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Ultraleicht Trekking
Francisco

Nachhaltigkeit in der Ultralight-Philosophie

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Ich wollte fragen, ob irgendjemand einige gute Ressourcen darüber teilen kann, wie Nachhaltigkeit in die ultraleichte Philosofie passt. Auch die Auswirkungen auf die Umwelt.

Aus meiner Sicht gibt es aus mehreren Gründen keine wirkliche Perspektive.
1. Gewicht und Leistung haben Vorrang vor Haltbarkeit, Umweltauswirkungen der Rohstoffe (Lebenszyklus), Herstellungsprozess usw.
2. Starker Fokus darauf, schneller und effektiver zu sein. Beim ersten Kontakt klingt es vielversprechend, aber eine tiefere Analyse
3. Performance (Zahlen, technisches Wissen) orientiert. Wie viel leichter kann mein Rucksack sein? Abnehmende Erträge ...

Um es kurz zu machen: Wie könnten diese wichtigen Indikatoren bei der Erstellung oder dem Erwerb eines Geräts einbezogen werden?
Indikatoren:
Umweltauswirkungen (d. H. CO2-Fußabdruck)
Haltbarkeit (Lebensdauer, Jahre)
Frei von Arbeit und Tierquälerei (Zertifizierungen)

 

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Deine indikatoren lassen sich nur anhand eines subjektiven, individuellen Konsumverhaltens beurteilen:

- Personen, die eher konventionelle Outdoorprodukte konsumieren, erwerben (unbewusst) eher produkte aus Niedriglohnregionen, während Konsumenten von Cottagemanufakturen (ob bewusst oder unbewusst) Produkte aus kleinen Serien erwerben, die überwiegend nicht aus Niedriglohnregionen stammen und oft von den Cottageinhabern selbst angefertigt wurden. Solche Produkte sind "frei von (Niedriglohn)Arbeit und Tierquälerei".

- Viele Manufakturen (Bspw. ZPacks, Mountain Laurel Designs, Hyperlight Mountain Gear usw.) fertigen ihre Produkte insbesondere Rucksäcke, Zelte, Tarps, Packsäcke usw. aus DCF. (Dyneema Cuben Fabric) dem stärksten Polyethylen der Welt.. bei achtsamer Behandlung und Pflege halten diese Produkte viele Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte. Konventionelle Rucksäcke und Zelte sind oft aus starken Nylon Materialien und weisen ebenfalls eine hohe Haltbarkeit auf. Hier kommt es wohl auch auf die individuelle Nutzung an: Ein Thru-Hiker der viele tausend Kilometer im jahr wandert, wird wohl beide Porduktarten schneller verschleißen, als ein Durchschnittswanderer, der zwei - drei größere Touren und evtl. zwei Hände voll kleinere Touren im Jahr macht (so wie die meisten hier im Forum wahrscheinlich.. obwohl hier auch viele (bekannte) Weitwanderer im Forum aktiv sind)... Haltbarkeit hat man also bei billig produzierten und Cottageprodukten gleichermaßen..

- Konsum nachhaltig - bzw. unnachhaltig erzeugter Produkte hat immer einen schlechten CO2-Fußabdruck... alles muss nach Deutschland transportiert werden, verbraucht also je nach Transportart sehr viel Energie...
Will man das verhindern, sollte nur in Deutschland produzierte Cottageware konsumiert werden (Bspw. Hyberg, Weitläufer usw.) oder man wird zum MYOGler..

Meine Einschätzung!

Auf die Kritik der alten Forenhasen bin ich gespannt.. :P

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vor 1 Stunde schrieb Francisco:

Haltbarkeit (Lebensdauer, Jahre)

Ganz schlechtes Teil-Thema. ;-) Viele von uns (ich auch) schöpfen die Haltbarkeit unserer Käufe schon deswegen oftmals nicht aus, weil wir sie vorzeitig durch leichtere Innovationen ersetzen. Nachhaltigkeit entsteht dann höchstens durch Weiterverkauf. Von vornherein auf lange Haltbarkeit achten? Das tue ich nur manchmal. Das Verdikt 'Verschleißteil' geht mir (zu) schnell von der Zunge. :-( 

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vor 1 Stunde schrieb Francisco:

1. Gewicht und Leistung haben Vorrang vor Haltbarkeit, Umweltauswirkungen der Rohstoffe (Lebenszyklus), Herstellungsprozess usw.

