Seph Geschrieben Montag um 07:42 Geschrieben Montag um 07:42 Hallo zusammen! Ich schreibe ehrlich gesagt eigentlich nicht wirklich in Foren, aber habe nach nach meiner zweiten Mehrtagestour (vier reine Wandertage Tage E9 in Polen, sehr sehr spontan entschieden) einige Fragen. An der Stelle vielleicht ein kurzer genereller disclaimer zu mir, ich bin 36, starte eher ungeplant und mit großer Euphorie in Abenteuer und bin auch sehr gut darin über meine Grenzen zu pushen. Das richtige Mindset ist von all den möglichen Problemen sicher nicht meins 😅. 1. Da komme ich auch schon zu meiner ersten Reflexion bzw. Frage an euch. Ich bin schon eine puscherin, was Etappen und Strecken angeht. Klar alles nicht auf krassem Niveau weil Einsteigerin, aber ich weiß wie ich mich fühle:). In Polen bin ich jetzt insgesamt 115 km in vier Tagen gelaufen. Dabei ist es doch normal das man Muskelkater und Schmerzen hat. Da pushe ich mich stur durch. Ich frage mich aber manchmal, ob ich zu sturr bin. Wirauf achtet ihr da so, dass ihr nicht in so blöde Konsequenzen wie Schleimbeutel Entzündungen im der Hüfte oder was weiß ich Erschöpfungsbrüche geratet? Oder besteht diese Gefahr garnicht? Ich mag dieses Gefühl über die Grenzen zu gehen halt schon, aber will auch nicht unverantwortlich sein, wenn ihr versteht. Ausdauer war schon immer meine stärke. Sonst Ich bin so durchschnittlich gut sportlich würde ich sagen, gehe einmal pro Woche ne halbe Stunde joggen, mache 2-3 mal ne halbe Stunde Krafttraining. bereitet ihr euch mit bestimmten Trainings extra vor? 2. Ganz ganz sicher muss ich das Gewicht meiner Ausrüstung reduzieren. Ich war jetzt in Polen bei 13-14 kg 🫠😅- je nachdem wie viel Wasser ich mitgenommen habe. Vor der Reise dachte ich mir, “ach, let’s Go, dann ist es eben etwas anstrengender”. Ich glaube auch fest, man muss erst Erfahrungen machen, ehe man weiß was man braucht oder sich eventuell für teures Geld anschafft, naja… hat mich aber auch schon genervt 😅 Ich habe mal so die Faustregel gehört, dass der Rucksack insgesamt so 1/10 des Körpergewichtes wiegen soll. Ist das für euch ein realistisches Ziel? Das wären bei mir dann circa 6,3kg. Also mehr als die Hälfte???? Ist das möglich?? Was sind da eure Richtwerte? Oder macht es überhaupt Du Dich an sowas zu orientieren? Kenne mich wie gesagt mit UL nicht so gut aus, ich hab halt das Trekkingwandern sehr für mich entdeckt:). Und das will ich sehr gerne weitermachen. An der Stelle will ich gar n Uhr so in die Detail gehen. Dazu gibt es hier ja auch viele konkretere threads. Aber fyi. Dabei hatte ich auch ein nicht UL-Biwak-setup, aus einer decathlon Hängematte, isomatte exped, mountain Equipment Schlafsack Kunststoff und ein diy tarp aus meinem Dusch Vorhang :D. Sowie halt Kocher. Bin gespannt auf eure Antworten! Beste Grüße! seph mtb_squirrel reagierte darauf 1
MarcG Geschrieben Montag um 08:11 Geschrieben Montag um 08:11 Hi, Willkommen bei unserem Hobby und hier im Forum. 