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Ultraleicht Trekking

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Liebe Zahnbürstenabsäger und Grammzähler,

es ist schön auf dieses Forum gestoßen zu sein.

Ich heiße Michael, bin 23 Jahre alt und finde mich mehr und mehr in der Liebe zum Wandern und selbstredend auch zur Natur wieder - jedoch mit dem Ziel, möglichst leicht (und demnach frei und mit Spaß an der Sache) unterwegs zu sein. Während meiner ersten Solowanderung (E5) 2015 musste ich mich nach 4 Tagen geschlagen geben : Mit ca. 15 -18kg auf 63kg Körpergewicht, einem Rucksack der nicht wirklich passte und völlig ugeübt, marschirte ich mit vollem (Über)elan , man könnte sagen, leicht wahnsinnig, Berg rauf und wieder runter, bis ich nach vier Tagen hartem Geballer mein Hüftgelenk nicht mehr aushielt. Die Probleme hielten auch noch viele Monate danach an, mittlerweile komm ich zwar völlig zurecht - bin seit 2einhalb Jahren passionierter Kletterer und Boulderer und habe dort auch überhaupt keine Probleme mit meiner Hüfte - doch manchmal spüre ich das Ziepen immer noch. Genau dieser Umstand macht auch einen großen Teil in meiner Motivation daher, in Richtung UL-Trekking zu gehen, neben dem Spaß der auch offensichtlich mit dem Leichtgewicht einhergeht.

Vieles habe ich hier bereits gelernt und nun ist es soweit: Meine Solowanderung steht bald an und nach langer langer Recherche und Entscheidungsfindungen habe ich nun meine Packliste online (siehe unten). Leider fehlt mir das Geld um dabei völlig am Rad zu drehen, daher ist die Liste nun wiegesagt eine Annäherung an das UL-Trekking.

Nun würde ich mich sehr geehrt fühlen, wenn ein paar UL-Spezialisten und Life-hacks-cracks mal drüber schauen könnten um mir als Neuling z.B. sagen zu können, wobezüglich ich auf jeden Fall mal nochmal drüber nachdenken sollte oder was ich für wenig Geld noch sinnvoll verbessern kann.

Kurz zur Route:

Der Küstenweg des Jakobsweges - Camino del Norte -  850km, Gelände gilt als mittel bis schwer, klassisches Atlamtikküstenklima (relativ stetig, auch im Herbst, nicht allzuheiß im Sommer, viel Wind), Dauer etwa 6 Wochen, Beginn: Anfang - Mitte September.

Ich bin auch sehr(!) interessiert an Leuten, die den Weg speziell schon gelaufen sind und demnach wertvolle Erfahrungen mit mir teilen können.

Besondere Fragen wären noch Folgende:

- Ist das Kochsystem oder das Schlafsystem für die Tour angemessen?

- Ist der Rucksack für die Liste angemessen?

- Wasserfilter: Finde diese Squeeze-Sache noch nicht ganz optimal -> gibts in der Gewichtsklasse noch ne praktischere Alternative?

- Für die Regenhose habe diese Tolle MYOG-Version gefunden (https://bit.ly/2Llmecn). Meine Regenjacke ist allerdings noch viel zu schwer --> leichte, günstige Alternative?

- Doofe Frage: Ich weiß die Dinger trägt wohl kaum einer mehr aber ich liebe Boxershorts statt den Hodenquetschern --> gibts soweit ich weiß nur aus Baumwolle --> Sinnvoll?

Ansonsten bin ich wiegesagt für alle Anregungen und kritischer Auseinandersetzung offen und freue mich auf eure Beiträge.

Hier die Liste: https://lighterpack.com/r/3ymwi3

 

Beste Grüße

Michael

 

 

 

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Moin Michael,

hier ein paar Ideen was noch geht:

  • Z-lite kürzen auf Torso Länge --> wiegt anschließend warscheinlich um die 180-200g.
  • Statt Schlafsack Quilt erwägen (günstig allerdings eher schwierig, ggf. Myog falls Zeit und Lust da ist)
  • Drybag weglassen
  • Inlet ist wahnsinnig schwer --> weglassen (falls etwas Inlet-ähnliches mit muss wegen Hütten -> Simples Rechteck aus Pertex Quantum, dürfte bei max. 100g landen, wahrscheinlich weniger)
  • Kopfkissen raus
  • Handtuch raus
  • Erste Hilfe Pack abspecken?
  • Klopapier auch besser weglassen und stattdessen etwas wie einen Azblaster (umweltfreundlicher, leichter am Ende, leave no trace)
  • Schwamm, Spüli und Tasse braucht man nicht. Generell mal über Coldsoaking oder nur kaltes Essen nachdenken?
  • Longsleeve raus, hast ja einen Fleecepulli.
  • Regenhose raus. Stattdessen besser Laufshorts und ggf. Wind-/Regenhose. Dafür dann auch die Trekkinghose weg.
  • Ersatzunterhose (Unterhose generell) braucht man nicht.
  • Block und Füller für 100g ... :D

