Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking

Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg


khyal

Empfohlene Beiträge

khyal hat diesen Beitrag moderiert:

Um in den chaotischen Packrafting-Bereich bzw Threads etwas Ordnung zu bringen, habe ich auf Wunsch von Usern neue Threads angelegt, in denen kuenftig hoffentlich etwas mehr on-topic der Austausch ueber Packrafting-Themen statt finden kann :
1.XUL-Packrafts und ihre Paddel - Boote bis 1,2 kg kg, Paddel bis ½ kg
(z.B. KLD, Anfibio Nano)
2.Packraft - Boote > 1,2 kg
3.Bekleidung
4.Paddel - Ab ½ kg
5.MYOG, Reparatur & Gepaeckbefestigung
6.Zusaetzliche Ausruestung - z.B. Sicherheit, Rucksaecke, Pumpen, Bodenversteifungen
7.Offene Packraft-Touren
8.Packraft-Treffen

Ich bitte alle darum, darauf zu achten, ihre Beitraege in die passenden Threads zu schreiben und nach Moeglichkeit diese Threads auszuwaehlen.
Ihr koennt ab sofort diese Threads fuer Diskussionen nutzen.


Ich werde in den naechster Zeit noch die wesentlichsten Beitraege aus den alten Chaosthreads ueber die Zitatfunktion in den leeren Beitrag unterhalb von Diesem einfuegen, so werden die alten Chaosthreads zugunsten der Lesbarkeit nicht zerfleddert.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Platzhalter fuer via Zitatfunktion uebertragene Beitraege aus den alten Threads.
 

Am 8.8.2019 um 16:13 schrieb khyal:

Ich habe mir erlaubt den Tittel des Threads etwas anzupassen, da der Fluss des Threads ja inzwischen von Paddel-Diskussionen auch zu Boots-Diskussionen uebergeht und waere ja schade, wenn das fuer spaeter Suchende "nicht aufgefunden wuerde".

OT: btw bei den Links habe ich es fair zwischen S&P und dem PC-Store aufgeteilt, dachte mir gerade beim Sigma und Delta macht es mehr Sinn auf S&P zu verlinken, da sie da izumindest lt Website noch, im Gegensatz zum PC-Store, vorraetig sind.


Naja mit den Empfehlungen ist das so eine Sache, schau Dir an, wo Libertist unterwegs ist und klar habe ich auch schon mit dem Alligator 2S als 3. Packraft sehr geliebaeugelt, waere es zum dem Zeitpunkt, in der Version, in der ich es wollte (XL ohne ISS, gruen), lieferbar gewesen, waere es faellig gewesen.

Mein Adventure ist zwar richtig klasse, kann da ordentlich was ab und die abnehmbare Spritzdecke finde ich eine hervorragende Idee, aber bei sehr kleinen Kehrwassern usw koennte er noch einen Tick handlicher sein und auch wenn beim Adventure ja der Boden schon sehr stabil ist, der kann ja zum Flachwasser paddeln gar nicht stabil genug sein :mrgreen:

Dann habe ich mal einen Realitaetscheck gemacht und mir ueberlegt, wie haeufig ich denn ueber´s Jahr Fluesse paddeln werde, wo die Vorteile des Alligator wirklich zum Tragen kommen (also WW2-3 und drueber) und ich gleichzeitig nicht die hohen Zuladungs-Moeglichkeiten meines Sigma oder Adventure z.B. fuer MTB-Transport oder viel Lebensmittel brauche und da kam ich auf max 1* 1-2 Tage im Jahr und dass es vielleicht mit dem kleineren Alligator netter ist, vor dem Strand in der Welle rumzuspielen. Auch da mir auch einfach noch die Skills fehlen, um nach meiner Einschaetzung sicher WW3 und drueber zu paddeln.

Du bist ja nun genau wie Martin oder ich aus NRW und mal abgesehen von gelegtlichem Hochwasser oder der kurzen WW-Trainingsstrecke an der Lippe, die demnaechst abgebaut wird, damit die Verleiher besser Business machen koennen, faellt mir nix in NRW und angrenzend fuer Mehrtagestouren ein, was ueber WW2 waere und im Gegensatz zu dem ein oder anderen Paddler schaetze ich es so ein, wenn man mal ein oder 2 doch sehr niedrige Wehre auf der Lippe beiseite laesst, Du eigentlich ueberall nur Zahmwasser hast, von kurzen Stellen auf der Lippe abgesehen un d ein  paar Brueckenpfeilern auf der Sieg.

Entsprechend finde ich, dass die Vorteile eines Alligator da nicht zum Tragen kommen.

Umgekehrt haben wir aber im Einzugsbereich viele Fluesse, wo man sehr schoen mit Fahhrad kombinieren kann, was eine hohe Zuladung & groessere Bootslaenge vorrausetzen wuerde und dass man sich natuerlich auch ueberlegen sollte, ob man nicht mit einem leichten Boot, was dann nicht ganz so viel "kann", gluecklicher wird.

Das Packraft, was ich mir zuerst gekauft habe, war das Anfibio Sigma, fand ich vom Preis her noch ertraeglich und vom Gewicht her noch easy auf Wandertouren mitnehmbar, vor allem, wenn man beruecksichtigt, dass es ein richtiges, grosses Boot ist, in dem man mit Sitz und Rueckenlehne drin sitzt, auch mit viel Gepaeck drauf, die Beine schoen ausstrecken kann.
Nun finde ich, dass fuer viele der Sigma (gerade wenn man nicht den Fahrrad-Transport als Option drin haben moechte) unnoetig gross / schwer ist.
Du kennst mich, ich bin nicht gerade ein Hemd im Wind, wiege > 100 kg mit entsprechender Groesse / Breite und bin in Gegenden unterwegs, wo ich auch schon haeufiger fuer 1.5-2 Wochen Lebensmittel und 3 Wochen Brennstoff bei habe.
Da ich  die Erfahrung gemacht habe, dass sich ein Boot, wenn es nicht bis Anschlag beladen ist, deutlich besser manoevrieren laesst und natuerlich weniger Tiefgang im Flachwasser hat, bin ich halt beim Sigma gelandet (bei mir macht ja auch das Pfund Mehrgewicht in Relation zum Koerpergewicht wenig aus), habe aber schon so Einigen den kleineren, leichteren Delta empfohlen, die damit happy sind.

Ich wuerde die Grenze bei 110-115 kg ansetzen, druner kommt man mit dem Delta hin, drueber den Sigma.

In Spanien bin ich dann mit dem Sigma Stellen gepaddelt, wo ich mich mit meinen Allys, oder frueher Prospector, nicht runter getraut haette. Das wurde dann teilweise an den heftigeren Stellen ein etwas feuchtes Vergnuegen, was teilweise bestimmt auf mangelnde PC-Skills, aber auch auf die durch die 27 cm Schlaeuche und fuer mein Gewicht vielleicht nicht perfekte Auftriebsreserve im  Heckbereich zurueckzufuehren war.

Auf jeden Fall hatte ich dann richtig Blut geleckt und habe mir einen Adventure mit abnehmbarer Spritzdecke dazu gekauft, noch mehr Tragfaehigkeit = weniger Tiefgang im Flachwasser, dickere Schlaeuche, noch deutlich mehr Auftrieb im Heckbereich und abnehmbare Spritzdecke (das ist echt nett z.B. auf der letzten Lippetour hatte ich den ersten Tag nasses Wetter, mit Regenjacke & Spritzdecke voellig trocken gepaddelt, 2.Tag warm, sonnig Spritzdecke weggepackt.) und noch stabileres Material.

Aber natuerlich ist der Adventure mit seinen ca 4 kg gewichts und packmassmaessig ein ganz anderer Trum, als der Sigma mit seinen 2,3 inkl Sitz oder der Delta mit deutlich unter 2 kg.

Ich wuerde deswegen auch den Sigma nicht verkaufen und nach Tour entscheiden, welches Boot ich mitnehme.

Was ein 3. Packraft betrifft, kriege ich zwar gelegentlich noch "Alligator-Anwandlungen", aber schiele inzwischen mehr auf den Nomad, gerade fuer Wintertouren auf Seen und Zahmwasser faende ich den echt nett, aber ob sich das lohnt zusaetzich zum Adventure, der auch schon recht flott ist, wage ich zu bezweifeln, aber ich teste ja gerne Ausruestung.

Ich glaube, wenn man nicht von Anfang an in der Planung hat, entweder viel WW z.B. im Alpenraum oder Balkan zu paddeln, viel bei Schlechtwetter unterwegs zu sein (dann lieber was mit Spritzdecke) hat man mit Delta / Sigma eine nette Option mit sehr gutem Preis / Leistungsverhaeltnis und wenn man nicht entweder meine Gewichtsklasse ist, oder ein Fahrrad mitnehmen will, mit dem Delta nicht die schlechteste Wahl trifft.

 

Am 8.8.2019 um 21:39 schrieb Omorotschka:

Ansonsten paddel ich gerne das Alpacka scout (mit üblichem UL Gepäck super. Auch mit Brompton) , seltener das Alpacka Yukon yak, weil es schon ein deutlich größeres Gewicht/Packmaß hat. 

Das Scout lässt sich mit Schenkelgurten super rollen, wohl wegen der fehlenden, sich sonst irgendwie festsaugenden Spritzdecke und der kurzen Innenlänge. Das Olo Paddel biegt sich aber sehr durch. Hier auf der Ardeche hatte ich das Vertex. Umzukippen ist der schwerere Teil ;)

 

Allerdings ist das Rollen in Berliner Zahmgewässer wahlweise als Spielerei, Abkühlung oder Vorbereitung auf andere Regionen zu sehen. 

 

Am 9.8.2019 um 11:24 schrieb khyal:

Ich dachte vielleicht ist es mal nett, mit konkreten Zahlen rumzuspielen, damit diejenigen, die anfangen, sich mit PC u beschaeftigen, etwas mehr ein Gefuehl dafuer bekommen koennen, was sie an Setting in welcher Gewichtsklasse bekommen koennen...

Zuerst mal Dein Setting, mal mit den entsprechenden Daten vom PC-Store ergaenzt...

Packraft Supai flatwater canyon 690 g, 95 kg, 106/157 cm Laenge, 2 km/h

Supai olo Paddel 365 g, 200 cm, 525 qcm

Anfibio Trocki ca 800g (wusste nicht welcher & Groesse)

Neoprensocken ca 170 g (geschaetzt bin von meiner eigenen Winter-Surfausruestung ausgegangen)

Keine extra Sandalen, vermute Du hast Deine Trailrunnings benutzt ?

gesamt 2035 g

Die alternativ von Dir genutzten Boote (Daten von Alpacka bze europaeische Verkaufsseite) :

Alpacka Scout 1470 g, 102 kg, 97 / 193 cm Laenge, keine Geschwindigkeitsangabe, nach aehnlichen Booten geschaetzt 3 km/h
Ich vermute mal, da nutzt Du auch ein stabileres Paddel mit groesserer Blattflaeche ?

Alpacka Yukon Yak 4 kg (da frage ich mich, ob das ein Fehler auf der Website ist, das waere sehr schwer, auch wenn das Teil wohl ueber die Jahre immer schwerer geworden ist, ich habe eine alte Review von einer frueheren Version gefunden, wo das Teil mit einem Manta Ray Carbon zusammen (800 g) ca 3,5 kg ohne Nachwiegen gewogen haben soll), was ja dann ca 2,7 kg waeren), 180 kg, 117/234 cm Laenge, keine Geschwindigkeitsangabe, nach aehnlichen Booten geschaetzt 3-4 km/h

Ich vermute mal, da nutzt Du auch ein stabileres Paddel mit groesserer Blattflaeche ?
Evtl auch Weste ?




Meine Settings :

PC Sigma mit Sitz / Rueckenlehne (wenn schon, denn schon :-D), 2320 g, 220 kg, 160/260 cm Laenge, 5 km/h

Paddel entweder Basic bzw Moll (das Vertex Multi Plus verwende ich eher, wenn ich auch mal unterwegs 1-2 Stechpaddel haben will) tun sich eigentlich in den technischen Werten nicht viel 1058/1067 g, 220/230 cm, 840 qcm

Je nach zu erwartendem Gelaende, entweder UL-Wassersandalen < 200 g, oder bei sehr viel Fels (Klettereien) Source Urban < 400 g
OT: Da ich in Spanien aufgrund dessen, dass die tollen, hochwertigen neuen Meindl-Wanderschuhe am 2. Tag auseinandergeflogen sind, immer in den Source Urban Sandalen gewandert bin und damit eigentlich ganz gut zurecht gekommen bin, in GR frueher immer in Sandalen gewandert bin und zuhause ja auch das ganze Jahr in Sandalen rumlaufe, wuerde ich bei der naechsten Hybridtour vermutlich gar keine Wanderschuhe mehr mitnehmen (hier in I eh nicht), sondern nur noch Trekking-Sandalen, dann fallen also diese 200/400 g raus (wobei sich ja in Spanien die Redundanz sehr bewaehrt hat - vielleicht dann trotzdem die UL-Sandalen als Camp-Sandalen / Replacement...ganz ohne Schuhe / Sandalen ist doof und ich habe schon recht haeufig unterwegs halbe Schuhe / Sandalen liegen sehen)

Aufblasbare Weste Anfibbio Buoy Boy XL mit Schrittgurt 435 g
OT: Klar kann ich die verstehen, die, weil sie ueberwiegend in ruhigem knietiefen Wasser unterwegs sind, sich das Gewicht bei Hybridtouren sparen, aber ich denke mir immer, wer weiss was hinter der naechste Kurve ist und mancher Ersoffene wuerde noch leben  und wenn, dann auch eine, die vernuenftig am Koerper bleibt, dass die Haende fuer andere Aufgaben wie z.B. Paddel / Boot frei sind, wobei ich jetzt im Unterlauf des Ombrone, als seh klar war, da "kommt nix mehr" sie auch nur als Sonnenschutz ueber den Beinen hatte und erst wieder vor der Muendung angelegt habe, als es auf´s Meer raus ging.

Da ich bei richtig ausgewaehltem Boot fuer den Einsatz inzwischen "trocken" paddle, keine extra Klamotten

gesamt 4015 g

Wenn ich statt des Sigma das Adventure X2 nehme...
in der Einer-Normalkonfiguration 4100 g,
in der Einer-Konfiguration mit Spritzdecke ca 4350 g (geschaetzt, habe zwar die Spritzdecke bei, aber keine waage)
in der 2er Konfiguration (das ist dann aber auch ein vollwertiger 2er, vorne mit vernuenftiger einstellbarer Rueckenlehne usw) 4800 g
260 kg, 173/305 cm Laenge, 6 km/h
gesamt 5800 - 6500 g

Wenn jemand den Delta (mit Sitz) verwendet und ohne Schwimmweste unterwegs ist
gesamt 3120 g, 160 kg, 140/234 cm Laenge, 4 km/h


Was man in Vergleichen beruecksichtigen sollte, dass imho der PC-Store / Alpacka realistische Tragkraft-Werte angibt und nicht irgendwelche hohe Fantasiewerte, wo das Ding gerade nicht untergeht.
Auch die Geschwindigkeirswerte finde ich inzwischen realistisch, ich muss sagen, beim grossen, breiten Adventure hatte ich bei den 6 km/h meine Zweifel, aber als ich im Meer bei Wind / Welle schraeg gegenan, ohne es besonders auf Speed anzulegen auf 4 km/h kam, war ich ueberzeugt, wie heisst es so schoen im Bootsbereich, Laenge laeuft...


Sind halt alles unterschiedliche Settings, wenn man mit dem PC nicht weit reisen will bzw auf einem moderat fliessenden Fluss mit gleichmaessiger Stroemung unterwegs ist, kommt es z.B. nicht darauf an, wie schnell das Boot ist, wenn man dagegen damit weiter Reisen will, ist es imho schoen, wenn man auch ohne viel Anstrengung voran kommt, es auch bei mal heftigeren Stellen gut kontrollierbar / sicher bleibt und man nicht bei jeder Flachwasserstelle treideln muss.

 

 

Am 9.8.2019 um 11:57 schrieb martinfarrent:

Ist das Delta so schnell wie das Sigma? Ich meine, es wird mit 4 km/h angegeben. (Habe es mir ja als möglichen Kauf oft angesehen. ;-) )

Einen Yukon Yak finde ich auf der Alpacka-Site nicht mehr. Nur Classic Yak (bestimmt bloß eine Namensänderung). Dann aber mit 2,58 kg angegeben... wobei 'Yak' da offenbar die Größe Medium bezeichnet. Hier: https://www.alpackaraft.com/rafting/product/classic/

 

Am 9.8.2019 um 15:28 schrieb khyal:

Stimmt, habe es beim Delta um den km korrigiert, macht ja auch Sinn, dass ein kuerzeres Boot langsamer ist.

Alpacka ist ja nicht wirklich meine Bausstelle, als ich mich damals angefangen habe, fuer PC zu interessieren und dann sehr schnell fuer etwas Stabilere, waren die natuerlich auch im Fokus, aber nachdem ich die Stories ueber Lieferfristen, Support in EU usw gelesen habe, bin ich doch sehr schnell bei Anfibio bzw MRS gelandet, fuer meine Beduerfnisse ist da auch das Preis / Leistungs-Verhaeltnis etwas besser, aber das ist natuerlich Ansichtssache.
Scheint, was das Gewicht des Yak betrifft, dass die auf der Verkaufsseite, wo ich gesc haut hatte, wie ich mir gedacht hatte, daneben gehauen haben, die 2,6 kg von Dir kommen ja dann fast auf dasselbe wie die rechnerisch 2.7 kg in der von mir erwaehnten Review raus.
Waere ja auch seltsam gewesen, wenn das kurze Teil so schwer wie nen Adventure oder Nomad gewesen waere.

 

Am 9.8.2019 um 17:47 schrieb Stoker:

Ich lese hier schon einige Zeit mit, spannend vor allem die Diskussion um die Geschwindigkeit. Ich besitze das Barracuda x2 und das Nomad S1 in der neuesten Version und habe in den letzten Wochen ausgiebig Geschwindigkeitstests (GPS basiert mit einer Forerunner 245) durchgeführt. Beide Boote sind natürlich nicht UL und definitiv nur für längere Paddeltouren gedacht. 

Wie hier bereits beschrieben, gibt es eine Grenze, bei der man mit deutlich mehr Kraft kaum noch schneller wird. Aber ich habe auch festgestellt, dass die Geschwindigkeit beim Paddeln (immer ohne Wind und ohne Strömung gemessen) vom Luftdruck im Packraft abhängt und davon, ob man eine Finne benutzt, bzw auch von der Gewichtsverteilung im Boot.  Ich pumpe die Boote stets sehr prall mit einer Mini Pumpe auf (Decathlon, für Gymnastikbälle) auf, bis alle Falten weg sind. Druck zwischen 1 und 1,5 psi. 

Mit dem Nomad S1 erreiche ich bei kräftigem paddeln 6km/h. 6,5km/h sind auch noch drin aber das halte ich einen Kilometer durch, dann wird es anstrengend. 5,5km/h sind hingegen sehr entspannt möglich und über längere Strecken. Generell bin ich mit dem Boot um die 30 km pro Tag gepaddelt. 

Das Barracuda x2 ist einen Tick schneller, auch wenn ich nur alleine mit Doppelpaddel fahre. Allerdings nur bei ausreichend Gewicht vorne, sonst pendelt es alleine zu sehr. Zu zweit lassen sich recht entspannt 6,5km/h erreichen. 

Beide Boote fahre ich mit Finne. Momentan überlege ich, beim Nomad S1 noch eine zweite am Bug zu installieren, da das Boot selbst bei ausreichend Gewicht auf dem Bug beim paddeln pendelt. So kann man vielleicht noch etwas Geschwindigkeit rausholen. 

 

Am 9.8.2019 um 19:25 schrieb khyal:

Bist Du mit dem Nomad schon laenger Flachwasser gepaddelt ?

Wie sieht es dann mit dem "Bum Sag" aus ?

Die U-Wasseraufnahme in der Review sieht ja nicht so prickelnd aus, wobei man natuerlich nicht weiss was der wiegt und ob der ordentlich Druck in die Schlaeuche gegeben hat.

Beim Adventure oder Sigma kann ich mich halt bei besonders flachen Stellen nach hinten auf die Schlaeuche lehnen und habe Tiefgang Null.

Bin halt am ueberlegen, mir noch einen Nomad light anzuschaffen und das Thema haelt mich ab, da ich viel bei Flachwasser unterwegs bin.

 

Am 9.8.2019 um 19:51 schrieb Stoker:

Das Nomad S1 ist schon ein tolles Boot, ist halt von allen Packrafts am nächsten am Kajak dran. Die Qualität ist hervorragend, Packmaß und Gewicht sind allerdings nicht mehr ganz UL, aber komplett ist das Boot immer noch unter 5kg (4,5kg mit Rückenlehne und einer Netztasche mit Leinen etc. , Flickzeug, Pumpsack, Süllrandgestänge.) Das Süllrandgestänge kann man auch weglassen, wenn man im Flachwasser fährt und keinen Regen erwartet. 

Ich bin bisher fast ausschließlich Flachwasser damit gefahren und kann mit Festbooten durchaus mithalten, wenn es nicht allzu schnell vorangeht. Gewicht auf dem Bug ist allerdings dringend zu empfehlen, hier mein Tour-setup. 

20190806_114634.jpg

 

Am 9.8.2019 um 21:16 schrieb Stoker:

Was übrigens auch erstaunlich gut geht mit dem Nomad und dem Barracuda ist das Fahren im Meer. Bei nicht allzu hohem Wellengang macht das richtig Spaß und die Boote sind sehr kentersicher. Habe ich dieses Jahr in Portugal ausprobiert.

 

Am 9.8.2019 um 22:10 schrieb Stoker:

Genau so sehe ich das auch. Wenn man 30 km am Tag paddelt, dann braucht man lange und schnelle Boote. Das macht man nicht mit nem Amfibio Nano SL. Das Nomad ist die flexible Alternative zu einem Festboot oder zu Schlauchkajaks. 

 

Am 9.8.2019 um 23:57 schrieb khyal:

Es gibt halt einfach PCs fuer unterschiedliche Zwecke.
Boote wie Sigma / Delta sind schon eine gute Ecke stabiler als die ganz UL-leichten und Boote wie Nomad oder Adventure legen in der Stabilitaet nochmal einen drauf...

Was fuer mich alle gemeinsam haben, dass ich z.B. im Gegensatz zum meinem Solo-Ally (15 kg, Packmass vielleicht 80-90 l) keine Energie mehr auf Logistik geben muss.
Die Allys fand ich ja im Vergleich zu frueheren Festrumpf-Canadier schon klasse, dass man nicht mehr den ganzen Trip mit Auto umsetzen usw hatte, sondern mit dem Ally auf dem Bootswagen mit dem Paddel als Deichsel dran und Rucksack auf dem Ruecken auch mal 2, 3 km zum Bahnhof laufen konnte und mit dem Zug zurueck.

Mit dem Packraft, jetzt voellig Wurscht ob 2 oder 4,5 kg brauche ich keinen Bootswagen mehr, kann auch tagelang Wandern, muss mich nicht besonders um Logistik kuemmern, irgendwie geht es immer weiter, ob mit Boot, zu Fuss, oder zum Auto zurueck mit OeNV oder Daumen.

Gleich bei meiner ersten PC-Tour hat es mir die Vorteile klar gezeigt, ich bin im Winter ein paar Tage die Lahn runter, bis zum Bootstunnel Weilburg. dort liegt der Bahnhof in der Naehe des rechten Ufers mit einer miesen Ausstiegsstelle und am linken Ufer gibt es eine 1a Ausstiegsstelle mit viel Platz zum Boot zusammenlegen und direkt etwas oberhalb geht eine Fusgaegerweg auf der Eisenbahnbruecke ueber die Lahn.
Als ich oben ankomme ist der Fusgaengerweg auf der Bruecke mit 2 m hohen Gittern abgesperrt.
Mit einem Ally waere ich sowas von verratzt gewesen, da haette ich mir nur noch ein Taxi rufen koennen, was mit mir die Aussenrunde zu einer anderen Bruecke faehrt, mit dem PC konnte ich einfach ueber die Gleise laufen.

Oder jetzt meine naechste kleine Tour hier als Beispiel, ich habe in Gogle Earth einen 15-20 km langen Kanal endeckt, der von der Ombrone-Muendung zurueck ins Landesinnere laeuft, keine Ahnung, ob der genug Wasser hat, nach Baumzustand wuerde ich sagen die GE -Aufnahmen sind vom Winter.
So what...ich fahre mit dem Auto zum naechsten Ort, radel dann mit dem MTB zum Ombrone, schmeiss das MTB vorne drauf, paddel ihn runter und wenn es geht, dann diesen Kanal hoch, der bis auf 500 m an meine Einsatzstelle auf dem Ombrone ran kommt und radel dann zum Auto zurueck.
Oder ich fahe mit dem Auto bis zum Kanal und wenn der genuegend Wasser hat, laufe ich gerade zum Ombrone rueber und Paddel die komplette Rundstrecke.

 

Yes das hat mich die Tage beim Adventure auch sehr beeindruckt, hinter der Obrone Muendung durch die Brandung, ein paar km im Meer mit Wind / Welle schraeg gegenan kein Problem und die Windanfaelligkeit war viel kleiner als befuerchtet, hatte aber dafuer auch den 4400 Porter vom Bug runter ins Boot gepackt, in den langen Teilen wie Deinen oder meinen ist ja genuegend Platz.

Ich frag Dich nochmal gezielt nach Flachwasser und Nomad.
Mit Flachwasserstellen meine ich die Stellen zwischendurch, die man bei niedrigem Wasserstand hat, wo Paddeln unmoeglich ist, Du vielleicht noch 10-15 cm Wassertiefe fuer etliche m hast.
Mit dem Sigma oder Adventure ist das kein Problem, ich habe eh schon unter´m Sitz Teile meiner Schlafmatte, halt die Sleeping Pad Elemente, was zum einen den Druck verteilt = weniger Tiefgang und zum Anderen sitze ich dadurch noch ein paar cm hoeher, was an unuebersichtlichen Stellen nett ist.
Wenn nun eine solche Stelle kommt, wo ich denke das passt so nicht, lehne ich mich einfach fuer die sec nach hinten, wodurch mein Gewicht vom Sitz auf die aeusseren Schlaeuche im Heckbereich kommt und da rutsche ich dann eigentlich so ziemlich ueber alles rueber, wo ueberhaupt noch fliessendes Wasser ist.

