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Ultraleicht Trekking

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vor 12 Stunden schrieb questor:

OT: vielen Dank für die jugendfreie Assoziation des Sockens in diesem familienfreundlichen Forum :D

OT: Jugendfrei assoziiert oder nicht - der lockere Sitz wäre so oder so ein bisschen suboptimal, oder? :-) 

Ansonsten, die Cartier-Version für mich und andere MYOG-Versager: https://zpacks.com/products/trekking-pole-cup?variant=9486851178532

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Nochmal zum Gewicht der Gesamtausrüstung beim Packrafting... speziell jetzt für das Klymit Litewater Dinghy, aber auch ansonsten hoffentlich aufschlussreich.

Ich fand es nämlich interessant, konkrete (wenngleich etwas gerundete) Gewichte für unterschiedliche Fälle aufzulisten. Wohlgemerkt: bei einem der leichtesten Boote, die es zu erwerben gibt, aber unter Berücksichtigung aller Dinge, die fallweise und über das ganze Jahr betrachtet notwendig sein könnten. Die Aufstellung basiert auf Ausrüstung, die ich schon für andere Zwecke angeschafft hatte - oder inzwischen zweckgerichtet besitze.

Manches Teil für kalte Bedingungen ginge sicher leichter (insbesondere, wenn man sich zum Kauf eines leichten Trockenanzugs überwinden könnte). Marginal leichteres Schuhwerk ließe sich ebenfalls finden. Aber ich brauchte beim Neoprenschuh eine bestimmte Übergröße, die noch Platz für (Neopren-)Socken lässt. Bei einem etwas leichteren Modell fand ich diese Größe nicht. Signifikant leichtere (UL-)Paddel werden in diesem Thread besprochen, ebenso ihre Beschränkungen. Einsparbar sind bei entsprechendem Einsatz bis zu 700 g (sogar noch etwas mehr). Ebenso gibt es ja 'mittelleichte' Paddel, die es vielleicht an Robustheit mit dem aufgelisteten Moll Playa aufnehmen können - leider aber nur für sehr viel Geld

Bei allen aufgeführten Ausrüstungsstücken geht es um Zusatzausrüstung - zusätzlich also zum Gear, das man beim Trekking sowieso dabei hat (warum dazu die Regenkleidung zählt, wird weiter unten erläutert).

Und nochmal mein Disclaimer: Ich bin Packraft-Novize! Macht mich gerne auf Fehler aufmerksam.

Unbedingt notwendig (Grundausstattung):      

  • Boot und Pumpsack                  1200 g
    (LWD mit Sitz):                          
  • Paddel (Moll Playa):                    1100 g
  • Crocs (Clones) oder                    260 g / 300 g
    Neoprenschuhe
    (übergroß):

 Gesamt:             2560 g / 2600 g

 

Bei etwas kühlerem Wetter dazu:

  • Regenhose:                    170 g
    (übergroß):               
  • Neoprensocken             100 g
  • (2mm)

Gesamt:            270 g

 

Frühjahr/Herbst zusätzlich (mindestens):

  • Neopren-T-Shirt:               260 g
  • u.U. Regenjacke                180 g

 Gesamt:          440 g                          

 

ggf. Sicherheitsausrüstung:

  • Auftriebsweste                      270 g
    (aufblasbar) mit
    Sicherheitsmesser
    und Pfeife:
  • Festoffweste mit                   455 g
    Sicherheitsmesser
    und Pfeife:
  • Helm                                       400 g
  • evtl. (?) Kletterhelm              225 g 
    Petzl Meteor, weil

    leichter/kühler:
  • ME UL-Bivy (für sehr             100 g
    kalte Tage, Notfall-
    vorsorge):            

 

Wärmere Zusatzoptionen (kühle Sommertage/Spätherbst/Winter/Frühjahr):

  • Neoprensocken                      170 g
    (3mm):           
  • Neoprenhand-                        110 g
    schuhe (3mm):
  • Neoprenkopf-                           40 g
    haube (Triathlon):                        
  • Neopren-Shorty (3mm)          780 g
  • Neopren-Langanzug                1020 g
    (3mm):
  • Shorty + Langanzug:               1800 g
  • ditto + Neopren-T-Shirt:           2060 g
  • STS Pocket Towel                    115 g
    Large: 

 
Man sieht zwar, dass ich bei leidlich warmem Wetter und Wasser (dann aber kein WW) 'nur' 2560 g an Zusatzgewicht einrechnen muss, damit aus einer Wander- eine Hybridtour wird. Auf der anderen Seite jedoch: Das Wärmste und Sicherste, was ich wilderem Wasser im Januar (aus vorhandenen Ausrüstungsstücken) entgegenwerfen könnte, wöge insgesamt knapp 6,37 kg (den Bivy mal weglassend ;-) )!!! 

Na ja... selbstredend geht es, wie bereits gesagt, im Kalten mit einem Trockenanzug etwas leichter. Habe ich aber nicht - und so ein Anzug kostet auch erheblich. Das Packrafting Store bietet welche an, die mir im Vergleich leicht vorkommen: hier für € 419 - 800 g in der Größe L (die aber nur bis 180 cm reicht und mir zu kurz wäre).  Zwar nicht wirklich viel schwerer, aber viel(!) weniger atmungsaktiv, gibt es auch eine Basic-Version für € 349. Will man Jacke und Hose schließlich trennen können, gehen bei den Anfibios schon mindestens € 519 und rund 200 g mehr drauf. Der Store spricht zumindest beim zuerst erwähnten PackSuit von "Paddel- und Wanderkleidung in Einem!" - aber will man das wirklich? Beim Basic rät er wegen der geringen Atmungsaktivität hingegen davon ab, im Anzug zu wandern. Vorteil aller guten Trockenanzüge (denke ich zumindest): Selbst bei Kälte könnte man nach einer Kenterung unbeeindruckt weiterpaddeln, während man nasses Neopren womöglich einigermaßen bald (schlimmstenfalls recht rasch) ausziehen müsste... und dann auch trocken kriegen! Nachteil (wie ich mehrfach schon gelesen habe): Wenn Trockenanzüge nicht mehr dicht sind, sind sie praktisch unnütz, weil sie kaum wärmen - was ja eine echt böse Überraschung bieten könnte. Aber wie oft kommt das vor? Weiß jemand diesbezüglich mehr - Neopren vs. Trocki? Klar ist mir zumindest, dass bei Kälte und entsprechend viel Neopren eigentlich sowieso nur noch Tagestouren planbar wären.

(Unterm Strich würde ein Trockenanzug mit ca. 900 g bei mir in den kälteren Monaten je nach Temperatur bis zu 1500 g einsparen - meine beiden Neoprenanzüge, das Neopren-T-Shirt und das Regenzeug würden redundant... und kältestenfalls trüge ich diese Sachen ja ansonsten alle. Das Gewicht der Maximalausrüstung könnte also auf 4,87 kg gesenkt werden. Andererseits ist das immer noch eine Menge Holz, wenn man die ohnehin relativ schwere Trekkingausrüstung für eine mehrtägige Spätherbst- oder Wintertour noch drauf rechnet. Und bei einem konventionelleren und spätestens im Winter komfortableren Boot ginge das Gewicht ja wiederum in die Höhe, schon beim Anfibio Delta um ca. 800 g auf 5,67 kg.)

Ich finde, das sind ziemlich ernüchternde Zahlen! Sie tun meiner Freude am begonnenen 'Projekt' überhaupt keinen Abbruch. Aber sie sind deutlich höher, als ich beim ersten Entschluss, es mit dem Packrafting zu probieren, gedacht hätte. Die Mehrtagestour dürfte mit dem Packraft eher ein Vorhaben für Mitte Mai bis Anfang Oktober sein. Aber Spaß machen Tagestouren ja auch, wie ich schon erfahren habe!

- - - - - - 

P.S. Regenhose und Regenjacke sind oben in der Liste aufgeführt, weil sie m.E. doch etwas größer, robuster und dichter ausfallen müssen als die allerleichtesten Optionen - es geht ja darum, bei Wasser im Boot für längere Zeit trocken zu bleiben. Die Hose sollte man daher auch recht hoch über der Taille tragen können. Von ihrem Gewicht kann man also das Gewicht der normalen Regenkleidung abziehen, um das für Hybridtouren entstehende Zusatzgewicht zu ermitteln. Andererseits tut die Liste dem UL-Purismus damit Genüge, dass keine Badehose aufgeführt wird. ;-) ) Die Auflistung von Wasserschuhwerk als unbedingt notwendig gilt natürlich nicht für Sandstrände... aber für mein Gefühl ansonsten so ziemlich überall.

