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Ultraleicht Trekking

Ranger

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  1. Danke!
    Ranger hat eine Reaktion von apiko erhalten in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Für Creme gibt es auch in Apotheken diese kleinen Dosen mit Schraubdeckel (Aponorm ).
    Günstig und leicht auf dem Foto sind jetzt 50ml 20ml 10ml zu sehen
    (7g/3g/2g) gibt es aber auch noch in andern Größen.
    Dazu ein halber MC Donalds Kaffeeumrührer um die Creme gut rauszuholen.
     

  2. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von mosven erhalten in Welche aktuelle Powerbank?   
    hey danke erstmal @MosVen
    hmmm gibt es bessere Kandidaten bei ähnlichem gewicht
    für mich eigentlich wichtig wie schnell sind die 18650 wieder voll..
    weil Kontakt mit Steckdosen dann oft nur temporär stattfindet
    und da das schnellstmögliche aufSaugen an _/_/_/(((ENERGIE)))\_\_\_ wichtig ist.
     
  3. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von Dave erhalten in Was lest Ihr gerade?   
    Lese mal wieder ;-)
    Der natürliche Kompass
    Tristan Gooley

     
  4. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von Vee erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  5. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von bieber1 erhalten in Impressionen aus meinem Schlafzimmer   
    War auf einer kurzen dreitages Tour
    Schlafzimmer: Naturehike cloud up 2 (upgrade)



     


  6. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von J_P erhalten in Impressionen aus meinem Schlafzimmer   
    War auf einer kurzen dreitages Tour
    Schlafzimmer: Naturehike cloud up 2 (upgrade)



     


