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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 02.04.2025 in allen Bereichen

  1. erster Versuch im Reparieren

    Cuherdir und 2 andere reagierte auf khyal für Beitrag im Thema

    3 Punkte
    Ach wenn es zu nix Anderem taugt, dann immer noch zum Entertainement von Anderen und ist doch ne schöne Storie zum Erzählen und Du kannst jetzt aushandeln, daß er für 2 Monate Staubsaugen o.A. muß Rep völlig easy, nimm den Packsack zum Vergleich mit und besorg Dir bei Dir in Dresden bei Extex ein Stück gleich aussehendes Si-Poly, oder schlachte den Packsack dafür. Sauber das Gefräste wegschneiden, Stück Stoff zurechtschneiden, daß es gross genug ist, daß wenn Du den Flicken an den Rändern einen cm nach unten umklappst, er noch ca 1.5 cm am Rand mit dem Zelt überlappt. Flicken erstmal mit der Hand mit ein paar Stichen grob auf dem Zelt fixieren, dann mit der Nähmaschinen zuerst am äusseren Rand des Flickens entlang normalen Stich, dann etwas weiter innen 5 mm breit Zickzackstich, hinterher mit Seamgrip +Sil Nähte abdichten, fertig. Mit den Zelten ist es wie früher mit den Sig-Flaschen, je verbeulter, umso kultiger
  2. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    TheRebel und ein anderer reagierte auf mtb_squirrel für Beitrag im Thema

    2 Punkte
    Sie sind da: Mit 14,3 cm sind sie etwas kürzer als die Vaude, die ich bisher genutzt habe. Die Haltekraft wirkt erst mal gut, pseudowissenschaftliche Versuche mit der Kofferwaage dazu habe ich aber schnell aufgegeben. Neben der hier befestigten dicken Neon-Kordel, die mir sehr gut gefällt und die ich dran lassen werde, kommt alternativ noch die dünne in der Tüte mit. Auf jeden Fall sind sie 3D-gedruckt (sieht man an der Oberflächen-Struktur), was ich alleine materialtechnisch schon interessant finde. Ich bin erst mal sehr zufrieden, für einen im Vergleich zum Pioneer kleinen Preis meine Edelmetall-Affinität auszuleben und werde berichten falls etwas besonders auffällt.
  3. erster Versuch im Reparieren

    Maalinluk reagierte auf Susanne für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ihr Lieben, nach dem ersten Versuch im letzten Jahr, das Wandern mit Ausrüstung zu probieren, lege ich jetzt nach: das Reparieren der teuren Ausrüstung versuchen - und brauche Rat... Hintergrund: das Malheur ist bereits kurz nach der Gotlandwanderung im letzten Spätsommer passiert und hat dazu geführt, dass mein Mann und ich ein paar Tage "nur Bild, kein Ton" hatten und wir uns auch nach Zuschaltung des Tons noch eine Weile "gesiezt" haben. 😁 Ich hatte nämlich, um das schöne Campergefühl noch ein wenig in den Alltag zu tragen, im Garten noch ein paar Nächte nahe der Terasse gezeltet. Und an einem der letzten schönen Sonntage im September - mein Mann lag auf der Hollywoodschaukel und daddelte am Handy und ich saß daneben und las, setzte sich der Rasenroboter am hinteren Ende des Gartens weitab, in ca. 20m Entfernung langsam und leise in Gang. Der Tragödie eine Teil: Frau sieht auf und meint zum Manne: Möge er bitte den Roboter anhalten (mit der App am Handy, die nur er darauf hat). Mann: "Wieso?" Frau: Ich habe Angst, dass der das Zelt schreddert. Mann: "Nee, da fährt der nicht lang". Rasenmäher: Ich fahre nach dem Zufallsprinzip Frau: Er fährt aber in unsere Richtung und ziemlich genau drauf zu Mann: Hmmmm Frau: T.! Halt ihn doch einfach an! Ich bau das Zelt heute sowieso ab. Mann: Der braucht doch noch ewig bis nach vorn Rasenmäher: Die Häfte hab ich schon Frau: Die Hälfte hat er schon Mann: Der fährt immer erstmal die Begrenzung ab Frau, schon in den Startlöchern: Der fährt keine Umgrenzung ab, sondern ziemlich genau aufs Zelt zu. Halt ihn doch einfach an, verdammt nochmal. Mann guckt auf, ahnt die Lage, setzt sich auf, erfasst die Lage, hantiert am Handy, murmelt: Moment, ich such nur schnell die App Rasenmäher: Naaaa, wer schaffts? Frau sprintet los Mann: SCHEIßE! Frau hechtet Rasenmäher: Erster! Frau pflückt den wild auf das Zelt aufgefahrenen "Schredder" wütend von selbigem ab und flaggt ihn mit Tränen in den Augen und unter wüsten Beschimpfungen auf den Rasen zurück. Schließt in die wüsten Beschimpfungen ihren Mann mit ein. Mann kommt zur Unglücksstelle gelaufen und zeigt Frau eine Homepage, wo man Flicken bestellen kann... Nun meine Frage an die Könner: Das Loch ist ca 7x7 cm. Am Tarptent Double DW Außenzelt. Leider stark zerfleddert, bzw. ausgefranst. Komme ich da mit einem Flicken 10x10 cm hin oder sollte ich das erst begradigen? Und muss ich auf etwas besonders achten, wenn ich flicke (außer hinterher Versiegeln) - also muss der Untergrund besonders vorbereitet werden (außer gesäubert). (Ich könnt schon wieder zum Racheengel werden, wenn ich daran denke). Danke euch allen!
  4. 1 Punkt
    Ich war ja schon länger um den Skotti Grill auf den Messen rumgeschlichen, da es ja inzwischen immer mehr Campings gibt, wo man nicht mehr mit Holzköhle grillen darf (ich würde mich auch bedanken, wenn ich bei Wind von einem Nachbargill Funkenlöcher ins Zelt bekäme ) ausserdem gibt es auch Campings, wo es als Auflage von der Feuerwehr nicht erlaubt ist und dann die lieben Nachbarn beim Ordnungsamt anrufen, sobald ein Grill glüht. Dazu kommt, daß, wenn ich mit Mehreren unterwegs bin, es gerade bei niedrigeren Temps nett wäre, mal schnell abends was auf den Grill zu werfen, aber nach einem Tag Paddeln, Segeln, Laufen es uns meist zu viel Action ist, dann noch groß Gewese mit Grill anzünden, Durchglühen usw ist und sich an Plätzen wie trockenem Wald o.A. eh von selbst verbietet. Da fand ich schon das Skotti Prinzip klasse, ein stabiler Grill der sich sehr flach verpacken läßt, aus zusammengesteckten Einzelstücken besteht, fast unkaputtbar ist und sich wahlweise mit Kohle oder Gas (erstmal für Schraubkarttuschen, aber mit einem extra Anschlussschlauch mit extra Druckminderer geht, wenn man irgendwo stationär ist, auch ne graue 5 kg Austauschflasche). Als ich dann letztes Jahr auf der Messe den Skotti Mini & Booster gesehen habe, war klar, das ist meins... Ein Gaskocher mit sehr großer Brennfläche, entsprechend auch prima für Pfannengerichte und so stabil gebaut, daß ich auch ohne Bedenken einen 4 kg Topf drauf stellen würde Ein Grill, der bei Gasbetrieb einfach über den Brenner gestellt wird und dann das Hitzeleitblech & stabiler Edelstahlrost die Hitze gut auf die gesamte Grillfläche verteilen, bei dem man bei Kohlebetrieb ein Seitenteil weglassen kann und dann seitwärts im Betrieb Kohle oder Äste nachlegen kann, ohne den Rost abzunehmen. Als ich das Teil zur Probe in der Küche aufgebaut hatte, blieb er gleich 3 Wochen stehen, es war einfach nett, ohne viel Umstände jeden Abend zum Essen noch eben was Grillen zu können Inzwischen habe ich ihn auch outdoors viel benutzt, echt nettes Teil, schnell heiss, gut zu regeln, auch Andere kamen damit direkt zurecht, auf dem Boot steht er sicherheitshalber in ner kleinen Edelstahl-Auflaufform, Fettbrand o.A. auf nem Boot wäre ja blöd Kann ich also sehr empfehlen... Btw statt die Grillfläche zu nutzen, empfehle ich Doppelgrillspieße, deutlich angenehmer in der Handhabung, Wenden völlig easy und sowas wie Gemüsespieße geht auch gut, hatte ich damals mit dem Picogrill kennen gelernt und Grille