Zum Inhalt springen
View in the app

A better way to browse. Learn more.

Ultraleicht Trekking

A full-screen app on your home screen with push notifications, badges and more.

To install this app on iOS and iPadOS
  1. Tap the Share icon in Safari
  2. Scroll the menu and tap Add to Home Screen.
  3. Tap Add in the top-right corner.
To install this app on Android
  1. Tap the 3-dot menu (⋮) in the top-right corner of the browser.
  2. Tap Add to Home screen or Install app.
  3. Confirm by tapping Install.

Den halben Sommer in Tschechien: Via Czechia severní (Nordtrail)

Featured Replies

Geschrieben
  • Autor
vor 51 Minuten schrieb xayc:

Was an solchen Berichten besonders hilfreich ist: Man bekommt ein Gefühl dafür, welche Regionen wirklich unterschiedlich sind. Für eine erste Teilstrecke würde ich deshalb eher nach Landschaftsmix als nur nach Kilometern auswählen.

Nach der Kilometerzahl würde ich auch nicht gehen. Z.B. ist man in den felsigen Regionen langsamer unterwegs und bekommt auf kürzere Strecken vergleichsweise mehr hm zusammen. Hauptsache man ist immer in der persönlichen Genusszone unterwegs. Für die höheren Mittelgebirgsregionen würde ich auch die Wetterprognose in den Entscheidungsprozess mit einbinden. Schneekoppe mit Aussicht ist großartig, in Nebel gehüllt, nass und kalt braucht es eine besondere Wanderresilienz, um das noch toll zu finden 😉

Geschrieben
  • Autor
vor 28 Minuten schrieb RaulDuke:

Dir ist schon klar, das Schlemmen in einem Kloster, dich nicht reinwäscht, von der Totsünde der Völlerei?

Hahahahaha!

Beim Wandern weiter Wege gelten andere Regeln: trotz Völlerei keine Wohlstandsverwahrlosung 👻alles gut😋

Geschrieben

Ich hab mich ja noch nicht zu Wort gemeldet - aber ich feier' den Reisebericht mega ab!

Hab mir die Seite "gemerkt", damit ich ja nix verpasse. Das ist eine toll zu lesende Berichterstattung, macht richtig toll Spaß! ♥️

Danke dafür! Ich fiebere wirklich mit!

Ein bisschen traurig bin ich dabei auch - mit koronarer Herzerkrankung, mittlerweile drei Stents, dazu fröhliches Vorhofflimmern und , wie kürzlich festgestellt, COPD, ist sowas für mich leider nicht mehr drin. Nichtsdestotrotz freu' ich mich, zu lesen, wie es anderen so richtig cooler geht. (Alles hat halt seine Zeit. Und meine war schon😁)

Geschrieben
  • Autor
vor 6 Stunden schrieb schwyzi:

Ich hab mich ja noch nicht zu Wort gemeldet - aber ich feier' den Reisebericht mega ab!

Hab mir die Seite "gemerkt", damit ich ja nix verpasse. Das ist eine toll zu lesende Berichterstattung, macht richtig toll Spaß! ♥️

Danke dafür! Ich fiebere wirklich mit!

Ein bisschen traurig bin ich dabei auch - mit koronarer Herzerkrankung, mittlerweile drei Stents, dazu fröhliches Vorhofflimmern und , wie kürzlich festgestellt, COPD, ist sowas für mich leider nicht mehr drin. Nichtsdestotrotz freu' ich mich, zu lesen, wie es anderen so richtig cooler geht. (Alles hat halt seine Zeit. Und meine war schon😁)

Vielen Dank 😘

Angesichts deiner "Anamnese" möchte ich dich dennoch ermutigen, die Situation nicht verfrüht pessimistisch einzuschätzen. Mit ein paar angepassten Wegen, also nicht zu weit und nicht zu steil oder vielleicht gleich hinein in ein Kajak/Packraft, lassen sich auch mit KHK, VHF und COPD wundervolle Outdoorerlebnisse kreieren❤️das wünsche ich dir jedenfalls!

Geschrieben
  • Autor

9. Lučice hory und České Švýcarsko bis Děčín

29.-31. August

88 km

Die Regennacht war gar nicht so übel wie befürchtet. Das Gewitter blieb aus, der Sturm war nicht wild und gegen das Pladdern der Regentropfen auf mein Zelt halfen Ohrenstöpsel. Kein Wunder, dass es um 6 Uhr morgens im Schlafsack am gemütlichsten ist.

IMG_20260927_070830.jpg

Es hilft nix, ich möchte nicht zu spät los, sonst bin ich wieder in einem Trödelmodus, der den ganzen Tag her hält.

Schon gleich nach 700 m des Weges begeistert mich eine Felsenformation mit Aussicht: Vraní skály, lt. Tafel ein Kletterfels.