Stimme ich nicht zu - viele hier greifen z.B. eher zu  Titangeschirr statt Alu, obwohl dieses leichter wäre.  Soweit mir bekannt ist die Gewinnung von Alu alles andere als gut für die Umwelt.  Titan hält zu dem Ewig, da sich Alu mit der Zeit abnutzt. Vor allem beschichtetes Alu-Geschirr landet schnell auf dem Müll "weil das Essen anbrennt".

Mein Grund für's DIY ist die Haltbarkeit und Kosten.  Ich kann qualitativ höherwertigeres herstellen als wenn ich es kaufen würde (oder schon mal gekauft habe und es zich mal flicken musste, weil "kacke").    Das ist aber schon lange vor UL bzw. Trekking allgemein bei mir gewesen, dass ich leiber etwas anständig gebastelt hab anstatt mir irgendwas billig oder teuer zu holen, was Monate später zerfällt oder mir von Anfang an nicht zu 100% gefällt.

Auch werden hier eher Rucksäcke aus festen Materialien genutzt - sei es die recyclete Ikea-Tasche oder Dyneema-Ripstop-Materialien, als irgendwas hauchdünnes, was definitiv nicht lange halten würde.

Manchen ist die Umwelt egal..das sieht man hier leider immer noch: Zip-Beutel werden noch bevorzugt..Alufolie als Windschutz statt etwas aus z.B. Titan.  Beides teils nach nur wenigen Tagen durch.  Das ist aber eine generelle Einstellung der Menschen und hat null mit dem Thema UL zu tun, wie ich finde. Ich habe hier auf der Arbeit von 20 Personen vielleicht eine, welche nur ansatzweise wie ich auf mindestens korrekte Mülltrennung achtet und auch bei Produktwahl das Thema berücksichtigt. Den anderen ist es egal. Hauptsache der Preis stimmt oder die kriegen was die wollen. 

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18 minutes ago J_P wrote:

Your indicators can only be judged on the basis of subjective, individual consumer behavior:

No, they are not subjective. I've even added measurable phenomena / properties between parentheses. Andererseits sind die Punkte, die ich aufgeführt habe (1, 2, 3), subjektiv und so unvoreingenommen, wie ich es erreichen kann.

vor 24 Minuten schrieb J_P:

- Consumption of sustainable or unsustainable products always has a bad carbon footprint ... everything has to be transported to Germany, so it consumes a lot of energy, depending on the mode of transport ...
If you want to prevent that, only cottage produced in Germany should be consumed (Eg Hyberg, long runner etc.) or you become the MYOGLER ..

Nun, das ist ein gutes Beispiel für Subjektivität: P (es orientiert sich an Ihren Erfahrungen, Meinung aber keine harten Daten)

vor 21 Minuten schrieb J_P:

- People who tend to consume conventional outdoor products tend to (unconsciously) buy products from low-wage regions, while consumers of craft manufactures (consciously or unconsciously) buy small-series products that are not come from low-wage regions and were often made by the cottage owners themselves. Such products are "free from (low paid) labor and animal cruelty". 

Ich möchte nicht auf die Reduktion eingehen, sondern nur die Einbeziehung in das Nachdenken, wenn man sich eine Ausrüstung anschaut. Zum Beispiel "x-Material ist billiger, aber seine Herstellung ist schädlicher als y-teureres Material" (unter der Annahme der gleichen Leistung, die wahrscheinlich das schwierige ist).

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vor 16 Minuten schrieb AlphaRay:

I do not agree

Danke für die Eingabe, interessante Sichtweise.