  7. Gefällt mir!
    Ranger reagierte auf Mars in 5 Tage auf dem Jura Crest Trail (Schweiz)   
    Der Jura Crest Trail ist eine von «Schweiz Mobil» ausgeschilderte Route (Nummer 5). Sie führt von Zürich nach Genf und ist 320 km lang. Die Route beginnt entweder in Nyon am Genfer See oder im absoluten Wanderhotspot Dielsdorf in der Nähe von Zürich. Um es etwas banaler auszudrücken: Die landschaftliche Schönheit der Route von Dielsdorf bis nach Hauenstein hält sich in sehr engen Grenzen. Wer unbedingt Meilen fressen will, kann das machen, aber es ist ungefähr so spektakulär wie die letzten 3 Meilen des PCT. Niemand würde diese Meilen gehen, wenn nicht das Monument oder das Ende des offiziellen PCT nach diesen drei Meilen verortet wäre.
    Ich bin also am 29. Mai 2019 in Hauenstein gestartet – ich habe den ganzen Trail schon letztes Jahr und zuvor durchwandert. Militärhistorisch interessierte finden am Wegesrand Bunker aus dem zweiten Weltkrieg. Diese Bunker haben glücklicherweise niemals eine Schlacht erlebt und objektiv gesehen, wären sie wohl ziemlich nutzlos gewesen. Frankreich hatte schon vor der Entstehung dieser Bunker gewaltige Anlagen gebaut, die sogenannte Maginot-Linie. Die Wehrmacht umging diese Anlagen durch Nachbarländer und eroberte in der Folge Teile Frankreichs. Es gibt zwar mehrere Tausend dieser Bunker in der ganzen Schweiz, aber sie hatten eben allenfalls psychologische Wirkung. 
    Die Route führt ab Hauenstein auch über eine während dem ersten Weltkrieg von der Armee erbaute Strasse, damals beschloss die Schweizer Regierung die Grenzen zu besetzen. Glücklicherweise wurde die Schweiz auch während dem ersten Weltkrieg von kriegerischen Handlungen verschont, jedoch starben viele Soldaten während dieser Besetzung an der Spanischen Grippe. Die Schweizer Armee ist nicht unbedingt die schnellste Truppe, als die Nutzlosigkeit der Maginot-Linie längst feststand, bauten die wackeren Schweizer z.B. Bunker mit Drehtürmen auf dem Gotthard, die dann 20 km weit feuern konnten. 
    Panzersperren, hierzulande liebevoll Toblerone genannt, begegnen einem denn auch auf der ganzen Route. Grundsätzlich gibt es zu allen Panzersperren immer auch Bunker. Es ist ein netter Zeitvertreib, diese Bunker im Gelände zu suchen. 
    Bei schönem Wetter kann tatsächlich atemberaubende Aussicht in die Schweizer Alpen genossen werden. Das Panorama ist wunderschön und natürlich gibt es immer wieder Panoramatafeln, damit man diese Gipfel dort auseinanderhalten kann. Der Weg verläuft ungefähr zwischen 1000 und 1400 m über Meer und die Landschaft ist ziemlich offen. Typische Juraweiden eben. Unter der Woche trifft mensch dort oben keine Sau, obwohl das Schweizer Mittelland nur einen Steinwurf entfernt ist. 
    Dafür schon mal ganze Familien von Gämsen. Diese sind sich Wanderer gewohnt und je nach Situation heben sie nicht mal den Kopf. Es hat Füchse und Rehe, jedoch im Jura keine Murmeltiere. Der Boden ist ab und an aufgegraben, so wie dies nur Wildschweine tun können. Diese Spuren können auch aussehen wie vor fünf Minuten angelegt. Wildschweine sind jedoch einem hohen Jagddruck ausgesetzt und entsprechend scheu. Die Begeisterung der Bauern ob den Wildschweinen hält sich ebenfalls in Grenzen. Falls man in der Nacht unterwegs ist, lohnt sich allenfalls die Anschaffung einer sehr starken Stirnlampe (über 750 Lumen). Damit habe ich schon Luchse gesehen. 
    Unter Wanderern hält sich dafür die Begeisterung ab den vielen Kühen ggf. in Grenzen. Die Wanderwege verlaufen oftmals durch die Kuhweiden. Schweizer Bauern sind keine Freunde der Traurigkeit, sie neigen dazu ihre Kühe auch bei regnerischem Wetter auf den Weiden zu lassen. Entsprechend sieht die Weide danach aus. Es gibt durchaus ein paar Stellen, wo der geneigte Wanderer durch einen Kuhsumpf wandern darf. Aus Kostengründen werden die Kühe übrigens nicht auf «Leave No Trace» trainiert und sie hinterlassen ihren Dung halt da wo sie gerade sind oder auch während dem Schreiten. 
    In der Schweiz ist die Mutterkuhhaltung populär geworden.  Aus Tierschutz-technischer Sicht klar begrüssenswert, jedoch gab es dadurch auch schon tödliche Unfälle. Mutterkühe verteidigen ihren Nachwuchs, es kann eine sehr dumme Idee sein, ein schnuckliges Kälblein streicheln zu wollen. Kühe trampeln und sind über eine halbe Tonne schwer. 
    Am ersten Tag bin ich also ungefähr 30 Meilen weit gewandert und danach aus Temperatur-Gründen ein wenig Richtung Tal gegangen. Übernachtet habe ich mit Hilfe eines Tarps mit dem klingenden Namen «Starlight two» der englischen Unternehmung Lightwave. Dieses Tarp hat Ösen aus Metall (nicht wirklich leicht) und wird mittlerweile zu Mondpreisen angeboten. Aus purem Sadismus ist die ohnehin wilde Form nicht symmetrisch. Dies hebt die Stimmung nach einem langen Wandertag ungemein und ist auch in der Dunkelheit sehr praktisch, da man fast eine App benötigt, um dieses Teil sinnvoll aufzuspannen. 

    Dazu habe ich den Enlightened Equipment Bivaksack verwendet. Schlafsack kam von Yeti aus Deutschland. Zwecks Hebung des Komforts in nie dagewesene Höhen habe ich zudem eine 4 mm Schaumstoffmatte von Expeed verwendet (die ich mir zurecht geschnipselt habe). Damit schlafe ich das ganze Jahr, Zuhause aus ästhetischen Gründen mit einem weisen Leintuch darüber. In der ersten Nacht wurden diese leider etwas feucht und die Kälte drückte ein wenig durch. Es gibt schlimmeres. 

