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Ultraleicht Trekking
Carsten010

UL im Winter - Packlistendiskussion und mehr

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@dani Mit VBL Socken (im Gegensatz zu Schwitzanzügen) habe ich auch schon Erfahrungen gemacht. Manchmal blieben dann meine Socken relativ trocken. Manchmal auch nicht, weil die Feuchtigkeit - vermutlich aufgrund hoher Temperaturunterschiede - irgendwie von Aussen kam. So richtig vorhersehbar war das für mich nicht. Im Ergebnis verzögerten die VBL Socken das Problem oft nur (wie auch Christine geschrieben hat). Ich lasse inzwischen die VBL Socken einfach weg und trockne die Socken nachts im Schlafsack. Die vereisten Schuhe empfinde ich morgens nicht als grosses Problem. Lediglich bei sehr sehr kalten Temperaturen würde ich VBL Socken noch verwenden.

 

@christine Interessant! Was passiert denn, wenn die Feuchtigkeit im Synthetikschlafsack bzw. Quilt gefriert (weil es so kalt ist, dass die Feuchtigkeit den Aussenstoff nicht mehr durchdringt)? Ist das soo viel besser als bei Daune und muss dies deshalb nicht verhindert werden? Der Einsatz von Synthetik bei nass-kalten Touren mit viel Regen leuchtet mir absolut ein.

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@ german tourist

Die Gewichtsunterschiede bei deinen Daune kontra Synthetik-Schlafsäcken entstehen wohl einzig dadurch, dass deine Daunensäcke älteren Datums sind, als die aus Synthetik. Sprich die verwendeten Stoffe für die Hülle waren früher schwerer als heute. Wenn du heute einen WM UL kaufst, wiegt er (gemäss Hersteller) noch zw. 790g und 870g je nach Grösse. Dass Daune (in trockenem Zustand) bei gleichem Gewicht besser isoliert als Synthetik, willst du wohl nicht ernsthaft in Frage stellen? (Obwohl Ray Jardine das tatsächlich gemacht hat !!! ... ROFL)

 

 

@german tourist & betatroll

Grober Denkfehler: Wenn Ihr den Schlafsack/die Schuhe nicht von aussen vor Wasser schützen könnt, dann ist das definitiv nicht ein Versagen des VBL.

 

 

@betatroll

Auch synthetische Iso saugt sich mit Schweiss voll. Der VBL schützt davor.

 

Ich verwende VBL Socken, Jacke und Handschuhe z.b. beim Winterwandern, Backcountry-Skifahren oder Schneeschuhlaufen. Dadurch muss ich nur eine sehr dünne (und leichte) Iso Schicht mitnehmen. VBL Hose hab ich bisher noch nicht benötigt, da ich an den Beinen nicht so stark friere.

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@ german tourist

Die Gewichtsunterschiede bei deinen Daune kontra Synthetik-Schlafsäcken entstehen wohl einzig dadurch, dass deine Daunensäcke älteren Datums sind, als die aus Synthetik. Sprich die verwendeten Stoffe für die Hülle waren früher schwerer als heute. Wenn du heute einen WM UL kaufst, wiegt er (gemäss Hersteller) noch zw. 790g und 870g je nach Grösse. Dass Daune (in trockenem Zustand) bei gleichem Gewicht besser isoliert als Synthetik, willst du wohl nicht ernsthaft in Frage stellen? (Obwohl Ray Jardine das tatsächlich gemacht hat !!! ... ROFL)

 

Erstens ist 870 gr für einen WM Ultralight immer noch leichter als 840 gr für einen BPL 240 Quilt - umso mehr, wenn Du noch Deinen VBL dazurechnest.

Zweitens hast Du Dir Deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet: Daune ist bei gleichem Gewicht nur dann wärmer als Synthetik, wenn optimale Bedingungen herrschen, d.h. die Daune komplett trocken und nicht durch Körperöle verklumpt ist. Dies ist auf langen Touren aber leider so gut wie nie der Fall. Darüber hinaus verrutscht Daune - vor allem im verklumpten Zustand - so dass im Gegensatz zu Synthetik Warmebrücken entstehen. Genau wie Ray Jardine laufe ich nur Langstrecke und daher deckt sich meine Erfahrung genau mit seiner.

 

Im übrigen: Wer zuletzt lacht, lacht am besten....

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@dani Mit VBL Socken (im Gegensatz zu Schwitzanzügen) habe ich auch schon Erfahrungen gemacht. Manchmal blieben dann meine Socken relativ trocken. Manchmal auch nicht, weil die Feuchtigkeit - vermutlich aufgrund hoher Temperaturunterschiede - irgendwie von Aussen kam. So richtig vorhersehbar war das für mich nicht. Im Ergebnis verzögerten die VBL Socken das Problem oft nur (wie auch Christine geschrieben hat). Ich lasse inzwischen die VBL Socken einfach weg und trockne die Socken nachts im Schlafsack. Die vereisten Schuhe empfinde ich morgens nicht als grosses Problem. Lediglich bei sehr sehr kalten Temperaturen würde ich VBL Socken noch verwenden.

