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Ultraleicht Trekking
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Ultraleicht und Low Budget

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Kaum angemeldet und schon eine Frage. :-)

Ich bin im Herbst letzten Jahres wandern gewesen und hatte circa 25kg an Zeug dabei. Das war mir eine Lehre. Dann bin ich im Winter auf Ultraleicht Wandern gestoßen und das als Lösung für mein Problem gesehen. Jetzt bin ich daran mir eine Ausrüstung zusammen zu stellen die Ultraleicht und Low Budget sein soll weil ich ein sehr sparsamer Mensch bin. Ist Ultraleicht und Low Budget machbar oder eine Utopie?

bearbeitet von SouthWest
Typo im Titel korrigiert

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Das kommt ganz darauf an ^^.

Wenn du handwerklich geschickt bist kannst du fast alle Ausrüstungsteile selber herstellen und dadurch enorm sparen. Es gibt auf Youtube und hier im Forum etliche Beispiele für DIY Projekte die den Geldbeutel enorm schonen. Falls du alles kaufen willst dann gibt es auch hier günstige Lösungen. (ist schon etwas älter aber geht in die Richtung die du anpeilst: http://www.ausgeruestet.com/2011/01/ultraleicht-trekking-und-300-fazit.html ). Ich persönlich kaufe viel aber recherchiere auch gerne und lange im Internet und bin Gewichtsmässig derzeit bei rund 8 KG Basisgewicht. Das wird einigen hier natürlich definitiv zu viel sein aber da ich auch über begrenztes Budget verfüge und wenig handwerklich begabt bin muss ich einige Kompromisse eingehen. Ich empfinde dieses Forum eher als Richtungsweiser. Wenn du mit 25 Kilo unterwegs warst dann wäre es doch schon ein Riesenschritt wenn du das auf ca 12 KG halbieren kannst und das ist ohne weiteres auch mit wenig Budget machbar. Ich finde zudem dass es noch eine Rolle spielt ob man eine Dreijahres oder Winterausrüstung zusammenstellt. Gerade bei den Großen Vier (Rucksack, Schlafsack, Tarp/Zelt, Isomatte) gibt es für den Wintereinsatz höhere Anforderungen was sich schnell im Gewicht widerspiegelt.

Ich persönlich habe mir eine Dreijahresausrüstung zugelegt und bin derzeit wie gesagt im Leichtwanderbereich unterwegs. Mit etwas mehr Optimierung und neuer Ausrüstung hoffe ich irgendwann bei Ultraleicht anzukommen. Wenn man regelmässig Preise checkt kann man hier oder da einige Schnäppchen machen und im Forum gibt es auch oft sehr gute Angebote da kann man definitiv einiges rausholen. Wenn du ein paar Tipps für günstige Ausrüstung brauchst kann ich dir z.b. für die Großen 4 gute Preis/Leistung empfehlungen geben.

bearbeitet von Ocram0815

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Ich stehe einer schrittweisen Reduktion eher kritisch gegenüber.

Schrittweise reduzieren, würde ich nur durch weglassen. Wenn du von schwerer Ausrüstung auf mittelschweres Zeug umsteigsts, nur weil du dadurch etwas Kohle sparst, dann musst du gleich nochmal kaufen, wenn du auf wirklich leicht umsteigst.

Ich würde einfach nach und nach direkt UL-Kram kaufen (wobei es da auch recht günstige Produkte gibt).

Zumal UL-Sachen teilweise auch günstiger als normalen Trekkingkram sind, es kommt eben genau auf die einzelenen Artikel an. Pauschalisieren lässt sich das nicht.

Wichtig ist eben, dass man direkt von Anfang an versucht Kompromisse bei einzelnen Teilen zu reduzieren und nicht nur etwas kauft, weilbes gerade günstig ist.

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vor 46 Minuten schrieb Lewwi:

Ich stehe einer schrittweisen Reduktion eher kritisch gegenüber.