Wenn es dann noch leichter werden soll, würde ich ein simples 3x1,5m Tarp in Halbpyramidensetup erwägen. Dann brauchst du auch nur einen Stock. Wenn du dann so viel leichter geworden bist, kann man eigentlich auch nochmal über einen kleineren Rucksack im 200-300g Bereicht nachdenken.

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vor 8 Minuten schrieb Lightlix:
  • Drybag weglassen
  • Inlet ist wahnsinnig schwer --> weglassen (falls etwas Inlet-ähnliches mit muss wegen Hütten -> Simples Rechteck aus Pertex Quantum, dürfte bei max. 100g landen, wahrscheinlich weniger)
  • Handtuch raus
  • Regenhose raus. Stattdessen besser Laufshorts und ggf. Wind-/Regenhose. Dafür dann auch die Trekkinghose weg.
  • Ersatzunterhose (Unterhose generell) braucht man nicht.

Hey Lightflix,

danke für die Tipps soweit!

Vieles war direkt hilfreich, doch das Zitierte ist noch etwas unklar:

Den Drybag dachte ich auch als Kopfkissen zu nehmen und an sich ist er auch nicht schwerer als der normale Packsack des Schlafsacks.

Das Inlet ist auch dafür gedacht, es auf die Eierschale zu legen, weil ich ungern mit nackter Haut darauf schlafe. Und da es in der Küstengegend (soweit ich aus Klimatabellen entnehmen konnte) auch gerne mal unter 10 Grad fällt, würde der Inlet den Schlaf in einer solchen Nacht wieder konfortabel machen (Schlafsack hat 11 Grad limit). Dennoch geb ich dir recht, vielleicht denke ich da an einen anderen, seide find ich wie gesagt, wenn man die HErstellung betrachtet, etwas anwidernd..

Das mit dem Handtuch find ich spannend: Wie trockne ich mich nach dem Meer-gang oder der Dusche denn ab?

Trekkinghose kann man ja kurz machen, finde das immer ganz gut, noch ne lange Version dabei zu haben, deshalb die Zip-Off. Und auf den Ponjo habe ich bereits bewusst verzichtet, daher die Frage nach der Regenbekleidung falls es mal schüttet..

Du benutzt ernsthaft keine Unterhose? Genial! :D

Den Vorschlag mit dem AZ-blast find ich klasse! Wo bekommt man denn sowas her? Da dient vermutlich auch so ne Spenderflasche aus dem Labor-bereich?

 

Liebe Grüße

Michael

 

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vor 8 Stunden schrieb PinkyTheTrekker:

Den Drybag dachte ich auch als Kopfkissen zu nehmen und an sich ist er auch nicht schwerer als der normale Packsack des Schlafsacks.

Einfach gar keinen packsack nehmen für den Schlafsack? 

vor 8 Stunden schrieb PinkyTheTrekker:

Das Inlet ist auch dafür gedacht, es auf die Eierschale zu legen, weil ich ungern mit nackter Haut darauf schlafe. Und da es in der Küstengegend (soweit ich aus Klimatabellen entnehmen konnte) auch gerne mal unter 10 Grad fällt, würde der Inlet den Schlaf in einer solchen Nacht wieder konfortabel machen (Schlafsack hat 11 Grad limit). Dennoch geb ich dir recht, vielleicht denke ich da an einen anderen, seide find ich wie gesagt, wenn man die HErstellung betrachtet, etwas anwidernd..

Jetzt verstehe ich widerrum nicht ganz was du meinst. Ich würde als Optimum vorschlagen: 167er Apex Quilt myogen und dazu einen Liner aus Pertex Quantum (Nylon, hat mit seide nichts zu tun). Damit bist du leichter und dazu noch wärmer. 

vor 8 Stunden schrieb PinkyTheTrekker:

Das mit dem Handtuch find ich spannend: Wie trockne ich mich nach dem Meer-gang oder der Dusche denn ab?

