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Ultraleicht Trekking

mtb_squirrel

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  1. Wahlweise als Denkanstoß oder einfach zum Spaß noch was allgemeineres zur Erleichterung von muskelgetriebener Bewegung durch Technik und Meinungen dazu: Die Tages-Marschleistung von römischen Legionären übertraf trotz archaischer Ultraheavy-Ausrüstung wahrscheinlich die des durchschnittlichen Foren-Mitglieds. Was die Legionäre wohl zu sub-5 kg Baseweight und Dyneema-Zelten sagen würden? Bei der Einführung der Gangschaltung am Fahrrad war die Expertenmeinung, dass das nur was für Invalide und Frauen sei. Noch heute gibt es Leute, die die schwierigsten Strecken ohne Gangschaltung bewältigen, gerade erst zB das Arizona Trail Race. Letztere halten oft eine aktuelle 12-Gang-Schaltung auch eher für Cheating. Hier im Thread wurde ja iirc schon erwähnt, dass Bikepacking als mögliches Sub-Forum durchaus kontrovers diskutiert wurde. Völlig klar: Mit einem Fahrrad ist man, bei gleichem Einsatz, mehrfach so schnell wie zu Fuß! Ich bleibe dabei: Wo Muskeln bei der Bewegung eine wesentliche Rolle spielen lohnt es sich, über Ausrüstungsgewicht zu diskutieren und es ist hier alleine deshalb imho schon gut aufgehoben. Über Ausrüstungs-Volumen und Outdoor-Fähigkeiten könnte man sich nebenbei auch mit Motorrad-Reisenden sinnvoll austauschen, aber das sprengt hier im Thread den Rahmen. Ich bin jedenfalls dankbar, dass Bikepacking hier aufgenommen wurde. Ich denke nämlich, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen Trekking und Bikepacking gibt. Ähnlich denke ich auch über das Thread-Thema und würde mich freuen, hier im Forum in Zukunft auch mit Ebikern über Ausrüstung, Fähigkeiten und Routen zu diskutieren.
  2. Pro Fahrt hast du natürlich Recht. Pro Jahr aber nicht zwangsläufig: Ich hatte mir ~2010 ein recht gutes MTB gekauft und bin es in 10 Jahren in Summe und großzügig aufgerundet vielleicht 1000 km gefahren. Alleine mit meinem ersten EMTB bin ich in 3,5 Jahren 5000 km gefahren. Weil es in der Zeit immer mal wieder länger kaputt war hatte ich mir Anfang der Corona-Zeit noch ein zweites gekauft, die Gesamt-Fahrleistung wird also nochmal deutlich höher liegen. Zur Frage, warum wir hier überhaupt (mit dir) diskutieren: Für mich kann ich sagen, dass ich das Thema zwar für hoffentlich die nächsten 25 Jahre abgehakt habe bis mein Alter mich wieder in die Richtung bringt. Für andere würde ich mir aber wünschen, dass sie ähnliche Erfahrungen machen können wie ich. Dazu trägt manchmal auch die Haltung Dritter wesentlich bei. Auch wenn Du selbst dich vermutlich nie auf ein Ebike setzen wirst, magst du anderen zu- bzw abraten. Also hoffe ich, auch dich überzeugen zu können, dass Ebikes nicht vom Teufel kommen 😉
  3. Ich nehme an, dass diese gesellschaftliche Minderheit hier im Forum eine Mehrheit darstellt. Insofern finde ich das genau richtig.
  4. Mir reicht das ja schon, um es unterm Strich positiv zu finden. Ich freue mich für und über jeden Einzelnen, der draussen unterwegs ist. Letztlich auch fürs Gesundheitssystem. Wäre es noch besser, die Leute würden sich noch mehr & öfter anstrengen? Klar. Braucht man ein Ebike um Rad zu fahren? Auf keinen Fall. Kaufen Leute lauter Sachen, die sie eigentlich nicht brauchen. Na klar. Hilft ihnen das manchmal trotzdem? Ich denke schon. Für mich war & für meinen Nachbarn ist es so. Da bin ich absolut deiner Meinung. Bei Ebikes ist es mir ehrlich gesagt bis heute nicht aufgefallen, bei anderen Produkten und Politik aber schon.