Schrittweise reduzieren, würde ich nur durch weglassen. Wenn du von schwerer Ausrüstung auf mittelschweres Zeug umsteigsts, nur weil du dadurch etwas Kohle sparst, dann musst du gleich nochmal kaufen, wenn du auf wirklich leicht umsteigst.

Ich würde einfach nach und nach direkt UL-Kram kaufen (wobei es da auch recht günstige Produkte gibt).

Zumal UL-Sachen teilweise auch günstiger als normalen Trekkingkram sind, es kommt eben genau auf die einzelenen Artikel an. Pauschalisieren lässt sich das nicht.

Wichtig ist eben, dass man direkt von Anfang an versucht Kompromisse bei einzelnen Teilen zu reduzieren und nicht nur etwas kauft, weilbes gerade günstig ist.

Es kommt wahrscheinlich darauf an wie man Low Budget interpretiert. Wenn man spart um sich teuere Ausrüstung zu kaufen dann ist das sicherlich die beste Vorgehensweise um wertiges Ultraleichtequipment zu sammeln. Ich verstehe unter Low Budget eher, dass man generell wenig Geld zur Verfügung hat dass man Investieren kann oder will. Hier denke ich dann kann man durch umsichtiges schnäpchenjagen oder viel MYOG Einsatz durchaus zum Ziel kommen. Will man jedoch alle Produkte neu kaufen dann wird es meiner Erfahrung nach schwierig. Daher wollte ich aufzeigen, dass Leichttrekking als Zwischenschritt oder als Kompromiss durchaus eine Überlegung wert sein kann. Ich persönlich finde es auch Interessant erstmal Erfahrungen zu sammeln (z.b. Ob ein Zelt oder Tarp eher meinen Ansprüchen entspricht) und finde dass man durch Kleinanzeigen und sonstigen Weiterverkaufsmöglichkeiten auch noch Optionen hat wenn man weiter optimieren will. Teure Ausrüstung ist natürlich im Regelfall Werthaltiger und erlöst dann im Zweitverkauf auch mehr man muss da sicherlich immer individuell entscheiden welche Strategie man fährt.

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vor 3 Stunden schrieb Lewwi:

Ich stehe einer schrittweisen Reduktion eher kritisch gegenüber.

Schrittweise reduzieren, würde ich nur durch weglassen. Wenn du von schwerer Ausrüstung auf mittelschweres Zeug umsteigsts, nur weil du dadurch etwas Kohle sparst, dann musst du gleich nochmal kaufen, wenn du auf wirklich leicht umsteigst.

Ich würde einfach nach und nach direkt UL-Kram kaufen (wobei es da auch recht günstige Produkte gibt).

Zumal UL-Sachen teilweise auch günstiger als normalen Trekkingkram sind, es kommt eben genau auf die einzelenen Artikel an. Pauschalisieren lässt sich das nicht.

Wichtig ist eben, dass man direkt von Anfang an versucht Kompromisse bei einzelnen Teilen zu reduzieren und nicht nur etwas kauft, weilbes gerade günstig ist.

Das kann ich nur unterschreiben. 

Es macht sicherlich kaum Sinn, gewisse Ausrüstung nur als „Zwischenschritt“ zu kaufen. Dann lieber den Umstieg über einen längeren Zeitraum angehen...Und vor allem auf Weglassen konzentrieren!

Oftmals lassen sich gebraucht auch einige Schnäppchen machen. (Ich pers. hätte auch das ein oder andere abzugeben, was ich hier aber leider (noch) nicht anbieten kann. Diese Teile werde ich übrigens verkaufen, weil ich den „Fehler“ gemacht habe, vor dem ich oben gewarnt habe.)

bearbeitet von domereichlt
Zeitpunkt durch Zeitraum ersetzt.

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vor 58 Minuten schrieb P4uL0:

Da will wieder jemand was verkaufen!

OT: Finde ich in dieser Form ehrlich gesagt ein bisschen unverschämt, da ich erstens schon seit relativ langer Zeit hier „aktiv“ bin und zweitens meine Beiträge zu einem Großteil sicherlich informativer sind, als der zitierte...