1. Zu erfahren wie der Körper auf Belastung reagiert, und dann zu lernen wie man das am besten steuert und managed, ist ein wichtiger Teil einer guten Wandererfahrung. Das wird von Person zu Person auch sehr unterschiedlich sein. Das beginnt bei der Länge und Schwierigkeit der Tour, der Art des Wandern, Pausen und Ruhetage, Gewicht der Ausrüstung usw.. und natürlich auch Faktoren wie Wetter, Krankheit, Fitness usw.. Was auch ganz wichtig ist, ist die mentale Fähigkeit sowohl manchmal weiter zu machen, obwohl es keinen Spaß macht oder schmerzt, aber auch zu sagen: nein, hier ist jetzt Schluss! Das wird alles natürlich wichtiger je länger und komplexer die Tour ist. Was ich mir z.B. angewöhnt habe sind Dinge wie: Lieber langsamer aber dafür mehr Stunden am Tag wandern. Lieber relativ früh schon eine Pause machen und nicht erst den Akku komplett leer laufen. Füße abends trocknen und eincremen. Blasen haben mir schon mal Touren ruiniert. Rauf ist anstrengend, steil runter ist genau so anstrengend. Belastung bei Langstrecke im Auge behalten.... Wenn mir nur die Füße weh tun, dann geht es meistens trotzdem weiter. Knie, Muskeln... das ist schon kritischer. Natürlich macht man auch sehr unterschiedliche Touren: Manchmal will man mehr machen. "Ich lauf die 120 km jetzt in 3 Tagen" - man kann sie aber auch in 5 machen und das ist auch in Ordnung. 2. Das Thema hatten wir letztens hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/146517-verhältnis-körpergewicht-vs-rucksackgesamtgewicht/ Ich lande meist unter 10% Gewicht, aber das liegt eher dran, dass ich zu fett bin, als daran dass ich besonders klug packe.... BleiStift, kraxelmaxel, Gibbon und 2 Weitere reagierten darauf 5
Ameisenigel Geschrieben Montag um 14:41 Geschrieben Montag um 14:41 Das ist auch eine Frage des Alters. Mit 36 ging bei mir so Einiges, was jetzt mit 63 nicht mehr geht. Ich habe mich erst im Laufe der Jahrzehnte gut genug kennen gelernt. Warum entstehen bei mir Blasen und was hilft dagegen? Hier wird nämlich oft gesagt, Schuhe seien individuell. Ok, aber Blasen sind es auch. Was halten meine Gelenke aus? Welche Schwachpunkte habe ich sonst? Bei der Planung gilt mich nicht: Wie viele km kann ich am Tag laufen? Sondern: Wie viel laufe ich am besten, um das ein paar Wochen durchzuhalten? Und was muss ich dafür noch beachten? Geringes Gewicht hat mir enorm geholfen. Aber da gibt es hier schon sehr viele unterschiedliche Meinungen und Du musst Deinen eigenen Weg finden. Ich betrachte nur das skin-out Gewicht - da nähere ich mich den 5 kg. https://lighterpack.com/r/bg32x0
RaulDuke Geschrieben Gestern um 04:18 Geschrieben Gestern um 04:18 Ich beachte nur das Gewicht, was ich auf dem Rücken trage, denn Kleidung muss ich ja auch im Alltag tragen. Ausßerdem interessiert mich, das ich bequem und ohne viel Anstrengung, oder Schmerzen in den Schultern/Rücken etc… durch die Landschaft komme. Daher der Fokus auf das „Rückengewicht“! Gibbon reagierte darauf 1
trekkman Geschrieben Gestern um 08:13 Geschrieben Gestern um 08:13 Hallo Puscherin, wenn du dir dieses Attribut schon selbst gibst scheinst du Freude am eher sportlich orientierten Wandern/Trekking zu haben. In dem Alter hatte ich auch mal so eine Phase. "Quäl dich du Sau" hieß es damals. Der Faktor Leistung und die damit zusammen hängende Erfolgs-Euphorie hatte schon was. Das ist bei mir aber schnell in eine andere Art umgeschlagen (eher genussorientiert und entschleunigend). Ist sicher eine Typ- und Alterssache. Früher war ich zufrieden, mit Minimalgepäck auf dem Rennrad mal eben 200 km nach Bayern zu düsen. Stolz auf meine Leistung, mit der auch gerne mal geprahlt wurde. Es wurde dann aber auch stressig und anstrengend - eigentlich wollte ich in der Freizeit doch genau das Gegenteil. Der Alltag war doch schon fies