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Ultraleicht Trekking

JanF

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Reputationsaktivitäten

  1. Danke!
    JanF reagierte auf SouthWest in Auf Rucksacksuche (bis ca. max 18kg Gesamtlast)   
    Aus der Nettiquette:
  2. Danke!
    JanF reagierte auf Mittagsfrost in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Gase steigen nach oben, wenn die umgebenden Gase schwerer sind. Egal, ob Wasserdampf oder nicht. Durch das Erwärmen dehnen sich Gase aus, werden damit weniger dicht und somit leichter.
    Selbst wenn das Luft-Wasserdampf-Gemisch nur +5°C hat und die Lufttemperatur der Umgebung kälter ist, dann hilft der Deckel, das bißchen „warme“ Gas im Topf zu halten.
  3. Danke!
    JanF reagierte auf wilbo in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Gerade im Winter ist ein Deckel auf dem Topf essenziell! Er verkürzt Kochzeiten deutlichen und spart einiges an Brennstoff.
    Zwischen Wasseroberfläche und Deckel bildet sich ein "Dampfpolster" was die Wärme im Topf hält. Bei offenem Topf saust die Energie, ungebremst ab in den Himmel.
     
  4. Danke!
    JanF reagierte auf Stepston in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    Bin kein Physiker. Aber selbst wenn du das Wasser im Topf nicht zum Kochen bringst erwärmst du es ja ggü der Umgebungstemperatur. Sonst würde ja gar nichts passieren. Mit Deckel hättest du im Topf also immernoch eine wärmere Atmosphäre als draußen, ergo ist er von Vorteil.
  5. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf schrenz in Winterschlafsack gesucht   
    Kleines Feedback von mir :
    Es ist der Cumulus Excuistic 1200 (Vormodell mit 850 Cuin Daune) geworden. Sieht auf den ersten Blick super aus, der riesige blaue Wurm auf meinem Bett war auf jeden Fall schon mal beeindruckend. Die angegebenen 192cm Körperlänge sind eher knapp bemessen, mit meinen 190cm liege ich eher passgenau drin, für mich okay und bei einer Wintertüte eher von Vorteil, wer es geräumig mag sollte vorsichtig sein. 
    Meine Gründe für die 200g mehr:
    1. Hatte ich oben vergessen zu erwähnen, dass ich auch im Winter ganz gerne mal unter'm Tarp schlafe oder Cowboy campe, da schadet das mehr an Füllung nicht. 
    2. Die angepeilten 1400g als Skandinavienlösung erreiche ich so mit meinem Sommerschlafsack X-Lite 200, da dieser keine Kapuze hat passt alles etwas besser. 
    Danke nochmal an alle die Ideen und Vorschläge hatten, jetzt hoffe ich nur noch, dass es auch mal kalt genug wird. 
  6. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf Jäger in Arizona Trail 2019 - Desert Diaries Teil 1   
    Ich bin jetzt schon seit einigen Monaten stolzes Mitglied dieses Forums und habe mir in dieser schweren Zeit viele Reisebericht von euch reingezogen, die mich sehr gut abgelenkt, unterhalten und inspiriert haben. Ich möchte im Folgenden auch etwas beisteuern und dadurch mein akutes Fernweh lindern. Es geht um meine Wanderung auf dem Arizona Trail im Herbst 2019. Kritik, Anregungen und Fragen sind herzlichst erwünscht. 
    Grundlegende Informationen
     
    Trail: Arizona Trail (AZT), Vereinigte Staaten der USA
     
    Zeitraum: 03.10.2019-14.11.2019
     
    Laufrichtung: SOBO (Utah –> Mexico)
     
    Distanz: 790 Meilen ~ 1271 Kilometer
     
    Höhenmeter: ~ 33700 Meter Anstieg
     
    Baseweight: ~ 5,6 Kilogramm (Big Four: SMD Lunar Solo, Osprey Exos 48l, EE Enigma 10F Quilt, Neo Air Xlite Medium)
     
    Wetter: Von 33° in der Tucson-Area bis -8° kurz vor Flagstaff war alles dabei. Die meiste Zeit über lagen die Temperaturen aber zwischen 20-25° tagsüber und 0-5° nachts. Geregnet hat es in der ganzen Zeit lediglich sechs Stunden.
     
