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Ultraleicht Trekking

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icefreak

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Alle erstellten Inhalte von icefreak

  1. Cat-Stove - wo bekomme ich das Rohmaterial her? Habe den Catstove aus einer Aufstrichdose gebaut und bin sehr zufrieden. Der Durchmesser ist aber viel zu groß (74 mm am oberen Rand). Im nächstbesten Discounter war jedoch kein Tierfutter zu finden, in der von den Websites her bekannten Dose.
  2. Gar nichts. Kann mir längere Strecken nur noch so vorstellen. Finde den Sohlenaufbau von guten Trailrunnern inzwischen hochwertiger als vom durchschnittlichen Leichtwanderschuh. Ja, hat Nachteile bei steinigen Strecken. Die Punktbelastung ist gerade für ein älteres Fußgewölbe schmerzhaft, wenn das da zu labberig ist. Meine Trailrunner sind da zum Glück ausreichend gedämpft. Für die kalte Jahreszeit, bei Matsch und Schnee, habe ich jetzt Speed Hiking Schuhe am Start. Schließt für mich die Lücke zwischen turnschuhartigen Trailrunnern und schweren klassischen knöchelhohen Wanderschuhen. Die Sohle hat da einen Millimeter mehr Profilhöhe und ist kompakter, der Schuh hat eine Membran und eine Neoprenmanschette.
  3. Wie ich es oben schon verlinkt habe: mapy.cz So heißt die App und die Website. Dahinter steckt eine tschechische lokale Suchmaschine, die Google in CZ die Stirn bietet. Gallierdorf und so Du suchst nach „Potraviny“. Zweite Möglichkeit: OSMAnd, benutzt die freie Weltkarte Openstreetmap. Das zweite Gallierdorf OT: Jeder Klick bei google, womöglich noch angemeldet, füttert einen globalen Monopolkonzern. Deshalb empfehle ich Alternativen, wo es nur geht.
  4. OT: https://deutsch.radio.cz/100-jahre-tramping-und-die-tschechische-subkultur-lebt-weiter-8102095 So ungefähr ist das in Tschechien. Ich kenne eher die Trampingkultur der Berge und Höhlen. Spuren findet man zumeist in den Mittelgebirgen, abseits der Touristen-Hotspots.
  5. Ich zitiere mich mal selbst: Was ich nicht verstehe, wie man bei Google Maps Wanderziele usw. suchen kann. Vermutlich weil es vorinstalliert ist. Zelten: In den Visegradstaaten mit unserer Art MInizelt/Tarp für eine Nacht eigentlich überall möglich, wo man niemanden nervt und wo kein Nationalpark oder Naturschutzgebiet ist. Gerade Tschechien mit der Trampingkultur (Tramping != Hitchhiking) seit weit über 90 Jahren ist doch das Ziel für Vagabunden wie uns. Da wird auf irgendeine Wiese das Zelt gestellt, Grill an, Bier auf, fertich is die Laube. Ich habe in CZ noch nie jemanden privat gefragt und das Verbot ist wohl eher theoretischer Natur. Die Polizei kümmert sich in der Regel um echte Kriminalität. Wie gesagt, nicht gerade neben dem Prebischtour oder im Riesengebirge zelten, das könnte dann Stress geben. Ansonsten habe ich schon direkt neben markierten Wanderwegen gepennt, in Boofen (mit Wanderwegweisung, also nicht geheimes) und dergleichen mehr. Meine eine Nacht in Polen war entspannt, früh kamen ein paar Arbeiter und haben den großzügig gestalteten Rastplatz repariert und mich freundlich gegrüßt. Jüngere Leute sprechen alle gut Englisch in den Visegradstaaten, ansonsten gibt es so Scan-OCR-Übersetzungs-Apps, die helfen dann bei unverständlichen Fahrplänen weiter ("Übersetzer" von Microsoft ist derzeit mein Favorit). Nicht so viel lesen, das macht nur wirr im Kopf. Losgehen und sich ein eigenes Bild machen. Weil man ja in Skandinavien oder den USA wandern muss! Im Ernst, scheint auch 30 Jahre nach dem Fall der Grenzen komische Vorurteile zu geben und man "hört" ja so vieles. Das meiste ist schon längst Geschichte. In Tschechien kann man fast überall mit Karte zahlen, aber der Busfahrer oder der private kleine Imbißkiosk im Dorf will dann doch Kronen sehen. Geld am besten in der Wechselstube umtauschen, die Banken mit ihren unverständlichen Umrechungskursen und Gebühren verteuern das erheblich. Kurs ca. 1:25.