genug. Heutzutage gehe ich einfach langsam drauflos und bin Stolz, nach einer schönen Wanderung einen geilen Lagerplatz gefunden zu haben. Wenn man Glück hat (oder es kann) ist da auch dieses gelegentliche mentale "nicht denken", also wo man "einfach so da" ist. Und das in der Natur - auch fein. Ich glaube, dieses „Durchziehen trotz Schmerzen“ ist noch im gesunden Rahmen wenn man jung und fit ist. Auf Dauer ist da aber auch vielleicht mehr Verschleiß. Gedankenspiel: Sherpas können wegen der körperlich extrem belastenden Arbeit nicht mehr im Alter auf den Berg um den Spaziergang mit der Aussicht zu genießen. Demgegenüber gibt es z. B. Schreibtischtäter, die sich nur moderat fit gehalten haben und nun als Rentner jedes Wochenende durch den Schwarzwald wandern. Gezieltes Training kann nicht schaden. Selber aber noch nie intensiv gemacht, da mir etwas Gartenarbeit und einfache Wochendwanderungen reichen. Im Outdoorleben bin ich dann schon etwas angestrengter unterwegs, inkl. Muskelkater. Aber für Schleimbeutelentzündungen und sowas bin ich einfach zu faul. Stell doch mal deine Packliste hier vor... Gibbon reagierte darauf 1 https://lighterpack.com/r/b3tyeh
Gibbon Geschrieben Gestern um 12:13 Geschrieben Gestern um 12:13 Am 25.5.2026 um 09:42 schrieb Seph: 2. Ganz ganz sicher muss ich das Gewicht meiner Ausrüstung reduzieren. Ich war jetzt in Polen bei 13-14 kg 🫠😅- je nachdem wie viel Wasser ich mitgenommen habe. Vor der Reise dachte ich mir, “ach, let’s Go, dann ist es eben etwas anstrengender”. Ich glaube auch fest, man muss erst Erfahrungen machen, ehe man weiß was man braucht oder sich eventuell für teures Geld anschafft, naja… hat mich aber auch schon genervt 😅 Ich habe mal so die Faustregel gehört, dass der Rucksack insgesamt so 1/10 des Körpergewichtes wiegen soll. Ist das für euch ein realistisches Ziel? Das wären bei mir dann circa 6,3kg. Also mehr als die Hälfte???? Ist das möglich?? Was sind da eure Richtwerte? Hi, Richtwerte für den UL Bereich sind zum einem "Die Großen 3 unter 3", d.h. dass Zelt, Isomatte+Schlafsack und Rucksack zusammen unter 3 Kg wiegen. Das funktioniert aber eigentlich nur, wenn man Geld auf die Sachen wirft, also teuere Isomatte, Daunenschlafsack, DCF Zelt und rahmenloser Rucksack. Ein anderer Richtwert aus den UL Foren wäre ein Base Weight (=Ausrüstung ohne getragene Sachen und ohne Wasser+Nahrung) auf unter 5 Kg zu drücken. Auch das geht in der Regel nur mit Geld. Das sind jedoch alles nur Richtwerte und es gibt viele Szenarien, wo diese keinen bestand mehr haben: Ist man was größer als der Durchschnitt, wird das Gepäck auch schwerer. Geht man bei Minusgraden wandern, hat man viel mehr dabei als im Sommer. Alpine Routen benötigen vielleicht Grödel, Helm, etc.. usw.. Ich bin wegen Körpergröße, begrenzten Budget und Luxusartikeln (z.B. größeres Kopfkissen) eher bei einem Base Weight von 8 Kg. Ziel beim UL Wandern ist jedoch nicht, ein Gewichtsziel zu erreichen, sondern zu schauen, wie man Ausrüstung leichter machen oder weglassen kann, bis man für sich ein angenehmes Gewicht gefunden hat. Hab die Tage noch auf YT ein Video eines amerikanischen Hikers gesehen, der jetzt nach vielen Hunderten Kilometer mit fast perfekter UL-Ausrüstung angefangen hat, einen Campingstuhl und ein größeres Zelt mitzunehmen, um mehr Lebensqualität beim Wandern zu haben. Probier aus, was für dich funktioniert.