Warten oder ein anderes Kleidungsstück nehmen. Baden geht man ja nur wenns auch warm ist. Ansonsten vllt ein Buff mitnehmen, der ist auch für alles andere nützlich. 

vor 8 Stunden schrieb PinkyTheTrekker:

Trekkinghose kann man ja kurz machen, finde das immer ganz gut, noch ne lange Version dabei zu haben, deshalb die Zip-Off. Und auf den Ponjo habe ich bereits bewusst verzichtet, daher die Frage nach der Regenbekleidung falls es mal schüttet.

Die Idee ist eigentlich eher ne Laufshorts zu nehmen und auf Regenkleidung untenrum zu verzichten. Als lange Hose dann Windhose oder Lauftights.

vor 8 Stunden schrieb PinkyTheTrekker:

Den Vorschlag mit dem AZ-blast find ich klasse! Wo bekommt man denn sowas her? Da dient vermutlich auch so ne Spenderflasche aus dem Labor-bereich?

Absolut. Guck mal im Forum, hab den Link gerade nicht parat, aber das wurde hier schon ausführlich erörtert. 

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Hi,

ganz kurz, bin auf´n Sprung. Bin den Camino Frances gegangen, auf dem Norte soll es m.W.n. ähnlich sein, daher:

Kochsystem brauchst du nicht. Es gab (auf dem Frances) gefüllt alle 5km nen Laden oder ne Bar. Daher auch kein Sawyer. Zusätzlich nämlich oft auch Brunnen mit Trinkwasser (Achtung: Nicht alle, steht dann aber dran). Abends kannst du in der Herberge kochen (wenn du in einer übernachtest), oder für 10-12 EUR Überall (!) nen Pilgermenü kaufen. Gezeltet wird auf dem Weg eher weniger, Herbergen kosten im Schnitt so 12 EUR/Nacht. Wenn man dann selber kocht, kommt man günstig durch. Hab Leute getroffen die gezelten haben, geht auch, aber nicht überall.

Buen Camino!

bearbeitet von ulkeater

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Danke Lightnix soweit, vieles hat sich nun klargestellt!

Probiere es dann mal nach meinem jetzigem Urlaub mit dem MYOG Quilt, muss mich nur an jemanden halten, der n bisschen mit der Nähmaschine umgehen kann. Mache zwar handwerklich relativ viel, aber dem Nähen kam, bis ich auf diese Subkultur stieß, bisher keine große Bedeutung zu.. :D

 

@ulkeater

Also das mit dem Wasserfilter ist gut zu wissen, dennoch habe ich mich ja bewusst für das autarge Dasein entschieden, eher ferner von den Menschen.. Also sowohl finanziell als auch ideell will ich mich lieber Abends an nem Fleckchen niederlassen und dort auch kochen etc.

 

LG

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Hallo Pinky,

 

ich hatte genau so vor mit Zelt autark zu pilgern (-> Tread ). Kann mich Christines Aussagen voll anschließen. Mit dem Zelt geht zwar, macht auf Caminos aber wirklich nicht viel Sinn. 

Einen guten Teil des Pilgerns macht das Zusammensein aus. Und den größten Teil verbringt man abends zusammen. Dort sind auch immer die schönsten Gespräche entstanden.  Ich hätte es sehr bereut, wenn ich mit dem Zelt gegangen wäre. (Habe die ganzen Campingausrüstung daheim gelassen)

Wenn würde ich überhaupt ne leichte Isomatte, Bivi und nen Campingkocher mit kleinem Topf mitnehmen um ab und zu draußen zu pennen. Wasserfilter oder so auf jeden Fall unnötig  du bist mitten in der Zivilisation. ;-) Insgesamt braucht man sehr wenig  ich hatte so 2,5kg mit und damit für mich schon die Luxusvariante  *lach*.

Den Camino (Bin letztlich den Frances gegangen, aber auf dem Norte ists aber wohl genau so) als Trekkingtour zu gehen finde ich fast „Verschwendung“. So toll ist die Landschaft da nicht gewesen. Wie oben geschrieben, macht die Pilgergemeinschaft den eigentlichen Reiz aus. Dann würde ich lieber ne andere Trekkingtour aussuchen.

 

So zumindest meine Erfahrungen. Vielleicht machst du ja andere. 

