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Ultraleicht Trekking

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Hallo.

Der wahrscheinlich 1000ste Alkoholbrenner hier im Forum.
Ich habe schon etliche gebaut und verschiedenste Designs probiert, aber dieser ist so gut geworden, dass er mich nun immer auf Tour begleitet. Daher habe ich mich entschlossen ihn euch mal vorszustellen.
Er funktioniert auch unter kalten, feuchten Bedingungen, braucht kein Priming, zündet nach ein paar Sekunden und benötigt keinen Topfständer. Er passt super für kleinere Töpfe wie meinen 750ml Toaks Ti Topf, steht gut und ist unverwüstlich.
WP_20160614_031.jpg

 

Prinzip ist der Fancy Feast Stove (Docht Konzept), allerdings wiegt er weniger als die Hälfte als der originale, performt genauso gut und ist einfach aus Standardteilen zu bauen.

Daten:

- Gewicht: 9g (wiegt damit die Hälfte meines Titanlöffels!)
- Boiltime: (300ml kaltes Leitungswasser) 4:55 min
- Flameout time: (30ml Spiritus) 16:06 min

Was braucht man?

- 355ml Getränkedose (den Bodenteil)
- Redbull Dose (Das obere Teil, ohne die Deckelfläche)
- Streifen Kohlefaser-Filz als Dochtmaterial

WP_20160614_001.jpg

Wichtig!:
- Am unteren Rand des Innenteils 8 gleichmäßig verteilte Kerben von 5mm Höhe schneiden (dadurch wird der Sprit nach außen in den Docht gezogen und sonst passt die innere Dose nicht rein)
- Unter dem oberen Rand des Innenteils Löcher reinbohren, damit der entstehende Druck rauskann und es den flüssigen Spiritus nicht über den Dochtrand drückt (sonst brennt alles außenrum).

 

So. Nun viel Spaß damit und LG
Paule

 

WP_20160614_039.jpg

WP_20160614_040.jpg

WP_20160614_036.jpg

bearbeitet von LesPaul

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Naja der Fancy Feest Stove (Zelph) hat 21g, der hier nur 9 bei mehr oder weniger gleicher Leistung,

Der traditionielle Catcan Stove mit ohne alles und nur Löchern ist in der Effizienz schlechter und er brennt zur Seite, nicht nach oben, was bei kleinen Töpfen schlecht ist, da sie hauptsächlich an der Seite warm werden.
Außerdem ist der sehr windsensibel.

Hier das Flammenbild:

Fancy beast.PNG

Geht schön nach oben und macht den Topf von unten heiß, dabei wenig Windanfällig (für nen Alk-Stove).

 

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na dann bin ich ja beruhigt
- mein Topf ist breiter als der catstove, den ich ja entsprechend kleiner wählen kann
- Ti Folie als Windschutz hab ich bei nem Alkstove eh dabei

und so viel schlechter ist die Effizienz meine ich nicht, da gab's doch mal einen endlosen Vergleichsthread irgendwo...

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Das sieht gut aus, durch die unterschiedlichen Durchmesser der beiden Dosen mit dem Filz dazwischen auch sicher viel weniger Gefummel beim Zusammenstecken als bei den "herkömmlichen" bei den Ober- und Unterteil den gleichen Durchmesser haben.

2 Fragen:

  1. Wie viele Löcher zum Druckausgleich hast Du in den oberen Teil gebohrt ?
    Ich erkenne eines. Du schreibst jedoch "Löcher" (Mehrzahl) bohren.
  2. Könntest Du bitte mal einen Link zu dem verwendeten Carbonfilz z.B. auf Amazon posten ?
    Da gib es so viele in verschiedener Stärke und Dichte.

Würde das Teil echt gerne nachbauen und dann gegen den Toaks Siphon testen :mrgreen:

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vor einer Stunde schrieb TappsiTörtel:

2 Fragen:

 

Genau das von S&P hatte ich auch. Ist ziemlich teuer, aber eine große Matte reicht locker für 10 solche Kocher..