  5. Dem liesse sich leicht abhelfen: Wohnst du nicht auch irgendwo um Köln herum? Ich habe dieses Jahr schon 2x mein „normales“ EMTB länger an Bekannte verliehen und biete dir das hiermit auch an 😀 Oder wir fahren mal meine Hausrunde in Gummersbach zusammen.
  6. Ich fahre so gut wie kein Ebike mehr (siehe auch weiter oben im Thread). Deswegen verkaufe ich mein teureres gerade, das zweite behalte ich für Touren mit der Familie (Kindersitz und/oder Kinderanhänger). Warum brauche ich kein Ebike mehr? Weil ich mittlerweile wieder fit genug bin. Wie bin ich so fit geworden? Durch viel Ebike-fahren 😀 Während der Ebike-Zeit habe ich mich oft komplett verausgabt. Diese Möglichkeit nimmt einem der Motor nicht, je nach Einstellung (Motor und persönlich) animiert er sogar dazu. Wenn ich Leuten meine Ebikes zum fahren gebe versuche ich immer, auch ein bisschen dieser Einstellung zu vermitteln: Es ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor, kein Motorrad mit Pedalen. Der liebste Modus bei meinem normalen EMTB (150 mm Fully mit 27.5+ Bereifung) war mir immer „Tour“ (ohne „+“, Bosch). Der unterstützt linear mit 140% der Eigenleistung, man bekommt also sehr lange proportional das, was man reinsteckt. Auf dem Display lässt sich die aktuelle Eigenleistung darstellen. Damit macht bergauf fahren richtig Spaß. Durch die große Reichweite habe ich da eigentlich nie die Unterstützungsstufe gewechselt, auch nicht in der Ebene. Mein Fatbike bin ich hingegen 50 % komplett ohne Unterstützung und 50 % mit „Eco“ (auch Bosch) gefahren. Da stand Geschwindigkeit nicht im Vordergrund, das Rad ist eh schon langsam. Für mich war ein riesiger Pluspunkt am Ebike immer, dass ich eine vermeintlich schlechte Tagesform kompensieren konnte. Wenn ich dann erst mal draussen war habe ich das meistens gar nicht gebraucht, aber als Hilfe um überhaupt das Haus zu verlassen, gerade wenn das Wetter mies ist, war es Gold wert. Desweiteren kann man die gleiche Runde halt in kürzerer Zeit schaffen, also genau wie @martinfarrent vermutet. Durch die Familie bedingt habe ich im Alltag meistens nur Slots von 1-2 Stunden. Heute schaffe ich meine, mit der Zeit immer länger gewordene, Hausrunde auch ohne Motor in der Zeit. Früher aber halt nicht annähernd. Da widerspreche ich anhand meiner Geschichte enthusiastisch. Alles was eigene Anstrengung beinhaltet _kann_ man auch als Sport betreiben. Und falls man das tut wird man mit der Zeit fitter werden. Ich mache mir allerdings keine Illusionen, mit so einer Einstellung repräsentativ für Ebike-Fahrer zu sein. Noch ein anderer Datenpunkt dazu: Einer meiner Nachbarn ist ähnlich alt wie ich (irgendwas zwischen 40 und 50) und fährt EMTB. Bei einer gemeinsamen Tour hat er mal erzählt, wie ihn seine Verwandten deswegen immer aufziehen. Sein Kommentar: „Besser als auf dem Sofa sitzen und fernsehen oder mit der Playstation spielen, oder?“.