Beim Nomad habe ich ja nun durch die mittige Sitzposition nicht die Moeglichkeit, mich nach hinten auf die Schlaeuche zu lehnen und wenn ich mir die schoen ausfuehrliche Review durchlese und dort das U-Wasserfoto ansehe, haette man danach schon mehr Tiefgang, wobei es natuerlich auch sein kann, dass der das Boot nicht prall aufgepumpt hat o.A.
Deswegen die Frage an Dich...

 

Am 10.8.2019 um 11:26 schrieb Stoker:

@khyal,

Zum Thema Flachwasser und Grundberührung bei Nomad und Barracuda: Aufsetzen passiert, ist aber nie ein Problem gewesen. Wenn die Boote aufsetzen, dann nicht unter dem Sitz, sondern am Bug oder Heck. Schau Dir mal das Bild an, das ich mit der Finne gepostet hatte, da sieht Du, dass Bug und Heck die tiefsten Punkte sind. Die Boote sind extra so konstruiert, um einen besseren Geradeauslauf und eine höhere Geschwindigkeit zu gewährleisten. Aber der Tiefgang ist trotzdem minimal, solange man 5 cm Wassertiefe hat, geht es. Das Material ist übrigens so robust, dass meine Boote noch nicht einmal Kratzer haben, und ich habe damit schon einiges veranstaltet. 

 

Am 10.8.2019 um 12:34 schrieb khyal:

@Stoker Mit dem negativen Kielsprung im unbeladenen Zustand ist klar, kenne ich z.B. auch von meinem Solo-Ally der zur "See-Reihe" gehoert. Hat halt seine Vor und Nachteile, lange Wasserlinie macht die Boote schneller, richtungsstabiler, dafuer sind sie etwas unhandlicher bei engen Manoevern und es kommt immer darauf an, wie sich nder Kielsprung in beladenem Zustand aendert, bei Allys belaedst Du z.B. unterschiedlich, je nach dem, wo Du an dem Tag paddelst.
Auf dem verlinkten U-Wasserbild des Nomad sieht man ja bei dem Reviewschreiber sehr deutlich, dass er unter dem Sitz deutlich mehr Tiefgang hat.
Und da konnte ich halt nicht abschaetzen, wie weit das kobstruktionsbedingt ist und / oder dadurch verstaerkt wird, dass er die Schlaeuche zu schlapp aufgepumpt hat.
Deine Aussage ist da sehr hilfreich, scheint ja dann eher bei ihm am schlappen Aufpumpen zu liegen, wobei ich sagen muss, dass das beim Sigma / Adventure schon nochmal geschaetzt ca 3-4 cm bringt, wenn ich mich nach hinten auf die Sc hlaeuche lehne.
Kann aber vielleicht auch am unterschiedlichen Koerpergewicht liegen, ich duerfte momentan bei knapp 110 kg liegen und Du ?

Was Du schreibst, laesst mich ja noch deutlich mehr zum Nomad als 3. PC schielen, muss dann nur noch sehen, welcher, die 500 g mehr vom Normalem gegenueber dem light schrecken mich ja nicht, aber die Packmassgroesse schon eher, wobei ich die Unterschiede nicht so recht nachvollziehen kann.
Das Light soll ja ein deutlich geringeres Packmass haben, als imho dem Packvolumen der Spritzdecke & Rahmenteile entspricht, oder anders ausgedrueckt, geben die fuer das Packmass vom Normalen etwas an, was nochmal so deutlich ueber meinem Adventure liegt, dass es mir zuviel ist und ich dann klar eher zum Light greifen wuerde, obwohl ich ja die wegrollbare Spritzdecke schon praktisch bzw unter manchen Bedingungen als Sicherheitsplus empfinde.
Was hast Du denn fuer ein Packmass ohne Paddelschuerze, wie lang etwa und welchen Durchmesser hat die Rolle ?

Ja die Erfahrung mit dem robusten Material habe ich auch gemacht, der Adventure gehoert ja materialmaessig zur selben Klasse und bei der letzten Tour auf dem Ombrone bin ich mit dem Boden ueber so Manches drueber gerutscht und teilweise auch etwas heftiger, als mir lieb war, da die Stellen recht ueberraschend kammen und es dann schon zu flach war, um noch vernuenftig Seilfaehre rueckwaerts zu machen.
Am Boden ist nix zu sehen, noch nicht mal ein Kratzer, da legt die Klasse nochmal einen drauf gegenueber Sigma usw, der auch schon deutlich mehr ab kann, als ich zuerst befuerchtet hatte.

Am 10.8.2019 um 15:29 schrieb Stoker:

Kielsprung ist das Wort, nachdem ich gesucht habe, danke! 

Ein Unterwasserbild habe ich noch nicht gemacht, aber der Sitz des Nomad ist so an den Seitenschläuchen befestigt, dass da meinem Gefühl nach nichts durchhängt. Da sind es schon eher die Füße, die eine Beule bilden, je nach Haltung. 

Packmaß des Nomad S1: Ich transportierte es in einem Tatonka Sack Größe L

https://www.bergfreunde.de/tatonka-stausack-packsack/?aid=7348191cecf97d942703149f7d8be12c&pid=10004&gclid=CjwKCAjw1rnqBRAAEiwAr29IIwqRfCEEgWbWjJ0QMIW0WQoD3wuK4ww6o-RwKyhLr8itRgNkhsDAUBoCCiMQAvD_BwE&wt_mc=de.pla.google_de.1595625060.60348417996.302374332691

Da passt es sehr gut rein, auch wenn es nicht so akkurat gerollt ist geht's noch (unterwegs hat man ja nicht immer die Zeit und Geduld, das Boot bilderbuchmäßig zusammenzupacken).

Am 10.8.2019 um 16:44 schrieb khyal:

Hoert sich doch gut an, Du wirst ja wissen, womit Du auf Grund kommst :-)

Um die Beulen nach unten an den Fuessen zu vermeiden bzw um bei etwas rauheren Verhaeltnissen im offenen Boot, wo man ja schon mal ein klein bisschen Wasser z.B. durch´s Paddel ins Boot bekommen kann, auch mit den kompletten Beinen im Trockenen zu sein, lege ich haeufiger mein Schlafsetting auf den Boden, also unter den Sitz und davor 2* 2 Elemente vom Gossamer Gear Sleeping Pad und weiter vorn dann doppelt gelegt, meine 4 mm EV50 Matte, wird alles wunderbar zwischen den Schlaeuchen und Boden eingeklemmt, dass auch bei evtl Umtragen usw nix verrutscht.

Na wenn Du mit einem 30 l Packsack easy hin kommst, geht es ja noch, genau da ist fuer mich auch Schluss, den Adventure kriege ich auch bei schlampigen Zusammenrollen z.B. auf unebenem, rutschigen Grund noch gut in einen 30 l STS UL Sil Stuffsack rein, dass ich ihn auch noch easy komplett zugezogen bekomme und den kann ich dann gut an die Seite von meinem 4400 Porter schnallen.

Ich bin ja fast immer auf Mehrtagestour, da finde ich es sehr angenehm z.B. bei Sand (Strand) den Tyvek Footprint des Zeltes zum Unterlegen zu haben, damit man mit dem nassen Boot nicht ohne Ende Sand mit einrollt.

Am 12.8.2019 um 21:37 schrieb khyal:

Achja zum Einlesen in das Thema Packraft-Paddel finde ich den englischen Artikel von winterbear nicht so schlecht, auch wenn ich nicht in allen Punkten mit ihm uebereinstimme z.B. dass man Alu unbedingt vermeiden sollte...

Am 16.9.2019 um 10:05 schrieb martinfarrent:

Endlich die erste Paddelei mit dem Anfibio Sigma... wenngleich umständehalber nur zwei Stunden am Sonntag auf dem Laacher See. Das war aber nicht schlimm; denn ohne Strömung gewann ich ein gutes Gefühl für die Geschwindigkeit des Bootes (5+ kmh sind wirklich nicht schwer)... und außerdem wusste ich nicht, wie umwerfend klar das Wasser dort sein kann (allein die Beobachtung der Unterwasserwelt bis hin zum Bodenbewuchs machte den Ausflug an diesem hellen Tag lohnend). Leider vergaß ich allerdings mein Segel, das ich eigentlich ebenfalls ausprobieren wollte. Der Wind war aber sowieso sehr mäßig.

Das Tempo beeindruckt spürbar im Vergleich zu meinem Klymit. Man bleibt auch trockener und sitzt etwas komfortabler. Der Geradeauslauf ist ziemlich gut - das Klymit allerdings wendiger. Auftriebsmäßig gewinnt das Sigma - aber knapper, als ich dachte. Die Gepäckbefestigung ist wegen der Bodenlasche denkbar einfach. Sowohl beim Gewicht (insgesamt 1220 g leichter) als auch beim Preis (allenfalls ein Drittel so teuer) siegt das Klymit hingegen klar. 

Ich hätte statt des Sigma auch ein Anfibio Delta nehmen können, um Gewicht und Geld zu sparen... bin aber froh, das schnellere Sigma gewählt zu haben. Für lange Flusstouren mit Wanderanteilen scheint es mir eine sehr gute Wahl (insgesamt immerhin rund 1,4 kg leichter als das noch schnellere MSR Nomad Light). Wenn's kniffeliger wird oder mehr Sportlichkeit gewünscht ist, kann man das Boot innen mit dem Rucksack 'verkürzen' (dann also nicht mehr auf dem Bug, sondern eher angelehnt). 

Vom Handling her erfordert das Sigma etwas mehr Paddeltechnik als das Klymit LWD, das sich praktisch per Telekinese dreht... das ist zwar kein Drama, lässt mich aber erneut über UL-Paddel (für das Klymit) nachdenken. Ich vermute fast, mit dem kleineren Blatt des Anfibio Fly würde die erlebte Wendigkeit ungefähr gleich ausfallen wie beim Sigma mit meinem Manta Ray Hybrid. So ließen sich in der LWD-Konstellation für manche Touren noch rund 400 g einsparen. Indes würde das Experiment ja € 100 kosten - und die Gefahr wäre, dass ich mit den maximal 210 cm des Fly überhaupt nicht klar käme. 

Am 18.9.2019 um 10:54 schrieb wilbo:

Ich bin ja total skeptisch wie die Fortbewegungsgeschwindigkeit von Packraft und Festboot harmoniert. Insofern wäre ich an einem gemeinsamen Falter-Lufti Treffen interessiert.

Am 18.9.2019 um 11:04 schrieb martinfarrent:

Fände ich auch spannend.

@khyal kann sich aber hierzu vorab melden. Er hat es meines Wissens schon probiert: Nomad mit Festrumpfbegleitung. Er könnte dann auch zum Thema Sigma vs. Nomad was schreiben. Wie spürbar ist der Geschwindigkeitsgewinn beim Nomad, und wie sieht's im Vergleich im Wildwasser aus? 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

  • khyal änderte den Titel in Packraft - Packraft - Boote > 1,2 kg

Inzwischen findet man im Netz ja so einige Boote, die sich mit den Vorteilen der Packrafts brüsten wollen... und m.E. dennoch keine sind.

Beispiel: https://www.kickstarter.com/projects/1975288517/the-oru-kayak-inlet-most-portable-origami-kayak-ever? 

... trotz allem noch 20 (englische?) Pfund schwer und offenbar nicht für Wildwasser gedacht.

Oder: https://www.outdoorgearlab.com/reviews/paddling/inflatable-kayak/advanced-elements-packlite

... braucht eine Pumpe, zur 'Robustierung' vermutlich auch die zusätzlich käufliche Hülle und kommt dann auf ein Systemgewicht von ca. 3,8 kg... und wieder steht auch die Wildwassereignung in Frage.

Das sind sozusagen Versuche, sich von konventioneller Seite (Schlauchboot oder Faltboot) dem Thema zu nähern. Nur vermag ich keinerlei Vorteile zu erkennen. Seht Ihr welche?

 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

OT: Nee, auf keinen Fall, so ein AE Badeboot eh nicht und ich denke mir, so ein Origami-Teil (gibt es ja schon laenger in aehnlicher Bauform und ist bis jetzt gefloppt) ist vielleicht fuer Leute interessant, die aus einem Bauchgefuehl heraus kein Luftboot wollen, aber eben gewichtsmaessig mit 9 kg eher in der Schiene von herkoemlichen Luftbooten, also nicht rucksacktauglich und im PC-Thread OT :P

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

OT: Leute ich habe doch nicht die verschiedenen Packraft-Threads angelegt und angefangen, die Beitraege aus den alten Chaosthreads dahin zu verschieben, damit ihr jetzt direkt in den neuen Threads anfangt, voellig OT Badeboote usw zu diskutieren.
Macht doch dafuer wenn schon einen neuen Thread auf.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor einer Stunde schrieb khyal:

OT: Macht doch dafuer wenn schon einen neuen Thread auf.

OT:

Ist doch eben der Punkt. Ich wollte mal zum Nachdenken darüber anregen, was ein Normal-Packraft (also nicht UL) überhaupt ist.

