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Ultraleicht Trekking

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Geschrieben
Am 13.1.2026 um 11:33 schrieb Ein.Plattfüssler:

Erzeuge den gesamten zuhause genutzten Strom über eine 12 V – Solaranlage mit Batteriespeicherung. Im tiefsten Winter wird’s manchmal knapp. Da nutze ich dann für kleine Stromverbraucher eben auch portable Solarpanele…

Das würde mich mal näher interessieren, fände es toll, wenn Du darüber mal in einem Thread im OT-Bereich berichten würdest.

Ich habe ja an einem Aufenhaltsort am Anfang auch mit 12 V Bat und entsprechenden kleineren Panels via PWM Regler geladen. Über die Jahre habe ich das umgestellt, zuerst Regler auf MPPT, dann von Bat auf PS.

Auf dem Boot nutze ich ein Faltpanel & PS, bei Reisen mit Auto wie WW-Packrafting in den Alpen, Faltpanel & PS für Kompressor-Kühlbox

An einem anderen Aufenhaltsort größere Insel-Solaranlage mit 48 V Lipo-Speichern.

 Aus Gesprächen weiß ich das inzwischen sehr viele an autarker Energie-Versorgung interessiert sind bzw es aufgebaut haben und wenn man Kochen & Lebensmittel kühlen z.B. mit Gas realsiert, kann man ja mit den heutigen Leds und z.B. Ultrabook den Rest ausser Heizen durcxaus auf Niederspannungsbasis realisieren.

Vielleicht wäre es schön da mal ein paar Lösungen vorzustellen inkl hilfreicher MYOG-Geschichten dazu, gerade für Tiny Haus, Bauwagen, Boot  usw als Wohnung für Manchen interessant
 

 

khyal hat diesen Beitrag moderiert:

Da das ja ein extra Thema gegenüber dem TO "Praxistest Solarpanel LEAF mini" ist, habe ich mir erlaubt, die entsprechenden Beträge in einen Extra-Thread im OT-Bereich zu verschieben.

Zur Abgrenzung, das soll nur ein Allgemeinthread zu dem Thema sein, einzelne Anlagenbeschreibungen von Usern sollten in extra-Threads mit entsprechendem Titel kommen.

Alles was elektrische Autarkie auf überwiegend nicht motorisierten Reisen  betrifft, kann natürlich weiterhin in Ausrüstung diskurtiert werden.

Ich schlage vor, daß wir die Grenze, was wir hier diskutieren sollten, ist, daß die Anlage weder in öffentliche Netz einspeist, noch eine direkte oder indirekte galvanische Verbindung zum öffentlichen Netz existiert (halt die Definition von Inselanlage) und die erzeugten kWh sich im Rahmen dessen max bewegen, was man in einem Familien-Haushalt benötigt.

Geschrieben
Am 13.1.2026 um 11:33 schrieb Ein.Plattfüssler:

Erzeuge den gesamten zuhause genutzten Strom über eine 12 V – Solaranlage mit Batteriespeicherung. Im tiefsten Winter wird’s manchmal knapp. Da nutze ich dann für kleine Stromverbraucher eben auch portable Solarpanele…

Das würde mich ebenfalls sehr interessieren, wen ich das richtig verstehe das du zuhause keinen "gekauften" Strom nutzt!?
Da denke ich schon lange drüber nach, vielleicht eröffnest du dazu ein Thema und beschreibst deine Anlage?
Leistung der Panels, Ausrichtung, Akkukapazität, welche Verbraucher du hast, ...
Wegen diversem Blödsinn, z.B. Netzpolitik, Abrechnung nach dem teuersten Anteil im Strommix, ... denke ich immer mehr LMAA, will ich so nicht mehr :-) Und da ich im Jahr nur ca. 300 kWh verbrauche sollte das doch funzen!?

Geschrieben

yes und nicht nur das...

Wenn ich an das Hochwasser 21 denke, ich wohne zwar auf einem Hügel, aber die Stromverteilerstationen sind im Tal, wir hatten ca 1 Woche, bis die Stromversorgung wieder komplett hergestellt war. Bei mir lief damals dann die Stromversorgung für die Woche über einen Geni.

Beim nächsten längeren Stromausfall, war dann meine Versorgung schon deutlich einfacher / leiser über 2 Powerstations & Faltpanel.

Um sich auszurechnen, wieviel Ladeleistung man für die Autarkie braucht, kommt es nicht so sehr darauf an, wieviel kWh / Jahr, sondern wieviel kWh / Woche man im Zeitraum Mitte Nov-Ende Februar braucht.

Um da eine völlige Autarkie zu haben (also nicht mal Bat oder PS bei Nachbarn laden o.A.) braucht man Einiges an Speicher und deutlich mehr Panelleistung, als im Sommer.

Oder man muß halt für längere Schlechtwetterphasen eine Zwischenladung mittels Geni bzw Auto-Lima o.A. als Reserve planen.

Jetzt hat dieser "Stromversorgungs-Autarkie-Thread-Teil" rel wenig mit dem TO zu tun.

Deswegen wurde die Beiträge in einen eigenen Thread im OT-Bereich verschoben.

 @Ein.Plattfüssler hat ja lobenswerterweise schon seine Anlage in einem extra Thread beschrieben, ich habe mir erlaubt, für die Übersicht, die technischen angegebenen Eckdaten im Threadtitel zu ergänzen.

jetzt komme ich ja in Zugzwang mich auch für die Beschreibungen aufzuraffen :mrgreen:


Ich weiß noch, wie das damals war, als ich vor ca 15 Jahren mit entsprechenden Settings angefangen habe, konnte man zwar prima Infos für große Einspeise-Anlagen finden, oder über die imho völlig überzogenen gesetzlichen Einschränkungen in D, was evtl auch damit zu tun hat, daß sich an derartigen Inet-"Plätzen" die ganzen kommerziellen Solateure tummeln, aber unkonventionelle, preiswerte, einfache Settings für wenig Verbrauch z.B. Tiny House, Bauwagen, kleineres Boot usw, war/ist eher noch Mangelware und dabei ist das je nach Setting auch für Leute, die mit dem ohmschen Gesetz auf Kriegsfuß stehen :mrgreen:, recht einfach aufzubauen.  

