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Ultraleicht Trekking

Pile & Pertex-Prinzip 


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Zitat

Fleeceshirts nutzte ich sicher schon 20 Jahre lang, bis ich über das Pile & Pertex-Prinzip las und das erste Mal Fleece direkt auf der Haut trug ohne Funktions-T-Shirt drunter und plötzlich tat sich eine völlig neue Variante auf, wie man sich für wechselhaftes bis schlechtes Wetter kleidet und ggf. ganz auf den "üblichen" Regenschutz verzichten kann. Verrückt, dass ich nicht vorher mal auf den Gedanken kam und es ausprobiert hatte.

Dies Zitat von @Steintanz eröffnet mir neue Möglichkeiten, wenn es denn auch funktioniert :

http://www.buffalosystems.co.uk/about/our-story/

Ich hab mir also immer einen abgefroren, weil ich ein baselayer an hatte :shock:

Muss es diese Kombination von den fleece und dem pertex sein wie bei 

https://www.walkonthewildside.de/softshelljacken-herren/6707-buffalo-systems-belay-jacket.html

oder geht das auch getrennt als pullover und Wind Jacke? Und welches moderne fleece und welches pertex wäre am besten, die Zeit ist ja nicht stehen geblieben? 

Wie sind eure Erfahrungen? 

 

Gruss

 

Bearbeitet von zopiclon
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Mich hat der Begriff auch aufhorchen lassen. Erinnert mich stark an Netzunterwäsche ala Brynje, wo der Schweiß schneller weiter weg von der Haut geleitet wird als bei "normalen" Baselayern wie Polyester oder Merino.

Demzufolge müsste das fluffigste verfügbare Fleece das beste sein. Die Außenhaut dürfte dann sekundär sein. Pertex Quantum ist der aktuell Standard bei Pertex.

Ich habe neuerdings ein Patagonia Capilene Air Hoody, welcher sehr luftig gestrickt ist. Das Ding ist quasi löchrig und ohne Windbreaker fast zu luftig. Habs bislang nur mit Merino-Baselayer getragen, könnte aber direkt auf der Haut einen ähnlichen Effekt haben. Müsste ich mal probieren. Aber jetzt wird hoffentlich mal endlich Sommer und eher die Kühlung das Problem...

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2 Seelen schlagen da in meiner Brust - Die Erfahrung, wenn man gefrohren hat und dann direkt auf die Haut einen Fleeze anzieht wird die Durchblutung angeregt - man fühlt sich gleich wärmer...

Der rationale Naturwissenschafler der sagt: je mehr Isolationsschichten übereinander desto mehr Luftpolster desto bessere Isolierung. 

Da liegt wohl auch die Wahrheit - der Wärmeabfluß wird alleine durch die Isolationsstärke und -effektivität bestimmt, das Hautgefühl (unter Anderem) durch das, was man direkt auf derselben spürt.

vor 25 Minuten schrieb zopiclon:

Ich hab mir also immer einen abgefroren, weil ich ein baselayer an hatte :shock:

Zu Beginn - ja, im Verlauf der Nacht - nein

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vor 13 Minuten schrieb ULgäuer:

Demzufolge müsste das fluffigste verfügbare Fleece das beste sein.

Buffalo als "Erfinderc oder auch montane mit der extreme Serie verwenden ein high loft fleece, mit dem loft nach innen zum Körper. 

Polartec alpha ist auch ein high loft fleece.... Ob es funktionieren würde? 

 

vor 17 Minuten schrieb ULgäuer:

Pertex Quantum ist der aktuell Standard bei Pertex.

Pertex Shield verlängert wohl nur die Zeit bis man durchnässt? Oder sind gravierende Nachteile denkbar, wie die Trockenzeit? 

 

vor 12 Minuten schrieb kra:

der Wärmeabfluß wird alleine durch die Isolationsstärke und -effektivität bestimmt

Wie effektiv ist also nasses high loft oder high loft mit baselayer und vorallem wie wird die Effektivität beeinflusst, wenn man das high loft links oder rechts rum anzieht? 

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vor 51 Minuten schrieb zopiclon:

Wie effektiv ist also nasses high loft oder high loft mit baselayer und vorallem wie wird die Effektivität beeinflusst, wenn man das high loft links oder rechts rum anzieht? 