Dass das Origami-Boot kein Packraft ist, dürfte klar sein. Warum nicht? Weil nicht aufblasbar. Damit hätten wir ein Kriterium.

Das Boot von AE ist allerdings aufblasbar und relativ leicht - und dennoch für mein Empfinden kein Packraft. Warum nicht? Es einfach als Badeboot abzutun, obwohl es sich selbst als seriöse Lösung positioniert, führt nicht weiter. Man könnte sich vielleicht eher darüber unterhalten, ob Normal-Packrafts aus einer bestimmten Gruppe von Materialien mit bestimmten Außenbeschichtungen bestehen. 

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Am 18.9.2019 um 11:04 schrieb martinfarrent:

Fände ich auch spannend.

@khyal kann sich aber hierzu vorab melden. Er hat es meines Wissens schon probiert: Nomad mit Festrumpfbegleitung. Er könnte dann auch zum Thema Sigma vs. Nomad was schreiben. Wie spürbar ist der Geschwindigkeitsgewinn beim Nomad, und wie sieht's im Vergleich im Wildwasser aus? 

Ok kurzer Vergleich vorab,  laengerfristig gibt es dann vernuenftige Testberichte :-)


Anfibio Sigma
Ist ein klasse Kompromis, gewichtsmaessig nch sehr gut auf Wanderungen tragbar und es ist fuer mich erstaunlich, was man damit schon an WW paddeln kann, haette ich dem Teil nicht zugetraut (schaetze bis kurze WW3, laenger WW2) wird dann allerdings ein sehr feuchtes Vergnuegen, nicht nur wegen offenem Boot, der Schlauchdurchmesser ist rel klein mit 27 cm, wenn es in den WW 2er Bereich geht, kommt schon mal Wasser ueber die Seiten, vor allem fehlt ihm aber fuer mehr WW das Volumen hinten, da wird man dann haeufiger geduscht.
Der Geradeauslauf ist aufgrund des geraden Kielsprungs und der Laenge gar nicht schlecht.
Nach meiner Einschaetzung fuer viele User, die nicht zu ambitioniert beim Paddeln werden, ein guter Kompromis.
Fuer den Delta wird dann Aehnliches gelten, gleiche Materialien, gleiche Konstruktion, gleicher Kielsprung, nur einfach etwas kleiner


MRS Adventure (in meiner genutzten Version mit abnehmbarer Spritzdecke)
Um mal einen Vergleich zu Gelaendewagen bzw Jeeps zu ziehen, ist es der Hummer :mrgreen:
Damit kommt man ueber alles rueber, aufgrund des grossen Schlauchdurchmessers bleibt man trocken und es hat fuer mehr WW auch hinten genuegend Volumen, dass kein Wassergruss von hinten kommt.
Die Version mit der abnehmbaren Spritzdecke finde ich klasse, auch wenn es natuerlich im Vergleich zu einem PC mit fester Spritzdecke und Paddelschuerze fummeliger ist, dafuer kannst Du je nach Revier geschlossen oder offen fahren.
Zuladung ohne Ende, bei dem Teil kann man das MTB auch noch in WW mitnehmen.
Mit dem Teil kommt man auch im Meer bei hoeheren Wellen noch zurecht.
Wenn es auf richtig kleine Fluesschen geht mit entsprechenden Mini-Kehrwassern wuensche ich mir beim Adventure manchmal etwas mehr "Handlichkeit"
Allen gelisteten MRS ist gemeinsam, dass das Material nochmal eine gute Ecke stabiler als bei Anfibio ist, wobei es da nochmal Unterschiede gibt, Adventure / Nomad haben dickeres, schwereres Bodenmaterial, dafuer ist das vom Alligator Pro einen sehr reissfeste Aramidfaser.
Bei den Schlaeuchen ist das Material gleich, nur dass die Beschichtung bei Alliator Pro noch hochwertiger ist


MRS Nomad light
Als ich das erste Mal den Nomad auf einem bewegten Kleinfluss gepaddelt bin, auf dem ich gerade vorher mit dem Alligator Pro runter bin, war ich erstmal am Fluchen, das Handling erinnerte mich mehr an einen Solo-Canadier als ein Packraft.
Man muss, was Richtungswechsel betrifft, deutlich vorausschauender paddeln, mit dem hinteren Rocker haengt man schon mal beim Queren in uebersehenen Kehrwassern o.A. und muss dann aktiv gegenpaddeln.
Von der Wildwassertauglichkeit stimme ich nicht mit dem PC-Store ueberein, die ihm 3 Sterne im Vergleich zu 2 beim Adventure und einem beim Sigma geben, es muesste imho genau umgekehrt sein, 2 beim Nomad und 3 beim Adventure.
Das Teil faengt aber an, nach etwas Zeit auch gut Spass zu machen und es hat halt durch den negativen Kielsprung ueber die beiden Rocker einen sehr guten Geradeauslauf, man kann z.B. wenn man sich nett mit jemand unterwegs in einem anderen Boot unterhalten will, prima rueckwaerts paddeln :mrgreen:
Ist auf jeden Fall das Boot von den 4, was am Besten fuer stehende Wasserflaechen geeignet ist und mit dem sich am Entspanntesten auf Zahmwasser Strecke machen laesst.

MRS Alligator Pro XXL
Das Teil hat mir von der ersten Minute an ein fettes Grinsen ins Gesicht gezaubert.
Unglaublich handlich, wer braucht Seilfaehre, wenn man so fix auf die andere Seite rueber kommt, da kann man sich auch noch 1 oder 2 m vor dem Fels im Wasser entscheiden, ob man links oder rechts vorbei faehrt.
Mit 1.5 Paddelschlaegen kann man ne fixe 360 Grad Drehung machen.
Genuegend Volumen hinten, durch die Spritzdecken / Paddelschuerze-Kombination dicht und weniger fummelig als beim Adventure.
Durch die Schenkelgurte noch mehr Kontrolle ueber´s Boot.
Durch den festen Rahmen in der Spritzdecke hat diese auch eine besser gespannte Form, dass man darauf z.B. prima ein GPS befestigen kann.
Durch den starken (positiven) Kielsprung muss das Teil natuerlich etwas aktiver gepaddelt werden, als ein Sigma oder Nomad.
 

Gemeinsames Paddeln mit Festrumpf-Kajak
Ich war ein Wochenende mit einer Tourfreundin paddeln unterwegs, sie in einem Kajak, was von der Rumpfform her sehr auf Geradeauslauf und ziemlich auf Geschwindigkeit ausgelegt ist, aber jetzt nicht so fix wie ein Seekajak.
Wir sind sowohl Stausee, als auch Zahmwasser und bewegtes Wasser (Rur bei Niedrigwasser ist gar nicht so ohne, hoehere Stroemungsgeschwindigkeit und Du must dir haeufig kurzfristig "Deinen Weg suchen").
Ich habe wechselweise den Nomad Light und den Alligator Pro gepaddelt.
Wenn ich den Alligator Pro auf der Rur gepaddelt bin, war sie zwar an den Zahmwasserstellen bei gleichem Koerpereinsatz locker schneller, aber da wo es tricky war, den richtigen Weg  ohne Felsberuehrung zu paddeln, hatte ich es deutlich entspannter und wir waren letztendlich da gleichschnell, auf den Stauseen ist sie mir mit ca 1,5 km/h Differenz weggezogen.
Wenn ich den Nomad gepaddelt bin, war sie an den Zahmwasserstellen kaum noch schneller, da wo es tricky war, den richtigen Weg ohne Felsberuehrung zu paddeln, musten wir beide ca gleich vorausschauend paddeln, auf den Stauseen ist sie mir mit ca 0,5 km/h Differenz weggezogen.
Ich hatte den besseren Geradeauslauf, bin z.B. auch zeitweise rueckwaerts vor ihr gepaddelt, dass wir uns gemuetlich unterhalten konnten :mrgreen:


Ich sehe als das Entscheidende, was Zahmwasser betrifft, nicht so sehr die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Packrafts, sondern eher den Geradeauslauf, bei einem PC mit gutem Geradeauslauf must Du nicht so haeufig die Richtung korrigieren, also gerade, wenn man, wie ich, nicht Kampfpaddler-Kilometerfresser ist :mrgreen:, sondern eher relaxed paddelt, ist das deutlich angenehmer.
Auch so etwas wie Fotografieren geht beim Nomad besser als beim Alligator, da der ohne Paddeleinsatz schnell die Richtung veraendert.

Im bewegten Wasser und noch mehr, wenn es dazu noch ein kleiner Fluss ist, ist es natuerlich genau umgekehrt, da ist ein handliches Boot wie der Alligator klasse.

Um der unweigerlichen Frage zuvorzukommen...

Wenn ich mich fuer ein Boot entscheiden muesste, wuerde ich den Adventure nehmen, der ist prima im WW, hat einen ganz guten Geradeauslauf, dafuer halt etwas unhandlicher...

Wenn ich mich fuer 2 entscheiden muesste, auf jeden Fall den Alligator Pro XXL als Wildwassersau :mrgreen:, zwischen Nomad und Adventure wird es dann schwieriger, aber dann wahrscheinlich als Ergaenzung eher den Nomad dazu.

Bei 3, nun ja, das ist ja der Stand, da ich meinen Sigma an Martin verkauft habe, also Alligator Pro, Nomad, Adventure.

Aber dazu muss man natuerlich klar sagen, dass so etwas von vielen Faktoren abhaengt z.B. bin ich ja selber XXL, so dass es bei mir im Verhaeltnis nicht so eine Rolle spielt, ob bei Hybridtouren der Rucksack etwas schwerer z.B. zugunsten eines PC mit besserer WW-Eignung ist.
Wuerde ich dagegen wie Libertist in CH wohnen, wuerde ich mich bei einem Boot sicher fuer den Alligator Pro entscheiden, wenn ich in der Toskana wohnen wuerde, waere aufgrund des schlechten OeNV-Netzes bei 2 Booten Nomad & Adventure usw usw usw

Also wenn Ihr vor einer Kaufentscheidung steht, schaut vor allem mal, was Ihr voraussichtlich die naechsten 2 Jahre an Revieren paddeln werdet und lasst das deutlich mit einfliessen z.B. der Alligator Pro ist ein geiles Boot und ich kann mir nicht so recht vorstellen, ihn nochmal herzugeben, aber fuer jemand der in NRW wohnt, nur via OeNV paddelt und vielleicht einmal im Jahr 14 Tage Hybrid-Zahmwassertour in Schweden macht, gibt es sicher Bessere...

@Stoker hast Du Lust, auch was zum Nomad und zum Barrakuda zu schreiben ?

@martinfarrent und Du zum Sigma ?

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Wenn ich mich für ein Boot entscheiden müsste, wäre es ganz klar das Barracuda R2. Warum? Vom Packmaß ist das offene Barracuda fast gleich mit dem Nomad S1 mit Spritzdecke. Vom Gewicht ist der Unterschied auch nicht groß. Ca. ein Kilo. Wie gesagt, ich vergleiche hier das offene Barracuda mit dem Nomad S1 mit Spritzdecke. Letztlich hat man bei beiden Booten eine Menge Gepäck und der Focus wird immer auf Paddeln liegen. Aber was sind die Vorteile des Barracuda R2  gegenüber dem Nomad S1?

-Es ist schneller, auch wenn man es alleine paddelt (dann ist ein Gewicht im Bug zwingend nötig, Gepäck, Wassersack, Fahrrad) Unterschied ca 1Km/h

-Es ist richtungsstabiler, das Nomad pendelt immer etwas, auch mit Finne, das Barracuda liegt wie ein dicker Dampfer im Wasser, ideal für offene Gewässer und lange Touren.

-Es ist meerestauglich, höhere Wellen steckt es gut weg, auch aufgrund der dickeren Schläuche. Wasser kommt selten ins Boot. Kentern mit dem Barracuda ist sehr schwer.

-Es kann zu zweit wunderbar mit Stechpaddel gefahren werden, lautlos und trocken. Geschwindigkeit 6Km/h und mehr.

-Es ist perfekt für eine Person mit Fahrrad. Ich lege mein Fahrrad einfach vorne drauf, ohne irgendwas demontieren zu müssen. Nur nen Handtuch über die Schläuche, zum Schutz und gut is.

Schwachpunkt der MRS Boote sind aus meiner Sicht die Rückenlehnen. Die Boote der neuesten Generation haben aber schon deutlich bessere Konstuktionen. Die vom Barracuda sind ne Katastrophe, hier kann man aber gut selber etwas verbessern.

Das Nomad S1 ist trotzdem ein klasse Boot, Vorteile:

-mit Spritzdecke trocken und gut ww fähig, auch im Herbst / Frühjahr gut einsetzbar, guter Süllrand und Schürze, warm und trocken auch bei Regen

-etwas leichter und wendiger als das Barracuda, spricht sehr direkt an

-schmaler (dünnere Schläuche), damit besser für verblockte und enge Passagen

-geschützter Kofferraum hinten durch die flexible Spritzdecke, extrem praktisch

-sehr guter Sitz mit verstärkter, steifer Rückenlehne (Karbonstangen) und gutem Halt

Ich muss dazu sagen, ich habe das Nomad S1 in einer Ausführung mit neuem, stabileren Material (glänzende Beschichtung außen), sowohl der Boden als auch die Schläuche sind deutlich robuster und auch leichter zu reinigen und zu trocknen, sogar bei etwas besserem Gewicht. Das Boot dürfte nicht so leicht zu zerstören sein, ich habe mit einem Materialflicken und einem Messer Durchstichtests gemacht und es ist nicht leicht, ein Loch reinzubekommen.

