Jump to content
Ultraleicht Trekking

Chobostyle

Members
  • Gesamte Inhalte

    708
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch


Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    Chobostyle hat eine Reaktion von Jedi_im_Morgenmantel erhalten in Absolute Minimal-Ausrüstung für Alpen   
    Probiere eine Tour mit Minimalgepäck im Flachland oder Mittelgebirge, vielleicht mal ein Wochenende oder so. Taste dich ran um herauszufinden, was für dich funktioniert. Dein Vorhaben halte ich für Wahnsinn bei deiner Erfahrung...kann klappen, muss aber nicht.
  2. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf schrenz in Einfach mal ein Dank ans Forum   
    So, da im Augenblick ja saisonbedingt eh weniger los ist und ich mich im Zug nach Pirna langweile, will ich einfach mal dem gesamten Forum meinen Dank ausdrücken! Wieviel Spass ich am Wandern dazugewonnen hab lässt sich nur schwer in Worte fassen, vor ein paar Jahren erst stiller UH Mitleser hab ich mich zuerst etwas halbgar weiterentwickelt, aber immerhin wurden die Rucksackgewichte einstellig und irgendwie hab ich jetzt noch mehr Freude am Experimentieren entdeckt, jetzt steht für 5 Tage Elbsandsteingebirge ein Nigor Moyo neben mir (5-6 Kilo inkl. 2 Liter Wasser und Verpflegung ).
    Danke liebe Mit-ULiminaten
    Jens
  3. Betrübt
    Chobostyle reagierte auf Dennis in Status Tapatalk   
    Hey Leute, ich habe vor ein paar Wochen angekündigt, dass ich Tapatalk jederzeit abschalten könnte bzw. müsste. Einige der Probleme haben sich noch immer nicht ganz geklärt. Viele große deutsche und europäische Foren haben mittlerweile Abstand von Tapatalk genommen und ich denke ich werde das nun auch durchziehen müssen.
    Die Mobile Version des Forums ist mittlerweile eigentlich auch so gut nutzbar, dass es niemanden abholten sollte das Forum weiterhin zu nutzen. Trotzdem bitte hier einfach um euer Verständnis und hoffe, dass wir alle damit Leben können und die Mobile Version noch besser machen als sie sowieso schon ist.
    Bei Fragen oder technischen Problemen schreibt mir einfach eine kurze PN mit dem Problem.
    PS: Es gibt auch nur noch eine Hand voll Nutzer, die diese App überhaupt noch in diesem Forum nutzen.
  4. Gefällt mir!
    Chobostyle hat eine Reaktion von Mittagsfrost erhalten in Bequem sitzen im Lager   
    Tiefe Hocke üben! Ist irgendwann wirklich bequem, wiegt nix und ist auch gesund. Kann jedes Kind und macht es intuitiv.
  5. Witzig!
    Chobostyle hat eine Reaktion von danobaja erhalten in You Probably Don't Need to Shower   
    Wegen Geruch: seit einiger Zeit nehme ich statt Deo nur noch Kaiser Natron. Backpulver geht auch. Einfach mal testen. Achsel bisschen mit Wasser feucht machen und dann Fingerspitze Pulver verreiben --> kein Geruch, auch nach intensiver Anstrengung nicht. Das ist wirklich weltklasse und günstig noch dazu. Ein Deo mit Kokosöl und Natron habe ich auch selbstgemacht, das nutze ich auch ganz gerne zwischendurch, ist meines Erachtens aber unnötig schwer und aufwändiger in der Herstellung ;).
    PS: Man muss aber vorsichtig sein. Mich haben im Fitnesstudio schon Leute angeschaut als würde ich gerade ne Prise Koks einnehmen als ich mein weißes Pulver ausgepackt habe nach dem Duschen 
  6. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf khyal in Auszeit und wohin jetzt?   
    Kann ich nur unterstreichen.
    Erstmal ein paar Wochenenden gehen, dann vielleicht 2 Wochen auf so etwas wie einen Jakobsweg, Fischerman´s Trail o.A.
    Die Abbruchquote bei Leuten, die sich da nicht rangetastet haben, liegt extrem hoch.

    Um eine neue Ausrichtung im Leben zu finden, kann man das auch anders kombinieren bzw in Kombination andere Sachen machen wie z.B. Visionssuche...Wir hatten z.B. in unserem Camp vor 3 Jahren jemand der von D bis Sued-Toskana mit dem Fahrrad angereist ist...

    Und wenn Du Dich mit Dir selbst beschaeftigen willst, such Dir nicht eine Herausforderung, die immer wieder so gross ist, dass Du Dich mit allem Moeglichen beschaeftigst, nur nicht mit Dir
     
  7. Witzig!
    Chobostyle reagierte auf Einzelkämpfer in You Probably Don't Need to Shower   
    Du musst mal in den USA eine Schnupftabakdose nehmen und Dir eine Prise raufziehn  
    Liess sich aber klären mit den Sicherheitsleuten 
     
  8. Witzig!
    Chobostyle hat eine Reaktion von AlphaRay erhalten in You Probably Don't Need to Shower   
    Wegen Geruch: seit einiger Zeit nehme ich statt Deo nur noch Kaiser Natron. Backpulver geht auch. Einfach mal testen. Achsel bisschen mit Wasser feucht machen und dann Fingerspitze Pulver verreiben --> kein Geruch, auch nach intensiver Anstrengung nicht. Das ist wirklich weltklasse und günstig noch dazu. Ein Deo mit Kokosöl und Natron habe ich auch selbstgemacht, das nutze ich auch ganz gerne zwischendurch, ist meines Erachtens aber unnötig schwer und aufwändiger in der Herstellung ;).
    PS: Man muss aber vorsichtig sein. Mich haben im Fitnesstudio schon Leute angeschaut als würde ich gerade ne Prise Koks einnehmen als ich mein weißes Pulver ausgepackt habe nach dem Duschen 
  9. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf kImperator in Online-Karte mit Wasserbrunnen im Schwarzwald?   
    Mit OsmAnd+ kann man POIs nach belieben besonders darstellen.
    Habe mir Filter für Wasser angelegt (öffentliche WCs, Gemischtwarengeschäfte, Quellen, Brunnen, etc)
    Das macht die Suche sehr viel einfacher
     