Geschrieben

Dann fangen wir doch mal mit den Grundlagen an :

Letrztendslich besteht eine autarke Solaranlage immer neben Kleinkram aus 4 Grundelementen, die kann ich ja nach und nach im Thread durchgehen...

- Solarpanel
- Kabel
- Regler
- Speicher

Zum Schluß kommen dann noch entsprechende Leistungs / Speicherberechnungen usw

Fangen wir mal mit dem Speicher an...

Wenn man mal exotische Sachen wie "Salzwasserspeicher" beiseite läßt, gibt es in der Hauzptsache 4 elektrische Speicher die verwendet werden

- Bleibatterien (mal platt gesagt Autobatterien)
damit und AGM ging es damals los, sehr preiswert in der Anschaffung, im Vergleich über die Jahre bei mehr Benutzung inzwischen teurer als Lion/Lipo
schlechter Wirkungsgrad, nur ca 50-60% der Kapazität nutzt, wenig Ladezyklen
wartungsintensiv

- AGM Batterien (ein grosser Teil der Solarbatterien sind AGMs)
deutlich teurer als Blei, im Vergleich über die Jahre bei mehr Benutzung inzwischen teurer als Lion/Lipo
schlechter Wirkungsgrad, nur ca 50-60% der Kapazität nutzt, wenig Ladezyklen
keine Wartung

- Lion-Speicherbausteine / Batterien
In der Anschaffung teurer als AGM/Blei, über die Jahre preiswerter da deutlich mehr Ladezyklen, typisch 800
guter Wirkungsgrad, komplette Kapazität nutzbar
keine Wartung

- Lipo-Speicherbausteine / Batterien
In der Anschaffung teurer als AGM/Blei, über die Jahre preiswerter da deutlich mehr Ladezyklen, typisch 3-5000
guter Wirkungsgrad, komplette Kapazität nutzbar
keine Wartung

Noch kurz  zu den Ladezyklen, bei Blei / AGM ist eher davon auszugehen, daß sie dann die Grätsche machen, also Komplettausfall, bei Lion /Lipo gilt, daß dann noch min 80% SoH erreicht werden, also die Teile noch 80% Kapazität haben.

Ein Ladezyklus ist 100% -> 0 %, wenn man also z.B. eine zu 90% volle Lion auf 40% runter zieht, ist das 1/2 Ladezyklus.
Insofern sind die 800 Ladezyklen von Lion schon richtig viel, als Reise-Powerstation o.A. eh, aber auch wenn wir mal rechnen würden auf Basis von 1/2 Ladezyklus / Tag -> 1600 / 365 hat sie nach mehr als 4 Jahren täglicher Dauernutzung noch mehr als 80% nutzbare Kapazität.

Bei den heutigen günstigen Preisen für Lion / Lipo sehe ich keinen Grund mehr, AGM / Blei zu benutzen.

Geschrieben (bearbeitet)

Nicht vergessen: Die Kapazität der Bleiakkus hängt massiv davon ab, wie viel Strom gerade gezogen wird, während das Lithium-Batterien ziemlich egal ist. Damit sind auch kurzzeitig genutzte größere Verbraucher kein Problem.

Außerdem meinst du bei LiPo wahrscheinlich LiFePO, was durchaus ein Unterschied ist.

Bearbeitet von rajatas
Geschrieben

Ein Vorteil, neben allen von @khyal beschriebenen Nachteilen, von AGM Batterien ist das sie problemlos auch bei niedrigeren Minusgraden geladen werden können, da sind Li-Akkus viel sensibler, da schaltet das eingebaute BMS das Laden ab, außer es sind teure Teile mit integrierter Heizung, nur brauchts dazu halt auch wieder Strom. Ist zuhause im Haus oder Keller eher kein Problem, bei Nutzung im Schuppen oder Auto schon.

Ergänzung zu den Speichern:

- Natrium-Ionen-Batterie
Kommen grade erst auf den Markt, aktuell noch etwas teurer als LiFePo, 2-4000 Ladezyklen, sehr unempfindlich gegen Tiefentladung, können auch bis -20/-40 Grad geladen werden.
Und es braucht halt kein Lithium.

Geschrieben

Vorschlag

Am 14.1.2026 um 19:17 schrieb khyal:

Zur Abgrenzung, das soll nur ein Allgemeinthread zu dem Thema sein, einzelne Anlagenbeschreibungen von Usern sollten in extra-Threads mit entsprechendem Titel kommen.

Alles was elektrische Autarkie auf überwiegend nicht motorisierten Reisen  betrifft, kann natürlich weiterhin in Ausrüstung diskurtiert werden.

Sehr interessantes Thema - schon abonniert ;-)

Vorschlag: Mach doch im OT einen Unterbereich auf, in den dieser und der Ursprungsthread  und individuelle Lösungen/Ideen etc rein können.

Wenn's wahlweise an Logik, gesundem Menschenverstand oder elementarer Menschlichkeit hapert geht es mit Meinungen weiter und zu schlechterletzt verfällt man auf Ideologien.

Gesunder Menschenverstand / Redewendung /
- Eine seltene Form von Intelligenz. Heutzutage seltener zu finden als ein Rudel Einhörner.

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb kra:

Vorschlag

Sehr interessantes Thema - schon abonniert ;-)

Vorschlag: Mach doch im OT einen Unterbereich auf, in den dieser und der Ursprungsthread  und individuelle Lösungen/Ideen etc rein können.

 

Da greifst Du Gedanken von mir etwas vor :grin:

Dem Bereich könnte man wirklich in einem U-Forum ein Zuhause geben, die "Einfälle statt Abfälle" Heftserie - im @Ein.Plattfüssler Thread von @Old School erwähnt, gibt es btw auch heute noch, von den Heften, bei denen es um "elektrische" Konstruktionen geht, bin ich als Elektroniker nicht so begeistert, aber z.B. das zum Kompost-Klo haben schon Etliche in meinem Freundeskreis und wir in Italien als Bauanleitung verwendet, oder das zur Warmwassergewinnung via Sonneneinstrahlung ist auch nicht schlecht.

und dann hänge ich von den Grundlagen noch fix das nächste Thema an...