P.P.S. Bei kaltem Wetter reicht (nach einer Kenterung in Neopren) natürlich kein UL-Fetzen zum Abtrocknen vor dem Umziehen, oder? Auch da entsteht mit dem großen STS-Handtuch also Mehrgewicht, das mit dem Normalgewicht eines kleineren Handtuchs bzw. der Gewichtslosigkeit des Handtuchverzichts zu verrechnen wäre.

(Hoffentlich klappt's jetzt mit der Formatierung dieses Beitrags... )

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Weiter zum Gewicht... ein kleiner Gedanke dazu, wie man am sonstigen Gearballast beim Packrafting noch schrauben könnte:

Eigentlich mag ich kurze Matratzen ja nicht. Aber ein Packraft wie das LWD müsste, ganz leicht aufgeblasen und dann auf die richtige Breite gefaltet, eine ziemlich verrutschfeste Ergänzung z.B. zum Uberlite small ergeben,. hinreichend überlappend hingelegt. Das würde bei mir gegenüber der xLite in Regular glatt 170 g Einsparung bringen.

Ansonsten geht's jetzt wieder an die Paddelübungen mit dem... Ding. :-) 

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Von irgendwo bei Blankenberg bis zum Bootshaus in Siegburg. 15+ km - aber zu viele lahme Passagen. Der Geradeauslauf verbessert sich allerdings auch beim LWD, wenn das Gepäck vorne draufgebunden wird. Das gibt ein bisschen Tempogewinn, wenn man steil paddelt... was ich aber nicht ewig durchhalte.

Für mich weiterhin kein Boot für ruhige Flüsse, sondern für schnellere mit Spaßanteil. Somit erübrigen sich in meiner Planung auch endgültig die UL-Paddel mit kleinem Blatt als perspektivische Gewichtseinsparung (die sind ja nur für gemächliche Gewässer).

Das 230er Paddel (Moll Playa) ist bei diesem breiten Boot selbst beim steilen Paddeln nicht wirklich zu lang. Somit ließe  es sich m.E. nur durch ein ähnlich langes Paddel ersetzen... und signifikant leichtere mit ähnlicher Blattgröße scheinen rar gesäht. Irgendwann gönne ich mir für Mehrtagestouren vielleicht das Anfibio Ultimate mit verstellbarer Länge bis 230 cm (gut 300 g leichter). Das wäre dann der Mercedes-Stern am VW Käfer. :-)  (Aber irgendwann kommt ja auch ein Packraft mit besserem Geradeauslauf dazu.)

P.S. So lange ich es schaffte, Regenjacke und Regenhose an zu behalten, blieb ich fast trocken. Auf die Dauer war das aber heute auf der Sieg zu warm.

P.P.S. Bis ich so weit bin, seelenruhig € 335 für ein leichteres Paddel hinzublättern, erleichtere ich erst einmal die allgemeine Trekkingausrüstung  - siehe hier: https://www.ultraleicht-trekking.com/forum/topic/8382-to-sul-with-little-love/. Die dort genannten Einsparungen sind aber spezifisch, also nur für Hybridtouren gedacht (Trekking/Paddeln). Bei allen anderen Touren zu Fuß oder per MTB gilt für mich weiterhin: Tyvek, Gas, xLite Regular.

P.P.P.S. Wer das Boot völlig anders nutzen wollte als ich (bspw. wirklich nur für gelegentliche Flussüberquerungen und ohne großen Spaßanspruch) fände das langsame Tempo vermutlich egal und wäre mit UL-Paddeln in ruhigem Wasser dann doch ganz gut bedient. Für den Zweck gibt's allerdings noch leichtere Packrafts.

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vor 16 Stunden schrieb martinfarrent:

Der Geradeauslauf verbessert sich allerdings auch beim LWD, wenn das Gepäck vorne draufgebunden wird. Das gibt ein bisschen Tempogewinn, wenn man steil paddelt... was ich aber nicht ewig durchhalte.