Egal wie du gehst, buen camino!

bearbeitet von Dr.Matchbox

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Hallo Michael,

ich möchte dich ermutigen, dich nicht ganz von deinem ursprünglichen Plan abbringen zu lassen. Du hast deine eigenen Prioritäten! Vielleicht nur ein wenig anpassen.

Auf den spanischen Caminos zu zelten, ist zwar nicht notwendig (und im Prinzip verboten), aber hat ja durchaus Vorteile.

Vielleicht gefällt dir ja (wie z. B. mir) dieser "Teil-Trekking-Stil", bei dem du eben je nach Lust und Umständen mal in einer Albergue, mal im Zelt übernachtest (unbedingt "Leave No Trace"!!!). So erlebst du was aus beiden Welten und benötigst auch nur minimale Ausrüstung, da du jederzeit an Wasser, Nahrung etc. kommst. (auf meinem Blog kannst du ein paar Berichte von ähnlichen Touren lesen)

Gruß!

 

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Hallo Michael,

bin letztes Jahr den Camino del Norte gegangen.

Hatte auch Zelt usw dabei, schon nach der ersten Woche habe ich Topf und Kocher nach Hause geschickt, weil total unnötig.

Einen Wasserfilter bracht es auf dieser Strecke nicht, da es fast überall Trnkwasser gibt und vierle öffentliche Wasserhähne.

Ein Zelt dabei zu haben fand ich echt entspannt, keine Panik wegen der Herbergsplätze. Allerdings ist es auf dieser Tour nicht immer einfach einen Campplatz zu finden. Solltest du allerdings gelegentlich in den Herbergen übernachten wollen, bedenke, dass dort auch gerne kleine beißende Mitbewohner in den Betten anzutreffen sind.

Die Landschaft war meistens schön, außer das eine oder andere Industriegebiet. Der Weg ist gerade zum Ende hin sehr asphaltlastig.

Wenn es konkrete Frage gibt, gerne

LG Bea

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Vielen Dank an diese verschiedenen Antworten, werde mich wohl noch ein paar Gedanken darüber machen.. Ich werde wohl dem Rat folgen, das Schlafsystem mitzunehmen und je nach Gemütszustand zu zelten oder in der Herrberge zu übernachten. WIldcampen ist natürlich verboten, soll dort aber (einem anderen Blog zufolge) auch kein Problem darstellen, solange man sich angemessen verhält.

Für mich ist eben das Pilgern eher ein Weg zu mir (was ja auch der ureigentliche Sinn des Pilgerns bedeutet), anstatt jeden Tag in Gemeinschaft zu verbringen. Die kann gut tun, wenn man mal nicht mehr mit sich kann und Geselligkeit braucht, aber ehrlich gesagt will ich unmöglich auf mein Zelt etc. verzichten.

