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Ultraleicht Trekking

Alpentour Mitte Mai - Vorschläge zur Packliste erbeten


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Servus zusammen,

ich bin der Nils vom Bodensee und ich hab nach einer Alpenüberquerung mit dem Rad Lust auf Touren bekommen :lol:

Jetzt soll es mit dem Rucksack losgehen. Solo und vier Tage bis zu einer Woche, um erst einmal Erfahrung zu sammeln. Später vielleicht auch länger.

 

Schwanke noch zwischen drei Routen, ab Mitte Mai in CH. Sind alles eher Schätzungen. Bisher in Komoot grob geplant.

1. Glarus Richtung Klöntalersee, weiter zum Wägitalersee und weiter nach Einsiedeln. 3-4 Etappen.

2. Von Thun aus Richtung Interlaken an den verschiedenen Seen entlang zum Vierwaldstättersee. 4-5 Tage

3. Später dann von Flims nach Bellinzona. 7-8 Tage

Sollen Täler, Seen, Berge mit Weitblick werden. :)

Vielleicht auch mal eine Nacht weiter oben übernachten, wenn das Wetter stabil ist und mitmacht.

Erste Nacht wahrscheinlich auf dem Campingplatz um die Ausrüstung zu testen, ein Teil ist neu. 8-)

 

Ich hatte noch einige Sachen von verschiedenen Radtouren, ist also noch nicht alles aufs Gewicht optimiert. Mir ist ein Mix aus Komfort und Gewicht immer ganz sympathisch. Irgendwie doch recht schwer geworden:oops:, nicht steinigen bitte :D

https://lighterpack.com/r/x24z5b

Vielleicht habt ihr ja noch Vorschläge zum Austausch. Hätte noch Meindl Utah GTX, dachte ich probiere mal die Altra Olymp 4 aus.

Danke schonmal und einen schönen Abend, Nils

Bearbeitet von GuybrushThreepwood
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von goretex schuhen würde ich in dem Szenario abraten.

einsparen durch weglassen:

-1 kg: Wasser als consumable markieren

- einige 100g: Cremes, puder, etc umfüllen und nur die Menge mitnehmen die du verbrauchst (oder ganz weglassen)

- 63g shampoo

-164g seidenliner, finde ich ich persönlich unnötig mit dedizierten schlafanzug (Ausnahme Hütten)

- 200g wassersack, plastikflaschen nutzen

- 107g Regenhülle, redundant mit liner

-42g pfefferspray

-85g sealskins

-61g handtuch

-100 g taschenmesser, stattdessen minischere oder vic classic (20g)

- 30g Dein smartphone ist wahrscheinlich an sich schon spritzwassergeschützt, zusätzliche Hülle also unnötig.

-25g wozu das Thermometer?

Nahrungsergänzungsmittel sind unnötig wenn keine medizinische Indikation vorliegt.

 

Sparen durch Ersetzen: 

500g fleece kommt mir extrem warm vor als aktive Schicht? 500g puffy ist auch sehr schwer. Alternative bestünde aus 200g fleece, 125g Windjacke und 300g puffy (alles von decathlon)

Die Thermarest ist sehr schwer und ließe sich am günstigsten ersetzen, aber nichtaufblasbare matte fällt wohl nicht unter komfort. Bei dem Gewicht is hoffentlich auch der r-wert hoch genug dass die 100g alumatte redundant sein sollte. Rutschvlies mit 3mm evapad ersetzen: -80g

25000 powerbank finde ich overkill, 10000 wiegt etwa die Hälfte.

Die Stirnlampe ist sehr schwer

Der Rucksack ist sowas wie der Elefant im Raum, aber ich finde es macht keinen Sinn für dich jetzt shelter, Rucksack oder schlafsystem neu anzuschaffen. 

Mach deine Tour, hab Spaß, und achte darauf was du brauchst/nicht nutzt und ob das  Gewicht dich einschränkt. 

Hier noch mein Lighterpack als Beispiel, ich weiß häresie ohne Gewichte und Pyrenäen Au-Sep sind nicht Alpen im Mai, aber sollte eine Idee von der bloßen Anzahl an Items geben: https://lighterpack.com/r/ceekw6 was für andere funktioniert muss aber nicht zwingend für dich funktionieren

 

Alpenüberquerung lässt sich auch als reine Hüttentour begehen soweit ich weiß, darüber lässt sich natürlich am meisten Gewicht sparen.