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 2 Stunden schrieb Stoker:

Wenn ich mich für ein Boot entscheiden müsste, wäre es ganz klar das Barracuda R2. ....Aber was sind die Vorteile des Barracuda R2  gegenüber dem Nomad S1?

-Es ist richtungsstabiler, das Nomad pendelt immer etwas, auch mit Finne, das Barracuda liegt wie ein dicker Dampfer im Wasser, ideal für offene Gewässer und lange Touren.

....

Schwachpunkt der MRS Boote sind aus meiner Sicht die Rückenlehnen. Die Boote der neuesten Generation haben aber schon deutlich bessere Konstuktionen. Die vom Barracuda sind ne Katastrophe, hier kann man aber gut selber etwas verbessern.

....

-sehr guter Sitz mit verstärkter, steifer Rückenlehne (Karbonstangen) und gutem Halt

Ich finde schon den Nomad fuer bewegtes Wasser rel unhandlich im Vergleich zu Booten wie dem Alligator, Adventure, Sigma.

Der Barracuda soll nach Aussage mehrerer fachkundiger Leute, die ihn im Vergleich zum Adventure usw gepaddelt sind, noch deutlich unhandlicher sein, kriegst Du das Ding denn solo auf kleineren Fluesschen mit hoher Stroemung und bewegtem Wasser noch vernuenftig / schnell navigiert, oder ist das wirklich eher was, um auf Zahm bzw Stauwasser gut Strecke zu machen ?

(die Stechpaddel-Eignung auch durch die hochkant zu nutzenden Sitze ist natuerlich echt nett, deswegen war ich damals auch sehr mit dem Teil am liebaeugeln, habe mich dann aber wegen der besseren Handlichkeit fuer den Adventure entschieden, aber ich paddel auch ueberwiegend bewegtes Wasser, wuerde ich z.B. in Brandenburg an der Seenplatte wohnen, saehe es sicher anders aus...)

Rueckenlehnen ?
ist bei Packrafts imho generell ein durchwachsenes Thema...

- Kann ich mich beim Adventure nicht beschweren, funkt prima

- die beim Alligator Pro ist eigentlich auch klasse, bzw noch besser, wird etwas dadurch geschmaelert, dass sie, wenn man sich viel bewegt z.B. auf WW, etwas nach unten unter den Rahmen der Spritzdecke gedrueckt wird, wodurch man den Rahmen im Ruecken hat, aber das kann man ganz leicht verhindern, in dem man etwas drunter klemmt, ich nehme z.B. mein etwas "matschig" aufgeblasenes Kopfkissen Exped Air Pillow M, dann ist die richtig klasse...

- Sigma, angesichts des guenstigen Preises und leichten Gewichts ganz ok, kann aber mit den Obigen nicht mithalten, da koennte man am Sitzkomfort mit dem Adventure Sitz & Adventure oder Alligator Pro Rueckenlehne sicher Einiges verbessern, aber rel aufwendig, da man a) die ganzen Patches kleben muss und b) man sie erstmal vom PC-Store bekommen muss.

- Nomad Light
Ich habe da die Luftlehne vom normalen Nomad dran, angesichts der schwierigen Position und dadurch aufwendig-flexiblen Befestigung ist sie ganz gut, wichtig ist bei ihr, sie so einzustellen, dass sie noch gut ueber dem Sitz ist, sonst drueckt sie sich ein Stueck nach unten weg, wenn ich sie dahinter positionieren wollte, wuerde ich auch damit experimentieren, sie nach unten z.B. mit Etafoam abzustuetzen.
Im Vergleich kann sie aber nicht mit Adventure / Alligator Pro mithalten

Ich glaube bei den Rueckenlehnen vom Nomad / Barrakuda machen sie beim PC-Store auch noch haeufiger Wechsel, da habe ich schon mitbekommen, dass beim Nomad Light 3 Verschiedene eingesetzt wurden.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Zum Navigieren mit dem Barracuda: Es ist für Packraftverhältnisse ein sehr langes Boot und natürlich ist ein kürzeres Boot wendiger. Auch das Nomad ist wendiger. Alleine bin ich mit dem Barracuda noch kein WW gefahren, nur in Zweierbesetzung. Zu zweit ist es kein Problem und in direktem Vergleich mit dem Nomad würde ich sagen: Bei WW und engen Passagen würde ich klar das Nomad bevorzugen. Aber ich mache eher lange Touren mit Seen, Flüssen und nur gelegentlich WW. Bin kein WW Spezialist. Zum Flusswandern und für längere Touren mit unbekannten Gewässern sind beide Boote gut geeignet. Das Barracuda R2 ist universeller und von den Fahreigenschaften deutlich gutmütiger. Damit bin ich im Atlantik bei Seegang gut klargekommen und hatte immer ein sicheres Gefühl. Beim Nomad mit seinen dünnen Schläuchen sind hier Grenzen gesetzt.

Hier beide Boote mal übereinander: 

20191003_185841.jpg

Bearbeitet von Stoker
Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 20 Stunden schrieb khyal:

... und Du zum Sigma ?

Wegen der Wasserstände und sonstigen Umstände (wenig Zeit) hatte ich noch nicht viele Gelegenheiten, das Sigma ausgiebig zu erproben. Aber ich versuch's mal... 

 

vor 20 Stunden schrieb khyal:

Fuer den Delta wird dann Aehnliches gelten, gleiche Materialien, gleiche Konstruktion, gleicher Kielsprung, nur einfach etwas kleiner

... m.W. nicht ganz vergleichbar - und zwar aufgrund der Länge und damit der Geschwindigkeit. Das Sigma, bspw. auf einem See getestet, kommt wirklich einigermaßen flott voran. Beim Store wird eine Geschwindigkeit von 5 km/h angegeben, für das Delta nur 4 km/h. Das ist prozentual schon ein ziemlicher Unterschied. Was das Sigma also (unter anderem) von kleineren Booten unterscheidet, ist das vergleichsweise zügige Touren insbesondere in langen und ruhigen Passagen, die sonst sehr leicht nerven können... und dies zu einem Gewicht, das Hybridtouren mit hohem Wanderanteil noch einigermaßen gut zulässt. Noch schnellere Packrafts wiegen ja ganz erheblich mehr.

Bei der Wildwasserfähigkeit (nach deiner Einschätzung auch kürzere IIIer-Passagen) habe ich noch nicht allzu viele Tests hinter mir. Was jetzt schon im Vergleich zu kleineren und noch leichteren Booten klar ist: Man bleibt länger trocken. Bei größerer Hitze und warmem Wasser ist das weniger von Belang. Je kühler die Bedingungen werden, desto mehr steigt aber die Bedeutung dieses Faktors. Der (wieder im Vergleich zu kleineren Booten) bessere Geradeauslauf hat im WW sowohl Vor- als auch Nachteile. Aber die Vorteile überwiegen m.E. - die fehlende Extremwendigkeit (z.B. meines LWD) lässt sich paddeltechnisch ziemlich mühelos ausgleichen. Dafür werden angepeilte Linien aber entscheidend besser gehalten, und man muss insgesamt weniger hektisch agieren. Disclaimer: Richtig heftiges Wasser habe ich im Sigma noch nicht erlebt - zu wenig Zeit.

Unterm Strich: ein Boot, das wohl ziemlich viele Flüsse wegsteckt und richtig viel Spaß macht. Im Winter gehört bei bewegterem Wasser sicherlich recht wasserdichte Kleidung dazu (oder man bleibt auf zahmeren Flüssen). In den wärmeren Monaten ist es auch für mein bisheriges Gefühl tatsächlich 'der Kompromiss' - insbesondere für Leute, die längere Tourenabschnitte auch zu Fuß zurücklegen wollen. Zu einem UL-Boot würde ich aber im Sommer weiterhin greifen, wenn die Wanderpassagen deutlich über 50% lägen und die Flüsse es nur halbwegs zuließen (immerhin sitzen rund 1,2 kg. weniger Gewicht drin). Aber... das ist eine Abwägungssache mit mehr als zwei oder drei Variablen. Sowohl bei wilderen als auch bei ganz ruhigen Flüssen wäre ich auch bei stark wanderfokussierten Touren versucht, das Sigma einzupacken. Wenn das Boot streckenweise stark mit Wasser und Lebensmitteln beladen werden müsste, fiele die Entscheidung ähnlich aus.

Ein echt nicht zu unterschätzendes Highlight ist die Gepäckbefestigung. Eine Schlaufe vorne am Boden lässt das sehr wackelfreie und rasche Festschnallen mit nur zwei Riemen oder Schnüren zu (bei fast allen anderen Booten muss noch eine Querschnur gespannt werden, was im Ergebnis naturgemäß nicht ganz so rutschfest gelingt und auch unhandlicher ist). 

Ein Problem (wenn man nicht zu zweit ist) kann die große Innenlänge darstellen. Falls aber Fußkontakt vorne gewünscht wird, legt man den Rucksack halt ins Boot, das somit innen 'verkürzt' wird.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Frontier: hier ein kleiner Bericht zum Frontier - hatte es für WW 1-2 (Isar Heimgebiet), eine Tagestour ausgeliehen - Modell (müsste das CW220er sein), also ein M (kein S)

das Wichtigste zuerst: Gewicht 3,520 kg - gewogen (Küchenwaage) - mit Spraydeck (removable) + Festzurrgurt

es sieht aus wie ein Alpacka Nachbau/Klon Jahr 2011 (ca.) - ich hänge euch ein Foto an, das hellgrüne ist das Frontier, das dunkle mein kleines Alpacka (2010er Modell, klein = Alpacka, Alpaca).

Ich vergleiche hier zu meinem Alpacka, (2,985kg) da ich die neueren leider noch nicht testen konnte:

Unterschiede: der Boden des Frontier ist dicker (schätze 820 den), auch die Spritzdecke ist dicker (daher vermutl. der Gewichtsunterschied)

Aufpumpsack ist mit Adapter d.h. man kann es mit dem Boston Valve Rückschlagventil aufpumpen (mehr Kraft, dauert länger) oder ohne (kürzer, aber mehr "Nachblasen") - Nachblasen nur über das Boston Ventil möglich.

Sitz: auch mit Boston Valve nach oben! (m.E. kontraproduktiv) d.h. man sitzt auf dem Ventil (auch wenn man es, vorausgesetzt man fährt mit PFD oder aufgeblasener Rückenlehne) dann nicht merkt (die paar cm reichen aus um vor dem Ventil zu sitzen) / Sitz ist etwas höher als bei meinem Alpacka (d.h. etwas bessere Übersicht)

Spritzdecke removable ist mit Klett auf einer Seite befestigt, hält besser + dichter als bei meinem Alpacka (da angenäht auf dem Schlauch) aber bei „richtigem WW“ würde ich die Version der neueren Alpacka/MRS/Kokopelli etc. ) bevorzugen – eben das „Kajakprinzip“

Fahreigenschaften: im vgl. zu meinem etwas besser ins Kehrwasser, gut wendig, gutmütig und Fehler verzeihend (wie die meisten packrafts), etwas schneller (als meines) – leider hatte ich kein GPS dabei, kann also nicht sagen wie „schnell“ es ist, gut WW tauglich! Allerdings OHNE Schenkelgurte (dafür müsste man noch ein paar TieDowns anbringen)

Bei Flachwasser + Gegenwind eher mühsam (dafür ist es aber nicht gedacht).

Verarbeitung: sauber+ robust Also ein klassischer Klon der alten Alpackas

Packrafts die ich vom Flachwassertest kenne (MRS Alligator Pro/ mehr Kajakfeeling, da ich es aber nur beim Flachwasser in Oberschleißheim gefahren bin (zumal eine Version die mir zu groß ist), kann ich dazu nicht viel sagen/ Kokopelli (auch da nur Flachwassertest Oberschleißheim) hat mir vom Fahrfeeling etwas besser gefallen als das Alligator – sagt aber nix über WW aus)

Ich weiß es ist ein KLON + Alpacka hat das Original – aber für alle die einfach mal wissen wollten ob die Chinaklone was taugen – der Frontier m.E. schon.

P1080550a.JPG

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

So, jetzt wo der Thread so schön sortiert ist will ich auch mal von der großen Paddelerfahrung des Forums profitieren  :mrgreen::

Es wird zwar erst nächstes Jahr aktuell, aber vielleicht ergibt sich in den nächsten Monaten mal die Möglichkeit, das ein oder andere Boot live anzusehen. 

Ich suche mehr oder weniger ein "Universalboot", überwiegend für mehrtägige Touren auf heimischen Flüssen oder Seen (Lahn, Fulda, Edersee oder die Talsperren des Sauerlandes, nach Bayern dürfte es auch mal gehen), natürlich auch mal für eine schnelle Tagestour, die Lahn liegt quasi vor der Haustür. 