??? - worauf beziehst du dich genau?

das die Faser- (Fell-) Schicht nach innen gehört ist eine uralte Wahrheit (hab ich schon als Jugendlicher vor über 40 Jahren bei HO Meissner als Erfahrungsschatz der Arktisbewohner gelesen), und meine erste Faserpelzjacke (Helle Hansen) war genau so gebaut. Nur wird das immer mal wieder werbewirksam neu "entdeckt".

Von nass hatte ich nur indirekt geschrieben - ein nasser Fleecestoff ist natürlich nicht so effektiv in der Wärmerückhaltung wie ein trockener... und ob der Loft nun links oder rechts ist, wichtiger ist ob er innen (gegen Wind und Regen geschützt) oder außen (dem Wind und Regen ausgesetzt) ist. Das Pertex ist da nur der Ersatz des Leders beim Pelz...

Fleece-Schicht nach außen (bzw. Fell nach außen) ist, sehr freundlich gesagt, dem Kaufverhalten der (......) Masse geschuldet - es soll halt kuschelig / teuer aussehen. Wärmst ja auch ein bisschen, weil die Innenschicht auch aufgerauht ist.  Ist auch im üblichen Einsatz (Flanieren im Winter in der Einkaufsstraße) durchaus berechtigt :twisted:. Wenns nötig/Ernst wird zieht man eh eine Windjacke drüber - und gleich wird es warm - voila...

Das ein Baselayer trotzdem sinnvoll ist ergibt sich aus der menschlichen Haut - sie sondert nämlich permanent salzhaltigen Schweiß ab, der sich im Fleece ablagern würde, Feuchtigkeit anzieht und so auf Dauer die Isolationswirkung schmälert.

vor 51 Minuten schrieb zopiclon:

Polartec alpha ist auch ein high loft fleece.... Ob es funktionieren würde? 

Was spricht (außer dem Geschäftsinteresse) dagegen?  

Bearbeitet von kra
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vor 1 Stunde schrieb ULgäuer:

Ich habe neuerdings ein Patagonia Capilene Air Hoody, welcher sehr luftig gestrickt ist. Das Ding ist quasi löchrig und ohne Windbreaker fast zu luftig. Habs bislang nur mit Merino-Baselayer getragen, könnte aber direkt auf der Haut einen ähnlichen Effekt haben. 

Ich habe den Capilene Air als Crew Modell (ohne Kapuze). Dieser ist (wie Dein Hoody) bereits ein Merino Baselayer und wird auch so von Patagonia beworben.

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vor 1 Minute schrieb Biker2Hiker:

Ich habe den Capilene Air als Crew Modell (ohne Kapuze). Dieser ist (wie Dein Hoody) bereits ein Merino Baselayer und wird auch so von Patagonia beworben.

Da hast Du wohl recht. Ich hab das bislang mehr so als zweite Schicht gesehen, wie sonstige Hoodies. 

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(Ich stelle nochmals einen Beitrag - leicht verändert - von mir hier rein, der an anderer Stelle schon kam:)

Pile & Pertex / Shelled Microfleece / Shelled Micropile / "Fleece & Windjacke":

Dieser Effekt wird seit Jahrzehnten v.a. in britischer Ausrüstung genutzt, z.B. bei manchen British Army-Teilen, bei Buffalo Systems, Montane Extreme Jacket oder Paramo, auch RAB Alpine Vapour Rise Hoody oder Marmot Ether DriClime Shirt/Hoody und einige Polartec AlphaDirekt-Produkte gehen diesen Weg: Über einer dünnen Unterwäsche oder direkt auf der Haut trägt man mehr oder weniger dickes/dünnes Fleece, Micropile/-fleece oder dickes zotteliges Pile (Faserpelz) und das wird von einer komplett oder relativ winddichten, dünnen Nylon/Pertex (usw.) Lage überdeckt getragen. Häufig werden diverse Belüftungs-RVs eingebaut. Die Materialien werden mehr oder weniger stark wasserabweisend bis (vorübergehend) wasserdicht imprägniert, typischerweise die dünne Außenlage bei fast allen, die Fleece/Pile/Liner-Lage, soweit ich weiß, nur bei Paramo. Ergebnis ist ein Kleidungsstück, das auch mit Regen (noch) gut funktioniert (auch wenn man mehr oder weniger feucht werden kann, je nach Produkt) und sich aber auch "luftig" wie eine Softshell (daher kommt ursprünglich der Begriff) tragen lässt. Die Funktionsweise ist in diversen Beschreibungen der Hersteller oder unter Stichworten wie "Pile and Pertex" oder "Shelled Micropile/-fleece" zu finden. Selbst als eine Art Neoprenalternative (vergleichbar mit ca. 1-2mm Neoprendicke) etwa bei Kenterung kann diese Kombination recht gut wirken, selbst probiert.