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Auf reddit gibt es diesen Low-Budget Thread mit Tipps und Diskussionen dazu.

 

bzw. hier die 3 Jahreszeiten Beispielliste dazu: 

https://lighterpack.com/r/2bvwfa

Und hier noch was aus der gleichen Ecke: 

https://smalandoutdoor.com/2017/06/19/ultralight-and-ultracheap/

crestfallen

bearbeitet von crestfallen

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vor einer Stunde schrieb notenblog:

Alex von bergreif.de hat da doch auch mal eine Liste zu geschrieben.

Die fande ich vergleichsweise teuer, bzw. gab es dort etliche Sachen die noch eingespart werden konnten.

Ich habe mal spaßeshalber vor einiger Zeit eine eigene Liste erstellt und kam dabei auf unter 300€ ohne Kleidung.
 

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Also erstmal zu deiner Frage: Klar, das geht. Am Besten durch Weglassen oder sinnvolle Mehrfachbenutzung. Im Zweifel auch mal selbst mit der Schere rangehen, z.B. Schnüre ersetzen/weglassen oder Bänder kürzen. Das ist DIY, was eigentlich jede(r) kann. ;)

Meine erste Fernwanderung war auch mit 20 kg auf dem WHW: Es fanden sich im Nachhinein schnell Dinge, die echt unnötig waren. Und dabei hatte ich noch kein einziges Produkt neu gekauft. ^_^ Die großen 4 kennst du ja sicherlich schon, hier würde ich anfangen – gebraucht ergeben sich da auch oft günstige Möglichkeiten ohne Qualitätseinbußen zu haben.

In dem Thread wurde empfohlen, lieber langfristig teuere, sehr leichte als günstigere, nicht ganz so leichte Ausrüstung zu kaufen. Das kann ich nicht unterschreiben, diese Milchmädchenrechnung lässt nämlich Verschleiß außer Acht. Unabhängig davon, ob UL Produkte nun schneller verschleißen oder nicht: Wenn man noch nicht fertig ist seine Wunschliste abzuarbeiten und das erste Produkt schon den Geist aufgibt und neu gekauft werden muss, wird man nie fertig. Außerdem braucht es Zeit ehe man wirklich merklich leichter unterwegs, man kann nicht sofort mit 10kg weniger losstiefeln. U.U. erreicht man auch nie ein geringeres Gewicht als mit den günstigeren, leichten Produkten, weil man nie dazu kommt die letzten schweren Produkte zu ersetzen. :rolleyes:

Mein Tipp wäre: Schau, dass du dir eine leichte Grundausrüstung zusammenstellst. Am besten durch Gebrauchtware und Weglassen von unnötigem. Decathlon kann auch eine Möglichkeit sein, aber ich gebe zu bedenken, dass jede Ersparnis ihren Preis hat – auch wenn man ihn nicht sieht, weil die Herstellungsländer weit weg sind. Wenn du die Grundausrüstung hast und dein Gewicht hoffentlich mindestens halbiert hast, würde ich die folgenden Jahre damit zubringen alle kaput gehenden Gegenstände durch teurere, leichtere zu ersetzen. Dann hast du immer noch den "Nach und nach UL kaufen"-Effekt, kannst aber sofort loslegen. ;)

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vor 19 Stunden schrieb Fabian.:

Die fande ich vergleichsweise teuer, bzw. gab es dort etliche Sachen die noch eingespart werden konnten.

Das stimmt, aber als "Einstiegsartikel" und Ideensammlung durchaus geeignet. Die anderen Quellen sind ja auch schon genannt.
 

bearbeitet von SouthWest
Antwort von notenblog aus dem Zitat rausgenommen

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Vor allem muss man ein paar Tricks beherrschen.

Man kann mit völlig normalem billigem Standard Zeug Sommerausrüstungen um 5 bis 6 Kilo zusammen stellen, wenn man auf Ponchotarp und Biwaksack setzt und nur das einpackt, was wirklich benötigt wird.