Bisher hatte ich mich schon ein bisschen auf das MRS Nomad S1 eingeschossen, ein Freund wirbt immer sehr intensiv dafür, @Stoker s Empfehlungen für das Barracuda bringen mich da etwas zum Nachdenken, oder sollte ich auch noch Boote außerhalb der Packraftwelt ins Auge fassen, wie Nortik Scubi oder reine Faltboote? Wandern mit Boot steht gar nicht mal weit oben auf der Liste, Packrafts finde ich da eher reizvoll, weil die Tourplanung simpel mit dem ÖPNV gemacht werden kann.

Mehrere Boote für verschiedene Zwecke will ich eigentlich ausschließen, da ich bei der Outdoorausrüstung generell die Masse runterschrauben will und es sich nur um ein Nebenhobby nach Wandern und Laufen handeln soll.

Danke und ich hoffe auf Erkenntnissgewinn :-D.

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Am 4.10.2019 um 10:18 schrieb martinfarrent:

Das Sigma, bspw. auf einem See getestet, kommt wirklich einigermaßen flott voran. Beim Store wird eine Geschwindigkeit von 5 km/h angegeben, für das Delta nur 4 km/h. Das ist prozentual schon ein ziemlicher Unterschied. Was das Sigma also (unter anderem) von kleineren Booten unterscheidet, ist das vergleichsweise zügige Touren insbesondere in langen und ruhigen Passagen, die sonst sehr leicht nerven können... und dies zu einem Gewicht, das Hybridtouren mit hohem Wanderanteil noch einigermaßen gut zulässt. Noch schnellere Packrafts wiegen ja ganz erheblich mehr.

Die Geschwindigkeitsangaben vom PC-Store sind keine Messungen, sondern grobe Schaetzungen.
Bei 2er PC bauen sie in die Geschwindigkeitsschaetzung mit ein, das 2 Paddler paddeln, inwieweit sie das schon beim Sigma gemacht haben, weiss ich nicht, insofern wuerde ich erstmal ein grosses Fragezeichen an die Angaben machen.

Ich kann aber, ausser man ist ueberwiegend nur auf stehendem Wasser unterwegs, auch nicht so ganz das Rumreiten auf den Geschwindigkeitsunterschieden verstehen. Da sind ja imho eher andere Eigenschaften wesentlich.

Aber betrachten wir nochmal das Geschwindigkeitsthema auf bewegtem Wasser = Fluessen intensiver.
5 km/h beim Sigma relativ zum Wasser haelst Du auf Dauer beim Reisen nicht durch, ueber den Tag gerechnet, halte ich max 4 km/h fuer realistisch, nehmen wir ruhig mal an, der Delta waere wirklich 20% langsamer (ich glaube, dass der Unterschied bei jeweils angemessenem Gewicht deutlich kleiner ist), dann waeren das 3,2 km/h beim Delta.
Bei einem rel langsam fliessenden Fluss haben wir vielleicht einen Schnitt von 2,5 km/h Fliessgeschwindigkeit.
Bei einem rel schnell fliessenden Fluss haben wir vielleicht einen Schnitt von 6,5 km/h Fliessgeschwindigkeit.
Nehme wir also mal  4,5 km/h Fliessgeschwindigkeit, desweiteren, dass wir 5 std / Tag reine Paddelzeit haben.
Dann kommen wir beim Sigma auf 22,5+20=42,5 und beim Delta auf 22,5+16=38,5 km / Tag, also grad mal 10%.
Entsprechend rechnet sich das auch bei schnelleren Packrafts als dem Sigma.

Am 4.10.2019 um 10:18 schrieb martinfarrent:

Unterm Strich: ein Boot, das wohl ziemlich viele Flüsse wegsteckt und richtig viel Spaß macht. Im Winter gehört bei bewegterem Wasser sicherlich recht wasserdichte Kleidung dazu (oder man bleibt auf zahmeren Flüssen). In den wärmeren Monaten ist es auch für mein bisheriges Gefühl tatsächlich 'der Kompromiss' - insbesondere für Leute, die längere Tourenabschnitte auch zu Fuß zurücklegen wollen.

Dem kann ich zustimmen, ich war schon baff, was man mit dem Teil anstellen kann, ich bin damit in Spanien Stellen gepaddelt, da haette ich mich mit meinen Allys nicht runter getraut.
Was man aber auch sagen muss, sobald es etwas bewegter wird, wird es ein feuchtes Vergnuegen, im Sommer stoert das natuerlich ueberhaupt nicht und beim PC hat man auch schnell das Wasser ausgekippt, wenn es etwas kaelter wird, sollte man auf bewegterem Wasser eine aufblasbare Matte o.A. reinlegen, damit man nicht immer die Beine im Nassen hat.
Natuerlich koennen Boote wie Adventure, Alligator im bewegten Wasser deutlich mehr und auch der Nomad kann da etwas mehr, aber da sollte jeder realistisch fuer sich betrachten, was er so paddelt, wer nur auf Zahmwasser unterwegs ist, braucht keinen Alligator oder Adventure, ab WW2 machen solche Boote aber deutlich mehr Spass.
Ich seh das aehnlich wie Martin, wer mit Gepaeck & PC noch viele Hoehenmeter laufen will, aber auch mit dem Boot unterwegs sein will, ist beim Sigma / Delta richtig, wobei man aber auch da wieder den Gewichtsunterschied nicht ueberberwerten sollte :
Wenn man auch auf dem Wasser ernsthaft unterwegs sein will, kommt noch dies dazu...
- Ein vernuenftiges Paddel, mit dem man auch voran kommt ca 1 kg.

- ein paar felstaugliche leichte Wassersandalen ca 0,5-0,6 kg
- eine halbwegs vernuenftige aufblasbare Weste ca 0,4 kg
- Kleinkram wie Flickzeug, Festmacher ca 0,2 kg
Also all in all gut 2 kg.
Der Sigma  ca 2,5 kg, Adventure, Nomad Light, Alligator Pro mit Komplett-Ausstattung fuer einen ca 4 kg
Also 4 kontra 5,5 kg...dafuer haben je nach Einsatzzweck die schwereren Boote andere Vorteile und legen da ne Schippe drauf...
 

Am 4.10.2019 um 10:18 schrieb martinfarrent:

Ein echt nicht zu unterschätzendes Highlight ist die Gepäckbefestigung. Eine Schlaufe vorne am Boden lässt das sehr wackelfreie und rasche Festschnallen mit nur zwei Riemen oder Schnüren zu (bei fast allen anderen Booten muss noch eine Querschnur gespannt werden, was im Ergebnis naturgemäß nicht ganz so rutschfest gelingt und auch unhandlicher ist). 

Das sehe ich jetzt nicht so eindeutig, ich war ja neben dem Sigma auch schon mit dem Alligator Pro, Nomad Light und Adventure mit groesserem Gepaeck unterwegs.
Beim Sigma habe ich 3 Gurte genommen, einen Gurt zum geschlossenen Ring von der Bodenschlaufe bis kurz unterhalb des Rucksacks und von da aus jeweils einen Gurt um den Rucksack und die jeweile Bugschlaufe rum.
Bei bewegterem Wasser hatte ich das Gefuehl, dass, wenn ich nur 2 Gurte verwende (die dann auch verdammt lang sein muessen, sowas habe ich unterwegs fuer andere Zwecke nicht bei), der Rucksack nicht ganz so stabil sitzt, da die Gurte "etwas offener" sitzen.
Bei den anderen Booten spanne ich statt des geschlossenen Rings nach unten, einen Quergurt zwischen den beiden Schlaufen seitlich im vorderen Bootsbereich und dann um den herum (natuerlich einmal rumgewickelt und mit halben Schlag festgezogen, dass die Gurte nicht verrutschen) jeweils einen Gurt um den Rucksack und die jeweile Bugschlaufe rum.
Im Vergleich finde ich die Loesung bei den anderen Booten von mir einen Tick besser, da das Ganze etwas stabiler sitzt, ich den hinteren Ansatzpunkt fuer jeden Gurt entsprechend dem Gepaeck verschieben kann, aber auch beim Sigma kann man Gepaeck sehr gut befestigen, da hat auch bei sehr schwerem Rucksack auf bewegtem Wasser im spanischen Gebirge nix gewackelt, das ist schon eine ganz andere Klasse zum Reisen als z.B. LWD o.A.
 

vor 11 Stunden schrieb schrenz:

aber vielleicht ergibt sich in den nächsten Monaten mal die Möglichkeit, das ein oder andere Boot live anzusehen.
.....
und ich hoffe auf Erkenntnissgewinn :-D.

Warum holst Du Dir den nicht selber...Martin und ich wollen doch im November eh ein kleines PC-Treffen machen, um Anderen mal die Gelegenheit zu geben, die Boote im Vergleich zu paddeln.
Wenn die Lahn Dein Hausfluss ist, bist Du doch bei uns um die Ecke, wir wollen das ja entweder am Lippesee oder am Rursee machen.
Momentan koennte es gut sein, dass das am 8.-10.11. statt findet, aber ist noch nicht sicher, wenn Du Interesse hast, PN mir am Besten mal Deine Email-Addi, da wir die naehere Absprache wahrscheinlich via Email machen.

Beim Hausfluss Lahn (auch der laengste See Deutschlands genannt :-D) ist fuer Dich der Alligator schon mal raus, Adventure eher auch, soviel WW-Tauglichkeit brauchst Du nicht, der Barrakuda waere mir im Vergleich zu den Alternativen zu unhandlich, schwer / grosses Packmass, ich wuerde die Entscheidung zwischen Nomad Light, Nomad S1 und Sigma treffen. Evtl laesst sich das auch schon durch die Koerpergroesse weiter einschraenken, da der Fussraum im Nomad S1 kuerzer ist, da sich durch den Rahmen der Spritzdecke die Sitzlehne nicht so weit zurueckstellen laesst.
Vom Rumpf usw unterscheiden sich ja die beiden Nomads nicht, du brauchst bei Deinen Haus-Revieren auch nicht die Spritzdecke fur bewegtes Wasser, wenn Du also nicht sehr viel bei Schlechtwetter paddeln willst (da ist eine Spritzdecke auch angenehm), sehe ich keinen Grund, warum Du den Nomad S1 nehmen solltest.
Und den Nomad Light und den Sigma koenntest Du ja bei dem Treffen Probe paddeln.

Faltboote usw ist eine ganz andere Nummer, zum Einen kannst Du sie nicht einfach mit an den Rucksack schnallen, sondern ziehst eher eine Sackkarre oder Bootswagen hinter Dir her, neben diesem Gewichts / Packmass-Vorteil kommt dazu, dass Du mit einem Packraft in wenigen Minuten auf dem Wasser bist.
Klar haben Faltboote auch Ihre Vorteile, aber eben fuer reine Padeltouren mit deutlich aufwendigerer Logistik.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 11 Stunden schrieb khyal:

Dann kommen wir beim Sigma auf 22,5+20=42,5 und beim Delta auf 22,5+16=38,5 km / Tag, also grad mal 10%.
Entsprechend rechnet sich das auch bei schnelleren Packrafts als dem Sigma.
...
... wenn Du also nicht sehr viel bei Schlechtwetter paddeln willst (da ist eine Spritzdecke auch angenehm), sehe ich keinen Grund, warum Du den Nomad S1 nehmen solltest.

Es geht mir ja nicht vorrangig um die Tagesleistung, sondern darum, wie sich das Boot bei Passagen mit sehr lahmer Strömung subjektiv anfühlt - und hier wäre der prozentuale Unterschied ja höher. Du kennst es doch: Wenn weder das Wasser noch die Umgebung viel bieten... da will man wenigstens das Gefühl haben, schnell voran (hier weg!) zu kommen.

Nur wegen Schlechtwetters die Mehrkosten, das Gefummel und das dauerhaft erhöhte Bootsgewicht durch eine Spritzdecke zu ertragen, finde ich übrigens unnötig. Da funktioniert die von mir hier sehr langatmig beschriebene (dafür gründlich getestete) Wathose von Lidl tatsächlich ganz gut - rund € 30 inkl. Gürtel (etwa von Tatonka, wie von mir beschrieben - aus Sicherheitsgründen auch unbedingt notwendig). Zu beachten ist halt, dass die Hose ohne Gürtel und aufgeblasene Schwimmweste bei Kenterung zur Gefahr werden könnte - man also immer die ganze Dreierkombi tragen muss (steht alles im Thread). Natürlich ist sie im Sommer auch schnell zu warm - aber da braucht man sie ja auch nicht.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

@schrenz

Generell finde ich das Thema Geschwindigkeit bei längeren Touren sehr wichtig, wenn man auf einem endlos langem See oder einem Fluß mit kaum Strömung unterwegs ist, Gegenwind, und man hat das Gefühl, kaum voranzukommen, dann wünsche ich mir einfach nur nen schneller gleitendes Boot. 

Die schnellsten Packrafts sind wohl derzeit Nomad und Barracuda. Die Entscheidung zwischen den beiden Booten sollte einfach sein. Wenn du Bikerafting machen willst, ab und zu zu Zweit unterwegs bist oder auf dem Meer mit Seegang, nimm das Barracuda. Es ist ausserdem einen Tick schneller, auch wenn man es alleine paddelt. 

Wenn du nur alleine unterwegs bist und auf engeren Passagen, WW, dann ist das Nomad die bessere Wahl. Es ist wendiger, besser zu manövrieren, leichter. 