Meiner Erfahrung nach ist es bei dem riesigen Angebot an Materialien und Produkten heute eher unerheblich, ob man ein fertiges (teures) Kleidungsstück von dieser Art nimmt oder eben ein "normales" Fleece/Grid Fleece/Fleeceunterhemd/HighLoft Fleece/etc. (je nach Wärmebedarf) mit einem Windshirt kombiniert; auch mit Windweste finde ich es sehr angenehm über einen weiten Einsatzbereich hinweg. Imprägnierung nutze ich gar keine - außer die, die ab Werk (noch eine Weile) wirkt.

Man kann natürlich noch einen Baselayer auf der Haut tragen, z.B. wenn die Temperaturen ständig hoch und runter gehen im Frühjahr usw. und man auch mal nur im T-Shirt sein will. Meiner Erfahrung nach ist es aber dann teils so, dass der Nässe/Schweiß-Abtransport mit Baselayer schlechter sein kann als ohne, also mit Fleece/Pile direkt auf der Haut. Wird man kräftig eingeweicht vom Regen (ohne Regenjacke darüber), trocknet man ohne Baselayer ggf. schneller - bzw. fühlt sich schneller trocken auf der Haut. Ein wenig Ausprobieren von Kombinationen lohnt sich.

Die Funktionsgrenze wird m.E. bei kaltem, andauerndem Starkregen/Nassschneefall erreicht oder bei höheren Temperaturen, wenn auch das dünnste Fleece-Material direkt auf der Haut getragen mit Windschutzschicht darüber zu warm wird. Man muss verstehen, dass das Ziel hierbei nicht wirklich dauerhaftes Trockenbleiben ist (also nicht ein zweifelhaftes "guaranteed to keep you dry"); vielmehr wird auf Atmungsaktivität/Belüftung, kurze Trockenzeit und Isolation auch bei Feuchte/Nässe Wert gelegt, und es wird der wesentliche Effekt genutzt, dass Fleece-Varianten flüssiges Wasser von der Haut wegsaugen/"wegpumpen" (Wolle absorbiert Wasser in/an ihren Fasern), wobei keine Membran den Weg versperrt, um diese Nässe flüssig (!) nach außen wieder abzutransportieren und in der Regenpause zu verdunsten. Membranen hingegen lassen Wasser nur dampfförmig aber nicht als Flüssigkeit passieren (mir sind jedenfalls keine Ausnahmen aktuell bekannt, die dies außerhalb von Laborbedingungen in angemessen hohem Maße  könnten).

Manche Fleece-Typen tun dies besser, manche schlechter; ich finde meist das stinknormale "Discounter"-Fleece direkt auf der Haut getragen dafür recht gut geeignet; darüber ein Windshirt oder eine Windweste und fertig. Je lockerer-fluffiger das Fleece wird, desto schlechter scheint es mir Nässe/Schweiß von der Haut wegzusaugen; wie gut also z.B. Polartec Alpha o.ä. hierfür taugt, da bin ich unsicher. Montane hat relative neue Jacken in der Kombi mit Alpha (Montane Hydrogen Direct Jacke) - mal sehen, wie lange die auf dem Markt bleiben, also ob sie sich bewähren. Bei längerem Kalt- oder Starkregen kommt ein dickeres oder weiteres  Fleece dazu - das wäre die eher traditionelle "Weise" - oder eben eine dünne (gerne auch billige, diffusionsdichte/"nicht-atmungsaktive") Regenjacke, Poncho oder bei mir meistens ein Schirm oder eben nichts, wenn man die Durchnässung ohne kritische Abkühlung überstehen kann.