LG

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    • Von phoeloepp
      Liebes Forum,
      Nun habe ich mich doch einmal bemüht meine Packliste für den Cape Wrath Trail im April bei Lighterpacks einzutragen: https://lighterpack.com/r/n3fpo8
      Vielleicht dient sie dem/der ein oder Anderen als Inspirationsquelle oder als schlechtes Beispiel Mit 7,7kg Basisgewicht ist sie leicht, aber nicht ultraleicht. Ich habe mich bewusst für etwas mehr Gewicht entschieden, da ein leichter Rucksack nicht das einzigste Bedürfnis ist, welches ich auf dieser Reise erfüllen möchte. Es ist ein Kompromiss, eine Balance aus Gewicht und Komfort. Und bevor ich von den gewichtsambitionierteren Forenmitgliedern zerlegt werde, möchte ich einzelen Gegenständen eine kurze Erklärung anfügen (in der Reihenfolge der Packliste)
      - Sawyer Squeeze: Ich bin vom Mini auf die original Variante umgestiegen, nachdem mich die wesentlich geringere Durchflussrate in den Wahnsinn getrieben hat. Der Pouch kommt mit zum filtern und als Wasserreservoir zusätzlich zu meiner Nalgene.
      - Nalgene Bottle: Ja, ich könnte 50g einspaaren und eine PET-Flasche mitnehmen. Aber ich versuche nachhaltig zu leben, habe diese Flasche schon seit vielen Jahren, und werde sie hoffentlich auch noch einige weiter nutzen. Mit einer PET-Flasche wäre dies nicht möglich.
      - Ich rechne damit ca. 20 Tage unterwegs zu sein. Dafür sind  mir zwei 230g Gaskartuschen ausreichend. Vorteil von zwei kleinen Gaskartuschen anstatt einer großen: Geringere Standhöhe des Topfes (gerade im Zelt nicht unerheblich) und besseres Abschätzen des Verbrauchs.
      - Altra Lone Peak Mid Mesh: Trailrunner mit Knöchelunterstützung. Nicht die RSM-Variante, ist in Eurpa etwas schwer zu bekommen. Die werkseigenen Einlagen sind nicht besonders hochwertig, deshalb habe ich sie ersetzt.
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      - Ortovox Weste: Möglicher Weise überflüssig, aber ich möchte ein Wärmebackup haben, für das zu erwartende nass-kalte Wetter. Richtung 5 Grad wird mir mit R1 und Borealis auch bei Aktivität etwas kühl. Den Micro Puff spare ich mir für Pausen und den Campaufenthalt auf. Die Weste ist feuchtigkeitsleitend- und resistent genug um sie als midlayer zu tragen. Ein Hoch auf Wolle!
      - Regenrock: Für mich wesentlich angenehmer zu tragen als eine Regenhose, leichter an- und abzulegen und luftiger. Ich habe einen Druckknopf am unteren Rockende angebracht, um ihn auch bei Wind in Form halten zu können.
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      - Packsäcke: Ich habe meine Sachen aus Praktikabilitäts- und Organisationsgründen lieber in mehreren wasserdichten Packsäcken verstaut, als in einem großen Linersack. Dafür nehme ich ein paar mehr Gramm in Kauf.
      - MP3 Plyer: wichtig für die An- und Abreise mit dem Bus (über 30h unterwegs) und für Hörbücher zum Einschlafen.
      - Voltcraft KT-1 Thermometer: Wer ein kleines, leichtes, präzises Thermometer sucht, hier ist es (gibt es bei Conrad).
      - Monokular: Der einzige Luxusgegenstand , für Tierbeobachtungen und Details in der Ferne.
      - Sitzkissen: Betrachte ich nicht als Luxus, sondern als Muss!
      Das wären meine 2 Cent. Ich freue mich über Fragen und Anmerkungen, ansonsten auf bald im Wald!
    • Von Farbentaub
      Hallo Zusammen,

      es ist zwar noch ein Weilchen hin aber auch ein Jahr geht schnell vorbei. Meine Freundin und ich planen 2021 den gesamten PCT von Mexiko nach Canada zu gehen. Bisher waren wir problemlos aber gut bepackt auf dem GR20 und jetzt erst auf dem GR221 (Reisebericht folgt) unterwegs. Habe hier mal grob meine Ausrüstung zusammengestellt welche ich aktuell auf Mallorca dabei hatte. Zelt ist dabei geteilt und ich trage nur Aussen + Innenzelt, meine Freundin die Stangen, Heringe und den Footprint.
      https://lighterpack.com/r/pgnmwi
      Gerne würde ich von euch wissen was denn eurer Meinung noch wichtiges fehlt bzw. zu viel ist und besonders welche Gegenstände noch durch leichtere Alternativen ersetzt werden können. Mir ist klar, dass vermutlich so gut wie alles auf der Liste noch gewichtstechnisch optimiert werden kann, da wir beide aber Studenten sind wäre es super bei eventuellen Vorschlägen auch ein wenig auf den Preis zu achten

      Vielen Dank schonmal im Voraus.

      Beste Grüße
      Lucas und Leo
       
    • Von mmmj
      Hallo liebes Forum, 
      Ich gehe vom 10 bis 18ten April den Trockenmauerweg
      Übernachten so viel wie möglich im "cowboy camping" Still. Verpflegung möchte ich am Weg immer wieder nachkaufen
      Hätte gerne Eure Meinung zu meiner Packliste.
      https://lighterpack.com/r/4wlv87
      DANKE!
       