Bearbeitet von Taswell21
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Also mit Rucksackwechsel könntest Du wahrscheinlich mit Tausch eines einzelnen Items das meiste Gewicht einsparen. Ist aber dann auch ne Investition.

25000er Powerbank scheint etwas überdimensioniert.

Ansonsten wie Taswell21 schon schreibt, weglassen ist erstmal die Kunst. :)

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Also ich denke auch, das du mit nem neuen Rucksack am meisten sparen könntest, aber auch gar nicht sooo viel geld ausgeben müsstest.

Allerdings müsstest du auch gleichzeitig irgendwelche dinge weg lassen, um von den wahnsinnigen 65 Liter Rucksackvolumen weg zu kommen. Dann könntest du dir z.B. den Gossamer Gear G4-20 bei Ebay-Kleinanzeiger gebraucht kaufen. Ist dort locker 1x im Monat zu haben und kostet häufig mal gerade 120€… 

Allerdings, er hat nur 48 Liter… wiegt aber nur um die 700g! Nimmt man das Rückenpad raus, und stopft dafür seine 3 oder 4mm Evazote Matte da rein, kommt der Rucksack auf schwindel erregende 610g!

1600 g gespart!

Ich komme damit gut aus, obwohl ich als Quilt, bis in den Mai rein, den GramXpert Simple, mit 267er Apex Füllung nutze, der 850 Gramm und vor allem ein riesiges Volumen hat.

Den rest des Jahres nehme ich den 167er Sleeper von Liteway….

Also, man kommt mit 48 L schon sehr weit, vor allem, da du ja keine Drohnen oder was weiß ich, für monströse Kameras mitschleppst…

 

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Falls du neben den bereits aufgeführten, sehr guten Hinweisen zum Weglassen noch bereit bist, mit überschaubarem Geldeinsatz etwas auszutauschen, würde ich bei Rucksack, Matte, ggf.  Shelter, Kocher, Regenjacke und Fleece ansetzen.

Bspw. einige verhältnismäßig günstige Klassiker teilw. mit viel Komfort:

Pack: Osprey Exos 58l - ein beliebter Klassiker fürs Leicht-Trekking mit Rahmen und Netzrücken (~1,2 Kg) - gibt's oft bei eBay Kleinanzeigen

Pad: Thermarest Prolite Plus, selbstaufblasende Schaummatte mit 3,8cm Dicke verhältnismäßig bequem, gibt es ebenfalls häufig bei den eBay Kleinanzeigen für kleines Geld (~650g) - Rutschunterlage und Aluunterlage dann beide überflüssig.

Shelter: Falls du mit Stöcken unterwegs bist, was ich sehr empfehlen kann (habe keine in der Liste gesehen): Lanshan 1 (~800g)

Kocher: BRS 3000t, puristischer Minikocher mit 25g (Windschutz nötig) oder jeder andere Aufschraubkocher unter 80g

Regenjacke: Decathlon Raincut

Fleece: wurde bereits genannt 

Hier auch meine Liste für 4-5 Trekking zur Inspiration, allerdings auch nicht für die Alpen, sondern Mittelgebirge D. 

https://lighterpack.com/r/vuyngz

 

Bearbeitet von Breaze
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Also ich habe keine Trekkingerfahrung in den Alpen, da ich schon immer der Meinung war, dass es quatsch ist mit >10 oder gar 20 kg durch die Berge zu hatschen wenn man nicht gerade was Extremsportmäßiges unternimmt. Der Meinung bin ich weiterhin und mein erster Gedanke bei deinem Gepäck war: Hüttentour. OT: Zumal ich das problematisch finde mit Wildcampen in den Alpen (besonders als Newbie, ich kann das einfach nicht ausreichend abschätzen wo was wie so abgeht da oben, Tourimäßig und Naturschutznötig), daher mache ich das weiterhin nicht, trotz UL-Gepäck. Bevor du da oben einen Campingplatz eröffnest würde ich das ernsthaft nochmal überdenken, ob nicht ne Isomatte + Biwaksack ausreicht, um dann auf deiner Hüttentour bei Traumwetter evtl. doch statt Hütte ein erstes Biwak zu testen. Bin da aber speziell und versuche Trends immer frühzeitig aus dem Weg zu gehen...

