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Ultraleicht Trekking

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hlhh

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Reputationsaktivitäten

  1. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von EnjoyHike erhalten in Leichte Schneeschuhe & dazugehörige Ausrüstung für schnelles Wandern im Winter   
    Auch wenn mich meist ärgert, dass ich weder Skill noch Ausrüstung habe für Skitouren fallen mir durchaus noch 1-2 andere Szenarien ein, wo die Schneeschuhe ganz gut sind: 
    Zuerst in Übergangszeiten, oder auch sonst Touren, wo ich nur teilweise Schnee habe. Da kann ich sie viel einfacher auf dem Rucksack haben. Zwischen Skitouren Saison und Wanderern, da gibt es eine Zeit wo fast niemand unterwegs ist. Los wandern am Königssee in der Sonne mit den Touristen, dann irgendwann für ein paar km die Schneeschuhe dran, alleine im Kärlingerhaus.
    Und auch manches Gelände durchaus. Wald zum Beispiel. Oder irgendwas mit Felsen, oder Situationen wo ich eine steile Stelle quasi direkt hoch will/muss ohne Platz für Kehren. Mit Steighilfe und vielen Zacken an den Schneeschuhen geht da einiges, was ich mir auch mit Harscheisen oder so nicht gut vorstellen könnte.
    Sind aber Sonderfälle, meistens sind die Ski sicherlich effizienter. 
  2. Gefällt mir!
    Nach den ganzen negativen Voten zu Schneeschuhen oute ich mich mal als Fan von Schneeschuhen

    Selber nutze ich seit rund 16 Jahren die MSR Denali Evo Ascent (das alte Modell mit Kunststoffrahmen. 1800 Gramm nachgewogen). Sind nicht mehr die leichtesten Modelle, aber äusserst langlebig. Ich musste letztes Jahr, nach rund 15 Jahren Gebrauch lediglich die spröden Kunststoffriemen auswechseln (erstmalig wohlverstanden!). Mittlerweile hat MSR mit der Paragon Bindung auch ein gescheiteres Bindungssystem. 
    Wichtig sind bei Schneeschuhen vorallem Qualität, ein gescheites Bindungssystem (mit Handschuhen bedienbar), die Steighilfe (für Anstiege) und Harscheisen. Modelle ohne Harscheisen und Steighilfe würde ich persönlich nie kaufen. Die Steighilfe ist bereits für Anstiege um 30 Minuten herum eine Erleichterung. Billige Modelle würde ich mir nicht antun, da nichts ärgerlicher ist als ein Totalausfall im Gelände.
    Vorteil von Schneeschuhen. Flexibler und leichter. Gerade auch in Gelände mit vielen An- und Abstiegen spart man sich das ewige An- und Abfellen.
    Für Touren mit einem langen Aufstieg und anschliessende Abfahrt sind Skier/ Snowboard natürlich cooler.
    Selber kann ich nicht Skifahren und werds auch nicht mehr lernen. Ich bin seit rund 6 Jahren auch mit dem Splitboard (Jones Solution - ein feines Teil) unterwegs. Ausserdem fahre ich seit über 20 Jahren Snowboard. Klar, Skier sind nochmals ein Stückchen flexibler als Splitboard und könnte ich Skifahren, hätte ich Tourenskier.
    Nicht unterschätzen würde ich das schwierigere Fahrverhalten, egal ob Ski oder Snowboard, mit "schwererem" Rucksack. Da sind die Schneeschuhe in meinen Augen ebenfalls im Vorteil. Die Verlängerung für die Schneeschuhe habe ich (85 kg) übrigens auch, nutze sie aber praktisch nie und würde sie auch nicht mehr kaufen.
    Bei Touren in viel begangenem Gebiet lasse ich es aber auch oftmals daruaf ankommen und gehe einfach mit den Trailrunnern oder selten den hohen Winterschuhen, da die Wege oftmals ausgetreten sind. Auf der Rigi bspw. sind Schneeschuhe fast immer unnötig.
    Die Trailrunner kombiniere ich nach Bedarf mit wasserdichten Socken. Die Chainsen leisten bei rutschigem oder vereisten Terrain wertvolle Unterstützung. Im Frühling und Herbst wird das ganze durch einen Pickel (Petzl Gully - 270 gr) ergänzt, aber das schweift nun zu sehr vom Thema ab.

