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Ultraleicht Trekking
einar46

Reißverschluss für Regenjacke - Welcher ist geeignet?

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Am 14.9.2019 um 11:01 schrieb einar46:

Dyneema® Composite Fabric, atmungsaktiv m. ePTFE-Membran, CTB1B3-1.0/H2 I, 40g/qm

Ich denke darüber nach mir aus diesem Stoff eine Regenjacke zu machen. Der Reißverschluss soll ca. 25 cm lang werden. Das bedeutet, dass ich die Regenjacke über den Kopf anziehen muss. Den Stoff habe ich bereits.

Jetzt meine Frage an die MYOG-Profis hier im Forum.

Welchen Reißverschluss kann ich verwenden?

Bei extremtextil habe ich mir die Reißverschlüsse angesehen. So richtig schlau werde ich aus den angebotenen Reißverschlüssen und den ganzen Bezeichnungen (3C, Spirale, YKK usw) nicht. Aber ich kann ungefähr formulieren, welche Eigenschaften der Reißverschluss haben sollte:

  • wasserdicht
  • weiß oder grau (wie der Stoff)
  • Reißverschluss soll nicht überdimensioniert sein, d.h. muss zum Stoff "passen"
  • Ich möchte die Regenjacke kleben. Das sollte auch mit dem Reißverschluss gehen oder bin ich da auf dem "falschen Dampfer" und der Reißverschluss muss angenäht werden?

Danke für Eure Hilfe.

Gruß Reinhard

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Grundsätzlich könntest du den üblichen YKK aquguard 3c kleben. Der ist TPU beschichtet, welches sich kleben, aber auch schweißen lässt.

Allerdings weiß ich nicht ob das Cuben Tape und Cuben selbst dafür geeignet ist. Die Dyneema Fasern sind ja soweit ich weiß mit Polyethylenfolie laminiert und dafür braucht man einen speziellen Klebstoff. Also nicht gewöhnliche Klebstoffe auf Acrylatbasis.

Man sollte auch bedenken, dass an den Seiten des Reißers die Schälbelastung hoch ist, und das ist im allgemeinenen nicht so günstig bei Klebeverbundungen. 

25 cm Reißer halte ich für zu kurz. Der sollte schon bis zur Magengrube gehen. Bedenke, dass Cuben nicht elastisch ist. Das erschwert das An- und Ausziehen imens!

Für einen Pullover brauchst du keinen speziellen Reißverschluss, einfach die gewünschte Länge von der 3c Meterware und für den oberen Abschluß zwei Stopper. 

In Weiß oder Hellgrau wird es schwierig werden an eine Kleinnenge ranzukommen. Wenn du Glück hast wirst du diesbezüglich bei Aliexpress fündig. Da habe ich 5c in Olivgrün gefunden, wo man normalerweise auch nicht rankommt. 

bearbeitet von Andreas K.

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3c Aquaguard sollte es bei extremtextil mittlerweile auch in grau als Meterware geben. Und ein kurzer Zipper reicht imho auch - habe letztens ein Windshirt mit ~25 cm RV genäht, bei dem das auch reicht. Kommt natürlich auch etwas auf die Gesamtweite und -länge an. 

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vor 46 Minuten schrieb moritz:

3c Aquaguard sollte es bei extremtextil mittlerweile auch in grau als Meterware geben. Und ein kurzer Zipper reicht imho auch - habe letztens ein Windshirt mit ~25 cm RV genäht, bei dem das auch reicht. Kommt natürlich auch etwas auf die Gesamtweite und -länge an. 

In Graphitgrau. Das ist relativ dunkel. 

@moritz mich würde interessieren aus was für einem Material du dein Windshirt genäht hast. Cuben? Eher nicht, das ist ja kein bisschen atmungsaktiv. Wahrscheinlich eher Nylon, und das ist eben flexibel! 

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@Andreas K. Danke für die Info.

Deine Bemerkung über das Kleben des von mir angegebenen Stoffes ist mir nicht ganz verständlich.
 

Bedeutet das, dass ich kein Transfer-Klebeband verwenden kann, wie es üblicherweise für Cuben zum Einsatz kommt?