Eine Bekleidungsgarnitur mit Zipp Off Hosen am Mann, Badeshorts, T-Shirt und Ersatzsocken im Rucksack als Reservekleidung.

Selbstgebauter Bierdosenkocher, kleiner Topf, wenn möglich aus Titan, ein Titanlöffel, oder einfach Edelstahl vom Flohmarkt, egal, Victorinox Compact, auf Kurztouren reicht auch ein Opinel Nr7, wenn man sich vor der Tour zuhause die Nägel kurz schneidet, 2 x Ein-Liter Flaschen aus Plastik vom Supermarkt, extrem reduziertes Waschzeug mit Ajona Zahncreme 6 ml, Klappzahnbürste , kleinst mögliches Microfaser Handtuch, wenn überhaupt, kleines Shampoo 50 ml,  orangem Einweg  Wilkinson Rasierer im Toppits Zipp Lock Beutel oder leichtem Nylonbeutel.

Es gibt bei Bauhaus eine kleine, ganz billige leichte Kopflampe, die mit CR 2032 Batterien geladen wird. Die ist kaum schwerer, als die Petzl e-lite.

Wenn man unbedingt ein richtiges Fahrtenmesser mit nehmen will, kann man bei Bauhaus gleich das rote Mora Messer für 10 € mit nehmen. Das Opinel No 7 ist aber wesentlich leichter und kostet das gleiche.

Ein oder zwei Fleecedecken von Kick oder Zeemann reichen dem Anfänger im Hochsommer in Deutschland völlig, er braucht nen Schlafsack nur im Winterhalbjahr. Im Sommer tut es jeder Kunstfaser Schlafsack, am besten einer von 600 , maximal 1200g. Man kaufe eben bei Aldi, Netto oder Lidl wenn es angeboten wird man kann auch was billiges von Decathlon bestellen. Mumienschlafsäcke sind Deckenschlafsäcken unbedingt vor zu ziehen!

Man kann so eine Fleece Decke und auch sehr gut nur seine Fleecejacke von Decathlon oder Kik  oder Aldi unter den Schlafsack legen, man benötigt im Sommer in Deutschland keine Isomatte oder Luftmatratze.

Kein völlig  überflüssiges Erste Hilfe Zeug anschaffen, sondern nur die Medizin, die man in den letzten 12 Monaten benötigte. Dafür eben mit niemandem quatschen und vorher überlegen, wenn man mit Kocher und Messer hantiert. Nicht damit rum spielen!

 

Häringe selber auf Tour schnitzen. Entweder jeden Abend neu, oder halt mit nehmen. Tarpponcho am Baum abspannen, statt an irgendwelchen gekauften Stangen oder Trekking Stöcken, die keine Sau wirklich braucht.

Je billiger die Rucksäcke, desto leichter sind sie meist, irgendwas von Aldi oder Lidl 30 bis 40 Liter reicht völlig am Anfang. Wenn es ernster werden soll empfehle ich Decathlon Solognac Jagdrucksack 50 Liter.

Als Rucksack Liner eben erst mal nen grauen Müllsack.

Was kleiner wasserdicht verpackt werden soll, kommt erst mal in Toppits Zipplock Gefrier Beutel 1 oder 3Liter.

Atmungsaktiver Regenanzug ( zB Decathlon Rain Cut Zipp /Rain Cut) muss im Sommer nicht mit geführt werden, wenn man Poncho und Biwaksack benutzt, im Hochsommer braucht man nicht mal den Biwaksack, wenn man das Geld nicht hat, geht es auch ohne. Bei Regen einfach nen großen grauen "Schwerlast"  Müllsack über das Fußteil des Schlafsackes ziehen! Als Unterlage genügt ein Stück dünne Baufolie, statt Poncho könnte man auch erst mal eine grüne 2x2,50 oder 2x3 Meter Ösenplane aus dem Baumarkt nehmen. Die sind gar nicht so schwer, aber schlecht verpackbar. Das Tarp von Decathlon Arpenaz Kaki ist mit 560 g eine gute und günstige Wahl, gerade, wenn man zu zweit unterwegs ist.