  10. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Stromfahrer in Sammel-Backing für Firefly - Zahnstocher-Feuerstahl für das Schweizer Messer   
    Update: Die Nachlieferung von Tortoise-Gear ist seit 8 Tagen in Deutschland, hat aber Frankfurt leider noch immer nicht verlassen.
    Ich bereite aber den Weiterversand nun vor, damit ihr zumindest bei mir nicht zu lange warten müsst. Schaltet schon mal eure PP-Konten scharf.
  11. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Christoph in Ein Overnighter auf dem Maximiliansweg zwischen Hochfelln und Berchtesgaden   
    Ich möchte Euch kurz von meinem 2-tägigen Kurzausflug am vergangenen Wochenende berichten. Nachdem ich im letzten Jahr bereits ein Stück des Maximilianswegs gegangen bin, hatte ich mir dieses Mal die letzten Etappen vom Gipfel des Hochfelln bis nach Berchtesgaden vorgenommen. Für die Profis ist das natürlich wie Kindergeburtstag, aber wenn man zwischen einer 60 Stundenwoche Arbeit und Familie sich die Zeit für eine Solotour abzwicken muss, bin ich über diese Tour mehr als froh. Zur Orientierung hatte ich mir die GPS Tracks von Fernwege.de heruntergeladen. Auf der Tour wollte ich auch meine neuen Schuhe (Salomon Speedcross), den Esbit Kocher und vor allem mein selbstgenähtes Tarp testen.
    Für diejenigen, die es interessiert, hier meine Packliste: https://lighterpack.com/r/cnvs9g
    Die ersten Kilometer nach dem Gipfel des Hochfelln auf dem es sonntags um halb 10 noch ruhig zuging, ging es auf sehr schmalen, fast schon überwachsenen Pfaden bergab Richtung Ruhpolding. Sobald die Ausläufer von Ruhpolding begannen, wurden die Wege breiter und waren durchgängig asphaltiert. Auf diesem Abschnitt bis nach Inzell bin ich sicherlich 2 ½ Stunden oder mehr entweder direkt auf Straßen oder neben Straßen auf asphaltierten Rad-/Gehwegen gelaufen und hatte den Entschluss, diesen Teil des Maximilianswegs zu laufen schon ziemlich bereut. Ganz anders war dann der Abschnitt ab dem Einsiedlhof in der Nähe von Inzell. Es geht beständig bergauf, im wahrsten Sinne der Worte bis auf twa 1.450m. Der Weg führt an der Kohleralm vorbei, wo man, wenn man freundlich fragt, ohne Weiteres seine Wasservorräte aufstocken kann. Von hier ist es ein Katzensprung auf den Gipfel des Gamsknogel, der aber nicht direkt auf dem Maximiliansweg liegt. Da ich noch weiter Richtung Bad Reichenhall laufen wollte, ließ ich ihn links liegen. Dieser Abschnitt bis hin zum Listsee in der Nähe von Bad Reichenhall war für mich der schönste Teil dieser Wanderung. Man bewegt sich eine Zeitlang knapp an der Baumgrenze entlang. Mit ein bisschen Trittsicherheit war dieser Abschnitt kein Problem und die Aussichten waren umwerfend. Auf der Zwieselalm gönnte ich mir einen Strammen Max und begann auf den Kilometern danach einen schönen Schlafplatz zu suchen. Ich fand ihn ganz in der Nähe des Listsees, etwa 4km vor Bad Reichenhall. Der Listsee selbst ist nicht groß, aber die Farbe des Wassers ist außergewöhnlich und man kann wunderbar Forellen beobachten.

    Bei trockenem Wetter, kaum spürbaren Wind, gab es an dem Tarp nichts auszusetzen. Danke und Gruß an Alex von Bergreif für das Schnittmuster und Wilbert für die Abspannleinen. Sie halten wirklich bombig! Obwohl der Untergrund nahezu komplett eben war, rutschte meine Neoair auf der Polycryo Unterlage wie schon beim letzten Mal ständig hin und her. Hier suche ich noch Abhilfe. Mückenprobleme gab es überhaupt nicht, aber beim nächsten Ausflug ist ein Bugbivy dabei und die Polycryo bleibt daheim. Der Esbitkocher war prima, etwas Wasser für das Thai Curry Fertigpack vom DM und anschließend kochendes Wasser für einen Tee. Danach brannte die 14g Esbittablette noch munter weiter. Vielleicht muss ich auf eine kleinere Tablettengröße umsteigen. Am zweiten Tag war das Tarp um 6 Uhr abgebaut und die Strecke nach Bad Reichenhall schnell gelaufen. Zu so früher Stunde war die Stadt noch recht ausgestorben, aber eine frische Butterbrezn gab‘s trotzdem. Für einige Kilometer hatte man wieder Asphalt unter den Füßen. Richtig schön wurde der Weg wieder nach Bayerisch Gmain. Ab da läuft man quasi bis nach Berchtesgaden weitestgehend auf ungeteerten Wegen mit ständigem Blick auf den Watzmann. Ich habe in diesem Abschnitt festgestellt, dass der von mir verwendete GPS-Track vom richtigen Maximiliansweg auf den letzten Kilometern abwich. Berchtesgaden lebt noch vom Ruhm der Vergangenheit und wartet heute mit viel Touristenklimbim auf. Es gibt schönere Orte.