    Zur Frage von @Tobi22. Leicht geht mit Schneeschuhen sehrwohl, womit aber auf Extras wie Steighilfe und Harscheisen verzichtet werden muss. Diese wiegen nunmal und selbst die neuen Modelle (ich habe nur bei MSR geschaut) sind nur unwesentlich leichter. Bezüglich Schnelligkeit verweise ich auf das Bild unten



    Nun wünsche ich viel Spass beim verdauen der Informationen
    Das Bild unten gehört nicht direkt zum Thema, stach mir beim Suchen der oberen beiden Bilder aber ins Auge.

    Auf Schneeschuhtour. Die Tour wäre auch mit Splitboard/ Skiern problemlos. Die "Schaufel" war nur dabei, da das Gelände bzgl. Lawinen risikolos ist. Selbstverständlich ist die SnowClaw keine Lawinenschaufel.
  3. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von cozy erhalten in Leichte Schneeschuhe & dazugehörige Ausrüstung für schnelles Wandern im Winter   
    Und um noch auf die eigentliche Frage zu antworten: Agressive (viel Zacken) mittelgroße Schneeschuhe plus leichte Steigeisen oder Grödel oder auch Spikes, je nachdem, und davon ausgehen, dass die Schneeschuhe auch oft mal am Rucksack hängen. Denn wie oben erwähnt, oft gibt es auch schon Spuren die hinreichend hart sind. Oder im Frühjahr auch eine Kruste auf der man kaufen kann. 
  4. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von cozy erhalten in Leichte Schneeschuhe & dazugehörige Ausrüstung für schnelles Wandern im Winter   
    Auch wenn mich meist ärgert, dass ich weder Skill noch Ausrüstung habe für Skitouren fallen mir durchaus noch 1-2 andere Szenarien ein, wo die Schneeschuhe ganz gut sind: 
    Zuerst in Übergangszeiten, oder auch sonst Touren, wo ich nur teilweise Schnee habe. Da kann ich sie viel einfacher auf dem Rucksack haben. Zwischen Skitouren Saison und Wanderern, da gibt es eine Zeit wo fast niemand unterwegs ist. Los wandern am Königssee in der Sonne mit den Touristen, dann irgendwann für ein paar km die Schneeschuhe dran, alleine im Kärlingerhaus.
    Und auch manches Gelände durchaus. Wald zum Beispiel. Oder irgendwas mit Felsen, oder Situationen wo ich eine steile Stelle quasi direkt hoch will/muss ohne Platz für Kehren. Mit Steighilfe und vielen Zacken an den Schneeschuhen geht da einiges, was ich mir auch mit Harscheisen oder so nicht gut vorstellen könnte.
    Sind aber Sonderfälle, meistens sind die Ski sicherlich effizienter. 
  5. Danke!
    hlhh reagierte auf Capere in kleiner Rucksack für Hütten-/Tagestouren   
    Ganz ehrlich: Wenn du einmal die passende Trail Running Vest für deinen Stil gefunden hast, dann willst du auch einfach nichts anderes mehr.
    Habe ja inzwischen meinen kompletten Freundeskreiskonvertiert (die haben ja auch das Glück von mir versorgt zu werden haha :D) und da will inzwischen niemand mehr die Features missen.
    Wasser griffbereit in der Front + als Gegengewicht zum Rucksack alle anderen Kleinigkeiten, die man über den Tag so braucht griffbereit in der Front (Snacks, Sonnenschutz, Buff, Mütze, Handschuhe etc.) "FormFit" - auch wenn du mal ein kurzes Stück joggst oder mehr Stabilität willst (wir klettern ja z.B. viel auf unseren Hüttentouren), sitzt alles wie es soll PS: Falls du es noch nicht kennst, hier auch mal im Bewegtbild gezeigt: https://youtu.be/FGdYWk2s_lo
     