Ameisenigel Geschrieben Gestern um 13:59 Geschrieben Gestern um 13:59 vor 1 Stunde schrieb Gibbon: Das funktioniert aber eigentlich nur, wenn man Geld auf die Sachen wirft Oder MYOG vor 1 Stunde schrieb Gibbon: Daunenschlafsack, Ich ziehe Kunstfaser vor: weniger feuchtigkeitsempfindlich, viel problemloser zu waschen Gibbon reagierte darauf 1 https://lighterpack.com/r/bg32x0
wiederfrei Geschrieben Gestern um 15:20 Geschrieben Gestern um 15:20 Bei der Ausrüstung gezielt zu optimieren können dir die Kollegen hier sicher besser helfen als ich. Zur Tourenplanung: Den inneren Schweinehund besiegen ist toll! Es ist aber nicht das einzige. Lass zu, dass es ein Erlebnis wird. Wie du schreibst bist du spontan. Also plane die Tour nicht in allen Etappen durch. Wenn du so planst, dass du an einem schönen Ort länger bleiben kannst, so gibt dir das die Reserve falls dein Körper eine Pause braucht. Falls dein Körper die Pause nicht braucht, so hast du Zeit für einen spontanen Umweg. Als ich jung war hatte ich mehr Zeit. Da war ich oft mehrere Monate unterwegs. Ein spontaner Rast von 3 oder 4 Tagen war da keine Seltenheit. Dass ich 1 oder 2 Tage vom Wetter blockiert war gabs aber auch. Ich kann mich da also @MarcG nur anschliessen. Am 25.5.2026 um 10:11 schrieb MarcG: man kann sie aber auch in 5 machen und das ist auch in Ordnung.
RaulDuke Geschrieben vor 17 Stunden Geschrieben vor 17 Stunden (bearbeitet) Also um UL Gear zu kaufen, braucht es NICHT auf jeden Fall viel Geld. Bei Zelten, Neuware, zum Beispiel die Lanshan Zeltreihe… um die 150 (?) Euro. Ich habe, als bekennender Gear Nerd recht viel Auswahl im Schrank… so etwas kostet natürlich recht viel, aufgrund der schieren Masse. Aber im einzelnen, habe ich selten viel Geld ausgegeben! Da hilft mir immer wieder der Kleinanzeiger, oder hier im Forum wird ja auch immer mal wieder etwas interessantes Angeboten. Mein 40L Atompacks „the Atom“ z.B. 150 Euro. Gebraucht, Zustand wie neu. Den werde ich voraussichtlich mit ins Grab nehmen, so robust erscheint er mir. Habe den Hüftgurt vom Gossamer Gear MurMur daran befestigt. Zusammen bringt diese Kombi 530g auf die Waage. Übrigens der mit Abstand bequemste Rucksack, den ich je besessen habe! Den MurMur habe ich übrigens auch gebraucht gekauft, für lumpige 70€, da er schon ordentlich abgetragen aussieht, funktioniert aber prächtig. Der Hüftgurt ist mir so einem Klicksystem verbaut, man kann ihn ganz einfach vom einen, auf den anderen Rucki wechseln. Zelte habe ich, bis auf zwei Ausnahmen alle gebraucht gekauft. Haben alle prima funktioniert. Ich habe sogar meinen ersten Quilt gebraucht gekauft, einen Kunstfaser Quilt natürlich, denn Daune kann man nicht warm genug Waschen, das auch etwaiger Fußpilz daraus verschwindet. Einen Daunenquilt habe ich dann ein paar Jahre später, hier im Forum gebraucht gekauft und habe auch das nicht bereut! Heringe alle gebraucht. Selbst meine Luftmatratzen waren, bis auf meine erste, alle gebraucht. Das schöne ist ja, das Therma-rest alles repariert, bzw umtauscht, auch ohne Kaufquittung. Derzeitig benutze ich meistens eine Therma-Rest Neoair Womens, die ich vor ca 2 Jahren gebraucht, über Kleinanzeigen gekauft habe, für lumpige 80€. Um auf Zelte zurück zu kommen, wer gar auf eines verzichten kann, oder will, geht mit Tarps noch mal viel leichter und billiger auf Tour. Also, man braucht etwas Geld, aber eben nicht viel, um wirklich leicht und bequem unterwegs zu sein. Man muß nur die Finger vom DCF weg lassen! Wer die Skills besitzt, etwas selbst zu nähen, kommt noch mal billiger dabei weg! Bearbeitet vor 17 Stunden von RaulDuke Gibbon reagierte darauf 1
Helmut Geschrieben vor 16 Stunden Geschrieben vor 16 Stunden So wenig wie möglich, so viel wie nötig mitnehmen, das wäre mein Tip. Diese Erfahrungen muss man selber machen, wie es für einen selber passt. Ich selber schlafe gerne bequem (hat auch mit meinen 67 Jahren zu tun), auf meine dicke Sea to Summit Matte in Übergröße und ein Exped Kopfkisssen möchte ich ungern verzichten. Die 400 gr Mehrgewicht spare ich an anderer Stelle ein, z.B. Bekleidung. Leichte Schuhe und minimales Rucksackgewicht sind das Wichtigste, je weniger Schlepperei, desto mehr Spass.