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N´Abend Reinhard!

vor 14 Stunden schrieb einar46:

Ich möchte die Regenjacke kleben. Das sollte auch mit dem Reißverschluss gehen oder bin ich da auf dem "falschen Dampfer" und der Reißverschluss muss angenäht werden?

Wie Andi schon sagte, ...

vor 14 Stunden schrieb Andreas K.:

Man sollte auch bedenken, dass an den Seiten des Reißers die Schälbelastung hoch ist, und das ist im allgemeinenen nicht so günstig bei Klebeverbundungen. 

... würde ich ebenfalls den Reißer annähen und abschießend auf der DCF-Seite tapen.

vor 14 Stunden schrieb Andreas K.:

25 cm Reißer halte ich für zu kurz. Der sollte schon bis zur Magengrube gehen. Bedenke, dass Cuben nicht elastisch ist. Das erschwert das An- und Ausziehen imens!

Das sehe ich auch so. Es sei denn, Du planst einen seeehr geräumigen Schnitt. ;)
Ein Reißer an der Seite kann beim An- und Ausziehen zusätzlich helfen.

Interessantes Projekt, bitte berichte!

VG. -wilbo-

bearbeitet von wilbo

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In der Kundengalerie von Extremtextil findet man eine geklebte Cubenjacke. Ich weiß allerdings nicht ob der Reißverschluss auch geklebt ist:

https://www.extremtextil.de/naehprojekte/kunden-galerie/ultraleicht/radjacke-aus-cuben-fiber.html

bearbeitet von Andreas K.

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vor 11 Stunden schrieb wilbo:

Das sehe ich auch so. Es sei denn, Du planst eine seeehr geräumigen Schnitt.

Ja, ich plane einen "seeehr geräumigen" Schnitt. Selber trage ich in der Regel XL. Für die Regenjacke will ich XXL nehmen, einschließlich 2 cm Nahtzugabe. Die Nahtzugabe von 2 cm deshalb, weil ich die Außenseite, wie zwei große Buchstaben L mit der langen Buchstaben-Seite, Rücken an Rücken, aneinanderkleben will. Ich hoffe, dass das verständlich ausgedrückt ist.

Versuch einer "grafischen" Darstellung: ___1___! K !____2____    K = Transfer-Klebeband (10 mm), das zwischen den Außenseiten zweier Stoffteile 1 und 2 klebt

Den entstehenden Steg !K! lege ich dann um und klebe ihn mit Transfer-Klebeband an der Innenseite fest. Das sieht dann fast aus, wie eine Kappnaht, nur dass das "doppelt" geklebt ist. Ich verspreche mir davon eine größere Zugfestigkeit an den Klebestellen.

Das ist der Plan, wie ich mir das Kleben vorstellen könnte.

vor 14 Stunden schrieb Andreas K.:

Allerdings weiß ich nicht ob das Cuben Tape und Cuben selbst dafür geeignet ist. Die Dyneema Fasern sind ja soweit ich weiß mit Polyethylenfolie laminiert und dafür braucht man einen speziellen Klebstoff. Also nicht gewöhnliche Klebstoffe auf Acrylatbasis.

Jetzt habe ich einen Klebe- und Zugtest durchgeführt.

Die Innenseite (Membran), also die "weiße" Seite, lässt sich mit Transfer-Klebeband prima kleben. Ein Zugtest hat ergeben, dass die verklebten Teile nicht getrennt werden konnten. Außer mit roher Gewalt. Solche Kräfte wirken in der Regel aber nicht an einer Regenjacke. Also alles ok mit der Innenseite.

Die Außenseite, also die "graue" Seite, ließ sich aber nach der Verklebung mit "etwas Kraft relativ leicht" trennen. Ja ich weiß, der Begriff ist sehr dehnbar. Generell wollte ich die sichtbare Außennaht, da wo die Teile aufeinanderstoßen, mit DCF-Reparaturklebeband überkleben. Erstmal wegen der Dichtigkeit und zusätzlich wegen der Zugbelastungen.

Nun meine Frage.

Ist mein Klebekonzept, was Wasserdichtheit und Zugbelastung angeht, ok?

vor 3 Stunden schrieb Andreas K.:

In der Kundengalerie von Extremtextil findet man eine geklebte Cubenjacke,

Ja, daher habe ich auch die Idee für eine Regenjacke aus Cuben.