Ich mache das genauso. Die Erfahrung - und hier rede ich wieder von Langstrecke und nicht von Wochenendausflügen mit neuen Schuhen) zeigt, dass Trailrunner auch mit Goretex-Membran oder ähnlichen nie wasserdicht sind. Wenn es wirklich regnet oder Du stundenlang durch feuchten Schnee stapfst, werden Deine Schuhe und Socken nass. Ich habe das Thema nun schon in mehreren Varianten durch. VBL bringt nur was, wenn Du absolut trockenen Schnee hast bzw. kein Wasser durch Flussüberquerungen, Nassschnee oder Regen eindringen kann. Bei Tagestemperaturen bis knapp unter Gefriergrenze finde ich nasse Socken auch nicht so schlimm, solange man in Bewegung ist. Ich trockne die Socken dann entweder über nacht oder laufe am nächsten Tag halt mit den nassen Socken weiter.

Wenn nachts Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt zu erwarten sind, dann musst Du die Schuhe entweder im Zelt aufbewahren und/oder so aufweiten, dass sie über Nacht nicht in einer Form einfrieren, in die Du morgens nicht mehr reinschlüpfen kannst.

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@ german tourist

Die Gewichtsunterschiede bei deinen Daune kontra Synthetik-Schlafsäcken entstehen wohl einzig dadurch, dass deine Daunensäcke älteren Datums sind, als die aus Synthetik. Sprich die verwendeten Stoffe für die Hülle waren früher schwerer als heute. Wenn du heute einen WM UL kaufst, wiegt er (gemäss Hersteller) noch zw. 790g und 870g je nach Grösse.

 

Die Angaben von WM muß man sehr vorsichtig genießen. Meiner Erfahrung nach weichen die Angaben bei den Schlafsäcken der Extremlite Serie um ca 10% nach oben ab. Ich bezweifele auch ein wenig die angegebenen Füllmengen, muß zu Hause nochmal die genauen Zahlen anschauen.

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@christine Interessant! Was passiert denn, wenn die Feuchtigkeit im Synthetikschlafsack bzw. Quilt gefriert (weil es so kalt ist, dass die Feuchtigkeit den Aussenstoff nicht mehr durchdringt)? Ist das soo viel besser als bei Daune und muss dies deshalb nicht verhindert werden? Der Einsatz von Synthetik bei nass-kalten Touren mit viel Regen leuchtet mir absolut ein.

Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass dies in der Praxis kein Problem ist. Dein Synthetikschlafsystem müsste schon komplett durchnässt sein, damit die eigentlich Isolationsschicht einfriert. Was relativ häufig passiert: Vor dem Einschlafen streifst Du mit dem Fussende an der nassen Zeltwand entlang, wodurch die Plastikhülle aussen nass wird. Diese Feuchtigkeit kann über nacht gefrieren. Am nächsten Morgen schüttelst Du sie einfach ab. Ich habe dann vorsichtshalber während des Frühstücks noch den Quilt umgedreht und konnte so die eventuell noch feuchte Hülle durch die Körperwärme trocknen.

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Die Angaben von WM muß man sehr vorsichtig genießen. Meiner Erfahrung nach weichen die Angaben bei den Schlafsäcken der Extremlite Serie um ca 10% nach oben ab. Ich bezweifele auch ein wenig die angegebenen Füllmengen, muß zu Hause nochmal die genauen Zahlen anschauen.

Danke für den Hinweis. Meine Gewichtsangaben sind alle selbst gewogen und beinhalten ausserdem den Packsack. Sie sind keine Herstellerangaben.

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Ich habe den Vergleich mal bei WM mit einem WM Ultralite, WM Apache GWS und einem WM Versalite gemacht. Alle jeweils in long, ohne Packsack, alles eigenmessungen, wobei der Versalite ein älteres Modell war.

Angaben

Gemessen/theoretisch angegeben /theoretische Daunenmenge

WM Ultra

932g gemessen / 875g angegeben / 480g Daune -->bedeutet: Die Hülle des WM Ultra muß 452g wiegen.

WM Apache GWS

1096g gemessen / 1095g angegeben / 595g Daune-->bedeutet: Die Hülle des WM Apache muß 501g wiegen.

WM Versalite

1080g gemessen / ???g angegeben / 620g Daune-->bedeutet: Die Hülle des WM Versalite muß 460g wiegen.

Der WM Ultra und der Versalite haben verschiedene Maße, der Versalite ist deutlich breiter. Aber wieso wiegt die Hülle dann nur 8g mehr?