eigentlich nur so, Aufspießen läßt sich alles Die Boks Edelstahldose finde ich auch ziemlich universell, ob jetzt mit Salat, Grillgut gefüllt, auf dem Grill als Behelfspfanne verwendet...oder z.B. beim Paddeln für Pausensnacks, die nicht zusammengequetscht werden sollen, halt außer der Si-Dichtung kein Kunststoff dran Gasverbrauch - ja müßte ich mal messen, bis jetzt nicht gemacht, was ich sagen kann, daß nach bestimmt insgesamt 20-30* rel kurz Grillen jetzt allmählich die 450 g Kartusche leer wird...wobei ich auch noch mit dem Booster paar Mal Kaffee gekocht habe... Gewicht - federleicht, etwa soviel wie die "grossen 3" zusammen - Booster Kocher mit Standardschlauch 476 g - Skotti Mini zum Gasgrillen zusammengebaut 1436 g - Boks 269 g Topfzange dafür 55 g Wenn Fragen sind, fragen... Lassen wir noch etwas Bilder sprechen, auf denen man die Einzelteile gut sieht (nee Foodporn-Bilder von unterwegs gibt es nicht, da bin ich meist viel zu sehr mit Futtern beschäftigt, als um an Pic zu denken aber kann ich was nach NL nachreichen.)
  5. X-Boil mit Holzverbrennung

    Blickpunkt reagierte auf mochilero für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich schreibe es einfach mal wieder: Einen Caldera Cone Clone kann man sich relativ leicht und billig aus Edelstahlfolie zusammen Schustern. Man macht ein Schnittmuster aus Packpapier , damit kann man den Aufbau grob testen. Für den Holzbetrieb mindestens 0,1 mm Edelstahlfolie verwenden, je nach Topf Gewicht ggf auch festere Folie! Für den Alkoholbetrieb hängt der Topf im Cone und für den hobo Betrieb benötigt man zwei Titanzeltheringe. Darauf kann der Topf in einer erhöhten Position im cone stehen und Hölzchen nachlegen kann man durch den Ausschnitt im cone wo normalerweise der Topfgriff ist. Mal im myog Bereich schauen falls von Interesse .. Edit: so sieht einer von unseren cones aus. Das ist der snowpeak 1400 Topf . Cone ca 70g bei 0,1mm Folie Inzwischen auch immer wieder im Holzbetrieb erprobt. Hat allerdings noch 10mm Löcher zusätzlich bekommen seither russt es weniger
  6. Toller Beitrag. Ich bin erst jetzt auf diese Seite gestoßen. Im August 2023 bin ich den GR5/GTA zusammen mit einem Freund gelaufen. Es war einfach phantastisch!! 26Tage blauer Himmel, 2 Tage Regen. Und wenn ich deine Bilder und Berichte anschaue wirds mir ganz wehmütig. liebe Grüße Manfred
  7. Vorstellungsthread

    mtb_squirrel reagierte auf Juniper49 für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Guten Tag allerseits, ich (51 J.) komme aus der Ecke Krefeld/Mönchengladbach/Viersen in NRW (DE) und bin durch's Pilgern mit UL in Kontakt bekommen. In Etappen wandere ich immer dann wenn ein paar Tage zur Verfügung stehen auf dem Weg von der heimischen Haustüre in Richtung Santiago de Compostela (ES). Mittlerweile bin ich bis Waremme (BE) gekommen. Ich versuche einen Mix aus Übernachtung in BnB und in der Natur. Entsprechend hatte ich im letzten Jahr auch das Night Cat UL Tent 2P mit dabei, was mich jedoch nicht überzeugen konnte. Daher schiele ich nun auf das Durston X-Dome 1+. Dass es sich um ein freistehendes, doppelwandiges Zelt (mit der Option zum sep. Aufbau von Außen- und Innenzeit) handelt sowie einem Gewicht < 1kg handelt sind für mich überzeugende Argumente. Nun zu meiner eigentlichen Frage: ich kaufe ungern "die Katze im Sack" und frage mich daher, ob hier im Forum jemand bereits dieses Zelt besitzt und in der "Nähe" wohnt, so dass ich es mir unverbindlich mal in echt anschauen kann? Freue mich auf den gemeinsamen Austausch hier und bin sicher, dass ich noch viel von den Experten lernen kann. Viele Grüße und allen einen guten Weg!