Ich habe oben zwei Löcher reingebohrt.
Gefummel ist es schon etwas mit dem Filz dazwischen, passt aber  =)

 

bearbeitet von LesPaul

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vor 1 Stunde schrieb TappsiTörtel:

Würde das Teil echt gerne nachbauen und dann gegen den Toaks Siphon testen :mrgreen:

Toaks Siphon ist ja so ca. Tetkoba's Capillary Hoop Stove nur aus Ti, wa?
Den zu bauen habe ich nach 5 Versuchen und viel Redbull saufen aufgegeben..
Macht immernoch gelbe Flammen :evil:

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Feines Teil, Paul. Mich wundert es ein wenig, daß dein MFFS schon nach ein paar Sekunden zündet. Ich habe selbst einige MFFS in Verwendung, aber das Anzünden - zumindest kleinerer Mengen von ~10ml Spiritus z.B. für ein Teechen oder nen Pudding - funktioniert bei meinen Brennern nur mit Geduld. Der Carbonfeld-Fleece saugt den Spiritus quasi über die komplette Fläche auf, worauf die groß aufgedrehte Feuerzeugflamme schon lange daran gehalten werden muß, bis der Daumen heiß wird ;-  (

Bei größeren Mengen Spiritus < 15ml gestaltet sich das Anzünden um einiges leichter, da der Carbonfeld-Fleece nahezu voll gesogen ist und sich am Boden noch ein Pfütze befindet. Hier funktioniert das Anzünden sogar mit einem Zündstahl.

Was hat du für Erfahrungen bei geringen Mengen Spiritus in deinem MFFS gemacht? Vielleicht habe ich bei meinen Teilen in der Konstruktion etwas falsch gemacht oder die Physik ist eben so, wie sie ist...?

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vor 2 Stunden schrieb LesPaul:

Toaks Siphon ist ja so ca. Tetkoba's Capillary Hoop Stove nur aus Ti, wa?

Ich denke das entscheidende beim Toaks Siphon ist der extrem enge Spalt zwischen den beiden Wänden, das kriegt man mit Aludosen so nicht hin, schon gar nicht so gleichmäßig. Der Toaks hat bisher von allen von mir getesteten z.T. mit Abstand den geringsten Spritverbrauch. Auch im Vergleich zu Angaben bei Tests von anderen sehe ich immer wieder, dass der Toaks weniger Sprit braucht. Der ist schon verdammt optimal.

Andererseits ist was gutes geMYOGTtes einfach geiler :mrgreen: deshalb will ich den nachbauen, ist ja kein großer Aufwand.

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@ Qn : Wenn Du etwas Spiritus am Rand reintropfen lässt, also quasi von oben aussen auffüllst und dort anzündest gibt es weniger Probleme.

Der Kocher braucht zwar eine kleine Zeit bis er rundherum brennt, aber der Brennstoff wird ja nicht vergeudet, er heizt schon mal vor.

 

PS: Immer wieder erstaunlich wie ähnliche gebaute Kocher unterschiedlich gut funktionieren.

Der erste, quick and dirty Nachbau eines ähnlichen Kochers (Lidl-Brotaufstrich Dose, mit Axe dosenboden als Inneteil und 2Lagen Carbonfelt) wiegt 27gr und verbraucht 11gr Sprit für eine grosse Bialetti-Espressokanne. Der Nachbau mit ner 1,5 cm hohen Coladosenboden und aus Faulheit nur den Blechstreifen des Dosenmittelteils als Innenrohr verwendet, mit ebenfalls 2 Lagen wiegt 8,71 gr und braucht 13gr Sprit.....

Sachen gibts!

bearbeitet von Bluebalu

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vor 42 Minuten schrieb QuasiNitro:

Ich habe selbst einige MFFS in Verwendung, aber das Anzünden - zumindest kleinerer Mengen von ~10ml Spiritus z.B. für ein Teechen oder nen Pudding - funktioniert bei meinen Brennern nur mit Geduld.

Habe es gerade nochmal mit 5ml Sprit versucht (viel weniger macht eh keinen Sinn um was warm zu machen). 

Lässt sich immernoch in der Mitte anzünden (und brennt entsprechend schnell). Durch die Wölbung des Bodens sammelt sich am Rand immer ein bisschen was. Das Filzzeug ist ziemlich gepresst in der Wand und saugt wahrscheinlich deswegen nicht so viel auf..

 

vor 12 Minuten schrieb TappsiTörtel:

Der ist schon verdammt optimal

Und ist einfach mal wieder ziemlich hübsches Titanspielzeug, wovon man ja eigentlich nie genug haben kann =)

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vor einer Stunde schrieb QuasiNitro:

Mich wundert es ein wenig, daß dein MFFS schon nach ein paar Sekunden zündet. Ich habe selbst einige MFFS in Verwendung, aber das Anzünden - zumindest kleinerer Mengen von ~10ml Spiritus z.B. für ein Teechen oder nen Pudding - funktioniert bei meinen Brennern nur mit Geduld

 

So. Hier mal mit ca 9 ml Sprit:

 

 

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vor 11 Minuten schrieb TappsiTörtel:

Super, da zieht Dein Teil mit dem Toaks Siphon gleich. Unterschied ist, dass Deiner rundrum brennt, der Toaks aus den einzelnen Jets.