    Maximal und durchschnittlich getragene Wassermenge: 6 Liter / 3.5 – 4 Liter
     
    Längster Foodcarry: 4 Tage, 116 Meilen ~ 187 Kilometer von Pine bis Roosevelt Lake Marina
     
    Navigation: Guthooks
     
    Wasseraufbereitung: Sawyer Squeeze in Kombination mit dem CNOC Vecto 2L, Aquamira Tabs als Backup
     
    Wandererfahrung vor dem Trip: GR 221, WHW
     
    Prolog: Leaving Las Vegas
     
    Noch bevor die eigentliche Wanderung losging, stellte sich bereits die Anreise zum nördlichen Terminus des Arizona-Trails, der sich auf einer Länge von fast 800 Meilen durch den Grand Canyon State schlängelt, als ein Abenteuer für sich heraus.
     
    Als Ich die heiligen Hallen des McCarran Airports in Las Vegas verließ, war die Temperaturanzeige auf dem Thermometer dreistellig, die Sonne brannte und die ersten Schweißperlen sammelten sich auf meiner Stirn. Einige Abende zuvor strömte noch kühle Pazifikluft durch meine Lunge während Ich in einer Daunenjacke durch die Straßen Vancouvers zog, um alten Freunden einen Besuch abzustatten. Ich stieg in den Bus Richtung Downtown, wo das billigste Hostelbett auf mich warten würde, dass Ich im Internet auffinden konnte.
     
    Nach einer schlaflosen Nacht klingelte mich mein Wecker bereits um 4 Uhr morgens aus dem Bett. Ich machte mich auf den Weg um meinen Bus nach Kanab zu kriegen. Nach einer 4 stündigen Busfahrt durch die rote Wüstenlandschaft  erreichte Ich mein Tagesziel, checkte im lokalen Hostel ein und verbrachte den Rest des Tages damit Proviant für den ersten Stretch zum nördlichen Rand des Grand Canyon zu kaufen. Außerdem schickte Ich zwei Resupply-Pakete voraus, die ausschließlich Nahrung enthielten.
     
    Am nächsten Morgen wartete Barry in einem roten Truck vor dem Hostel. Er war ursprünglich aus Florida, verbrachte jedoch seinen Ruhestand in Arizona, fluchte viel und war sehr redselig. Er hatte über Facebook angeboten Hiker zum nördlichen Terminus zu fahren und rettete mir damit meinen Allerwertesten, da ein vergleichbares Shuttle sehr teuer geworden wäre. Die Fahrt dauerte 90 Minuten, von den die letzten 60 Minuten über eine anspruchsvolle Dirtroad führen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die einzige Möglichkeit den nördlichen Terminus des Arizona Trails zu erreichen, per Auto über die besagte Dirtroad von Utah aus führt. Am Terminus angekommen, bedankte Ich mich herzlich bei Barry, der ein obligatorisches Startfoto von mir schoss, und machte mich auf den Weg ins Unbekannte.


     
    Grenze zu Utah bis zum Grand Canyon North Rim (76 Meilen ~ 122km)
     