  8. erster Versuch im Reparieren

    mtb_squirrel reagierte auf icefreak für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ich vermute den elastischen Zickzackstich. Das wird aber sportlich bei dünnen Stoffen, die zieht es da arg zusammen. Wenn Du nicht solide Nähkenntnisse hast, von innen und außen mit Seamgrip kleben. Die Flicken mit der Zickzackschere zurechtschneiden. Wenn Nähen, möglichst Geradstich und Zeitung unterlegen.
  9. Hallo zusammen, nun steht fest, dass ich ab 1. Mai 2025 für 2 Wochen (bis 16.05. ab Klingenthal unterwegs sein werde. Ist noch jemand in diesem Zeitraum auf dem EB unterwegs und an einem Austausch interessiert?
  10. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Gibbon reagierte auf mtb_squirrel für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Oops, they did it again: Neu beim Single Silpoly Rainbow für 2025: - Nicht-gelber Gestängekanal - raffbare Zelthülle an Kopf- und Fuß-Ende zwecks Belüftung Insbesondere ersteres finde ich super, das senkt die Auffälligkeit nochmal deutlich.
  11. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Gibbon reagierte auf HEB für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Herr Klink hat auch schon ein Video dazu gemacht!
  12. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    TheRebel reagierte auf izi für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    ein V Hering mit 8,6 g. Eigenentwicklung der Trekkingfreunde.
  13. Neue Ultraleicht-Ausrüstung

    Gibbon reagierte auf icefreak für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Das Imperium greift an: Simond UL Rucksack, 50 l, Hauptfach 39 l, 880 g. Made in Czechia! https://einblicke.decathlon.de/presse/pressekit/ultraleicht-trekkingrucksack-simond/
  14. Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread

    Susanne reagierte auf ChrisS für Beitrag im Thema

    1 Punkt
    Ja, die Gewichtsangabe!