Netzunterwäsche wie Brynje Polypropylen dürfte wohl die leichteste selbstgemachte "Abwandlung" des Prinzips ermöglichen, also nur Netzwäsche und Windjacke. Das taugt gut, aber sieht bei transparenten Windjacken grenzwertig aus, weshalb ich dann noch ein sehr dünnes T-Shirt über die Netzwäsche nehme und man kann auch mal die Windjacke ausziehen, wenn andere Menschen anwesend sind. Polypropylen-Netzunterwäsche ist meiner Erfahrung nach auch ein guter Baselayer unter diesem System, sofern man mag. - Warum nicht einfach nur T-Shirt und Windjacke, fragt man sich vielleicht: An trockenen Tagen natürlich nur so, aber es geht ja darum, dass auch vorübergehender Regen, Niesel usw. kein Problem machen und daher die Lage Netzwäsche, um wieder einen ausreichende Dochteffekt zu erreichen.

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vor 1 Stunde schrieb zopiclon:

Polartec alpha ist auch ein high loft fleece.... Ob es funktionieren würde? 

> Siehe mein längerer Beitrag hier.

Pertex Shield verlängert wohl nur die Zeit bis man durchnässt? Oder sind gravierende Nachteile denkbar, wie die Trockenzeit? 

>Die Windjacke sorgt in erster Linie für ein Mikroklima, in welchem der ganze Nässe-Transport funktionieren kann. Wenn man es stark imprägniert, z.B. bei Paramo, dann hält es regen schin eine Weile ab. Paramo imprägnier aber auch die innere Lage, um seine Teile "quasi"-wasserdicht zu kriegen.

Wie effektiv ist also nasses high loft oder high loft mit baselayer und vorallem wie wird die Effektivität beeinflusst, wenn man das high loft links oder rechts rum anzieht? 

>Die "feiner" Seite wird i.d.R. auf der Haut getragen, wobei ich bei Paramo auch schon das Gegenteil gesehen habe, wenn ich es richtig interpretiert habe. Ausprobieren ... anziehen, schwimmen, rausgehen, dastehen, warten :o)

> Baselayer siehe mein Beitrag hier.

 

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Vor ca 30 Jahren hatte ich so ein Shirt mit Pertex außen und grober Fleecefaser innen. Es war funktional, nur siegte irgendwann meine Eitelkeit darüber und ich verschenkte es. Zudem war meine Variante eher für Herbst / Winter gedacht und entsprechend das Packmaß.

Meine Erfahrungen mit dem Shirt, dessen Kapillareffekt, sind zumindest ein Grund, weshalb ich Pertex Quantum als Schlafsackhüllenmaterial für ungeeignet halte. Klar. Loft sieht impressive aus mit so nem Stöffchen, aber ich möchte einen Außenstoff, der erstmal durch die dichte Verwebung Tau außen lässt.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb kra:

worauf beziehst du dich genau?

 

vor 2 Stunden schrieb kra:

Was spricht (außer dem Geschäftsinteresse) dagegen?

Ich denke @Steintanz hat  perfekt geantwortet.

Danke

 

Ich werde es nächsten Herbst probieren. 

Bearbeitet von zopiclon
Und mich mal Nassregnen lassen
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vor 1 Stunde schrieb Steintanz:

Je lockerer-fluffiger das Fleece wird, desto schlechter scheint es mir Nässe/Schweiß von der Haut wegzusaugen;

Meine persönliche Erfahrung ist hier bisher anders. Unter meinem Forclaz 50 Fleece Pulli von Decathlon, der eher sehr dicht ist, bildet sich immer Schweiß auf der Haut und ich merke deutlich, dass die Feuchtigkeit von innen nur sehr schwer nach außen transportiert wird (oft bleibt dann nur das Ausziehen des Pullis). Bei meiner ME Concordia Fleece Jacke hingegen, die innen und außen Fransen hat, da bildet sich keine Feuchtigkeit auf der Haut. Die transportiert die Feuchtigkeit super schnell und sehr gut nach außen. Im Winter kann man sehr gut sehen, wie die Fransen auf der Außenseite gefrieren und innen bleibt es trotz schweißtreibender Aktivität trocken. Die trocknet beinah auch schneller als sie nass wird und ist zudem um ein vielfaches wärmer als der Decathlonpulli.

Auf der Patagonia Webseite stand mal, dass Fransen innen eher wärmen und Fransen außen für Feuchtigkeitsabtransport sorgen. Das würde sich mit meinen bisherigen Erfahrungen/Beobachtungen decken.