War das in kaltem Zustand oder hatte er vorher schon gebrannt ?

Ne der kam so aus der Campingkiste, also alles Raumtemperatur.

 

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vor 3 Stunden schrieb Bluebalu:

@ Qn : Wenn Du etwas Spiritus am Rand reintropfen lässt, also quasi von oben aussen auffüllst und dort anzündest gibt es weniger Probleme.

Der Kocher braucht zwar eine kleine Zeit bis er rundherum brennt, aber der Brennstoff wird ja nicht vergeudet, er heizt schon mal vor.

Da hast du recht. So habe ich es dann auch immer gemacht. Allerdings saugt das 4mm Carbonfelt schon ordentlich und man muß ziemlich fix mit dem anzünden danach sein, sonst ist der Spiritus ratzfatz in den unergründlichen Untiefen des Carbonfeld-Kosmos verschwunden ;-  )

 

vor 3 Stunden schrieb LesPaul:

Habe es gerade nochmal mit 5ml Sprit versucht (viel weniger macht eh keinen Sinn um was warm zu machen). 

Lässt sich immernoch in der Mitte anzünden (und brennt entsprechend schnell). Durch die Wölbung des Bodens sammelt sich am Rand immer ein bisschen was. Das Filzzeug ist ziemlich gepresst in der Wand und saugt wahrscheinlich deswegen nicht so viel auf..

Ich schätze mal, daß dein verwendeter Filz eine geringere kapilare Eigenschaft besitzt (wie du es schon angerissen hattest), sich zwar voll saugt und den den Spiritus nach oben transportiert, aber wahrscheinlich nicht so schnell wie der Carbonfelt und somit am Boden eine kleine Pfütze zum anzünden beläßt. Uff, was'n Satz. Erkärstemalmodus. Hehe.

Unterm Strich scheint dein Filz ziemlich nahe am Optimum zu sein. Hmmm, hast du mal beobachtet, wie lange der Filz braucht, um die gesamten 10ml =der mehr) aufzusaugen, wenn er es denn macht...?

 

vor 3 Stunden schrieb LesPaul:

So. Hier mal mit ca 9 ml Sprit:

Das ist mal'n Benchmark! Da sieht man mal, daß es immer noch ein Quäntchen besser, schneller und effizienter geht. Danke fürs machen und zeigen!

 

bearbeitet von QuasiNitro

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vor 42 Minuten schrieb QuasiNitro:

Das ist mal'n Benchmark! Da sieht man mal, daß es immer noch ein Quäntchen besser, schneller und effizienter geht. Danke fürs machen und zeigen!

Gernegerne...
Man kann ihn wohl immer in der Mitte anzünden, da mein Filz einfach nicht bis ganz nach unten geht. (erstes Bild ganz oben)
Deswegen bleibt unten im Ring um die Bodenwölbung immer was zum Anzünden drin. Verwende ja auch den normalen Carbonfelt von Sackundpack.

 

vor 3 Stunden schrieb TappsiTörtel:

Da zieht Dein Teil mit dem Toaks Siphon gleich

Schön, aber ich schätze der dürfte mehr Power haben - wobei das hier zum Wasserkochen auch reicht =)

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Danke fürs Teilen. Werde das mal mit einem leicht auf Compress gewählten Durchmesser nachbauen.

Vermutlich stimmt deine Annahme, dass es vorteilhaft ist, dass das CF nicht bis unten reicht.

Es gibt allerdings auch einen Nachteil des CFs: Nicht verbrauchten Alkohol kannst du in einem normalen Capillary Stove zurückschütten. Mit CF geht das nicht. :-(

bearbeitet von Stromfahrer

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vor 2 Stunden schrieb Stromfahrer:

Danke fürs Teilen. Werde das mal mit einem leicht auf Compress gewählten Durchmesser nachbauen.

Edit:

Das hört sich bei vielen so an als könnte man das einfach zusammenstecken.
Das ganze ist Modell Presspassung!