    Es war zirka 10:30 Uhr als ich meinen ersten Schritt auf den Trail setzte und den Bundesstaat Utah hinter mir ließ. Mein Rucksack war mit Nahrung für vier Tage und 6 Litern Wasser beladen. Die ersten Kilometer waren schweißtreibend, da man direkt mit einem saftigen Anstieg auf den Buckskin Mountain begrüßt wird und der Sonne dabei schutzlos ausgeliefert wird. Als Ich den ersten Hügel erklommen hatte, drehte Ich mich noch einmal um, um einen letzten Blick auf Utah’s rote Canyonlandschaft zu erhaschen. Das Landschaftsbild würde sich in den kommenden Tagen drastisch verändern und vor allem durch gelbe Espen- und Kiefernwälder und steppenähnliche Abschnitte geprägt werden. Der erste Teil des Trails verläuft bis zum North Rim des Grand Canyons auf dem Kaibab-Plateau, das eine Höhe von bis zu 2805 Metern erreicht. Aufgrund der durchgehenden Bewaldung dieses Gebiets, merkt man selber kaum, dass man teilweise in einer Höhenlage wandert, die der der höchsten deutschen Alpengipfel entspricht. Lediglich nachts, wenn Temperaturen im Herbst gerne mal unter den Gefrierpunkt rutschen, wird man sich dessen bewusst. Mein erster Tag nahm nach 32 Kilometern sein Ende und Ich richtete erschöpft mein Nachtlager ein. Zum ersten Mal würde Ich ganz alleine in der freien Natur übernachten. Als totaler Newbie war Ich ziemlich nervös und analysierte jedes Geräusch, das in der Dunkelheit durch den Wald schallte. Der Höhepunkt meiner inneren Angespanntheit ereignete sich als eine Eule direkt neben meinem Zelt landete und das laute Schlagen ihrer Flüge mich mitten in der Nacht aus dem Halbschlaf riss. Irgendwann gelang es mir dennoch ein Auge zuzudrücken.

    Letzter Blick Richtung Utah
     
    Am nächsten Tag packte Ich im Morgengrauen meine Sachen zusammen und setzte meine Reise fort. In 12 Kilometern würde Ich eine Landstraße kreuzen, die nach Jacob Lake führt. Ich durchschritt auf dem Weg dort hin einige kleinere Espenwälder, die im Herbst einen besonders schönen gelben Farbton annehmen und genoss die ersten Sonnenstrahlen des Tages auf meinem Gesicht. Als Ich die Landstraße erreichte fand Ich einige Behälter mit Wasser wieder, die von Trail Angels bereitgestellt wurden. Ohne die Wassercaches, die an kritischen Stellen des Plateaus platziert wurden, wäre Ich um einen 8-10L Wassercarry wahrscheinlich nicht rumgekommen. Die sonst nur spärlich vorhandenen natürlichen Wasserstellen waren durch das Ausbleiben des Monsuns in den Sommermonaten kaum gefüllt oder gar ausgetrocknet. Jeder Wasser-Cache war ein Segen, und als Deutscher, der sich sein Wasser jederzeit Zuhause aus dem Hahn schöpfen kann, schätzt man dieses wertvolle Gut erst richtig, wenn es auf einmal nur noch in raren Mengen vorhanden ist. Nach einer kleinen Pause überquerte Ich die Straße und drang tiefer in den Kaibab Forest ein. Als Ich gegen 14 Uhr bereits 20 Meilen hinter mir gelassen hatte, traf Ich zum ersten Mal auf einen anderen Wanderer aus Kansas, der es sich auf einem Baumstamm bequem gemacht hatte. Sein Trailname war „Coyote“ und er war ebenfalls auf dem Weg nach Mexiko. Wir verstanden uns auf Anhieb, als wären wir schon seit Jahren miteinander befreundet gewesen. Wir aßen gemeinsam zu Mittag, philosophierten über Gott und die Welt und machten uns danach gemeinsam auf den Weg, um einen guten Campspot zu finden, den wir bei Einbruch der Dunkelheit erreichten.