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb mawi:

Unter meinem Forclaz 50 Fleece Pulli von Decathlon, der eher sehr dicht ist, bildet sich immer Schweiß auf der Haut

Den müsstest du doch auf links anziehen, um das flauschige innen zu haben, um einen Vergleich ziehen zu können? 

 

Zitat

dass Fransen innen eher wärmen und Fransen außen für Feuchtigkeitsabtransport sorgen

Es hebt ja darum, daß es auch funktioniert, wenn es nass ist, also auch im nassen Wärmt und schnell trocknet. 

Dafür sollte wohl das flauschige innen, auf der Haut, sein

Bearbeitet von zopiclon
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vor 4 Stunden schrieb mawi:

Meine persönliche Erfahrung ist hier bisher anders. Unter meinem Forclaz 50 Fleece Pulli von Decathlon, der eher sehr dicht ist, bildet sich immer Schweiß auf der Haut und ich merke deutlich, dass die Feuchtigkeit von innen nur sehr schwer nach außen transportiert wird (oft bleibt dann nur das Ausziehen des Pullis). Bei meiner ME Concordia Fleece Jacke hingegen, die innen und außen Fransen hat, da bildet sich keine Feuchtigkeit auf der Haut. Die transportiert die Feuchtigkeit super schnell und sehr gut nach außen. Im Winter kann man sehr gut sehen, wie die Fransen auf der Außenseite gefrieren und innen bleibt es trotz schweißtreibender Aktivität trocken. Die trocknet beinah auch schneller als sie nass wird und ist zudem um ein vielfaches wärmer als der Decathlonpulli.

Auf der Patagonia Webseite stand mal, dass Fransen innen eher wärmen und Fransen außen für Feuchtigkeitsabtransport sorgen. Das würde sich mit meinen bisherigen Erfahrungen/Beobachtungen decken.

Interessant, Danke! Beide direkt auf der Haut getragen? - Man muss wohl jedes Fleece dafür ausprobieren, z.B. eine Polartec High Loft Jacke (glaube ich jedenfalls) geht bei mir recht schlecht dafür.

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Ich hatte im Herbst/Winter mit Alpha 60 auf Pertex quantum air (Marmot) sehr gute Erlebnisse unter nass kalten Bedingungen bei/nach erheblicher Schweissentwicklung - allerdings mit Craft Wurstpellenplastikshirt auf der Haut. 

Nackt werde ich das zu gegebener Zeit auf jeden Fall auch mal ausprobieren. Dieses air Material könnte allerdings am Ende vom Tag zu abriebempfindlich sein, mal abwarten.

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Vor gut einem Jahr gab es da auch Mal einige Posts im Forum ausgehend von diesem Post:

Vielleicht ist ja was interessantes dabei.

A propos. Pertex classic wie es heute wohl heißt, jedenfalls das mit 54 gr/qm, ist nicht viel imprägniert. Abperlen tut da auch im Neuzustand fast nix, eher wird das Wasser in die Breite gesaugt und kann dann fix verdunsten.

 

Bearbeitet von Christian Wagner
Handytastaturstarrsinn ausbügeln
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vor 2 Stunden schrieb Steintanz:

Interessant, Danke! Beide direkt auf der Haut getragen? -

Ich habe es deutlich an den Armen gemerkt, wo da Fleece auf der Haut liegt.

 

vor 4 Stunden schrieb zopiclon:

Den müsstest du doch auf links anziehen, um das flauschige innen zu haben, um einen Vergleich ziehen zu können? 

Der Pulli ist innen und außen gleich. Das ist ein ganz feines und dichtes Fleece.

vor 4 Stunden schrieb zopiclon:

Dafür sollte wohl das flauschige innen, auf der Haut, sein

Hab gerade noch mal ein wenig recherchiert, ja, hast glaube Recht.

