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Ultraleicht Trekking

waldgefrickel

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Alle erstellten Inhalte von waldgefrickel

  1. Empfehlungen werde ich was Schuhwerk betrifft keine aussprechen—ich finde, dass das (noch mehr als Isomatte oder Quilt) etwas sehr persönliches ist, das jeder selbst für sich rausfinden muss. Mit diesem Disclaimer vorweg: ich bin den kompletten Weg München—Venedig mit einem Paar Altra Lone Peak 3.5 gelaufen, ohne Probleme. Geröllfelder in denen man schön runterrutschen kann gibt es eh nur wenige (Schlauchkarsattel/Abstieg z.B.) und ich hatte da keine Sorgen. Die Klettersteige waren easy (schuhtechnisch gesehen), aber ich hab den Schiara-Abstieg wegen Wetter auch nicht gemacht. Im Schnee wurde es dann halt nass, aber da haben zwei kleine Plastiktüten schon viel geholfen. Ich bevorzuge Trailrunner, auch in den Bergen, liegt bei mir aber auch eher an den Knien. Ich hab Knieprobleme (Patella-Luxation beiderseits, mehrmals) und sperre deshalb das Knöchelgelenk ungern ein—ich brauch das als Puffer, damit meinen Knien nix passiert. Gefühlt steigert leichteres Schuhwerk bei mir auch die Achtsamkeit beim Laufen, da ich 'vorsichtiger' unterwegs bin, und darüber bedankt sich dann am Ende des Tages auch der Rest des Körpers. Aber wie gesagt: das ist was sehr persönliches. Ich bin Vertretern aller Genres begegnet, von Vibram-Five-Fingers und Sandalen, über Trailrunner, üblichen Berg/Wanderschuhen bis zu schweren Steigeisen-kompatiblen Gletscher-Stiefeln hab ich alles auf der Strecke gesehen.
  2. Der Hauptunterschied zum 'normalen' HV 2 UL ist doch eher das Packmass: 10x50cm, vs 15x30cm für die Bikepacking-Variante. Und das ist dann schon interessant, denn ein 30cm langer Gegenstand lässt sich auf jeden besser irgendwie irgendwo ans Rad basteln, als die 50cm-Variante. Was das mit dem Helmhalter soll, naja—Marketing-Gimmick, halt.
  3. Ich hatte auf der München—Venedig-Wanderung letztes Jahr die Sony RX-100 mk3 dabei, mit der ich sehr zufrieden war, und auch immer noch bin. Mein Fokus ist definitiv Foto, und deshalb reicht mit das ältere Modell ohne erweiterte 4K-Video-Funktionen aus. Für längere, aussichtsreichere Touren hab ich die Kamera gern dabei, ansonsten bin auch ich meist nur mit Handy-Kamera unterwegs.
  4. Das kann ich alles genau so unterschreiben Wenn man ein bisschen fitter ist, dann lässt sich Lizumer Hütte bis Olperer Hütte auch an einem Tag machen. Ich hab auch Leute getroffen, die erst in Lenggries gestartet sind, da lässt sich auch nochmal n halber Tag sparen. Die Strecke von Belluno nach Venedig lohnt sich IMHO nur, wenn man vorher alles andere gelaufen ist. @Matzo hat da schon recht: der Rother-Wanderführer ist gut und wird von sehr vielen genutzt. Aber die beiden vorgeschlagenen Varianten sind denke ich die besten: Variante 1) mit best of Karwendel + Tuxer Alpen, und Variante 2) mit reichlich Dolomiten.
  5. Ich hab mir mal die Enlightenedequipment Windhose und Windjacke in 7D bestellt. Dauert wohl noch ein paar Wochen, bis die Combi dann hier ist, aber ich werde berichten. Bisher nutze ich die OMM Sonic Jacket (in XL, sonst trag ich eher L) mit 67g—und das ist eines meiner liebsten Kleidungsstücke beim Wandern. Aber ich vermisse die Kapuze, deshalb die EE-Sachen
  6. Jetzt wo Deine Packliste auch ohne Excel einsehbar ist (danke!) auch von mir ein bisschen Senf dazu, schliesse mich aber weitgehend den anderen an: Nimm mal GoPro + Handy noch mit in die Liste. Ich würd Dir sonst, weil keine Verbraucher aufgelistet sind, sofort das Solarpanel wegkürzen Das Kabel + Kopfhörer fühlt sich beides ziemlich schwer an, aber mit USB-C/ohne Kopfhörerbuchsen ggf. halt nötig. 1m ist trotzdem lang, IMHO, und geht leichter. Ich gehör eher zur "wenn ich draussen bin, dann will ich auch nicht ständig auf Bildschirme"-starren-Fraktion und nehm für ein Wochenende garkeinen Akkupack/Kabel mehr mit. Bei ner Woche aber schon. Shelter: Tarp + Bug-Bivi spart Dir grob die Hälfte an Gewicht, muss man aber mit klar kommen und n bisschen was investieren. Sind die 840g vom Lanshan mit Inner? Wenn ja: dann kannste auf den Bivi verzichten. Popokissen und Thermomatte? Ich würd eins davon weglassen. Du hast 3 Lappen/Handtücher und einen Schwamm dabei. Ein Lappen/Bandana reicht dicke. Ansonsten sieht das doch schonmal sehr gut aus!