    Am Morgen des dritten Tages wurden Coyote und Ich durch das Heulen von einem Rudel echter Coyoten geweckt. Das Geräusch wurde immer lauter während Ich aus dem Innern meines Zeltes lauschte. Als das Gejaule nach einiger Zeit wieder verstummte, packten wir unser Zeug zusammen und brachen auf. Nach 16 Kilometern trennten sich unsere Wege jedoch schon. Coyote würde zu einem kleinen Outpost abseits des Weges wandern, um sich nochmals mit Essen einzudecken. Es waren schließlich noch 40 Kilometer zum Grand Canyon und sein rechter Fuß machte ihm bereits seit einigen Tagen zu schaffen. Wir verabschiedeten uns, wünschten einander das Beste und blieben über Social Media in Kontakt (wir würden uns am Ende wiedersehen und gemeinsam noch ein Teilstück des CDT wandern). Ich hatte mir aus logistischen Gründen das ambitionierte Ziel gesetzt an dem Tag insgesamt 56 Kilometer zum North Rim zu laufen. Ich lag gut in der Zeit und überquerte am Mittag nach 35 Kilometern die Nationalparkgrenze. Von da an gab es kein Zurück mehr, da das Zelten außerhalb etablierter Zeltplätze ohne ein Permit, das nur persönlich im Backcountry Office erworben werden kann, illegal ist. Nach 13 Stunden erreichte Ich völlig ermüdet den Campground am nördlichen Rand des Grand Canyons. Ich werde wohl nie vergessen wie sich nach 120 Kilometern Wald auf einmal die schiere Endlosigkeit und Weite des Canyons im Abendrot vor mir auftat und mich die Strapazen des Tages vergessen ließ. Im Hintergrund waren die San Francisco Peaks zu sehen, darunter auch der höchste Berg Arizonas, Humphreys Peak, der eine stattliche Höhe von 3851 Meter aufweist. Kein Foto dieser Welt tut der tatsächlichen Schönheit des Canyons nur annähernd zu Genüge (Ich habe trotzdem mal eins angehängt). Nachdem die rote Kugel hinter dem Horizont verschwand und es allmählich zu dämmern begann, bemerkte Ich eine Gruppe von Leuten, die stark nach Thruhikern aussah. Der Verdacht bestätigte sich und Ich freundete mich mit fünf Amerikaner an, die aus allen Winkeln des Landes nach Arizona gekommen waren, um diesen Trail zu wandern oder mit dem Rad zu erkunden. Einer von ihnen hatten bereits ein Permit für den Bright Angel Campground am Boden des Grand Canyons organisiert und wie der Zufall es wollte, war noch ein Platz übrig. Ich musste nicht lange überlegen und sagte sofort zu. Am morgigen Tag würde ein kleiner Traum von mir wahr werden: Ich würde auf den Grund des Grand Canyons hinabsteigen.