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vor 19 Stunden schrieb Steintanz:

Polypropylen-Netzunterwäsche ist meiner Erfahrung nach auch ein guter Baselayer unter diesem System, sofern man mag. -

Netzunterwäsche als unterster layer ist eine bewährte Sache und bei mir immer wieder in Verwendung.
Bei meinen ersten Versuchen mit diesem Kleidungsstück hatte mein Unterhemd allerdings noch keine abgesetzten Schulterstücke. Durch den Druck der Rucksackgurte sah ich abends an diesen Stellen aus wie ein Rollbraten ... :mellow:

VG. -wilbo-

Bearbeitet von wilbo
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vor 11 Stunden schrieb Christian Wagner:

Vor gut einem Jahr gab es da auch Mal einige Posts im Forum ausgehend von diesem Post:

in dem du schriebst:
 

Zitat

 

Die alte G1000 Jacke hatte ich vor Urzeiten auf einer Tour im Sarek an. G1000 ist gewachstes Baumwolle- Polyester Mischgewebe und nicht mal annähernd wasserdicht. Drunter ein 200er Fleece und als Baselayer ein Hemd aus Baumwoll- Polyester Mischgewebe (Feldbluse der Bundeswehr).  Wettertechnisch hatte ich fast durchgehend Regen, meist Niesel, ab und aber auch etwas stärker, jedoch kein Platzregen. Die Jacke war komplett durchweicht, aber interessanterweise kam die Nässe nicht durch das Fleece bis auf das Hemd. An ein besonderes schwitziges Klima kann ich mich nicht erinnern (ist aber lange her). Prinzipiell ist bei diesem Setup aber keinerlei wasserdichte Schicht vorhanden, somit müsste die Atmungsaktivität eigentlich richtig gut gewesen sein.

Ausgehend von dieser Erfahrung habe ich dann angefangen Windjacken aus Pertex (Nylon- Microfaser) zu tragen. Die sind ebenfalls nicht wasserdicht, aber verhindern wenigstens etwas das der Regen in den Fleece eindringt, sind dafür aber auch leichter und noch schneller trocken. Die Regenjacke ist nur noch Backup im Rucksack.

 

mit welchen Fleece hast du positive oder negative Erfahrungen erhalten? Was hattest du im Sarek für ein Fleece an?

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Mal so am Rande...Wolle in Form von Loden ist auch nicht wasserdicht nach Laborstandards, aber es ist regendicht. Es saugt ein wenig, quillt auf und ab dann perlt der Rest ab. Benötigt eine gewisse Dicke vom Material, aber dann ist es wetterfest. Seit Jahrhunderten bewährt.

Fleece ist im Prinzip KuFa-Loden. Zumindest ähnlich.

Der menschliche Körper produziert viel Wärme bei Beanspruchung. Beim Joggen am Gefrierpunkt z.B. braucht man kaum Klamotten, schon gar kaum Isolationskleidung. 

Produziert man entsprechend Wärme erzwingt man eine gewisse Verdunstung. Ist die Feuchtigkeit luftig genug im (hydrophoben) Material verteilt, geht das mitunter recht zügig.

Man muss also gar nicht komplett wasserdicht sein sondern lediglich dafür sorgen, dass man nur so viel nass wird, wie man gleichzeitig trocknet. Die Trockung/Verdunstung dann möglichst weg von der Haut damit man nicht auskühlt.

Ist glaube ich auch ne Kopfsache. Von "ich will trocken bleiben" hin zu "ich kontrolliere meine Feuchtigkeit".

Das Pile&Pertex-Dingens besteht jetzt halt darin, die Next-to-Skin-Schicht möglichst luftig porös zu haben. Für kühlere Temperaturen sicher nicht verkehrt.

Wenn es heiß ist, muss man aber genau andersrum gehen. Verdunstung möglichst nah an der Haut für bestmögliche Kühlwirkung.

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vor einer Stunde schrieb ULgäuer:

Wenn es heiß ist, muss man aber genau andersrum gehen. Verdunstung möglichst nah an der Haut für bestmögliche Kühlwirkung.

Ja, moisture management ist wirklich vielseitig, je nach Mensch (Schwitztyp) und Aktivitätsgrad und Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Z.B. wird Baumwolle bei heißem Wetter zu einem guten Funktionsmaterial, wenn es gilt Schweiß auf/an der Haut zu halten und möglichst effektiv und lange zu kühlen. Bei extremer Hitze empfiehlt sich dann ebenfalls die Schaffung eines Mikroklimas um die Haut, damit man nicht zu schnell dehydriert, sondern eine gewisse Feuchte um sich herum aufrecht erhält, anstatt sie vom Wüstenwind sofort wegtragen zu lassen.

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