Der WM Apache wiegt 164g mehr als der WM Ultra, wobei der Apache 115g mehr Daune hat. Ist die robustere Hülle des WM Apache mit Gore Windstopper wirklich nur 50g schwerer?

Für mich ließ das nur einen Schluß zu, irgendwann muß ich mal selber das Gewicht der Hülle und der Füllung wiegen.icon_wink.gif

 

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Hallo,

Ich wollte noch kurz was zu den VLB- Socken sagen. Also ich hatte zur Winterbesteigung des Toubkal(4000er) Schuhe ohne Membran und hatte einfach dünne Socken+Tüte(6L Gefrierbeutel)+600er Merinosocken+Tüte an. Mit der Kombie bleiben die Füße warm und die Wollsocken trocken, so das ich diese dann zum schlafen ohne VLB tragen konnte. Das schönste an der Kombi ist, die Vielseitigkeit, so hatte ich später in der Wüste keine großen Probleme mit schwitzigen Füßen.

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"Grober Denkfehler: Wenn Ihr den Schlafsack/die Schuhe nicht von aussen vor Wasser schützen könnt, dann ist das definitiv nicht ein Versagen des VBL."

 

@dani Habe das Gefühl, dass es nicht etwa so ist, dass Wasser von Aussen z.B. in meine Scarpa T4 Plastikschuhe läuft. Die sind schon dicht. Auch die VBL Socken sind dicht (voll Wasser gefüllt und getestet). Vermute deshalb, dass sich durch die hohen Temperaturunterschiede (im Schuh > 30 Grad; aussen < 0 Grad) schnell mal Kondens bilden kann. Es sei denn, die Luft/der Schnee ist sehr trocken.

 

Ich würde denken, dass VBL Socken das Nasswerden meiner Schuhe im Schnitt so um die 2-3 Tage verzögern.

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"und tagsüber wird sie frischgebrüht in die Daune eingepackt"

 

Für Mittelgebirgstouren sicher ok. Für zivilisationsferne Touren wäre mir das zu riskant. Wenn irgendetwas mit dem Verschluss der Nalgene nicht passt und der Schlafsack gewässert wird, bin ich vielleicht tot und jedenfalls in schweren Problemen. Gibt es nicht auch die Möglichkeit, das Nalgene Reservoir tagsüber irgendwie am Körper zu tragen (in einem kl. Beutel am Bauch oder so), um das Einfrieren zu verhindern?

 

Da meine Jacke oder das Shirt unten immer vom Beckengurt zuschnürt ist, stecke ich mir die Faltflasche einfach oben im Kragen (meist mit Zipper) rein. Kann unten nicht herausfallen und ist immer schön am Körper. Für den Zugriff einfach den zipper am Kragen öffnen und beherzt reingreifen. Ich trage so auch meinen Elektronikkram in einer Art Brust-Umhängetasche unter der Kleidung.

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Am 9.4.2014 um 13:30 schrieb German Tourist:

 

Erstens ist 870 gr für einen WM Ultralight immer noch leichter als 840 gr für einen BPL 240 Quilt - umso mehr, wenn Du noch Deinen VBL dazurechnest.

Zweitens hast Du Dir Deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet: Daune ist bei gleichem Gewicht nur dann wärmer als Synthetik, wenn optimale Bedingungen herrschen, d.h. die Daune komplett trocken und nicht durch Körperöle verklumpt ist. Dies ist auf langen Touren aber leider so gut wie nie der Fall. Darüber hinaus verrutscht Daune - vor allem im verklumpten Zustand - so dass im Gegensatz zu Synthetik Warmebrücken entstehen. Genau wie Ray Jardine laufe ich nur Langstrecke und daher deckt sich meine Erfahrung genau mit seiner.

 

Ich hab mal eine Frage dazu - ich bin auf der Suche nach einer guten 3-Jahreszeiten-Lösung für feuchtes Klima und dachte da natürlich auch an Apex. Ich habe aber bisher eher nur Schwergewichte in dem Bereich gefunden.

Mein Problem ist: ich bin extrem verfroren (mit dem Nordisk Oscar -2 habe ich bei 5 Grad und Windstille im geschlossenen Zelt mit allen Klamotten an erbärmlich gefroren). Mit einem Quilt würde mich eher nicht unter 10 Grad trauen.

Und eine gute Hybridlösung in Apex habe ich bisher nicht gefunden. Ich meine so eine Bauweise wie der EE Conundrum z.B. - also mit der mehr Isolation oben und ohne Kapuze aber mit Reißverschluss damit es nicht reinzieht (https://enlightenedequipment.com/conundrum-custom).

Kannst du mir da vielleicht einen Tip geben, wie ich zumindest leichte Minusgrade überstehen kann?

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