Für mich weiterhin kein Boot für ruhige Flüsse, sondern für schnellere mit Spaßanteil.

@khyal, @wilbo und andere Wasser-Gurus... darf ich euch noch mal um Hilfe bemühen?

Was haltet ihr von der Finne, die es im Packrafting Store gibt? Dauerhaft am Boot bliebe ja nur der Beschlag mit 25 g. Für abwechselnde Verhältnisse (mal flach, mal tiefer) wäre die Finne natürlich auch keine Lösung. Aber beispielsweise vielleicht für eine Tour auf der Lahn?

Glaubt Ihr, dass sie viel brächte?

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Eine große Finne bringt mehr, eine kleine weniger. ;-)

Zitat

Length: 18cm, Depth: 11cm

Ich vermute, dass das Boot durch die Finne nicht zum Geradeausläufer wird. Vielleicht wird es etwas weniger eiern ...

@khyal kann Dir bestimmt was zur Paddel-Technik erzählen. Ich erinnere mich dunkel, das es besonders beim Kanufahren ausgeklügelte stern-rudder Techniken gibt. Das bringt wahrscheinlich mehr.

VG. -Wilbert-

bearbeitet von wilbo

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vor 35 Minuten schrieb wilbo:

Eine große Finne bringt mehr, eine kleine weniger. ;-)

Ich vermute, dass das Boot durch die Finne nicht zum Geradeausläufer wird. Vielleicht wird es etwas weniger eiern ...

Statt Paddeltechnik ;-) vielleicht irgendwie eine größere Finne basteln und tatsächlich als (unidirektionales) stern rudder montieren... natürlich abnehmbar. Immerhin dürfte das Dinge (rein rechnerisch) bis zu 600 g wiegen, wenn ich davon ausgehe, dass der Geradeauslauf eines Anfibio Delta spürbar besser als beim LWD ist, das Delta insgesamt aber 600 g mehr wiegt. 

Dann halt nur mitnehmen, wenn's um ruhige Flüsse geht.

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vor 8 Minuten schrieb martinfarrent:

Immerhin dürfte das Dinge (rein rechnerisch) bis zu 600 g wiegen, ...

... wie war das gleich nochmal mit dem Mehrgewicht? :mrgreen:

Paddel Technik wiegt nix und ist flexibel anwendbar.
Bei allem, was fest verbaut ist, legt man sich auch mit den Nachteilen fest, z.B. Geradeauslauf gegen Wendigkeit.

Ich weiß, dass der Drops schwer zu schlucken ist, aber aus einer "Plansche" machst Du leider keinen Geradeausläufer. ;-)
Schau Dir mal die "längeren" Rafts an. Sobald die sich paddelnd fortbewegen, eiern die auch was das Zeug hält ...

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vor 10 Minuten schrieb wilbo:

... wie war das gleich nochmal mit dem Mehrgewicht? :mrgreen:

Hast Recht... ich vergesse mal einfach die Lahn. :-) 

 

vor 10 Minuten schrieb wilbo:

Ich weiß, dass der Drops schwer zu schlucken ist, aber aus einer "Plansche" machst Du leider keinen Geradeausläufer. ;-)
Schau Dir mal die "längeren" Rafts an. Sobald die sich paddelnd fortbewegen, eiern die auch was das Zeug hält ...

Implizit steckt das ja auch bei @questors Antwort mit drin. Spaßiges Packrafting hat wohl immer mit wilderem Wasser zu tun (wo das LWD immerhin gar nicht so schlecht ist, entgegen aller Prognosen).

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Mit dem Geradeauslauf seh ich anders, nach div Videos  von Leuten in Packrafts hatte ich eigentlich erwartet, dass der Sigma auch hinundher eiert, macht er aber sehr wenig, der Adventure natuerlich noch weniger.
Liegt natuerlich zum Einen an der Laenge, aber vielleicht auch ein bisschen am Paddelstil, kann schon sein, dass ich unbewusst auch beim Doppelpaddel die Canadier-Paddeltechnik vom J-Schlag mache (mal simpel ausgedrueckt leichtes Verdrehen des Blattes beim Durchziehen um den einseitigen Zug auszugleichen).
Ich hatte beim Sigma auch mal spasseshalber ausprobiert, ein halbes Doppepaddel als Stechpaddel zu verwenden, ging deutlich besser als erwartet, aber gerade in bewegtem, engen Wasser  hat man mit dem Doppelpaddel schon bessere Kontrolle.