 

vor 15 Minuten schrieb Donau:

I try to keep German manufacturers in the UL area

Kauf von Einheimischen ist immer gut, für alles

Vielleicht sollte ich meine ursprüngliche Frage umformulieren:
Inwieweit ist Nachhaltigkeit bei Menschen mit UL-Mentalität verwurzelt? Wenn Sie dies berücksichtigen, wie machen Sie das?

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vor 25 Minuten schrieb Francisco:

Inwieweit ist Nachhaltigkeit bei Menschen mit UL-Mentalität verwurzelt? 

Das ist eine (irgendwie) gänzlich andere Frage. Im Alltag achte ich stark auf Nachhaltigkeit, aber bei ausgesuchten Leidenschaften drücke ich allzu oft beide Augen zu: UL-Touren, MTB allgemein, Skifahren.

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vor 26 Minuten schrieb martinfarrent:

Das ist eine (irgendwie) gänzlich andere Frage. Im Alltag achte ich stark auf Nachhaltigkeit, aber bei ausgesuchten Leidenschaften drücke ich allzu oft beide Augen zu: UL-Touren, MTB allgemein, Skifahren.

Haha, ich mag die direkten, ehrlichen Antworten. Und ich stimme zu.

vor 26 Minuten schrieb martinfarrent:

OT: @Francisco - Unsere Zitate erscheinen bei dir ins Englische übersetzt, doch schreibst du auf Deutsch. Wie geht das? Und kannst du es ändern?

Hmm, es muss meine Schuld sein, wenn ich die Übersetzungsseite in google chrome verwende (ich kann nicht alles verstehen, mein Deutsch ist eigentlich ziemlich einfach). Mal sehen, ob es jetzt funktioniert.

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@Francisco: deine eingangshypothesen treffen vielleicht nur auf einen kleinen teil "der ULer" zu - leistung, schnelligkeit, effektivität und performance --> i dont care.

auch nur als beispiel: mein co2 abdruck ist kleiner als der durchschnittliche hier. ob in bezug auf die herstellung und das ordern von ul-gegenständen: keine ahnung. aber ich leb autofrei & flieg 1x im jahr, wir haben keine spülmaschine und verbrauchen kaum strom, bauen obst und gemüse selbst an usw.. alles hängt miteinander zusammen: philosophisch ist das doch klar, dass man trotzdem nicht "identisch" sein / widersruchsfrei leben kann - die operationalisierungsversuche, um das weiter zu erforschen, versteh ich noch nicht, why?

lg

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sagen wir doch einfach mal, dass dein Deutsch UL ist und nicht ziemlich einfach. Jedenfalls ist es symphatisch.

Nachhaltigkeit ist ein Thema was erst in den letzten Jahren "hochgekommen" ist. Durch die Werbung. Unternehmen werben für sich und Ihre Produkte uns stellen dann Nachhaltigkeit heraus. Nur ist dies sehr schwer zu überprüfen. Bei uns muß doch alles PREIS WERT sein. Ein Beispiel aus dem Alltag. Regionale Äpfel kaufen, tolle Idee. Lebensmittler haben da nur den Zeitgeist aufgegriffen. Dies hat überhaupt nichts mit Nachhaltigkeit zu tun. Denn ein Apfel der aus Neuseeland eingeflogen wird, ist ökologischer als ein Apfel aus Deutschland der, um die Frische zu erhalten, ein halbes Jahr in einem Kühlhaus gelagert werden musste. Macht man sich aber keine Gedanken drüber, dafür ist das Thema viel zu komplex. Ich kann doch kaum mir bei jedem Artikel den ich kaufe Gedanken machen, wo und unter welchen Umständen ger gefertigt wurde. Nur beim Obst ist es einfach. Ich bin schon was älter und kann mich gut daran erinnern, dass es Obst nur zu Saisonzeiten gab. Wie soll das aber ein Kind lernen wenn doch alles immer verfügbar ist?

Ich versuche im Alltag etwas darauf zu achten, muss aber z.B. zugeben dass ich im April nach Portugal fliege um dort zu trekken, könnte ich ja auch hier direkt vor der Haustüre anfangen. Mit Nachhaltigkeit hat mein Verhalten also in diesem Fall gar nichts zu tun. Auch nicht wenn ich eine heuchlerische "Ökospende" mache. Die beste Nachhaltigkeit erzielt man m.E. nur bei Verzicht. Aber lebt man deswegen? Schwierig den Mittelweg zu finden.