    Würde ich diese Abschnitte des Maximilianswegs anderen empfehlen? Eine Aussage fällt mir schwer, es gibt auf diesen ca. 60km, die ich gelaufen bin, wunderschöne Abschnitte und andere an denen ich geflucht habe, weil mir vom Asphalt die Füße in den Salomons weh taten. Für mich war es trotzdem eine anstrengende und zugleich erholsame Auszeit aus dem Alltag.
     
  12. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Dingo in Touren mit Baby (Zelt, Unterlage, Schlafsack,...)   
    Du willst ein Zelt mit kleiner Stellfläche, Minimalgewicht, robust. Eher Doppelwand wegen Zugluft. Irgendwie finde ich das kniffelig. 
    Vielleicht müsst ihr euch den Bedürfnissen eures Neugeborenen erstmal unterordnen und nicht umgekehrt.
    Das Baby braucht nicht viel, aber Routine und ein vertrauter Platz ist wichtig. Für das Baby ist ALLES neu, jeder Sinneseindruck eine Premiere.
    Es gibt auch genug Hinweise und Rat ein Neugeborenes NICHT zwischen die Eltern zu legen, ebenso sind luftundurchlässige Unterlagen ganz schlecht. Bei einem engen Zelt würde ich das beherzigen, im Bett nicht so dogmatisch. Du ahnst sicher, welches Thema ich damit andeute.
    Vielleicht sind Tagestouren oder Touren mit Pensionen einfach für das Kind besser und logistisch entspannter zu bewältigen.
    Und bevors Mecker gibt. Meine Situation ist Deiner nicht unähnlich. Selbst unsere Hippiehebamme rät zum Babybay, bis das Kind sich von selbst drehen, bewegen kann.
     
  13. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf tib in Lavvu   
    Hallo,
    nach langer und harter Arbeit möchte ich euch mein neustes (Meister-)Stück vorstellen. Die Planung begann schon vor über einem Jahr. Zuerst sollte es ja ein Einbogen a la TT Scarp 2 werden, aber ich bin dann wegen dem Fläche-Höhe-Gewichtsverhältnis doch zum Lavvu umgestiegen.
    Als Stoff habe ich für das Außenzelt das 55g Silnylon verwendet. Das habe ich zuerst mit Elastosil mit 1cm Überlappung geklebt und dann als Kappnaht zusammengenäht. Ich muss sagen, dass das vorkleben Gold wert war! Nichts desto trotz bleibt es unter der Maschine eine rutschige Angelegenheit. Die Kappnähte sind zumindest zum Großteil annähernd parallel geworden. Einen großes Dankeschön an @HAL23562 für seine gute Dokumentation des Hexhex, der Kappnähte und des Catcuts. Das hat mir doch an vielen Stellen das Leben leichter gemacht.

    Wieso es dort auf der Rückseite solch eine blöde Falte zieht, war mir vorhin beim Aufbau unerklärlich... Es steht jedenfalls gut, zieht keine größeren Falten und wurde bereits zu Ostern in Frankreich getestet. So sah es dann den einen Morgen ohne nachspannen aus (jaja, beim Trampen im Gewerbegebiet gestrandet):

    Für die Spitze habe ich ganz nach Hal einen Kreis oben eingesetzt. Nur dummerweise habe ich beim Zuschnitt nicht ganz aufgepasst und den von ihm vorgeschlagenen Durchmesser als Radius genommen. Das hat ja anscheinend auch funktioniert. Das einzige Problem das ich damit habe ist, dass die Aufstellstange oben auf diesem Kreis wandert und tendenziell immer auf die Naht rutscht. Da muss ich mal noch nacharbeiten. Vielleicht nähe ich da in die Mitte einen kleinen Schlauch aus Zeltboden, der das verrutschen hoffentlich verhindert. Denkt ihr das funktioniert? Ansonten bin ich über Vorschläge dankbar!
    Bei der RV-Abdeckung habe ich mich an Innovationen probiert und statt Klettverschluss anzunähen kleine Täschchen mit Magneten (die von den Gizeh-Papers – zum Glück gibts Freunde, die bei jeder Gelegenheit sowas sammeln) integriert. In der Abdeckung sind diese einfach eingenäht und an der Tür habe ich von innen kleinen Täschchen angeklebt, in die ich vorher den Magneten eingenäht hatte.

    Das hält zumindest bei 4 von 5 Stellen gut, wobei ich diese bei den meisten Magneten immer durch gegendrücken schließen muss. Von allein funktioniert es bei dem ersten und letzten Magneten.
    Die Hutze habe ich recht großzügig geplant. Dabei hat mir @Andreas K.s Hutzenschnitt die Daten geliefert. Als Verstärkung kommt hier recht steifes Miederband zum Einsatz. Damit bin ich soweit sehr zufrieden.

    Das Loch für den Verschluss der Hutze ist schon drin. Jetzt brauche ich mal noch einen passend kleinen Tanka dafür.
    Die Ecken sind natürlich gedoppelt. Die Linelocs sind an 10mm Gurtband mit Reflektor-Aufdruck festgemacht. Reflektoraufdruck hat auch die Schlaufe für Sturmabspannungen/Lifter neben den Türen. Die restlichen sind ohne Reflektions-Zeugs. Zur RV-Zugentlastung habe ich einen kleinen Karabinerhaken aus Alu genommen. Ob ich da zur besseren Bedienung den Karabinerverschluss abschneide muss ich mal noch gucken. Das ist im Moment noch etwas fummelig.