Wenn ich alleine ohne Fahrrad unterwegs bin, nehme ich immer das Nomad. Auf dem Meer bevorzuge ich das Barracuda, da es bei höheren Wellen etwas kentersicherer ist. 

Vielleicht hilft dir das weiter?

 

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 1 Stunde schrieb Stoker:

Generell finde ich das Thema Geschwindigkeit bei längeren Touren sehr wichtig, wenn man auf einem endlos langem See oder einem Fluß mit kaum Strömung unterwegs ist, Gegenwind, und man hat das Gefühl, kaum voranzukommen, dann wünsche ich mir einfach nur nen schneller gleitendes Boot. 

Genau, und da reicht bei mir schon eine drei Kilometer lange Passage, die ich aus allerlei Gründen noch insgesamt als öde empfinde. Da muss die Gesamttourenleistung also gar nicht wirklich ins Spiel kommen. An solchen Stellen ist 'schneller' das Einzige, was noch Spaß macht. (Allerdings reicht mir zumindest derzeit mein Sigma in solchen Passagen.)

OT: Das sind auch die Passagen, wo die UL-Boote wie mein LWD am meisten nerven. Leichtes und kurzes WWII steckt man mit ihnen im Sommer besser und sogar recht vergnügt weg als sehr träge Strömung (vom Gefühl her). Dasselbe gilt für Gegenwind. Gestern bin ich aus der Sieg kommend noch ein bisschen Rhein-abwärts gefahren, bei z.T. recht starkem Wind. Mit dem Sigma ging das noch. Mit dem LWD wäre ich nach 20 Metern ans Ufer gefahren.   

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 14 Stunden schrieb khyal:

[....]

Beim Hausfluss Lahn (auch der laengste See Deutschlands genannt :-D) [....]

Hey, wir haben sogar eine Wildwasserstrecke mitten in der Stadt :-P.

Allen vielen Dank, der Trend geht in Richtung Nomad (S1), erscheint mir am universellsten zu sein, für den Fall, dass ich meine Frau auch begeistern kann, ist ein zweites Boot in einem ähnlichen Bereich wie gleich ein Zweier.

@khyal Rest per PN.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

OT:

Wenn du die Packbarkeit wirklich nur für den Transport brauchst, Seen und zahme Flüsse das Zielgebiet sind und es eher in Richtung Mehrtagestouren als in Richtung kurze Feierabendausflüge geht, ist aber auch das Nortik Scubi sicher eine gute Wahl.

Deutlich günstiger, regelmäßig gebraucht über Ebay Kleinanzeigen zu erstehen, wahrscheinlich auch schneller als die meisten Packrafts. Und ausreichend klein verpackpar für Auto, Zug und Flugzeug.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Ich habe das Delta jetzt 8 Monate und habe die verschiedensten Touren gemacht. Zunächst hatte ich mich noch nach einem zweiten Packraft umgesehen (schneller, robuster) und bin vor allem um das Nomad S1 herumgeschlichen. Inzwischen bin ich mir sicher, dass ich nur dann ein 2. PR brauche, wenn ich damit ins WW will.

Es hat eine Weile gedauert, bis ich volles Vertrauen in die Haltbarkeit der ziemlich dünnen Delta-Haut hatte. Inzwischen bin ich an so vielen Steinen und Ästen langgeschlittert, dass ich von der Haltbarkeit fast völlig überzeugt bin.

Peene-5.thumb.jpg.4d4a8e011691c1e351d2caa9737f2911.jpg

Wenn man sich dann noch die Videos ansieht, was andere damit so anstellen, dürfte die Frage der Robustheit geklärt sein.

Also, brauche ich noch ein anderes PR, (außer fürs WW)?
Eindeutig nein. Ich hatte immer mal wieder den Vergleich zu anderen Booten von Alpaka und habe mir beim PR Store neulich ein MRS Microraft geliehen. Alles schöne Boote, aber ohne den eigentlichen Vorteil des PR, nämlich der Rucksacktauglichkeit. Das Delta wiegt mit Sitz 1.8 kg,

Peene-6.thumb.jpg.d29ad589fbd47be2cd7a19ea57836b26.jpg

mit Paddel, Weste, Clogs und Paddelhose sind das also 3.5 kg. M.E. ist das die absolute Obergrenze, damit man noch Lust hat, damit zu wandern. Schließlich muss man den anderen Kram auch noch mitschleppen. Bei den Tourpartnern konnte man gut beobachten, dass die Alpakas zwar gut in den Rucksack passen, wirklich Lust, damit lange zu wandern oder zu biken hat keiner.

Statt das Geld für ein weiteres PR auszugeben, werde ich lieber in einen Trockenanzug investieren, der einmal die Paddelsaison wesentlich verlängert und auch die Spritzdecke überflüssig macht.

Wer wirklich schnell sein will (warum eigentlich?), mietet oder kauft sich ein Seekayak oder ähnliches.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

vor 5 Stunden schrieb noodles:

mit Paddel, Weste, Clogs und Paddelhose sind das also 3.5 kg. M.E. ist das die absolute Obergrenze, damit man noch Lust hat, damit zu wandern. Schließlich muss man den anderen Kram auch noch mitschleppen.

OT: Na ja, es kommt ja auch auf den 'anderen Kram' an. Ich habe ein paar Sachen, die wegen ihrer Leichtigkeit nur fürs Packrafting da sind (also für echte Hybrid-Touren mit längeren Wanderpassagen) - darunter z.B. eine Uberlite im small (kleine Matten mag ich sonst nicht sonderlich), Spiritus-Kochset (Gas ist mir eigentlich lieber), Polycro-Groundsheet (Tyvek flößt mir mehr Vertrauen ein)... da baue ich halt mal ein bisschen Komfort ab und gleiche das Bootsgewicht somit etwas aus. Mein Cuben-Solomid ist ein anderes Beispiel - klein und außerhalb des Packrafting eigentlich nur dafür da, wenn ich starken Wind erwarte... dafür aber auch mit ca. 500 g inkl. Innenzeltlösung ziemlich leicht. Hätte ich sonst vielleicht ein etwas geräumigeres Shelter dabei, kann ich für eine wirkliche Hybridtour mit längeren Märschen das Solomid nehmen. Das alles läppert sich, und so lässt sich m.E. auch ein Sigma noch vertreten... wegen des Tempos und des Geradeauslaufs ein ziemlich gutes Boot. 

Erst richtig leicht wird's dann natürlich, wenn mehr gewandert als gepaddelt wird und ein UL-Boot reicht.

Link zu diesem Kommentar
Auf anderen Seiten teilen

Deine Meinung

Du kannst jetzt schreiben und Dich später registrieren. Wenn Du ein Benutzerkonto hast, melde Dich bitte an, um mit Deinem Konto zu schreiben.

Gast
Auf dieses Thema antworten...

×   Du hast formatierten Text eingefügt.   Formatierung jetzt entfernen

  Nur 75 Emojis sind erlaubt.

×   Dein Link wurde automatisch eingebettet.   Einbetten rückgängig machen und als Link darstellen

×   Dein vorheriger Inhalt wurde wiederhergestellt.   Editor leeren

×   Du kannst Bilder nicht direkt einfügen. Lade Bilder hoch oder lade sie von einer URL.

  • Gleiche Inhalte

    • Von doman
      Ich hoffe, ihr haltet mich nicht für einen Zyniker oder Ignoranten, wenn ich hier von einer Wassersportaktivität berichte, während Teile Deutschlands unter Wasser stehen und viele Leute anderes zu tun haben, als Freizeitbeschäftigungen nachzugehen. Immerhin kann ich zur meiner Entlastung anführen, dass ich diese Tour lange geplant habe und mir den Zeitpunkt leider nicht aussuchen konnte. Und den Umständen geschuldet ist dann auch, dass ich die Tour nicht wie geplant zu Ende durchführen konnte.
      Wie in einem anderen Faden berichtet, habe ich kürzlich Bikepackingtaschen für mein neues Gravelbike hergestellt. Der erste Praxis-Einsatz sollte auf eben dieser Tour auf dem Lech stattfinden. Von unserem Urlaubsort im Allgäu bei Füssen wollte ich - so der Plan - mit einer kompletten Wildwasserausrüstung (Packraft, Wildwasserpaddel, Helm, Schwimmweste, Trocki) nebst Übernachtungsequipment (Tarp, Hängematte, Schlafsack, Kocher) zum Oberlauf des Lech radeln um dann mit dem Boot von Steeg bis Weißenbach zu raften. Am ersten Tag wollte ich bis Steeg radeln, um dann am zweiten Tag morgens mit dem Boot einzusetzen und nachmittags in Weißenbach anzukommen. Anschließend sollte es mit dem Rad zurück Richtung Füssen gehen.
      Hier zeige ich zunächst, wie ich die Sachen am Rad untergebracht habe. Als Bedingung stand für mich von vornherein fest, dass nahezu das gesamte Equipment am Rad festgemacht werden soll. Einen kleinen Rucksack wollte ich nur für den Fall mitführen, dass irgendetwas unterwegs kaputt geht, bzw. die Befestigung nicht so klappt wie geplant.

      Das Hauptproblem dabei ist, wie man die Paddel unterbringt, ohne sie quer am Lenker oder im Rucksack zu verstauen, weil das - meiner Meinung nach - dem ganzen Rad seine Beweglichkeit und Agilität nimmt. Bei mir passen die Paddelblätter komplett in die Rahmentasche und die Paddelschäfte stecken daneben und werden am Unterrohr entlanggeführt. Sie ragen neben dem Gabelschaft aus der Tasche, aber beeinträchtigen das Lenkverhalten in keiner Weise - eine wie ich finde perfekte Lösung. Die Rahmentasche hat außerdem noch Platz für jede Menge Ausrüstungsteile, vom Tarp, über das Werkzeug, die Wechselklamotten bis zum Erste-Hilfe-Set. Das Packraft kommt hinter den Sattel, und auch diese Befestigung hat einwandfrei gehalten. Eine Oberrohrtasche habe ich in letzter Minute noch vor dem Urlaub geklebt. Sie enthält Lebensmittel.

      Mein gesamtes Übernachtungsequipment und auch der Trocki steckt in den Gabeltaschen, links eine TAR-Isomatte (600 g) und eine Cross Hammock aus Cloud 71 (150 g, incl. Aufhängung), rechts mein MYOG-Quilt (400 g) und der MYOG-Trocki (340 g). Alles Übrige, das heißt 2 Liter Wasser, Kocher, Schwimmweste zum Aufblasen, Luftpumpe, weiteres Werkzeug und die Verpflegung wurde in der Lenkertasche verpackt. Die neue Halterung von Ortlieb ist spitze, weil sie ohne nervige Gegenstücke am Lenker auskommt. Aber die Tasche selbst halte ich für eine Fehlkonstruktion, weil sie viel zu schmal für meinen 42-cm-Lenker ausfällt, unten rund ist, sich nicht während der Fahrt öffnen lässt und mit einem nicht dicht schließenden Rollverschluss ausgerüstet wurde. Da werde ich mir in Kürze was Besseres um den Halter herum bauen.

      Als ich kurz hinter Weißenbach auf den Lech traf, war mir schon klar, dass ich wohl kaum so weit herunter fahren würde, weil "Der blaue Lech"

      sich durch die Regenfälle der letzten Zeit in einen schlammigen, zum Teil mehrere hundert Meter breiten Strom verwandelt hatte, auf dem man sich im Packraft wahrscheinlich ziemlich verloren vorkäme. Ich füge hinzu, dass es auch während des ersten Tages der Tour nahezu ununterbrochen geregnet hat.

      Der Pegel selbst war innerhalb von drei Tagen um knapp 40 cm gestiegen.

      Und diese 40 cm haben dem Charakter des Wildwassers (2+ bis 3) einiges an Wucht dazugegeben. Als ich am Abend des ersten Tages kurz unterhalb von Steeg angekommen war, habe ich - glücklicherweise in einer Regenpause - meine Hängematte direkt am Ufer aufgehängt und bin nach 70 km Gravelstrecke schnell eingeschlafen.

      Der nächste Tag begann ohne Niederschlag, was ich als gutes Zeichen nahm, obwohl er Pegel noch mal weiter gestiegen war. Nach einem Frühstück habe ich das Gepäck im Boot (Alpacka Gnu) und das Rad auf dem Boot verstaut und hatte zunächst einen ganz guten Eindruck. 

      An Stelle des Sattel vom Gnu, auf dem man eine sehr gute Kontrolle über das Boot hat, habe ich den Sitz meines MYOG-UL-Packrafts mitgenommen. Und der schlackert im Boot und hat mir keine gute Kontrolle über das Boot verschafft. Ein typischer Fall von Stupid Light - wie ich jetzt weiß.

      Nach dem Einsetzen ging es sofort extrem heftig zur Sache. Das Fahrrad allerdings saß bombenfest und hat das Boot eindeutig stabilisiert. 

      In kürzester Zeit wurde mir klar, dass ich die Befahrung unter diesen Bedingungen nicht sehr lange durchhalten würde, weil die Kentergefahr extrem hoch war und ich keinen guten, stabilen Sitz hatte. Nach etwa 3 Kilometern habe ich - der Vernunft folgend - mich in ein Kehrwasser am Ufer gerettet und habe das Bikerafting abgebrochen.

