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Ultraleicht Trekking

Konischer Hüftgurt für meinen Atompacks


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  • 2 Wochen später...
  • 8 Monate später...
Am 6.4.2023 um 09:19 schrieb ULgeher:

Die konische Form kann man übrigens noch weiter treiben. Hier ist ein Bild aus einem Reddit-Thread von @marieke333, das zeigt, wie der Hüftgurt selbst noch im Profil gekrümmt gebaut werden kann. Der Trick ist, die Flossen einzuschneiden.

Nach 20 Jahren hab ich mich erinnert, dass mein damals separat erhältlicher Osprey-Beckengurt, Material Isoform CM, thermoplastisch verformbar ist; bis jetzt war das eh mein Lieblingsgurt, jetzt hab ich ihm auf Höhe der Flossen mittels Heissluftpistole jeweils eine mittige Längskonkavität verpasst: der Unterschied ist hammer!!!

Grund für die jahrzehntelange Verzögerung ist, dass Osprey keck behauptet die Verformung müsse zwingend im ospreyspezifischen Heizofen erfolgen, was ich dummerweise geglaubt habe...Das Teil ist leider ein Brummer mit 266 gr.; das muss doch auch leichter gehen, daher Frage an die Community:

weiss jemand welchen Schaum man für sowas verwenden könnte? Im Orthopädiebedarf gibts unendlich viele thermoplastische Schäume, ich kenn mich da leider nicht aus.

Bearbeitet von paddelpaul
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Am 4.2.2024 um 18:21 schrieb paddelpaul:

Nach 20 Jahren hab ich mich erinnert, dass mein damals separat erhältlicher Osprey-Beckengurt, Material Isoform CM, thermoplastisch verformbar ist; bis jetzt war das eh mein Lieblingsgurt, jetzt hab ich ihm auf Höhe der Flossen mittels Heissluftpistole jeweils eine mittige Längskonkavität verpasst: der Unterschied ist hammer!!!

Hallo Paul, 

kannst du davon mal ein Foto einstellen? 

Ich hab so ein Teil nämlich auch noch irgendwo rumfliegen... :-D

Dank&Gruß! 

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vor 2 Stunden schrieb ULgeher:

Meiner ist ein etwas simpleres Teil, auch nicht sooo fett gepolstert; nämlich der hier https://tatoo.ws/ec/a/osprey-isoform-cm-hipbelt/5863

Inzwischen ist Osprey anscheinend bei Isoform 5, meiner ist wahrscheinlich Isoform 0.

Foto kommt, kann aber Wochenende werden; wenns bis Montag nicht da ist hab ichs vergessen, dann am besten noch mal ne PN :grin:

Bearbeitet von paddelpaul
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@Jeha, @Mia im Zelt, früher als geplant hier die Fotos; schlecht wie immer, aber man sieht worauf es ankommt. Ich hab den 2x, also direkter Vergleich "vorher/nachher" :grin:.

Durch die grosszügige Aussparung in der Aussenschale sass der vorher auch schon gut, Welten besser als z.B. beim SD FlexCap, aber ich konnte z.B. nach dem Festzurren locker einen Finger von unten unter die Hüftflosse schieben, da war ein richtiger Spalt; auch dort liegt er jetzt viel besser an.

Grüsse, Paul

PA041092.JPG

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Aber eigentlich... ein zumindest ähnliches Ergebnis bei nem MYOG-Projekt müsste sich doch über einen Differentialschnitt beim Bezugsmaterial erreichen lassen???

o.k., da müsste man dann wohl das Material auf der Körperseite mit dem Schaum verkleben, oder mit 2-3 Längsnähten fixieren...

Bearbeitet von paddelpaul
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vor 11 Stunden schrieb paddelpaul:

Aber eigentlich... ein zumindest ähnliches Ergebnis bei nem MYOG-Projekt müsste sich doch über einen Differentialschnitt beim Bezugsmaterial erreichen lassen???

o.k., da müsste man dann wohl das Material auf der Körperseite mit dem Schaum verkleben, oder mit 2-3 Längsnähten fixieren...

Oder eben in der Verstärkung, wie um Bild von Marieke, welches ich oben im Thread verlinkt habe: wkntprgwlvd81.jpg?width=1548&format=pjpg

Bearbeitet von ULgeher
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vor 14 Stunden schrieb ULgeher:

Oder eben in der Verstärkung

...was am "Problem" nicht viel ändert: das körperseitige Bezugsmaterial wird die Biegung ja nicht freiwillig mitmachen, sondern, wenn unfixiert, rumlabbern, oder wie eine Bogensehne den kürzesten Weg zwischen Ober- und Unterkante wählen; beim Osprey-Gurt ist das Bezugsmaterial innen irgendwie verklebt, so dass sich nur ein paar kleine Falten bilden (was beim professionellen Verformen wahrscheinlich nicht auftritt), die aber auch den Schaum betreffen. Wäre also interessant wie bei @marieke333 das Endprodukt aussieht.

Und ich denke, dass man sich vielleicht bei einem Differentialschnitt im Bezug auch die Verstärkung sparen könnte, je nach Festigkeit des Schaums.

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vor 3 Stunden schrieb paddelpaul:

Alles klar! Genau wie ich vermutete, nur das es Marieke offensichtlich egal war, dass das  Innenmaterial nicht am Schaum anliegt; da es stretchig ist wird es wahrscheinlich durch den Anpressdruck ans Becken in Form gebracht.

Leider habe ich während der Herstellung keine Bilder gemacht. Da mein Deutsch nicht gut genug ist, um es mit Worten zu erklären, habe ich eine Skizze angefertigt. Um es nicht zu kompliziert zu machen, sind die Taschen weggelassen. In der Mitte befindet sich kein Schaumstoff, da der Gurt hinter der Rückenplatte verläuft.

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Mittlerweile habe ich die Idee eines verstärkten Hüftgurtes aufgegeben. In meinem neuen Ultra-Rucksack (man muss mit der Mode mithalten 😉) habe ich einen extra breiten Hüftgurt (12-14 cm) benutzt aus 15 mm Evazote Schaumstoff (10mm EV50 + 5 mm EV30 verklebt). Mit zwei Schnallen und lang genug damit der vordere Hüftknochen umfasst wird und der Hüftgurt vorne nicht nach oben schiebt. Funktioniert genauso gut und ist viel komfortabler.

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Bearbeitet von marieke333
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@marieke333, danke für die Erläuterungen!

vor 6 Stunden schrieb marieke333:

Mittlerweile habe ich die Idee eines verstärkten Hüftgurtes aufgegeben. In meinem neuen Ultra-Rucksack.......  habe ich einen extra breiten Hüftgurt (12-14 cm) benutzt aus 15 mm Evazote Schaumstoff......  Funktioniert genauso gut und ist viel komfortabler.

Und gleich die nächste Frage: Bei Deinem "alten" Hüftgurt hast Du die Verstärkungsplatte jeweils links und rechts an den Flossen von vorne her eingeschnitten (wohl damit sich der Gurt besser an das Becken anlegt?). Hast Du bei dem neuen auch den Schaum entsprechend eingeschnitten? Die Platte gibts ja nicht mehr...

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vor 11 Stunden schrieb paddelpaul:

Und gleich die nächste Frage: Bei Deinem "alten" Hüftgurt hast Du die Verstärkungsplatte jeweils links und rechts an den Flossen von vorne her eingeschnitten (wohl damit sich der Gurt besser an das Becken anlegt?). Hast Du bei dem neuen auch den Schaum entsprechend eingeschnitten? Die Platte gibts ja nicht mehr...

Genau, die PE-Platte ist zu steif, um sich der Hüfte anzupassen. Mit Schaum ist das kein Problem, dabei helfen auch die beiden unabhängig voneinander verstellbaren Schnallen. Kopiert von den SWD Long Haul- und den McHale-Rucksäcken. Die basieren sich auf dem Prinzip, dass ein breiter Hüftgurt, der die Hüfte vollständig umschließt, ausreichend steif ist. Wenn man den Schaum einschneiden würde, würde das nicht mehr gut funktionieren. Die meisten McHale-Rucksäcke sind für schwere Lasten ausgelegt, er benutzt dafür dann noch etwas dickeres Evazote50 Schaum.

