Hi,
ich war vorletztes Jahr auf dem Uplandsteig unterwegs, der war gut beschildert und das Trekkingplattform-System ist ganz angenehm. Deine geplanten Tages-Etappen finde ich sehr realistisch.
Die Seite der Trekkingplattformen wird dir ja wohl schon bekannt sein, die dort verlinkte Karte enthält ja auch Hinweise zur Trinkwasserversorgung. Zudem sind dort unter "Infos zum Trekkingpark" viele Fragen beantwortet.
Ich würde etwas Toilettenpapier mitnehmen, für den Fall, dass im Kompostklo bei den Plattformen keines mehr ist. Jedoch war das bei meinen Besuchen dort immer aufgefüllt.
Für Wasserquellen habe ich mir, zusätzlich zu den in der offiziellen Karte eingezeichneten, noch die Friedhöfe am Weg eingezeichnet, liegen ja einige Ortschaften auf oder neben der Route. Wasser von Friedhöfen würde ich immer Filtern oder Kochen oder mit Micropur nachbehandeln, nur für alle Fälle. Einkaufsmöglichkeiten sind am Weg ebenfalls gegeben, zur Not fragst du einfach irgendwo bei nem Haus nach.
Für dein Zelt solltest du etwas extra-Schnurr einpacken, um es aufzustellen, da das Zelt nicht freistehend ist (1,3kg für ein 2-Personen Budget Zelt sind imho vollkommen in Ordnung). Auf den Plattformen gibt es einige Ösen und man kann Stöcke oder Heringe durch die Rillen im Holz unter die Plattform klemmen als Anker. Alternativ könnte man sich auch extra Plattformheringe im Internet bestellen. Bei der letzten Plattform wo ich war lagen jedoch schon viele große Steine und selbstgeschnitzte Ankerheringe auf und neben der Plattform von Vorgängern, die ebenfalls keine frei stehenden Zelte hatten. Irgendwie habe ich meine Zelte immer aufgebaut bekommen. Hier gibt es ein Video zu dem Thema.
Einige der Plattformen sind hier kurz beschrieben, ich fand die Bewertung für die Plattformen, die ich gesehen und besucht habe passend. So fand ich den U1 Schwalenburg sehr schön, den U4 bei Willingen würde ich dagegen nicht besuchen, konnte einen Blick darauf erhaschen, als ich mit der Sommerrodelbahn gefahren bin.
Ich hab gelesen, dass einige Ihrem Hund einen Hunderucksack anlegen, damit der auch was vom Gewicht (z.B. eigenes Futter) trägt. Da kennst du deinen Hund am besten, um zu wissen, ob Sie das mitmacht.
Den Topflappen in deiner Liste könntest du mit einem kleinen Lappen/Handtuch ersetzen. Einige Hiker nehmen immer zwei Handtücher bzw. Lappen mit, einen für oben, einen für unten, ist persönliche Präferenz. Ich hab keine Erfahrung mit Esbit-Kochern und ob ein Topflappen da lebenswichtig ist. Sonst einfach weglassen und die Handschuhe verwenden.
In 3 bis 6 Wochen ist Ende September/Oktober. Im tiefsten Sauerland gibt es teilweise schon im August Frost (z.B. vor zwei Wochen), daher nimm dir Kleidung+Ausrüstung, die dich in kalten Nächten um die Null Grad warm hält. Isolationsjacke würde ich auf jeden Fall mitnehmen solange nicht 30 Grad angesagt sind, dann hast du was für Nachts im Schlafsack zum anziehen. Wenn du eine Nalgene Flasche mit nimmst, kannst du dir daraus eine Wärmflasche machen. Andererseits hast du ja auch noch 30kg Hund mit Fell dabei
Happy Hiking!