  7. Vielleicht ist meine Hose etwas für dich. Sie hat 2 RV-Taschen. In einer davon habe ich bei meiner zweiwöchigen England-Tour dieses Jahr dauerhaft den Reisepass, alle sonstigen Dokumente (zusammen mit dem Pass in 2 verschachtelten Ziploc-Beuteln) sowie mein Portemonnaie und zeitweilig noch mein Garmin-Navi transportiert. In der anderen war mein Smartphone in recht großer Outdoor-Hülle (dafür gibt es noch eine stretchige Tasche in der Tasche), ein kleiner Schlüsselbund und es wäre noch reichlich Platz gewesen. Ich finde das geräumig. Auch sonst mag ich die Hose: Stretchiges aber trotzdem robustes Gewebe das schnell trocknet. Reichlich Lüftungslöcher im Schritt für ein angenehmes Klima selbst wenn es sehr heiss ist. Und sie kostet nur 40 €! Falls das interessant klingt such mal bei Decathlon nach „Rockrider MTB Shorts All Mountain Enduro„
  8. Ja, das kann hinkommen, halt je nach den o.g. Parametern. Hier gibt es eine informative Übersicht, was verschiedene EMTB so an hm schaffen. Dabei wird zwecks Vergleichbarkeit immer die höchste Unterstützungsstufe gefahren. Die Tabelle lässt sich nach hm / kwh sortieren, listet aber leider nicht das Fahrergewicht mit auf. Hier fällt dann auf, dass vermeintlich die Räder mit den schwächsten Motoren die beste Effizienz bieten. Das liegt daran, dass die Geschwindigkeit ebenfalls nicht gelistet wird (beides ist aber meistens in den verlinkten Testberichten zu finden). 2000 hm kann man mit einem durchschnittlich starken EMTB (Bosch, Shimano, Brose) statt an einem Tag in 3-4 Stunden schaffen. Da wird dann schnell auch wieder die Begrenzung durch die Akku-Kapazität deutlich: Fährst du den ganzen Tag ist es kein Problem, 2 oder mehr Akkus pro Tag leer zu fahren (und entsprechend mehr hm zu machen). Deswegen haben meine EMTB Zusatzhalterungen für 1-2 weitere Akkus. Und sogar Räder mit eher weniger trainierten Fahrern als Zielgruppe haben teilweise 2 große Akkus (Beispiel: Riese & Müller Superdelite).
  9. Jein: Es fliessen natürlich viele Faktoren mit ein (Grob in absteigender Bedeutung: Gewählte Unterstützungsstufe, Systemgewicht, Eigenleistung, Trittfrequenz, Bodenbeschaffenheit kombiniert mit Rollwiderstand, Akku-Alterung, Temperatur…). Die Steigung macht direkt keinen Unterschied, die nötige Arbeit pro Höhenmeter für ein bestimmtes Gewicht unterscheidet sich ja nicht. Für sich selbst und das eigene Rad kriegt man irgendwann ein gutes Gefühl, wieviele hm man pro Ladung schafft. Und analog zur euch ja bekannten Schlafsack-Norm machen die besseren Tests zumindest die wichtigsten Bedingungen transparent, sind innerhalb der eigenen Publikation vergleichbar und erlauben Rückschlüsse für den eigenen Einsatz.
  10. 😀 Kommt mir bekannt vor. Man _kann_ sich auch mit Ebike ganz gut anstrengen. Das machen aber längst nicht alle. Mich hätte sein Aufladeverhalten beim Campen interessiert. Bei mtb-news trauen sich bisher leider keine Ebiker in den Bikepacking-Bereich. Es gibt sie aber und vermutlich werden sie eher zunehmen.
  11. Campt er oder schläft er im Hotel?
  12. Als ich noch Feuchttücher benutzt habe habe ich unfreiwillig eine UL-relevante Entdeckung gemacht: Die kann man prima trocknen lassen, dann sind sie direkt leichter. Wenn man eines braucht einfach ein paar Tropfen Wasser drauf und sie sind wie neu.
  13. Das ist auch mein Problem mit der Idee. Falls einem _wirklich_ kalt wäre könnte man aber das Wasser natürlich auch erst mitten in der Nacht erhitzen. Die moderne Wunschvorstellung, 8 Stunden am Stück ununterbrochen zu schlafen ist noch gar nicht so alt so weit ich weiß. Dann hast du es doppelt falsch verstanden: - Der Schlafsack tut für die erwarteten Temperaturen. Mir geht es aber um ausnahmsweise kühlere. Vielleicht hatte ich das nicht deutlich genug im ersten Beitrag geschrieben. - „etwas brennendes“ impliziert eine Gefahr, die es schlicht nicht gibt. Wikipedia: „Mit Benzin betriebene Taschenöfen arbeiten flammenlos durch katalytische Verbrennung über einen Katalysator. … Dabei entsteht – im Gegensatz zu Taschenöfen mit Kohlebrennstäben – kein giftiges Kohlenstoffmonoxid (CO).„. Der Taschenofen ist also höchstens noch zu heiss, eine Gefahr die mit der Wärmflasche auch besteht und der man auf die selbe Weise begegnen kann: Mit einer Hülle. Konsequenterweise ist direkt eine dabei. Noch mehr theoretische Erkenntnis bevor die Nächte endlich kalt genug werden dass ich es testen kann: Ich war ja zunächst enttäuscht von den ~16 Watt Heizleistung. Jetzt habe ich aber in einem anderen Thread hier von der Heizleistung des Körpers selbst gelesen. Da sind die 16 Watt im Kontext auf einmal richtig viel, nämlich ungefähr 25 %. Und damit auch signifikant mehr als der Unterschied zwischen Männern und Frauen, der ja allgemein mit etwa 5 Grad angenommen wird. Theoretisch bleibt das Thema also vielversprechend.
