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Vor 2 Jahren war ich ebenfalls auf der Suche nach einer Isolation fürs aktive Traillaufen bei Minusgraden. Nach viel hin und her bin ich dann jedoch bei einem dickeren Microgrid Fleece gelandet anstatt bei einer echten (KuFa)Iso. Bei Aktivität selbst im Minusbereich wäre mir eine KuFa Isojacke zu viel und zu warm, zu wenig atmungsaktiv -> mehr Schweiß und größere Gefahr des auskühlens. Als Iso bei Pausen würde es natürlich anders aussehen. Ich handhabe es aber ohnehin so, dass ich durchgehend aktiv und in Bewegung bleibe und im Anschluß sofort ins Warme oder Umziehen im Auto. Hast du es schon im Zwiebelprinzip mit Fleece probiert? ZB Longsleeve Baselayer, dickeres Microgrid mit FullZip zur besseren Temperaturegulierung darüber und eine Windjacke im Rucksack für zusätzlichen Schutz falls erforderlich.
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Welche Socken für Trailrunning?
doast antwortete auf doast's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Hab mir mal ein Paar CEP bestellt. Hatte bisher 1 Paar CEP für die Straße, mit denen bin ich zufrieden. Versuche nun ein höheres Modell für Trails. Ist etwas zu dünn für den Winter und warte damit auf den Frühling, sonst wirkt der Socken aber recht gut. Hab mir ein Paar Incylence Triathlon geholt. Dezidierte Trailsocken gibt es keine. Vl habe ich mich in der Modellwahl vertan aber das Paar geht leider zurück. Dem traue ich niemals das zu was ich damit Vorhabe. Wie gesagt suche ich was sehr langlebiges und robustes. Den Incylence zerreiße ich gefühlt mit 2 Fingern im Vorfußbereich. Glaub nicht daran das die 75kg in langen Downhills besonders lange überleben... Immerhin sehen sie hübsch aus... -
Probleme mit Verarbeitung beim Hexamid Pocket Tarp mit Türen
doast antwortete auf Magic's Thema in Ausrüstung
Sehe ich auch so. Zpacks bietet ja auch im Bargain Produkte mit leichten Mängeln vergünstigt an. Die Mängel sind meist minimal oder nicht erkennbar und die Reduktion ist nicht dramatisch viel zum OVP aber immerhin. -
Welche Socken für Trailrunning?
doast antwortete auf doast's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Interessant danke. Hab schon mit dem Gedanken gespielt mal Compressport zu probieren, dann lass ich eher die Finger davon. -
Welche Socken für Trailrunning?
doast antwortete auf doast's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Danke für den ganzen Input. Haben tu ich auch Socken von ein paar Herstellern. Bisher war Drymax der für mich passendste. Aber wie gesagt nachdem nun 4-5 Paar "recht" schnell den Geist aufgegeben haben bin ich auf der Suche nach etwas nachhaltigerem. Reiner Laufumfang dieses Jahr kommt auf etwas über 3.000km und 100.000hm+. Bei der Statistik verschleiß ich in etwa 3 Paar Darn Tough Socken im (Weitwander)modus. Laufend habe ich heuer aber schon deutlich mehr Paar Socken verschließen. Vielleicht ist es auch unrealistisch aber ich würde mir Socken wünschen die ähnliche Umfänge wie die Darn Tough beim Wandern aushalten. Hab jetzt mal was von CEP bestellt. Danach teste ich mich weiter durch eure Vorschläge. Bevorzuge eher Socken der (Socken-)"Spezialisten", mit Modellen der Allrounder (z.B. Salomon) hab ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht. -
Welche Socken für Trailrunning?
doast antwortete auf doast's Thema in UL in anderen Outdoor-Sportarten
Danke mal für eure Empfehlungen, werd mich darüber mal schlau machen. -
Hallo zusammen, Mich würde interessieren welche Socken die TrailläuferInnen hier im Forum bei ihren Laufabenteuern verwenden. Ich verwende seit 2 Saisonen fast ausschliesslich Drymax-Socken. Eigentlich bin ich recht zufrieden. Das Problem ist dass man die dzt nur aus UK beziehen kann soviel ich weiß. Neuerdings geben die Drymax interessanterweise auch recht rasch den Geist auf und bekommen Löcher. Das ist auf Dauer mühsam da der Versand aus UK erfolgen muss bei Neuanschaffung und teuer. Fürs Weitwandern habe ich mit Darn Toughs meine ultimativen Socken gefunden. Fürs trailen werde ich aber nicht so warm mit ihnen. Suche eine robuste bzw haltbare und gute Alternative zu den Drymax. Alles was ich bisher sobst probiert hatte wa zwar teuer aber Schrott, zB von Salomon allen voran.
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Mir wäre jetzt auch kein großer Unterschied bekannt. Außerdem hat ZPacks immerhin eine jahrelange Reputation hinsichtlich DCF und viel Erfahrung mit dem Material. Ich bin jedenfalls mit meinem Plexamid Direktimport zufrieden. FedEx ist mega flott.