  6. Diese komischen Krimskramsmärkte gibt es nur unmittelbar an der Grenze. Im Landesinneren sind die kleinen Lebensmittelläden / Potraviny fest in vietnamesischer Hand.
  7. mapy.cz aufs Handy und Karten vor Ort nach und nach kaufen. Besser und billiger. Ich nutze die Shocart und Eurokart Karten. Vor Ort sind auch oft Flyer (mit Kartenanteil) und manchmal Karten von Kleinverlagen erhältlich.
  8. Das klingt nach einer entspannten Tour So sieht es in mapy.cz aus mit dem passenden Suchbegriff Es gibt auch eine lokale Draußenseinzeugsladenkette
  9. Karte ist weitgehend akzeptiert, außer auf abgelegenen Imbißhütten, oder im Bus, oder oder oder .... Es können jedoch bankseitig unangenehme Umrechnungsgebühren auftreten. Da sind dann schnell 7 oder 8€ weg wenn man sich Bargeld aus dem Automat zieht oder der Umrechnungskurs ist dann nicht 1:25 sondern 1:22. Was ich von solchen Machenschaften halte, darf ich echt nicht laut äußern, wir reden hier bei reiner Kartenzahlung von ein paar Bits, die irgendwo hingeschoben werden. Achtung bei Zahlung mit Euronen bekommt man meistens Kronen zurück, also auch hier wenigstens Geld in kleiner Stückelung vorrätig haben. In direkter Grenznähe ist auch Euro weitgehend als Bargeld okay, aber die runden da auch stark auf beim Umrechnen. Am Besten in einem größeren Ort eine Wechselstube aufsuchen und die benötigte Menge direkt mit Euroscheinchen umtauschen. Da habe ich bisher immer den besten Kurs bekommen OHNE böse Überraschungen auf dem Kontoauszug. FAZIT: Immer paar Hundert Kronen einstecken haben, macht das Leben leichter, und erhöht die Sympathien im Land.
  10. Das Tarptipi wurde noch etwas angepasst: Die Fixierung des Wanderstocks wurde so gestaltet, dass ich noch eine weitere Verstärkung aus PU-beschichtetem RS-Nylon angenäht habe. Dann wurden innen die Nähte und große Teile der Fläche mit Seamsealer beschichtet. Durch die dadurch erzielte Haftreibung bleibt der Wanderstock an Ort und Stelle. Ansicht von Innen: Die kleine Schlaufe dient der Aufnahme eines Zeltlichts und ggf. einer Fixierung des Griffes vom Wanderstock. Ansicht von Aussen: Das LineLoc wird genutzt, wenn ich einen Fixpunkt zum Tarptipiaufbau nutzen kann. Wetterfestigkeit: Bis auf die eben gezeigte "Spitze" habe ich keinen Nahtdichter verwendet. Ich wollte erstmal sehen, wo es denn tatsächlich tropft. Zum Glück hat es Montag früh ein paar Stunden geregnet, und siehe da, mitten in der Firstnaht haben ein paar Tropfen den Weg durch die Naht gefunden. Da hatte ich mich vernäht und dadurch doppelt an der Stelle genäht. Also werde ich die Firstnaht versiegeln, ansonsten ist es nicht weiter nötig. Wenn man wirklich nur einmal drüber näht, funktioniert die Sache mit dem CoreSpun-Garn recht gut. Ansonsten hat sich das Zelt erstmal als recht regensicher erwiesen, wobei jedoch kaum Wind wehte.
  11. Stabile Bierdosen? Wo bekommt man stabile Bierdosen her? Die sind gefühlt so dünn geworden, dass ich schon Angst bekomme, die weiter unten in den Rucksack zu packen bein Einkaufen. Da kann man ja die Tomaten DRUNTER legen. Wollte wieder mal eines meiner Dosenkochermodelle bauen, aber mit dem dünnen Material sind die kaum noch formstabil. Hintergrund: ich baue nur noch Dosenkocher, wo man den Topf drauf stellen kann.
  12. Hallo, Du hast in fast jedem Dorf einen kleinen Lebensmittelladen - "Potraviny". Da findest Du größtenteils alles was Zucker beinhaltet - Limo, süße Riegel aller Art und salziges Knabberzeug. Etwas Obst und Bäckereiwaren sind meistens auch zu finden. Lecker sind die Waffelriegel (Tatranka, Horalky), garantiert ungesund, aber man gewöhnt sich sehr schnell dran Da empfehle ich Dir doch mal Dich zu überwinden und Dir mit dem Handy den nächsten Lidl zu suchen, welcher auch in der Fläche gut vertreten ist und meistens auch Sonntag offen hat. Größere Orte haben meistens ein Kaufland. Ich habe meistens Knorr Spaghetteria mit, und für morgens das Kakaoporridge aus dem DM oder von Rapunzel. Rosinen dazu, schmeckt super nur mit heißem Wasser. Schraubkartuschen: suche Dir mal die Decathlon-Filialen raus, die gibt es selbst in Orten, wo man das nicht so direkt vermuten würde. Da werden Sie geholfen. ZWINGEND!!! mapy.cz installieren, ja die App heißt so wie die Website, und die passenden Karten offline speichern. Ist gut lokalisiert auf deutsch. Jeder, aber auch jeder Laden ist dort verzeichnet. Die Bahnhöfe zeigen nach Klick die nächsten Abfahrten an. Daneben auch diese App, für die Exit-Strategie. Pfingsten habe ich zum Beispiel meine ganzen super tollen Haferriegel wieder mit nach Hause geschleppt, weil es zum zweiten Kaffee auch Torte gab: Ansonsten findet man auch zahlreiche Kneipen und Imbisse, eine Kofola (tschechische, malzhaltige Cola) und "Hranolky" (Pommes) mit "Tatarka" (spezielle tschechische Majosoße) findet sich da des öfteren. Ist jetzt die Frage ob Du auf der Jagd nach Kilometern durch die Gegend hetzt oder auch mal alle Fünfe lang sein lässt. Gerade die Kaffeehauskultur hat sich in Tschechien extrem gut entwickelt und ich kann da einfach nicht vorbeigehen.
  13. Als Komprimiss gibt es Speed Hiking Schuhe mit höherem Schnitt, aber noch nah an den Trailrunnern dran: FH500 (mein Schuh für milden Winter/Übergang) Der Speed Hiking Schuh FH900 hat optisch eine noch höhere „Gamasche“, ist sogar etwas leichter. Damit wäre „knöchelhoch“ formal erfüllt. Selber kenne ich den FH900 nicht.
  14. Nachdem ich lange an einem komplexen 3-D-Schnitt mit aufwändiger vorgeformter, fester Fußbox und vorgeformten Schulterbereich getüftelt hatte, habe ich mich dann doch kurzerhand für diesen Klassiker hier entschieden. Stoffe und Maße: Material außen: Micro-Double-Ripstop-Nylon, kisscoating, winddicht, 34 g/m² Material innen: RS-Nylon, daunendicht, 10den, 27 g/m², weinrot Füllung: 100er Apex Säume: Supplex-Nylon, 115 g/m² Gewicht ca. 642 g Länge 190 cm Breiten: 133 cm oben, 145 cm maximal, 120 cm unten (flache Eiform) Die Breite nutzt einfach den Stoff maximal aus. So kann ich reichlich Klamotten drunter anziehen, und mich dennoch gemütlich in das Teil einwickeln. Ausgebreitet, Fußende unten. Der untere Tunnelzug ist spontan etwas vom Rand abgesetzt, da ich keine Fläche zum komplett Ausbreiten der Stoffe hatte und der Innenstoff dann doch etwas kürzer war. Die Füllung ist mit zwei Quernähten zusätzlich am Innenmaterial festgenäht, was sich als fummelig erwies. Krumme Nähte mindern zum Glück nicht die Wärmeleistung. Kältebrücke konnte ich auch keine feststellen, das Apex drückt die Lücke regelrecht zu. Hier nochmal der Breitenvergleich: Die Camsnaps ergeben eine effektiv ca. 73 cm lange Fußbox. Wenn man die KamSnaps dicht greift und zum Öffnen leicht „ankippt“, reißt da auch nichts aus. Hier ganz am Anfang, der obere Tunnelzug wird auf links angesteppt. Später dann nach vorne geklappt und mit der umlaufenden Hauptnaht mitgefasst. An den Enden sind kurze Schlaufen aus Paracordmantel angesteppt, dort wird die elastische Kordel verknotet. Wie macht er sich? Das Prinzip mit den Tunnelzügen und KamSnaps funktioniert besser als gedacht. Die obere Kordel baumelt dann zwar lose herum, stört mich aber nicht. Unten muss man tüchtig zerren, bis es nicht mehr „zieht“. Der windabweisende Oberstoff bringt gerade im Tarp nochmal spürbaren Wärmerückhalt. Die Idee ist nicht von mir, ich habe einen Deckenschlafsack aus einem alten Yeti Fighter 500 dry genäht und damit nur gute Erfahrungen gemacht. Der hat einen beschichteten, extrem wasserabweisenden Oberstoff. Da benötigt man keinen zusätzlichen Biwaksack (was für mich ohnehin nie eine Option im UL-Setup war). Meine untere Temperatur habe ich mit 10°C veranschlagt. Drunter kommt dann der umgenähte Yeti mit. Passt gut in einen STS 8 Liter Ultra-Sil Drybag, wenn er erst mal drin ist Nähtechnologisch würde ich beim zweiten Mal die Isolation lagerichtig auf den Innenstoff mit Abstand zur späteren Nahtline rundum ansteppen, das Obermaterial lagerichtig auflegen, die reichliche Nahtzugabe zum Hohlsaum auf die Innenseite wickeln und alles rundum feststeppen. Dann hätte man nur eine Lage Apex am Saum. So nähe ich immer die Schlafsäcke um, da geht auf Links drehen meistens nicht. Aber mit auf Links drehen, alles zusammensteppen und auf rechts drehen hat es ja am Ende auch geklappt. Vielen Dank an alle, für das Teilen von Ideen und Tipps
  15. Gefunden. Leider ist Google besser als die Forumssuche.
  16. Boden im Beutel neu ausgeschnitten, zuerst per Hand vorgeheftet, dann mit Geradstich abgesteppt: Zwei kleine Falten, damit kann man leben. Diesmal nur 5 mm Nahtzugabe. Das 1:10 Papiermodell fix geknipst:
  17. Ja, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Dafür ist der Beutel nun zu kurz, da passen dann die Heringe nicht mehr rein:
  18. Bin zu blöd, die SuMa zu bedienen. Wo finde ich den Thread, wo alle diese MYOG-Schlafdecke nachnähen, die man komplett flachlegen kann? Habe mir auch so ein Teil genäht und würde das gerne da vorstellen.
