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Ultraleicht Trekking

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@wilbo bat (halbernst) um einen Bericht über die Brauchbarkeit dieses wirklich leichten und preisgünstigen Packrafts (wenn man es so titulieren darf). Erste Eindrücke sammele ich hoffentlich am Wochenende. Aber vorab schon mal ein Bild davon, wie der Rucksack für eine drei- bis fünftägige Tour bei berechenbar warmem Wetter aussehen könnte. Das Gewicht beträgt etwa 7,5 kg, enthält aber bereits die Consumables (außer Wasser). Es ginge sicherlich ein bisschen leichter - bspw. ist ein 700g Lunar Solo als Zelt mit eingepackt. Die aufblasbare Auftriebsweste wiegt nur 215 g, das Paddel allerdings rund 1,1 kg, das Boot selbst 1,2 kg mit Sitz und Pumpsack. Dabei sind neben dem üblichen Trekkingzeugs auch Crocs, Badehose und Neoprensocken, ein paar andere wasserspezifische Dinge und einige, die der nur mittleren Größe des Rucksacks (GG Kumo) geschuldet sind... als Wasserbehälter zum Beispiel die Water Cat von Ortlieb (satte 110 g, aber zum Umgurten). Insgesamt läppern sich die Quellen des Mehrgewichts auch bei diesem leichten Boot schnell - und bei einem größeren müsste unweigerlich ein anderer Rucksack eingesetzt werden. 

Und nochmal mein Disclaimer: Wenn das Ding so gar nichts taugt, höre ich auf die Experten und kaufe mir ein richtiges. :-) 

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Ach ja, und dann gab's noch das Probeaufblasen im Wohnzimmer. Wie ich schon im Vorfreude-Thread schrieb: 

Der Stoff wirkt wirklich ziemlich robust. Das Gewicht im Packsack beträgt ziemlich genau 1,2 kg - Sitz eingeschlossen, da integriert. Das Aufpumpen ist in fünf Minuten erledigt. Es kommt beim Aufpumpen oft zu der (auf vielen Bildern in Reviews gezeigten) Verformung des aufgepumpten Bootes an Land, zumal unbemannt. Setzt man sich rein, behebt sich das Problem großenteils automatisch (im Wasser Berichten zufolge ganz... ich probierte es ja bislang nur auf dem Teppich). Entleert und wieder verpackt ist das Boot im Handumdrehen.

 

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Für eine Tagestour gepackt wird der Rucksack natürlich wesentlich leichter, wirkt aber nicht unbedingt viel leerer - es fliegt was raus, doch kommt auch was dazu. Diesmal ist ein Helm dabei (man kann ja mal gucken, was das Boot schlimmstenfalls könnte ;-) ) sowie ein richtiges Strandhandtuch (warum eigentlich nicht?).  Trockene Ersatzkleidung muss auch für die Eintagestour dabei sein, Regensachen der Vollständigkeit und des Beispiels halber auch. Ein paar weitere Luxus-, aber auch Sicherheitseinfälle (Feststoffweste) bringen das Gewicht dann auf 5,1 kg... die sind aber natürlich sehr gut zu tragen (und eher maximal als UL-mäßig gepackt). 

... und dann einfach durch die Felder zur Sieg schlendern (wäre sie nicht mal wieder halb leer, weshalb Bus und Bahn bemüht werden müssen, um irgendeinen anderen nahen Fluss zu erreichen). Das könnte man ja eben mal kurz am frühen Abend machen, anders gesagt: ziemlich oft. Falls sich das Boot bewährt!

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Also...