  14. Das hängt zum einen stark vom Verhältnis zwischen der Outdoor-Zeit im Alltag und beim Trekking (bzw in meinem Fall Bikepacking) ab, oder? Für mich findet 90% oder mehr meiner Draussen-Zeit im Alltag statt. Auf Mehrtagestouren bin ich mit Glück ein paar Wochen im Jahr, bedingt durch Familie. Falls ich jetzt Ausrüstung für diese Zeit reservieren würde hätte ich also nur höchst selten etwas davon. Es kommt für mich aber auch noch ein anderer Aspekt dazu: Bei Sachen, die ich auf Mehrtages-Touren mitnehme will ich mir sicher sein, dass sie auch dauerhaft zuverlässig funktionieren. Wenn ich sie nicht vorher intensiv benutzt habe weiss ich das aber gar nicht, oder? Beispiel: Meine Regenjacke ist genau richtig für mich, aber leider „viel zu schwer“ (TM). Schon längere Zeit kreist mein Shopping-Finger deshalb über diversen leichteren Alternativen, gestern zB einer auf der Montbell-Webseite. Die wäre mir für den Alltag aber ziemlich sicher zu empfindlich. Nachdem ich mir mal eine dünnere Regenjacke beim fahren durch Gestrüpp zerrissen habe (im Alltag) und mittlerweile auf Mehrtagestouren zeitweilig Rucksack trage bin ich da sensibel und weiss die verstärkten Ärmel „meiner“ Jacke zu schätzen. Beides zusammen bringt mich zu einem anderen Ansatz: Zeug was mir für den Alltag zu teuer und / oder zu empfindlich (meistens vermutlich eine Kombination) erscheint kaufe ich gar nicht erst. Was die Ersetzbarkeit angeht: Ja, geliebte Prdukte verschwinden immer wieder mal vom Markt. Bei günstigen lohnt sich vielleicht etwas private Lagerhaltung. Meine o.g. Regenjacke habe ich zB kürzlich nach 3 Jahren durch eine neue aus dem Keller ersetzt (und wieder eine auf Vorrat gekauft). Das fällt natürlich auch relativ leicht weil sie nur 40 € kostet 😉 Falls es aber mal wirklich keinen adäquaten Ersatz gibt war mein Weg bisher immer MYOG. Jetzt wo ich drüber nachdenke sogar schon ziemlich lange: Vor 20 Jahren hat Milka mein geliebtes Trinkschokoladen-Pulver durch etwas absolut ungeniessbares ersetzt. Seitdem mixe ich selbst 😀 Und bei etwas, was wirklich nicht mit vertretbarem Aufwand selbst herstellbar ist (zB meine Lieblingsreifen: Schwalbe Rocket Ron 27.5x3.0, die werden nicht mehr gebaut und ich habe nur noch 3 im Keller …) werde ich zähneknirschend auf einen schlechteren Ersatz ausweichen und ab und zu an die gute alte Zeit zurückdenken.