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[IT] Pazzos beinahe UL Genusswanderung auf der GTA
doast antwortete auf zweirad's Thema in Reiseberichte
Schöne Bilder und toller Bericht! Die GTA steht auch auf meiner Liste. Habe mich bisher aber noch nicht sonderlich intensiv damit beschäftigt. Die von dir gezeigten "heiklen" Stellen lassen mich aber leider etwas eingeschüchtert zurück. Meine leichte Höhenangst erlaubt mir zu ausgesetzte Passagen nicht. Gab es jeweils leichtere Umgehungen oder musste man da "durch"?- 59 Antworten
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Zeigt her Eure Powerbanks - die Powerbank-Übersicht
doast antwortete auf Wander Schaf's Thema in Ausrüstung
Danke für den Hinweis. Wusste ich nicht. Aber deine Argumente sind einleuchtend. Wie gesagt sind für mich 10.000 mAh eh der Sweet Spot, auch wenn das teilweise überdimensioniert sein mag. Ich denke eher daran die Kanten mit z.B. Leukotape einfach abzukleben. Abschleifen ist mir da schon fast zu brachial. Klar des Gewichts wegen wärs.... Und wegen den heftigen Sachen frage ich einfach nicht weiter nach. Ich will mir dann keine Sorgen machen als tickende Zeitbombe in den Bergen unterwegs zu sein :D. -
Zeigt her Eure Powerbanks - die Powerbank-Übersicht
doast antwortete auf Wander Schaf's Thema in Ausrüstung
Weil du es erwähnst. Vielleicht interessant was ich bisher so damit geladen habe: - Xiaomi Mi A3 und Mi 9 Smartphones - Garmin Fenix 6 Multisport-Uhr - Nitecore NU25 Stirnlampe - Styrd Footpod - Aufladbare Campinglaterne - AGP-Tek Mp3- Player - Playstation 4 Controller (der tanzt da aus der "Outdoor-Reihe", ich weiß ) Habe dabei jeweils unterschiedlichste Kabel und Netzlader verwendet (von billig bis mittelpreisig, was halt so daheim rumliegt und dann auch mal mit auf Urlaub, Camping oder Tour kommt). -
Zeigt her Eure Powerbanks - die Powerbank-Übersicht
doast antwortete auf Wander Schaf's Thema in Ausrüstung
Die Gesamtliste ist interessant, danke für den Link. Das die NB10000 von Nitecore tatsächlich eine gute Powerbank ist kann ich bestätigen. Ich habe vor einiger Zeit eine Testversion erhalten und die Powerbank in den letzten Wochen etwas ausführlicher unter die Lupe genommen. Das ganze aber aus der Sicht eines laienhaften Anwenders der die Powerbank für ultraleichtes (Weit-)Wandern und anderen Outdoor- und Campingeinsatz verwendet. Technische Details habe ich nicht geprüft und auch keine speziellen Messwerte ermittelt (ich bin da reiner Anwender und kein Pro). Die NB10000 hat mittlerweile meine Anker Powercore 10000 ersetzt. Vorwiegend aus den offensichtlichen Gewichtsgründen, aber nicht ausschließlich. Zusammengefasst kann ich folgendes Fazit zur NB10000 ziehen. - Mein Exemplar der NB10000 wiegt nachgewogene 151g und ist somit um 17% (bzw. 29g) leichter als meine alte 10000er von Anker - Das schlanke, flache Gehäuse hat in gewissen Situationen Vorteile (z.B. ist die "Dicke" von Smartphone auf Powerbank flacher als bei meiner alten Powerbank und ich kann beides einfacher verstauen beim Ladevorgang z.B. Jackentasche im Camp oder in Hüftgurttasche während des Gehens). - Die Verarbeitung ist sehr gut, das Gehäuse sehr wertig. Spritwassergeschützt nach IPX5 ist sie lt. Angaben auch. Ich vergesse gerne mal die Powerbank im Stretchmesh außen. Nach Regen hatte ich dann oft Sorgen das die Powerbank nicht mehr funktioniert oder Schaden genommen hat. Der Spritzwasserschutz gibt mir da ein wenig mehr Sicherheit bzw. zumindest das Gefühl von Sicherheit. - Auch wenn ich keine Werte gemessen habe (kann es auch gar nicht bzw. kenne ich mich auf der Schiene wie gesagt nicht aus) wirkt die NB10000 schneller und effizienter beim Beladen selbst und beim Aufladen von angeschlossenen Geräten als ich das aus der Vergangenheit kenne. - 10.000 mAh sind für mich gerade der "Sweet Spot". Oftmals würde mir auf Tour auch weniger reichen, trotzdem tendiere ich meistens zu 10.000 mAh (Nummer sicher bzw. Komfort auch mal ein bisschen Energie "verschwenden" zu können und z.B. die ein oder andere Minute mehr am Smartphone zu hängen). Trotzdem wäre es interessant wenn es vielleicht NB10000-Pendants in anderen Größen geben würde. - Zwei Kleinigkeiten die für mich nicht ideal gelöst wurden sind einerseits die Status-LED. Diese kann ich schwerer ablesen als auf meiner alten Powerbank. Für "peace of mind" kenne ich gerne den "Energiestand" und checke den auch regelmäßig. Außerdem sind die Ecken des Gehäuses relativ grabkantig. Da ich meine Elektronik und Wertgegenstände wie Geld und Pass immer in einem Sea to Summit Silnylon Drybag transportiere befürchte ich auf Dauer Beschädigungen des Drybags aufgrund der spitzen Kanten. Andererseits dient mein Drybag mehr der Organisation denn dem Schutz vor Wasser (dieser wird ohnehin in einem zusätzlichen Trashcompactorbag transportiert, bzw. ist der alte Drybag eh schon durchlöchert), erwähnen möchte ich es trotzdem. - Der Preis für die NB10000 liegt über jenem meiner alten Powerbanks. Sofern ich gerade eine recht neue und bewährte Powerbank hätte, wäre das ein Argument gegen eine Neuanschaffung. Bei einer geplanten oder notwendigen Neuanschaffung würde die NB10000 bei mir ganz hoch im Kurs liegen. Auch hier dürfte grob der "Kosten-Gewichtseinsparungsfaktor" 1 Gramm = 1 Euro schlagend werden. Meine alte Anker Powercore 10000 mAh mit 180g kommt etwa auf Anschaffungskosten von ~30€, die NB10000 bei einem Gewicht von 151g auf ~55€, also 29g = 25€. Wohlgemerkt muss sich die Powerbank noch im Langzeittest beweisen. Aufgrund des geringen Gewichts habe ich nun aber auch weniger Gründe für kürzere Touren mit geringerem "Energiebedarf" meine alte 6000er Powerbank mit auf Tour zu nehmen, da sich die beiden vom Gewicht her nicht stark unterscheiden. Wer sich für den gesamten Testbericht inkl. Bilder interessiert findet diesen auf meinem Blog. -
Gossamer Gear the One, wer hat Erfahrungen?