Regler ist imho sehr einfach, früher wurde auch viel PWR Regler verwendet, da preiswerter als MPPT, aber heutzutage sind die MTTP so preiswert, daß man sie, da deutlich besserer Wirkungsgrad, gerade bei suboptimalen Verhältnissen eher verwenden sollte.
Ein MTTP fährt dann auf der Kennlinie hoch und runter, bis halt in der Spannungs / Strom-Kombi die max Leistung gezogen werden kann, braucht man noch nicht mal nen Speicher-Oszi für, um sich das anzuschauen, das kann man schon nett mit zwischengehängten Multimetern sehen.

Natürlich gibt es bei den MTTP-Reglern große Qualitätsunterschiede, ich kann da die Victron sehr empfehlen, zuverlässig, guter Wirkungsgrad, noch nie einen Ausfall gehabt, sehr gute Dokumentation, gute Herstellerunterstützung und auch schon viele einfache Regler via BT einstellbar, Daten inkl Historie via BT-App abfragbar.
Eben ohne Herstellercloud 8-)

Von der Ausgangsspannung müssen sie zum Speicher passen, viele Regler sind auf unterschiedliche Ausgangsspannungen einstellbar, die max Eingangsspannung des Reglers darf nicht überschritten werden, sonst kann er gegrillt werden.

Max Strom ist der max Strom, den der Regler liefern kann, wenn die Panels mehr Strom liefern könnten, passiert dem Regler nichts, es wird nur der Teil der möglichen Panelleistung "verschenkt".  

Geschrieben

Die technischen Werte der Solarpanel :

Wp 
 - ein ähnlich theoretischer Wert wie die Extremtemp bei Schlafsäcken, der Wert wird auch mittags am Äquator nicht erreicht :mrgreen: 
zuerst wird die offene Klemmenspannung (also ohne Belastung wodurch die Spannung sinken würde) gemessen
dann wird das Panel kurzgeschlossen (also Klemmenspannung 0) und der Kurzschlußstrom gemessen
Das miteinander multipliziert nach P=U*I ergibt die Wp Angabe
Mal eine grobe Faustformel 2/3 Wp können als max Leistung bei einem guten Panel im Sommer bei strahlendem Sonnenschein in perfektem Winkel in unseren Breiten locker erreicht werden
Bei 40° Winkel in Richtung Süd und keinem Schattenwurf auf die Panels kann man in unseren Breiten mit Wp * 1000 als Jahresertrag in kWh rechnen, wenn man auch die komplette Leistung auch abruft
Also z.B. 400 Wp -> 400 kWh Jahresleistung
Aber das gilt wirklich nur ohne Schattenwurf den ganzen Tag...

Klemmenspannung - ist vor allem wichtig, um sicherzustellen das der Regler-Eingang nicht eine Überspannung erhält
Dazu ist noch wichtig, daß die Klemmenspannung bei abnemender Temp steigt,  mal als grobe Faustformel sollte man für Winterbetrieb 7% auf die Klemmenspannung drauf rechnen (genauer geht es natürlich mit dem Delta-Temp)

max Strom - der max Strom, den das Panel bei perfekter Sonnenbetrahlung liefern kann

Haltbarkeit - bei guten Rahmenpanels mal vereinfacht ausgedrückt, fast unbegrenzt
Trotzdem sollte man nicht unbedingt 20 Jahre alte Panels verwenden, gerade wenn man mehrere Panels in Parallel / Reihenschaltung am Regler verwendet werden, da kann es aufgrund der internen Verschaltung zu Verlusten bis Panelschädigungen kommen, moderne Panels haben intern bessere Schaltungen. 

Geschrieben
vor 58 Minuten schrieb khyal:

Haltbarkeit - bei guten Rahmenpanels mal vereinfacht ausgedrückt, fast unbegrenzt

Hast du Erfahrungen mit den dünnen (semi)flexiblen Modulen die man z.B. aufs Autodach kleben kann bzgl. Ausbeute und Haltbarkeit, mal abgesehen davon das man diese dann natürlich nicht zur Sonne ausrichten kann und es bei suboptimaler Installation zu starker Hitzeentwicklung kommen kann?

Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb Old School:

Hast du Erfahrungen mit den dünnen (semi)flexiblen Modulen die man z.B. aufs Autodach kleben kann bzgl. Ausbeute und Haltbarkeit, mal abgesehen davon das man diese dann natürlich nicht zur Sonne ausrichten kann und es bei suboptimaler Installation zu starker Hitzeentwicklung kommen kann?

Hatte ich mich mal im Zusammenhang mit dem Segelboot für interessiert, da sich das ja easy aufbringen liesse, bin davon aber recht schnell abgekommen. schon bei niedrigeren Temps geringere Ausbeute.
Da Du keine Hinterlüftung hast, heftiges Aufheizen bei Sonne, damit geht der  Wirkungsgrad noch mehr in den Keller, dazu höhere Ausfallquote.

Ist nicht umsonst so, daß bei Rahmenmodulen meist 10 oder 20 Jahre Garantie auch auf 80% Leistung gegeben werden und bei Flex Modullen meist nur 3 Jahre und auf 70% Leistung.

Entsprechend waren die Rückmeldungen von Anderen, die schon Flex-Module benutzt haben.

Dazu dann das Thema des suboptimalen Winkels, wenn stationär, kannst Du Rahmenmodule easy mit geringem Aufwand in den perfekten Winekel in gewünschter Himmelsrichtung usw bringen.

Letztendlich benutze ich (dazu mache ich nochmal nen extro TO) beim Segelboot lieber nen Faltpanel, das kann ich dann am Steg, vor Anker in den perfekten Winkel bringen, oder eben beim Segeln auf Deck flach legen, wenn nötig.

Dann must Du bei Flexpanels deutlich mehr darauf aufpassen must, die Oberfläche nicht zu beschädigen, da Du eben nicht ne harte Glasplatte drüber hast...
Bei Rahmenmodule geht ich im Winter mit hartem Besen und Eiskratzer und im Sommer mit nem Kärcher ran, würde ich mich bei Flex-Modulen nicht trauen.

Aber klar gibt es Leute, gerade mit Vans (bei größeren Womos sind ja Rahmenmodule no Prob) die Flex-Module trotz der Nachteile benutzen.

Auch beim Auto sowohl Dach, als auch innen hinter der Frontscheibe, gehen Faltpanels recht gut, kann dazu auch noch was in nem TO schreiben, ist ja mein Reise-Setting mit Kompressor-Kühlbox, wenn ich z.B. zum WW-Packraften in den Alpen bin, damit mir nicht die Lebensmittel wegmodern, während ich ein paar Tage auf einem Fluß bin.