Den Reißverschluss werde ich auf den Rat von @wilbo und @Andreas K. etwas verlängern (30 -35 cm) und annähen.

Gruß Reinhard

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vor 21 Stunden schrieb einar46:

Ist mein Klebekonzept, was Wasserdichtheit und Zugbelastung angeht, ok?

Ich vermute mal, dass Dir das keiner wirklich zuverlässig beantworten kann. ;)
Die Jacke sollte getaped in der Fläche zuverlässig dicht sein. (Bei mir kommt sowieso das meiste Wasser an den Ärmelbündchen rein.)
Wie sich die geklebten Nähte auf Dauer in der Praxis machen, wird man dann sehen ...

Da bei mir jeder erster Prototyp eine Nullnummer ist, (also für die Tonne :???:) würde ich mir das gute Material für #2 aufheben und die #1 aus Tyvek machen. Ich könnte mir vorstellen, dass das hardstructure Material ähnlich Dehnungsarm wie DCF ist.
Besonders die Näh-Logistik ist für mich immer eine Herausforderung, da ich bestimmte Schwierigkeiten, in der Abfolge nur schwer Vordenken kann. Und gerade beim Verkleben von diesem extrem teurem Material wäre bei mir der "Tischkanten-Biss" schon vorprogrammiert.

VG. -wilbo-

 

bearbeitet von wilbo

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Ich habe das atmungsaktive Dynema für ein Bivi-Oberteil gekauft und als Unterteil den 65g Zeltboden mit PU-Beschichtung. Da ich au8ch nicht wusste ob das aneinander klebbar ist hatte ich bei extremtextil angefragt und folgende Antwort bekommen:
"die beiden Stoffe können mit dem Transfer-Tape verklebt werden. Jedoch sollte bei dem atmungsaktiven Dyneema der Klebestreifen an der unbeschichteten Seite angebracht werden. Bei dem 65g/qm Zeltboden ist es eigentlich egal, da die Beschichtung sehr robust ist."
Da der AquaguardRV TPU beschichtet ist sollte diese Antwort auf die Problemstellung hier übertragbar sein !?

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vor 3 Stunden schrieb TappsiTörtel:

Ich habe das atmungsaktive Dynema für ein Bivi-Oberteil gekauft und als Unterteil den 65g Zeltboden mit PU-Beschichtung.

Materialfrage - wäre das atmungsaktive Dyneema für einen regendichten Einsatz in eine Baumwoll/Polyester (35/65) Jacke, die zwar sehr robust und angenehm, allerdings nicht wirklich Regendicht ist. Ich hatte an eine Art Regenhemd gedacht, das ich drunter ziehen kann, um warm zu bleiben. Das die Jacke selber dann nass wird ist imho weniger ein Problem, da sie sehr zügig wieder trocknet. Nur die Nässe soll halt nicht durchkommen und ich nicht drunter "ersaufen"

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vor 3 Minuten schrieb kra:

Materialfrage - wäre das atmungsaktive Dyneema für einen regendichten Einsatz in eine Baumwoll/Polyester (35/65) Jacke, die zwar sehr robust und angenehm, allerdings nicht wirklich Regendicht ist. Ich hatte an eine Art Regenhemd gedacht, das ich drunter ziehen kann, um warm zu bleiben. Das die Jacke selber dann nass wird ist imho weniger ein Problem, da sie sehr zügig wieder trocknet. Nur die Nässe soll halt nicht durchkommen und ich nicht drunter "ersaufen"

OT: Warum sollte die dichte DCF-Jacke unter die andere Jacke statt darüber?  

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überhaupt nicht OT :mrgreen:, die andere Jache ist ausgesprochen robust, dornenfest und locker geschnitten. Und die Robustheit will ich nicht missen.

Und so muß ich mich nicht am Schnitt der Außenjacke orientieren sondern kann die Regenschutzschicht so schneidern, das sie direkt (plus einer leichten Wärmeschicht) past.