Man legt zuerst den Filz höchstens 1cm tief in das Außenteil ein, arbeitet dann die innere Dose bis sie aufsteht nach unten rein und stopft dann mit einem Schlitzschraubendreher o.ä. den Filz in den Schlitz nach unten. Danach bewegt sich nix mehr und es sitzt fest. Das ist schon ein bisschen Gefummel. Ich würde die Durchmesser auf keinen Fall noch ähnlicher machen, sonst kriegst du es nicht mehr zusammengebaut (zumindest mit den dünnen Dosen nicht, die innere wird sonst beim Einsetzen verbeult).
 

vor 2 Stunden schrieb Stromfahrer:

Es gibt allerdings auch einen Nachteil des CFs: Nicht verbrauchten Alkohol kannst du in einem normalen Capillary Stove zurückschütten. Mit CF geht das nicht. :-(

Stimmt, den muss man immer komplett ausbrennen lassen. Aber mit ein bisschen Übung kreigt man die eingesetzte Spritmenge ganz gut dosiert - ggf könnte man auch mit einem Lackstift innen Markierungen für 10, 20 ml usw  machen..

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      Thomas
       
       
       
       
    • Von ys76
      Hallo Welt!
      da bei uns nur noch der Bushbuddy und ein Dosenkocher zum Einsatz kommen, duerfen folgende Dinge gehen:
      mKettle -- 438g -- 40,00€


        Vargo Triad XE Titan (fuer Esbit und Spiritus)  -- 19,00€
      50g (Esbit / Topfstaender)
      72g (Topfstaender mit Spirituseinsatz)


        Vargo Hexagon TI -- 128g -- 50,00€


        Titan Holzkocher -- 140g -- 40,00€
      (Vielleicht kann uns ja einer der Forumsteilnehmer sagen, um welchen Kocher es sich handelt - Wir wissen es nicht mehr!)



        Alle Kocher sind gebraucht, wie auf den Bildern auch ersichtlich ist. Die Preise verstehen sich zuzueglich Versand (DHL). Fehlerhafte Gewichtsangaben sind kein Rueckgabegrund
      Auch hier schreibe ich mal nicht zu den Bildern - Es sollte ja offensichtlich sein, woher sie stammen....








    • Von Andreas K.
      Ein Beispiel für die Trageriemen findet man hier: 
       
      Präambel: Die im folgenden beschriebenen Schulterträger sind darauf ausgelegt, dass sie in einem Winkel von 20° am Rückenteil eines Rucksacks angesetzt werden. Der Ansatz beträgt 3cm, der Abstand der Schulterträger zueinander 7-8cm.
      Die Schablonen finden sich im Anhang.
      1) Die Teile der Schulterträger auf rechter Seite des Stoffes der Decklage bzw. auf rechter Seite des Polsters anzeichnen. Der rote Strich längs diagonal auf der Schablone entspricht der gewünschten Ausrichtung bzgl. des Musters auf dem gewählten Material. Die kurzen roten Striche mit Pfeilmarker quer diagonal markieren Einschnitte an Decklage bzw. Polsterung. Die Nahtzugaben auf den Schablonen sind bereits inkludiert.

       
      2) Die beiden Teile eines Trägers rechts auf rechts, von der unbeschnittenen Seite ausgehend, bis zur Schnittmarke mittels Steppnaht (rote kleingestrichelte Linie) vernähen. Die Nahtzugabe beträgt 1cm.

       
      3) Die zwei unteren Ecken und den Überstand der Decklage oben zurückschneiden.

       
      4) Träger auf rechts drehen, dabei Ecken sauber ausformen.

       
      5) Eine „scharfe Kante“ zwischen Decklage und Polster abstecken, anschließend den Träger parallel zur Kante, ca. 4mm, von der unbeschnittenen Seite ausgehend bis zur Schnittmarke (ggf. umgekehrt) absteppen (rote kleingestrichelte Linie Außen).
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      Im Anschluss die gedachte endgültige Kante auf der beschnittenen Seite, 8cm parallel zur Unbeschnittenen, mit einem lösbaren Heftstich abnähen (blaue großgestrichelte Linie).

       
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      8) Dann muss nur noch die gedoppelte Polsterung ca. 2mm parallel zu den innen liegenden Kanten und einmal längsmittig zwischen den Rändern abesteppt werden (rote kleingestrichelte Linien). Zum Schluss werden nur noch die Heftnähte (blaue großgestrichelte Linien) gelöst, und fertig ist der Schulterträger.

       
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