  15. 1 Punkt
    @RaulDuke OT: Echte ULer haben keine Gürtelschlaufen! ...und keine Hosentaschen, weshalb sie so ein fannypack mit herumschleppen müssen 😆
  16. Hallo zusammen! Bisher war ich nur lesend im Forum unterwegs, nun möchte ich gerne einen bekannten aber nicht sehr oft in seiner Gesamtheit begangenen Weg vorstellen: die rote Via Alpina. Dabei vergleiche ich sie mit anderen bekannten Trails (PCT, AT, CDT, TA). Letzten Sommer hatte ich die Gelegenheit, mir einige Monate frei zu nehmen und beschloss, nach 3,5 Jahren Pause, wieder einen langen Trail zu gehen. Da ich in weiter Ferne schon viel unterwegs gewesen war (PCTx2, ATx2, CDT, FT, AZT, LT, TA, INT ...), wollte ich endlich meine Heimat, die Alpen, einmal so richtig erleben. Die Entscheidung fiel dann auf die rote Via Alpina (alte Route, 2.632km). Anmerkung: seit heuer verläuft die rote Via Alpina offiziell ident mit der bisherigen grünen Via Alpina in gerader Linie durch die Schweiz, weshalb sie nun wesentlich kürzer ist. Das finde ich persönlich schade, denn die frühere längere Route entlang der italienisch-schweizerischen Grenze hat mir ausgezeichnet gefallen. Und DEN langen Weitwanderweg in den Alpen abzukürzen leuchtet mir als begeisterter Langstreckenwanderer nicht ein. Triest bis Monaco - 2.632 km - rund 150.000+ Hm Edit Khyal : Karte ohne Rechte entfernt, Simon_ Link mit Anleitung fuer rechtekonforme Karte geschickt, sollte er daraus eine Karte erstellen, bastel ich die gerne rein... Wegführung und -beschaffenheit Die Via Alpina ist eine Kombination aus alpinen Wanderwegen, Forststraßen und gelegentlich auch etwas Asphalt. Die Wanderwege sind im Vergleich zum PCT um einiges steiler und rauher (ausgewaschene Wege, Geröllfelder etc.), die An- und Abstiege im Vergleich zum AT meist deutlich länger. 1.500 Höhenmeter und mehr, am Stück, sind keine Seltenheit. Weil die alpinen Wanderwege körperlich so herausfordernd sind, stellte die gelegentliche Forststraße für mich eine willkommene Abwechslung dar. Der Anteil an Asphaltstraßen ist meiner Meinung nach gering. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich, allerdings gibt es keine richtigen Kletterpassagen. Versicherungen (Stahlseile, Leitern usw.) sind selten. Keine Bachüberquerungen wie am PCT oder TA und eigentlich niemals cross country wie am CDT. Mit der Routenführung war ich, für mich überraschend, sehr zufrieden! Nur selten hatte ich das Bedürfnis, eine höhere Alternative zu gehen. Gelegentlich war das in Frankreich der Fall, wo ich mir dann mittels Gaia-App jeweils eine höhere Variante gesucht habe. Timing Ich war vom 1. Juli bis 20. September unterwegs (81 Tage), konnte bei meinen Eltern einige Tage pausieren (die Via Alpina verläuft durch mein Heimatdorf in Vorarlberg) und hatte sonst keine Pausentage. Wer sich länger Zeit nehmen möchte, kann normalerweise bereits im Juni starten und bis in den Oktober hinein unterwegs sein, ohne mit größeren Schneemengen rechnen zu müssen. Gestartet bin ich in Triest, es spricht aber eigentlich nichts gegen einen Start in Monaco. Logistik Triest und Monaco (bzw. Nizza) sind mit Bahn und Fernbussen problemlos erreichbar. Die Verpflegung auf dem Weg ist überwiegend einfach. Ich musste nie Hitchhiken, konnte ca. zwei mal pro Woche in Supermärkten einkaufen und bei Bedarf auf Hütten essen. Manche der Lebensmittelgeschäfte waren allerdings sehr klein, hatten wenig Auswahl und waren teuer. Einen für mich problematischen Abschnitt gab es zum Abschluss nahe Monaco (Ceillac bis Garessio), wo ich für über 270 km keine