Und, das ist jetzt eher OT: die weiße, halbtransparente  Folie sieht einfach sch... aus. :twisted:

 

bearbeitet von kra

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vor 19 Minuten schrieb kra:

Materialfrage - wäre das atmungsaktive Dyneema für einen regendichten Einsatz in eine Baumwoll/Polyester (35/65) Jacke, die zwar sehr robust und angenehm, allerdings nicht wirklich Regendicht ist. Ich hatte an eine Art Regenhemd gedacht, das ich drunter ziehen kann, um warm zu bleiben. Das die Jacke selber dann nass wird ist imho weniger ein Problem, da sie sehr zügig wieder trocknet. Nur die Nässe soll halt nicht durchkommen und ich nicht drunter "ersaufen"

OT: Näh doch einfach ein Klima-Futter ein. Deutlich günstiger und auch sehr leicht: https://funfabric.com/halli.php?011005_16001__Stoffe-Outdoor-Klima-Membran oder robuster https://funfabric.com/halli.php?011005_16002__Stoffe-Outdoor-Membran-Futter

bearbeitet von Andreas K.

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OT: (immer noch OT - es geht ja eigentlich um das Einkleben des RVs :-P): Wenn der Regenschutz wirklich drunter soll, würde ich ein günstiges, komplett dichtes Material nehmen. Alles was der Regenschutz an Atmungsaktivität mitbringt dürfte gegen Null gehen, sobald eine durchnässte Stoffschicht darüber liegt. Also praktisch wie eine Hardshell, deren Oberstoff kein Wasser mehr abweist ("Wetting out"). 

EDIT: Oder @Andreas K.s Vorschlag ;-)

bearbeitet von moritz

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@moritz, das werd ich mir mal überlegen, bin aber kein Freund von "wasserdichtem Regenkondom" (auch nicht in der Vorstellung, selbst wenn es in der Realität in diese Richtung tendieren mag), was auch der Grund ist, warum der  Vorschlag von @Andreas K. nicht klappt - ich will die Schicht ausziehen können. Die wird nur bei längerem Niesel- oder Starkregen benötigt und ich möchte das Regenhemd auch separat anziehen können (evtl unter andere Jacken).

Die Links zur Stoffquelle und zu Andrew sind interessant, Danke!

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vor 35 Minuten schrieb kra:

Materialfrage - wäre das atmungsaktive Dyneema für einen regendichten Einsatz in eine Baumwoll/Polyester (35/65) Jacke, die zwar sehr robust und angenehm, allerdings nicht wirklich Regendicht ist.

Also da ist das Dyneema sicherlich nicht die wirschaftlichste Wahl. Warum einen superleichten, superteuren Stoff verwenden wenn man dann eine Ultraheavyjacke drüber trägt. Da bist du mit einem beschichteten Futter wie von Wilbo vorgeschlagen, bzw einer zweiten Jacke aus günstigem 2- Lagen- Material günstiger dran.

Übrigens bleibt man unter Baumwoll- Polyester Mischgewebe sehr trocken wenn man einen Fleece drunterzieht. Ich habe hier Mal was dazu geschrieben, die Fa. Buffalo baut z. B. ihr gesamtes Bekleidungskonzept auf diesem Prinzip auf (wird im o. g. Thread weiter unten angesprochen).

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    • Von Andreas K.
      Zwei Jahre lang lagen die Materialien für einen Quilt zuhause in der Materialkiste, zwei Jahre stand der fertige Schnitt... Doch nach den Erfahrungen lange zurückliegender Projekte, Daunenhose und Daunensocken, war ich noch immer in meiner Begeisterung für die Verarbeitung der hierfür typischen Materialien gebremst. Zu groß war der Respekt vor der doch sehr aufwändigen Arbeit.
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      Herausgekommen ist der „Siebenschläfer“, ein Dreijahreszeiten-Quilt den ich im Folgenden vorstellen möchte.
       
      Die Details:
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      Der Quilt in Bildern:

