  19. Warum ich ein neues Tarp nähen wollte Klar, die optimale Tarpanzahl ist immer N+1 ... aber im Ernst: Mein erstes Tarp (in dritter Fassung, mehrfach umgenäht, lange Geschichte ...) ist für langes Abwettern einfach zu klein, bei Regen ist darunter Umziehen nur für geübte Yogis durchführbar. Das endgültig gewählte Design mit Bakes hinten und vorne hat sich bei mir jedoch außerordentlich bewährt. Wiegt ca. 322g, die Firstlinie hat so ca. 210 cm und die Kantenlängen der vertikalen Kappnähte sind vorne 100 und hinten 80 cm (man muss sich das ohne Bakes vorstellen). Schon arg hundehüttig. Tarp Nummer zwei ist ein umgenähtes Sonnensegel vom Discounter und war als Prototyp gedacht. Hat sich aber so bewährt, dass es dabei bleibt. Für zwei Leute geht das Gewicht auch in Ordnung, Platz ist mehr als genug vorhanden. Wiegt mit Schnüren reichlich 500g. Die Geometrie (Bakes wegdenken): First 250 cm, vertikale Kantenlänge vorne 140 cm und hintern 100 cm. Okay, ich denke da sehr nähtechnisch bei den Maßen Der geübte ULer erkennt jetzt ganz klar, wo unübersehbar die Gearlücke klafft: Wo ist das 1,5-Personen-Tarp? Das Design Folgende Merkmale sollte das neue Tarp haben: leicht (wer hätte das gedacht) Sitzhöhe im vorderen Bereich + viel Platz zum "Wirtschaften" regenfest, auch bei schrägem Regen windstabil (übernachte gern unvernünftigerweise auf Bergen) mit einem Stock aufzubauen bequemer, knieschonender Einstieg innen hell (für Touren in Frühjahr und Herbst) wenig Schnitteile (hier spricht der MYOGer) Nach mehreren 1:10 Papiermodellen und zwei 1:1 Folienmodellen habe ich mit Optimieren aufgehört, das Projekt zog sich ja auch schon über mehrere Jahre. Herausgekommen ist ein Entwurf, der das Verflachen im hinteren Bereich so auf die Spitze treibt, dass ich nunmehr überlege, ob ein paar Zentimeter mehr vielleicht doch schlauer gewesen wären. So oder so, der oder das Bake fällt hinten weg. Die Specs: Firstlänge 270 cm, an der Grundlinie ca. 256 cm (konstruiert) die vertikale Nahtlänge vorne 150 cm hinten gerade mal 45 cm fetter Bake mit 60 cm Firstlänge RipStop-Nylon, Zeltstoff, 20den, 36g/m², Farbe sand Verstärkungen aus RS Nylon, PU-beschichtet, 68g/m², Farbe sonnengelb Gewicht mit Schnüren (vorne, hinten je 3m, seitlich 6x80cm), ohne Nahtdichter, noch ohne schlaue Stockbefestigung: 303 Gramm (reisefertig mit 3. Schnur für die Spitze, gescheiten Heringen, Bodenplane reichlich 500 g) Es werden garantiert einige ausrufen: Aber das ist ja das Modell ... von ... !!! Ja, ich gebe Euch allen jetzt schon recht. Da habe ich mich heftig von allen möglichen Modellen inspirieren lassen. Aber in der konkreten Umsetzung habe ich noch genügend Denkenergie investiert, und kein vorhandenes Modell nachgehäht. Ich nenne es Tarptipi, weil es eigentlich kein Tarp mehr ist, aber auch noch kein echtes Tipi/Lavuu/Mid, oder wie man das nun nennen will. Dann musste ich meine Wohnung umräumen, um die Schnitteile anzufertigen. Das war eigentlich der schwerste Teil des Fertigens. Endlich ging es mit Nähen los. Amann Corespun und 70er Microtech im Einsatz: D Dank Obertansport ging das sogar besser als gedacht. Zum fixieren habe ich diese kleinen Nähklammern verwendet. Zweimal ist mir eine Stofffalte unter den Nähfuß gerutscht, das merkt man bei dem dünnen Stoff gar nicht. Autsch! Hoffentlich regnet es da nicht rein ... Natürlich musste das Tarptipi auch gleich ausprobiert werden: Damit es echt ist, mitten auf dem Berg. Platz ist da wirklich mehr als reichlich für eine Person. Der Wanderstock war auf 125 cm eingestellt (Herstellerangabe). Am Fußende wird es schon sehr eng, aber passt noch. Rein und raus geht wirklich geschmeidig, die Regenfestigkeit konnte