Viel zu lang geworden, sorry!

LG - Kermit

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vor 8 Minuten schrieb hans im glueck:

Francisco: deine eingangshypothesen treffen vielleicht nur auf einen kleinen teil "der ULer" zu - leistung, schnelligkeit, effektivität und performance --> i dont care.

Ich interessiere mich auch nicht für diese, aber ich habe versucht, gängige Konzepte der UL-Philosofie aufzulisten, und nicht die Leute in diesem Forum zu charakterisieren. Glaubst du, meine Liste ist weit weg?

vor 9 Minuten schrieb hans im glueck:

die operationalisierungsversuche, um das weiter zu erforschen, versteh ich noch nicht, why?

Denn, auch wenn sie beim Kauf nicht berücksichtigt werden, müssen Sie sich zumindest dieser "zusätzlichen Kosten" bewusst sein. Ich erwähne diese auch, um den Verlauf der Diskussion festzulegen. Ich möchte nicht Stolz oder Sensibilität beleidigen.

Ich persönlich glaube, dass UL nichts mit Ausrüstung zu tun hat, aber das ist für ein anderes Thema.

PD: Ich beneide dich um deinen Lebensstil.

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vor 40 Minuten schrieb hans im glueck:

@Francisco: deine eingangshypothesen treffen vielleicht nur auf einen kleinen teil "der ULer" zu - leistung, schnelligkeit, effektivität und performance --> i dont care.

Finde ich gut... erfrischend. Auch mir geht's vor allem um Komfort durch Niedriggewicht, daneben (auf dem MTB) um die Manövrierfähigkeit des Bike. Performanz um ihrer selbst willen ist mir relativ wurscht, klingt mir zu sehr nach Abhetzen - auch zu sehr von der modernen 'Arbeitsphilosophie' abgekupfert.
 

vor 40 Minuten schrieb hans im glueck:

auch nur als beispiel: mein co2 abdruck ist kleiner als der durchschnittliche hier. ob in bezug auf die herstellung und das ordern von ul-gegenständen: keine ahnung. aber ich leb autofrei & flieg 1x im jahr...

Also insgesamt 'okayer' als andere? Ich bilde mir ja Ähnliches ein, weil ich z.B. überhaupt nicht Auto fahre. Hinkt aber, wenn ich gerade bei UL-Käufen nicht so genau hingucke (weil ich ja ansonsten so okay bin). Sicherlich motivieren auch du und ich - zumal mit relativ hochpreisigen Einkäufen - die Industrie zur Entwicklung von Stoffen, bei denen Nachhaltigkeit ganz weit im Hintergrund steht. Zwar dürfte der Trekkingsektor allein dafür nicht rentabel genug sein, doch tragen wir zur Vielfalt der Anreize eben bei.

Ich kann mit dem Widerspruch gut leben, ihn aber nicht einfach wegdenken.
 

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vor 2 Stunden schrieb Francisco:

Ich möchte nicht auf die Reduktion eingehen, sondern nur die Einbeziehung in das Nachdenken, wenn man sich eine Ausrüstung anschaut. Zum Beispiel "x-Material ist billiger, aber seine Herstellung ist schädlicher als y-teureres Material" (unter der Annahme der gleichen Leistung, die wahrscheinlich das schwierige ist).

Als Endkonsument kann man sowas immer nur schwer beurteilen...

Wie bspw. der Fertigungsprozess von Dyneema, Nylonarten etc. in Fabriken abläuft lässt sich kaum beurteilen, es sei denn man ist selbst Fertigungsingeneur oder hat als Privatperson Zugang zu solchen Fabriken.

Ich weiß nicht wie Dyneema gefertigt wird. Aber ich kann mir vorstellen, dass dabei auch Schadstoffe entstehen..

ich denke auch im UL-Bereich lässt sich nachhaltiges Verhalten/Konsum wie in vielen anderen Lebensbereichen nur durch die eigene Reduktion erreichen. Durch Verzicht bestimmter Produkte und den Konsum möglichst regional produzierter Güter.