Wir können auch gerne, wenn ich hier im Grundlagenthread mit den anderen Berechnungen durch bvin, mal Deine Case Souterain-Wohnung nicht die Möglichkeit draussen fixe Rahmenpanel anzubringen, durchsprechen.

 

Geschrieben

Danke @khyal für deine Ausführungen, bestätigt mich in meinen Infos und Recherchen.

vor 7 Stunden schrieb khyal:

Wir können auch gerne, wenn ich hier im Grundlagenthread mit den anderen Berechnungen durch bvin, mal Deine Case Souterain-Wohnung nicht die Möglichkeit draussen fixe Rahmenpanel anzubringen, durchsprechen.

Tja, einen Platz für Rahmenpanels hab ich leider nicht, kann sie ja nicht auf die Straße stellen, auf dem Stückchen Wiese des Hauses isses nicht Erlaubt, Balkon oder Terrasse hab ich nicht, Nachbars Garten fällt auch aus, ... es bleibt nur das Auto, könnte ich natürlich auf nen Dachträger schrauben, naja, erhôht so natürlich den Spritverbrauch, wäre also auch wieder sinnlos.

Ich freu mich schon über den Strom der bei den Autofahrten in ne MiniPS gespeichert wird, das reicht schon fast immer für Nähmaschine, Notebook, Smarti, Radio 😀

Aber wenn du ne andere zündende 🔥 Idee hast, gerne, immer her damit ...

Geschrieben (bearbeitet)

Aus eigener Erfahrung und der von zahlreichen anderen Seglern sind flexible Panele nix. Von meinen drei sind zwei innerhalb von eineinhalb Jahren eingegangen. In der Karibik sind die Mülltonnen der Boatyards voll von flexiblen Panelen. Das sind IMHO Wegwerfprodukte. Ich würde nur noch Glaspanele kaufen. 

Wir haben am Boot jetzt insgesamt gut 6 Jahre "Off Grid" gelebt. Meine Erfahrungen beschränken sich allerdings auf Mittelmeer, Tropen.

Entscheidend für die Auslegung des Stromspeichers war immer der Verbrauch des Kühlschranks. Dieser läuft die Nacht über durch (das bisschen Laptop und LED- Beleuchtung am Abend fällt kaum ins Gewicht). Am Morgen waren am Batteriemonitor ein Minus von ca 40-50 Ah (~ -500- -600Wh) zu verzeichnen (das kann bei eurem Kühlschrank mehr oder weniger sein- also Verbrauchsmessung machen und ausprobieren). Das muß der Speicher also minimal schaffen, und das ist für den Fall wenn man am Tag immer wieder genug Solarstrom hat zu nachladen. Es hat sich als komfortabel erwiesen wenn diese 40 Ah bis 11 Uhr wieder in den Akku nachgeladen worden waren. Dann hat man den Rest des Tages Stromüberschuß und kann z. B. auch mit Strom komfortabel Kochen, einen Wassermacher (so man ihn hat) betreiben etc. Auch hat man dann Reserven falls an einigen Tagen der Solarertrag nicht ganz so klappt. Mehrere Monate im November bis Februar kann man aber IMHO nicht überbrücken, da muss der Verbrauch nochmal krass runter- allerdings müsste man ja in diesen Zeiten den Kühlschrank nicht betreiben wenn man am Balkon einen Vorratsschrank hat den man nachts öffnet zum abkühlen und tagsüber verschließt- könnte also klappen. Vielleicht kann @Ein.Plattfüssler da noch was schreiben wie es mit der Autarkie in unseren Breiten aussieht.

Ob man unbedingt zu Hause ein 12V Stromnetz braucht sei jetzt mal dahingestellt, der Installationsaufwand ist enorm, allerdings verbraucht unser Wechselrichter (Victron) gut 1 A beim nichts tun. Dies entspricht also ca 300 Wh die die Solaranlage zusätzlich schaffen muß. Bei beschränkter Solarfläche also eine Überlegung wert.  

Komplette Autarkie ist IMHO schwer, aber wenn man nur ein Paar Tage im Winter den Akku Mal über das Stromnetz volllädt, dann bricht einem nicht unbedingt ein Zacken aus der Krone und der Umwelt kommt das ja trotzdem noch zu gute. Der Investitionsaufwand sinkt ebenfalls gewaltig.

My 2 cents,

Christian

Bearbeitet von Christian Wagner
6 Jahre, nicht 2
Geschrieben
Am 18.1.2026 um 20:00 schrieb Old School:

Danke @khyal für deine Ausführungen, bestätigt mich in meinen Infos und Recherchen.

Tja, einen Platz für Rahmenpanels hab ich leider nicht, kann sie ja nicht auf die Straße stellen, auf dem Stückchen Wiese des Hauses isses nicht Erlaubt, Balkon oder Terrasse hab ich nicht, Nachbars Garten fällt auch aus, ... es bleibt nur das Auto, könnte ich natürlich auf nen Dachträger schrauben, naja, erhôht so natürlich den Spritverbrauch, wäre also auch wieder sinnlos.

Ich freu mich schon über den Strom der bei den Autofahrten in ne MiniPS gespeichert wird, das reicht schon fast immer für Nähmaschine, Notebook, Smarti, Radio 😀

Aber wenn du ne andere zündende 🔥 Idee hast, gerne, immer her damit ...

Ich stelle auch noch mein Setting für Auto / Boot auf Reisen vor, das könnte evtl für Dich hilfreich sein. .evtl könntes bei den heutigen Panelpreisen auch eine Option sein, mal mit dem Vermieter darüber zu reden, ob Du ein Stück "Solarzaun" machen darfst.


@Christian Wagner magst Du nicht Dein Setting noch etwas ausführlicher mit tech. Daten in einem eigenen Thread vorstellen ?
Könntest ja Einiges mit copy & past aus Deinem Beitrag übernehmen..
Hier im Grundlagenthread geht das ja etwas unter und ich habe die Erfahrung gemacht, daß es für die, die überlegen, wie sie anfangen könnten, sehr hilfreich ist, wenn sie praktische, komplette Beispiele, wie es Andere realisiert haben...und dann in Phase 2, jemand der mit Ihnen das Ganze mal durchrechnet.
Wie man das macht, gehe ich ja später noch in einem Beitrag hier im Thread drauf ein.