  7. Witzig!
    JanF hat eine Reaktion von DickGischt erhalten in Handlicher Regenschutz für daily use gesucht   
    Stellt kein Problem dar - Daune stammt von Wasservögeln, nicht von Gremlins.
  8. Witzig!
    JanF hat eine Reaktion von schrenz erhalten in Handlicher Regenschutz für daily use gesucht   
    Stellt kein Problem dar - Daune stammt von Wasservögeln, nicht von Gremlins.
  9. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von zopiclon erhalten in Handlicher Regenschutz für daily use gesucht   
    Stellt kein Problem dar - Daune stammt von Wasservögeln, nicht von Gremlins.
  10. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von zweizehn erhalten in Handlicher Regenschutz für daily use gesucht   
    Stellt kein Problem dar - Daune stammt von Wasservögeln, nicht von Gremlins.
  11. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von Spacejaeger erhalten in Handlicher Regenschutz für daily use gesucht   
    Stellt kein Problem dar - Daune stammt von Wasservögeln, nicht von Gremlins.
  12. Danke!
    JanF hat eine Reaktion von schrenz erhalten in Winterschlafsack gesucht   
    Die Daunenmenge reicht, wenn sie denn vernünftig loften kann. Ich bin mit dem Excuisitic 1400 unterwegs und scheine damit schon eher am oberen Ende der benutzten Daunenmenge zu liegen, wenn ich mir andere Packlisten anschaue.
    Ich persönlich fände halt drei Lagen (VBL, Innenschlafsack, Außenschlafsack), aus denen man sich schälen muss, nervig.
  13. Danke!
    JanF hat eine Reaktion von schrenz erhalten in Winterschlafsack gesucht   
    Tatsächlich: Unter anderem 900-cuin-Daune statt der 850er und leider ein deutlich kürzerer Reißverschluss.
    Die alte Version gibt es aber noch bei Bivvy on Summit.
  14. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von doast erhalten in Welche Socken für Trailrunning?   
    Ich nutze die hier.
  15. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von backpackersimon erhalten in Winterzelt aus Cuben Fiber?   
    Ja.
  16. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf zeank in Kungsleden im Winter   
    OT: Hm ja, in der Theorie. In der Praxis verstehen die Schweden darunter nur das Stück zwischen Grövelsjön und Storlien. Welches aber wiederum nicht als solcher markiert ist. Die Markierung hört an der Grenze von Dalarna auf. Und spätestens dort wohl auch die Loipen.
    [Edit] Naja, quatsch, im Jämtland ist sicher auch gespurt. Mehr oder weniger zumindest. Und wenn da nur einer alle paar Tage lang fährt und platt macht.
    OT: Stimmt, aber ich glaub keine auf dem genannten Stück, das wäre ja aber auch egal, man kann ja gehen will man will!
    OT: Ich weiss, dass in der gesamten Gegend rund um Sälen gespurt wird. Alles was auf den Karten als "Wintertrail" markiert ist. Daneben gibt es auch Scooter-trails, die nur zum Teil gespurt sind, auf denen es sich aber auch gut läuft. Hat natürlich den Haken, dass da dauernd Leute auf Scootern vorbeidonnern.
    Im Fulufjället wird sicher nichts dergleichen sein, ganz klar. Aber da läuft man eh am besten querfeldein. Super schön da, total unterschätzt
     
  17. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf zeank in Kungsleden im Winter   
    Ich bezog mich auf das von mir eingangs genannte Gebiet, was zumindest in Deutschland „Südlicher Kungsleden“ genannt wird. Ein Wanderweg von Sälen über Grövelsjön nach Storlien. In Dalarna ist der tatsächlich auch als solcher ausgeschrieben. Dort gibt es ca alle 15 km unbemannte Hütten, die aber nur zur Not zur Übernachtung gedacht sind.
    Gespurt meint, dass da eine Langlauf-Spur (Loipe) durch den Wald gezogen wird. 
     
    Und ja. Corona-mäßig sieht es gerade nicht toll aus. 
  18. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf mawi in Kungsleden im Winter   
    Hmmm, deinem Beitrag zu entnehmen, würde ich behaupten, dass du noch keine genaue Vorstellung hast, was auf dich zukommen wird.
    Ich würde dir deshalb zum Beginn eine Hüttentour empfehlen, z.B. Bärenrunde oder Hetta-Yelläs Trail. Das hat den Vorteil, dass du nicht so viele neue Sachen kaufen brauchst (vielleicht sogar gar nix) und recht leicht unterwegs sein kannst. Da brauchst du kein Zelt und der Quilt reicht.
    Grundsätzlich kann man auch ne Tour mit Tarp machen (hängt auch ein wenig von der Tour ab (Gegend und Länge)). Bei schönem Wetter kannst auch einfach so mit dem Schlafsack draußen liegen, hab ich auch schon gemacht (aber neben dem Zelt ). Bei Schneesturm, joa, geht, hat dann aber eher was von Survival
    Lies doch mal diesen Blog hier quer, da stehen viele interessante Dinge rund um Wintertouren drin: https://www.winterfjell.de/
    Ansonsten ist auch das Buch "Ultralight Winter Travel: The Ultimate Guide to Lightweight Winter Camping, Hiking, and Backpacking" von J. Lichter empfehlenswert.
    Im Forum findest du auch einiges zu Wintertouren, z.B. hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/5847-packlistenoptimierung-und-ausr%C3%BCstungsberatung-f%C3%BCr-wintertour-auf-padjelantaledenim-sarek/?tab=comments#comment-89691 Da gibt es u.a. auch Packlisten von verschiedenen Nutzern. Oder hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/7854-wintertour-im-vindelfj%C3%A4llen/?tab=comments#comment-124901
    Oder schaue, ob du dich jemanden erfahrenem bei der ersten Wintertour anschließen kannst.
  19. Danke!
    JanF reagierte auf jdb in Winterzelt aus Cuben Fiber?   
    OT: Hab gerade nachgeguckt, es war ende Februar/Anfang März 23.02.-07.03. Wir sind von Salto aus über Aktse in den Sarek und das Rapadalen hoch Richtung Kisuris. Die Bedingungen waren außerordentlich gut, festgepresster Schnee und meist bestes Wetter, schön kalt. War aber nicht gerade UL die Tour  Ich musste mit dem XGK mit Silencer spielen, dem ich aber aufgrund der Pumpe [1] nicht 100% traue und ebenso mit meinem Ultima Naltio, den ich mit Spiritus zum Vorheizen im Winter absolut genial finde - nicht gerade leicht, aber (bisher) zuverlässig, schnell beim Schneeschmelzen, super zu regulieren und sparsam. So sparsam, dass wir deutlich zu viel Sprit dabeihatten... Aber ich wollte es ja nicht anders  War eine tolle tour!
    Wir sind ganz gut zu erkennen an den Paris-Sleds mit knallrotem "Verdeck" aus Zeltstoff
     
