Geschrieben 14. August 20233 Jr. Da es hier noch kein Bericht über Moen gibt, schreib ich kurz einen. Hingeradelt ab Rostock Hbf., Fähre Rostock - Gedser. Auf dem Weg von Hbf zum Fährhafen hab ich mich noch jedesmal verfahren bzw für die "9 Km" (Schild) trotz hohem Gang bisher immer ne Stunde gebraucht Die höchstens 100 Km bis in den äussersten Insel-Westen mit Zwischenübernachtung (Wind, und man fährt jeden langgestreckten Höhenmeter mindestens zweimal, weshalb für mich als Untrainierten mehr als 7 Gänge besser wären). Zusammenfassung: schöner als Brandenburg (sprich: Schorfheide, Brodowin, Bad Freienwalde), Feldberger Seenplatte und Rügen einschl. Hiddensee. Weil: dort haben sie jedes Haus schön. Alles sehr hygge. Die Weite kriegt man nicht abgebildet. Reichlich Motive für Caspar David Friedrich. Die Klippen höher als auf Rügen und wilder (weil brüchiger). Der Wald viel Buchen in allen Grössen und Formen. Nur einsam ist man zur Hauptsaison nicht. Die Shelterpladsen gut gefüllt. Gerade an den erwartbar einsamen Plätzen wartet die weisse Pest, wenn Zugang mit Auto irgendwie machbar ist (Busene Havn, deutsche Mobile mit schlecht erzogenen freilaufenden Aggrohunden, niedergelassen für länger). Die 3 Naturcampings voll (Harbolle, Moens Klint und Ulvshale). Trotzdem alles besser als deutsche Ostsee. Einsam ging dann doch: Bekannte hatten ein Bauernhaus gemietet. Laut Internet "4 km eigenes Land" drumrum = unsere (und anderer Besucher) Zeltfläche . Viel ganztätig spazieren gegangen und eine Radtour nach Ulvshale und Nyord. Radfahrn: 1 MTB-Trail bei Moens Klint (bis 20%, mit 7-Gang nicht fahrbar), ansonsten alles Asphalt. Wandern: ziemlich aussenrum geht und man kann gute Stellen zum Übernachten finden. An den Klippen kann man gut oben und unten lang, unten kriegt man manchmal nasse Füsse, je nach Gezeiten. Da die Klippen die Hauptattraktion der Insel sind, ists da am besten zu den Tagesrandzeiten, dann ist der Autoterror wieder weg. Baden: manchmal Sandstrand (in perfekt: Ulvshale...), sonst eher steinig und weit flach rein, dann zT heftige Strömung. To avoid: Klintholm Havn, die Insel hat jetzt ihre Planungssünde. Overtourism hat die netten Sachen kaputtet. Statt Minimarkt und kleinem 50's Billiardhotel vom Frauenkollektiv jetzt hässliche Ferieneigenheime, die kleine Siedlung überwiegend im Rohbau geblieben & so mittige Strandbarbuden in doof. Ausser dem Hotel war auch die Fischräucherei schon beim letzten Besuch schon weg. Fauna: viel Falken, Rotwild, Hasen. Vor Vipern wird gewarnt (Kreuzottern), aber noch nie welche gesehen (4x dagewesen die letzten 15 Jahre). Empfehlung (Essen gehen fällt aus wg ist nicht ausser Steege und Nyord): Harbolle Havn, das Restaurant ist die hygge-Version von KüfA (Küche für alle). Für okaye Preise gibts was Gutes zu essen (immer nur ein Gericht). Hinweg Veggie-Burger, Rückweg klasse Curry. Paar Bilder: (20 Meter vom Zeltfoto: Slotshaven Shelter, gut abseitig hinter Vindebaek) (hier ist 2008 "Grosser Redner" gross eingebrochen) Und ein Blick vom höchsten Berg (143 müNN), naja: Fürn Rückweg: Bogö Havn, die nette Trinkbude ist morgens Bäcker... (ab 9). :-) Bearbeitet 15. August 20233 Jr. von Gast
Geschrieben 14. August 20233 Jr. ja. hab einen in Ny Borre im Gelände gesehen und den vom Foto am Rand vom Lilleskov. Wahrscheinlich gehörten sie ursprünglich mal zum Park von Liselund. Ausschau halten kann man auch nach -> Markfirben (gibt online Broschüren mit den Sichtungstellen).
Geschrieben 14. August 20233 Jr. Danke für diesen Kurzbericht und die hervorragenden Fotos! Übrigens: Man kann auch prima heiraten auf Møn - kann ich aus eigener Erfahrung berichten
Geschrieben 15. August 20233 Jr. In Harbolle Havn gabs nen kleines Heftchen mit der dänischen Outdooretikette auf Englisch, erschienen iwann zu Corona-Pandemie-Zeiten (weil erwähnt); find ich online nicht und fasse mal zusammen: 1) Ruhe! und LNT 2) Hunde immer an die Leine (ausser in Gebieten, die ausdrücklich das Freilaufen von Hunden zulassen - Moen: ein Feld am Stadtrand von Steege) 3) Drohnen nur in ausdrücklich dafür gekennzeichneten Gebieten 4) kein Baden an den Klippen (Fauna) 5) Shelterplätze und Zeltplätze (über 1000...) sind "eigentlich" (Inklusion) für nicht-motorisierte Leute. 6) 275 Waldgebiete sind zum freien Zelten freigegeben, auf Moen ist das der Wald kurz vor Ulvshale (Hegnede Skov). Regeln auch hier: nur 1 Nacht, kein Feuer dh auch kein Kocher, es sei denn, da ist eine eingerichtete Feuerstelle. Von --> https://de.naturstyrelsen.dk/naturerlebnisse/uebernachten-in-der-natur/ kommt man über den Link udinaturen auf die Karte: https://udinaturen.dk/map-page?adScIds= , wo man die Wälder, Plätze und Hundeauslaufstellen nachgucken kann. Wildzelten kostet bis 500 Euro Bußgeld, ausdrücklich auch, wenn man den Boden nicht berührt, weil man hängt (Broschüre). App noch: VIld Map (Wild Food) - in denmark...
Geschrieben 15. August 20233 Jr. vor 16 Stunden schrieb Roiber: Danke für diesen Kurzbericht und die hervorragenden Fotos! Übrigens: Man kann auch prima heiraten auf Møn - kann ich aus eigener Erfahrung berichten stell mir gerade ein ultraleicht-Event am Shelterplads vor...
Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren