Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

waldgefrickel

Members
  • Gesamte Inhalte

    293
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    6

Alle erstellten Inhalte von waldgefrickel

  1. Für solche Zwecke hab ich die (unnötig teure) Arcteryx Norvan SL (124g in L auf meiner Waage). Super regendicht, nicht besonders abriebsfest und eigentlich als Laufjacke gedacht. Aber für die leichten Trips (BW <4kg) hatte ich bisher nie Probleme damit. Atmungsaktivität ist IMHO ziemlich gut. Es gibt auch von The North Face eine Jacke mit gleicher Membran (GoreTex ShakeDry) "HyperAir" oder so.
  2. Irgendwann™ hab ich mal großspurig behauptet, dass die Sächsische Schweiz ja quasi mein Wohnzimmer sei. Man sollte vorsichtig sein mit solchen Aussagen, denn sonst kommt irgendjemand™ und nimmt das wörtlich—und ehe man sichs versieht, stehen drei Männer im Wald und haben mehr Spaß, als man das in so einem Reisebericht jemals wiedergeben könnte. Aber von vorne: @Painhunter hat mich im Forum auf obige Aussage angeschrieben und gefragt, ob wir da nicht mal zusammen hingehen könnten, da er da noch nie war. Ich hab zwar noch nie vorher 'Reiseleitung' gemacht, aber hey—irgendwann muss man das ja mal lernen. Komoot raus, Route geplant, noch @bieber1 und @scrummy mit eingeladen (die dann leider kurzfristig nicht konnte) und der grobe Plan stand damit fest: es geht in die hintere Sächsische Schweiz, ein bisschen fernab der touristischen Hauptpfade—denn auf Schlange stehen an der Bastei hatte nach kurzer Absprache keiner so wirklich Lust. An einem schönen, regenfreien Wochenende im Mai ist die Sächsische Schweiz zwar zauberhaft schön und alles sprießt und grünt—aber das wissen halt auch viele Andere. Und so trug es sich zu, dass ich an einem Freitagmittag im Mai in Schmilka verwirrt über den Parkplatz gestolpert bin, auf der Suche nach zwei mir unbekannten Herren. Die dann da tatsächlich in der Sonne lagen Kurze Vorstellungsrunde (auf dem Wintertreffen hatten wir uns nur flüchtig gesehen), kurz auf die Karte geschaut und dann zogen Thomas (äh, Steffen), Andreas (äh, Alexander) und Martin (äh, Michael) bergan Richtung Felsen- und Waldparadies. Nach einem kurzen "ruppigen Anstieg"™ ging es dann gleich fernab der Waldautobahnen auf schmalen Pfaden über Wurzeln und Felsen Richtung Rotkehlchenstiege. Eine Spezialität in der Sächsischen Schweiz: wild in den Fels gehauene Treppen, Tritte und Metallbügel über die sich "die paar" Höhenmeter schnell überwinden lassen. Oben angekommen, war dann schnell klar: mir macht das Spaß, die Herren haben Spaß ("Boah Alter, sooo geil!") und die geplante Route und Tempo sind auf jeden Fall realistisch. Vorbei an kleinen Höhlen, Felsvorsprüngen und immer schöner werdenden Aussichten gabs dann erstmal eine kleine Rast am Carolafelsen, inklusive Fotoshooting, Käsekordeln und allerhand Gefachsimpel zwischendurch. Gestärkt und mit 8246 Fotos mehr auf dem Handy haben wir dann das nächste touristische Ziel in Angriff genommen: die Idagrotte. Da auf normalen Wegen ja jeder wandern kann, hab ich kleine Kraxeleien, "tiefste Gangart" und andere Schmankerl mit integriert—mit Erfolg! "Boah, wo führst Du uns denn lang?! Ist ja Mega! Hammer!". Mit ein wenig Überwindung hinsichtlich Höhenangst (gottseidank nicht nur ich!) in der Grotte angekommen war dann schnell klar: datt wird n feines Wochenende! Den Blick immer geschärft hinsichtlich Flora und Fauna gab es reichlich Snacks vom Wegesrand und ich hab viel gelernt, was eigentlich so alles essbar ist! Leider hab ich keine 'ernsthaften Waldbewohner' entdecken können: denn der Deal war, dass Andreas, äh, Alexander, einen meiner Ausrüstungsgegenstände trägt, sobald ich ein Tier entdecke. "Käfer und Spechte gilt nicht!" war aber natürlich OK, denn jeder von uns war mit einem Basisgewicht von unter 3kg unterwegs, zu dritt also insgesamt weniger, als manch andere Wandererin, denen man so begegnet ist. Nach einem wunderschönen Abstieg durch die Affensteine, über Felsen, Wurzeln und schmale Wanderpfade ging es dann auch schon in Richtung erster Lagerplatz. In der Sächsischen Schweiz gibt es das sogenannte 'Boofen'—also geduldetes Freiübernachten im Nationalpark an dafür vorgesehen Stellen. Das sind meist Felsvorsprünge und höhlenartige Stellen, an denen man ganz offiziell übernachten darf. Auf dem Weg zum Nachtlager konnten wir davon schon ein paar begutachten. Ist ne feine Sache: eigentlich kann man bei gutem Wetter sogar ohne Tarp losziehen, aber der Sicherheitssalamander in mir hat das natürlich trotzdem immer dabei. Aber vorher noch: Wasser auffüllen! Und da zeichnete sich dann auch schon ein Problem ab, dass ich vorher nicht mit eingeplant habe: Mitte Mai war schon alles an Quellen oder Rinnsalen, die 3 Wochen vorher noch reichlich Trinkwasser bereitgestellt haben ausgetrocknet. Also: kurzer Abstecher zur etwas ominös anmutenden Kneipe an der Felsenmühle, Wasser aufgefüllt, und zurück bergan zur ersten Boofe. Dort angekommen: Gear-Vergleich, Nestbau und gemeinsames Abendessen, denn wir waren tatsächlich alleine in der Boofe! Schon lustig, wie unterschiedlich wir UL-er dann doch alle sind, was für Vorlieben sich etablieren und was für manchen als essentiell angesehen wird andere garnicht erst dabei haben ("Wie, Du hast kein Kopfkissen?!"). Ich konnte auf jeden Fall noch einiges von "Oppa" lernen, was den Selbstbasteltrieb angeht und "Mega-Man" hat mich mit der Anzahl an Klamotten im Rucksack ("Socken und Jacke, mehr nicht.") doch auch überrascht. Naja, dafür war ich halt "der lange Lulatsch mit den Badelatschen in kurzer Hose"—auch OK Nach noch mehr Fachgesimpel ("Das Kopfkissen wiegt nur 17g, kannste ausprobieren!" oder "Ich trau mich nicht auf die Uberlite zu liegen, die sieht aus als würde sie platzen!" und "Du hast Dir n Pumpsack aus nem Bratschlauch selbst gebaut? Stark!") und guten Gesprächen ging es dann relativ zeitig ins Bett, bzw. bei Martin, äh, Michael sogar in die die Hängematte. Die Nacht war ruhig, um die 8 Grad—und keiner musste frieren. Was einen trotzdem nicht davon abhalten soll, morgens möglichst lange im kuscheligen Quilt zu liegen! Der Geruch von Kaffee oder Tee lockt dann aber doch jeden aus dem Daunennest. Halbwegs ausgeschlafen ging es dann erstmal wieder 'runter' von den Felsen, an weitern Boofen auf schmalen Bergpfaden vorbei. Was sich wegen morgendlicher Orientierungsunfähigkeit und "Ey, letztes Mal war da noch Wald und n Weg" meinerseits als abenteuerlicher und langwieriger rausgestellt hatte als geplant. "Da kommen wir nicht runter". "Da auch nicht". "Mist, Karte verloren. Naja—lass mal zurück gehen". Sorry Jungs Letztendlich haben wir dann aber doch das Zeughaus erreicht, allerdings hatte das noch zu. Also auch: wieder kein Wasser. So wurde der Plan gefasst auf jeden Fall das Belohnungs-Radler am Ende des Tages wahrzunehmen, denn für den Samstag war ein Rundweg geplant, so dass wir eh wieder am Zeughaus vorbeikommen würden. Den schönsten, waldigsten und verwunschenen, wenn auch längsten, Weg nehmend ging es dann in Richtung Hickelhöhle, vorbei am Altarstein und dann zur lang ersehnten Wasserquelle direkt an der Kirnitzsch. Die ausgiebige Mittagspause mit Essen köcheln, Füße kühlen und Wasservorräte auffüllen hatten wir uns dann auf jeden Fall schon verdient. Mangels sinnvoller Infrastruktur ("Hier gibt es leider nur wenig funktionierende LTE-Birken!") und damit ausbleibender Kommunikation mit dem Rest der Welt ging es dann entspannt weiter, Ziel Lindigtblick—also nutzloses Rauf, "Ooooh, geil!", Runter, Weiter. Wie immer halt. Das Ziel war klar, das Ziel wurde erreicht: ein kaltes Radler im Zeughaus. Die nächste Pausenbank war dann unsere und das Nachtlager nicht mehr weit, weshalb wir die Sonne noch genossen und dabei Stöcke und Trinken vergessen haben. Kurzer Sprint zurück, und dann wieder "ruppig bergan" zur ersten Boofe an den Kansteinen. Die war aber schon von reichlich UH-Wanderern belegt, weswegen wir nach einmal Aussicht-Genießen 'ums Eck' zur nächsten Boofe gewandert sind. Keine Aussicht, dafür wunderbare Ruhe, reichlich Platz und Zeit zum Abendessen und Quatschen. Ach: und zum Yoga machen, Diskutieren und Fachsimplen—was auch sonst! Herrlich. Diesmal alle auf dem Boden, müde, erschöpft—aber glücklich. Und dann war auch schon der letzte Tag angebrochen. Nach einer wärmeren ruhigen Nacht mit Blick in den bewaldeten Sternenhimmel ging es dann schon wieder in Richtung Ausgangspunkt nach Schmilka. Aber natürlich nicht, ohne noch den ein oder anderen wilden Pfad oder Aussichtspunkt mitzunehmen! Nach auf und ab, und schon wieder nur versiegten Wasserquellen ging es dann durch borkenkäferzerfressene Waldabschnitte ("Hübsch und hässlich!") in Richtung Heringsloch. Doch auch da: nix. Schon leicht dehydriert nach einem kurzen Schnack mit einem Ranger, den wir getroffen haben, sind wir dann noch auf ein Radler am Winterberg vorbei. Dort gibt es keine Gaststätte mehr, sondern nur noch einen kleinen Kiosk, der (festhalten) 9 Euro für einen Liter Wasser haben wollte. Dieses unverschämte Angebot haben wir dann doch ausgeschlagen und sind einfach weiter. Die letzten Riegel, Nüsschen und Erdnussbutter mampfend dem aufsteigenden, schnaufendem Touristenstrom entgegen ("Wie, ihr habt hier schon 2 Tage draussen geschlafen?!") noch die letzte schöne Aussicht von der Kleinen Bastei genossen, und dann war auch schon Abstieg und vor allem Abschied angesagt. Mit perfektem Timing am Parkplatz in Schmilka wieder angekommen, wurden wir mit Picknick und reichlich Wasser (!) empfangen. Kurz die Füße in die Elbe, und dann war das Wochenende auch schon wieder vorbei. Was ich gelernt habe: - Niedliche Tiere sind in unterschiedliche Kategorien einzuteilen: Schnuffis, Flauschis, Wauzis und noch viele weitere—und wie man diese zuordnet ist nicht trivial! - Alles was aufblasbar ist, kann zu einem Kopfkissen umgebaut werden. Auch Donuts. - Mit kurzer Hose und Sandalen in der Sächsischen Schweiz ist kein Problem, wenn man oft Zecken von den Beinen pflückt und Leukotape dabei hat. - Die 5 Eskalationsstufen einer Wildschweinbegegnung. Nix passiert, aber nun weiss ich was zu tun ist, wenn ich eines sehe - Bäche, die noch vor drei Wochen existierten sollte man nicht als Wasserstelle in der Route einplanen. - LTE-Birken sind rar in der Sächsischen Schweiz. - Eigentlich ist jede Stelle geeignet um sich mit einem Biwacksack hinzulegen - Es geht immer noch leichter, vor allem wenn man viel selbst bastelt - Borkenkäfer sind böse, aber machen schöne Muster. - Die Uberlite hält mindestens zwei Nächte! - Wir ULer sind alle n bisschen bekloppt, aber liebenswert! Vielen, vielen Dank an Michael und Alexander, ein Wiedersehen ist sicher!
  3. Oh, da bin ich sehr auf einen Erfahrungsbericht gespannt, ob das mit der DCF-eVent-Membran gut gegen Kondens hilft und all das
  4. auf gar keinen Fall. Nicht bei Schokolade. Und bei Erdnussbutter auch nicht!
  5. Ich würde sagen: ja.Ich war selbst Student und kenne das Ketchup-am-Ende-des-Monats-Syndrom nur zu gut. Ich hab es trotzdem geschafft mir ein paar Dinge zu gönnen und dann auch für Geraffel/Reisen gespart. Allerdings kann ich es voll verstehen, wenn man—gerade vielleicht als Anfänger—nicht allzu viel Geld in etwas investieren will, bei dem man noch gar nicht weiss, ob das was für einen ist. Einem E-Gitarren-Anfänger würde ich jetzt auch nicht gleich empfehlen n fünfstelligen Betrag für ne 62er Fender Stratocaster auszugeben. Aber ich würde immer empfehlen: lieber vorm Kauf ein bisschen Recherche und dann so lange nutzen bis es auseinanderfällt. Wenn da 'der Student' mit nem Billig-Schlafsack von Decathlon 5 Jahre lang ne geile Zeit hat, anstatt das Geld für völlig unnötige Flugreisen zum Shoppen (weil iss ja soo billich!) auszugeben, dann soll mir das recht sein. Und wenn besagter Student dann Gefallen am Hobby und dann vielleicht später mehr Geld hat, dann wird der nächste Quilt auch 'ethisch korrekt—nach eigenem Gedünken™' gekauft. Ich verurteile niemanden der spart und günstig kauft. Aber nur billig kaufen weil es geht, obwohl man sich eigentlich auch den lokalen Schneider leisten kann (oder Patagucci), ist nix für mich. Am Ende oft eine Frage von Prioritäten, Werten und Zeit. Ich fahr lieber jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit, spar mir so Sprit/ÖPNV und geb das Geld dann halt für meine Hobbies aus und kauf das geile, für mich passende, ethisch vertretbare Zeug. PS: Komplett integer bin ich da ja auch nicht. Das ein oder andere kleine Gadget hab ich auch schon aus China bestellt. Und einiges an US-Zeug importiert. Da war mir mein eigener Luxus es dann doch mehr wert, als der Verzicht darauf, dass da n Flieger oder Boot für mich übern Atlantik shippert. Tja, auch scheisse.
  6. Genau, "man kann ja nieee wissen".
  7. Ich denke am Ende wird es immer auf eine Art Kompromiss rauslaufen und alles richtig kannste nie machen. Daune/Leder kommt nicht mehr in Frage? Viel Spass mit Mikroplastik. Kunstfaser kommt wegen schlechter Arbeitsbedingungen in China und Mikroplastik nicht in Frage? Viel Spass mit der Ethikfrage bzgl. Tierhaltung und Lebendrupf. Das hat meiner Meinung nach viel mit Deinen eigenen Werten zu tun—und auch die verändern sich. Solange Du immer hinterfragst—und das fängt schon beim Kaufen selbst an: "Brauch ich das wirklich? Oder will ich das nur haben?" und dann pro/contra abwägst wenn Du etwas wirklich kaufen musst, dann hast Du schon viel mehr gemacht als gefühlt 90% der westlichen Bevölkerung. Und im Zweifelsfall, wenn auch nicht immer möglich: mehr Geld ausgeben. Wenn etwas sooo günstig ist, dann hat das Gründe, und meist ist es eine Externalisierung des Problems: die Aegismax-Schlafsäcke (nur als Beispiel) sind günstig und vielleicht sogar gut. Allerdings bezieht sich günstig nur auf das was Du zum jetzigen Zeitpunkt investieren musst: Lebendrupf von schlecht bezahlten Leuten um den halben Globus schippern zu lassen ist meiner Meinung nach am falschen Ende gespart—und irgendwann, vielleicht auch nicht in Deinem Leben, rächt sich das. Solange Du nicht mit dem SUV mit laufendem Motor vorm Bioladen auf dem Radweg hältst bekommst Du mit mir keinen Ärger
  8. Aber will man nicht beim Kochen Sitzen? Multiuse funktioniert halt nur, wenn ein Gegenstand nicht immer mindestens zwei seiner Funktionen gleichzeitig erfüllen muss Grade beim Windmaster—das Ding ist im Vergleich zu anderen Gaskochern, die ich bisher auch noch so hatte, echt windstabil—braucht es eigentlich keinen grossartigen weiteren Extra-Windschutz (wie beim Spiritus-Brenner). Und wenn, dann steht der meist irgendwo in der Natur rum oder heisst Tarp und wird halt kurz mal aufgebaut. Wiegt 0g, hat man eh dabei. Noch weniger Aufwand: sich lasziv auf die Seite legend kochen: man wird selbst zum Windschutz—das sieht sexy aus, wärmt den Bauch und man kann viel besser die hübschen Blauen Flammen beobachten Ich will natürlich trotzdem niemanden davon abhalten was zu basteln, und dann zu vergleichen. Wenn das beim Windmaster wirklich noch viel bringen sollte, dann bau ich das vielleicht sogar nach.
  9. https://bonfus.com/ Leichte DCF-Zelte aus Norwegen, versenden zur Zeit aber wohl nur nach Norwegen, Schweden und Dänemark.
  10. Ich würde mich @BitPoet anschliessen: ich und meine Frau sind letztes Jahr komplett München—Venedig gelaufen, als Hüttentour. Wir haben ein paar Leute getroffen, die auch mit Zelt unterwegs waren, und grob die Hälfte hat gemeint, dass sie das so nicht wieder machen würden. Klar, Hüttentour ist teurer und man hat mehr Schnarcher um sich, aber: Du wirst nicht sooo viele offiziell geduldete Plätze zum Zelten haben. Je nach Wetter bist Du dann am Nachmittag (Berggewitter, olé!) bis zum nächsten Tag im Zelt—muss man mögen, und Feuer kannst Du fast überall vergessen (abgesehen davon, dass Du weiter oben eh kein Brennholz findest...) Nach Dunkelheit das Zelt aufschlagen und zum Sonnenaufgang wieder los geht klar, aber 1400g ist für ca. 2-3 Tage pro Woche Zeltnutzung auf einer Tour wie dieser echt viel Gewicht. Was Schuhwerk angeht, hatte ich auch hier schon was zu geschrieben—kurz: Geschmackssache:
  11. Ich kann Dir nicht sagen, was die offizielle Empfehlung ist, aber ich lager meinen ArcBlast immer 'entspannt'—nimmt einfach weniger Platz im Schrank weg
  12. Meist nur offline-Karten über Komoot o.ä.—falls ich doch mal Abschnitte als echte Karte dabei haben will, dann nutze ich ganz gerne das hier: https://inkatlas.com/create/
  13. Genau das! Kurz vor Sonnenuntergang mal auf die Karte schauen und eventuell in Frage kommende Schlafgebiete ansteuern (weg von Wegen, Höhenprofil flach, möglich nicht auf offener Flur...). Alle Schlafplätze die ich mir bisher im Dunkeln gesucht habe waren, am nächsten Tag bei Tageslicht genauer betrachtet, eher suboptimal.
  14. Ich kann das ganze irgendwie immer noch nicht nachvollziehen. Ab und an mal einen Selfie, damit die Familie nicht nur Landschaften sieht, sondern dem Bartwuchs im Lauf der Diashow-Reise zuschauen können ist ja OK. Aber für mich fällt das irgendwie in die Kategorie "Darwin-Award". Ich war vorletztes Jahr in Norwegen bei der Trolltunga, die Leute sind da teilweise bis zu 90 Minuten angestanden (!) nur um das ikonische Selfie auf der Klippe zu machen. Und manchen hat man angesehen, dass sie noch nie vorher im Leben wandern waren. In Billo-Flipflops mit Einmalponcho bekleidet bei 5 Grad im Regen den Aufstieg dahin zu machen halte ich schon für fahrlässig; dass da nicht mehr passiert ist eher verwunderlich. Aber hey, Hauptsache auf Instagram Likes bekommen, aber irgendwie doch 'nicht dort' gewesen, sondern eigentlich, wie auch sonst, nur aufs Handy gestarrt und nichts von der Großartigkeit der Landschaft/Wandererfahrung mitgeschnitten. </rant>
  15. Kommt schon stark auf die Tour an, und vor allem auch darauf, ob ich alleine unterwegs bin. Generell: lieber flexibel bleiben und nicht alles im Vorraus planen. Aber ein bisschen natürlich schon: wieviele Tage Essen brauch ich, wie wird das Wetter, Offline-Karten runterladen, ein paar grobe Wegpunkte auf der Karte setzen, schauen wo man schlafen könnte etc. pp. Aber bis auf Wetter + Essen reicht diese Planung für mich alleine meist auf dem Weg zum Startpunkt im Zug. Wenn ich in einer Gruppe bin und z.B. für Navigation verantwortlich bin, dann setz ich mich da schon zuhause mal entspannt an den Rechner und klick in komoot rum. Je älter ich werde und desto mehr Erfahrung ich sammle, desto weniger plane ich
  16. Ich kann hier in Leipzig im HIT-Supermarkt auch noch die kleinen Ajona-Tuben besorgen.
  17. In die Richtung geht auf jeden Fall noch: Borah Dimma Bivy (Custom, auf Anfrage, vgl.: https://www.youtube.com/watch?v=7D4EbbdFGvs) oder der MLD Bug Bivy 2 (https://mountainlaureldesigns.com/product/bug-bivy-2/). Aber den EE hatte ich auch schon im Auge, berichte mal wie der sich schlägt!
  18. Ne, leider genauso breit wie die regular, nur wärmer und kürzer. Die Leute schauen eh schon doof, wenn ich mit den schicken Dirty-Girl-Gaiters aufmarschiere!
  19. Mir ist egal ob ich auf dem Campingplatz dumm aussehe, wenn ich mein Tarp einfach als A-Frame aufspanne. Wenn mir die Leute/Blicke zu doof sind, dann häng ich einfach die Regenjacke davor und gut ist. Ansonsten käme vielleicht eine der vielen Mid-Varianten in Frage, wie das MLD Solomid XL, Yama Cirriform o.ä. Was ihr alle nur immer mit der Breite der XLite habt—ich schlaf auf meiner Womens Version mit 187cm Körpergröße hervorragend — ansonsten gibt es da ja auch die Option die Large-Version zu kürzen, wenn Du sonst mit der Short klarkommst.
  20. Ich besitze mittlerweile nur noch zwei Fleece-Teile: Patagonia R1 Hoodie (hornalt, immer noch muggelich, mit 392g eher schwer) und ein Montane Micro Allez Hoodie, 186g. Beide Grid-Fleece. Der R1-Pulli für wenns kälter wird oder einfach auch so im Alltag, und der Montane-Hoodie meist eher als Baselayer zum Schlafen oder leichter Mid-Layer für die 3-Jahreszeiten-Packliste. Beide mit super Kapuze, mir gut passendem Schnitt in L und beide mit Daumenlöchern. Der Montane ist schon ziemlich dünn, mal schauen ob der auch so lange hält, wie der R1
  21. Das klingt als hätte Dein Poncho keine Schlaufen/Ösen an den Ecken? Wenn dem so ist, dann wär das wahrscheinlich auch die leichteste Lösung: näh kleine Schlaufen aus leichtem, stabilen Band an den Poncho, und dann kannst Du diesen einfach mit Knoten an der Tarp-Spitze + den Enden befestigen. Hast Du vielleicht ein Foto vom Poncho?