doast antwortete auf Michas Pfadfinderei's Thema in Ausrüstung
Wie weiter oben steht hatte ich ein GG The One und habe es hier im Forum verkauft. Aktuell habe ich keines aktiv in Benutzung aber ich würde sagen das ich Langzeiterfahrung in der Vergangenheit damit gemacht habe. Verwendung war auf dem PCT (also Langzeiterfahrung unter Berücksichtigung der dort herrschenden Bedingungen). Weiß jetzt nicht mehr wie viele Nächte genau aber in Summer vielleicht zwischen 70-100 eingesetzt. Kondensprobleme hatte ich keine dramatischen. Da habe ich mit meinem neuen ZPacks Plexamid deutlich mehr zu kämpfen. Das 10d Silnylon ist dünn, fühlt sich dünn an und zu Beginn hatte ich auch meine Zweifel. Aber unberechtigt. Die Verarbeitung ist super. Den einzigen Riss im Zelt habe ich selbst verursacht. Einzig die Nahtklebebänder haben sich an neuralgischen Eckpunkten mit der Zeit begonnen leicht zu lösen, das habe ich dann mit Silnet Seamsealer gefixt und hat gehalten. Packmaß, Gewicht, "Livability", Einfachheit im Aufbau,.... für mich weiterhin eines der besten Zelte am Markt, insbesondere für den Preis. Für 209$ jederzeit sofort gekauft. -
Die "Touri Info" kümmert sich in den meisten Fällen auch um die touristischen Angelegenheiten der Region, sprich jene die auch Kohle in die Kassen spülen. Ob die zu solchen Themen eine fundierte Auskunft geben können/wollen sei dahingestellt. Da würde ich eher die Gemeinde direkt kontaktieren... wobei auch da zu bezweifeln ist, dass man da sofort die gesetzlich gültige und korrekte Antwort bekommt. Ich behaupte einfach mal, dass in den Köpfen der meisten Menschen das campieren als illegal "verankert" ist ohne dass die tatsächlichen gesetzlichen Hintergründe bekannt sind und so wird dann auch schnell mal beauskunftet wenn man nachfragt. Ich habe selbst öfters bei der Exekutive das Gefühl, dass die teilweise die gültigen Gesetze nicht wirklich kennen und nach eigenem Ermessen agieren... (Wobei das für mich auch wieder schwer zu beurteilen oder nachzuweisen ist, da ich selber ja kein Rechtsexperte bin). Das in Österreich bzw. unter seiner derzeitigen Regierung dzt. Gesetze (inkl. Verfassungsrechte usw.) keinen besonders hohen Stellenwert haben ist ja kein Geheimnis....
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Ein viel diskutiertes Thema das z.B. über die Suchfunktion hier im Forum zu finden ist. Zusammenfassend findest du z.B. unter https://www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/bergsport_umwelt/zelten-biwakieren.php & unter https://www.oesterreich.gv.at/themen/freizeit_und_strassenverkehr/campen/Seite.3390008.html folgendes zum Bundesland Vorarlberg (in welchem sich das Montafon befindet): Weniger restriktiv. Laut Vorarlberger Campingplatzgesetz kann der Bürgermeister einer Gemeinde das Aufstellen von Zelten außerhalb genehmigter Campingplätze untersagen, wenn Interessen der Sicherheit, Gesundheit, der Landwirtschaft oder auch der Schutz des Naturhaushaltes sowie das Landschafts- und Ortsbild gröblich verletzt werden. Wie ich das verstehe müsstest du also die jeweilige Gemeinde kontaktieren um auf Nummer sicher zu gehen ob campieren erlaubt ist oder nicht. Generell würde ich nicht davon ausgehen, nur dass weil organisierte Übernachtungen irgendwo veranstaltet werden auch für alle anderen (also dich) das selbe Recht gilt. Es handelt sich dabei meist um touristische Interessen/gewerbliche Veranstaltungen, da werden natürlich auch gerne mal Ausnahmen gemacht und jedenfalls wurden im Vorhinein die Genehmigungen eingeholt. Als genereller Tipp: ich persönlich würde in Österreich (und auch anderswo) nicht allzu exponiert und an Hotspots campieren (Touristenorte wie z.B. an Seilbahnen oder neben Alpenvereinshütten, in der Nähe schön gelegener alpiner Seen, etc.) das wäre mir in jedem Fall zu stressig. Für das Hochjoch bzw. die Seen da oben trifft das meiner Einschätzung nach zu. Es gilt natürlich immer: wo kein Kläger da kein Richter. In der Gegend um das Hochjoch habe ich z.B. schon entlang des Wormser Höhenweges biwakiert (uneinsichtig, unauffällig, nach Sonnenuntergang bis vor Sonnenaufgang und natürlich LNT) (Anm.: Das soll aber keine Empfehlung sein! Alles in eigener Verantwortung!)
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Der „Kurze Frage, kurze Antwort“-Thread
doast antwortete auf fettewalze's Thema in Leicht und Seicht
Da du nur auf Asphalt unterwegs sein wirst würde ich definitiv zu normalen "Straßenlaufschuhen" greifen. Traillaufschuhe sind üblicherweise schwerer und weniger "luftig" als "normale" Laufschuhe. Du brauchst keine Aspekte die Trailschuhe mitbringen (Grip, Stabilität, Zehenschutz, etc.). Du erzeugst nur Abrieb und Reibung an der profilierten Sohle, schleppst ein paar Gramm mehr und hast eventuell Komforteinbussen aufgrund des überlicherweise festeren Außenmaterials bei Trailschuhen (z.B. härtere Knickstellen etc.). Wie @paddelpaul vorgeschlagen hat, würde ich persönlich für so ein Event ebenfalls zu Hokas greifen. Allerdings nicht zum Challenger ATR wenn es nur um Asphalt geht. Z.B. der Clifton ist quasi die Straßenvariante des Challengers. Wichtig wäre mir jedenfalls eine gute Dämpfung. Falls du Zero Drop Schuhe bevorzugst sollte es z.B. auch von Altra Straßenmodelle geben die gut geeignet sind (breite Zehenbox und Komfort und genügend Dämpfung). -
„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