ich noch nicht testen (sowohl konstruktiv als auch material/verarbeitungstechnisch). Überrascht war ich über die Windfestigkeit, da werden ich auf Lifter verzichten. Als zusätzlichen Schutz im Eingangsbereich habe ich meinen Regenschirm verwendet, welcher auch zugleich den Kocher abschirmt. Anzumerken ist, das bei freistehendem Aufbau in der Länge sehr viel Platz sein muss. Man benötigt jedesmal die vollen drei Meter Länge der langen Zeltschnüre, und selbst da ist die Kante am Eingang nicht sehr straff gespannt. Da sollte ich schauen, wenigsten für vorne einen passenden Baum zu finden und hinten könnte ein kleiner Ast als Stütze auch nicht schaden. Konstruktive Probleme Ja, die gibt es. Auch wenn es an der Funktion nichts ändert, ärgert es mich doch ein wenig optisch. Es geht um den Fadenlauf. Zwangsweise hat man Säume und Nähte schräg zum Fadenlauf: Am Hohlsaum habe ich unten ich noch eine zweite Naht angebracht, aber das hilft nicht viel. Der Gedanke war, dass auf dem First am meisten Zug lastet, so dass ich dort den Fadenlauf parallel zur Naht habe. Was hätte ich da machen können? Das einzige, was mir auffiel: Die kommerziellen Hersteller verwenden oft Einfass- bzw. Schrägband. Die haben aber auch spezielle Schrägbandfüße dafür. Ideen? Eine Verstärkung an der Spitze fehlt auch noch, und eventuell etwas zum Wanderstock fixieren. Da überlege ich noch. Vielleicht reicht auch eine ausreichende Menge an Nahtdichter in dem Bereich, um den Stock am Verrutschen zu hindern. Frustecke Am meisten gefrustet war ich beim Beutel nähen! Kein Witz! Der gelbe, stabilere Stoff ist offensichtlich der kleine Bruder der Edelstahlfolie. Ich habe beim Boden Annähen zwei (!) Nadeln zerschossen und bin immer noch nicht zufrieden. Hmgrmmpf, ich werden den Boden irgendwann mal komplett neu PER HAND annähen. Ja, ihr seht richtig, jetzt habe ich mir auch so Label machen lassen (mit Finger imaginäres Staubkorn vom Maßanzug wegschnipp): Aber eine Manufaktur werde ich ja nicht gründen, am Ende muss ich Mausschubser noch richtig arbeiten
  20. Ist sehr weich, bringt keine Stabilität. Wiegt dafür aber auch nur 50 g. Ich habe das nochmal in dicker, da merkt man schon, dass der Rucksack weiter von Rücken weg ist. Bei dynamischer Gehweise unangenehm.
  21. (Innentasche) ah ja, so ist es gemeint. (Trinkschlauchdurchlaß) Super, coole Idee, hatte ich auch schon so ähnlich (quasi das paspelierte Knopfloch mit überlappenden Paspeln). Das ganze am Rand anzuordnen ist natürlich eine elegante Methode, das Nähen etwas zu vereinfachen, aber die Schlauchführung ist dann auch arg seitlich. Da habe ich mich von einem kommerziellen Rucksack inspirieren lassen, lässt sich auch gut nähen, nur die Öffnung ist für die Isolation etwas zu eng. Das nervt etwas beim Herausfummeln des Schlauches.
  22. Erfahrungen sind eben Erfahrungen. Ich habe probiert: nix (sofort alles schön feucht und klebrig) Eierbechermatte (es bildete sich Kondensnässe in den Vertiefungen, blöd dann im Camp) Akustikschaumstoff, siehe Fotos. Tatsächlich ursprünglich zum Verpacken empfindlicher Bauteile genutzt und dem Versandkollegen abgeschwatzt. Funktioniert bis jetzt mit Abstand am Besten und schlägt AirStripes und wie das alles heißt um längen, weil kein zusätzliches Material drumherum ist. Leitet den Schweiß schnell vom Rücken weg, der verdunstet an der Seite bzw. wo der Rücken nicht anliegt und das Teil ist selbst bei kühlerem Wetter in Minuten während der Rast wieder trocken. Ist ein offenzelliges Material. offenzelliger 2cm Schaumstoff geringer Dichte, aus dem Baumarkt (Bestellware), der funktioniert laut Aussage der einen Wanderfreundin auch gut und ist am Wonder-Woman-Rucksack dran.