Man kann aber auch erst mal das Zelt Arpenaz 2 von Decatlon nehmen. Wenn man die Häringe nicht mit schleppt, wiegt es nur 2 Kilo, das ist für ein Zweimannzelt ziemlich leicht. Die Häringe  kann man unterwegs auch selber schnitzen wenn man sie mal braucht,  muss man aber meist nicht, denn es steht auch ohne.

Aber das Tarp ist natürlich viel leichter, als das Zelt!

Und richtig leicht ist nur die Verwendung eines Tarpponchos bei einer Person als Dach!

Der Solognac Jagdponcho Glenarm 100 mit 275g Und 14 € kann als Unterlage zum Tarp gut verwendet werden, wenn man zu zweit unterwegs ist.

Ansonsten kann man sich da Abspannpunkte dran nähen und das als Dach nutzen, in einen zweiten kann man sich auch statt Biwaksack ein wickeln, wenn es stark regnet. ansonsten nimmt man den als Unterlage. Dann hat man sogar Ersatz, falls einer kaputt geht!

Das ist die leichteste und billigste gut funktionierende Variante für eine Person! Zwei Solognac Glenarm 100 Ponchos ! Und nen 600 g Schlafsack, wenn's kalt ist, dann mit Klamotten rein steigen! Fleecejacke statt Isomatte unter den Schlafsack legen. Leichter und billiger geht es nicht für den Sommer!

Das ist nicht so gut wie ein Atmungsaktiver Biwaksack, aber eben spottbillig und geht im Sommer auch.

Früher gab es auch nix anderes, und wir haben Spaß damit gehabt.

Hat man keinen Biwaksack, so muss man darauf achten, dass der Schlafplatz einige Zentimeter höher liegt, als die Umgebung, damit Regenwasser nicht auf den Schlafsack zu läuft. Man legt sich also auf eine Bodenwelle, wenn Regen droht.

 

 Ein Anfänger sollte sich nicht in seiner Unerfahrenheit hinsetzen und darüber nachdenken, was er brauchen könnte, sondern er sollte die Packliste eines möglichst radikalen Vollprofis kopieren und gern erst mal aus bei ihm vorhandenen und aller billigstem zu gekauften Zeug nach bauen. 

Und dann sollte der Anfänger damit in dicht besiedelter Umgebung, am besten direkt vor seiner eigenen Haustür los gehend, diese Ausrüstung ausprobieren.

Fehlt ihm etwas, kauft er es in der nächsten Ortschaft dazu.

Wenn die Liste aber vom einem Vollprofi kopiert ist, wird eben nichts fehlen, selbst wenn sie sehr kurz ist!

Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit dazu, dass Anfänger für die Anreise zu ihrer ersten Trekking Tour ein anderes Verkehrsmittel benutzen, als die Straßenbahn.

Und im Umkreis der eigenen Wohnung kann man im Sommer eben völlig Angst frei mit der reduziertesten Ausrüstung üben, die denkbar ist.

Und wenn man das Spiel in Deutschland zu beherrschen gelernt hat, dann kann man sich damit auch ins nahe Ausland wagen, und immer weiter, bis ans Ende der Welt.

 

 

bearbeitet von Erbswurst

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vor 6 Stunden schrieb Erbswurst:

Kein völlig  überflüssiges Erste Hilfe Zeug anschaffen, sondern nur die Medizin, die man in den letzten 12 Monaten benötigte. Dafür eben mit niemandem quatschen und vorher überlegen, wenn man mit Kocher und Messer hantiert. Nicht damit rum spielen!