Tag 8/8,5 – Bielerhöhe bis Lech – 400 km rund um Vorarlberg = Check Einmal noch. Einmal noch früh aufstehen, einmal noch die übliche Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Nur noch einmal Gas geben, Distanz machen und Berge erklimmen. Nur noch ein letzter Abschnitt und meine Wanderung rund um Vorarlberg soll erfolgreich enden. Am Ende des 8. und letzten Abschnittes entlang von „Min Weag“ soll der Haken stehen. Das „Check“ hinter einem 400 Kilometer langen zusammenhängenden Fußweg rund um mein Bundesland. Von der Bielerhöhe nach Lech. 65 Kilometer und 4.000 Höhenmeter im Aufstieg liegen zwischen mir und dem Erfolg. Die anspruchsvollste Strecke meines Projektes liegt noch vor mir. Ich bin nicht selbstsicher genug um diese letzte Strecke in einem Tag absolvieren zu wollen. Zu unbekannt ist mir die vielleicht „wildeste“ Region Vorarlbergs. Zu viele Fragezeichen stehen im Raum. Eine Abreise von Lech bei Ankunft im Dunklen ist auch nicht möglich. Deshalb wird ein Übernachtungstrip geplant. Es wird mal wieder Zeit die Ausrüstung hervorzukramen. Prolog 4 Kilogramm Basisgewicht plus Essen für 1 1/2 Tage und 1 Liter Wasser hängen an meinem Rücken als ich am Silvrettastausee aus dem Bus aussteige. Erst um 10:00 starte ich mein Abenteuer. Meine Überheblichkeit geht von einer Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 5 km/h für meine Strecke nach Lech aus. Kleiner Tipp vorweg für alle die den Weg nachwandern wollen: plant deutlich mehr Zeit für diese Strecke ein. Der Blick zurück zum Silvrettastausee mit den höchsten Bergen Vorarlbergs im Hintergrund ist gigantisch. Die Sonne lacht vom Himmel. Vorbei an der imposanten Vallüla wird das Gelände ruppig. Ausgedehnte Blockfelder erstrecken sich auf den nächsten Kilometern bis zum Vallülasee. Es geht langsam vorwärts. Ein Felsblock nach dem anderen will überwunden werden. Ich merke schon, dass mit der angestrebten Durchschnittsgeschwindigkeit wird heute schwer. Trotzdem, die Landschaft hätte ich mir nicht schöner vorstellen können. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreiche ich den Stausee Kops. Türkisfarbig funkelt das Wasser eingefasst von gigantischen Bergen und einer massiven Staumauer. Am Zeinisjoch herrscht Hochbetrieb. Auf den nächsten Kilometern zur Neue Heilbronner Hütte und weiter zur Konstanzer Hütte führen Scharen an Mountainbikern Ihre Zweiräder aus. Immerhin komme ich hier schnell vorwärts und kann Kilometer fressen. Die Zeit verfliegt und der Nachmittag geht in den frühen Abend über. Der Himmel hat sich in der vergangenen Stunde verdüstert und Wolken bäumen sich auf. Vor mir baut sich das größte Hindernis des Tages auf. Ein senkrecht zu den Höhenlinien ansteigender, steiler Pfad hoch zum Gstansjöchli auf fast 2.600 Metern liegt vor mir. Auf 2.400 Metern verwandeln sich die dunklen Wolken in Regen. Dann verwandelt sich der Regen in Hagel. Die Wetterprognose war gut. Der Regenrock blieb daheim. Die mitgebrachte Regenjacke suppt zwischen Rucksack und Rücken sofort durch. Bis auf die Boxershorts nass, fluche ich. In der vom Schmelzwasser triefend nassen Kaltenbergmoräne zwischen Altschneefeldern, Kaltenbergsee und Kaltenberggletscher möchte ich dann doch nicht abwettern oder gar meine Nacht verbringen. Deswegen drücke ich aufs Gas. Hoch geht es Richtung Krachelspitze auf fast 2.700 Meter Höhe. Der Regen lässt glücklicherweise nach. Am Horizont bahnen sich die nächsten dunklen Wolken an. Wäre da nicht der Regen und die Kälte… die Stimmung ist atemberaubend. Vorsichtigen Schrittes geht es im Abstieg weiter Richtung Kaltenberghütte. Diese erreiche ich gegen halb 8. Ein vor der Hütte rauchender Gast teilt mir mit, dass das Matratzenlager fast leer wäre. Ein warmes Lager klingt verlockend. Dafür bin ich jedoch nicht hier. Weiter geht es Richtung St. Christoph. An geeigneter Stelle richte ich mich für die Nacht ein. Ein weiterer kurzer Schauer verabschiedet mich in die Nacht. Das Grande Finale Der frühe Vogel fängt den Wurm oder wer früher ankommt erwischt den früheren Bus in Lech. Um 5:00 weckt mich der Alarm meiner Uhr. Das ausgestorbene St. Christoph am Arlberg erreiche ich schnell. Der Anstieg zur Ulmer Hütte führt steil über eine Skipiste. Willkommen am Arlberg. Atemberaubende Bergkulisse, misshandelt von menschlicher Ski-Infrastruktur. Ich wähle eine alternative Route über den Flexenpass und Zürs hoch zum Rüfikopf. Den Teil Stuttgarter Hütte bis Rüfikopf entlang der offiziellen Wegführung bin ich vor 2 Tagen bereits gewandert. Deswegen entscheide ich mich dafür einen mir noch nicht bekannten Weg zu wandern. Die letzten Kilometer führen steil vom Rüfikopf hinunter ins wuselige Lech. Es ist geschafft. Ich stehe in Lech und bin ein klein bisschen stolz. 400 Kilometer rund um Vorarlberg sind geschafft. Ich kann meinen ganz persönlichen Haken unter mein Vorhaben setzen. Min Weag = Check. Statistik Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 8 eine Distanz von 44 Kilometern, 2.600 Höhenmeter im Anstieg und 2.650 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 10:45 Stunden an. Am nächsten Vormittag zusätzlich eine Distanz von 24,5 Kilometern, 1.400 Höhenmeter im Anstieg und 1.900 Höhenmetern im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 6:15 Stunden. Wer noch mehr Fotos oder Videos zu allen Etappen sehen will schaut einfach auf https://www.wegalsziel.at oder unter https://www.youtube.com/channel/UCjxPqVQ29t3BxGHgjJkkLeQ vorbei. -
„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
@chbla Abschnitt 13 führt von der Kaltenberghütte zur Konstanzer Hütte. Diesen Abschnitt bin ich vorgestern gelaufen. Grandiose aber tlw. anspruchsvollere Strecke als die restlichen Etappen von "Min Weag". Hatte noch einige Altschneefelder da oben. 1-2 mal sollte man ein bisschen aufpassen. Trailschuhe "beißen" ja leider nicht so gut im weichen Schnee. Edit: Sehe gerade dein Beitrag ist etwas älter. D.h. wir waren am selben Wochenende dort oben unterwegs. Wie ist es dir ergangen? Wie hat es dir gefallen? -