     
    Das Innenzelt habe ich dann nach einiger Pause relativ schnell zusammengenäht. Irgendwie wollte ich mal fertig werden und die Wohnung von all dem rumliegenden Zeugs befreien. Und außerdem wusste ich, dass das schwierige und exakt zu arbeitende Außenzelt ja was geworden ist.
    Zum Einsatz kam der 26g 2. Wahl IZ-Stoff, das 25g-Moskitonetz und der 90g Zeltboden.
    Der IZ-Stoff ist nicht so schlimm zu verarbeiten, wie ich erwartet hatte. Man sollte es nur nicht zu oft nach dem Zuschnitt von einer Seite des Zimmers in die andere umverteilen, weil es dann doch sehr schnell anfängt wie ein Strohstern auszusehen. Von der Verarbeitung war das Moskitonetz jedoch angenehmer. Das ließ sich gut legen um dann damit eine „gerollte Kappnaht“ zu machen.
    Da das IZ 2/3 der Fläche bedecken soll, muss die Aufstellstange ja in das IZ. Das stellte mich vor die Frage, wie hoch ich denn nun genau aufbauen können will. Bisher hatte ich immer bei 155-160 geplant. Ich entschied mich, für gute Belüftung es etwas größer zu planen. Das stellte sich dann beim ersten Aufbau des IZ als große Entttäuschung raus, weil eigentlich alles nur hing... Mittlerweile habe ich mit elastischen Bändern an den Ecken ein wenig Zug erzeugt und es steht etwas besser. Mal sehen ob ich da noch nachjustieren muss.

    Hier auf dem Bild ist es auch gerade vom Windchen etwas aufgeplustert.
    Die IZ-AZ-Kombi wird in nächster Zeit mal getestet. Da bin ich mal gespannt. lang genug ist es jeden falls geworden.
    Was mir jetzt noch fehlt sind gute (leichte) Heringe und eine passende Aufstellstange. Zu letzterem nehme ich gerne Hilfe entgegen.
    Und jetzt noch die Zahlen:
    Höhe: ca. 160cm
    Breite AZ: 285cm
    Länge AZ: 250cm
    Gewicht AZ: 679g
    Gewicht IZ: 717g
    Also textiles Gesamtgewicht unter 1,5kg... damit bin ich sehr zufrieden.
    Stolz wie Bolle...
    tib
  14. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Stromfahrer in Sammel-Backing für Firefly - Zahnstocher-Feuerstahl für das Schweizer Messer   
    Update: Tortoise-Gear hat den Fehler bestätigt und sendet die fehlenden FireFlys trackbar per USPS. D.h. die kommen wohl binnen 7 bis 10 Tagen in Deutschland an.
    Leider ist USPS – anders als DHL – m. W. kein verlängerter Arm der Zolls. Falls die das in Deutschland an DHL durchreichen, kann ich das nicht an der Tür bezahlen. Ansonsten muss ich warten, bis in Freiburg der amtliche Vorgang gelaufen ist.
    Wie immer: Ich halte euch auf dem Laufenden.
  15. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf wilbo in Moskitonetz am SMD Deschutes Plus reparieren.   
    Jupp,
    das sieht schlimm aus. Ist aber nicht so schwer zu reparieren.
    Du brauchst dazu Seamgrip, etwas Aceton, Frischhaltefolie und ein Stück Moskitonetz für die Flicken.
    Aus dem Reststück Moskitonetz schneidest Du Dir schöne Runde Pads und lange Streifen. Die Pads so groß, dass sie die Löcher Abdecken und die Streifen so lang, dass sie den Triangel Riss schliessen.
    Etwas Seamgrip verdünnst Du mit Aceton bis es eine dickflüssige, ölige Viskosität bekommt. Die Flicken ziehst Du jetzt durch den Kleber und lässt es abtropfen. Ich nehme dazu am liebsten eine Pinzette, weil ich damit die Flicken exakter platzieren kann.
    Wenn das Netz straff ist und nicht aufliegt, könntest Du die Flicken einfach auftragen und trocknen lassen. Sollte das Netz zu faltig sein, kannst Du es auf dem Boden straffen und die Frischhaltefolie darunter legen. Selbst wenn der Flicken jetzt Kontakt zur Folie bekommt, wirst Du sie nachher sauber abziehen können.
    Um die Trocknungszeit zu beschleunigen könntest Du zusätzlich einige Tropfen cotol-240 zur Seamgrip-Aceton-Mischung geben. Damit verkürzt sich die Abbindezeit auf ca. zwei Stunden. Man muss dann aber auch flotter arbeiten, da die Lösung schneller eindickt und sich mit der Zeit nicht mehr so gut mit dem Netz verbindet.
    Am Ende wird das nicht mehr so gruslig aussehen und einen entspannten Umgang mit dem mesh fördern.
    VG. -Wilbo-
  16. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf German Tourist in Ich bin dann mal weg ...   
    Auch ich ziehe mal wieder los und will nun meine Europa Nord-Süd-Durchwanderung beenden: Heute fliege ich nach Schweden und starte in Göteborg auf dem E1 Richtung Nordkap. 3.000 km lang ist die Strecke und ich hoffe, bis Anfang September am nördlichsten Punkt Europas angelangt zu sein. Auf meiner FB- Seite werde ich täglich posten - soweit ich Smartphone-Empfang habe.
  17. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Stromfahrer in Sammel-Backing für Firefly - Zahnstocher-Feuerstahl für das Schweizer Messer   
    Kurzes Update: Bislang sind noch keine FireFlys oder eine Zollbenachrichtigung eingegangen. Eric (Tortoise Gear) schreibt, dass fast alle FireFlys bis Ende kommender Woche ausgeliefert sein sollen.
    Einige Backer, die bereits FireFlys erhalten haben, berichten, dass ihnen der FireFly zerbrochen sei. Eric geht darauf ein sagt deutlich, dass Bruch bei Nutzung entsprechend der beiliegenden Anleitung nicht auftreten sollte. Zu den Besonderheiten des FireFly gehört, dass man wesentlich weniger Kraft für gute Funken benötigt, als von anderen Feuerstählen gewohnt. Für die lesefaulen (nicht seine Worte!) hat er ein Anleitungsvideo gemacht, dass ich euch – auch als Wartezeitvertreiber – nicht vorenthalten möchte:
     