Das ist ein wirklich fragwürdiger "Tipp". :huh: Wenn ich mir gerade eine ultrabillige, ultraleichte Ausrüstung anschaffe, habe ich die letzten 12 Monate scheinbar was anderes gemacht. Alleine deshalb ist "was hab ich in den letzten 12 Monaten nicht gebraucht" sinnlos. Aber auch so, ist so ein Set für den Notfall – wäre schlimm, wenn der alle 12 Monate eintritt.

Auch der Tipp bei Gefahren mehr aufzupassen, ist komisch. Einfach im Autoverkehr aufpassen, dann brauchen wir auch da kein Erste Hilfe Set! <_< Eine der beschissenen Eigenschaften von Notfällen ist ja, dass sie meist unerwartet kommen und dann wenn man nicht mit ihnen rechnet. :rolleyes: Wenigstens ein Verbandspäckchen mit Binde und sterilem Teil, ein paar Pflaster und eine Rettungsdecke würde ich immer empfehlen, sowie das Wissen damit umzugehen. Zeckenkarte ist auch nützlich und wiegt nichts. Im Zweifel Erste-Hilfe-Kurs machen. ;)

bearbeitet von Ziz
Typo

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Ok, Zeckenkarte, ja.

Vor allem Erste Hilfe Kurse, und zwar RICHTIGE !!!

Wenn man sich damit richtig beschäftigt, dann lernt man, wie man bei einem einzigen Opfer ohne Verbandszeug aus kommt.

 

Ich meinte mit den letzten 12 Monaten, dass man nur die Medizin braucht, die man regelmäßig braucht, und nicht mehr.

 

Man verletzt sich im Haushalt, vor allem wenn man irgendwas reparieren will und das nicht richtig kann.

 

Im Wald beim Wandern verletzt man sich nicht.

Nur wenn man mit dem Messer rumspielt, sich beim Feuermachen nicht konzentriert, vor allem beim Klappsägen und Beil Gebrauch, wenn man das nicht richtig kann.

Die Leute verletzen sich, wenn sie versuchen mit Klappmessern Holz zu spalten.

Beim Wandern verletzt man sich nur, wenn man mit ungeeignetem Schuhwerk ohne Profilsohle rum läuft und nicht überlegt, wo man hin tritt.

Aber bitte:Schlepp ein Feldlazarett mit!

 

 

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vor 9 Minuten schrieb Erbswurst:

Ok, Zeckenkarte, ja.

Vor allem Erste Hilfe Kurse, und zwar RICHTIGE !!!

Wenn man sich damit richtig beschäftigt, dann lernt man, wie man bei einem einzigen Opfer ohne Verbandszeug aus kommt.

Oha, da bin ich mal gespannt, wo du in deiner Auflistung was steriles herzauberst. Ich hoffe, du hast nicht vor selbst mit Wasser oder Alkohol rumzupanschen. :huh: Mullbinde ist sehr praktisch, gerade weil sie von alleine den richtigen Druck aufbaut, aber sicherlich durch einen Stofffetzen ersetzbar, da eh nicht steril. Aber auf eine offenen (!) Wunde möchte ich keinen deiner Ausrüstungsgegenstände haben. ;)

Ob das, was du an Decken, Schlafsäcken oder Quilts dabei hast genau gut für den Wärmeerhalt geeignet ist wie eine Rettungsdecke, weiß ich nicht, würde mich aber im Zweifel nicht drauf verlassen und lieber die 48g mehr mitnehmen. :rolleyes:

vor 14 Minuten schrieb Erbswurst:

Im Wald beim Wandern verletzt man sich nicht.

Das ist doch Blödsinn. Man ist nie immer 100% bei der Sache. Zack war da ein Stein oder eine Wurzel, die man nicht gesehen hat und schon gibt es ein reiches Repertoire an möglichen Verletzungen, beginnend bei einem leichten Schock über Schürfwunden, Prellungen oder vielleicht größere, stark blutende Wunden. Murphys law gilt auch im Wald! Und gerade wenn man (unerfahren) UL unterwegs ist, ist das Risiko einer Unterkühlung nicht zu unterschätzen. Sonnenbrand oder -stich treten auch im Wald gerne auf. Ohne dass man es bewusst mitbekommen hat, war man ne Stunde aufm Bergkamm / Lichtung unterwegs und zack tut die Sonne ihr übriges.

