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Ultraleicht Trekking
martinfarrent

Braucht man gegen Zecken ein Innenzelt?

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Hier wurde neulich an einer bodenlosen Mosquitopyramide moniert, dass sie gegen Zecken nicht schütze.

Das nahm ich zum Anlass, ein bisschen zu recherchieren... und kam zu dem äußerst vorläufigen Schluss, dass man gegen Zecken kein Netz oder Innenzelt mit Boden braucht, sondern (aufgrund ihrer 'Jagdmethode') nur eine ausreichend große Bodenplane. 

Mir scheint jedenfalls, dass Zecken nicht horizontal am Boden wandern, bis sie ein Opfer finden. Fragt sich nur, wie viel Abstand zum Gestrüpp eine einfache Bodenplane schaffen müsste, um hinreichend Schutz zu bieten (und ob ich überhaupt Recht habe ;-)  ).

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Leider nicht ganz richtig, Zecken bewegen sich durchaus auf ihre Opfer zu, sofern diese statisch an einem Fleck ausharren, wie es z.b bei der Nachtruhe der Fall ist. 

Allerdings kommen die Zecken nur sehr langsam voran. Ich meine mal etwas von einem Meter in der Stunde gelesen zu haben. 

Außerdem halten sich Zecken vorzugsweise in bodennahem Bewuchs auf, also Gras, niedrige Sträucher und Büsche, usw.. Und Zecken meiden sauren Boden. Wenn man also zum Schlafen um ein paar Meter in bewuchsarmen Nadelwald ausweicht, macht man es den Zecken schwer einen im Schlaf zu überfallen. 

Wildwechsel sollte man natürlich auch meiden. 

Um aber wirklich sicher zu sein hilft nur ein geschlossenes, sehr engmaschiges Netz. 

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vor 24 Minuten schrieb martinfarrent:

Hier wurde neulich an einer bodenlosen Mosquitopyramide moniert, dass sie gegen Zecken nicht schütze.

Das nahm ich zum Anlass, ein bisschen zu recherchieren... und kam zu dem äußerst vorläufigen Schluss, dass man gegen Zecken kein Netz oder Innenzelt mit Boden braucht, sondern (aufgrund ihrer 'Jagdmethode') nur eine ausreichend große Bodenplane. 

Mir scheint jedenfalls, dass Zecken nicht horizontal am Boden wandern, bis sie ein Opfer finden. Fragt sich nur, wie viel Abstand zum Gestrüpp eine einfache Bodenplane schaffen müsste, um hinreichend Schutz zu bieten (und ob ich überhaupt Recht habe ;-)  ).

In der Praxis habe ich mit meiner Liebsten andere Erfahrungen gemacht.

Helsport Lavvulight mit kompletter Bodenplane und meine Liebste hat 2* morgens eine Zecke.

Seitdem bevorzug sie klar Zelte mit IZ.

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vor 39 Minuten schrieb Andreas K.:

Leider nicht ganz richtig, Zecken bewegen sich durchaus auf ihre Opfer zu, sofern diese statisch an einem Fleck ausharren...

Aber aus welcher Entfernung werden Opfer erkannt? Rein theoretisch: Wenn ich 50cm Abstand zum Planenrand hätte, würde mich die Zecke noch wahrnehmen? 

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vor 36 Minuten schrieb P4uL0:

Mann kann natürlich auch so ein Vieh mit ins Zelt tragen, aber sie bewegen sich definitiv auch selbstständig fort.


Nee mit Sicherheit nicht, da waren wir mit Waldarbeiten beschaeftigt und haben uns entsprechend abends nach dem Waschen sorgfaeltig abgesucht, wobei mich ja eh die Viecher zum Glueck nicht moegen.

Was ja auch Einige machen, die mit Tarp & Tyvek unterwegs sind, dass sie die Bodenplane mit DEET traenken...wobei das nach dem was ich ueber DEET-Mtelchen verstanden habe, dann eigentlich jeden Abend wiederholt werden muesste...aber solange es funktioniert...was wirkt, hat recht...8-)

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Wir haben im Sommer oft Zecken abzupflücken.
Meine Vermutung ist, dass sich die Viecher erst mal an die Kleidung hängen, um sich dann in Ruhe ein appetitliches Fleckchen Haut zu suchen. Ich würde also die angehängten Zecken mit ins inner nehmen ...

Wenn einige Kleidung und der Rucki draußen bleibt, suchen dann die Zecken nicht mit vorliebe die verschwitzen Sachen auf?

bearbeitet von wilbo

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vor 7 Minuten schrieb P4uL0:

Ich denke nicht das wie wirklich gezielt auf einen Wirt zulaufen, sondern das sie eher beim herumirren zufällig auf einen stoßen.
 