Dass Packrafts nur was fuer wilderes Wasser sind, sehe ich nicht so, aber in wilderem Wasser sind vernuenftige Packrafts einfach mehr Spass als z.B. Canadier, in flachem Wasser netter, schneller aufgebaut und eingepackt als jedes Faltboot.
Man kann auch mit einem grossen schweren Packraft und kompletter Zelt / Koch usw Ausruestung easy kilometerweit zu irgendeiner Strasse laufen, mit jeder Art von Verkehr (Bus Bahn, Autostop usw) ohne Stress weiterkommen.
Mach das mal mit einem Faltboot :-D (bin ja viel mit meinen Ally unterwegs gewesen).
Du hast einfach keinen Stress mehr mit Logistik.
Klar normale Packrafts koennen nicht auf stehendem Wasser mit Kajaks mithalten, aber mit dem Adventure (der ist nochmal etwas schneller als der Sigma und natuerlich erst recht als so eine Luma mit Sitzkuhle) habe ich ca dasselbe Tempo, wie mit meinem Solo-Ally.
Und wenn man meint, man braucht ein Packraft um Strecke auf stehendem Geaesser zu machen, dafuer gibt es ja das Nomad bzw das Nomad light.

Was nun das Bekleidungsgewicht angeht, sehe ich das als Canadier (und damit Trocken-Paddler :-D) etwas anders.
Natuerlich ist das in den kalten Monaten schon davon abhaengig, wie lange ich brauche, um bei einer Kenterung aus dem Wasser zu kommen, aber ein groesseres Packraft schmeisst Du auch nicht so leicht um, wie ein Kajak und wenn Du nicht gerade auf WW3 unterwegs bist, kommst Du auf den meisten kleineren Fluessen ganz fix aus dem Wasser.
Ich weiss sehr gut, was die Kaelte fuer Auswirkungen hat, ich bin frueher im Winter haeufig Sturmsurfen im Meer und auf groesseren Wasserflaechen gewesen und da haut es Dich natuerlich haeufig ins Wasser btw nie mit Trockenanzug, sondern entweder mit Semi oder Nass.
Bei einem Packraft mit Spritzdecke bekommst Du auch bei stark bewegtem Wasser kein Wasser ins Boot.
Ich paddle mit normalen Trekking-Klamotten, bei spritzigem Wasser halt Regenjacke an d.h. an extra Klamotten fallen bei mir nur stabilere Sandalen statt der UL-Camp-Sandalen an (bei Gr 13 400 g statt 200 g).
Und wenn es richtig warm ist, wie im Fruehjahr im spanischen Gebirge oder jetzt in der Toskana sind doch nasse Klamotten im offenen Boot eher ein willkommende Abkuehlung :-D
Ich wuerde da mal, zumindest bis WW2, ausserhalb des Winters die Kirche im Dorf lassen :-D

@martinfarrent statt jetzt ueber nen sauteuren Trocki fuer Fruehjahr - Herbst nachzudenken, oder Dir an Deine Luma ne Finne zu basteln, die Du Dir bei der ersten Flachwasserstelle abfetzt, kauf Dir lieber ein vernuenftiges Packraft :-D bzw bastel jetzt nicht zu viel, kauf nix Teueres und Du paddelst mal meine Boote im September Probe, dann schaust Du weiter...

Was das Komplett-Gewicht der Packrafting-Ausruestung betrifft, klar das sind ein paar kg, aber ich habe das ja nicht nur bei, um als Wanderer mal an einem See ein bisschen rumzupaddeln o.A., fuer mich ist es das Transportmittel auf einem grossen Teil meiner Tour und da trage ich auf dem Wanderteil lieber etwas mehr und habe dafuer auf dem Wasser weniger Stress, mehr Fun & Sicherheit, was letztendlich auch heisst, ich komme weiter voran bzw bin schneller wieder an einem Re-Supply, was evtl fuer mehrere Tage Lebensmittelgewicht spart.