  7. Ich habe eigentlich nie mehr Kapazität als für 3 Liter dabei (meist einfach nur die 1L BeFree + 2L Platypus—teste aber gerade den Sawyer Micro und hab dann anstatt der 1L-BeFree 2 0.5er Flaschen dabei). Immer trinken/auffüllen wenn möglich und wenn der Tag zu Ende geht nochmal alles vollmachen für Kochen, Tee am morgen und ein wenig Katzenwäsche/Zähneputzen. Im besten Fall trage ich nur einen Liter und fülle dann immer wieder unterwegs auf, aber die Disziplin bzw. das Vertrauen in eingezeichnete Quellen muss ich auch noch lernen...
  8. OT: HA! On Topic, um da auch endlich mal meinen Senf dazuzugeben: ich geb gerne Geld für mein Hobby aus. Einer der Gründe warum ich auch gern arbeiten gehe! Allerdings halt nur bei Dingen, die das auch wert sind. Spirituskocher? Kann sogar ich für n Euro selbst bauen. Quilt? Shut up and take my money. Da waren die letzen paar Jahre Sachen dabei, die sich absolut nicht gelohnt haben, aber wenn ich bestimmte Gegenstände nicht selbst ausprobiere, dann weiss ich auch nie, ob das was für mich taugt. Und dann geb ich halt mal 300 Euro für n Tarp aus weil mich DCF als Material interessiert. Wenn es mir dann nix taugt, war ich selbst schuld und hier im Forum findet jemand was gutes gebrauchtes für günstigeres Geld. Leute zu belächeln, die anderes (ja, anders: nicht schlechter, besser oder leichter/schwerer: anders!) Equipment haben als ich, ist denkbar nutzlos. Ich trage gerne Sachen von Patagonia, einfach weil mir diese super passen und lange halten und ihren Zweck erfüllen. Das hat nichts mit Prestige zu tun und mir könnte es nicht egaler sein welcher Marke die Shirts der anderen sind: am Ende stinken alle.
  9. Auch wenn das vielleicht Off-Topic ist, muss ich hiermit trotzdem nochmal nachhaken: wofür braucht Ihr denn 10000mAh? Trackt Ihr Eure Wanderungen oder habt ihr noch GoPros, 360-Grad-Kameras oder Smartwatches dabei? Das Huawei P10 z.B. hat eine Akkukapazität von 3200mAh, d.h. eine 10000mAh Powerbank ist doch für die Anforderungen (Wochenende, 2-3 Tage) viel zu viel? Wenn ich mein Handy auf Flugmodus, Batteriesparmodus und geringe Displayhelligkeit stelle (iPhone SE) komm ich damit locker ein Wochenende hin—ohne Powerbank. Inklusive ~100 Fotos, nach-Hause-telefonieren und ab und an mal navigieren, und immer noch genug Reserve um auf dem Rückweg das Bahn-Ticket vorzeigen zu können... Ladekabel+Akku (s.o.) nehme ich nur mit, wenn ich weiss, dass ich länger als ein Wochenende draußen bin, oder der Verantwortliche für Navigation in der Gruppe bin...
  10. Bei 2-3 Tagen brauchst Du IMHO keine 10000mAh Powerbank, ausser Du fotografierst exzessiv/brauchst alle 200m Dein Handy zur Navigation. Ich hab mir das hier gekauft: https://charger.nitecore.com/product/lc10 und ergänze dann mit 1-2 3500mAh 18650 Akkus. Ist gewichtsmäßig AFAIK unter allem was es aktuell gibt (bin aber auch nicht auf Stand): 28g für das Kabel und 49g pro 3500mAh. Für 10500 mAh wären das dann insgesamt 175g, aber ab der Kapazität macht es dann Sinn eine 'echte' Powerbank mit QuickCharge und besserer Effizienz mitzunehmen. Für den Pärchenurlaub hab ich die RavPower 10000mAh, mit 194g.