waldhummel Geschrieben vor 14 Stunden Geschrieben vor 14 Stunden Hallo Seph, meine Erfahrung ist auch, dass man sich erst im Laufe der Zeit richtig kennenlernt und dass sich der Körper an die Belastung gewöhnen muss. Zusätzlicher Sport zur Stärkung der Muskeln kann allerdings nicht schaden, sonst kann man sich schon Probleme einhandeln! Mir hat für den Einstieg das Buch von Christine Thürmer "Weite Wege wandern" übrigens sehr geholfen. Ansonsten ist es wie andere auch schon schrieben sehr individuell: Körpergröße und Körperbau, Jahreszeit, Klima, Wegbeschaffenheit,... Ich z.B. bin 1,62m und nicht besonders kräftig - ich bin darauf angewiesen, dass mein Baseweight unter 5kg ist.
Lolaine Geschrieben vor 13 Stunden Geschrieben vor 13 Stunden vor 54 Minuten schrieb waldhummel: Mir hat für den Einstieg das Buch von Christine Thürmer "Weite Wege wandern" übrigens sehr geholfen. Das empfehle ich auch jedem, der etwas professioneller wandern will. Mein Exemplar ging schon durch diverse Hände. Reaktion reicht von purer Begeisterung bis Abschreckung 😁.
Martin Geschrieben vor 6 Stunden Geschrieben vor 6 Stunden Wenn du dir Sorgen über Knieschmerzen, uberlastungsbrüche, Sehnenentzündung etc machst, dann hilft nur: Training in den Alltag einbringen. Ich versuche mein Laufpensum über Wochen bis vor die Reise auf 1/4- 1/3 der Wochenkilometer beim Wandern zu steigern. Also z.B. 50-60km joggen pro Woche, wenn ich 200km Wanderwochen plane. Das hat 3 Vorteile: Sehnen und Gelenke können sich über Wochen an die Last gewöhnen, ich baue Muskeln und Ausdauer auf, ich habe keine schlimmen ersten 3 Tage auf Tour. Lauftraining kann ich gut in den Alltag einbauen und ist recht spezifisch für mein Vorhaben. 2. Trainingsteil: Wenn du es schaffst Overnighter übers Jahr einzustreuen wird dir das helfen dich Mental aufs übernacht, dreckig sein, kälte einzustellen und deine praktischen Fähigkeiten schulen. Zum Rucksackgewicht: lerne deine Verpflegung/Wasser zu managen (minimieren). Wenn du so planen kannst, das du weniger Wasser oder Nahrung tragen musst, ist der Effekt auf Rucksackgewicht stärker, als ein Wechsel auf Cuben-Tarps (die man selbst kleben kann und dann gar nicht mehr teuer sind)
BusySloth Geschrieben vor 5 Stunden Geschrieben vor 5 Stunden Hallo Pusch…….Seph, schön, dass Du hier im Forum bist. Du machst Dir in 1 Gedanken darüber ob das alles so in Ordnung ist was Du fühlst oder was dir dein Körper so sagt. Im zweiten abschnitt sagst Du, dass Du kein Problem mit deinem Mindset hast. Was hältst Du von der Idee… „Durch dein Mindset kommt deine Körperreaktionen.