Ganzheitlich nachhaltige Nutzung bzw. Anschaffung von UL-Ausrüstung wäre m.E. dann alles selbst zu bauen und zwar aus gebrauchten und schadstofffrei hergestellten, regionalen und vlt auch biologisch abbaubaren Materialien. Wäre schwierig... :D ABER wünschenswert!

 

bearbeitet von J_P

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Spannende Frage. Ich versuche, wenn möglichst, egal in welchem Bereich, gebraucht zu kaufen, wenn ich schon kaufe. Manche Sachen müssen dann aber eben doch neu. Wenn das Budget es irgendwie hergibt, dann möglichst nachhaltig produziert. Und ja, manches auch wissentlich und mit schlechtem Gewissen von Anbietern, über die ich nix bis wenig weiß.
Trotzdem versuche ich so immer so wenig wie möglich an Fußabdruck zu hinterlassen. Ich fahre kein Auto, ich esse kein Fleisch, ich kaufe kein Essen aus konventioneller Landwirtschaft und Ich fliege nicht,  auch wenn das bedeutet, dass die Anreise manchmal langwieriger und mühsamer ist. Dafür schon gleich ab Abreise mehr Abenteuer und weniger Komfortzone :-)
Ich denke, das Leben besteht aus Widersprüchen, man kann nur versuchen, so gut es geht sie aus dem Weg zu räumen.

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vor 50 Minuten schrieb J_P:

Als Endkonsument kann man sowas immer nur schwer beurteilen...

 

Richtig, aber es gibt viele Zertifizierungen, die für den Verbraucher wichtig sind. Hier ein Beispiel: http://www.bluesign.com/, von dem ich weiß, dass es zum Beispiel Edelrid und Mammut sind.

bearbeitet von Francisco

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vor 26 Minuten schrieb Francisco:

Richtig, aber es gibt viele Zertifizierungen...

Die Beurteilung von Zertifizierungen gehört zum Diffizilsten überhaupt! Manche sind nichts als unverschämte Werbung.

Beispielsweise bei Daunen lassen wir uns viel zu leichtgläubig reinlegen, gewissermaßen sogar 'gerne'. :-( 

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vor 3 Stunden schrieb Francisco:

Richtig, aber es gibt viele Zertifizierungen, die für den Verbraucher wichtig sind. Hier ein Beispiel: http://www.bluesign.com/, von dem ich weiß, dass es zum Beispiel Edelrid und Mammut sind.

UL-Cottageprodukte sind nicht zertifiziert, haben es aber auch nicht nötig. Der Verbraucherkreis ist einfach zu klein, die produzierte Menge im Vergleich zu großen Herstellern zu gering und diese Produkte werden von Hand in der Manufaktur selbst hergestellt: Der Fertigungsweg ist also auch für den Endverbraucher noch gut nachvollziehbar... von diesen Produkten reden wir hier ja!? Edelrid und Mammut sind große Hersteller im Kletter/Outdoorsegment und nicht mit UL-Cottagemanufakturen vergleichbar.

Dass dies als Endverbaucher schwer zu beurteilen sei, bezog sich eher auf die Strapazierfähigkeit des Materials und dessen Leistung im Hinblick auf die Produktionsverfahren verwendeter Materialien bei Outdoorausrüstung und nicht auf die Produkte selbst.

Im Übrigen würde ich mich auch der Meinung anschließen, dass Zertifizierungen oft einen geringen Wahrheitsgehalt haben!

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Gast
vor 6 Stunden schrieb Donau:

An sonst halt MYOG-Teile, wenn irgendwie möglich

Ich stelle die Nachhaltigkeit von MYOG einfach mal in Frage. Wenn man die notwendigen Techniken zur Bearbeitung wirklich beherrscht dann mag man mit MYOG nachhaltig arbeiten können. Aber wenn man die Lernkurve und die dabei verschwendeten Materialien ansieht und dann das Endergebnis in Relation ansieht...