In dem Zusammenhang Fragen, die Du sehr gerne mit im TO in dem Du Dein Setting ausführlicher vorstellst, beantworten könntest...😎

Wenn ich Deine technischen Daten richtig deute, arbeitest Du mit 12 V Batteriespeicher, hast aber nicht nur Panels -> Regler -> Bat -> 12 V Verbraucher, sondern für 220 V auch noch nen netzunabhängigen Wechselrichter ?

Der 0,3 kWh / 24 std verbraucht...wenn man jetzt nur ab und zu 220 V Verbraucher hat, z.B. Küchenkrams, könnte man den ja auch je nach Setting, dafür extra anschalten, wobei es je nach Anlage auch nicht so ins Gewicht fällt z.B. bei einer größeren Anlage habe ich in nem 48 V System einen Multiplus 5000 dran, der auch bei großen Verbrauchern nicht in die Knie geht und der liegt bei < 0,2 kWh / 24 std

btw bei der Anlage fetter Standkühlschrank mit mit grossem 3 Sterne-Fach, Verbrauchsregelung etwas optimiert, < 0,8 kWh / 24 std, also so grob 2/3 von Deinem Kühlschrank, aber das ist ja bei Seglern, Bauwagen usw immer wieder ein Thema, was für ein Kühlöschrank / Box mit welcher Technik.

Wie Du schreibst, bei "kleinen" Settings der Hauptverbraucher (mit dem kleinen Vorteil, daß wenn man kein TK-Fach braucht, man das Teil dann, wenn am wenigsten Solarertrag rein kommt (Winter) und man die Möglichkeit hat, Lebensmittel "draussen" zu lagern, auch abschalten kann.

Beim Kühlschrank hängt es auch sehr stark davon ab, welche Technik, wie gut funktiniert der Luftaustausch, ob Schrank oder Box (da fällt" beim Öffnen nicht die Kälte raus - da sind z.B. schon manche Yachties umgestiegen und haben damit ihren Verbrauch deutlich herabgesetzt), habe ich in anderen Settings schon alles durch und je nach Setting benutze ich da sehr Unterschiedliches, aber ich glaube das ist eher ein Thema für einen extra Thread.
 

Am 19.1.2026 um 10:08 schrieb Christian Wagner:

Komplette Autarkie ist IMHO schwer, aber wenn man nur ein Paar Tage im Winter den Akku Mal über das Stromnetz volllädt, dann bricht einem nicht unbedingt ein Zacken aus der Krone und der Umwelt kommt das ja trotzdem noch zu gute. Der Investitionsaufwand sinkt ebenfalls gewaltig.

Yes, um im Winter komplett mit Solar durchzukommen, steigt der Aufwand an Panels und Speicher sehr, da muß man halt schauen, wie weit man das treiben will, evtl kann man ja auch, wenn es nicht die Möglichkeit gibt im Winter bei Dunkelflaute z.B. bei Hofgemeinschaften den eigenen Speicher im TH oder WW mal am Stromanschluß des Haupthauses aufzuladen, überlegen, ob es dannn für einen ok ist, den Speicher mal mit Geni aufzuladen, wenn man dann dafür Aspen o.A. benutzt, geht es ja von der Nachhaltigkeit her im Vergleich zu Sprit und der Geni springt auch wenn er nen 3/4 Jahr rumgestanden hat, deutlich besser an.
  
 
 

Geschrieben
Am 19.1.2026 um 10:08 schrieb Christian Wagner:

Vielleicht kann @Ein.Plattfüssler da noch was schreiben wie es mit der Autarkie in unseren Breiten aussieht.

Also meine Stromverbraucher habe ich ja bereits alle benannt... Zur Kühlung gibts einen Keller. Als Zusatz darin eine Kühltasche auf 12 V- Basis mit elektronischer Steuerung. Kaum in Gebrauch, klappt im Sommer jedoch stets ohne Probleme. Im Winter müßte ich im Keller eher heizen... 😉

Bezüglich der Autarkie habe ich ja bereits geschrieben, daß ich im Notfall (aller paar Jahre, insbesondere bei Defekt einer der Solarbatterien und daraus bedingten Spannungsabfall ) ein Nachladen der Solarbatterien mittels 800 W - benzinbetriebenen Stromerzeuger vornehmen kann... Aber wie gesagt selten...

Vor Nutzung einer Soalarinselanlage ist eine Beschränkung auf wenige, für sich essentielle Stromverbraucher, möglist ohne Nutzung eines Wechselrichters, unabdingbar... 🙃

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Ein.Plattfüssler:

Vor Nutzung einer Soalarinselanlage ist eine Beschränkung auf wenige, für sich essentielle Stromverbraucher, möglist ohne Nutzung eines Wechselrichters, unabdingbar... 🙃

Ich würde es etwas anders formulieren, Man sollte vorher mal den Energiebedarf messen und dann mal anhand der Werte checken, ob man evtl durch Austausch den Energiebedarf deutlich runter schrauben kann...

Was Wechselrichter betrifft, sehe ich das nach meinen Messergebnissen anders...

In den 80er hätte ich Dir zugestimmt, die sogenannten Konverter, mit denen wir 12 V wieder auf 220 V gebracht haben, hatten einen lausigen Wirkungsgrad mit entsaprechenden Verlusten.

Aber heutzutage, wenn ich z.B. mit großem Lastwiderstand messe, was ich aus dem Akku einer Ecoflow bei 220 bzw 12 V rausholen kann, gibt es einen ähnlichen Wirkungsgrd.
Wenn ich da sehe, daß ein großer 5 kW Multiplus mal gerade 7 W zieht und im Gegensatz dazu die Verluste / Probleme durch die höheren Stromstärlken bei 12 V kann ich dem nicht unbedingt zustimmen, aber kommt natürlich auch immer darauf an, ob man nur ein paasr LED-Lampen hat und eiun bisschen USB laden will, oder man zum Leben etwas mehr braucht / nutzen will.

Deswegen finde ich das ja gerade so hilfreich für Andere wenn Verschiedene von uns ihre teilweise sehr unterschiedlichen Settings aus der Praxis für ihr (teil)autarkes Leben vorstellen.

Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb khyal:

magst Du nicht Dein Setting noch etwas ausführlicher mit tech. Daten in einem eigenen Thread vorstellen ?