  11. Jepp. 1,50 ist unanständig—und wahrscheinlich wortwörtlich, einer der wenigen Gegenstände bei denen ich die ethische Herkunft nicht weiter hinterfrage :/ Die Pogies hab ich direkt vom Hersteller, ich wüsste nicht, dass Yama irgendwo in Europa vertreibt. Die liegen bei mir zuhause nutzlos rum. Ich muss dann doch mal wieder einen Flohmarkt-Thread machen. Mir waren die viel zu groß/klobig/schwer und nicht so wirklich atmungsaktiv genug, aber ich hab halt auch entsprechend unverhältnismäßig große, schwitzende Pranken.
  12. Ich bin letztes Jahr München—Venedig gelaufen, mit Höhenangst. Und es ging ganz gut... Ich will Dir hier nicht gut zureden und sagen "lauf los, das gibt sich mit der Zeit und der Erfahrung"—aber so war es tatsächlich bei mir. Höhenangst ist was sehr individuelles und da Tipps zu geben ist schwierig. Ich hatte höchsten Respekt vor der Route und Stellen wie der Friesenbergscharte, Nives-Scharte etc. pp.—und war bei diesen Passagen _sehr_ langsam unterwegs, aber konnte am Ende doch alles meistern. Am gefährlichsten empfand ich eher die Straßen in Italien, die man teilweise entlanglaufen muss. Aber letztendlich: Du kannst (und solltest) in Deiner Planung relativ flexibel sein. Unter Umständen ist das Wetter eh so schlecht, dass die Friesenbergscharte etc. zum jeweiligen Tag keine Option sind und Du die eh umgehen musst. Ausweichstrecken gibt es eigentlich immer—wenn auch teilweise eben nicht so schön (oder n Stück mit Bus—wir konnten wegen Gewitter den Schiara-Klettersteig z.B. nicht machen). Wir haben einige Leute auf der Strecke getroffen, die die "Schisser-Variante" gelaufen sind: alle waren glücklich und keiner war jetzt deswegen schlecht gelaunt oder hatte das Gefühl was verpasst zu haben. Die Berge und das Fernwandern an sich sind geil genug—wenn Du keine Lust auf Stahlseile hast, glaub mir, ich kann das gut verstehen—und das ist völlig OK. "Fear of missing out" ist bei sowas auf keinen Fall angebracht
  13. Mein aktuelles Setup besteht meist aus diesen zwei Komponenten: Billo-Fleece-Handschuhe von Decathlon: https://www.decathlon.de/p/handschuhe-trek-100-fleece-erwachsene-schwarz/_/R-p-146051?mc=8369958&c=SCHWARZ — 24g in 2XL-Größe Yama Mountain Gear Pogies: https://yamamountaingear.com/collections/accessories/products/pogies-rain — Large, 32g Das reicht mir meistens aus, wenn ich in Bewegung bin. Im Quilt dann halt nur die Fleecehandschuhe, wenn es wirklich kalt wird, dann pack ich noch Montane Prism Mitts ein oder Possum Merino-Handschuhe (https://possummerino.co.uk/product/possum-merino-gloves/). Die Zpacks-Mittens hatte ich mal, haben auch getan was sie sollten, aber ich find die Handhabbarkeit der Pogies viel besser—ist auch n schönes MYOG-Projekt, wenn man besser nähenn kann als ich
  14. Da ich rechtlich überhaupt kein Experte bin, eine ernstgemeinte Frage: ich dachte mit einem berechtigten Interesse ist es durchaus erlaubt einhändig zu öffnende Messer zu tragen? Im Sinne von: beim Klettern, beim Angeln, beim Tauchen etc.—also überall dann, wenn es wirklich Sinn macht dass man das Messer einhändig öffnen kann?
  15. Ich hatte in der Hardangervidda auch ein 'größeres' Messer dabei—zum Fische ausnehmen Wenn Du gewillt bist 'ein wenig' *hust* tiefer in die Tasche zu greifen: Spyderco Delica 4 (das hatte ich mit, im Aufgabegepäck) oder Benchmade Bugout. Oder halt ganz klassisch ein Opinel.