  23. Kannst Du die Stelle mal zeigen? Wo hast Du das her? Lässt sich das gut verarbeiten und ist es in sich einigermaßen stabil? Aber ein cooles Projekt. Auch wenn ich eine andere Designphilosphie habe: Isomatte muss in den Rucksack, Rücken braucht eine Polsterung, die bestmöglich den Schweiß ableitet. Das liegt daran, dass ich erstens auch auf schmalen Pfaden und Stiegen wandere, wo das Gesamtprofil des Rucksacks schlank bleiben muss und zweitens schwitze ich sehr schnell und stark. Wie ist denn das Einsatzszenario bei dem Rucksack? Also von der Landschaft und den Wegen her?
  24. Nicht aus Dyneema ® / Nylon Gridstop, aber aus dem gleichen Schnittmuster habe ich einen weiteren Rucksack genäht: Diesmal habe ich RS Cordura von extex verwendet, mit 190g/m² schon recht heavy. Mal sehen, wie gut die Beschichtung am Rollverschluß mit der Knickbelastung klarkommt. Aber da kam meine Technologie ans Limit: das superstarke Webband, was in den Hohlsaum oben am Rollverschluß eingenäht wird, hat meine Gritzner an die Grenzen gebracht, bei ersten Versuch blieb direkt mal die Nadel drin stecken und der Nadelhalter ging ohne Nadel hoch Man sieht es ein wenig bei dem Foto mit dem Druckknopf. Garn wie immer 60er Amann Serafil. Dann musste ich auf klassischen Druckknopf umsteigen, da bei der Materialdicke KamSnap nicht zu befestigen war. Naja, ein dünneres Webband hätte es sicher auch getan. Das ist jetzt ein Verleih/Gästerucksack, für meine ganzen Wandermädels und der dritte der Serie nach gleichem Schnittmuster. Edit: wiegt mit zwei Schlaufen mit Quetschtankas und Gummistrippen am Rücken 420g, zzgl. Noppenschaumpolster dann ca. 470g ausgehfertig. Edit: die Urmutter der Serie, der "ewige Prototyp" wurde auch kräftig verjüngt und geht bald auf Tour.
  25. icefreak antwortete auf icefreak's Thema in Ausrüstung
    Vor einiger Zeit kam ein unglaubliches Angebot in mein Postfach: ein paar fast neue Salomon-Wanderschuhe, für die eine Wanderfreundin, geschenkt! Im Paket fanden sich auch warmherzige Zeilen und die Wanderfreundin war natürlich hocherfreut. Aber das Töchterchen zuhause war schneller und so waren die Schuhe erstmal anderweitig unterwegs Da habe ich natürlich gedrängelt, dass wir mal eine Testlauf machen, weil beim ersten Probetragen der Schuh eine Spur zu klein schien. Aber am Ende hat es gepasst und wir haben den Testlauf erfolgreich absolviert: Ja, es hat gedauert, aber das Leben hat eben seinen eigenen Rhythmus. Aber der nächste Wochenendausflug ist nur noch eine Frage der Zeit. Zusammen mit dem Wonder-Woman-Rucksack, dem von mir zur Schlafdecke umgenähten JW-Schlafsack und dem hier im Forum günstig abgegebenem Kochgeschirr ist die Basisausrüstung schon ziemlich perfekt. Die Küche und das Tarp steuere einstweilen ich immer noch bei. Auf jeden Fall ist es immer wieder erstaunlich, was jemand erreicht, wenn er das wirklich WILL. Und nicht wollen möchte, hätte, könnte. Wenn sich jemand für etwas entscheidet und sich nicht noch Dutzende Optionen offen lässt. Das habe ich leider viel zu oft erlebt. Umso mehr freut mich die dauerhafte Begeisterung der Wanderfreundin für die einzig wahre Art, draußen durch die Gegend zu streifen und zu übernachten

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