    • Von nah.tour
      Hallo liebe Community, nach längerem stillen Mitlesen wollte ich nun in meinem ersten Beitrag einmal meine Person und direkt eine kleine Tourenvorbereitung vorstellen. Doch alles schön der reihe nach. 
      Ich bin Ende 20, wohne in Berlin und bin zur Zeit hauptberuflich Student. Trekking und Outdoor Erfahrung ist vorhanden und wandelt sich, auch mit Hilfe dieses Forums, langsam in "leichteres" Trekking um. Dabei liegt mir persönlich sehr die Nachhaltigkeit am herzen, sprich nicht unnötig Einwegplastik verwenden, oder Grundlos neue Sachen kaufen. Gerade beim Thema Gewicht beißt sich diese Nachhaltigkeit oft, ich bin aber bereit in bestimmten Punkten mehr zu tragen und dafür Dinge häufiger zu verwenden. Als Beispiel arbeite ich gerade daran, wie Ziplock Beutel vermieden werden können, die sind zwar nicht direkt Einweg, aber nach so einer Tour sind sie doch häufig kaputt...
      Das soll es erstmal zu mir gewesen sein, über Nachfragen, Anregungen oder andere Dinge freue ich mich. 
      Der zweite Punkt bezieht sich auf eine kleine Tour die ich nächste Woche im Harz alleine gehen werde, es handelt sich um den Selketal- Stieg, ein ca. 75km langer, oder kurzer, Weg im Harz von Stiege nach Quedlinburg. In mehrerlei hinsicht ist dies eine Premiere, zum einen da es meine erste Solotour wird, zum anderen das ich meine Ausrüstung soweit möglich, sehr reduziert habe und neue Dinge ausprobiere. 
      Dazu habe ich nun auch direkt eine Frage beziehungsweise erbitte mir kritische Kommentare zu meiner Liste. Bisher wie gesagt habe ich eher klassisches Trekking betrieben (vor 2 Wochen bin ich erst aus Schweden zurück gekommen) gibt es auf dieser Tour einige Neuerungen, Trailrunner statt Stiefel, Rucksack ohne Gestell, Shorts statt Wanderhose usw. Bei meinen Planungen bin ich eher vorsichtig, bereite mich gründlich vor und habe gerne "backup" dabei, obwohl ich eigentlich weiß das es nicht notwendig ist. 

      Nun bin ich auf eure Anmerkungen gespannt, ich werde mich zu einigen Dingen noch nichts rechtfertigen, es gibt aber einige Punkte an denen ich selber noch rum überlege... Vorweg nur so viel, ich weiß das einige "schwere" Sachen dabei sind, ich habe aber momentan nicht das Geld in viele Dinge neu zu investieren (gerade erst neue Trailrunner besorgt :))
      Vielen Dank für eure Hilfe und liebe Grüße
      Marc 
    • Von cluster
      Hallo liebe Forengemeinde,
      ich bin neu im Bereich Trekking, musste aber schon leidtragend feststellen, dass 14Kg am Rücken über die Alpen einfach zu viel ist...
      Bei einer kleinen Analyse wo ich noch Gewicht einsparen könnnte, kam mir der Schlafsack in den Sinn. Aktuell habe ich einen SALEWA SPICE +3 (regulär). Ein Kunstfaserschlafsack mit Komfort 7-3°C und einem Gewicht mit etwas über 1Kg inklusive Packsack. Diesen hab' ich mir zwar erst gekauft, mir aber gedacht bei der großen Trekkinginvestition lieber mehr in ein ordentliches Zelt zu stecken.
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      Wofür möchte ich den Schlafsack verwenden?
      Ich wohne im Alpenvorland (Österreich). Dabei wandere ich im Alpenvorland, sowie auch an den Hohen Tauern. Jedenfalls biwakiere ich an einem Tag in 2500m Höhe und am anderen im Tal auf 600m. Je nach Wetterlage habe ich also Nachts mal 15° weniger, mal 15° mehr. Natürlich möchte ich da nicht zwei paar Schlafsäcke mitnehmen, sondern einen möglichst flexiblen. Den Salewa Spice +3 kann man dabei auch als Decke verwenden, was ganz praktisch ist. Der Hersteller gibt eine Maximaltemperatur von 24° an (was in den Alpen selbst im Tal recht selten vor kommt).
      Wie schlafe ich?
      Ich verwende eine Sea-to-summit Ether Light XT Insulated Isomatte und normal kein Inlay. Zudem bin ich primär Seiten- und Bauchschläfer, aber ich fürchte das muss ich mir sowieso abgewöhnen. Und bei zu warmen Schlafen kann ich schonmal schwitzen.
      Nun habe ich bei meinen Recherchen gesehen, dass die meisten UL Schlafsäcke nur einen Viertel- oder Halb-Reißverschluss besitzen, was die Belüftung um einiges einschränkt.
      Habt ihr dennoch eine Empfehlung für mich?
       
      Vielen lieben Dank!
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