Jetzt hast du dein Gepäck aber doch schon erheblich abgespeckt, daher noch ein paar Ideen zum Reduzieren:

  • Footprint weglassen. Dein Zelt hat einen 70d Boden, da brauchst du keinen Footprint. Höchstens ne dünne Folie wenn dir das noch schwerfällt (Stichworte hier im Forum Polycro/ Tesa Fensterfolie / Ikeaplane)
  • Schutzbeutel Gaskocher weglassen
  • Regenjacke oder Regenschirm, nicht beides
  • Schlafkleidung: was dünneres leichteres, das kommt mir doch arg übertrieben vor in Kombination mit dem Badger. Aber keine Ahnung mit was für Temperaturen du rechnest.
  • Sealskinz in den Alpen nicht nötig würde ich sagen
  • Feuchttücher - was machst du damit? Weglassen, zumal du die ja auch benutzt zumindest bis ins nächste Tal tragen müsstest.
  • Autan weglassen, du hast ein Mückennetz, auch hier: entweder oder
  • Taschentücher: besser ist ein Stofftaschentuch, das kannst du auswaschen und trocknen
  • Kissen weglassen und die Daunenjacke nutzen (zb im WM Packsack oÄ). Die Jacke ist natürlich bissl schwer aber eben vorhanden.
  • Mittag und Abendessen: ich würde versuchen die Infrastuktur zu nutzen und 1x täglich an ner Hütte speisen, dann hast du auch gleich das Toilettenproblem (abgesehen von Notfällen) gelöst. Bist ja Zivilisationsnah unterwegs mit deinen Tourideen.

Und natürlich alles was bislang gesagt wurde, insbesondere der Rucksack ist natürlich indiskutabel hier in diesem Forum :grin:

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Geschrieben (bearbeitet)

@Taswell21:Hab das meiste von deinen Vorschlägen mit rein genommen. Braucht es die Windjacke, wenn ich eine gescheite Regenjacke mitnehme? Zum Sensor: der loggt für die ganze Zeit die Temperaturen und ich weiß danach wie kalt/warm es überall war. Vielleicht reicht auch der Wetterbericht.

@RaulDuke: Zum Rucksack: Den GossamerGear G4-20 finde ich nur mit 42L. Da gibt es noch den GossamerGear Gorilla mit 50 Liter. Soll bis 13Kg bequem sein, das sollte ich vielleicht schaffen. Wär der auch gut? Hätte dann 850g. Mal sehen ob ich noch eine Alternative finde.

Das Lanshan hatte ich auch erst ausgesucht, aber weil es in den Bergen auch mal sehr windig werden kann, war mir das reine Mesh-Innenzelt zu heikel.

@Breaze

Danke für die Packliste und die Vorschläge! :D Den BRS 3000t Kocher hab ich dazu genommen. Als Matte hab ich die TR-Xlite mit R-Wert 4,2 bestellt. Der Oasprey sieht auch gut aus. Ich frage mich ob es 58 Liter braucht oder ob ich auch mit 50/45 oder noch weniger zurecht komme.

@kurzhosenhiker: Vielleicht schneid ich von der weggelassenen Hälfte die Hälfte ab, dann trau ich mich sie wieder dranzumachen.  3/4 Zahnbürste 8-)

@grmbl:Die Feuchttücher waren zur Katzenwäsche und vorm Einsetzen der Kontaktlinsen gedacht, dann ist mir eingefallen, dass da auch ein paar Seen entlang der Wege kommen, also hat sich's erledigt.:lol:

Wegen den Hüttenübernachtungen weiß ich nicht, will eigentlich mal etwas weg von dem ganzen Trubel. Und bin ja dann solo unterwegs. Campingplätze gehen, hab sehr viele Nächte auf welchen verbracht. Wenn ich pro Tag fünf Leute treffen würde, das wär gut. Mal sehen, ob das dafür die richtige Ecke ist.

Schlafkleidung hab ich aussortiert und dafür das Seideninlet wieder reingenommen. Kam mir auch zu warm vor. Danke

 

Edit: So mal den Osprey Exos in 58 und den Gregory Focal in 48/52 und 58 bestellt. 

Bearbeitet von GuybrushThreepwood
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Am 14.5.2022 um 17:42 schrieb GuybrushThreepwood:

Braucht es die Windjacke, wenn ich eine gescheite Regenjacke mitnehme?