So jetzt muss ich Schluss machen, ich muss nochmal ein bisschen in die Karte schauen, wohin ich morgen an den Ombrone fahre 8-)

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vor 22 Minuten schrieb khyal:

Klar normale Packrafts koennen nicht auf stehendem Wasser mit Kajaks mithalten, aber mit dem Adventure (der ist nochmal etwas schneller als der Sigma und natuerlich erst recht als so eine Luma mit Sitzkuhle... 

Die wird dich noch überraschen ;-) (nur nicht in der genannten Tempo-Disziplin).

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vor 11 Stunden schrieb khyal:

Liegt natuerlich zum Einen an der Laenge, aber vielleicht auch ein bisschen am Paddelstil, kann schon sein, dass ich unbewusst auch beim Doppelpaddel die Canadier-Paddeltechnik vom J-Schlag mache (mal simpel ausgedrueckt leichtes Verdrehen des Blattes beim Durchziehen um den einseitigen Zug auszugleichen).

Ich will gegen Abend heute raus und in stillerem Wasser ein bisschen herum experimentieren. J-Schlag und der von @wilbo angeregte stern rudder sind ja wohl zwei verwandte, aber unterschiedliche Techniken.

 

vor 11 Stunden schrieb khyal:

... statt jetzt ueber nen sauteuren Trocki fuer Fruehjahr - Herbst nachzudenken, oder Dir an Deine Luma ne Finne zu basteln, die Du Dir bei der ersten Flachwasserstelle abfetzt, kauf Dir lieber ein vernuenftiges Packraft :-D bzw bastel jetzt nicht zu viel, kauf nix Teueres und Du paddelst mal meine Boote im September Probe, dann schaust Du weiter...

So viel habe ich bisher gar nicht ausgeben. Die Neoprenanzüge, -Socken, -Handschuhe sind beispielsweise vom Schnorcheln da. Croc-Clones von einem Onkel meiner Frau geerbt... usw. Aber auf deine Boote freue ich mich. :-) 

 

vor 11 Stunden schrieb khyal:

Man kann auch mit einem grossen schweren Packraft und kompletter Zelt / Koch usw Ausruestung easy kilometerweit zu irgendeiner Strasse laufen, mit jeder Art von Verkehr (Bus Bahn, Autostop usw) ohne Stress weiterkommen.

Ist klar und macht bspw. auch eine stinknormale Tagestour oder eine kleine Paddelstunde nach Feierabend so simpel und attraktiv. Dennoch: Je schwerer die Zusatzausrüstung, desto eher fällt mir statt Wandern der Daumen ein (sowieso ein tradierter Grundreflex der Älteren hier im Forum ;-) ).

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@khyal  - Der vom Stechpaddel importierte Einschlag vom J-Schlag (was für eine Formulierung... aber es ist heiß) bringt deutliche Linderung.

(Außerdem war Christa heute dabei... und ihr gefiel das Boot. Will sagen: Doppelerfolg!)

@wilbo - Der stern rudder ist meinem Boot zu gewaltig und bremst mich heftig aus... oder ich führe ihn zu grobschlächtig aus. Das ist sehr  gut möglich.

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Am 23.7.2019 um 00:06 schrieb khyal:

Was das Komplett-Gewicht der Packrafting-Ausruestung betrifft, klar das sind ein paar kg, aber ich habe das ja nicht nur bei, um als Wanderer mal an einem See ein bisschen rumzupaddeln o.A., fuer mich ist es das Transportmittel auf einem grossen Teil meiner Tour und da trage ich auf dem Wanderteil lieber etwas mehr und habe dafuer auf dem Wasser weniger Stress, mehr Fun & Sicherheit, was letztendlich auch heisst, ich komme weiter voran bzw bin schneller wieder an einem Re-Supply, was evtl fuer mehrere Tage Lebensmittelgewicht spart.