    • Von einar46
      Hallo liebe MYOG-Experten,
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    • Von tib
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    • Von Andreas K.
      Ein jeder Topf braucht einen Ständer...
      In den letzten Jahren hatte ich viele Topfstand- / Windschutzkombinationen ausprobiert, doch nie hatte mich eine der Möglichkeiten vollends überzeugt:
      Drahtgestelle waren zwar leicht, aber wackelig. Der zugehörige Windschutz war flattrig.
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      Kurzum, ich hatte Bedarf an einer neuen Konstruktion. Aus meinen Überlegungen entstand der „Feuerstuhl“. Ein einfacher im Querschnitt runder Windschutz mit zwei eingeschobenen Stäben (z.B. Häringen) als Topfstand. Zusammengerollt schmiegt dieser sich an die innere Topfwand an und ragt nicht über den Rand hinaus. Das Material, 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie, ermöglicht ein sehr geringes Gewicht des daraus gebauten Objektes. Es ist aber zugegebener Maßen nicht für die Ewigkeit gebaut, da das Aluminium durch die Hitzeeinwirkung im Brennraum weich wird. Aber ich habe so einen Topfstand seit immerhin knapp zwei Jahren in Betrieb, und der funktioniert noch. Den Verschluss für den Windschutz habe ich mir bei den Chinesen abgeschaut – ja, kopieren geht auch andersherum . Aber wie ich erst kürzlich gelernt habe, ist in der chinesischen Kultur das Nachahmen und ggf. Verbessern eines bestehenden Produktes Ausdruck größter Bewunderung und Wertschätzung an einer Erfindung. Es ist also eine Ehrerbietung gegenüber dem ursprünglichen Erschaffer des kopierten Objektes.
      Aber nun zu den Details:
      Im Betriebszustand hat der Windschutz die Maße von 110 mm Durchmesser bei einer Höhe von 86,5 mm. Das Packmaß ist limitiert durch die Höhe von 86,5 mm. Der Durchmesser ist durch das Zusammenrollen variabel. Zwei Stäbe quer durch den Windschutz gesteckt bilden die Topfauflage. Der Abstand vom Brenner zum Topfboden beträgt festgelegt durch die Höhe der Einschublöcher für die Topfauflage 30mm (gilt für Brenner mit einer Höhe von 28mm!). Der Abstand von der Topfauflage zum oberen Rand des Windschutzes ist so gewählt, dass der Windschutz knapp unter den Henkeln der Tasse endet. Die beidseitigen Lüftungslöcher gewähren ausreichend Sauerstoffzufuhr für den Brenner. Die Löcher enden im oberen Bereich 3 mm unter dem Brennerring. Dadurch wird Luftbewegung reduziert, die sich negativ auf das Flammbild des Brenners auswirkt. Der Abstand von der Topfwand zum Windschutz beträgt umseitig 7,5 mm. Dadurch kann die Luft im Inneren des Windschutzes ungehindert zirkulieren (Sauerstoffzufuhr/ Abluft). Als Material für den Windschutz wurde 0,2 mm gehärtete Aluminiumfolie verwendet. Das Gewicht des Windschutzes beträgt knappe 15g.  
      Optional: Die von mir verwendeten Häringe von Terra Nova wiegen 2 Gramm pro Stück. !ACHTUNG! Der Windschutz wurde für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.

      Doch nun endlich zu den Bildern:









       
       
      Für die Bastelfreunde:
      Druckvorlage/ Schablone:
      Druckvorlage 01.pdf
      Druckvorlage 02.pdf
       