  15. Im Gegenteil: Vielen Dank für deinen Beitrag, genau sowas habe ich gesucht!
  16. OT: Du scheinst mir alles zunächst durchdenken zu wollen, das kommt mir sehr bekannt vor. Schau aber, dass es dich nicht daran hindert, überhaupt mal loszukommen. Meine beste Erfahrung war, aus einer abendlichen Weinlaune im Urlaub heraus einfach ein paar Nächte auf nem Trekkingplatz im Pfälzerwald 2 Monate später zu buchen. In der Zeit bis dahin hat sich dann mein ganzes Leben daran orientiert: Zuerst ein billiges Zelt (40 € für 1,3 kg, Aldi) und dazu passende Matte gekauft (Schlafsack hatte ich noch), dann eine Nacht im Garten geschlafen um herauszufinden, ob ich das überhaupt kann. Kurz danach Mittelklasse-Ausrüstung (~700 € für Zelt, Matte, Schlafsack & 3 Bikepacking-Taschen) gekauft und einen Test-Overnighter gemacht. Der hat noch mal einiges klarer gemacht. Meine erste Mehrtages-Tour fing dann trotzdem schon Sche*** an, im Wortsinn: Über eine halbe Stunde habe ich, bevor es überhaupt losging, damit verbracht, Hundekot vom Schuh zu entfernen. Mit dem Tagespensum hatte ich mich deutlich überschätzt, trotz vorher lesen zu viel Gewicht dabei … Meine Erfahrung, und mittlerweile auch Erwartung, ist, dass _immer_ etwas schiefgeht. Das sorgt meistens dafür, dass ich es halbwegs entspannt hinnehmen und die Tour trotzdem geniessen kann. Zur eigentlichen Frage: Bei kurzen Touren (bis 5 Nächte) war mir Hygiene bisher bis auf den Intimbereich (weil es sonst Probleme mit dem Sattel gibt) immer recht egal. Früher bin ich auch mit dem Auto an- und abgereist und dann halt zuhause erstmal unter die Dusche. Dieses Jahr habe ich dann von Heinz Stücke gelesen, der 51 Jahre lang (!) nahezu ununterbrochen unterwegs war und wohl immer „wie aus dem Ei gepellt“ aussah. Das hat mich inspiriert, für meine erste längere Tour dieses Jahr 3 Waschlappen (Topf, Oberkörper, Unterkörper), Seife, Deo und sogar Rasierzeug mitzunehmen. Die Waschlappen und eine meiner beiden Merino-Boxershorts habe ich täglich ausgewaschen, mein Kunstfaser-UV-Shirt etwa alle 2 Tage. Das hat prima funktioniert und werde ich jetzt immer so machen. Zum Thema „wie wirkt mangelnde Hygiene auf andere“: Meine Frau und ich haben 2014 mal einen Hiker zum Leuchtturm auf der Nordinsel von Neuseeland mitgenommen. Er stank so zum Himmel, davon haben wir noch Jahre später gesprochen 😀 Wir haben irgendwann die Fenster aufgemacht, waren aber zu höflich um etwas zu sagen. Wenn euch also andere egal sind: Fair enough. Aber redet euch nicht ein, dass würde niemand merken.
  17. Angeblich macht er es wärmer, wenn es kalt ist und kälter wenn es warm ist. Darüber hinaus beschützt er dich laut Tarptent vor Kondensations-Tropfen. Echte Magie also. Ich fand die Tropfen bei starkem Regen zugegebenermaßen erst mal irritierend, gestört haben sie mich aber nicht wirklich. Dass es mit Liner wärmer wird will ich jetzt nicht mal bezweifeln, meine Frage wäre eher: Wie viel wärmer denn genau? 0,2 Grad oder 5? Ich schätze eher ersteres. Wir bewegen uns aber, zumindest so wie ich es bisher verstehe, in der Outdoor-Welt meistens ziemlich unwissenschaftlich und Entscheidungen werden oft aufgrund anekdotischer Erfahrung von anderen getroffen ohne alle relevanten Variablen zu kennen … Sicher sorgt der Liner aber für weniger Platz und etwas mehr Gewicht. Wegen ersterem habe ich bisher darauf verzichtet und es nicht bereut.