  22. Als Rucksack passt vielleicht der HMG Porter gut ins Konzept
  23. Du willst doch nicht etwa ohne n Tyvek-Groundsheet und Weißbier nach Lappland?
  24. Hallo Kay! ich hab Deine Packliste jetzt noch nicht im Detail studiert, aber ein paar Sachen, die mir schonmal aufgefallen sind (auch wenn das am Ende vielleicht 'nur ein paar Gramm' sind)—hauptsächlich Dinge, bei denen ich denke, dass das doppelt oder zuviel ist. Nur Ideen, spannend wäre diesbezüglich auch vor allem das persönliche Kälteempfinden und Angst vor schlechtem Wetter: Buff—da hast Du zwei in der Liste stehen. Da Du auch eine Mütze hast, kann einer weg Balaklava: verstehe warum, aber mit Buff, Mütze + Puffy wahrscheinlich nicht nötig. Abgesehen von der Regenjacke (die auch relativ schwer ist, aber jo mei) hast Du insgesamt 4 langärmelige Sachen in der Liste stehen—ich denke im Juni brauchst Du das, da es ja unter 1800m bleibt, nicht unbedingt. Wenns schlimm wird ziehst Du Unterhemd, Longsleeve, Wanderhemd + Puffy + Regenjacke an, mehr Oberteile würde ich nicht einpacken. 3 Paar Handschuhe erscheint mir auch ein bisschen Overkill, 2 Paar lange Unterhosen ebenfalls. Hüttenschuhe? --> Socken oder Downbooties. Der wasserdichte Packsack sollte eigentlich mit dem Rucksackliner erledigt sein, oder? Sonnenbrille würde ich drinlassen. Im Juni kann schon noch das ein oder andere Schneefeld auftauchen und entspannte Augen steigern die Trittsicherheit Sonnenbrandgel raus—so weit sollte es hoffentlich nicht kommen. Vor allem wenn Du den Schirm doch mitnimmst. Wenn Du kein Esbit mitnimmst, dann brauchst Du auch kein Feuerzeug. Für die Not reicht ein kleines Pappstreichholzheftchen. Kamm? Kommt auf die Frisur an! Kamerahülle ist ziemlich schwer, tut es da nicht auch einfach ein kleiner wasserdichter Packsack? Und: lass den Ersatzakku weg, wenn Du eh n Akkupack mitnimmst. Würde anstatt der Regenhose auch ein Regenrock in Frage kommen? Da sparste locker 240g. Hüttenschlafsack: kommt auf die Hüttenwirte drauf an. Ich würd sagen ein Großteil hätte kein Problem, wenn Du den Quilt nutzt und einfach im Longsleeve schläfst. Das wären erstmal so meine Ideen die (fast) nix kosten. Und noch eine ganz ketzerische Idee zum Schluss: mit 500 Euro kannst Du Dir ne "luxuriöse" Hüttentour gönnen. Hast dann zwar am Ende kein neues Zelt/Zeug, aber auch viel weniger Gepäck dabei. Wenn das aber wegen Deiner Ernährung eh keine Option ist, dann ignorier das einfach
  25. Mein/unser System sieht mittlerweile so aus: 1.3L Toaks (130mm Durchmesser) + 700ml Toaks UL (115mm Durchmesser). Insgesamt unter 200g (107g + 63g + nochmal 22g für den Deckel für den großen Topf == 192g). Je nach Tour/Länge/Wetter mit Gas oder Spiritus. Wir kochen ähnlich und bei uns läuft das immer so ab, Nudel/Reis/Couscous-Zeug im großen Topf kochen, wenn fertig—in irgendwas einwickeln und ziehen lassen, und dann im anderen Topf Soße zubereiten / Zeug anbraten. Zusammenkippen, 'gerecht' aufteilen, omnomnom. Hat gegenüber Schüsseln IMHO den Vorteil, dass 1) in den 700ml Topf eine 230er-Gaskartusche perfekt reinpasst und man schön alles ineinanderbekommt und 2) ich gleich einen super Topf für Solo-Touren habe. So hat trotzdem jeder ein Futter-Gefäß und von Handhabung/Gewicht nimm sich ein zweiter Topf im Vergleich zu zwei Schüsseln denke ich nicht viel. Ist ja grade mal so viel wie zwei isolierte Nissin-Schüsseln, wie von @AlphaRay vorgeschlagen. Und da bräuchtet Ihr ja zwei, wenn ich das richtig verstehe.
×
×
  • Neu erstellen...