 Im Sommer ja, im Mai nein, da Du die mitgeführte Fleecejacke ohne zu überheizen tragen kannst.

Am 14.5.2022 um 17:42 schrieb GuybrushThreepwood:

Zum Sensor: der loggt für die ganze Zeit die Temperaturen und ich weiß danach wie kalt/warm es überall war.

Nimm ihn mit. Die 25g machen den Braten nicht fett. Es ist so als Anfänger leichter, Temperaturen im Zusammenspiel mit der neuen Ausrüstung einzuschätzen. Schmeiß dafür den Minikompass raus.

Am 14.5.2022 um 17:42 schrieb GuybrushThreepwood:

Das Lanshan hatte ich auch erst ausgesucht, aber weil es in den Bergen auch mal sehr windig werden kann, war mir das reine Mesh-Innenzelt zu heikel.

Nimm den Vango-Bunker mit. Für die erste Tour im Mai, wo über 1000m gerne mal 10cm Schnee fallen können, ist es die vernünftige, sichere Wahl. Im Sommer langt ein Lanshan dicke mit etwas Erfahrung. Ich nutzte ohne Probleme ein Gatewoodcape + Bivvy in den Alpen.

Am 14.5.2022 um 17:42 schrieb GuybrushThreepwood:

Die Feuchttücher waren zur Katzenwäsche und vorm Einsetzen der Kontaktlinsen gedacht, dann ist mir eingefallen, dass da auch ein paar Seen entlang der Wege kommen, also hat sich's erledigt.:lol:

Bevor ich mir entzündete Augen hole, würde ich doch eine Reisepackung Feuchttücher oder Desinfektionsmittel für die Hände mitnehmen. ;)

Am 14.5.2022 um 17:42 schrieb GuybrushThreepwood:

Wegen den Hüttenübernachtungen weiß ich nicht, will eigentlich mal etwas weg von dem ganzen Trubel. Und bin ja dann solo unterwegs. Campingplätze gehen, hab sehr viele Nächte auf welchen verbracht. Wenn ich pro Tag fünf Leute treffen würde, das wär gut. Mal sehen, ob das dafür die richtige Ecke ist.

Im Mai wird das Ganze unter der Woche eher nicht mit viel Begegnungen verbunden sein. Oder wenn, dann ist es ein beidseitiges Salve/Salut/Gruezi/... und man geht seines Weges.

Sonst:

Sealskinz könnten bei angesagtem Schnee oder Regen sinnvoll sein.

Bei einer einwöchigen Tour und einer 10000er Powerbank würde ich kein Ladegerät mitnehmen.

Ein zweites Paar Socken käme noch mit, falls es tagsüber nass wird u/o man zu schwitzigen Füßen neigt.

Du solltest Dich vor der Tour noch über die örtlichen Schutzgebiete einlesen. Denn Biwakieren ist in manchen Gegenden verboten, wird stärker als in anderen Alpenländern kontrolliert und kann sehr teuer werden. ;)

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Für Mai finde ich Deine Liste auch ganz ok. Ist mit 13,5 Kg so das klassische Hochtourensommergewicht, d.h. für mich wäre es an der Grenze von zu schwer und geht gerade noch so. Also schön langsam und bewusst gehen, nicht dass man sich gleich am ersten Tag vor lauter falschem Ehrgeiz Blasen läuft :-) 

Im Sommer würde ich dann leichter werden wollen (Zelt, Rucksack, Schlasa usw. wie oben und einiges fällt weg wie 238gr Icebreaker) und besonders mal einen rahmenlosen Rucksack ausprobieren. Bis um die 10 Kg finde ich die sehr ok. Und wenn Du die consumables halbierst bist Du ja schon ziemlich leicht (Wasser ok, aber 3 kg für Essen finde ich viel zu viel - bei ner Wochentour kommt bestimmt alle 3 -4 Tage ein Dorfladen mit Brot, Käse, Wurst, Schokolade, Erdnüssen in Minipackung u.ä. ... also 12 Landjäger und 26 Energyriegelteile und 400 Gr Nüsse :D ....)

Klugscheiss: 4 Blasenpflaster statt Puder & Stick... Das kurzärmelige Merino ist zu schwer (leichtes Merino in L = 130 Gr und als unterste Schicht gezwiebelt völlig ausreichend). Usw., Stück für Stück...

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