Verpflegungsmöglichkeit finden konnte. Im September hatten auch viele Hütten bereits geschlossen und es waren teils große Höhenunterschiede zu bewältigen. Deshalb war erhöhtes Tempo und Rationieren angesagt. Weder Visum noch Flüge zu benötigen spielte bei meiner Entscheidung zur Via Alpina eine wesentliche Rolle. Camping/Übernachtung Um Kosten zu sparen habe ich Hütten, Pensionen und Hotels möglichst gemieden. Geeignete Plätze für mein Zelt bzw. fürs Cowboycamping zu finden hat mir, vor Allem anfangs, einigen Stress bereitet. Halbwegs ebene Plätze, die außer Sicht und geschützt vor Wind und Gewitter waren, gab es eher selten. Die rechtliche Lage bezüglich Campieren ist in den Alpen problematisch und von Land und Gebiet abhängig. Unwohl haben ich mich oft in Österreich und Deutschland gefühlt, ein besseres Gefühl hatte ich in Italien, Frankreich, der Schweiz und Slovenien. 7 x habe ich auf Hütten übernachtet, 2 x auf einem Campingplatz und 1 x in einer Pension. Highlights waren für mich die wenigen Nächte in Biwakschachteln (3), die ich immer für mich alleine hatte. Wer mit seinem Budget großzügiger ist, kann seine Wanderung natürlich wesentlich komfortabler gestalten und beinahe jede Nacht irgendwo unterkommen. Ein solcher Komfort ist auf den amerikanischen Trails natürlich nicht möglich, aber diese sind in Bezug auf wildes Campieren im Vergleich wesentlich attraktiver. Community Eine solche habe ich auf der Via Alpina nicht erlebt. Auf dem gesamten Weg habe ich nur drei Via Alpina Hiker getroffen, wobei zwei davon eigentlich Trailrunner waren. Alle drei waren aus Frankreich. Trail Magic ist meiner Erfahrung nach in den Alpen nicht zu erwarten, weshalb kleine Geschenke (wie z.B. die Einladung zu einer Tasse Kaffee) bei mir ein umso größeres Gefühl der Dankbarkeit ausgelöst haben. Man trifft auf der Via Alpina, je nach Gebiet und Saison, viele Tageswanderer. Die Hütten sind im Juli und August natürlich auch sehr populär. Ich bin jedoch selten mit anderen Wanderern ins Gespräch gekommen, da habe ich die Menschen in den USA viel offener und interessierter erlebt. Trotzdem waren die Menschen, insbesondere in Frankreich und Italien, sehr wohlwollend und freundlich. Wetter In den Alpen ist eigentlich auch im Sommer mit jedem Wetter zu rechnen. Schönwetterphasen hatte ich in der ersten Julihälfte und gute zwei Wochen im September. Ab der zweiten Julihälfte bis Ende August hatte ich häufig Regen, zwei mal Schnee und zeitweise täglich (vormittags, nachmittags und während der Nacht) Gewitter. Besonders die Gewittergefahr war stressbehaftet, weil auf der Via Alpina beinahe täglich hohe Pässe zu bewältigen sind. Wegen des Wetters habe ich nicht allzu oft hochalpin gezeltet, sondern meist geschützte Stellen unterhalb der Baumgrenze gesucht. Wildlife Von den tollen Begegnungen mit Wildtieren war ich überrascht. Gesehen habe ich einen Wolf, sehr viele Steinböcke, Gämsen und Murmeltiere, Steinadler, einen Bartgeier und mehrere Kreuzottern. Somit ist die Via Alpina meiner Meinung nach in Bezug auf Wildlife mit dem PCT vergleichbar. Erwähnenswert sind auch die unzähligen Kühe, Schafe und Herdenschutzhunde. Von diesen ging meiner Erfahrung nach keine Gefahr aus, allerdings hatte ich kurz vor Monaco einige nervenaufreibende Begegnungen mit freilaufenden Hunden in Ortschaften. Mücken waren kaum vorhanden, dafür in Slovenien und Teilen Österreichs sehr viele Zecken. Landschaft Zwar sind die landschaftliche Gegensätze auf der Via Alpina bei Weitem nicht so groß wie auf dem PCT oder CDT (Wüsten, Hochgebirge, ...), die