Laut Wikipedia gehen einige Arten aktiv auf Jagd. Habe auf die schnelle leider keine seriösere Quelle gefunden 

Zitat

Unter den Zeckenarten gibt es prinzipiell zwei Strategien der Wirtsfindung:

  • Lauerer klettern auf eine Pflanze (z. B. einen Grashalm oder einen Busch) und halten sich mit den hinteren Beinen fest. Das vordere Beinpaar strecken sie in einer charakteristischen Pose weit nach außen vor, so dass sich eine T-Form ergibt. Sobald ein potenzieller Wirt sie berührt, halten sie sich an diesem fest. Zu den Lauerern gehört z. B. der Gemeine Holzbock.
  • Jäger bewegen sich aktiv auf der Suche nach Wirtsorganismen vorwärts. Sie sind mit 5–8 Metern pro Stunde schneller als Weinbergschnecken (4,2 Meter pro Stunde).[6]

 

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Nach dem Video oben von Sacki nehme ich nurnoch eine verschliessbare- - ultraleichte - Blechtonne mit, in welche ich mich hineinlege.

Das auch Zecken sich bewegen war mir klar, aber das ist doch ein wenig verstörend. Jedoch steht es in keinem Verhältnis zu den paar Zecken die ich in meinem Leben so hatte.

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vor 4 Minuten schrieb Maximilian:

Das auch Zecken sich bewegen war mir klar, aber das ist doch ein wenig verstörend. Jedoch steht es in keinem Verhältnis zu den paar Zecken die ich in meinem Leben so hatte.

Geht mir ja so ähnlich, hat auch @khyal erwähnt... ich passe irgendwie nicht richtig in das Beuteschema einer Zecke. Woran es liegt? Keine Ahnung. Ich rauche relativ regelmäßig, khyal aber nicht. 

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Das scheint ähnlich wie bei Mücken zu sein; manche Leute werden gefühlt einfach öfter gestochen bzw. "schmecken" wohl besser ;-)

IMG_4196.jpg.231d7040710cafcdf165efaa3c9b158d.jpg

Das war mal meine "(Zwischen!-)Ausbeute" nach einem Arbeitstag in einem irischen Wald. Am Ende kam ich auf über 45, davon erstaunlicherweise nur 2 Bisse. Auch wenn man die Viecher vermutlich einfach mit ins Innenzelt schleppen wird, würde ich dennoch immer ein geschlossenes Innenzelt vorziehen.

EDIT: Mit regelmäßigem (!) und gründlichen (!!) Absuchen dürfte schon viel gewonnen sein; helle Kleidung erleichtert natürlich das Absuchen.

bearbeitet von moritz

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Also mich haben schon zweimal Zecken noch zu Hause ca einen Tag nach der Rückkehr erwischt, obwohl ich mich sofort nach der Rückkehr gründlich geduscht hatte (ohne Zecken zu finden) und frisch eingekleidet. Ich vermute mal, dass die Zecken die Klamotten verlassen haben, die ich kurz auf den Fußboden geworfen habe, bevor ich sie in die Waschmaschine befördert habe. Und später haben sie mich dann erwischt, möglicherweise über Socken, die ich abends vor dem Bett ablege.

Dagegen hatte ich beim Winterbiwak und kühlen Temperaturen unter 5°C auch ohne Innenzelt noch keinen Zeckenbiss, vermutlich weil die Zecken dann inaktiv oder sehr langsam sind.

Also im Sommer Innenzelt plus DEET plus Vorsicht trotzdem ab und zu ne Zecke, im Winter ohne Innenzelt, ohne DEET, ohne Vorsicht keine Zecken.

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Bei meiner 2monatigen  Deutschland-Nord-Süd-Wanderung hatte ich trotz "nur Tarp" keine einzige Zecke (obwohl mich diese Sch...viecher sonst eher mögen). Ob's an diesem Setup lag?

- Helle lange Trekkinghose, mit Nobite getränkt,

- GG-Polycro-Groundsheet mit 20 cm breitem Rundum-Rand aus Soft-Tyvek, imprägniert mit einem Insektizid (z.B. Paral).

Entweder ist diese Kombi die perfekte Tarp-Anti-Zecken-Waffe ODER ich hatte einfach nur Glück ..

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vor 11 Minuten schrieb Roldi:

- GG-Polycro-Groundsheet mit 20 cm breitem Rundum-Rand aus Soft-Tyvek, imprägniert mit einem Insektizid (z.B. Paral).

Ungefähr dahin ging mein ursprüngliches Denken: Wie viel Rand muss sein? An eine (offenbar ratsame) Imprägnierung hatte ich nicht gedacht - danke dafür.

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Ich fühle mich nur bei Temperaturen unter 10 Grad einigermaßen sicher vor Zecken  (irgendwo habe ich mal gelesen, dass sowohl Zecken als auch Mücken erst bei 10 grad richtig aktiv werden - und es deckt sich mit meinen Biss / Sticherfahrungen, deshalb hab ich es einfach noch nie hinterfragt). Ich nehme deswegen immer ein rundum geschlossenes Zelt - Borreliose-Erfahrungen habe ich familiär hinreichend gemacht um da keine Experimente mehr zu machen.