So außergewöhnlich ist das ja nun nicht, kann also IMHO gerne im Grundlagenartikel bleiben...:

Solar maximal um die 600 Wp. 200 Wp der flexiblen Solarpanels sind im Laufe der letzten zwei Jahre eingegangen, dafür kam ein 175 Wp Glaspanel dazu. Anders als in einer Wohnung ist auf einem Schiff vor Anker frei schwoiend je nach Windrichtung und Tageszeit immer Mal ein Mast oder sonstwas im Weg was das Panel abschattet und das Panel dann recht fix auf fast null Wp runterzieht. Da muß man gut überlegen wo man die Panele hinhängt. Bei einer Wohnung/ Haus hat man da deutlich konstantere Bedingungen. 

Die Batterie sind 300 Ah Blei- Carbon (wohl ähnlich AGM, zumindest die Ladeschlussspannungen sind ähnlich). Das war das was wegen Zoll usw. in Grenada schnell und günstig zur Verfügung stand, nachdem unsere AGMs mit relativ wenig Vorwarnung die Grätsche gemachte hatten. In D ist wohl LiFePo das am besten geeignete Batteriesystem und mittlerweile auch erschwinglich. Ich würde wegen des mittlerweile günstigen Preises 300 Ah LiFePo verbauen. Dann hat man in der Praxis doppelte Kapazität und kann einige Durststrecken besser überbrücken. 

Laderegler waren MPPT von Victron Energy. Keine Beanstandungen, deutlich besser als PWM, allerdings würde ich mittlerweile, wegen der Verschattungssituation an Bord, jedes Panel an einen eigenen Regler hängen. An Land ist das üblicherweise nicht sooo relevant.

vor 10 Stunden schrieb khyal:

Wenn ich Deine technischen Daten richtig deute, arbeitest Du mit 12 V Batteriespeicher, hast aber nicht nur Panels -> Regler -> Bat -> 12 V Verbraucher, sondern für 220 V auch noch nen netzunabhängigen Wechselrichter ?

Richtig, das war ein Victron Multiplus mit 3 kW.

vor 10 Stunden schrieb khyal:

Der 0,3 kWh / 24 std verbraucht...wenn man jetzt nur ab und zu 220 V Verbraucher hat, z.B. Küchenkrams, könnte man den ja auch je nach Setting, dafür extra anschalten, wobei es je nach Anlage auch nicht so ins Gewicht fällt

An Bord würde der Wechselrichter soviel Strom verbrauchen (beim Nichtstun wohlgemerkt) wie ein zweiter Kühlschrank. Das ist bei unserer Bootsgröße nicht zu stemmen, weshalb wir den Wechselrichter dann auch nur noch bei Bedarf angeschaltet hatten. Die 99,irgendwas Effizienz aus der Werbung hat der Wechselrichter nur unter Vollast. Nur um ein Handy auf zu laden ist man mit einem 12 Ladegerät deutlich effizienter unterwegs. 

 

vor 10 Stunden schrieb khyal:

btw bei der Anlage fetter Standkühlschrank mit mit grossem 3 Sterne-Fach, Verbrauchsregelung etwas optimiert, < 0,8 kWh / 24 std, also so grob 2/3 von Deinem Kühlschrank, aber das ist ja bei Seglern, Bauwagen usw immer wieder ein Thema, was für ein Kühlöschrank / Box mit welcher Technik.

Unser Kühlschrank war ein Dometik 12v Gerät. Normale Haushaltsgeräte haben deutlich größere Stückzahlen, so daß da ordentlich R&D reingesteckt werden kann. IMHO kein Wunder daß die einen besseren Wirkungsgrad haben. Mit ordentlich Schaumstoff außen drauf könnte man diesen noch steigern, aber warum das der Hersteller nicht macht, weiß ich auch nicht. Es gibt Selbstbau Kühlboxen mit fetter 15 cm Hartschaumisolierung, da springt der Kompressor nur 2x 20 Minuten in 24 h an (im Vergleich zu 50% der Zeit bei einem "normalen" Kühlschrank). Das wäre deutlich sparsamer. Wir hatten übrigens ein Eisfach. Das ist, wenn es sich komplett innerhalb des Kühlschranks befindet, nicht unbedingt mit Mehrverbrauch verbunden. Man hat einfach im inneren des Kühlschranks ein Kompartimet das deutlich kühler ist. Der Rest vom Kühlschrank hat seine üblichen 4-8 Grad- der Kühlschrank braucht deshalb nicht mehr Strom.

@Ein.Plattfüssler: Kühlung ist in den Tropen natürlich ein ganz anderes Thema als in D. Da geht es IMHO ohne Kühlschrank nicht (st natürlich gelogen, es gibt genügend Segler die auch in den Tropen ohne Kühlschrank unterwegs sind, der Zugewinn an Lebensqualität mit Kühlschrank ist allerdings immens)

vor 10 Stunden schrieb Ein.Plattfüssler:

Bezüglich der Autarkie habe ich ja bereits geschrieben, daß ich im Notfall (aller paar Jahre, insbesondere bei Defekt einer der Solarbatterien und daraus bedingten Spannungsabfall ) ein Nachladen der Solarbatterien mittels 800 W - benzinbetriebenen Stromerzeuger vornehmen kann... Aber wie gesagt selten...

Das geht wenn das wenige so machen. Blöd ist es, wenn in der Dunkelflaute plötzlich alle Ihren Hondagenerator rennen lassen. Das sind schon ordentliche Stinker- nachladen über das Grid mit einigen wenigen voll regulierten, geprüften Kraftwerken ist da IMHO schon besser. 

 

vor 10 Stunden schrieb Ein.Plattfüssler:

Vor Nutzung einer Soalarinselanlage ist eine Beschränkung auf wenige, für sich essentielle Stromverbraucher, möglist ohne Nutzung eines Wechselrichters, unabdingbar... 🙃

(Hervorhebung von mir)

Ja, das kann ich unterschreiben. Alleine schon wegen der viel geringeren Komplexität der Anlage. Aber es hat halt auch seine Grenzen. EIne Induktionsplatte gibt es eben nur mit 230V. Wenn man mit Gas nicht kochen will dann führt an einem Wechselrichter IMHO kein Weg vorbei. 

Hut ab vor deinem Lebensstil, das macht eine Menge Arbeit!