„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
Tag 7 – Bielerhöhe bis Gargellen - Im Süden Vorarlbergs Tag 7 entlang von „Min Weag“ rund um Vorarlberg führt mich in den südlichsten Landesteil des Bundeslandes. Selbst dieser abgelegene Landesteil ist ideal mittels öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. Ein bisschen Geduld braucht es dann aber doch. Immerhin ist die Strecke von Bregenz auf die Bielerhöhe am Silvretta-Stausee eine der längsten möglichen Strecken die man in Vorarlberg zurücklegen kann. Einmal quer durchs ganze Land. Die letzten Kilometer werden auf der mautpflichtigen, kurvenreichen Silvretta-Hochalpenstraße zurückgelegt. Das dabei Passagiere im öffentlichen Verkehr ebenso mautpflichtig sind wie private PKW oder Motorräder war mir nicht bewusst. So schau ich erstmals blöd aus der Wäsche als mir bereits um kurz nach 7:00 morgens 4,50€ abgenommen werden. Es scheint als wäre nichts umsonst außer der Tod und auch kostet der bekanntlich das Leben. So oder so ähnlich… Auf etwa 2.000 Höhenmeter am Silvretta-Stausee angekommen empfängt mich ein strahlend blauer Himmel. Trotz der Höhenlage und der frühen Uhrzeit ist es bereits warm. Es soll ein heißer Tag werden, mit starken Wärmegewittern ab Nachmittag. Ich plane natürlich nicht diese am Berg mitzuerleben. Der Kanton Graubünden in der Schweiz ist hier oben ganz nah. Selbst Italien ist per Luftlinie nur etwa 30 Kilometer von hier entfernt. Man kann das Dolce Vita förmlich riechen. Die Ärmel meines T-Shirts hochgekrempelt soll es also los gehen. Die hochgekrempelten Ärmel sollen sich jedoch noch bitter rächen. Darauf vergessend verharrten diese die gesamte Etappe über an ihrer Position. Rote, brennende Oberarme sind das leidvolle und mahnende Resultat. Die heutige Etappe wird gelaufen. Quasi als langsamer Long Run für die Woche. Langsam ist dann auch der dominante Begriff in der nachträglichen Notiz in meinem Trainingsplan. Die hohen Temperaturen und die Höhenlage großteils zwischen 2.000 und 2.500 Höhenmetern verlangen mehr ab als erwartet. Das Gelände tut sein übriges. Technische Trails und viele grobe, blockige Passagen hemmen mich in meinem Rhythmus. Trotz mäßiger vertikaler Höhenmeter sind die vorhandenen Anstiege knackig. Dominiert wird die Etappe von der Bielerhöhe nach Gargellen durch atemberaubende Panoramen vom Hochmadererjoch und Vergaldnerjoch, sowie der Durchquerung zweier mächtiger Täler (Garneratal und Vergaldatal). Leider kommt auch dieser Abschnitt nicht gänzlich ohne das für die Alpen übliche „Schotterwegspazieren“ aus (irgendwie müssen die Schnapsflaschen und Knödel ja auch auf die Hütten gelangen). Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 7 eine Distanz von 27 Kilometern, 1.350 Höhenmeter im Anstieg und 1.900 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 4:30 Stunden an. -
Das kann bei Laufshorts mit RV-Tasche ober dem Gesäß durchaus vorkommen. Habe es schon erlebt, dass Leute an der Stelle komplett wund gescheuert waren. So sehr ich ein Freund der genannten Patagonia Strider Pro 5'' bin, so wenig verwende ich Sie beim Weitwandern mit Rucksack der bis zum Steiß reicht. Da lege ich wert darauf eine Laufshort zu verwenden welche keine RV-Tasche in dieser Region besitzt.
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„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
Mir bringst du gar nix, ich lebe glüklicherweise nicht vom Tourismus . Aber ein bisschen "necken" unter Nachbarn darf doch sein oder!? Wenn die Wege voller Ösis gewesen wären hätte ich halt über die geschumpfen. Steh halt auf Menschenleere auf den Bergen -
„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
Tag 6 – Lech bis Sibratsgfäll – Jo mei, is des schee bei eich in Österreich Tag 6 entlang von "Min Weag" rund um Vorarlberg könnte abwechslungsreicher nicht sein. Vom Start im Nobelskiort Lech, über einen der offiziell schönsten Plätze Österreichs am Körbersee, weiter über menschenvolle Wanderwege im Kleinwalsertal und über den ruppigen Gottesacker hält dieser Teilabschnitt viel bereit. Der frühe Vogel fängt den Wurm, deshalb klingelt der Wecker bereits um 5:00. Der erste Bus bringt mich nach Lech. Um kurz nach 7:00 zeigt der Skiort der Reichen und Schönen seine verschlafene Seite. Auch die Sonne wirkt noch müde und späht nur unbeholfen zwischen den Wolkenresten hervor. Vorbei an den Gipslöchern und über das Auenfeld erreiche ich bald den Körbersee. 2017 wurde der Körbersee zum "Schönsten Platz Österreichs" gekürt. So schlecht schaut er auch gar nicht aus. Ob er dieser Superlative jedoch gerecht wird kann natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Beim Abstieg ins Kleinwalsertal beginnt ein Marathon des "Grußformelbrummens". Morgen, Servus, Hallo, Tagchen,.... Wagenladungen an großteils deutschen Wanderern bahnen sich den Weg bergauf. Gegrüßt seit ihr Freunde aus Bayern. Das zwingt mich in einen bergab "Stottermodus", bergauf hat ja bekanntlich Vorrang. Serpentine für Serpentine das gleiche Spiel. Stehen bleiben, Vorrang geben, Grußformel brummen, dann geht es weiter. Die verlorene Zeit hole ich im letzten Teilstück Richtung Baad auf. Der lockere Laufmodus wird mal wieder für ein paar Minuten eingeschalten. In Mittelberg nutze ich die Gunst der Stunde. Eine kalte Cola und eine süße Mehlspeise aus dem Supermarkt füllen meine Glykogenspeicher. Hoch Richtung Hoher Ifen und Hahnenköpfle teile ich mir die Wege wieder mit der halben Bevölkerung Deutschlands. Man muss wissen, das Kleinwalsertal liegt zwar in Österreich