IMG_20260927_070925.jpg

IMG_20260927_070959.jpg

Dann kommt man durch die Ortschaft Petrovice, die keinerlei Einkaufsmöglichkeiten anbietet. Am Ortsrand esse ich auf einer Wiese meine letzten Reste Käse und Wurst und überlege mir eine Versorgungsstrategie. Die nächste Möglichkeit zum Resupply wäre in Hřensko, das ca. 75 km entfernt ist, also 2-3 Tagesmärsche. Hřensko will ich aber eventuell abschneiden, da die Strecke bis dahin seit der Brände 2022 zum Teil umgeleitet wird und ich die Gegend von vor 2022 kenne. Da fällt mir ein, dass ich was von einem quasi 24/7 Selbstbedienungs-Supermarkt in Oybin gelesen habe und so lasse ich die Hochwaldbaude aus und gehe schnurstracks nach Oybin hinunter. Der Weg ist gar nicht schlecht und führt an den sehenswerten Kelchsteinen und anderen Felsriesen vorbei. In dem Tante-M-Laden bekomme ich eigentlich alles, was ich so brauche. Prima, da leiste ich mir doch gleich ein Magnum und ein Radler.

IMG_20260927_071049.jpg

Nach der Mittagspause gehe ich zurück bis nach Hain, dem Grenzübergang und genieße die Felsenstadt bei Jonsdorf, die ich eigentlich schon kenne, da dort der Oberlausitzer Bergweg entlang führt.

IMG_20260927_071201.jpg

IMG_20260927_071241.jpg

IMG_20260927_071402.jpg

IMG_20260927_071322.jpg

Ich mache Mittagspause auf einem Aussichtsfelsen mit gleichzeitiger Sicht auf Ještěd und Hochwald/Hovzd. Für den Abend ist die Lausche mein Ziel. Der letzte Anstieg zum Gipfel vergeht schnell und die Mühen haben sich gelohnt. Ein fantastischer Rundumblick!

IMG_20260927_071618.jpg

IMG_20260927_071529.jpg

IMG_20260927_071708.jpg

IMG_20260927_071742.jpg

In der Ferne sehe ich das Isergebirge, von wo ich hergekommen bin, den Turm des Ještěd, viele Pyramidenkegel, deren Namen ich nicht weiß, bis auf den Jedlová und Studenec, auf die mein Weg hinführen müssten. Und ganz in der Ferne sieht man den Fernsehturm von Děcin, den Ort, wo ich gerne einen Zeroday einlegen möchte. Der ist aber noch ganz schön weit weg. 2 km hinter der Lausche finde ich in einer wilden Wiese ein Kuhle, in der ich mein Zelt platziere. Die Unebenheiten werden mit Packsäcken ausgepolstert. Wird schon gehen für die Nacht. Es gibt schönere Plätze, aber man muss zugreifen, wenn sich etwas einigermaßen Passables ergibt.

IMG_20260927_071815.jpg

Gerade als ich morgens aufstehen möchte, fängt es das regnen an. Na super, nasses Zelt einpacken. Doch dann geht's im Trockenen los.

IMG_20260927_071900.jpg

IMG_20260927_071950.jpg

Nach nicht mal 5 km vor dem steilen Aufstieg zum Tolštejn schon wieder Pause an einem Getränkeautomaten. Dort versorge ich mich mit einem Birell und einer Schokowaffel. Vor dem letzten Aufstieg zum Tolštejn mache ich in der Sonne erstmal Frühstückspause und trockne die Schlafsäcke. Schon überlege ich mir, die letzten Höhenmeter auf den Gipfel zu sparen, sehe aber einen einwandfreien Aussichtsturm. So verstecke ich meine Habe und mache mich ohne Rucksack auf den Weg zum Gipfelchen. An dem Tolštejn-Restaurace bekommt man noch umgerechnet 1,80 € für das Drehkreuz zur Aufstiegsleiter abgeknöpft. Das ist mir jetzt auch egal, das sonnige Wetter verspricht eine geniale Sicht. Und so ist es, der Wow-Effekt stellt sich prompt ein.

IMG_20260927_072034.jpg

15 min später stelle ich fest, dass die Besteigung eine gute Idee war, da der weitere Weg nicht auf den benachbarten Jedlová führt.

IMG_20260927_072131.jpg

Vorbei an unzähligen Bunkern kommen die Basaltsäulen des Zlatý vrch immer näher. Das ist bereits das dritte Mal, wo ich dort bin und immer wieder bin ich beeindruckt von den Steinformationen.

IMG_20260927_072255.jpg

Dann aber heißt es nochmals ranhalten, der Aufstieg zum Studenec ist schweißtreibend, aber auch lohnend. Und der Aufstieg auf den Aussichtsturm kostet nichts.

IMG_20260927_072348.jpg

Es folgt ein elend langer Abstieg nach Studený. Das anvisierte Restaurant ist geschlossen, aber der Imbiss 500 m weiter hat alles, auf was ich Lust habe: gegrilltes Hermelin mit Toast und Pivo. Es schleichen sich etliche Stezka čezkem -Wanderer aus der anderen Richtung vorbei, nicht ohne einen Drink oder ein Softeis zu kaufen.