  18. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Stromfahrer in Sammel-Backing für Firefly - Zahnstocher-Feuerstahl für das Schweizer Messer   
    Kurzes Update zum FireFly: Vor zwei Tagen meldete Tortoise Gear: Alle FireFlys wurden versandt
    Eine Trackingnummer gibt es leider nicht.
    Bleibt nur zu hoffen, dass die vollständig und fehlerfrei hier ankommen. Sobald ich die Zollbenachrichtigung habe, funke ich hier wieder rein.
  19. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf JanF in Gas oder Spiritus auf Mehrtagestour?   
    Das Ergebnis der Beratung im Ultraleicht-Forum ist also jetzt, drei Kocher auf eine zehntägige Sommertour mitzunehmen?
  20. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Marko in Westweg: Mein erster Versuch   
    Hallo zusammen,
    nachdem ich von euch viel Hilfe während meiner Vorbereitungen bekommen habe, möchte ich nun auch meine Erfahrung teilen.
    Ich wollte schon länger einen Fernwanderweg gehen, und für den Einstieg bot sich der Westweg an. Beginnt ja direkt vor meiner Haustüre.
    Hier ein Link, zu meiner Packliste https://www.geargrams.com/list?id=45364.
    Es ist nicht alles UL und ich hätte vermutlich ein paar "dicke Brummer" weg lassen können. Aber dazu später mehr.
     
    Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen.
     
    Tag 1
    20.04.2018
    Heute nochmal arbeiten und dann heim, zusammen packen und los. Pforzheim Hauptbahnhof um 16.34Uhr ist Abfahrt über Karlsruhe nach Basel. Ankunft etwa 18.30Uhr.
    Hauptbahnhof Pforzheim, Gleis 4. Ich komme aus der Unterführung zum Gleis, und Steige in die S5 nach Karlsruhe. Es ist übelst warm in der Bahn. An diesem Tag sind ca. 27 grad. Sollte das nicht eigentlich ein Inter Regio sein? Ich schau nochmal in meiner App.Tatsächlich steht da IR2066. In dem Moment ertönt eine Durchsage: "Am Gleis 4 fährt ein der IR 2066, Karlsruhe Hauptbahnhof..." Shit, ich bin an Gleis 5 eingestiegen. Die Bahn steht noch. Schnell raus und ab in den Inter Regio.Hier gibt es eine Klimaanlage, die leider nicht allzuviel bringt. Aber besser als in der S-Bahn. Und durchgeschwitzt bin ich eh. Ruckzuck sind wir in Karlsruhe. Dort steig ich um in den ICE nach Basel. Total überfüllt und ich muss stehn. Später setze ich mich in den Gang. Nach ca. 1,5h fahrt komme ich um 18.42Uhr am badischen Bahnhof an. Nach ein wenig Sucherei finde ich das Symbol, dem ich folgen muss. In der Schweiz ist das etwas schwieriger. Der Westweg führt durch einen Tierpark, der aber geschlossen ist. Nachdem ich ihn umgangen habe, führt mich mein Weg an einem Flussufer entlang. Es ist herrliches Wetter. Menschen sitzen hier am Feuer, hören Musik oder liegen einfach auf der Wiese und lesen ein Buch. Gerne würde ich mich hier auch ein wenig hinsetzen und die Sonne genießen. Keine Zeit. Um halb 9 wird es dunkel, und ich muss an der Daur-Hütte sein, wo ich plane zu übernachten.
    An dem Flussufer laufe ich gefühlt Stunden entlang. Irgendwann geht es linksab über eine Brücke. Dann erstmal bergauf. Dem Markgräfler Wiiwegli folgend. Zuerst bin ich mir unsicher, ob das richtig ist, doch dann seh ich wieder das Symbol des Westweges, und bin auch schon an der Grenze zu Deutschland. Weiter bergauf und immer wieder Treppen. Oben auf dem Tullinger Berg haben sich einige Leute versammelt, um einen wunderschönen Sonnenuntergang zu genießen. Und ich bin auch dabei.Ich mache ein paar Bilder und gehe gleich weiter. "Daur-Hütte 2,2km" steht auf einem Schild. Das könnte genau reichen, bevor es richtig dunkel wird. Und so ist es auch. Es dämmert schon ziemlich, als ich ankomme.
    Während ich im Wald nach Feuerholz für die Grillstelle suche, kommt ein Auto mit lauter Musik angefahren. "Oh nein!" denke ich. Ein junger Mann, gerade 18 geworden wie er mir später sagt, fragt mich: "Wollen sie auch heute hier grillen?" "Ich will hier heute schlafen", antworte ich. Man arrangiert sich, und Timo und Melanie bieten mir sogar ein Steak und ein Bier an, was ich dankend annehme. Eigentlich ist es ein ganz lustiger Abend, bis eine weitere Gruppe Jugendlicher auftaucht, und mir klar wird, dass ich später in der Nacht weiter ziehen muss, und mir einen anderen Schlafplatz suchen. Irgendwann läuft auch noch ein nackter Mann, um die 60, mit einer Taschenlampe vorbei. Leute gibts...
    Um ca. halb 12 laufe ich los. Soweit zurück in den Wald, bis ich nichts mehr von der Geräuschkulisse am Grillplatz höre. Dann errichte ich mir im Wald mein Nachtlager.