ist aber nur über Deutschland per Straße erreichbar. Dementsprechend ist das Kleinwalsertal fest in deutscher Hand. Zumindest was den Tourismus anbelangt. Diesmal genieße ich ebenfalls das Recht des bergauf Vorrangs. Ein Überholmanöver reiht sich an das nächste. Ich überhole gefühlt die halbe Bevölkerung Deutschlands. Nach erreichen des Hahnenköpfles wird es endlich ruhiger. Das Gottesackerplateau, eine karge und faszinierende Karstlandschaft erstreckt sich vor mir. Ruppig und rutschig geht es bergab Richtung Schönenbach. Mein Fluchen macht den Weg nicht einfacher und so kostet mich der Abstieg viel Zeit. Die letzten Kilometer von Schönenbach zu meinem Tagesziel Sibratsgfäll führen großteils über "Forstautobahnen". Die Strecke ist rasch zurückgelegt. Deutlich schneller als gedacht an meinem Ziel, muss ich eine gefühlte Ewigkeit auf den nächsten Bus Richtung Heimat warten. Glücklicherweise überzeugt mein elegant ausgestreckter Daumen das erste vorbeifahrende Fahrzeug mich mitzunehmen. Tagestouristen aus Deutschland nehmen mich mit des Weges. So gilt mein Dank am Ende des Tages doch noch den Touristen aus Deutschland. Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 6 eine Distanz von 50 Kilometern, 2.300 Höhenmeter im Anstieg und 2.800 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 8:50 Stunden an. -
„Min Weag“ (Hochdeutsch = „Mein Weg") oder einmal rund um Vorarlberg
doast antwortete auf doast's Thema in Reiseberichte
Da bin ich leider überfragt. Hab mit Hütten so gar nichts am Hut. Merk mir meistens nichtmal deren Namen (meist irgendeine deutsche Stadt im Namen Hütte eben...). Ich mach da immer nen großen Bogen rum. Aktuell ist generell wenig los auf diesem Weg und Tagesgäste habe ich nicht viele gesehen auf den Hütten, Corona sei Dank (?). -
Ich bin aktuell dabei ein kleines Projekt für mich zu erwandern und dachte mir es ist vielleicht für einige unter euch von Interesse. Ich bin gerade dabei im Juni und Juli 2020 einmal lückenlos rund um Vorarlberg, Österreichs westlichstes Bundesland, zu wandern. Die Gegend ist aus vielen deutschsprachigen Regionen hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und vielleicht für zukünftige Wandertouren interessant. Vorarlberg ist definitiv kein Wildnisgebiet, trotzdem hat es schöne Flecken zu bieten. Es bietet eine gute Mischung zwischen Natur, Kultur und Zivilisationsnähe. Das öffentliche Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut, die nächste Talschaft inkl. Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten ist nie weit weg. Wer mag findet eine gute Hütteninfrastruktur vor. Das mit dem Wildcampen ist, wie vermutlich bekannt, in Österreich ein zweischneidiges Schwert. Bezüglich Biwakieren und Camping möchte und kann ich hier nicht wirklich Ratschläge dazu geben aber ich behaupte mal wer sich nicht besonders blöd und auffällig anstellt findet immer eine Lösung… Obwohl ich die Vorarlberger Berge, das Wegenetz hier und eigentlich auch so gut wie alle Abschnitte des Rundwanderweges bereits kannte, war ich überrascht wie gut mir der Weg bisher gefallen hat. Insbesondere die Abwechslung gefällt mir gut. Ich war ehrlich gesagt von meinem eigenen Empfinden überrascht. Einerseits bin ich kein Vorarlberger mit Leib und Seele (wie es viele andere hier sind) und pflege eine kritische und ambivalente Beziehung zu „meinem“ Bundesland. Andererseits bin ich kein Freund von Zivilisationsnähe und „einfachen“ Premiumwanderwegen die stark auf das Ankurbeln des heimischen Tourismus ausgelegt sind. Aber irgendwie habe ich es geschafft aus meiner vorgefestigten Meinung auszubrechen und versucht das Erlebnis objektiv zu betrachten. Und objektiv betrachtet ist dieser Weg für alle zu empfehlen die einen gut erreichbaren, top angeschlossenen, mittellangen (400 km) Wanderweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad/konditionellem Anspruch (23.000 hm+) suchen. „Min Weag“ bietet eine ausgezeichnete Verpflegungssituation und viel Abwechslung z.B. vom Bodensee über einige regionale Städten und Gemeinden, über Alm- und Wiesenlandschaften im Bregenzerwald bis ins alpine Gelände auf über 2.500 m.ü.A. in der Region Rätikon, Silvretta, Arlberg, usw. Anbei als kleiner Bericht die Auszüge meiner Blogberichte. Mehr Infos zu meinen persönlichen Erlebnissen inkl. anschauliches Bildmaterial unter: https://www.wegalsziel.at/category/min-weag/ „Min Weag“ - Hochdeutsch „Mein Weg“, einmal rund um Vorarlberg „Min Weag“, ein 31 Etappen umfassender Rundwanderweg rund um Vorarlberg, Österreichs westlichstes Bundesland. Der Name dieses Rundwanderweges bedeutet im Vorarlberger Dialekt „Mein Weg“. Auf den 400 Kilometern und 23.000 Höhenmetern, sowohl in Auf- als auch Abstieg, dieses Weges lässt sich das beschauliche Vorarlberg wohl am eindrücklichsten entdecken. Dabei reichen die landschaftlichen Highlights von sanften Hügellandschaften im Bregenzerwald bis über die Baumgrenze in der Silvretta oder im Rätikon. Auch wenn ich die regionalpatriotische Namensgebung von jeher „suboptimal“ empfunden habe (sei es im nationalen und internationalen Vergleich, auf Grund der fehlenden Aussagekraft oder aus Marketinggründen), spiele ich schon länger mit dem Gedanken diesen Rundwanderweg in seiner gesamten Länge zu gehen. So verlockend die Tatsache, vor der eigenen Haustüre zu starten und 400 Kilometer später enden zu können ist, so hinderlich ist die Tatsache das man sich für dieses Unterfangen wohl oder übel den ein oder anderen Tag Urlaub nehmen muss. Das ist auch mit ein Grund wieso ich von meinem ursprünglichen Plan „Min Weag“ in seiner Gesamtheit als self-supported FKT (= Fastest Known Time) in unter