IMG_20260927_072423.jpg

Mit dem Ehemann der Imbissbetreiberin komme ich ganz nett ins Gespräch. Er heißt Petr und hatte Verwandtschaft aus meiner Geburtsstadt und der Oberpfalz-Ecke, die ich auch meine nähere Heimat nenne. Ihm gefällt es in Tschechien nicht so gut, tja, die Regierung....ich frage, ob wir zu dritt ein Selfie machen können, ja, machen wir. Seine Frau heißt Jana.

So gestärkt geht es die letzten Kilometer durch die Kamnitz Schlucht.

IMG_20260927_080701.jpg

Die kenne ich auch, aber vor 6-7 Jahren lagen da keine abgestorbenen Bäume an den Seiten. Da ich am späten Nachmittag unterwegs bin, ist kein Mensch dort. Das nutze ich aus und steige splitterfasernackt in die Kamnitz für ein kurzes Erfrischungsbad. Es ist wunderschön dort, aber halt Reservace und so steht fest, dass ich den Campingplatz in dem unaussprechlichen Jetřichovice ansteuere. Der ist für tschechische Verhältnisse teuer, aber fest in ostdeutscher Hand von der Kundschaft her. Obwohl, die umgerechnet 15€ inkl. Duschmarke sind gut investiert. Endlich mal wieder mit warmen Wasser Haare waschen, welch ein Luxus. Und morgen nehme ich Kurs nach Děcin, da möchte ich meinen ersten und wahrscheinlich letzten Zeroday machen.

IMG_20260927_072658.jpg

Der Campingplatz ist im Prinzip empfehlenswert, ein sauberer Platz mit gepflegten Anlagen. Ich schlafe mit meinen Ohrenstöpsel ganz gut. Das Problem ist die Lage an der Kamnitz, das Zelt ist morgens auch ohne Regen vollkommen nass. Einmal durch die Wiese gehen und das Fußbad ist garantiert. Ich bin die erste, die zusammen packt. In einer Stunde gibt's für 2 Stunden Starkregen, ein Regengebiet zieht durch. Also ist der Verlängerungsplan über Mezní Louka hinfällig, ich mag nicht im Regen durch die Felsenstadt der Böhmischen Schweiz die Stiegen auf und ab stapfen und suche mir einen direkteren Weg nach Děcin. Dort habe ich für 2 Nächte so ein "Bungalow" auf dem Campingplatz gebucht. Es soll jetzt mal einen Pausentag für mich geben, evtl. neue Schuhe, eine neue Gaskartusche, eine neue Speicherkarte...

IMG_20260927_072748.jpg

Durch Zufall stoße ich auf eine große Höhle und durch Zufall fängt es genau da zum Schütten an. Ich mache eine ausgedehnte Frühstückspause und bin fast am Einnicken, als der Regen durch ist. Also geht es wieder auf, der Weg verläuft über die Bunkerlinie und führt am alten Friedhof von Schemmel vorbei.

IMG_20260927_083719.jpg

Den erkenne ich wieder, da war ich schon mal auf meiner Kammtour vor 7 Jahren und ärgerte mich damals, dass es kein Wasser gab. Wie so oft auf tschechischen Hřbitovs.

Später geht es steil eine Klamm hinauf und irgendwann stehe ich vor der Entscheidung, den Gipfel des Růžovský vrch, des Rosenbergs, mitzunehmen. Der hat aber keine Aussicht und so lasse ich es und steige lieber auf den viel niedrigeren Pastevní Vrch, der hat wenigstens eine klasse Aussicht ins Elbsandsteingebirge.

IMG_20260927_073043.jpg

IMG_20260927_072957.jpg

IMG_20260927_073120.jpg

Beim Abstieg komme ich nach Rusová und dort ist ein Restaurant geöffnet. Ich esse gegrilltes Gemüse und einen Salat. Das erste Mal auf der Reise komme ich auf meine 500 g Gemüse. Dann zieht sich der Weg auf dem E3 ziemlich bis Děčín, hat aber doch noch wunderschöne Highlights zu bieten, ein toller Wegverlauf mit immer wieder Aussichten auf die Labe/Elbe.

IMG_20260927_080922.jpg

Die letzten 2-3 Kilometer durch Děcin sind verkehrsreich und laut und die Lage des dortigen Campingplatzes auch. Obendrüber verlaufen Bahnlinien und ein Autobahnkreuz und die Bungalows sind alle belegt, an meinem tapsen ständig deutsch sprechende junge Damen vorbei. Ich sehe schon, ohne Ohrenstöpsel finde ich da keine Ruhe. Die erste Phase der Pflichten hat schon begonnen: Meine Schlafsäcke und mein Zelt trocknen bereits und die ersten Klamotten sind durchgewaschen. Morgen geht's zum Einkaufen, gegoogelt hab ich schonmal.

IMG_20260927_083418.jpg

Wenigstens ist das Bett bequem.

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Benutzer online (Gesamte Liste anzeigen)

  • Momentan sind keine registrierten Benutzer online

Account

Navigation

Suche

Suche

Configure browser push notifications

Chrome (Android)
  1. Tap the lock icon next to the address bar.
  2. Tap Permissions → Notifications.
  3. Adjust your preference.
Chrome (Desktop)
  1. Click the padlock icon in the address bar.
  2. Select Site settings.
  3. Find Notifications and adjust your preference.