    Tag 2
    21.04.2018
    Um ca. halb 7 werde ich wach. Als ich aus dem Schlafsack steige, ist es recht kühl, obwohl ich die ganze Nacht geschwitzt habe. Erstmal packe ich alles zusammen, und gehe zurück zur Daur-Hütte. Da sollte ja noch etwas Glut in der Feuerstelle sein zum aufwärmen, und vielleicht sind die Jugendlichen ja weg. Es ist wirklich niemand mehr hier. Die Asche in der Feuerstelle qualmt noch. Leider ist der Platz komplett zugemüllt. Obwohl dort 5 Mülltonnen stehen. Ich sammle den Müll auf und werfe ihn weg. Außer den in der Hütte. Das wird mir dann doch zu blöd.
    Ein wunderschöner Sonnenaufgang versüßt mir meine Stimmung. Ich mache ein paar Fotos. Zähne putzen, Frühstück und weiter geht es. Ich bin etwa bei Kilometer 10. Heute will ich mindestens 25 km schaffen. Recht zügig trete ich den Weg an. Leider fehlen teilweise Beschilderungen. Kurz nach Egisholz gehe ich etwa 1km in die falsche Richtung. Also wieder zurück. Es ist verdammt heiss, und ich schwitze wie blöd. Mein T-Shirt ist total durchnässt.Immer wieder muss ich Rast machen.Nachdem es einige Kilometer über Feldwege ging, komme ich an das erste Portal bei einer Burg. Ich glaube Röttler-Burg. Das gibt mir wieder Motivation. Die brauche ich auch, denn heute wird es noch sehr anstrengend. Es geht auf den Blauen. Also fast durchgehend bergauf. Um mein Ziel zu erreichen gebe ich etwas Gas. An der Sausenburg gehe ich zuerst vorbei, dann sage ich mir: "Da hat man bestimmt ne schöne Aussicht." Und so ist es auch. Die etlichen Treppenstufen zum Turm lohnen sich. In Kandern gehe ich Einkaufen. Morgen ist Sonntag, und ich brauche außerdem dringend Wasser. Als ich aus Kandern herauslaufe, kommt mir Ben Tüxen entgegen (EinMannImWald). Er hat schweres Gepäck dabei. Ich grüße nur kurz, traue mich nicht ihn anzusprechen. Später in der Hütte am Hexenplatz, einer sehr gemütlichen Hütte mit Ofen, Bänken und Tisch, lese ich im Hüttenbuch seinen Eintrag von gestern. Er geht auch den Westweg Richtung Basel.
    Auf einer Bank im Schatten mache ich um ca. 13Uhr eine Pause. Zu Hause anrufen, essen und trinken, und ich gönne mir einen Energydrink. Zu dem Zeitpunkt bin ich eigentlich schon am Ende meiner Kräfte. So kommt es mir zumindest vor. Aber die Pause tut mir gut. Ich muss einfach nur einen Gang runter schalten. Es ist 14 Uhr als ich weiter gehe. Noch 6h bis es dunkel wird. Also eigentlich noch genug Zeit. Ich gehe jetzt viel langsamer bergauf. Immernoch anstrengend, aber auszuhalten. Ab und zu muss ich trotzdem Pausen machen. Ich bin sowas von glücklich, als ich am Parkplatz auf dem Blauen ankomme. Ich gehe in das Restaurant und esse eine Currywurst mit Pommes, dazu eine Cola. Nachdem ich noch auf der Toilette war, wandere ich weiter. Es geht jetzt schön bergab. Bei der Egerten Hütte treffe ich 2 Wanderer, mit denen ich mich kurz unterhalte. Ich bekomme den Tipp, dass in ca. 3km eine schöne Hütte mit Türe und Grillstelle kommt. Im Vergleich zu meinem letzten Nachtquartier ein echter Luxus. Bis dort hin gehe ich noch, mache mir ein Feuer an, und koche ein Süppchen. Um ca. 22Uhr gehe ich schlafen. 
    Heute habe ich ungefähr 28km gemacht. Als ich wieder zuhause in der Karte nachschaue, fällt mir auf, dass es etwas mehr als 1000 Höhenmeter waren.
     