  6. Witzig!
    hlhh reagierte auf dr-nic in Was macht Ihr so im Herbst/Winter abends allein im Zelt?   
    Saufen und/oder mir Blödsinn ausdenken. 
  7. Danke!
    hlhh reagierte auf derray in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    @wilbo
    mfg
    der Ray
  8. Danke!
    hlhh reagierte auf fettewalze in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    @hlhh Warum kaufst Du o.g. Zelt nicht einfach zweimal?
  9. Danke!
    hlhh reagierte auf zweirad in Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread   
    @hlhh
    Nennt sich Leinenspanner-Blitzverschluss.
    Möglicherweise musst du das Gegenstück ersetzen, aber das sollte ja kein Problem darstellen.
  10. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf ULgeher in Garmin inReach Explorer+ Alternative   
    Es kommt halt darauf an, wie häufig Du das Gerät benutzt. Die Jahresgebühr und die monatlichen Kosten haben mich auch erst abgeschreckt. Allerdings kannst Du mit dem Safety-Plan für 20€/Monat ohne Mehrkosten das Gerät monatsweise (muss nicht ein Kalendermonat sein) aktivieren und deaktivieren. Eine Reihe von Preset-Messages mit verschiedenen definierbaren Adressaten und Positionsangabe ist kostenlos (unbegrenzte Anzahl, quasi manuelles "Tracking"), sowie 10 weitere beliebige Messages. Für eine längere Wanderung fallen da die Kosten nicht so ins Gewicht, für ab und zu ein Wochenende aber schon.
    Ich versuche auch gar nicht, Dich jetzt umzustimmen, aber einige Vorteile hast Du meiner Meinung nach schon mit dem inReach, die vielleicht nicht so offensichtlich sind.
    Gegenüber den PLBs hast Du damit im Zweifelsfall (Notfall) auch (bidirektionale) Kommunikation. Nehmen wir an, Du bist verletzt und begibst Dich auf eine alternative Route, oder Du willst über Deinen Zustand informieren (ist ja wichtig ob Du 3 Tage warten kannst oder unmittelbar in Lebensgefahr bist), oder Du rufst Hilfe für jemand anderen. Bei Bedarf kannst Du auch einen wirklich guten Wetterdienst abfragen.
    Ich habe auf einer Solo-Wanderung jeweils ab und zu die kostenlosen Positionsmeldungen abgesetzt. Da dabei gleichzeitig auch die "Mailbox" abgefragt wird (kostet nix wenn nichts reinkommt), war ich so auch erreichbar... und prompt hat jemand in meinem näheren Umfeld einen Unfall gehabt. Wäre dieser schlimmer verlaufen, wäre das für mich ein Grund für einen sofortigen Abbruch gewesen.
    Will sagen: Das inReach hat auch für nicht-onlinesüchtige, die unterwegs gar nicht kommunizieren wollen ausser ab und zu vielleicht einer "ok, hier bin ich"-Message, durchaus wichtige Vorteile...
    (P.S.: bei Interesse würde ich das Gerät bei Übernahme der laufenden Kosten auch verleihen, einfach PN senden)
  11. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf Tipple in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    Ab heute gibt es endlich wieder das gute Zeug aus Köln zu kaufen! 

    https://www.huckepacks.de/news/
    https://www.instagram.com/huckepacks/
    Nicht vergessen, gleich kommt auf @skullmonkey ´s Youtube Kanal das Interview mit Mateusz! 
     
    Ich wünsche dir alles Gute und einen fulminanten Relaunch Tag, @HUCKEPACKS! 
  12. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf HUCKEPACKS in Neue Ultraleicht-Ausrüstung   
    DANKE DUDE!
  13. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von aboyandhistree erhalten in Overnighter im Westen   
    Wow! Ihr seit super! 
    Roßbacher Häubchen sieht auch auf dem Satellitenbild toll aus, und die Anfahrt ist wirklich genau zwei Stunden.
    Bad Driburg ist ja schon ein ganzes Stück weiter, aber das wäre mal eine Gegend die ich bisher noch kaum kenne, mmm....
    Direkt von Wuppertal fühlt sich dann irgendwie doch so nah an. Habe ich auch schon mal gemacht, keinen spezifischen Steig, sondern einfach raus, aber ist dann doch irgendwie zu nah.
    Und mal sehen ob ich meine Sauerland-Aversion (also ich mag das da, aber kitzelt nur gerade nicht so, überwinden kann).
    Momentan ist mein Favorit glaube ich wirklich das Roßbacher Häubchen, reizt mich landschaftlich. Werde berichten.
     