Geschrieben

Um mal ein paar Randgeschichten die teilweise hier auch schon von Euch "angesprochen" wurden, aus dem Bereich zu beleuchten, bevor ich zu dem komplizierten, den Kabel bzw Leistungs / Speicherberechnungen komme...

Was Windgeneratoren betrifft, hatte ich damals auch für D überlegt, da im Bergischen ganz gut Wind weht und ich sogar einen passenden Mast auf dem Grundstück hatte.
Aber das Genehmigungsverfahren wäre in einem Wohnungsgebiet in NRW unglaublich aufwendig / teuer geworden btw ganz im Gegensatz zu Bayern.
Später habe ich auch nochmal nachgecheckt, aber bei den geeigneten Windgeratoren ist die Ausbeute auf gut deutsch im Verehältnis zum finanziellen und Material-Aufwand sehr klein, da die Dinger ordentlich Wind brauchen, bis sie überhaupt etwas Leistung liefern (im Vergleich zu Solar & Speicher, kann man ja alles durchrechnen anhand entsprechender Klimawerte).

btw kam ich zu einem ähnlichen Ergebnis was einen Wasser-Schleppgenerator für das Segelboot betrifft, was mir da so theoretisch gut gefiel.

Das Aufladen von guten Powerstations geht ohne zusätzliche Elektronik im Auto seeehr langsam im Vergleich zu 220 V.
Die Eoflow sind ja Schnellader von leer bis voll an 220 V in 1 - 1:20 locker, egal ob jetzt ne River, Max, Pro 1/4 kWh, 1/2 kWh, 3/4 kWh
m Auto am Zigarettenanzünder sierht es anders aus, da ist der Ladestrom auf 8 A begrenzt, damit der Stecker nicht weg glüht, das sind ca 0,1 kW, den Rest kann sich jeder selber ausrechnen.

Geschrieben

Verkabelung bzw Kabel Solaranlage

Kabel da kommen wir nicht mehr ohne ohmsches Gesetz aus, erstmal platt gesagt, je niedriger die Panelspannung und je länger das Kabel, umso dicker muß es sein, damit man dieselben prozentualen Verluste hat.

nehmen wir für die Berechnung an, wir haben Kupferkabel
(Achtung es gibt auch billige Alukabel) 

Nehmen wir mal ein Beispiel aus meiner Praxis...
70 m von einer Sonnenwiese bis zum Regler...
2*  200 Wp Panel mit 30 V max Spannung und 140 W max Leistung in der Praxis

Nrechnen wir mal wieviel % Leistung bei 4 bzw 6 mm Kabel bei Panel-Parallel-Schaltung im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke bleiben würden, und dann nochmal mit dem 4 mm Kabel in Reihenschaltung der Panels

spezifischer Widerstand Kupfer 0,0175 Ohm bei 1 mm² pro m
bei 4 mm also 0,0044 Ohm pro m entsprechend bei 2* 70 m   0,62 Ohm
bei 6 mm 0,0029 Ohm pro m entsprechend bei 2* 70 m   0,41 Ohm

Parallelschaltung der Panels 140 W / 30 V = 4,67 A * 2 = 9,34 A
bei 6mm² 0,41 Ohm * 9,34 A = 3,8 V * 9,34 A = 35,5 W -> 12,7%
bei 4mm² 0,62 Ohm * 9,34 A = 5,8 V * 9,34 A = 54,2 W -> 19,4%
nun noch mit 4mm² aber statt die 2  Panels parallel in Serie
0,62 Ohm * 4,67 A = 2,9 V * 4,67 A = 13,5 W -> 4,8%

Fazit :
Dickeres Kabel ist deutlich teurer als Dünneres.
Wenn es der Reglereingang von der Max Spannung hergibt und die Panels gleich beschienen werden, bringt eine Reihenschaltung deutlich weniger Verluste als ein dickeres Kabel.

Geschrieben

Das war ja jetzt etwas schwere Kost, wenn dazu noch Fragen sind oder z.B. eine Empfehlung für die Kabelwahl o.A., schreibt halt...

Jetzt kommen wir zu dem, was eigentlich am Anfang steht und ein bisschen umfangreicher ist...

Aufgrund von Verbrauchsdaten (das kann man ja rel genau messen) den Bedarf ermitteln
Dann nach Abchecken der möglichen bzw sinnvollen Himmelsrichtungen den möglichen Ertrag abschätzen bzw berechnen
Falls Speicher nötig ist, diesen nach Bedarf berechnen

Das Ganze wird gerade bei stationären Anlagen ohne Speicher etwas komplizierter, bei den heutigen Speicherpreisen kann ich aufgrund dessen und wegen der besseren Ausnutzung des möglichen Panelertrages nur dazu raten, Speicher zu benutzen.

Wenn man es ohne oder nicht mit gründlicher Berechnung macht, landet man meist bei zu kleinen Panelflächen und / oder zu kleinem Speicher, das ist mir am Anfang auch passiert, ein Beispiel hatte ich ja schon in einem anderen Thread erwähnt, ich kennen aus dem Bekanntenkreis aber auch Fälle wo die Anlage hoffnungslos überdiemnwensioniert ist (klar von Solateuren mit schönen bunten Diagrammen vorgeschlagen :roll:).

Ich werde so vorgehen, daß ich zuuerst m,al als Beispiel Settings von mir vorrechne, dann vielleicht noch 1-2 Beispiele, dann weiß man schon wie das geht, aber es kann jederzeit auch jemand seine Eckdaten (was willst Du wann betreiben, welche Möglichkeiten für Panelaufstellung gibt es) posten, dann können wir das durchrechnen.

Bisschen später heute kommt dann die 1.Berechnung, die möchte ich auch jeweils in einem eigenen Beitrag halten, das macht Rückfragen einfacher. 

Geschrieben

So jetzt die versprochene Berechnung zu dem Kompressor-Kühlboxen-Setting aus dem anderen Thread, es ist ein schönes Beispiel dafür, daß die Bedarfsermittlung nicht immer ganz easy ist...