    So machen wir das in der Schweiz: Die Antenne auf dem Berg unter den Wolken ist der Chasseral. 
    Am zweiten Tag standen erneut 30 Meilen auf dem Programm, vom Grenchenberg ging es über den Chasseral und danach durch eine Schlucht hinunter ins Tal. Diesmal war es trocken, zur Sicherheit habe ich aber trotzdem zwei grosse Plastiksäcke unter meine Komfortmatte gelegt. Schon besser. 
    Am dritten Tag stand der Vue des Alpes und der Creux du Van auf dem Programm, diesmal waren es 37 Meilen. Der Creux du Van ist eine grosse Touristenatraktion, selbst ungeübte Wanderer erreichen diese halbkreisförmige, 160 m hohe Felswand von einem nahegelegenen Bahnhof aus oder sie können sogar mit dem Wagen bis auf einen Kilometer nahe heranfahren, es gibt ein Restaurant. Während meines Aufstiegs sah ich durch die Bäume einen Helikopter der Rettungsflugwacht REGA. An diesem Ort bedeutet dies leider überhaupt nichts Gutes. Jemand hatte ein Selfie von sich machen wollen und war ausgeglitten. Jede Hilfe kam zu spät. Am Creux du Van lebt auch eine Kolonie von Steinböcken, sie zeigen sich jedoch nur bei einigermassen ruhigen Verhältnissen. 
    Nach dem Creux du Van folgte eine längere Strassenwanderung, ich kam an einer Rolle mit schwarzer Plastikfolie vorbei. Du sollst nicht stehlen, jedoch fand ich abends beim Aufbau meines Nachtlagers ein zweckmässiges Stück von ebenfalls schwarzer Plastikfolie in meinem Atompacks Rucksack. Ich bitte um Verständnis, dass ich mich nicht genau an jede Begebenheit erinnern kann. 
    Am nächsten Tag ging es dann durch das malerische St. Croix und das nicht minder malerische Valorbe zu meinem letzten Camping in der Nähe von Le Pont am Lac de Joux, wieder 30 Meilen.
    Während diesem kurzen Hike habe ich auch andere Wanderer mit Zelten gesehen. Leider waren alle aus meiner Sicht ziemlich überladen. Wandern mit mehr als 20 kg am Rücken würde mir jedenfalls keinen Spass bereiten. Dazu kamen immer sehr schwere Wanderschuhe, welche vernünftiges Vorankommen verunmöglichen. Ja, der Weg ist steinig und nicht immer sehr flach aber mit diesen Schuhen legt man seine Fussgelenke mehr oder weniger still. Dadurch verzichtet man auf die Möglichkeit, Schläge und Druck auf mehr Gelenke zu verteilen. Aus Angst vor Misstritten überlädt man so seine Knie. 
    Dazu kommt der offenbar seltsame Humor gewisser Schweizer. Hilleberg gilt als non-plus-ultra, aber nicht etwa die immer noch viel zu schweren Einpersonen Zelte, sondern die schweren, sechspfündigen Tunnelzelte. Es gibt tatsächlich Leute, die müsste man im Interesse der Allgemeinheit vor sich selber schützen. Knieoperationen sind kostspielig. 
    Wichtig: Wasser. Ich empfehle ständig 2.5 Liter dabei zu haben. Es gibt immer weniger Kuhweiden und damit immer weniger Möglichkeiten an Wasser zu kommen. Es gibt nur noch ganz wenige offene Brunnen, da die Bauern auch Wasser sparen müssen, meist sind es nur noch Tröge mit Pumpen. Diese schalten sich aus, wenn der Trog voll ist. Falls einem das Wasser ausgeht, muss man also Wasser aus diesen Trögen nehmen und dies sollte man dann wirklich filtern, weil die Kuh steht dann daneben. 
    Auch wichtig: Bargeld. Es gibt zahllose kleine Restaurants, die aber nur Bargeld wollen. Vermutlich ist auch deren Bereitschaft, Euros zu akzeptieren begrenzt. 
  8. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von roli erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  9. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von Banause erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  10. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von Jan erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  11. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von RosiRastlos erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  12. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von Pip erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  13. Gefällt mir!
    Ranger reagierte auf Wanderfisch in Der grüne Tunnel oder 5 Tage auf dem Saar-Hunsrück-Steig   
    Gelaufen: 27.4. bis 1.5.19