    [1]: Nicht weil Plastik, sondern weil sie aus dieser Serie ist: https://classiccampstoves.com/threads/msr-whisperlite-does-this-pump-seal-look-bad.30655/#post-311192
    [2]: http://luontola.com/luontola/ultimate/
  20. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Winterzelt aus Cuben Fiber?   
    Ja.
  21. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Winterzelt aus Cuben Fiber?   
    Habe vier Wintertouren in Nordskandinavien gemacht, auch im Sarek, alle mit einem .74-Cuben-Mid von Mountain Laurel Designs. Tiefste Temperatur, die ich auf einem Thermometer gesehen habe, war aber nur -25 Grad.
  22. Danke!
    JanF hat eine Reaktion von Feurio erhalten in Empfehlung für ultraleichte Jacke, Primaloft jacke   
    Die alte Version hat ja nen anderen Außenstoff, aber die trage ich bei Wintertouren auf Skiern (also mit ausholenden Armbewegungen) durchgängig und die Lautstärke ist mir nie negativ aufgefallen.
  23. Gefällt mir!
    JanF hat eine Reaktion von jdb erhalten in Winterzelt aus Cuben Fiber?   
    Habe vier Wintertouren in Nordskandinavien gemacht, auch im Sarek, alle mit einem .74-Cuben-Mid von Mountain Laurel Designs. Tiefste Temperatur, die ich auf einem Thermometer gesehen habe, war aber nur -25 Grad.
  24. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf hans im glueck in Rocciamelone via Rif Tazetti   
    N abend. da grad viel zeit ist zum planen...tournachbereitung ist tourvorbereitung.
    in den letzten jahren habe ich hier als schlenker von der gta mehrmals empfohlen, den roccciamelone "hintenrum" zu besteigen, also statt über rif ca d'asti über rif. tazetti. ich hab jetzt mal ein paar von den alten fotos rausgesucht und stell sie hier ein, dann kann ich mir die empfehlung im nächsten gta-thread sparen und man kann hier gucken (und ergänzungen/berichtigungen usw. beitragen).
    die fotos sind von 2013, aus den ersten septembertagen. wir hatten von bardonecchia aus eine dreiwöchige grenz-zickzack-hüttenrunde gedreht (leicht, aber noch lange nicht ultra) und waren dann nach dem höhepunkt dieser tour, der runde "tour bessanese", die damals noch recht neu war, ein paar tage auf der gta. eine route hatten wir nicht geplant, die lanzo-täler waren gesetzt, aber nix musste. die grösste schwierigkeit der drei wochen, den passo collerin bzw den bröseligen abstieg von diesem (kurz T5; averole --> gastaldi), hatten wir da schon hinter uns. ab da waren wir "eingewandert", gefühlt schnell und gut drauf und das wetter war nur noch schön.
    schönes wetter und sicht sind voraussetzung für den rocciamelone. ohne sicht kann man sich die anstrengung sparen.
    der übliche wanderweg ist wohl vom ca d'asti zum gipfel, jedenfalls kamen uns da im abstieg (vom d'asti, wohl wochenende) ziemlich viele ziemlich angestrengte leute entgegen, so ab d'asti macht sich dann noch die höhe bemerkbar, denk ich. einige 100e m unterm ca d'asti ist ein bewirtschaftete alm, die (von susa aus?) noch mit dem auto angefahren werden kann, so dass es auch tagestouristen gibt. uns hatte auf dem ca d'asti jemand eine mfg angeboten, die wir ausgeschlagen hatten. diese entscheidung würde ich im nachhinein überdenken. es ist elendig lang und eher langweilig nach unten. und umgekehrt nach oben zieht es sich ... mindestens ... genauso. nie besonders steil und nie besonders schwierig, aber endlos lang und in der sonne.
    der aufstieg übers rif tazetti hingegen ist kurzweilig und spannend und so zwischen T4 und leichtem T5, also von jeder/jedem zu bewältigen, die/der eingewandert und gesund ist (und vielleicht nicht das erste mal allein in den bergen).
