Klar Packrafts sind langsamer als ein Tourenkajak, aber ich bin mit einem guten Packraft schneller unterwegs, als früher mit dem Solo-Canadier oder auch einen Tick schneller als mit dem 2er Ally.
Was nun Wiildwasser-Packrafts kontra Universal-Packrafts betrifft, da habe ich die Messungen z.B. mit dem Alligator kontra Sigma oder Alpacka Mule gemacht, liegt der Alligator und damit ein Widwasserboot eindeutig vorne, ich führe das auf den deutlicheren Kielsprung und schmaleren Bug zurück.
Was nun evtl Werbung betrifft, nun ja die Plazierung eines Bootes auf den Herstellerseiten in einem bestimmten Bereich kann auch rein absatztechnische Gründe haben.
Ich war jetzt mit dem Nomad nicht schneller als mit dem Alligator unterwegs.
Was nun die für Bikerafting geeignetten Packrafts betrifft, sehe ich folgende Priorities :
- Sicherheit, eine Kenterung kann immer passieren, wenn Du es verpennst, auch auf dem zahmsten Zahmwasser also muss das Boot vor deiner Sitzposition eine gewisse Mindestlänge haben, damit Du bei einer Kenterung nicht durch das Fahrrad daran gehindert wirst, leicht und unverletzt aus dem Boot zu kommen
- genügend Verdrängung weit vorne von der Sitzposition entfernt, ist mit der Mindestlänge verkrünft, wenn ich ein Boot wie den Mule habe, was vorne direkt extrem viel Tragkraft hat (ist ja ursprünglich für Jäger konzipiert worden, die auch in leichteren Wildwasser unterwegs sind und vorne ihre Jagdbeute drauf acken und evtl dahinter noch nen Hund) kann ich das Mountainbike weiter nach vorne schieben, daß ich letztendlich einen längeren offenen Teil vor meiner Sitzposition habe, als bei einem schmalen Packraft, bei dem ich das Bike weiter nach hinten schieben muss.
- eine Mindeststabilität des Materials und der Verarbeitung klar man klemmt eh an der Auflagestellen Metall auf Boot kleinere Isomattestücke o.A. dazwischen, aber ich würde jetzt für Bikerafting nicht Boote aus einemMaterial wie dm Nano benutzen, aber z.B. Sigma habe ich dafür schon benutzt
- Das Boot sollte von seiner Konstruktion zum Gewässer passen, daß es Spaß macht und sicher ist.
Mal 2 Beispiele :
Der Ponto ist ein extrem sicheres Boot, durch die grosse Breite sehr hohe Anfanmgsstabilität, hohe Zuladung usw auch mit grossem Hund oder Kiddi drin noch ok und leichtes WW bis ca 2 - 2+ geht auch noch, wobei dann schon ein WW-Packraft trockener läuft und mehr Funfaktor hat, aber der Ponto ist jetzt nicht so das Boot was auf stehendem Gewässer Spass macht.
Der Sigma TXL nettes Tourenboot, was auch auf stehenden Gewässern für ein Packraft gut läuft, auch zu 2 fuer Weekender o.A. nutzbar, durch die grosse Innenlänge solo auch prima zum Biketransport, dadurch auch easy trotz grösserer Breite des Bikes gutes Ein/Aussteigen an Stegen, aber wenn es in Wildwasser geht, wo es eben auch viel darum geht, in Kehrwasser einzudrehen usw, wäre es mir durch die große Länge und flachen Kiuelsprung dafür zu unhandlich.
Aber letztendlich kann es gut sein, daß Andere ganz andere Erfahrung mit einzelnen Packrafts & Bike gemacht (nein es wird sicher so sein, sonst wäre es langweilig ) und / oder auch die Priorities anders setzen und dann kann man mit den eigenen Priorities über die Erfahrungen der Anderen "drüber gelegt" schauen was passt.
Ich finde Bikerafting nicht nur interessant für Leute, die mit der Kombi schon heftigst lange mit Zeltkrams durch´s Gelände gereist sind, ich finde es ist auch gerade eine nette Möglichkeit, unkompliziert ohne hohen Logistik-Aufwand (Halb)Tagestouren / Weekender "zu machen", halt nicht, wie immer die Festrumpfpaddler so sagen "Paddeln ist 0 Motorsport" und ich denke, in dem Bereich wird es auch bei mir aufgrund momentan sehr knapper Zeit eine Ecke mehr werden.