    Etappe 1: Perl bis Orscholz - ca. 25 km
    Am Dreiländereck führt der Pfad hinauf in den Wald. Es stürmt und regnet, eine Aussicht hat es nicht, dafür schillert der Mischwald in sattem Grün. Eine Handvoll Wanderer biegt auf den Moselsteig ab, und so bin ich ganz allein auf dem S-H-Steig unterwegs, das wird sich in den kommenden fünf Tagen auch kaum ändern. Als ich an der rekonstruierten Villa Borg vorbei komme, geht ein Graupelschauer nieder.


    Kurz danach: blauer Himmel. Echtes April-Wetter eben. Am Meditationscenter komme ich an einem kleinen Wasserfall vorbei, der einzige auf diesem Weg. Steigungen und Höhenunterschiede gibt es nicht viele und so laufe ich entspannt bis Orscholz an der Saarschleife weiter. Am ersten Tag habe ich immer Anlaufprobleme, meine Füße tun weh, ich brauche Pension.

    Etappe 2: Orscholz bis Losheim am See - ca. 31 km
    Das Cloef-Atrium mit Touri-Info ist so früh am Morgen noch geschlossen. Kein Mensch weit und breit, als ich das Highlight dieses Wanderwegs erreiche: die Wolken verhangene Saarschleife. Auf dem Weg hinunter nach Mettlach eröffnen sich schöne Blicke ins Flusstal.

    Man durchquert den Ort und hat Gelegenheit für eine Pause oder einen Versorgungseinkauf bevor man sich wieder in die Höhe schraubt. Eine Weile geht es dann über Felder und Wiesen bis man im Saarhölzbachtal dem gleichnamigen Wasserlauf folgt. Historische Grenzsteine sind Zeugen aus einer Zeit, als das Saarland nicht zu Deutschland gehörte.

    Die Wegführung verläuft abwechselnd über Wiesen, dann wieder an Bächen und Weihern vorbei. Bei Losheim empfangen mich dröhnende Bässe, das Hexentanz-Festival ist voll im Gange. Hier geht was ab. Der Campingplatz ist rappelvoll. Die Mucke gefällt mir und ich bleibe. Der Himmel reist auf und präsentiert mir einen Sonnenuntergang und das Versprechen auf Wetterbesserung.

    Etappe 3: Losheim bis Weiskirchen - ca. 20 km
    Während die Metaller und Goths noch ihren Zaubertrank ausschlafen, bin ich schon wieder unterwegs. Die Sonne scheint, aber es ist noch frisch.

    Die Wegweiser verweisen auf einen Umweg, ich höre keine Sägen oder Maschinen und laufe munter den originalen Pfad weiter. Es geht hinauf nach Scheiden, dem höchstgelegensten Dorf des Saarlandes. Hier gilt es, ein paar Felsen zu bewältigen, einmal hilft ein Seil beim Anstieg. Dann war’s das auch schon wieder mit sichtbaren geologischen Besonderheiten.


    Höhepunkt des Tages ist das Wisent-Gehege, denn der Chef-Wisent war gerade zuhause und bereit, für einen Schnappschuss zu posieren. In Weiskirchen befindet sich eine Jugendherberge für den preisbewussten Wanderer sowie ein Supermarkt für den Re-Supply.


    Etappe 4: Weiskirchen bis Reinsfeld - ca. 27 km
    Die heutige Tour steht im Zeichen des Wassers, Bäche sind stetige Begleiter und ein Ohrenschmaus, wie sie mal leise murmelnd, mal munter plätschernd den Wanderer auf verschlungenen Pfaden begleiten, welche dank ausgewaschenem Wurzelwerk mit hohem Stolper-Potential versehen sind.