“ Verstehe mich nicht falsch, es ist alles in Ordnung so wie Du es machst. Du puschst dich gerne was ok ist. Dadurch hast Du weniger die Chance auf deinen Körper zu hören, da Du ja herausfinden möchtest was Du leisten kannst da sind Kollateralschäden eben mit drin. Allerdings weil Du die Frage stellst, glaube ich, dass es vielleicht nicht der richtige Weg für Dich ist oder noch nicht ist. Du hast es ja schon von einigen gehört, Gib Dir Zeit und schaue was Du wirklich möchtest. Entspannt ohne Probleme 40+ Km laufen oder ist es für Dich der sportliche Teil, der Dich gerade zieht. Überall in der USA, in Frankreich und hier auch wird man unter Wanderern immer gefragt, wo bist Du gestartet und wo möchtest Du heute dein Zelt aufschlagen. Egal wie viel Dich fragen oder Du fragst es gibt immer Menschen, die schneller sind, weiter laufen oder leichter sind als man selbst. Spiele das Spiel mit so lange wie Du magst. Und jetzt zu meiner Antwort auf deine Frage. Ja es ist möglich lange Wanderungen zu machen ohne körperliche Probleme zu haben. Für mich war es wichtig auch all diese Wehwehchen zu haben um zu entscheiden, ob ich das so weiter haben möchte. Es wurde besser sobald ich mir mehr Zeit gegeben habe, die ersten Tage absichtlich nicht ans Limit zu gehen. Wen möglich gib Dir noch einen Extratag zeit, damit Du auch auf deinen Körper hören kannst und mal nur ein paar Km machst, der nächste Tag wird dann schon besser. Was für mich auch ein Aha Erlebnis war, ist dass ich gemerkt habe, dass ich lieber alleine Wandere als mit jemanden. Da war ich dan auch viel entspannter unterwegs. Und zu 2 Du sagst es Du musst erst Erfahrung sammeln. Das mussten wir alle. Halte Dich da nicht an Kg angaben. Dein Körper wird Dir auch hier sagen was er mag. Leichter ist immer besser aber wenn Du zum abschalten einen Stuhl am Abend brauchst nim ihn mit, solange bis Du ihn nicht mehr willst. Viele auf dem PCT hatten einen und ich fande es total toll die Leute so entspannt sitzen zu sehen, dass ich mir auch einen geholt habe. Allerdings nur für 5/6 Touren, dann brauchte ich ihn nicht mehr. Bei mir ist es auch so, dass wenn ich gewicht reduziert habe, habe ich es mit Essen aufgefüllt. Auf dem Jakobsweg habe ich mir eine Wassermelone gekauf, nur um sie auf einem Berg zu essen….. im Nachhinein hat es sich voll gelohnt, nur dafür lohnt es sich das Gewicht zu reduzieren :-) Ich bin übrigens auch nicht UL unterwegs……. Jetzt muss ich mich outen auf m PCT war ich ebenfalls mit 13 kg ;-) Es kommt nur darauf an, wie Du dich dabei fühlst und das kann Dir keiner beantworten. Optimiere gerne alles weiter so wie Du magst. Das wichtigeste vielleicht ist dass man keine Dogmen im Kopf hat. Viel spaß beim forschen, Wandern und genießen.