Wenn Energie knapp wird, reicht es, wenn die Box normale Kühlschrank-Temp von ca 8° hat, kurzfristig darf sie auch mal etwas wärmer werden, wenn es für mehrere Tage auf einen Fluß geht, sollte es möglich sein, die Box kurz vorher auf 4° rubnter zu fahren.
Die Box ist vom Hersteller mit 250 Wh/24 std angegeben.
Nach meiner Erfahrung braucht sie eher, auch wenn sie im Schatten steht, mehr, dafür kann sie, ohne sehr viel wärmer zu werden, auch ein paar std im Passiv-Modus betrieben werden, ich gehe rechnerisch mal von 300 Wh / 24 std aus.
Die restlichen Verbraucher wie Ultrabook, Lampen, GPS kann man gegenüber dem Kühlbox-Verbrauch vernachlässigen.

Es gibt 2 Möglichkeiten die PS, über die die Kühlbox meist läuft, wieder zu laden, Solarpanel und im Auto während der Fahrt z.B. Anfahrt, Umsetzen zwischen 2 Paddelflüssen usw
Eine typische Umsetzfahrt zwischen 2 Flüssen dauert ca 3 std, da ein 2. Anschluß von der Bat ins Auto gelegt ist, kann parallel die PS mit 100 W geladen und die Kühlbox runter gekühlt werden.
An diesen Umsetztagen habe ich meist nicht viel Zeit das Solarpanel zu benutzen.
Da es dann aber über die Lima möglich ist, die PS im Schnitt 40% zu laden und die Kühlbox auf 4° runter zu kühlen, können diese Tage vernachlässigt werden.

Der höchste Verbrauch entsteht logischerweise in den Sommermonaten, im Herbst kühlt es z.B. im Oktober nachts in vielen Flußtälern auf < 0° ab, da braucht die Box höchstens tagsüber etwas Energie, um zu verhindern, daß sie sich auf > 8° aufwärmt.

z.B. im Juni haben wir 16 std Tageslicht, wenn ich nun ansetze, daß ich 8 std / Tag z.B. beim Paddeln unterwegs bin, bleiben 8 std Tageslicht zum Laden, wenn ich, ausser in Sonderfällen, nicht extra das Auto mit der Frontscheibe in der Sonne parken will.
Im Sommerhalbjahr hat man im Alpenraum meist sonniges Wetter, wenn mal Svhlechtwetterdurch zieht, meist nur für einen Tag, dann kanbn es am Nachfolgetag schon mal bedeckt sein.

PS Kapazität

Wenn ich nun also die Box 2 Tage / Nächte mangels Panelleistung mit der PS versorgen will und von 300 Wh / 24 std ausgehe, komme ich auf 600 Wh, es wäre also, da die Box gut isoliert, notfalls möglich mit einer River Max mit gut 500 Wh hinzukommen (eine River mit 250 Wh war eindeutig zu wenig :roll:) aber deutlich entspannter wird es mit einer River Pro mit gut 700 Wh.


Solarpanel-Leistung

Bei gutem Wetter ist der Leistungsbedarf geringer, halt "nur" 300 Wh / 24 std für die Box, wenn aber nun eine Schlechtwetterphase voraus ging, sollte ja neben dem Betrieb der Box auch die PS wieder aufgeladen werden, wobei diese nicht an einem Tag komplett geladen sein muß, aber am 1. Tag abends genügend Energie in der PS sein sollte, um die Box über die 8 std Nacht (=100 Wh) zu betreiben und spätestens nach 3 Tagen möchte ich sie wieder komplett geladen haben.
Dann rechnen wir mal...
1. Tag Betrieb PS tagsüber 200 Wh, PS für Nacht laden mit Ladeverlusten eingerechnet 120 Wh -> 320 Wh
über die 3 Tage, bis die PS wieder voll ist, gerechnet, 3*300 Wh Kühlbox + 900 Wh PS River Pro (bei der Max wäre es weniger) inkl Ladeverlusten = 1800 Wh / 3 -> 600 Wh / Tag

Wenn ich nun von den 8 std Tageszeit, die ich im Schnitt am Panel bin 7 std Ladezeit rechne, komme ich auf gut 85 W, wenn ich nun rechne, daß das Panel 70% Wp in der Praxis liefern kann, komme ich auf gut 120 Wp, mit einem 140 Wp Panel bin ich also gut dabei, oder andersrum gerechnet 70% von 140 Wp -> 98 W, also bei diesem "Worst Case Setting" 6 std Ladezeit / Tag.

Geschrieben

dann schieben wir doch gleich eine kleine Berechnung ohne Kühlbox hinterher...

Das ist z.B. mein Setting, wenn ich mit dem Segelboot unterwegs bin...

Die Kajüte / Stauraum ist zu klein, als daß ich viel Stauraum für eine Kühlbox "opfern" möchte, dazu kommt, daß das Panel zugunsten wenig Stauraum und besseren Möglichkeiten es auf dem Boot während des Segelns bzw vor Anker nutzen zu können, nicht zu groß sein sollte und ich ja abends - Morgens mit einem Netzbeutel im Wasser auch etwas kühlen kann.

Naja und ein bisschen KISS spielt auch mit 8-)

Da ich ja abends meist arbeite, nutze ich auf dem Boot ein Ultrabook mit im Schnitt 1/3 Akkuverbrauch / 24 std -> 15 Wh
Dazu kommen 1,7 Wh / 24 std für GPS, ca 2 Wh / 24 std für Stirnlampe, Kajüt & Ankerlicht, ein bisschen für Smartphone laden und etwas Reserve, da ab und zu mal abends Jollensegler oder Paddler fragen, ob ich ihr Smartphone laden könne, dafür setze ich nochmal 2,5 Wh / 24 std an.
Also gesamt 21,2 Wh / 24 std

Powerstation
Da gerade im Spätherbst schon mal längere Schlechtwetterphasen sind, möchte ich min 8 Tage ohne Panelladen überbrücken können, kommt auf 170 Wh raus, mit ner River 2 (250 Wh) kommt es also dicke hin.

Solarpanel
Wenn ich bei der PS 25% Ladeverluste rechne, sind es 213 Wh, für mich ist es ausreichend, wenn ich die Leistung innerhalb von 2 Tagen mit 3 std / Tag nachladen kann, da komme ich auf 213 Wh / 2 / 3 =  35,5 W, wenn ich von 2/3 Wp ausgehe, komme ich auf 53 WP, entsprechend habe ich damals ein 60 Wp Panel von Ecoflow (soviele gute 60er gibt es nicht) gewählt.

Die Praxis der letzten Jahre hat gezeigt, daß das gut hin kommt.

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