    Tag 3
    22.04.2018
    Heute Nacht bin ich mehrmals wach geworden, weil mir übelst warm war. Ich habe meinen Schlafsack dieses Mal offen gelassen. Immer wenn ich wach wurde, habe ich ihn etwas angehoben. Das half aber nur kurz. Um ca. 7 Uhr stehe ich auf. Es ist schon lange hell. Nach dem Zähneputzen und Frühstücken telefoniere ich lange mit meiner Freundin. Erst um 8 Uhr habe ich alles zusammen gepackt und gehe los. Heute geht es über den Belchen. Durch viele Wiesen und Kuhweiden laufe ich in der prallen Sonne. Endlich wieder im kühleren Wald, geht es steil bergauf. Sehr anstrengend das Ganze. Insgeheim hoffte ich, meine Tageskilometer von gestern noch zu toppen. Aber jetzt glaube ich nicht mehr daran. Irgendwann laufe ich wieder über Wiesen. Der Ausblick ist herrlich. Oben auf dem Belchen angekommen, setze ich mich erstmal in einen Liegestuhl. Aber die Sonne scheint mir zu stark, und ich muss mich in den Schatten setzen. Ich spüre auch schon ein Brennen im Nacken. Hier oben sehe ich das erste Mal Schne auf meiner Tour. Beim Abstieg wird es sogar noch mehr. Immer wieder muss ich über Schnee gehen. Es wird recht steil und felsig. An einem Bach fülle ich meine Wasserflaschen auf, filtere das Wasser aber vorsichtshalber. Auf dem Weg komme ich immer wieder an Stellen vorbei, an denen ich meine Flaschen auffüllen könnte. Deshalb ärgere ich mich, weil ich das Gewicht umsonst mit mir rum schleppe. In Notschrei setze ich mich im Außenbereich eines Restaurants an einen Tisch. So weit wie möglich weg von den anderen Gästen. Ich möchte niemanden mit meinem Geruch belästigen. Badische Käsknöpfle und dazu eine große Cola gibt es. Von hier wären es noch knapp 10km auf den Feldberg, und es ist 16 Uhr. Ich könnte dort einkehren, mal duschen etc. Aber schaffe ich heute noch 10 km? Es wird steil bergauif gehen, und dort liegt sicher einiges an Schnee. Ich bezahle meine Rechnung. Beim Aufstehen bemerke ich, dass meine Beine nicht mehr so wollen. Sie fühlen sich richtig schwer an. Alles klar. Heute gehe ich nicht mehr auf den Feldberg. Die beste Option, vorher noch zu übernachten, ist die Auerhahnhütte. Dort gehe ich hin. Um ca. 17 Uhr komme ich an, nachdem ich durch tiefen Schnee waten musste. Es ist noch früh, aber egal. Ich habe heute ca. 25km gemacht. Das muss reichen. Ich mache mir Holz zurecht für ein kleines Feuer und fülle meine Edelstahlflasche mit Schnee, den ich später am Feuer schmelzen will. Beim Ausziehen der Schuhe bemerke ich eine Blase am Zeigezeh. Sie ist noch zu und tut zum Glück nicht weh. Mit dem geschmlzenen Schnee wasche ich meine Socken und meine Unterhose, hänge sie zum Trocknen ans Feuer. Zum Essen mache ich mir Couscous mit Gemüsebrühe. Mit Wasser muss ich hier nicht sparen. Überall liegt Schnee. Wie gestern schon, gehe ich um 22 Uhr schlafen. Morgen will ich früh raus, um viele Kilometer zu schaffen.
     
    Tag 4
    23.04.2018
    Im Gegensatz zu meinem Plan früh aufzustehn, wache ich erst um 20 nach 7 auf. Ich lasse mir Zeit, und gönne mir heute sogar das erste Mal einen Kaffee zum Frühstück. Es ist bereits halb 9 als ich los gehe. Es geht gar nicht so steil bergauf, wie ich erwartet hatte. Auch der Schnee stört mich wenig. Das Laufen ist sogar richtig angenehm. Endlich ist es auch nicht mehr so heiss. Auf meinem Weg Richtung Gipfel, habe ich auf dem Feldberg eine herrliche Aussicht. Es herrscht zwar nicht ganz so klare Sicht, aber es könnte schlimmer sein. Immerhin sagt meine Wetterapp für heuteRegen an. Durch den Schnee erkennt man den Weg schlecht, und ich schaue ab und zu auf dem Handy nach, ob ich noch richtig bin. Zum Glück entdecke ich auch Fußspuren. Irgendjemand hatte hier wohl Zehenschuhe an. Dieser Spur folge ich in umgekehrter Richtung. Oben auf dem Feldberg gibt es eine kleine Aussichtsplattform. Bis in die Alpen kann man heute leider nicht sehen. Ein Mann mit seiner ca. 3-jährigen Tochter erzählt mir, dass er hier oben einen allinclusiv Urlaub mit seiner hochschwangeren Frau und seiner Tochter macht. Sowas muss auch mal sein. Nach einer kleinen Plauderei beginne ich den Abstieg. Hier wird es mit dem Orientieren immer schwieriger, aber dank der Fußspuren verlaufe ich mich nicht. Den Berg hinab fließen überall Bäche aus geschmolzenem Schnee. Ich breche im Schnee immer wieder ein. Einmal sogar bis zur Hüfte, und stehe dann in einem Bach. Über mehrere gestürzte Bäume muss ich steigen. Irgendwann geht es nicht mehr so steil bergab, und es liegt auch kein Schnee mehr. Jetzt kann ich etwas Gas geben. Als es anfängt zu nieseln, ziehe ich sofort meinen Poncho über. Ich möchte nicht, dass die Sachen in meinem Rucksack nass werden. Die Regenhose lasse ich erstmal weg. Nach einer Weile fängt es an, wie aus Eimern zu schütten. Da komme ich an einer Hütte vorbei. Es ist 12 Uhr. Wenn ich erstmal eine Mittagspause mache, regnet es vielleicht nicht mehr so stark, wenn ich weiter gehe. Also gehe ich in die offene Hütte und lege den nassen Poncho zum Trocknen hin. Dann packe ich mein Kochzeug aus, und bereite mir Couscous zu. Leider nimmt meine Tour hier eine Wendung. Ich erfahre, dass meine Freundin ernsthaft krank ist, und ich muss die Tour abbrechen. Ich laufe noch die 8 km bis Hinterzarten, wo ich um 15 Uhr ankomme, und fahre dann mit Bus und Bahn nach Hause.
     
    Insgesamt bin ich ca. 85 km gewandert.
     