    wir waren vom rif cibraio bis nach usseglio abgestiegen, wo nicht nur der dorfladen in den ersten septembertagen schon zu hatte, sondern auch sonst die bürgersteige schon komplett hochgeklappt waren, alle abgereist, und liefen von dort bis zum rif vulpot am lago malciaussia, unerträgliche hitze und sehnsucht nach schatten. ein stück weiter als das vulpot ist am see ein zeltplatz dh eine etwas abschüssige wiese zum zelten, ansonsten ohne alles. am vulpot machten wir einen abhängtag, dh wir wanderten zu den höher gelegenen seen, die auch sehr schön sind. am ersten abend hatten wir einer schwäbischen familie zugehört, die in voller hochtourenausrüstung via rif tazetti am rocciamelone gewesen waren (2 autos voller equipment dabei...) und am nächsten tag auf den monte lera wollten. die  anspruchsvollere tour und sie waren den nächsten abend auch viel besser drauf. wir hatten vorher das tazetti nicht auf dem schirm gehabt (steht nicht in der einschlägigen gta-lektüre...) und gerieten ins grübeln.
    am morgen nach unserem pausentag kamen uns noch am malciaussia zwei schwerstbeladene ältere wanderzausel entgegen, vom tazetti, vom rocciamelone, man brauche nix ausser stöcken und es sei eine schöne tour. damit war die entscheidung gefallen und wir wieder weg von der gta.
    vulpot - ca d'asti via tazetti ist eine ganztageswanderung. wir sind relativ spät am vulpot los, wohl nach 9 und waren kurz vorm abendessen im d'asti (unangemeldet, alles kein problem). ich war einigermassen erledigt, jedenfalls hab ich meiner sitznachbarin meine suppe auf die hose gekippt, als mir der plastikteller über den tisch gereicht wurde.
    "oben", so auf etwa 3000, muss man vielleicht  100m über flachen gletscher, auf dem ein paar kleine bächlein abfliessen, der aber meines erachtens spaltenfrei ist (war, sowas fragt man vorsorglich vor ort nochmal). der aufstieg dorthin ist zum tazetti einfach und bestens markiert. auch ab tazetti ist der weg klar und die richtung auch immer. zwischendurch wirds ein paar höhenmeter mal etwas steiler, so dass man auch mal kurz hand anlegt und nach der spur muss man gucken, aber es ist nicht ausgesetzt und auch erstaunlich un-bröckelig. man kommt am rechten rand eines unkomplizierten gletscherzungen-restes raus (eher ein firnfeld), begibt sich vom rand ins flache nach oben und folgt dann den eher wenigen spuren nach links, kann bald wieder auf flachen fels. dann noch eine schrofenstufe (= kurz auf einen moränenrücken, alles stein), noch ein moränenrückenhügelchen und dann der gipfelaufstieg, von "hinten".
    der gipfelblick ist fantastisch und ausser der kapelle gibts auch noch ein biwak auf dem gipfel. hätten wir genug wasser mitgehabt und was zu essen, hätten wir dort übernachtet. das letzte wasser gibts nach meiner erinnerung am tazetti (aber ganz sicher bin ich mir nicht, ist länger her). der abstieg zum und vom ca d'asti zieht sich...
    der schönste blick der kleinen tour ... nicht die ecrins (dauphine), nicht das vanoise, sondern: der monviso in der ferne vom ca d'asti aus gesehen. fototapete. ansonsten merken: genepi! ich bekam eine 1a einführung in selbstgemachten genepi (von der nachbarin mit der suppe-nassen hose) und spreche in meiner erinnerung an diesen abend plötzlich ganz passabel französisch.
    ausrüstung: trekkingsteigeisen. am collerin waren die halbwegs sinnvoll. zum rocciamelone nicht erforderlich.
    "unsern weg" hab ich mit roten pünktchen markiert. wirklich sicher bin ich mir nicht mehr, aber ziemlich. da müsste ich die fotos noch mal länger angucken. also fotos jetzt, panoramen lass ich aus:

    (tazetti)

    (tazetti, hatte schon zu, hatte neuen winterraum)

    (tazetti unten rechts)

    (weiter oben, die paar steileren meter zwischen zwei treppenabsätzen. sieht beeindruckender aus als es ist)

    (da kommt man dann an)



    (blick zurück von der "schrofenstufe")

    (restlicher gipfelaufstieg: harmlos, aber die höhe machte sich bei mir bemerkbar, keuch).

    (gipfel von hinten)

    (das biwak da oben)

    (beeinruckendes foto vom beginn des abstiegs zum ca d'asti: "fast T5" aber in wirklichkeit einfach)

    (blick zurück nach oben, schon von unterhalb des ca d'asti)
    gipfelbuch.ch hat hier noch zwei anklickbare kurze berichte der gleichen tour. und benennt die route als "leichte hochtour". ich denke: die leichteste, die man so machen kann und, wenn man den kurzen flachen weg übers eis nimmt, keine "hochtour", sondern schlicht eine sehr nette wandertour. auf hikr.org sollte es auch noch berichte geben, denk ich.
    war toll.
    viel spass!
    edit: nach zb alpenkarte.eu geht man 2x kurz über flachen gletscher. ich erinnere nur einmal. die "welle" vorm gletscherauge ist steil und hat einige höhe (8. foto).
    und auf dem 1. foto hier sieht man -meiner unmassgeblichen erinnerung nach- links oberhalb vom hüttendach "das erste weisse", dh die getscherstelle, an der man ankommt und etwas untendrunter ahnt man den grösseren absatz, wo wir länger pause machten und den man auch vom vulpot schon sieht. glaub ich :-), guckt selber... und tazzetti mit zwei "z", die wahrscheinlich falsche schreibweise hab ich vom dav und anderen deutschsprachuigen quallen übernommen. und die melone, nicht der. auch das noch unklar im internet.
     
     
  25. Gefällt mir!
    JanF reagierte auf Matthias in Vorbereitung Sabbatjahr 2021: E1 statt PCT? Und was sonst noch...?   
    Europa hat soviele Trails und Routen..würde eher hoppen anstatt stur einem E1 zu laufen. das sind aber nur meine 2 cents..
    Man könnte im Winter mit den Kanarenm, Madeira etc Beginnen
    Mai Scottish National Trail
    Sommer - Herbst Pyrenäe HRP, GR10,GR11, Slovenien Mountain Trail, GTA, GR5, Norge pa langs, etc..
    Herbst Via Dinarica, etc..
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