einer Woche zu absolvieren abgekommen bin. Neben dem Faktor Zeit spielte insbesondere auch der nicht zu unterschätzende Faktor Bequemlichkeit eine Rolle meinen Plan für den Sommer 2020 anzupassen. Ich möchte in den kommenden Wochen sämtliche Etappen abgehen. Der Fokus meiner Begehung liegt dabei auf einer lückenlosen Wanderung rund um Vorarlberg entlang des Rundwanderweges „Min Weag“ im Laufe des Sommers 2020. Die Herangehensweise an die einzelnen Teilstrecken erfolgt flexibel, nach Lust und Laune und in Abhängigkeit der Gesamtsituation (vorhandene Zeit, Wetter, Einschränkungen auf Grund der Corona-Kriese, etc.). Trotzdem soll dabei der sportliche Charakter nicht zu kurz kommen. Einige Teilstrecken werden (trail-)laufend zurückgelegt, andere wandernd. Die Teilstrecken orientieren sich an gut zu erreichenden Start- und Zielorten. Zur An- und Abreise zu den Start- und Endpunkten verwende ich ausschließlich öffentliche Verkehrsmittel oder die eigene Muskelkraft. Die zurückzulegenden Distanzen der Teilstrecken bewegen sich auf Grund der Erreichbarkeit von Start- und Endpunkten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Bereichen zwischen 30 und 80 Kilometern, die täglichen Höhenmeter im Aufstieg zwischen 1.500 und 4.000 Höhenmetern. Jedenfalls soll die Gesamtbegehung in max. 9 Teilabschnitten erfolgen. Mehr Infos zu „Min Weag“ auf der offiziellen Webseite: https://www.vorarlberg.travel/aktivitaet/min-weag-vorarlberg-rundwanderweg Tag 1 – Sibratsgfäll bis Bregenz – Endlich geht es los! Mehr als 6 Etappen von „Min Weag“ an einem Tag. Von Sibratsgfäll zum Festspielhaus in Bregenz und dann weiter bis nach Hause. Das ist der Plan für meinen ersten Teilabschnitt des Rundwanderweges rund um Vorarlberg. Die frühestmögliche Busverbindung lässt mich um 7:30 im Dorfzentrum von Sibratsgfäll starten. Bei kühlen 4°C starte ich mein Vorhaben. Bald bin ich warm gelaufen und wandere ein konstantes Tempo. Über das Balderschwangertal, das Lecknertal und den Nagelfluhgrat mache ich den größten Teil des Anstieges. Der Nagelfluhgrat stellt gleichzeitig die größte Herausforderung dieses Teilabschnittes dar. Es gilt einige versicherte Passagen am ausgesetzten Grat zu bewältigen. Hier wird das Tempo zwangsläufig reduziert. Weiter geht es über die Gemeinden Riefensberg, Sulzberg und Langen auf den Hirschberg, den vorletzten Gipfel des Tages. Den letzten Gipfel bildet der Pfänder, Bregenzer Hausberg und Aussichtspunkt über den Bodensee. Es geht nun nur mehr bergab ans Ufer des Bodensees. Dieses erreiche ich kurz vor Sonnenuntergang. Nach erreichen des offiziellen Start- und Endpunkt von „Min Weag“ dem Festspielhaus lege ich noch ein paar weitere Kilometer entlang des Bodenseeufers bis zu mir nach Hause ein. Mit dem letzten Licht der Dämmerung erreiche ich um 21:45 nach exakt 14 Stunden und 15 Minuten meine Haustüre. Knapp 75 Kilometer Distanz, 3.500 Höhenmeter im Anstieg und 4.000 Höhenmeter im Abstieg sind die Bilanz des Tages. Mit Ausnahme einer 10 Minuten Pause im kleinen Dorfladen von Riefensberg bin den ganzen Tag durchgewandert. Aufgrund der aktuell geschlossenen Grenze zu Deutschland während der Corona-Kriese habe ich jene Abschnitte abgekürzt welche einen Grenzübertritt erfordert hätten. Mein ursprünglicher Plan mindestens 80 Kilometer zu wandern konnte deshalb nicht realisiert werden. Die Aussichten entlang des Weges waren grandios, die Wetterbedingungen ideal. Einzig der hohe Anteil an Schotterstraßen und asphaltierten Wegen hat den Spaß ein wenig getrübt. Ich freue mich schon auf die restlichen Etappen. Tag 2 – Ebnit bis Feldkirch – Das Rheintal von oben und eine gar nicht so üble Schlucht! Drei Tage nach meiner Wanderung von Sibratsgfäll nach Bregenz entlang von „Min Weag“ wage ich mich an mein zweites Teilstück rund um Vorarlberg. Diesmal habe ich mir die Strecke von Ebnit nach Feldkirch vorgenommen. Die Anbindungen mit Bus und Zug sind hier jeweils optimal gewährleistet. Der erste Abschnitt mit den Gipfeln Hohe Kugel und First offenbart grandiose Blicke auf das Rheintal samt Bodensee sowie die benachbarten Berge in Vorarlberg und der Schweiz. Das Panorama hat man selten für sich alleine. Die Gipfelrast bildet das Highlight vieler Wanderer. Zu Nahe liegt das dicht besiedelte Rheintal und zu verlockend ist die lohnende Fernsicht bei gutem Wetter. Der Abstieg nach Viktorsberg verläuft in dichten Wäldern. Die besiedelten Hanglagen von Viktorsberg und Dafins erlauben wieder offene Ausblicke, bringen aber auch ein paar asphaltierte Wegabschnitte mit sich. Am Alpwegkopf wechselt die Wegbeschaffenheit in breite geschotterte Wege. Weiter geht es hinab ins Laternsertal bevor mit der „Üblen Schlucht“ der technisch schwierigste aber vielleicht auch spektakulärste Teil dieses Abschnittes folgt. Vor dem Abstieg in die „Üble Schlucht“ wird auf potentielle Gefahren hingewiesen. Der Weg selbst ist ein schmaler Pfad und in einigen Stellen leicht ausgesetzt. Handseile und Geländer entschärfen die Schwierigkeiten. Wer trittsicher und halbwegs geübt ist wird keine Probleme bei der Begehung haben. (Anm.: Leider ist nur wenige Tage nach meiner Wanderung ein junger Mann in der Üblen Schlucht verunglückt und ertrunken.) Der weitere Weg in Richtung Feldkirch ist etwas monoton, ehe beim Abstieg vom Hohen Sattel nochmals einige tolle Ausblicke auf den Schweizer Säntis warten. Am Ende des Tages zeigt meine Uhr eine Distanz von 40 Kilometern, 2.100 Höhenmeter im Anstieg und 2.700 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 7:30 Stunden an. Wie üblich habe ich keine Pausen eingelegt. Tag 3 – Ebnit bis Bregenz – Dornbirner Hausberge und eine lange Gerade