     
  14. Danke!
    hlhh hat eine Reaktion von LAUFBURSCHE erhalten in Kleine A(u)ktion für Laufbursche !   
    Ja na gut, dann wird das jetzt erst mal auf 45 erhöht. Und 15 einfach so, wenn ich hoffentlich bald überboten werde, weil eigentlich hab ich ja durchaus ein Zelt.
  15. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von Donau erhalten in Kleine A(u)ktion für Laufbursche !   
    Ja na gut, dann wird das jetzt erst mal auf 45 erhöht. Und 15 einfach so, wenn ich hoffentlich bald überboten werde, weil eigentlich hab ich ja durchaus ein Zelt.
  16. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von Dr.Matchbox erhalten in Kleine A(u)ktion für Laufbursche !   
    Ja na gut, dann wird das jetzt erst mal auf 45 erhöht. Und 15 einfach so, wenn ich hoffentlich bald überboten werde, weil eigentlich hab ich ja durchaus ein Zelt.
  17. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von P4uL0 erhalten in [Suche] Bivy mit Moskitonetz   
    Danke @P4uL0, das ist natürlich schön leicht, aber ich glaube ich müsste es dann in vielen Situationen doch mit einem Bivy kombinieren, das werden mir wieder zu viele Einzelteile. Aber falls ich es mir anders überlege schreibe ich.
  18. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf MIRRORbroken in Schnäppchen   
    Halte dich mit solchen Behauptungen mal bitte zurück solange du nicht mal einen Anhaltspunkt nennst. Vielleicht wurde das Angebot ja hier im Thread gepostet weil es günstig ist. Schon mal darüber nachgedacht?
    Und wenn es dir angeblich egal ist (gingen wohl eher die Argumente aus falls überhaupt welche da waren), warum schreibst du es dann? Konsequenzen hat es für dich ja wenige sowas zu behaupten. Für mich und Sedot nicht.  Da es zumindest nicht mein Zweitaccount ist (hab auch keinen, weils dir egal ist hätte ich das ja auch nicht schreiben brauchen) hast du nun einer Person* die sowieso wenig schreibt (sedot) möglicherweise noch mehr davon abgehalten Beiträge zu schreiben.
    @mods  Kann mal ein Schnäppchenlabertread aufgemacht werden? Falls es sowas gibt könnten alle zukünftigen Beiträge ohne Schnäppchentipp in diesem Thread gelöscht werden.
  19. Gefällt mir!
    OK, hier kommt mein nordafrikanisches Kamera-Desaster:
    Im Spätsommer 1989 reiste ich nach Marokko, um im hohen Atlas zu wandern. Auf dieser Reise wurde ich beschenkt, bedrängt, bekotzt (!), betrogen, öffentlich mit Mord bedroht und konnte doch eigentlich immer angstfrei reisen. Hätte es damals schon dieses Forum gegeben, die Reise wäre sicher einen Bericht Wert gewesen.
    Natürlich wollte ich auch auf den Jbel Toubkal (4167 m) steigen, den höchsten Berg des Hohen Atlas. Denn ich hatte damals ein spezielles Hobby:
    Ich ließ auf den (möglichst höchsten) Berggipfeln des jeweiligen Gebirges einen selbst konstruierten Parafoil-Drachen steigen, an dessen Leine sich meine Kamera befand, eine Minox 35 GT, für die auch ich diverse Vorsatzlinsen und Filter besaß. Kameratechnisch war ich also damals schon „UL“. Das besondere an dem Drachen war sein überzogenes Profil, dass ihm eine enorme Steigleistung bei steilem Anstellwinkel bescherte. Damit war es mir möglich, binnen 10 Sekunden Selbstauslöserzeit den Drachen samt Last zunächst 20 bis 30 Meter von der Rolle zu lassen und anschließend noch vier bis fünf Sekunden ausschwingen zu lassen.
    Den winkelverstellbaren Kameraträger hatte ich mir aus Acryl und einigen aufgebogenen Schlauchschellen selbst gebaut. Dazu eine gepolsterte Spezialhülle genäht. Nicht ganz UL, dafür stabil.