    Fazit
    Ich war gut vorbereitet. Habe mir im Vorfeld viele Gedanken gemacht, und hatte eigentlich zu viele Sorgen. Ich glaube nicht, dass es noch viel kälter geworden wäre, von daher hätte ich die Steppjacke zuhause lassen können. Mein Schlafsack war für knapp 0 Grad ausgelegt. Viel zu viel. Der 10 Euro Rucksack hat sehr gute Dienste geleistet. Ich hatte fast durchgehend meine Daumen in den Daumenschlaufen eingehängt, und so hatte ich kaum Gewicht auf den Schultern. Meine Z-Lite, die ich geteilt und übereinander gelegt habe zum Schlafen, und den Rucksack unter die Füsse, war ausreichend bequem. Ich hatte keine Rückenschmerzen oder sonst was. In meine Schuhe habe ich mich verliebt. Ich hatte vor, meine Lowa Wendelstein anzuziehen für die Tour. Aber diese musste ich an Lowa senden wegen einer Reklamation. Sie haben mir kostenfrei ein komplett neues Paar geschickt. Eine Woche vor dem Westweg...Mit nagelneuen Schuhen wollte ich den Westweg nicht gehen. Die Adidas Trail Running Schuhe haben sich dann sogar als die bessere Wahl herausgestellt. Die Edelstahlflasche ist relativ schwer, aber ich würde sie wieder mitnehmen.
    Von meiner körperlichen Fitness war ich selbst ein wenig positiv überrascht muss ich sagen.
    Wo ich noch sehr dran arbeiten muss ist die Ernährung auf Tour. Mir hat viel gefehlt wie Fette und Kohlenhydrate. ch habe viele Fitnessriegel gegessen, hätte aber mehr richtige Mahlzeiten zu mir nehmen müssen.
    Ich hoffe, dass ich gerade Einsteigern ein wenig die Nervosität nehmen kann, und gebt mir gerne Tipps, was ich bei einem nächsten Reisebericht besser machen könnte.
    Die Bilder sind leider nicht ganz in der richtigen Reihenfolge.
     































  21. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Marko in Essen einpacken Westweg   
    Übrigens, um zurück zum Thema zu kommen: Ich habe die Cashews und 2 Kuchen zuhause gelassen. Am Samstag und am Sonntag war ich Essen, und am Samstag nochmal Einkaufen in Kandern. Heute habe ich mittags den Couscous leer gemacht, und habe damit alles aufgebraucht, auch das nachgekaufte. Und da ich ja heute heim gefahren bin, hab ich mir beim Bäcker was geholt. Man kann also sagen, das mitgenommene Essen aus der Liste, abzüglich der Cashews und 2 Kuchen, hätte für 1-2 Tage gereicht. Wenn ich die komplette Liste dabei gehabt hätte, 2-3 Tage. Da habt ihr gut geschätzt. Dazu muss man noch wissen, dass ich 63kg wiege, und mir einen täglichen Kalorienbedarf von 3000kcal errechnet habe.
    Ob ich es wohl bis Pforzheim geschafft hätte in den 9 Tagen? 
    Am ersten Tag um 19 Uhr in Basel los, und bis zur Daur-Hütte gelaufen.
    Ca. 10km
    (versucht nie am Wochenende dort zu übernachten)
    Am zweiten Tag bin ich über den Blauen und habe etwa 3km nach der Egertenhütte in einer nicht eingezeichneten Hütte geschlafen ( der Tip kam von einer entgegenkommenden Westweglerin)
    ca 29km
    Am dritten Tag weiter über den Belchen und kurz vor dem Stübenwasen in der Auerhahnhütte genächtigt.(nochmal Kraft tanken für den Feldberg) 17uhr dort angekommen
    ca 25km
    Heute über den Feldberg und dann um 15 Uhr in Hinterzarten angekommen.
    ca 25km
    Wenn ich mich täusche mit den Kilometern sagt Bescheid. Ich gehe von meiner Westwegkarte aus.
    Ich denke es hätte bis Forbach auf jeden Fall gereicht. Und je nach meiner physischen Verfassung im Laufe der Tour hätte ich es bis Pforzheim schaffen können. Wobei ich desöfteren Bergauf an meine Grenzen kam bei der Hitze.
    Vielen Dank nochmal an euch alle für eure Hilfe bei der Sache.
    Gruß Marko
  22. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Mittagsfrost in Tapatalk Inhalte bruchstückhaft verloren   
    Hurra! Es funktioniert wieder.
  23. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Sven in Zelt Kaufberatung für 4 Monate Pilgern   
    Ich Danke für all die guten Vorschläge und bin froh mich hier vorgestellt zu haben. Ich glaube mit meinem momentanen favouriten kann ich sehr gut leben. Vll. stellt sich im Nachhinein fest, dass ein anderes Zelt doch besser geeignet wäre. Auch weiß ich das es z.B. mit dem notch deutlich leichtere alternativen gegeben hätte, aber für meine Momentanen Bedürfnisse und Zielvorstellungen bin ich mit dem StratoSpire 1 gut unterwegs. Zumindest habe ich mir nen paar Gedanken gemacht und für die vielen fachkundigen Hinweise dankbar.  Extrem Ultra Leicht werde ich auch auf diesen Weg nie unterwegs sein, da es mir in erster Linie um  die Verarbeitung von nen paar Sachen geht. Es gibt unheimlich tolle Zelte und viele haben etwas für sich in bestimmten Situationen. Das  macht das ganze Thema ja so interessant. Ich befürchte das wird nicht mein letztes Zelt bleiben
  24. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf Dingo in [Biete] Sierra Designs Tensegrity Elite 2 - neu   
    Steht doch da. Elite. Es gibt doch kein Elite FL.
  25. Gefällt mir!
    Chobostyle reagierte auf wilbo in Braucht man gegen Zecken ein Innenzelt?   
    Wir haben im Sommer oft Zecken abzupflücken.
    Meine Vermutung ist, dass sich die Viecher erst mal an die Kleidung hängen, um sich dann in Ruhe ein appetitliches Fleckchen Haut zu suchen. Ich würde also die angehängten Zecken mit ins inner nehmen ...
    Wenn einige Kleidung und der Rucki draußen bleibt, suchen dann die Zecken nicht mit vorliebe die verschwitzen Sachen auf?
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wir haben Cookies auf Ihrem Gerät platziert, um die Bedinung dieser Website zu verbessern. Sie können Ihre Cookie-Einstellungen anpassen, andernfalls gehen wir davon aus, dass Sie damit einverstanden sind. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.