    Leider gibt’s keine Erfrischung für den durstigen Pilger, denn der Grimburger Hof unterhalb der gleichnamigen Burg ist geschlossen, aber es gibt einen Brunnen in der Nähe. Auf dem Rest der Etappe durch das Wadrilltal sind kaum noch Höhenmeter zu bewältigen. Beim Abholpunkt “Frau Holle” angekommen, organisiere ich mir eine Übernachtungsmöglichkeit.

    Etappe 5: Reinsfeld bis Nonnweiler Stausee - ca. 25 km
    Die letzte Etappe führt bei strahlendem Sonnenschein auf die Höhen an Gusenburg und Hermeskeil vorbei. Es stehen keine besonderen Herausforderung bevor, nur ein sanftes Auf und Ab. Hinweisschilder am Wegesrand verweisen auf die Entdeckung ehemaliger Hügelgräber, ich kann allerdings außer unspektakulären Erdwällen im Gelände nichts erkennen und muss den Informationstafeln glauben.

    Noch einmal erklimme ich einen kleinen Hügel, dann geht es nur noch hinab bis zum Fuß der Talsperre in Nonnweiler. Im Endspurt steige (ok: keuche) ich die Staumauer hinauf. Oben wartet bereits mein Trailmanager mit eiskalter Limo und leckerem Imbiss.

    Fazit: Naturbelassen, viele Single-Trails, außergewöhnlich gute Wegmarkierung, hier ein großes Lob an die Wege-Scouts des S-H-Steigs. Orte werden oft umgangen, daher sind Einkehrmöglichkeiten gering und Selbstversorger im Vorteil. Brunnen oder andere Wasserquellen sind selten, daher in der heißen Jahreszeit eher zu viel Wasser mitführen, als durstig bleiben.

    Übernachtungsmöglichkeiten sind im ersten Abschnitt dürftig, da entweder ausgesetzt oder extrem feucht, auch Schutzhütten fehlten, das bessert sich aber ab Etappe 2. Der Trail war so einsam, dass man direkt auf dem Weg hätte campen können. Auf der gesamten Wanderung sind mir nur zwei Pärchen entgegen gekommen. In meiner Richtung sind auch nur eine Handvoll Wanderer der Deuter-Fraktion unterwegs gewesen.

    Besondere Höhepunkte für den kulturbewussten Wanderer gibt es eher wenige, dafür aber ganz viel Grün auf schmalen Pfaden, Blätterrauschen, Vogelgezwitscher und Bachgeplätscher gratis dazu, sowie Sichtungen von Rehen, Hasen, Waldmäusen und Wildschweinen. Einheimischen begegnet man durch die naturnahe Wegführung fast gar nicht. Die wenigen, denen man über den Weg läuft sind eher wortkarg.
    Beurteilung meiner Ausrüstung:

    Rucksack:
    Der Hyberg Attila Baujahr 2018 bleibt im Rennen, auch wenn er nicht perfekt ist: Zu breite Riemen, ungünstige Position der Hüfttaschen, schlechter Zugriff zur Wasserflasche in den Seitentaschen. Trotzdem: lieber werde ich anpassen als neu kaufen. Am Rücken sitzt er perfekt und bleibt trotz Dauerregen innen fast ganz trocken (ein Liner kann aber nicht schaden).
    Biwak:
    Die OR Biwaktüte hat bei mir den letzten Einsatz erlebt, ich brauche mehr Platz. Dann lieber nur noch Tarp (bisher Yuedge). Die TaR Z lite ist trotz ihres Packvolumens eins meiner Lieblingsstücke, da sie auch tagsüber als spontane Sitz- oder Liegegelegenheit dienen konnte. Der Nordisk +4 war ausreichend, ist aber mit 900g ziemlich schwer.
    Ausrüstung:
    Die faltbaren Black Diamond Trekkingstöcke waren auf dem S-H Steig kein Muss, aber für mich wegen gelegentlicher Knieprobleme unerlässlich. Wahrscheinlich hätte einer gereicht, denn ein “Steig” war das nicht wirklich.
    Schuhwerk + Socken:
    Meine Lowa Inox mit Smartwool Socken haben meine Füße bei dem nasskalten Wetter prima trocken gehalten und mir den nötigen Grip gegeben, wurden aber bei Sonnenschein schnell zur Qual. Beim nächsten Trip kommen die neuen Altra Lone Peak 4.0 Trailrunner zum Einsatz. Zur Entspannung trug ich abends erstmalig die Xero Amuri Cloud Sandalen mit Injiji Socken. Geile Teile. Nachts zog ich wetterbedingt für draußen wasserdichte Sealskinz Socken über die ollen aber dollen handgestrickten Wollsocken.
    Kochen, Essen, Trinken:
    Trotz weniger Einkehrmöglichkeiten habe ich meinen Kocher (MSR und Esbit Titantopf) gerade einmal für ein Essen hervorgeholt. Lieber esse ich “richtig”, d.h. kaufe Snacks, Joghurt, Aufschnitt, Brötchen zum Vespern ein. Das Kochset bleibt also das nächste Mal zuhause. Von einer 1,5l Plastikflasche aus dem Supermarkt für Wasser habe ich zur besseren Lastenverteilung auf 2x 0,75l gewechselt. Da manche Brunnenzuläufe oberirdisch verlaufen, kam mein Sawyer Filter zum Einsatz. Sicher ist sicher. Die Deuce #2 hat sich - Ihr wisst schon wofür - bewährt.
    Kleidung:
    Die OR Helium II Regenjacke mit Üla Rock haben sich bei Regen-, Hagel- und Graupelschauer zum Wind- und Wetterschutz wieder mal als perfekt erwiesen. Die gute alte Jack Wolfskin Wanderhose hat sich bei der Witterung auch wieder bewährt. Dazu gab’s im Schichtprinzip ein Icebreaker T-Shirt, darunter ein Ex Officio Langarmshirt, dazu Panties der gleichen Marke. Alternativ habe ich eine Craft Boxer ausprobiert, deren Nähte aber nach einiger Zeit unangenehm an empfindlichen Stellen gescheuert haben. Die ebenfalls zum Test mitgenommene Icebreaker Boxer hat sich hingegen als angenehm erwiesen. Als Schlafset waren Icebreaker Longjohns und ein weiteres T-Shirt dieser Marke zum Einsatz, darüber ein weiteres echtes Lieblingsstück: die Enlightened Equipment Climashield Jacke, sowie ein Beanie und der unerlässliche Buff.
    Was ich vermisst habe, bzw. ändern werde:
    Nächstes Mal kommt wieder mein Schweizer Messer mit, das Mini-Messer aus dem Viktorinox Maniküreset ist einfach zu klein. Wegen der gemischten Witterung hätte ich gern einen Kufa Schlafsack (gern auch leichter als 900g). Ich liebäugle bereits mit dem EE Convert Apex Custom. Als Shelter steht nun ein Zpacks Plexamid V oder ein TT Aeon Li hoch auf der Wunschliste. Dazu werde ich mal die Diskussion hier im Forum weiter verfolgen. Bis dahin tut es mein Tarp.
    Vielen Dank für’s Lesen. Tips oder weitere Hinweise hierzu nehme ich gern entgegen.

  14. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von Freierfall erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  15. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von Backpackerin erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  16. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von mtp erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  17. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von ALF erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  18. Witzig!
    Ranger hat eine Reaktion von gregoreasy erhalten in Was war die unnötigste Ausrüstung, die ihr je dabei hattet?   
    Ne 10L Solardusche die ich 2 jahre mitgenommen hab, in der Vorstellung ich füll die im Dorf und dusch dann schön im Wald.
    Hab ich nie gemacht weil ich nachmittags dann kein bock hatte noch 10Kg Wasser in Wald zu schleppen.
    Die Vorstellung find ich aber immer noch reizvoll
  19. Gefällt mir!
    Ranger reagierte auf hiker in Schlafplatz/Schlaf set-up   
    Hm, ich habe keine Schwierigkeiten einen Schlafplatz zu finden. Nach 2-3x wild draußen übernachten / zelten bekommt man irgendwie automatisch ein Auge für ein gutes Plätzchen. Klar, manchmal sieht man haufenweise tolle potentielle Übernachtungsmöglichkeiten - viel zu früh. Und diese schönen Plätze sehe ich auch bei Tageswanderungen, Spaziergängen...
    Im Vorfeld mache ich mir keine Gedanken dazu, das wäre mir zu unflexibel. Ich laufe so wie ich Lust habe.
    Auf Tour habe ich bisher immer was brauchbares gefunden. Wenn ich alleine unterwegs bin laufe ich eben so lange wie ich kann/will/was passendes gefunden habe... und wenn's gerade dunkel wird habe ich nicht mehr so große Ansprüche auf Schönheit, Aussicht, 'Infrastruktur' (Bank, Stein, Wasser, ...) ... ich lege mich einfach ein Stück vom Weg entfernt auf eine ebene Fläche. (Oder auf eine Bank, auf den Aussichtspunkt, je nachdem.) Ja, das reicht mir für die Nacht.
    Morgens laufe ich meist ein Stückchen um dann an der ersten schönen/sonnigen/geeigneten Stelle einen leckeren Kaffee zu kochen.
    Nur Mut - einfach losgehen - ein Platz findet sich immer. Vielleicht nicht zu viele Gedanken machen?
    Anfangs könnte es vielleicht helfen zu zweit loszuziehen... falls man eher unsicher ist...
    Viel Erfolg!
  20. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von Wanderfisch erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  21. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von RosiRastlos erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  22. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von sja erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  23. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von Wander-Gurke erhalten in Vorstellungsthread   
    Sodele stell ich mich auch mal vor, komme aus BaWü (Biberach a.d. Riss)  ich lese schon eine Weile hier mit.
    Ich bin nun seit zwei Jahren laufend dabei und mit ca. 13 kg am Rücken. (all icl.)
    Das ändert sich aber 2019  bisher bin ich in Deutschland verschiedene Jakobsweg-abschnitte gelaufen.
    ich mag es im Wald zu pennen, Zelt muss für mich aber sein wegen Kleingetier: Fliegendes und krabbelndes.
    habe inzwischen einiges reduziert: Zelt von 2,6kg auf 1,5kg Schlafsack von 1,7kg auf 1kg regenjacke auf 150g usw.. Freue mich hier zu sein und werde sicher auch den ein oder anderen Beitrag verfassen.


  24. Danke!
    Ranger hat eine Reaktion von sja erhalten in Schlafplatz/Schlaf set-up   
    Aber zurück zur Frage wie macht ihr das mit der Schlafplatzsuche..
    Auch ca. eine Stunde vor einbruch der Dunkelheit halte ich ausschau nach Wald da geh ich dann ersmal aufm Weg rein und dann aber weg vom Weg mitten in den Wald, so das ich keinesfals von einem Weg aus gesehen werden kann und Ich auch keine Hochsitze sehen kann.

    Was ich am Wald Toll find:
    Man ist Quasi unsichtbar
    so gut wie kein Morgentau.(je nach Waldbeschaffenheit)
    Ich will ja auch wieder früh los.
    Abendessen immer vorher irgendwo anderst.
    Frühstuck auch erst nach ein bischen Laufen.
     
  25. Gefällt mir!
    Ranger hat eine Reaktion von felix erhalten in Schlafplatz/Schlaf set-up   
    Aber zurück zur Frage wie macht ihr das mit der Schlafplatzsuche..
    Auch ca. eine Stunde vor einbruch der Dunkelheit halte ich ausschau nach Wald da geh ich dann ersmal aufm Weg rein und dann aber weg vom Weg mitten in den Wald, so das ich keinesfals von einem Weg aus gesehen werden kann und Ich auch keine Hochsitze sehen kann.

    Was ich am Wald Toll find:
    Man ist Quasi unsichtbar
    so gut wie kein Morgentau.(je nach Waldbeschaffenheit)
    Ich will ja auch wieder früh los.
    Abendessen immer vorher irgendwo anderst.
    Frühstuck auch erst nach ein bischen Laufen.
     
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