Beispiel: Ich weiß nicht wie viele Dosen ich zum Test von verschiedenen Dosenkochern verbaut habe. Und das, obwohl ich normalerweise überhaupt keine Dose kaufe. Nachhaltigkeit? Fehlanzeige. Hat einfach Spaß gemacht die Kocher zu bauen, am Ende waren es zig Varianten bis ich "meinen" Kocher hatte. Nachhaltiger wäre es gewesen einen UL-Spirituskocher einer Cottage zu kaufen die die Lernkurve durch hatten und jetzt in (Klein-) Serie produzieren.

Ähnliche Beispiele kann man auch hier im Forum immer wieder sehen. "Version X" von Tarp, Rucksack und Co. Dabei kommen die Materialien dafür auch oft aus der ganzen Welt. Ein tolles Hobby, aber besonders Nachhaltig?

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Da muss ich mich leider auch schuldig bekennen.. ich habe äh.. sehr viel Cola weggeschüttet, um aus den 0,3 Dosen meine Kocher bauen zu können.. :oops: nachhaltiger wäre es gewesen auf der Straße oder im Müll nach gebrauchten Dosen zu suchen...

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vor 2 Stunden schrieb J_P:

Bei der Firma Cumulus doch hoffentlich nicht?

Da bin ich mir echt nicht sicher. Heute heißt es meistenteils (aber vielleicht etwas blauäugig, siehe weiter unten), die Zertifizierung der Cumulus-Daune schließe Lebendrupf aus. Früher (2010) war eine Stellungnahme der Firma im Umlauf, wonach höherwertige Daunen zumindest damals noch aus Lebendrupf stammten... so sei es bei allen Herstellern, und wer für sich das Gegenteil behaupte, lüge ganz einfach. Ich persönlich ging immer von der Echtheit dieser Stellungnahme aus... allerdings eher instinktiv, wie ich betonen muss. Beweise habe ich nicht, doch mied ich stets Cumulus-Produkte. Hier der Link zur wohl ursprünglichen Quelle:

https://www.outdoorseiten.net/forum/showthread.php/46495-Cumulus-Panyam-450/page2?p=747059&viewfull=1#post747059

Was mich überdies stutzig macht, sind die widersprüchlichen Angaben zu (und zumindest angeblich auch von) Cumulus auf dieser Seite: 

https://www.outdoorseiten.net/wiki/Daune#Verwendung_in_Schlafs.C3.A4cken 

(Darin ist auch ein Link zum Zitat von 2010 enthalten.)

Fairerweise nochmal: Daraus abgeleitete Vorwürfe an Cumulus hinsichtlich der Ehrlichkeit und Produktethik wären a) formal unbewiesen (uns liegen keine Schreiben im Original vor), und b) konkret lediglich auf die Vergangenheit zu beziehen.

Heute wäre das von Cumulus offenbar erworbene EDFA-Zertifikat der Ausgangspunkt weiterer Nachforschungen. Allerdings ist gerade dieses Zertifikat nach Ansicht einiger Kritiker "nicht viel wert", zumal es von der Daunenindustrie selbst ausgegeben wird:

https://utopia.de/ratgeber/daunen-zertifizierungen/

Ich persönlich bleibe dabei, dass ich Cumulus-Produkte allenfalls gebraucht in Erwägung ziehe. Ich habe Schlafsäcke und Quilts von Mountain Hardwear, SeaToSummit, The North Face und Mountain Equipment, deren Bemühungen gegen Lebendrupf (und Stopfleberproduktion!) auf der zuletzt angelinkten Seite allesamt besser bis viel besser beurteilt werden als das EDFA-Zertifikat. 

Das soll aber keine Selbstbeweihräucherung sein; denn ich muss einräumen: Beim Kauf wusste ich eher wenig über die verbundenen Zertifikate und war froh, dass sie überhaupt eines hatten. Ein Feigenblatt reichte mir, wenn ich ehrlich bin... nur bei Cumulus eben nicht, wegen des so expliziten Zitats von 2010.

 

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