Eben mit der Gesamtgewichtsangelegenheit bin ich trotz deiner Relativierung weiterhin sehr befasst. Oben in meiner Liste fehlt bspw. der Faktor Nässe - egal, in welcher schweren und leichten Grundkonstellation man gepackt hat. Da  machen schon ein nasses T-Shirt und eine Badehose immerhin ein bisschen aus, wenn man vom Wasser direkt auf den Trail gehen möchte (gestern mal wieder gemerkt). Und ein Nachteil des LWD sowie einiger anderer UL-Boote in dieser Hinsicht: Die PU-Schicht befindet sich auf der Innenseite des Stoffes, der also ebenfalls etwas Wasser aufnimmt (m.W. im Gegensatz zum ganz anderen Material fast aller schwereren Boote). 

Wie ich schon mehrmals sagte: Es läppert sich, und meine Vorliebe wäre es, das Gewicht bei ungetrübtem Spaßfaktor möglichst gering zu halten (die Mittel dafür liegen indes teilweise bei der Auswahl des allgemeinen Trekking-Gear).

Einerseits: Wir treiben hier ja kein UL als Selbstzweck und werfen den ganzen Spaß nur wegen Grammfuchserei aus dem Rucksack.
Aber andererseits: Wir wissen schon, warum wir überhaupt UL betreiben, warum wir damit angefangen haben usw....
 

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Das Experiment mit dem 'Billigboot', der 'Luma' usw. geht weiter... leider derzeit nicht auf bewegteren Flüssen (Wasserstand allzu niedrig = allzu illegal), dafür aber da, wo es anfangs gehakt hat: in ruhigem Wasser.

Der Geradeauslauf ist dank der Tipps hier nun einigermaßen gut, wenngleich natürlich nicht rasant.

Im Augenblick habe ich keine großen Kritikpunkte an dem LWD! :-) 

Was ich feststelle: dass ich in dem Boot fast immer steil paddele. Mittelfristig brauche ich vielleicht ein Paddel, das dem Rechnung trägt (von der Blattform her). 

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vor 14 Minuten schrieb questor:

... Oder ein längeres Paddel, um flacher zu paddeln und die luma mit sitzkuhle nicht noch schneller voll Wasser laufen zu lassen?

So viel Wasser läuft gar nicht rein. Auf einem ruhigen Gewässer habe ich es eigentlich nur mit den Tropfen vom Paddeln zu tun (beziehungsweise auch von den Füßen, wenn ich watend einsteige). An heftigeren Stellen schwappt hingegen manchmal was über - klar. Aber der Innenraum ist flach und selbst wenn er völlig voll liefe, würde sich das Boot noch ganz gut fahren lassen. Passiert ist es indes noch nicht.

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vor 18 Minuten schrieb martinfarrent:

Aber der Innenraum ist flach und selbst wenn er völlig voll liefe, würde sich das Boot noch ganz gut fahren lassen. Passiert ist es indes noch nicht.

Mach das einmal zum Spaß. :wink: Solang es so heiß bleibt, wäre die Gelegenheit doch super.
OT: Ich war erstaunt wie träge ein Kajak mit vollgelaufenem Cockpit reagiert.

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Liegt's an meinem Gekritzel? Der Preis steigt! :-) 

Schon € 252 bei Amazon in Deutschland und £239.74 (wenngleich ge-Boriste Pfund) bei Amazon UK, wo ich das Boot selber für ca. € 145 erwarb.

Billigboot? Noch. Aber langsam richtet sich's offenbar... ;-) 

(Ich bildete mir ja allzu gern Influencer-Skills ein, doch  hat der Preisanstieg vermutlich eher mit dem Auslaufen einer Massdrop-Aktion zu tun.)
 

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Gestern im ruhigen Wasser oberhalb des Siegwasserfalls bei Schladern mit Frau (abwechselnd) herum gepaddelt. Auch ihr gefällt das LWD richtig gut!

Mir hingegen ist ein potentieller Nachteil aufgefallen. Zwar musste ich das Boot noch nicht flicken und finde das Material auch erstaunlich robust (ich hatte schon viele, viele Bodenberührungen). Im Falle der Fälle wäre eine Flickstelle aber nicht einfach mit einem Handtuch trocken zu kriegen, damit Klebeband als vorläufige Maßnahme hielte; denn das Material nimmt ja ein bisschen Wasser auf (die PU-Schicht ist auf der Innenseite). Unter warmer Sonne kein Problem: fünf Minuten abwarten. Aber bei regnerischem Wetter müsste man sich etwas einfallen lassen, bevor man flicken könnte.

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