Weiter geht es entlang von „Min Weag“ rund um Vorarlberg. Tag 3 von Ebnit nach Bregenz bedeutet den Lückenschluss zwischen meinen bereits gewanderten Teilabschnitten und bringt mich ein gutes Stück näher an mein Ziel. Nämlich einen durchgängigen Fußweg rund um Vorarlberg zurückzulegen. Die Strecke von Ebnit nach Bregenz ist wohl das einfachste Teilstück meiner Tour. Sowohl was die Schwierigkeit als auch die konditionellen Herausforderungen anbelangt. Vom Ebnit geht es immer bergab Richtung Rappenlochschlucht. Ab dem Dornbirner Gütle geht es stetig bergauf Richtung Losenpass am Bödele. Weite Aussichten ins Rheintal und auf den Bodensee begleiten den Aufstieg. Am Bödele ist der größte Anteil an positiven Höhenmetern bereits geschafft. Weiter geht es über sanfte Landschaften und breite Wege nach Alberschwende und nach einem weiteren kurzen Anstieg nach Bildstein. In Bildstein heißt es nochmals Wasserflaschen füllen, die Aussicht genießen und dann ab auf die letzten einfachen Kilometer Richtung Bregenz. Die letzten Kilometer entlang der Bregenzer Ach gestalten sich für den verwöhnten Wanderer sehr monoton. Kerzengerade und absolut flach führt einen der Weg an den Bodensee. Hier nehme ich nochmals meine Beine in die Hand und laufe in Richtung nach Hause. Am Ende des Tages zeigt meine Uhr eine Distanz von 43 Kilometern, 1.500 Höhenmeter im Anstieg und 2.200 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 6:30 Stunden an. Die letzten Kilometer entlang der Bregenzer Ach bin ich dabei gelaufen. Wie üblich habe ich keine Pausen eingelegt. Tag 4 – Brand bis Feldkirch – Dem Himmel sehr nah Tag 4 entlang von „Min Weag“ rund um Vorarlberg führt mich von Brand nach Feldkirch. Erstmals führt mich der Weg über 2.000 Meter Seehöhe. Das bedeutet, dass der Weg nun einen alpineren Charakter annimmt und gleichzeitig nicht mit Highlights geizt. Landschaftliche Highlights sind der Abstieg vom Amatschonjoch in den Nenzinger Himmel und Teilabschnitte auf dem Staatsgebiet von Liechtenstein rund um Malbun und das Galinatal. Leider fällt der bisherige Juni wettermäßig in die Kategorie „bescheiden“. Kühles Wetter und Regenschauer begleiten mich insbesondere in den ersten Stunden meiner Wanderung. Eine feucht-klamme Regenjacke , kühle Temperaturen, schweißtreibende Anstiege, feuchte Wiesen und vom Regen gesättigte, rutschige Böden lassen mich zu Beginn mehr als einmal fluchen. Glücklicherweise ändert sich die Wetterlage im Laufe des Tages und ich kann mich wieder voll und ganz auf das Wandern konzentrieren. Zuerst absolut einsam unterwegs treffe ich ab Malbun und mit besser werdendem Wetter immer wieder auf andere Wanderer. Gut in der Zeit liegend stellt sich mir kurz vor meinem Tagesziel Feldkirch noch die Gurtisspitze in den Weg. Nach etlichen anstrengenden Stunden gilt es abschließend die letzten 300 Höhenmeter auf einer Distanz von einem Kilometer zu bezwingen. Danach geht es nur mehr bergab bis Feldkirch. Am Ende reicht die Kraft noch um ein paar Meter im Laufschritt zum Bahnhof zurückzulegen und den quasi bereits abfahrenden Zug Richtung Heimat zu nehmen. Die größte Wohltat am Ende des Tages ist es meine immer noch feuchten Laufschuhe auszuziehen und mich mit salzigen Snacks und Limonade in die Badewanne zu schmeißen. Insgesamt zeigt meine Uhr an Tag 4 eine Distanz von 53 Kilometern, 2.900 Höhenmeter im Anstieg und 3.400 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 10:20 Stunden an. Tag 5 – Gargellen bis Brand – Durchs majestätische Rätikon Tag 5 entlang von „Min Weag“ rund um Vorarlberg soll ungewöhnlich ausfallen. - Ungewöhnlich kurz (im Vergleich zu meinen bisherigen Abschnitten) ist die Etappe von Gargellen nach Brand. Trotzdem nicht minder fordernd. - Ungewöhnlich ausgelaugt und müde fühle ich mich. Die letzten Wochen waren sportlich intensiv, geschlafen habe ich sehr wenig. - Ungewöhnlich schön. Die Strecke von Gargellen nach Brand führt vorbei an einigen absoluten Highlights im Rätikon. Der erste 1.000 Meter Anstieg aus Gargellen führt hoch über die Baumgrenze. Fantastische Weitblicke in die Schweiz und nach Vorarlberg öffnen sich. Imposante Gipfel begleiten die folgenden Kilometer. Sulzfluh, Drusenfluh, Drei Türme, Schesaplana und viele weitere. Ein Gipfel ist imposanter als der nächste. Stop & Go ist die Devise. Der Sportler in mir will nicht stehen bleiben aber der Blog verlangt eine Foto- und Videodokumentation. Der Genießer in meiner Brust möchte eigentlich nur innehalten und staunen. Historische Zollhütten entlang des Weges sind Zeitzeugen vergangener Tage. Die Schweiz liegt auf dieser Etappe selten weiter entfernt als einen Steinwurf. In der Vergangenheit nutzten Schmuggler die Routen im Gebirge zwischen Vorarlberg und der Schweiz. Einige wenige große Schutzhütten und die Narben menschlicher Einflüsse sind das einzige was die Idylle hier oben ein wenig trüben können. Bevor der „Böse Tritt“ gegen Ende der Strecke wieder steil ins Tal und somit wieder unter die Baumgrenze führt, wartet ein weiteres Highlight auf die verwöhnten Augen. Der Lünersee funkelt grün-blau inmitten des atemberaubenden Bergpanoramas. Die letzten Kilometer des Tages führen auf einfachem Weg nach Brand und somit zurück in die Kontraste der Zivilisation. Insgesamt zeigt meine Uhr am Ende von Tag 5 eine Distanz von 34 Kilometern, 2.100 Höhenmeter im Anstieg und 2.400 Höhenmeter im Abstieg bei einer Gesamtdauer von 6:40 Stunden an. tbc – die restlichen 3 Abschnitte folgen im Juli
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doast antwortete auf Madame_Anne's Thema in Ausrüstung
OT: Na gibts denn hier ein Echo? Schon mal was von Urheberrecht gehört?