+ Das Boot hält dicht, kann Bodenberührung gut ab und verträgt auch bewegteres Wasser (ein paar etwas ruppigere Stellen gab's ja).
+ Kentern wäre im Normallfall fast ein Kunststück ( @wilbo... weshalb ich zum Wiedereinstieg mit der Billigweste auch noch nichts sagen kann).
+ Dieses Packraft ist sehr, sehr wendig und deshalb auch...
- ... relativ langsam. Die Spurtreue ist recht mäßig, was zu einer Art Drosselung führt. Kraftvolleres Paddel führt ab irgendeinem Punkt nur zum verstärkten Zickzack, erhöht die Geschwindigkeit deshalb kaum. (Man kommt trotzdem voran.)
- Es schwappt in den welligeren Passagen natürlich Wasser rein. Da fehlt nicht nur eine Spritzdecke. Auch ist der Boden recht hoch aufgehängt - nämlich mittig an den Schläuchen. Das LWD kann man daher eigentlich umdrehen - die blaue Seite eignet sich (bis auf die Position der Ventile) ebenso gut als Oberseite wie die orangefarbene; denn sie sind 'topografisch' identisch. Dadurch wirken die Schläuche natürlich flacher, als sie in Wirklichkeit sind... und sie benehmen sich auch so. Aber allzu viel Wasser passt ja gar nicht ins Boot ;-) und weiterfahren kann man immer, ruhig sogar bis zur nächsten gewollten Pause (und dann erst auskippen). 

Fazit jedoch: Man braucht recht warmes Wetter, um stundenlang in Shorts zu paddeln, weil sie ja nass werden. Oder man trägt eben Neopren. Dann ist auch alles prima... bis auf die Tatsache, dass man anschließend einen (zumindest unterhalb der Taille) nassen und entsprechend schweren Neoprenanzug im Rucksack hat. Damit ließe sich erst einmal nur beschwert weiterwandern.  

Ergo:

  • Entweder es ist bombig heiß - und dann ist auch in Normalkleidung alles egal.
  • Oder man hält die Flusspassagen etwas kürzer.
  • Oder man trägt Neopren (je nach Temperatur in unterschiedlichen Ausführungen). Dann kann man lange paddeln, muss den Anzug (oder Longjohn... was auch immer) aber erst ordentlich trocknen, bevor man mit leichtem Rucksack weiterwandern kann. Was sich da natürlich ggf. anböte: die einzige und gesamte Paddelpassage an den Schluss einer Mehrtagestour zu legen.

Insgesamt bin ich eigentlich sehr zufrieden. Recht viel Packraft zu einem wirklich günstigen Preis. :-) 

 

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vor 12 Minuten schrieb martinfarrent:

Die Spurtreue ist recht mäßig, was zu einer Art Drosselung führt. Kraftvolleres Paddel führt ab irgendeinem Punkt nur zum verstärkten Zickzack, erhöht die Geschwindigkeit deshalb kaum. (Man kommt trotzdem voran.)

Hallo Martin!

Kannst du das LWD in diesem Punkt mit anderen Packrafts vergleichen, oder ist es dein erstes? 

mfg

der Ray 

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vor 13 Minuten schrieb derray:

Kannst du das LWD in diesem Punkt mit anderen Packrafts vergleichen, oder ist es dein erstes? 

Ist mein erstes Packraft. Ich kenne ja einen Mit-Mod, der unweit von mir wohnt. Auf sein Urteil bin ich gespannt. Allerdings wiegt er mehr als ich, wodurch das Erlebnis bei ihm anders ausfallen könnte. 

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vor 13 Stunden schrieb derray:

Ich auch! :-D

Mein unmittelbarer Vergleich ist mit meinem Schlauchkanadier (2+ Personen), mit dem ich die Strecke neulich gefahren bin.

Der ist nicht nur schneller, sondern trotzdem auch gemütlicher. Da kann man sich in den ruhigen Passagen auch mal fast passiv treiben lassen. Im LWD geht das nicht so gut, weil man den Kurs wirklich ständig korrigieren muss... kontemplative Ruhe tritt da nicht ein. Die schnelleren und ruppigeren Teilstrecken machen also deutlich mehr Spaß als die langsamen... wo man zudem die 'Drosselung' verstärkt merkt, wenn man mal Strecke machen will.

Will sagen, @derray: Ein Boot für sehr ruhige Flüsse oder gar Seen ist das LWD merkwürdigerweise eher nicht. Jedenfalls vom Befriedigungsfaktor her nicht. (Was aber jetzt nur mein Novizeneindruck ist.)

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vor 3 Stunden schrieb Cullin:

Das Ding hat ja auch einen mächtig breiten "Hintern". Klappt da das Paddeln überhaupt oder klemmt die Hand ständig zwischen Paddel und Boot?

Man hat quasi auch zwei Paddelpositionen: aufrecht (aktiver) und halb liegend. Mit einem 230 cm Paddel ging das ganz gut. Manchmal reibt man die Bootswand, nicht oft. 