  18. Ja? Warum denn genau? Ich war damit letzten Herbst schonmal ein paar Tage bei Dauerregen unterwegs, abends/nachts auch richtig stark. Den Liner habe ich nicht vermisst. An deiner Stelle würde ich es erst mal ohne probieren. Was ich hingegen nicht mehr missen möchte ist das Gear-Loft, das schafft echt Komfort, finde ich. Das ist auch leicht selbst zu machen und dabei kannst du sogar noch Features wie Elastikkordel auf der Rückseite (um Klamotten zu halten) und eine Maskottchen-Schlaufe hinzufügen 😉
  19. Ich hatte ein älteres Rainbow aus Silnylon (Querstange noch mit Stoff-Tunnel statt mit 2 Ösen befestigt) und kann das _nicht_ bestätigen. Was mir allerdings im Vergleich auffällt ist, dass das Silpoly schneller trocknet, also abseits vom schwarzen Boden, der ist ja nach wie vor aus Nylon. Ich habe meins letztes Jahr gebraucht für 230 € plus Versand gebraucht gekauft und später, mit mehr Zubehör, zum selben Preis auch wieder verkauft. Selbst mit Suchauftrag und schreiben innerhalb von 15 min nach Veröffentlichung war ich allerdings nur der 2. Interessent (der erste hat doch noch verzichtet)! Verkauft habe ich es später auch wieder innerhalb von ein paar Stunden. Die Nachfrage ist also scheinbar hoch, aber trotzdem kann man Glück haben _falls_ man denn unbedingt ~100 € sparen muss/möchte. Ich habe meins aus Silpoly in der ersten Woche gekauft (direkt aus USA) und empfehle es bedenkenlos. Tarptent entwickelt seine Produkte immer weiter und es hat sich im Laufe der Zeit einiges getan beim Rainbow. Im Thread „Neue Ultraleicht Ausrüstung“ hatte ich nach der Ankündigung mal Details aufgelistet falls das interessant ist. Die 355 € von einem europäischen Händler, also mit praktikabler Garantie, sind super.
  20. Sehr fein! Mir fallen spontan mehrere Sachen ein: - Wenn man das Gestänge separat halten kann reduziert sich das Packmaß erheblich. Gefühlt beim neuen Silpoly sogar noch mehr als beim Silnylon vorher. - Die Stangen des Hauptbogens lassen sich leicht kürzen, man muss halt nur schauen, dass man immer auf die gleiche Gesamtlänge kommt. Ich habe zB alle 9 ursprünglichen Elemente jeweils um 4 cm gekürzt und dann ein weiteres mit 36,6 cm hinzugefügt. - Falls man sich eine Querstange aus Alu baut ist es leicht, das längere empfindlichere Element genauso lang zu machen wie die des Hauptbogens. Dann reicht es im Falle eines Defekts, ein weiteres dabei zu haben. - Menschen ohne Trekkingstöcke, zB Bikepacker, könnten sich zusätzliche Stangen für den Porchmode anfertigen und mitnehmen. Im Bild ist das (Single) Rainbow links in Silpoly, rechts in Silnylon. Falls man die darin liegende Gummikordel etwas länger als zwingend nötig wählt und ein weiteres Element mitnimmt kann man die Stangen wahlweise auch erweitern und das Zelt damit (ohne Apsiden) freistehend aufstellen, etwa in einer Schutzhütte. Wenn dabei die gleichen Längen wie für Haupt- & Querstange gewählt werden hat man quasi Dual-Use Ersatzteile dabei. - Die zusätzlichen Stangen lassen sich relativ einfach so gestalten, dass man den Porch von innerhalb des Zeltes auf und abbauen kann: Dafür einfach oben an die Stange einen Mini-Karabiner und eine Schlaufe befestigen (siehe Bild). Mit dem Karabiner werden die Stangen am Zelt befestigt und ein weiterer Karabiner an der Abspannleine wird dann an der Schlaufe befestigt. So sind Zelt, Stange und Leine fest verbunden. Will ich jetzt den Porch abbauen lege ich einfach die Stange hin, will ich ihn wieder aufbauen stelle ich sie wieder auf. - Auf den meisten Holzplattformen kann man prima improvisieren: Hier im Bild links habe ich Spanngurte statt Heringen benutzt und rechts jeweils 2 Heringe gekreuzt. PS: Manche meiner Bilder dreht die Forensoftware auf den Kopf. Selbst wenn ich sie bearbeite und anders herum poste bleiben sie falsch, sorry! Edit Khyal : ist nen Klassiker, bei ner non-destruktiven Bildbearbeitungs-SW bleibt die org Datei erhalten, dann hilft meist unter einem anderen Namen speichern. habe mir erlaubt, das eben zu ändern.