Alpen sind aber trotzdem sehr vielfältig. Und trotz der gelegentlichen wenig attraktiven Abschnitte durch besiedelte Gebiete war für mich die Dichte an hochalpinen Highlights herausragend. Auf keinem meiner bisherigen Wege habe ich, aus meiner Sicht, so viele schöne Landschaftsfotos gemacht, und das obwohl die Via Alpina um einiges kürzer ist als beispielsweise die Triple Crown Trails es sind. Gear Meine Ausrüstung war sehr ähnlich jener vom PCT, AT, CDT oder TA und bereits gebraucht. Mein Baseweight lag bei 3,8 kg. Zelt: SMD Gatewood Cape Bivy: AS Tucas Matte: Thermarest Zlite (gekürzt) Schlafsack: WM Ultralight 20 degree (zu einem Quilt umgenäht) Navigation: Gaia-App mit gpx-Track von der Via Alpina Homepage Schuhe: Altra Lonepeak und Timp (3 Paar) Microspikes und Wasserfilter hatte ich nur Anfangs dabei, wobei ein Filter auch später manchmal hilfreich gewesen wäre. Es ging aber auch ohne. 2 Liter Wasserkapazität haben mir gereicht. Kosten Unter 2.000 € (ohne Ausrüstung/Bekleidung/Schuhe), wobei das nur mit Sparsamkeit und Disziplin möglich war. Kaum Übernachtungen auf Hütten und nur gelegentlich ein Essen auf einer Hütte oder in einem Restaurant. Wer es komfortabler möchte kann sicherlich ohne Probleme auf Ausgaben jenseits der 5.000 € kommen. Fazit Wer sich körperlich fordern möchte, spektakuläre Landschaften liebt und eine große Portion Gelassenheit mit sich bringt, findet in der Via Alpina eine fantastische Alternative zu den bekannteren langen Trails in den USA und Neuseeland. Mir persönlich ist die Via Alpina sehr ans Herz gewachsen! Hier noch einige Eindrücke: Triglav Nationalpark Triglav Nationalpark Karnischer Höhenweg Karnischer Höhenweg Drei Zinnen Parco Nationale Dolomiti d'Ampezzo Allgäuer Hochalpen Allgäuer Hochalpen Rätikon Silvretta Ortlergruppe Bivacco Strambini Piz Bernina Aufziehendes Gewitter in Graubünden Kurz vor Riale, wo die blaue Via Alpina beginnt/endet Aletschgletscher Steinböcke und ein drohendes Gewitter Neuschnee nahe Chamonix SMD Gatewood Cape in den Italienischen Alpen Verfallene Hütte in den Französischen Alpen Parc National de Vanoise Parc National de Vanoise In den Französischen Alpen Parco Naturale Alpi Marittime Wenige Tage vor Monaco
  17. @schoguen Zur Navigation hab ich Smartphone und Gaia-App verwendet. Ich hab eine topographische Karte geladen und den GPX-Track von www.via-alpina.org eingefügt. Dort hab ich mir auch einen Wanderführer erstellt und ausgedruckt (auf der Homepage gibt es ein entsprechendes Tool), der alle wichtigen Wegpunkte, Kilometerangaben und Höhenmeterangaben enthalten hat. Obwohl ich Papierkarten sehr mag habe ich aus Gewichtsgründen darauf verzichtet. Im Hochgebirge finden sich meist Wegweiser, die zum nächsten Pass oder zur nächsten Hütte führen, da ist das Navigieren relativ leicht. Trotzdem habe ich das GPS regelmäßig verwendet um mich rückzuversichern. In den Tälern und Dörfern wäre es ohne GPS aus meiner Sicht kaum machbar den Weg zu finden. Auf der Via Alpina findet man eher selten eine Plakette oder einen Wegweiser mit dem Via Alpina-Symbol und das ist von Gebiet zu Gebiet sehr unterschiedlich. Manche der Wegweiser stimmen auch nicht mit dem GPX-Track überein. Trotzdem war es immer eine Freude, wenn ich auf eine Via Alpina-Plakette getroffen bin.
  18. @Dune Meine Packliste: Anmerkung: den Enlightened Equipment 30 Quilt (Synthetik) habe ich später gegen Daune ausgetauscht (etwas wärmer und etwas schwerer).
Diese Rangliste ist auf Berlin/GMT+02:00 eingestellt

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