Wenn man sich in leichter Strömung völlig treiben lässt, dreht sich das Boot übrigens gern um und richtet den breiten Hintern nach vorne aus. Womit ich bezüglich der Spurtreue noch experimentieren muss: Rucksack auf dem Bug festmachen (ich hatte ihn zwischen den Beinen). Ein MTB-Fahrer berichtet, dass sich das Boot sogar besser fährt, wenn er vorne seine Bike-Teile anbringt.

Ach, und zum Paddel noch: Auf einem durchgehend ruhigen und ausreichend tiefen Fluss könnte man vermutlich genauso gut ein UL-Paddel nehmen und bis zu 700 g sparen. Solche Paddel dürfen (wie ich lese) den Boden ja nicht allzu unsanft berühren und bringen aufgrund ihrer kleinen Blätter nicht viel Power... aber viel Power kriegt man in den ruhigen Passagen auch gar nicht investiert, wie ich ja oben schrieb (Drosselungseffekt).  

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vor 7 Minuten schrieb martinfarrent:

Wenn man sich in leichter Strömung völlig treiben lässt, dreht sich das Boot übrigens gern um und richtet den breiten Hintern nach vorne aus.

Das ist interessant!
Wenn ich mich recht erinnere, sind Rumpfformen mit Breitem Bug, die zum Heck hin schmal auslaufen, strömungsdynamisch günstiger.
Wir empfinden solche Formen nur nicht als besonders schön.

vor 11 Minuten schrieb martinfarrent:

Auf einem durchgehend ruhigen und ausreichend tiefen Fluss könnte man vermutlich genauso gut ein UL-Paddel nehmen und bis zu 700 g sparen.

Vom Gewicht und der Funktion her scheint das Boot ja durchaus für Flussquerungen ideal zu sein.
Auf Tour müsste man nur noch einen sinnvollen und leichten Kälteschutz haben...

VG. -wilbo-

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vor 2 Stunden schrieb wilbo:

Vom Gewicht und der Funktion her scheint das Boot ja durchaus für Flussquerungen ideal zu sein.
Auf Tour müsste man nur noch einen sinnvollen und leichten Kälteschutz haben...

... der ja immer auch gleich Nässeschutz sein müsste (außer wenn's draußen richtig warm ist - aber dann brauchste ja keinen Kälteschutz). Womit das Problem des Mehrgewichts von Stoffen wie Neopren im nassen Zustand zentral würde.

Meine Laiengedanken dazu...

Für kurze Einsätze bei etwas kühlerem Wetter und ohne große Kenterungsgefahr könnte eine lange Regenhose glatt reichen, beim Waten aufgekrempelt (eine Regenshorts oder ein Kilt dürften bei kühlerem Wetter fast immer zu wenig sein... die Nässe staut sich ja hinten im Boot, kann aber soweit reichen, eine Shorts zu unterspülen).

Für längere Paddelpassagen bei kühlerem Wetter und ruppigerem Wasser käme eher eine Trockenhose in Frage (gibt's eigentlich leichte?). Auf einer Tagestour müsste mein Neopren-Shorty genug sein... ggf. noch T-Shirt und lange Regensachen drüber ziehen. Je kühler es dann draußen und im Wasser würde, desto eher fiele die Wahl auf einen langen Neoprenanzug als untere Schicht.

Wenn's dann richtig kühl wäre, würde ich für Tagestouren meinen langen Neoprenanzug anziehen und die (bei mir bislang nicht vorhandene) Trockenhose noch drüber tragen. In dieser Kombination würde ich sogar im Dezember paddeln gehen. Das Neopren wäre ja nur für den echten Notfall der Kenterung da. Ausreichend warme und trockene Kleidung zum Umziehen ist sowieso im Rucksack (und darin noch im wasserdichten Packsack des Boots) verstaut. Und wenn ich dann noch richtig paranoid wäre, nähme ich womöglich noch den ME UL-Bivy mit... zum Aufwärmen an Land. ;-) 

Man sieht: Überlegungen für die Tagestour lassen sich ziemlich leicht anstellen. Sie gelten ja dann fast gleichermaßen für eine Mehrtagestour, bei der nur am Ende gepaddelt würde. Für eine richtige Hybridtour (abwechselnd wandern und paddeln) wird's schwieriger, außer im Sommer.