  16. Das geht aber schon eher Richtung "Glamping" , aber irgendwie fancy...
  17. Ich hatte den Lightning 60 für ca. 2 Jahre auch als Hauptrucksack, als ich noch nicht UL war. Ein Hinweis zusätzlich zu den anderen: das Tragesystem ist nicht jedermanns Sache. Ich bin gut damit klargekommen, aber andere (denen ich den Rucksack geliehen habe) haben gemeint, dass das garnicht geht, mit der Metallstange in der Mitte. Und: die Hüftgurttaschen waren bauartbedingt nach ca. einem Jahr schon ein wenig durchgescheuert (von den Schultergurten)—keine Ahnung ob das das im neuen Modell mittlerweile besser gelöst haben...
  18. Nix und niemand! Aber im Sinne von "UL, brauchste nicht" ist das tatsächlich ein Luxusproblem. Sternenhimmel und Whiskey ist trotzdem geiler als alles, was ich vom iPhone konsumieren könnte (OK, mit Ausnahme von ein paar Lieblingsalben—die machen das Erlebnis dann ggf. noch toller) Ich hab tatsächlich extra fürs Wandern noch das gute 'alte' iPhone SE. Widerspricht zwar dem Minimalist in mir, aber der Akku ist noch top, das Gerät kann alles was ich brauche, und es hat ne Kopfhörerbuchse für die guten InEars.
  19. OT: Hehe, mal schauen: wenn ich vor April mal n Wochenende aufn Rennsteig mag, dann geb ich bescheid!
  20. Yama Mountain Gear Custom Tapered Tarp, (2,4m vorne, 2m hinten, 3m lang), 0.8oz Obsidian Black DCF Schnüre + Lineloks durch 1,25mm ExTex-Schnur ersetzt (Knoten FTW), Gesamtgewicht damit bei 213g. Die Saison kann beginnen!
  21. Ganz kurze Ab-Nerd-Detailfrage, für die die das schon öfter gemacht haben: Wenn ihr mit Euren Fizan-Stöcken ein A-Frame-Tarp tief aufbaut, zieht Ihr dann nur eines der Segmente raus und dreht das fest, oder trotzdem alle beide? Und wenn ersteres: das untere oder das obere? Ist das egal was Stabilität angeht?
  22. Was mir spontan einfällt wär noch der Exped Lightning. Den hatte ich auch mal—kein belüfteter Rücken, an der Stelle aber ein verstellbares Tragesystem, was—wenn ggf. abwechselnd getragen werden soll—vielleicht keine so schlechte Idee ist. Mit ~1100g jetzt auch kein Leichtgewicht, und ich finde den Rucksack muss man echt anprobieren, da viele mit dem mittigen Tragesystem nicht klarkommen, aber dann auch für Lasten um 18kg IMHO noch OK tragbar.
  23. Das kann ich nur unterschreiben. Ich bin nach vielen Experimenten bei einem Quilt in Long/Wide gelandet—und das würde ich Dir bei Deiner Körpergröße auch empfehlen. Sparen kann man immer noch woanders, aber gib Geld für den Quilt aus
  24. Ich versteh Deine Ernüchterung komplett, aber vielleicht ist es wirklich der VBL (Disclaimer: Ich hab mit VBL keinerlei Erfahrungen). Immer wenn ich in einem Bivy gelegen habe, hatte ich Kondens. Reichlich. Ich verstehe auch nicht warum alle immer im Bivy schlafen wollen... (ausser die Viechers sind bösartig/viele—dann aber nur ein Bug-Bivy mit vieeeel Lüftung. Zecken-Angst treibt mich da doch öfter mal rein...). Deshalb schlaf ich wenn es geht nur noch ohne Bivi, hab dafür n größeres Tarp und keine größeren Probleme mehr mit Kondens. Zur Zeit (+-5 Grad, Bäh-Wetter) hab ich höchstens mal bisschen Kondens am Fussende (Warmfüßler) und vom Schnauf am Kopfende des Quilts. Aber nichts was den Quilt—auch wenn ich ihn nicht trocknen kann—nach 3 Tagen unbrauchbar macht. Gefühlt (nur eigener Erfahnungswert) fahre ich viel besser damit den Bivy wegzulassen: bessere Durchlüftung (OK, auch weil Quilt) --> weniger Kondens --> besser für die Daune. Mach doch einfach mal den Vergleich: nächstes Wochenende—ohne Bivy, sonst gleiches Setup und schau mal wie feucht dann alles wird.
  25. Auf gerader Strecke kann ich mir ja noch vorstellen, dass das angenehmer sein kann, als 30++ L Wasser zu schleppen—und vermutlich ne riesige Fotoausrüstung. Aber bergab und bergan wird das bestimmt eher 'spannend', wenn das Gepäck plötzlich abhaut!
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