      Werkzeuge/ Hilfsmittel/ Materialien:
      Aluminiumfolie 0,2 mm, gehärtet Klebestift Sprühkleber Skalpell / Cutter Kreisschneider/ Schneidezirkel Lineal / Geodreieck Locheisen Ø 10mm Blechstreifen als Stanzunterlage (weicher als Stahl! Aluminium, Kupfer o. Ä.) Papierstreifen als Stanzunterlage Hammer Körner (alternativ Nagel) Bohrmaschine oder Handbohrer Metallbohrer Ø 3mm Holzbrett o. Ä. als Bohrunterlage Kegelsenker (ggf. Schleifvlies) Schonhammer Reinigungsbenzin Spiritus Putzlappen oder Küchenrolle
        Arbeitsschritte:
      Die zwei Teile der Schablone ausschneiden (mit Randaufmaß!) und zusammenfügen Schablone mithilfe Sprühkleber auf Aluminiumfolie kleben (Trocknungszeit beachten!) Kontur des Windschutzes mithilfe der Schneidwerkzeuge anritzen Durch vorsichtiges Kanten (Hin- und Herbiegen) des Bleches an den Ritzen den Rand abbrechen Mit dem Bohrer Löcher der Topfauflage bohren Mit dem Locheisen Löcher der Lüftungsschlitze ausstanzen (zwei Löcher je Schlitz), als Stanzunterlage Blechstreifen, darüber Papierstreifen, verwenden Grat glätten: Windschutz wenden, Blechstreifen an den Schlitzen unterlegen, entgegengesetzt zweiten Blechstreifen auflegen, Grat mit Schonhammer platt klopfen Löcher von Hand mit Kegelsenker entgraten (alternativ Schleifvlies) Mit Schneidwerkzeug und Lineal Tangenten zwischen den zwei Löchern eines Lüftungschlitzes anritzen, anschließend Steg vorsichtig herausbrechen Schablone mit Reinigungsbenzin tränken, einziehen lassen, Schablone vom Windschutz abziehen Evl. Klebereste mit Benzin entfernen Benzinreste mit Spiritus entfernen  
      Wie bereits oben geschrieben, wurde der Windschutz für die Verwendung mit einer Toaks 650 light Topftasse und mit Spiritusbrennern mit einer Höhe von 28 mm optimiert. Andere Modelle weichen möglicherweise erheblich von den Maßen ab (insbesondere Tassenhöhe, Sitz/ Größe Tassenhenkel, Höhe Spiritusbrenner, usw.). Der Windschutz müsste also ggf. individuell angepasst werden.
      Eine Änderung der Windschutzhöhe ist möglich. Allerdings muss man hierbei beachten, dass die Kürzung symmetrisch erfolgen muss, sprich dass der Windschutz am oberen und unteren Rand gleichermaßen beschnitten wird. Außerdem muss man bei der Berechnung der endgültigen Höhe die Position der Topfauflage im Auge behalten, damit der richtige Abstand Brenner/ Topfauflage und Topfauflage/ Henkel des Topfes gewahrt bleibt!
      Der Durchmesser des Windschutzes sollte für Tassen mit Ø 90 – Ø 100 mm passend sein. Für abweichende Topfdurchmesser müsste man die Breite des Windschutzes ändern. Das ist eine relativ komplizierte Individuallösung, da sich hierbei Ausrichtung und Sitz der Lüftungsschlitze bzw. der Löcher der Topfauflage stark ändern.
       
      Viel Erfolg beim Nachbauen!
    • Von Andreas K.
      In den vergangenen zwei Monaten habe ich mich intensivst mit unterschiedlichen Bauarten von Spiritusbrennern beschäftigt.
      Bei der Konstruktion waren mir neben einer kompakten Bauweise, die Leistung, die Rußbildung, der Verbrauch, aber auch das Gewicht, wenngleich untergeordnet, wichtig.
      Bei meinen Versuchen haben sich vier Kochertypen mit unterschiedlichen Vorzügen herauskristallisiert, die ich dann jeden für sich optimiert habe und die ich in gleichbleibender Qualität reproduzieren kann.
      Im Folgenden möchte ich die Brenner in Wort, Bild und Video vorstellen, und am Schluß untereinander und mit einem Vergleichbaren kommerziell erhältlichen (Toaks Syphon) in einem Test gegenüberstellen:
      (Basis aller Kocher waren jeweils eine Proseccodose (Lidl) und eine Deo-/ Haarspray-/ Rasierschaumdose mit Ø52,9 mm, die von Haus aus perfekt miteinander harmonieren. Die Abmessungen der Kocher sind mit Ø53,1 mm x 28,0 mm klar definiert.)
      Doppelwand Typ 1 - „Fegefeuerle“:
      Einlage Graphitfilz 3 mm 8 Jets á Ø 1,1 mm Neigung (Jets) 15° (Bezug Mitte Querschnittsfläche Brennerring) 17 g










       
       
      Dopelwand Typ 2 - „Beelzebübchen“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12 Jets á Ø 0,7 mm Neigung 15° 21 g





       
      Kapillar offen - „Luzifeuer“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung Querschnitt Kapillaren = Ø 3,5 mm 8 g




       
      Kapillar geschlossen - „Satansbräter“:
      Einlage Aluring gekantet (Kapillaren) 12er Teilung (längs) plus Brennerring geschlossen (quer) 12 Jets á 0,7 mm, auf Brennerring 15° versetzt (Bezug Längskapillaren) Neigung 50° 18 g





       
      Leistungsmerkmale, Vergleich der Kocher und persönliche Wertung im Test:

  • Benutzer online   6 Benutzer, 0 anonyme Benutzer, 78 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)







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