Einen Kompromiss könnten in vielen Situationen diese Schnorchel-UV-Sachen darstellen. Ich habe T-Shirt und lange Badehose (Bermuda, nur enger) mit einer ganz dünnen Neoprenschicht.

Ach ja... und die Füße! Gestern waren's ca. 18°C, als ich meinen Kurztrip nach 2,5 Stunden beendete. Zu wenig warm waren zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon 2 mm Neoprensocken (natürlich nass) in der Kombination mit offenen Sandalen. Crocs hätten die Wärme in Verbindung mit den Socken besser gestaut. Zusätzlich hätten 3 mm wohl nicht geschadet. 

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vor 2 Stunden schrieb derray:

Das LWD mit einem 2er Canadier zu vergleichen ist ja schon wegen der reinen Länge hinfällig. 

Klar... aber der subjektive Vergleich lag ja nahe, weil ich beide Boote so kurz hintereinander im (praktisch) selben Flussabschnitt gefahren war.

 

vor 2 Stunden schrieb derray:

Warum hast du dich eigentlich für das LWD entscheiden und nicht, zum Beispiel, für ein Supai?

Der Stoff ist robuster: 210 D beim LWD,  75 D beim Supai... beides Polyester. Außerdem soll das LWD wildwassertauglicher sein, und man kann die Beine besser ausstrecken. Das Supai ist dafür natürlich noch leichter, hat aber keinen Sitz.

Außerdem kommt auch der ULer mit dem LWD in den Genuss von Campingluxus. An Land wird aus dem LWD eine außerordentlich bequeme Liege zum Lesen, Träumen usw.. :-) 

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vor 49 Minuten schrieb martinfarrent:

Für kurze Einsätze bei etwas kühlerem Wetter und ohne große Kenterungsgefahr könnte eine lange Regenhose glatt reichen...

Dazu noch: Nass wird's wohl irgendwann in jedem offenen Packraft. Beim LWD wird der Spannungsbogen nur nicht so überreizt. :-) 

Vom Preis- und Gewichtsunterschied zu der sicherlich besseren, aber auch schwereren Konkurrenz kann man sich allerdings ein ziemlich breitbandiges Kleidungsarsenal zulegen... je nach Bedarf.

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Kurz meine Erfahrungen aus dem Kajakbereich.

Neopren ist für mich eher eine Sommerbekleidung oder wenn man danach eine beheizte Trocknungsmöglichkeit hat.
Bei Rettungsübungen im Herbst haben sich die Neopren-Kandidaten immer stark überwinden müssen, um sich am nächsten Morgen ins nasse, klamme Zeug zu pellen. :mrgreen:
Einmal ist mir im Oktober eine Neopren Spritzdecke über Nacht Brett-steif gefroren.

Ab einer gewissen Wassertemperatur braucht es dann dickere Materialstärken, was wiederum schwerer wird und mehr aufträgt. Auch ist der muli-use Effekt bei diesem Material echt begrenzt.

Da ich bei Packrafting-Wanderungen davon ausgehe, Gebirgsflüsse queren zu müssen, schätze ich die Wassertemperatur auf unter 10 Grad. Damit hätte ich ohne Kälteschutz ca. 10 Min. Zeit um nach dem Kentern aus dem Wasser zu kommen, bis ich meine Hände nicht mehr kraftvoll einsetzen kann.

Für mich kommt da eigentlich nur ein Trocki infrage, der dann allerdings recht leicht sollte. (Leider teuer) Vielleicht könnte man mit dem Anfibio SplitSuit die Regenkleidung ersetzen... https://www.packrafting-store.de/Clothing/Anfibio-SplitSuit::705.html

OT: Im Ganzen ist diese Packrafting Nummer mit einem immensen Gewichtszuwachs verbunden, sodass man sich schon genau fragen sollte, ob man den Krempel wirklich braucht.

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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Das hier wäre wohl mein Boot, wenn ich die Macken mit dem Geradeauslauf in ruhigeren Passagen mildern wollte (in etwas wilderem Wasser stören sie mich ja weniger):

https://www.packrafting-store.de/Packrafts/Universal/Anfibio-Delta-MX::735.html

Allerdings gut 800 g schwerer als das LWD und auch ca. € 450 teurer als der deutsche Normalpreis für das Klymit.