OT: Vor 3 Wochen war ich im Elsass, und da wurden auf einem Markt Socken angepriesen, die angeblich dauerhaft zeckenabweisend sein sollen. Hat jemand mal was davon gehört? Ich habe mich dummerweise da nicht genauer drum gekümmert, sondern nur um den Käse...

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Also hier im Südwesten der Republik achte ich immer in den warmen Monaten auf ein geschlossenes Schlafsystem! Gerne tarptent oder Tarp mit Biwacksack (MLD Superlight mit großem Kopfnetz). Besser eine Hängematte ;-)??

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Ist man denn mit Hängematte ohne Netz vor Zecken gefeit - abgesehen von der Möglichkeit, sie selbst mit rein zu schleppen? Es besteht also keine Gefahr, dass sie von weiter oben auf einen runter hopsen oder über die Leinen zu einem rüber krabbeln?

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vor 27 Minuten schrieb Roiber:

Ist man denn mit Hängematte ohne Netz vor Zecken gefeit - abgesehen von der Möglichkeit, sie selbst mit rein zu schleppen? Es besteht also keine Gefahr, dass sie von weiter oben auf einen runter hopsen oder über die Leinen zu einem rüber krabbeln?

Dass sie über die Leinen kommen halte ich für unwahrscheinlich; dass sie von weiter oben herunterfallen dagegen schon eher. Ich habe bei der o.g. Aktion überwiegend in Bäumen gearbeitet wobei auch einige Zecken direkt auf die Hände gekrabbelt sind (waren idR allerdings auch moosbewachsene Laubbäume - bei Nadelbäumen sieht das vllt anders aus).

Mal abgesehen von zuhause bleiben, gibt es meines Erachtens keinen 100%igen Schutz vor Zecken. Natürlich lässt sich das Risiko durch die hier im Thread genannten Maßnahmen (orientiert an Gebiet und Jahreszeit) reduzieren, aber am Ende muss man das vielleicht einfach als eine der Gefahren des Draußenseins akzeptieren.

 

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Hab pro Jahr etwa 30 von den Viehchern an mir hängen, und da hilft wirklich nur Absuchen bevor man sich hinlegt und ein dichtes Netz.
Und wenn man in Zeckengebieten unterwegs ist- bei mir sind es die sehr verseuchten schwedischen Schären und mein Garten- unbedingt im Frühjahr eine Fsme- Impfung.
Zecken haben Chemorezeptoren für Co², Ammoniak, Milchsäure- also können einen Schläfer recht gut wahrnehmen.
Was helfen soll- sich vor dem Schlafengehen waschen, Strümpfe und verschwitze Klamotten aus dem Zelt fernhalten.
Ist natürlich nicht so ganz einfach.... :-D
(hab gerade gegoogelt- hier steht was über die sehr feinen Sinnesorgane der Tierchen https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Holzbock )

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hab mir letzten November ein SMD Lunar Solo LE zugelegt, eben weil ich die Zeckenplage nervig finde.

In 5 Tagen hatte ich 50 von den Tierchen an mir hängen,  man dreht sie dann raus und gut ist.

Allerdings hatte ich auch 3 Zecken an der Wirbelsäule und da kommt man einfach nicht dran.

Juckt den ganzen Tag unter dem Rucksack und das nervt. Und ziemlich dick werden die auch in einer Woche.

Mal dieses Jahr sehen, wie das mit geschlossenem Zelt aussieht.

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vor 8 Minuten schrieb immermüde:

In 5 Tagen hatte ich 50 von den Tierchen an mir hängen,  man dreht sie dann raus und gut ist.

Ich glaube, momentane State of the Art ist rausziehen, nicht drehen. Zecken haben kein Gewinde. Am besten mit Zeckenkarte, dann ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten, dass das Tierchen sein innerstes – samt Borrelioseerreger – in einen entlehrt. :wacko:

vor 8 Minuten schrieb immermüde:

Allerdings hatte ich auch 3 Zecken an der Wirbelsäule und da kommt man einfach nicht dran.

Bei sowas würde ich auch fremde Menschen unterwegs mal ansprechen, ob sie Hand anlegen können. :unsure: Ich bin übrigens sehr ungelenkig kommen trotzdem an jede Stelle an meinem Rücken ran, erst Recht mit Zeckenkarte. Bist du so muskulös, dass du einen toten Winkel hast?

Zum Topic: Zecken sind der Hauptgrund, wieso ich immer im Biwaksack schlafe und nicht direkt, offen unterm Tarp. Ich denke, vieles ist auch Kopfsache, durch meine FSME-Impfung ist das Risiko einer ernsthaften Erkrankung auch relativ klein, aber ich kann diese Viecher einfach nicht ausstehen. :angry:

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