    Mein damaliges Foto-Setup: 150 Meter ummantelte Kevlar-Leine, Drachen, verstellbarer Kamerahalter, Minox.
    Das Prinzip hatte ich anfangs auf dem Feldberg im Schwarzwald getestet und später auch auf höheren Gipfeln (Mont Blanc, Großglockner) erfolgreich eingesetzt. Die generelle Schwierigkeit bei solchen Standorten ist der ausgeprägte Leewirbel, dem man auf engen Gipfeln mit dem Drachen kaum ausweichen kann. Dementsprechend aufmerksam und schnell mussten mitunter die Reaktionen ausfallen. Ich hatte mir also angewöhnt, die Leine mit einer Handschlaufe zu sichern und ich trug Fahrradhandschuhe, um immer blind zugreifen zu können.
    Jetzt also der Jbel Toubkal in Marokko.
    Ich trampte mit einem in der Schweiz verheirateten Spanier nach Malaga. Der hatte sich die kürzeste Entfernung als Route ausgeguckt, was im Spanien der ausgehenden 80er Jahre nicht gleichbedeutend mit „schnellste Route“ war. Während an der Küste Hotelkapazitäten und Autobahn ausgebaut wurden, waren die Verhältnisse in Zentralspanien ziemlich durchwachsen. Zumindest war Miguels Routenwahl eines SUVs würdig. Wir fuhren allerdings einen R4.
    Nach einigen Tagen setzte ich von Algeciras nach Tanger über und reiste mit dem Zug weiter nach Marrakesch. Von dort ging es mit dem Bus in die Berge und schließlich zu Fuß weiter. Der Tag, an dem ich den Jbel Toubkal bestieg, war sonnig, aber dennoch hing ein gelber Schleier südlich des Hohen Atlas in der Luft. Der Sand der Sahara wird dort gegen das Gebirge nach oben getrieben bzw. von der warmen Luft getragen. Auf dem pyramidenförmigen Gipfel machte ich routinemäßig eine Steigprobe. Der Drachen flutschte binnen Sekunden planmäßig fast senkrecht nach oben, über den Leewirbel, bevor er in ausufernde seitliche Bewegungen überging – ein deutliches Warnsignal, denn er stand sonst wie eine Eins.
    Aber ich war ja nicht hierher gereist, um wieder einzupacken. Also schlaufte ich den Kameraträger in die Leine, justierte den Winkel anhand der bei der Steigprobe gewonnenen Einschätzung und riskierte es. Der Rest ist Geschichte.
    Der Drachen stieg, jedoch lies ich ihn länger steigen, damit er oberhalb des Leewirbels stand. Der Preis dafür war, dass die Kamera nicht ausschwingen konnte und das Bild vorhersehbar verwackelt war. Der weitaus höhere Preis war, dass ich beim Aufnehmen der vielen Leine nicht schnell genug war und der Drachen beim Erreichen des Leewirbels schlagartig zur Seite weggerissen wurde – wenige Meter, bevor ich die Kamera wieder in den Händen gehalten hätte. Der Drachen stürzte auf der anderen Seite des Gipfels in die Felsen – nicht ohne die Kamera vorher aufschlagen zu lassen und über den steinigen Hang zu schleifen.
    Nach einiger Kletterei hatte ich beides geborgen. Der Drachen war erwartungsgemäß unbeschädigt. Die Minox hingegen ließ das Objektiv mit beschädigter Frontlinse hängen und sich nicht mehr zuklappen. Aber, immerhin: Das Filmfach war noch dicht. Also spulte ich sofort den Film zurück in die Kapsel und voila, hier ist es: Das letzte Bild meiner Minox 35 GT:

    Die Minox trat die Heimreise dann in der Box an (Foto mit Originalteilen nachgestellt), in der mein 6-Wochen-Vorrat ESBIT zuvor residiert hatte. Daheim ließ ich sie übrigens für 150 D-Mark reparieren und sie hat mich noch auf vielen Touren begleitet.
    Was habe ich daraus gelernt? Nun, ich würde es wieder riskieren!
    Allerdings habe ich danach das Prinzip geändert: Bei späteren Einsätzen habe ich den Drachen viel höher, in gleichmäßigere Winde steigen lassen (150 Meter Leine) und den Kameraträger statt 10 bis 15 Meter erst 50 und mehr Meter unter dem Drachen eingehängt. Hätte ich auch früher drauf kommen können.
    Übrigens: Der auf den Bildern sichtbare FR-Hut ist so ziemlich der einzige Ausrüstungsgegenstand, der seit damals unverändert dabei ist.
  20. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf MarcG in Schnäppchen   
    Lidl hat ab morgen Trekking Sachen im Angebot.
    Unter anderem Merino Shirts für 15€. Keine Ahnung ob die was taugen.
    https://www.lidl.de/de/grenzenlos-kleine-freiheit-grosses-glueck-ab-06-02/c19398
  21. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf ibex in 3 Personen Zelt   
    Eine weitere Stimme von mir die ganz klar für Pyramiden ist, nicht ausnahmslos, aber für 3 Personen was vom vielseitigsten überhaupt. Bin ein riesiger Fan vom GoLite Shangri La 3, nun Euraka Wikiup oder eben My Trailco Pyramid 3.
    Das Dir das Zelt schwer erscheint liegt vorallem am Innenzelt, dass ganz UL-unüblich schwere, massive Verstärkungen und einen monströsen Stoff am Boden aufweist.
    Schaut man das Zelt und die damit verbundenen Möglichkeiten genauer an, ist es plötzlich ein sehr leichtes Zelt mit vielen Optionen und deutlich breiterem Einsatzbereich als den eingangs erwähnten Zelten.
    Vorneweg: Das Gewicht ohne Innenzelt ist nur noch mit Dyneema CF zu unterbieten. Von der Konstruktionsweise her ist es ein eher knappes 3 Personenzelt. Die meisten vergleichbaren Zelte (Locus Khafra, HMG UM 4) sind gleich 4 Personenzelte und dadurch schwerer, rsp. aus CF und enorm viel teurer.
    Im Ausverkauf von GoLite konnte ich noch welche SL3 ergattern, diese wiegen knapp 630 g ohne Abspannleinen. 630 g für drei Personen ist mal ganz ordentlich UL. So viel Schutz für diesen Preis, bei dem Gewicht kriegst Du sonst nirgends. Das Teil ist mit einer ca. 300 g Alustange (Original) oder 200 g Carbonstange (MYOG) wirklich extrem windstabil. Ich habe es hier schon oft erwähnt - diese Teile stecken bombig abgespannt mit ordentlicher Stange Winde weg, die kein Baum stehen lassen. Wenn man in weniger windigen Gegenden, oder dort, wo man oft Windschutz findet, unterwegs ist, kann man das Zelt mit zwei Wanderstöcken aufstellen und braucht dazu nur zwei Skistraps/2x Velcro/Schnur oder sonst was um die Stöcke zu verbinden. Was auch erstaunlich gut geht bei höheren Winden sind 2 rsp. 3 Stockpaare (wobei nur ein Stockpaar zum Einstellen der korrekten Höhe dient und somit ein paar cm über die anderen Stockpaare ragt). Richtig wüster Wind mit dieser Polystock-Kontstruktion erlebt habe ich aber noch nicht.
    Mit 1.5 mm Dyneema/Polyesterkordel und Elastik unten an den Paneelen kommen weitere ca. 40 g dazu.
    Ein Zeltboden ist einfach selber genäht und wiegt für die ganze Fläche nochmals ca. 400 g (habe selber u.A. einen 5/6 Boden gemacht mit 340 g) bei Verwendung von leichten, aber genügend haltbaren Stoffen.
    Ein leichtes, selber genähtes 3 Personen IZ kommt auf ca. 700-800 g. Wenn Du nicht selber nähen magst gibt’s in diesem und anderen Foren ein paar IZ-Vorschläge von kleinen Herstellern, die zudem sehr bezahlbar sind.