Wollte ich tagelang auf einem ruhigen Fluss unterwegs sein, wäre das Mehrgewicht sicher lohnend. Was jetzt nicht heißen soll, dass das Delta nicht auch in Wildwasser überlegen sein könnte... das weiß ich nicht, vermute es aber.

 

 

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vor 53 Minuten schrieb martinfarrent:

Wollte ich tagelang auf einem ruhigen Fluss unterwegs sein, wäre das Mehrgewicht sicher lohnend. Was jetzt nicht heißen soll, dass das Delta nicht auch in Wildwasser überlegen sein könnte... das weiß ich nicht, vermute es aber.

Du willst jetzt aber nicht Deine Luftmatraze mit Sitzkuhle mit einem normalen Packraft vergleichen ? :-D

Da hast Du durch vernuenftige Bordwaende bzw Schlaeuche einen festen Sitz, brauchst nicht das Gepaeck mit den Beinen festzuhalten, da es vorne quer an Befestigungslaschen auf den Bug geschnallt wird, nen vernuenftigen Sitz mit Rueckenlehne, statt einem einfach beschichteten Polyester ein doppelt beschichtetes Nylon und eine Bootsform, dass Du auch noch was Anderes machen kannst, als Dich etwas Paddelunterstuetzung treiben zu lassen und sitzt deutlich trockener.

So ein Spassteil hat klar seine Berechtigung, rel preiswert (ist ja schon teurer als eine Luma oder ein Supermarkt-Schlauchi) man kann fuer den Preis bestimmt eine Menge Spass auf ruhigen Fliesgewaessern (wie eben diesem unteren Teil der Sieg, den Du gepaddelt bist) oder kleineren Seen haben, der Hersteller schreibt ja auch klar " We recommend the LWD for conditions of mild flat water to small waves." aber zu einem Delta liegen da imho Welten zwischen und von da zum Adventure und von da aus zu solchen Teilen wie dem Alligator (pro)....

Aber jeder geht bzw paddelt seinen Weg, es sind ja auch schon Leute mit dem Tretboot ueber den Atlantik...:)

Ich bin da schon sehr gespannt drauf, wenn wir gemeinsam die Lippe paddeln und freue mich da speziell auf die ersten 30 km vom Lippesee, da ist ein bisschen Entertainment, ich paddele auch gerne zuerst die Wehre usw, dass ich Deinen Kram wieder einsammeln kann :-D
Aber wer weiss, ich haette auch normalen Packrafts nie das zugetraut, was sie koennen und fuer jemand mit ner PE-Wildwasser-Spielschuessel ist das wahrscheinlich voellig unverstaendlich, wie man sich mit so einer Gummiwurst auf bewegtes Wasser trauen kann :)


 

 

 

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Nochmal: Ich finde die Schwächen des LWD offenbaren sich eher in sehr ruhigem Wasser und nicht, wenn es etwas bewegter zugeht. 

Das klingt jetzt wie das Gegenteil der von dir, @khyal, zitierten Herstellerempfehlung... weshalb ich meine Äußerung zumindest ein bisschen relativieren muss: Ab einer bestimmten Heftigkeit wird das Ding natürlich versagen. 

Aber bis dahin darf das Wasser ruhig richtig Spaß machen (siehe obiges Video, das erste) ... und an einem stillen See würde ich es vermutlich gar nicht erst auspacken. Die gestrige Strecke enthielt zu wenige schnellere Passagen, keinesfalls zu viele. Wie ich @derrayschon schrieb: Wenn der Strom zu gemächlich wird, kommt weder richtige Ruhe auf, noch kriegt man das Gefühl, kraftvoll Strecke machen zu können.  Meditativ treiben lassen funktioniert bei den ständig notwendigen Kurskorrekturen eher eingeschränkt... und das Tempo lässt sich andererseits nur begrenzt steigern.

 

vor 3 Stunden schrieb khyal:

... da es vorne quer an Befestigungslaschen auf den Bug geschnallt wird...

Auch das LWD hat Laschen - sechs an der Zahl. Der Sitz ist allerdings bescheiden - da hast du Recht. 

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