Mein "Feldlazarett" wiegt 355g. Davon gehen 159g in die wasserdichte, sehr widerstandsfähige Verpackung. Find ich fürs Paddeln wichtig, beim Wandern diskutabel. Bleiben unter 200g inklusive Rettungsdecke, 3 Mullbinden, Pflaster, Pads gegen Stiche und ähnliches, Beatmungshilfe, Pinzette, ne größere und kleinere Kompresse, Einweghandschuhe, Klebeband, Zeckenkarte und Dreieckstuch. Ich gebe zu, das kann man noch weiter eindampfen, ist aber auch ein Kompromiss mit meiner Freundin.

Das meiner Meinung nach sinnvolle Minimalpack sind ein Verbandspäckchen, Rettungsdecke, 2-3 Pflaster und Zeckenkarte und wiegt ca. 65g. Das isses mir wert... ;)

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65g sind Ok.

Wenn Deine Rettungsdecke mehr wärmt, als Dein Nachtlager, solltest Du das überdenken.

Man muss auf wunden nichts drauf tun. Man kann sie auch einfach offen lassen, so heilt es am schnellsten und besten.

 

Wenn Du wirklich verletzt bist, geh zur nächsten Straße und lass Dich zum Arzt fahren! Schmerzmittel könnten dabei Entscheidungen erleichtern.

 

Was soll eine "Beatmungshilfe"?

Wenn Du nicht ohne beatmen kannst, dann geh zur DLRG und lerne das!

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vor 26 Minuten schrieb Erbswurst:

65g sind Ok.

Wenn Deine Rettungsdecke mehr wärmt, als Dein Nachtlager, solltest Du das überdenken.

Wie gesagt, kann sein, dass ein Quilt genauso gut funktioniert. Hier gehe ich aber gerne wenig Risiken ein. ;-)

vor 26 Minuten schrieb Erbswurst:

Man muss auf wunden nichts drauf tun. Man kann sie auch einfach offen lassen, so heilt es am schnellsten und besten.

Äh, vor Verschmutzung schützen ist schon sinnvoll. Und eine stark blutende Wunde sollte mit Durckverband behandelt werden.

vor 26 Minuten schrieb Erbswurst:

Wenn Du wirklich verletzt bist, geh zur nächsten Straße und lass Dich zum Arzt fahren! Schmerzmittel könnten dabei Entscheidungen erleichtern.

Erste Hilfe ist ja auch nur die... erste Hilfe! Dass danach ein Besuch beim Arzt Sinn ergeben kann, ist klar. Aber erstmal sollte jede(r) selbst helfen können und sei es nur die Zustand zu stabilisieren / Wunde zu schützen und dann ab zum Arzt.

vor 26 Minuten schrieb Erbswurst:

Was soll eine "Beatmungshilfe"?

Wenn Du nicht ohne beatmen kannst, dann geh zur DLRG und lerne das!

Das ist ein ca. 5g schwerer Gegenstand, den ich zwischen meinem und dem Mund meines Gegenübers machen kann beim Beatmen. Bin nicht so kussfreudig mit Fremden und fände eine Beatmung damit angenehmer. ;-) Im Zweifel kann und  mach ichs auch ohne. Wahrscheinlich heißt das Ding auch ganz anders. :roll:

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@Erbswurst Wunden heilen nicht schneller, wenn sie offen sin und vorallem auch nicht besser!

Zudem gibt es auch Blutungen, die gestillt werden müssen und die kommen auch unbeabsichtigt vor. Man kann noch so sehr aufpassen und trotzdem stürzen.

Also ein paar sterile Wundauflagen oder Verbandspäckchen, vielleicht noch ein paar SteriStrips und schon ist man leicht und gut dabei.

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