  21. Das hätte ich unterschrieben … bis ich dieses Jahr nähen gelernt habe. Da gibt es natürlich Abstufungen, so gut wie ein @Capere oder ein @Andreas K. bin ich nicht annähernd. Erstens haben die aber mit Sicherheit auch mal klein angefangen und zweitens ist das vielleicht auch der falsche Maßstab ab wann du es „kannst“: Mein erstes Nähprojekt war zB ein banaler Heringsbeutel: Also nix wildes, für mich aber cool weil er genau die richtige Größe für meine Heringe und Schaufel hat, mir farblich gefällt und sich über die beiden roten Laschen mit meiner Zelttasche verbinden lässt. Die Nähte sind krumm, zu lang / zu kurz, die Laschen schief und meine Frau musste mir die Nähmaschine vorbereiten etc. Am Ende habe ich das Ding aber selbst gebaut und es ist noch im Einsatz. Ziemlich genau einen Monat später war dann mein Bikepacking-Rucksack fertig. Der ist zwar handwerklich gesehen natürlich immer noch ziemliche Grütze, tut aber was er soll und ist weltweit einzigartig. Deswegen meine These bzw Wette: Wenn ich das lernen kann, kann das auch jede(r) andere. Gib mir eine Stunde mit Dir und einer Nähmaschine im gleichen Raum und auch du kannst danach a) Stoff abmessen und schneiden sowie b) mehrere Stücke mit nähen verbinden so dass sie halten. Falls nicht gebe ich ein Craft-Bier deiner Wahl oder was ähnliches aus 😀 @khyal Vielleicht wäre „Nähen für komplette Anfänger“ auch was fürs Wintertreffen. Das kann ich auch gerne leiten, die Erinnerung an die ersten Schritte ist bei mir noch frisch.
  22. Heute ist der Peacock angekommen und leider etwas schwerer als angenommen. Packmaß und Haptik sind aber super. Ich hätte lieber die Mini-/Baby-Version mit dem gleichen Brenner, also wahrscheinlich genauso warm aber noch etwas kleiner und leichter gehabt. Die wäre aber unverhältnismässig teurer gewesen oder erst Wochen später angekommen. So werde ich es mit der abgebildeten 30 ml Nalgene (mit Tropf- & Schraub-Deckel) mal ausprobieren sobald es nachts kälter wird. Zunächst mal unwissenschaftlich mit Temperatur nach Wetter-App, schlafen ohne bis ich friere und dann halt den Ofen anmachen. Je nachdem wie das läuft dann etwas objektiver mit 2 Thermometern (1 draussen, 1 im Zelt). Apropos Thermometer: Weiß jemand, wie man in Deutschland gut an das „Thermodrop“ kommt? Das scheint mir angenehm zu sein, sowohl von Gewicht/Packmaß als auch von Einfachheit und Funktionsumfang.
  23. Das leichteste was ich aktuell kenne ist Velogical Velospeeder mit insgesamt 2,5 kg. Ob das sinnvoll (effizient & stark genug) ist, ist eine andere Frage. Für mich als Mittelmotor-Verwöhnter, wo es bei ca. 8 kg Mehrgewicht gegenüber einem gleichwertigen unmotorisierten Rad Power und Reichweite im Überfluss (der Marketing-Spruch „4x Du“ ist für den Durchschnittsfahrer vermutlich realistisch) und auch noch gutes Ansprechverhalten gibt, wäre das eher nichts. Früher gab es mal Vivax Assist, die waren cool: Ab 1,8 kg iirc, der Motor war versteckt und wirkte direkt aufs Tretlager. Die Leistung war zwar auch nur ein Bruchteil von modernen EMTBs aber wenigstens elegant integriert und vermutlich deutlich effizienter als 2 umgedrehte Felgendynamos (Velogical) oder, für mich absoluter Schrott ob Ineffizienz, der Reibrollen-Antrieb mit Kraftübertragung auf den Reifen (mehrere Hersteller).
  24. Das ist die Kernfrage, oder? Wie viel Grad gewinnt man? Alles unter 5 Grad mehr fände ich vernachlässigbar. Und 5 Grad bei Daune wären ~100 g sowie ~ 500 ml Volumen (beste Qualität, komprimiert), oder? Ich habe versucht, mich dem mit Physik anzunähern: So wie ich es verstehe hat Benzin einen Heizwert von ~16 Wh / ml (bzw 1,35 g). Als Vergleichswerte: Eine Heizdecke heizt wohl mit 60-150 Watt, ein Teelicht mit 30-40. Das hilft mir aber noch nicht wirklich, zu verstehen was es im Schlafsack ausmacht.
  25. Davon habe ich schon gelesen und hätte keine Bedenken, das Wasser am nächsten Morgen als Kaffee zu trinken 😀 Wie viel Wasser nimmst du denn und wie lange hält es warm?
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