    Ich bin seit 20 Jahren sehr gewichtsbewusst unterwegs, setze das Gewicht jedoch nicht vor allem – Effizienz und Praktikabilität sind mir auch sehr wichtig. Wenn ich mit zwei weiteren Freunden/innen unterwegs bin, kommt fast ausschliesslich das Shangri La 3 mit. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen gehen wir nur mit Aussenzelt oder AZ und Boden los. Meistens haben wir also knapp 350g/Person. Für die Menge an Schutz ist dies nur noch mit DCF zu schlagen. Ein Kumpel von mir ist 192 cm lang, er kriegt immer die Mitte… für die wenig kürzeren Gesellen passt’s überall vom Platzangebot her.
    Weiters kann man wunderschön die Front öffnen. Stell Dir vor die nördliche Abendsonne schleicht langsam am Horizont im Norden entlang, gibt letzte wärmende Strahlen ab und ein eisig kalter Wind bläst aus Süden. Im Windschatten kannst Du mit Freunden den Sonnenuntergang nach einem langen Wandertag während dem Abendessen geniessen. Ein weiterer Punkt, den bei weitem nicht alle Zelte erfüllen.
  22. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf Nature-Base in Rotlicht! Was spricht dafür und was dagegen?   
    langsam reicht's!
    Im Wald gibt es keine Schilder mit roter Schrift und die Nutzer von Rotlicht machen das bewusst und aus eigener Entscheidung!
  23. Gefällt mir!
    hlhh reagierte auf Stromfahrer in Alternative zum Lunar Solo   
    Ein Mid hatte ich ThomasD vor seiner Anmeldung auch schon nahegelegt, z.B. die China-Mid-Diskussion hier im Forum.
    Zum Tensegrity: Die Befürchtungen bei Seitenwind hatte ich Anfangs auch. Aber es ist seltsam ruhig im Zelt! Wir hatten im Sarek durchaus starken Wind. Es war wesentlich angenehmer im Zelt als im PowerLizard. Ich würde also sagen: Nein, kein Problem.
    Kommt der Wind von hinten oder schräg von der Seite, gleichen sie die Sog- und Druck-Wirkung des Windes über die konkaven Flächen weitgehend aus. Das ganze Zelt scheint sich etwas zu blähen, weil ein Sog entsteht. (Scheint eine Art Tragflächeneffekt zu sein.) Kommt der Wind von der Seite, ist die Apside neutral. Dann flattert sie etwas. Ich habe zusätzlich eine seitliche Verschlussmöglichkeit für die Apside gebaut. Weitere Infos zum Mod der Apsis und Fotos mit Wind findest du hier.
    Man muss auch bedenken: Der Wind kann ja durch das Zelt hindurch (wenn man das zulässt), so dass auf dem Zelt nicht der gleiche Winddruck lastet wie bei vollständig geschlossenen Systemen. Vielmehr gibt es einen Druckausgleich von innen.
  24. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von Stromfahrer erhalten in Alternative zum Lunar Solo   
    Ich habe jetzt den "original" thread nicht lesen können, aber irgendwie würde ich bei den Vorgaben immer eher an ein Pyramidenzelt denken, im Prinzip hat das Lunar Solo ja so eine Form, aber eine Pyramide plus Innenzelt (oder nur Bodenwanne weil keine Mücken in den Bergen im Frühling) wäre vermutlich stabiler und im gleichen Gewichtsbereich. Hier gäbe es auch was hochwertiges, wenn auch etwas teuerer (wobei, nach Zoll?):
    Nebenbei zum Tentsegrity @Stromfahrer, ich würde ja gerne mal sehen was passiert, wenn der Wind von der Seite kommt, dann ist das Vorzeit doch ein gigantisches Segel, oder? Für halbwegs windgeschützt aber sicherlich ein tolles Teil.
  25. Gefällt mir!
    hlhh hat eine Reaktion von SouthWest erhalten in Leichter geht's weiter   
    Abgesehen davon, dass das logisch ist, entspricht es auch meinen Erfahrungen von Aufenthalten ziemlich tief in den kanadischen Rockies, da waren wir oft mal nass und/oder kalt und außer den Sachen, die man von den Biebern einfangen konnte, war eigentlich nie jemand krank.

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