler) einzubauen.

    Am Ende war dann aber alles soweit vernäht und ich hatte eine fertige QuiltHülle mit sagenhaften 100g vor mir liegen.
    Nun fehlte also nur noch die Füllung - dazu hatte ich anfänglich schon 900FP Cumulus Daune geordert und auch bereit liegen. Nachdem ich dann in den USA 1000FP Daune entdeckt hatte, kam ich aber noch mal ins wanken... Letztlich habe ich ihn nun aber doch mit 900FP (EU!) hydrophober Cumulus Daune gefüllt. Nach meinen Infos sind die US Standards nämlich wohl ~50FP wegen der Daunenvorbehandlung (bestmögliches Bauschverhalten) und weitere ~4,3% (also etwa 40FP) wegen der unterschiedlichen Messstandards höher. Bedeutet die 1000FP US Daune wäre wohl nur eine 910FP EU Daune... Oder anders gesagt hätte die Cumulus Daune nach US Standards vermutlich ~990FP.
    So oder so sind jedenfalls gestern dann 250g feinster polnischer Daune im Sack gelandet. Füllen und insbesondere das Verteilen hat dann noch mal gut Zeit in Anspruch genommen, aber nun ist er fertig und reif für seinen ersten Einsatz:

    Gesamtgewicht mit 250g Daune: 350.8g!
    Die Fußbox ist mittels 1,7mm Elastikkordel verschließbar - lückenlos dank cranial versetztem Kordelkanal. Dort findet sich zudem eine Aufhängeschlaufe aus 1,3mm Dyneema.

    Im Kopfbereich ist ebenfalls ein Kordelkanal mit OffSet-Öffnung, welcher aber unterhalb der ersten Baffle verläuft - somit ergibt sich ein wunderbar flauschiger und dichter Wärmekragen; alles ohne, dass einem die Kordel im Gesicht hängt.

    Am Rücken wird das Ganze mit drei 10mm Micro Center Push Buckles verschlossen - diese können zudem für die Montage an/auf der Isomatte genutzt werden. Obendrein gibt's am Übergang zur Fußbox natürlich eine Zugentlastung (und eine weitere kleine Schlaufe - just in case).

    Der Loft beträgt sagenhafte 14cm! Gemäß der allgemein angenommenen Näherungsformel von @wilbo, käme man damit sogar auf eine Komforttemperatur von ~ -7°C für Männer! Ansonsten kann er zudem dank der dunklen Innenseite super in der Sonne trocknen.

    Zum Abschluss noch ein paar Bilder mit mir (180cm) - inkl. "Camp-Kleidungsmodus".


    Erfahrungsberichte nach Nutzung werden folgen.
  24. Betrübt
    moritz hat eine Reaktion von icefreak erhalten in 1000€ für Gear - wie beschenkt Ihr Euch selbst?   
    OT: MYOG? Das dürfte für Dich doch ein Leichtes sein 
  25. Gefällt mir!
    moritz hat eine Reaktion von Krokodilalli erhalten in Mesh Netz reparieren (gerne quick&dirty)   
    Besonders quick&dirty wären Kabelbinder. Aber man muss auch kein Nähkünstler sein um das zu flicken: einfach mit einem starken Garn mehrfach kreuz und quer über die Löcher (nicht die äußersten Machen am Rand der Löcher nutzen um Ausreißen zu vermeiden), die Enden des Garns gut verknoten und fertig ist die Laube. 

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