Epiphanie Geschrieben vor 2 Stunden Geschrieben vor 2 Stunden (bearbeitet) Am 25.5.2026 um 09:42 schrieb Seph: In Polen bin ich jetzt insgesamt 115 km in vier Tagen gelaufen. Dabei ist es doch normal das man Muskelkater und Schmerzen hat. Da pushe ich mich stur durch. Ich frage mich aber manchmal, ob ich zu sturr bin. Wirauf achtet ihr da so, dass ihr nicht in so blöde Konsequenzen wie Schleimbeutel Entzündungen im der Hüfte oder was weiß ich Erschöpfungsbrüche geratet? Oder besteht diese Gefahr garnicht? Ich bin etwas verwundert dass her keiner rein grätscht, aber mit Schmerzen zeigt Dir Dein Körper seine Grenzen auf. Schmerzen ignorieren heißt sich selbst zu ignorieren. Es gibt ggf Momente wo man da durch muss - weil mans verpeilt hat. Wegen dem Wetter. Weil man zu doof ist Karten zu lesen. Oder whatever. Aber grundsätzlich ist sicher meine Motivation SCHMERZFREI meine Tour durch zu ziehen. Wie ich das hin bekomme? Ich habe grob Erfahrung wie viel Strecke + Höhenmeter ich so hin bekomme Wie mache ich das? ICH rechne das so: ich schaffe grob 400hm die Stunde ODER 5km pro Stunde. Bei 1000hm und 20km brauche ich 2,5h für die Höhe und 4h für die Länge, also im Beispiel 6,5h Stunden. Grob. Alles um die 6h sind ok bis chillig (für mich), alles über 8h wird eher RICHTIG Arbeit. Wenn ich um 8 los laufe und um 18:00 das Handtuch schmeißen kann - mit einigem an Pause wohlgemerkt. Das heißt noch nicht das ich TATSÄCHLICH die Zeit brauche, aber ich habe einen Zahlenwert als Anhaltspunkt für diesen Zeitframe - für meinen Fitnesslevel. 6 is ok, deutlich mehr wie 8 is doof. Aber ja, je nach Topografie und Fitnesslevel Inwieweit das auf Deinen Körper passt, musst Du selber raus finden. Ich habe bei meinen Hikes allerdings NIE Schmerzen (Mückenstiche nicht mit eingerechnet) und würde mir mein Wanderverhalten überdenken falls doch Am 25.5.2026 um 09:42 schrieb Seph: Ich habe mal so die Faustregel gehört, dass der Rucksack insgesamt so 1/10 des Körpergewichtes wiegen soll. Ist das für euch ein realistisches Ziel? Das wären bei mir dann circa 6,3kg. Also mehr als die Hälfte???? Ist das möglich?? 1/10 is easy 1/20 geht auch noch. Hier, im UL wären 5kg grob das Ziel. Abhängig von der Tour und Klimazone ist das normalerweise machbar. Hast halt kaum Wechselwäsche 😉 . Von meinem ehemaligem 15kg Equipment ist allerdings kaum was übrig geblieben (Equipment im Wert von NP 50€). Man muss nicht zwangsläufig reich sein (aber es hilft) - aber wenn nicht MYOG - gehts nicht ohne shopping. Konzerntrier Dich darauf deine Isomatte + Schlafsack Zelt (oder Tarp + Footprint + Bugnet) und Deinen Rucksack auf unter 3kg zu bekommen. Der Rest kommt mit etwas Disziplin und einer gepflegten Gear List --- und Support durch ein Forum wie dieses - automatisch. Nimm einfach immer so wenig wie möglich mit und dann immer nur das leichteste. Happy Trails! Bearbeitet vor 2 Stunden von Epiphanie Con Calma Y Con Alma
Martin Geschrieben vor 1 Stunde Geschrieben vor 1 Stunde @Epiphanie du meinst wohl eher 1/10 bis 1/5, also 10-20% des Körpergewichts. Ich meine- wer kommt schon mit 1/20 ( 5%) Gepäck aus? Das ist Essen für 3Tage und 2L Wasser... Da hast du noch keine Ausrüstung eingepackt. Was Schmerzen angeht- es gibt schlechte Schmerzen und es gibt "einlaufen Schmerzen". Bissel Muskelkater in Beinen und Schultern, gestresste Füße etc. kann man schon haben, wenn man es sportlich angeht. Ansonsten handhabe ich aber das Tempo wie viele andere: 3,5-4 kmh, inkl. Pausen und aich über Anstiege (kein steiles Gelände oder nur Anstieg, aber 1000hm am Tag sind kein Thema und verlangsamen nicht). Ich laufe zum Sonnenaufgang los such mir zum Sonnenuntergang ein Lager. Alle 2-3 h ne nette Pause, bis ich entspannt weiter laufen will. Ich bin dann im Sommer 12-14h unterwegs und komme 40-50km weit. Im Winter mache ich dann immer zu wenig Pause und bin um 17Uhr zum Sonnenuntergang nach 30-35 km schon eher platt...
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