Bearbeitet von marieke333
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Noch zwei Tipps zum Anfertigen eines Hüftgürtel. Ich finde es sieht besser aus und der Hüftgurt wird steifer wenn der Stoffstreifen für die Außenseite deutlich länger ist als der für die Innenseite (wie im Bild - Außenseite auf Innenseite gesteckt) . Sonnst knittert der Stoff auf der Innenseite beim Anlegen des Hüftgurts. Ein zweiter Punkt is die Fadenrichtung, gerader Faden sorgt für weniger Dehnung. Für die Aussenseite verwende ich deswegen drei zusammengenähte Stoffstücke mit gerader Faden, anstatt einem Stück. Für die Innenseite benutzte ich entweder schräg geschnitten oder stretch Cordura damit es sich gut am Körper anpasst.

Knipsel.thumb.JPG.6d221d85b778933143a34e945e5d67ee.JPG

Bearbeitet von marieke333
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Am 9.2.2024 um 12:45 schrieb paddelpaul:

...was am "Problem" nicht viel ändert: das körperseitige Bezugsmaterial wird die Biegung ja nicht freiwillig mitmachen, sondern, wenn unfixiert, rumlabbern, oder wie eine Bogensehne den kürzesten Weg zwischen Ober- und Unterkante wählen;

Ja das stimmt, wobei die meisten Stoffe nicht dermassen steif sind. Ausser vielleicht Laminat wie X-Pac. Das ist bei Verstärkungsmaterial wie PE-Platten natürlich anders.

Was aber hilft, scheint mir, ist am Hüftgurt zwei Bänder zu haben, einen oben und einen unten, und dann auf dieselbe Schnalle laufen zu lassen. So sind oberer und unterer Rand des Hüftgurts "gespannt" und können den Rand des Beckenknochens, wenn er denn raussteht, umgreifen.

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Grundsätzlich scheint mir, dass wenn wirklich Last nach hinten übertragen werden soll wie bei einer Tragkraxe, das Material extrem steif sein müsste. Wenn es nur wenige cm nachgibt, ist der Effekt wohl dahin.

Somit bleibt eigentlich nur die Option, den Rucksack so an den Rücken zu ziehen, dass er hinten "aufliegt" (auf dem "Lumbar pad"), oder durch Reibung nicht runterrutscht. Die Entlastung der Schultern ist dann vergleichsweise einfacher.

 

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Am 10.2.2024 um 18:04 schrieb ULgeher:

Grundsätzlich scheint mir, dass wenn wirklich Last nach hinten übertragen werden soll wie bei einer Tragkraxe, das Material extrem steif sein müsste. Wenn es nur wenige cm nachgibt, ist der Effekt wohl dahin.


Es scheint möglich zu sein...dann verweise ich doch noch einmal auf die legendären McHale-Rucksäcke. Geeignet für Lasten bis über 35 kg. Der Hüftgurt besteht nur aus Schaum und Cordura, ohne Verstärkung: 

https://www.mchalepacks.com/sarc/03.htm

 

Bearbeitet von marieke333
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  • 3 Monate später...
Am 4.2.2024 um 18:21 schrieb paddelpaul:

Nach 20 Jahren hab ich mich erinnert, dass mein damals separat erhältlicher Osprey-Beckengurt, Material Isoform CM, thermoplastisch verformbar ist;

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an paddelpaul, dass er mich an diesen Hüftgurt im Keller erinnert hat! :-D

Bei meinem Exped Lightning hatte ich (nach dem Verlust einiger Kilos... ;)) mit dem Hüftgurt Probleme. Gestern hab ich dann den Osprey drangebaut, heute mit 20kg Probe getragen (top!), und gerade dann im Backofen "customgemoldet".

Hier haben einige User Infos zum selber molden raus gefunden, inklusive des Patents. Ich hab 100 °C im Umluftofen für 8 Minuten gemacht, nächstes Mal vielleicht sogar eher etwas weniger. 

Vorher:IMG_20240526_174618.thumb.jpg.e2970424c24288eec413aecfc6df8008.jpg

 

Nachher:

IMG_20240526_183001.thumb.jpg.e2334af8b62234bb805b2a06788133d6.jpg

Bearbeitet von Jeha
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