      Ich hatte dann noch eine sehr entspannte Graveltour zurück zum Ausgangsort.

      Weil der Wildwasserhelm keinen guten Sitz zum Radfahren hatte, habe ich ihn noch hinten draufgeschnallt und bin nach anderthalb Tagen wieder bei Füssen gelandet. Mein Fazit: Bikeraften hat bei mir mit Sicherheit noch eine Zukunft, aber ich werde mir etwas zahmere Flüsse aussuchen und keine UL-Experimente mit dem Sitz mehr veranstalten.
    • Von doman
      Nach den Projekten des Trockis und des Zeltes stand noch ein weiteres Unternehmen auf meiner Liste - und das habe ich in den letzten Tagen realisiert. Den Bausatz für das UL-Packraft hatte ich bereits vor ein paar Monaten gekauft - zum Glück, denn inzwischen ist der nicht mehr lieferbar. Nachdem ich meine inneren Zweifel überwunden hatte, ob ich das hinkriegen werde, habe ich mich Anfang der Woche an die Arbeit gemacht. Fast sah es so aus, als könnte ich gleich wieder einpacken, denn mein Ali-Bügeleisen gab nach einem kurzen Probebetrieb seinen Geist auf:

      Die Leiterbahn am rechten Rand der Platine brannte nach 5 Minuten durch und mein Versuch, die Strecke mit einem angelöteten Kabel zu überbrücken schlug fehl. Zum Glück half mir @questoraus, sodass ich doch noch starten konnte. Vielen Dank! Mit einigem Probieren habe ich die richtige Temperatur herausgefunden

      Das Anbügeln der fertig zugeschnittenen Schlauchteile an den Boden klappte recht gut. Man sollte meiner Meinung nach auf jeden Fall der Versuchung widerstehen, auch noch die letzten Luftblasen rausgebügelt zu bekommen, sonst läuft man Gefahr, Löcher in den hauchdünnen Stoff zu brennen (ist mir an einer Stelle passiert und wurde mit Seamgrip repariert).

      Die eigentliche Herausforderung kommt erst beim Schließen der letzten Naht; bei mir war das entgegen dem Rat von Anbieter Matt der Bug. Das Holzteil, das man sich fürs Verbinden der Schläuche anfertigen muss, ist in den beiden Schnauzenkurven nicht das adäquate Werkzeug.

      Ich habe diese Stellen nur mit einer Glaskugel zugebügelt bekommen.

      Kurz darauf muss man den Holzklotz rausholen und kann dann die letzten 30 cm nur noch gegen einen eingelegten Pappstreifen bügeln, den man ganz am Schluss aus dem Ventil rausfummelt.

      Vorher muss man noch die zuletzt geschlossene Naht durch den verbleibenden Schlitz nach außen drehen und mit Seamgrip abdichten. Trotz des Einsatzes von Puder ließ es sich nicht vermeiden, dass die mit Seamgrip behandelten Stellen beim Wenden andere innere Teile berührten und dort Flecken zurückließen, die man auf dem letzten Bild sieht.

      Nach dem ersten Aufblasen stellte sich raus, dass anscheinend nur eine einzige Stelle - wo nämlich die vordere Schnauze mit dem Boden verbunden wird (oben links von meinem Daumen) - undicht ist. Mittlerweile ist das Boot aber komplett dicht.

      Vom gezeigten Gewicht kann man noch mal 5 Gramm für den Pappstreifen abziehen, der sich zu der Zeit noch im Boot befand.
      Ich bin insgesamt von diesem Ultraleichtboot sehr angetan. Das kann ich wirklich immer dabei haben, und ich werde auch ausprobieren, ob da auch noch das Rad draufpasst.
      Man sollte bei der Bewertung bedenken, dass es sich hier um keinen Schwimmring mit Boden handelt, wie sie oft als UL-Boot angeboten werden, und auch um kein Stummelpackraft für Pygmäen, sondern um ein ausgewachsenes 2,70 m langes Boot, in dem auch ich mit 1,87 m genügend Platz habe - bei voll ausgestreckten Beinen!
      Test folgt.
       
       
    • Von yoggoyo
      Hi, 
      Ich verkaufe meinen Anfibio ZipSuit in Größe L. Hals-und Handmanschetten sind aus Neopren, Füßlinge aus Latex. 
      Ich habe den Anzug vor einem halben Jahr gebraucht von LandWater Adventures für 340€ gekauft. Es handelt sich um einen der Leihanzüge, die aber coronabedingt dort nur wenig verliehen wurden. Ich selbst hatte den Anzug noch für ca. 5 Tage in Gebrauch. 
      Der Zustand ist gut, man sieht aber einige Flecken und das Neopren hat ein paar kleinere Druckstellen, die die Funktion nicht beeinflussen. An den Handmanschetten löst sich die kleine Abdeckungleiste. Auch das stört nicht, ich habe den Anzug so bekommen und war zu faul die Abdeckungen wieder anzukleben. 
      Die Füßlinge sind locker groß genug bis Größe 45. Mir passt der Anzug mit 1,78cm gut, etwas größer könnte man aber auch noch sein. 
      Der Grund für den Verkauf ist, dass die Halsmanschette an meinem schmalen Hals nicht richtig abdichtet. 
      Ich empfehle den Anzug für alles außer regelmäßigen WW-Einsatz, was aber aufgrund der Konstruktion und der Neoprenmanschetten klar sein sollte. 
      Neu kostet der Anzug so aktuell 484€, bezahlt habe ich 340€. 
      Ich biete Ihn hier für VB 280€ an
      Grüße Konrad 








    • Von Herr Froschler
      Im Prinzip gibt es zwei Methoden ein Schlauchboot zu bauen:
      - man baut sich eine luftdichte Hülle aus stabilem Material (TPU Gewebe, PVC Gewebe, Gummi-Gewebe). Beispiele sind Packrafts, Beiboote aus PVC Plane. 
      - man nimmt eine luftdichte Blase aus einem weniger stabilen Material (TPU Folie, PVC Folie, Gummischlauch) und steckt sie in eine stabile Außenhülle. Die Hülle muß daher nicht luftdicht sein und kann auf verschiedene Weisen realisiert werden. Dieses Prinzip findet man oft bei günstigen Kajaks (Itiwit, Sevylor) und ausserhalb der Schlauchboot Welt bei Luftzelten, Kites, Fahrradreifen.
      Für den MYOG Freund hat die erste Methode den Nachteil dass der Grad der Luftdichtigkeit erst am Ende des Bauprozesses bestimmt wird und in der Regel umfangreiche Nacharbeiten nötig sind um Lecks zu dichten.
      TPU Folie wäre eine Möglichkeit Blasen zu realisieren, die sehr hart aufgeblasen werden können (Kites, Luftzelte), Folie gibts im Kite Bedarf, hat seinen Preis.  Die PVC Folie der Schlauchbootblasen ist sehr schwer, muß verschweißt werden und Bezugsquellen kenne ich nicht - das scheidet also aus. 
      Interessanterweise wird oder wurde im Kite Bereich auch PE Folie für Blasen verwendet. Die Vorteile von PE Folie sind Gewicht, Preis und Verfügbarkeit in vielen Dicken und Formaten u.a. als Schlauchfolie.
      Deshalb hab ich folgenden Versuch gemacht:
      - PE Baufolie in 0.1mm Dicke (die lag gerade rum) mit einem Balkenschweissgerät zu einem Kissen geschweißt 
      - vorher noch ein Loch reingeschnitten und ein SUP Ventil reingeschraubt mit einem Stück PVC Plane zur besseren Dichtheit und zur besseren Einpassung in die Außenhülle. Für die SUP Ventile gibts die abgebildeten Adapter so dass man mit einem Bag, einer Doppelhubpumpe oder Fahrradpumpe aufpumpen oder nachpumpen kann. 
      - das Kissen war beim ersten Versuch dicht, hält die Luft über Wochen und hält ordentliche Belastungen aus!
      - Das PE Kissen hab ich dann in eine Hülle aus PVC Plane gesteckt und wieder aufgeblasen
      PE Schlauchfolie gibts auf ebay bis 80cm Breite (D=51cm) und bis 0,2mm Dicke. 
      Um ein Packraft zu realisieren würde man wohl am besten so vorgehen: aus seinem Lieblingsmaterial eine Außenhülle kleben, nähen oder schweissen. Am Heck einen Wickelverschluss anbringen. 2 Blasen anfertigen, durch den offenen Wickelverschluss einbringen und positionieren. Wickelverschluss schliessen, aufpumpen, fertig. Da die Außenhülle nicht luftdicht ausgeführt werden muss kann man sie zügig realisieren.
      Eine Sache habe ich allerdings nicht komplett verstanden. Bei den meisten Packrafts ist der Durchmesser der Hülle nicht konstant über die Länge. Wenn die Mittelsektion sagen wir mal einen Durchmesser von 28 cm hat und die größte Ausdehnung in Bug oder Heck 90 cm sind, dann wird eine Blase aus Schlauchfolie mit einem Durchmesser von 50cm Bug oder Heck nicht ausfüllen (PE ist nicht sehr elastisch), dh die zwei Blasen müßten sich dort überlappen. Wird das klappen?
      Falls jemand hier schon mal was ähnliches probiert hat oder was beitragen kann, bitte schreiben.
       
    • Von skullmonkey
      Ich bin im Juli 2020 alleine erst durch den Lemmenjoki National Park gewandert und danach 80 km mit dem Packraft - nem Anfibio Rebel 2K - erst ein kurzes Stück den Repojoki und dann den Ivalojoki runtergepaddelt. Erstmal ein Video für diejenigen die gerne in Ruhe sowas sehen, aber es folgen auch noch Text, Tips und Fotos =) 
      Der Ivalojoki verläuft durch die Hammastunturi Wildnis, ein Goldgräber Gebiet, in dem auch heute noch nach Gold gesucht wird. Neben dem Ivalojoki sieht man aber wenig davon, das findet mehr an den kleinen Flüsschen rechts und links statt. Das schöne am Ivalojoki ist das er nicht sehr schwierig ist, was Ihn auch für Anfänger sehr geeignet macht. Auch der Repojoki, an dem ich rein bin, ist einfach.

      Wer nicht auf Mücken und Bremsen steht, nimmt am Besten auch ein Mückennetz für den Kopf mit  
       

      Am ersten Tag paddeln auf dem Ivalojoki habe ich knapp 28 km zurückgelegt, und einen absolut HERRLICHEN Campingplatz gefunden, auf einer Sandbank, in einem Kieferwald. Es gab schon einige Feuerstellen und auch trockenes, totes Holz lag bereit - da habe ich mich natürlich nicht lange bitten lassen, und ein Feuer gemacht!

      Am zweiten Tag auf dem Fluss bin ich dann recht bald an Kuttura vorbeigekommen - das ist der Ort an dem 95% aller Paddler reingehen. Wer mag kann recht einfach von Saariselkä aus durch die Hammastunturi Wildnis bis Kuttura oder Ivalojoen Kultala wandern und dann anfangen zu paddeln, oder bei Polar Creek schauen ob Sie einen von Ivalo/ Saariselkä aus nach Kuttura mitnehmen. Wer eher auf Kajaks und Kanus steht, kann die da auch ausleihen.
      Auf der Outdoors.fi Webseite gibt es eine sehr gute Flussbeschreibung der Strecke, alle Stromschnellen sind ausführlich beschrieben und ich habe mir das ganze aufs iPhone in die Notes App kopiert, um es auch offline lesen zu können. Passend dazu ist ein Blick auf den Wasserstand hier. 
       Die Flussbeschreibung hat empfohlen sich Saarnaköngäs anzusehen, und da habe ich diesen kleinen Kollegen getroffen. 

      Ich habe mir Saarnaköngäs gut angesehen, und dann war die Stromschnelle auch einfach zu fahren (ich schreibe dies aus der Perspektive von jemanden der 10 Jahre Paddelerfahrung hat, da ich alleine unterwegs war war ich aber recht vorsichtig - trotzdem denke ich das auch Anfänger die Stromschnelle sicher fahren können). 

      Es gab einige schöne, einfache Stromschnellen, aber ich war auch relativ happy als es langsam gen Ivalojoen Kultala ging. Korhosenkoski, kurz vor dem Ziel, hat mir dann bei der letzten Welle den Schoss voll mit Wasser gemacht - Beine anwinkeln und Problem gelöst  Das war der einzige "Kritische" Augenblick, aber alles gut. Und dann sah ich auch schon die Hängebrücke. 
       

      Die Saunakoski Stromschnelle darunter wurde vorbildlich gemeistert, und dann ging es an Land. Die Hängebrücke war (ist?) unter Reparatur, und so war ich ganz alleine im Ivalojoen Kultala Museum Dörfchen. Das ist echt ein herrlicher Platz, und da ich ganz alleine war habe ich in der Hütte geschlafen. Auf der anderen Seite des Ufers war eine junge Frau mit Ihren beiden Hunden am campen, das waren die einzigste Person die ich den ganzen Tag gesehen habe.
      Am nächsten Tag ging es bei herrlichstem Sonnenschein und Temperaturen nahe der 30°C weiter. Bei den Ritakoski Stromschnellen + Hütten habe ich ne Pause gemacht und die ersten Angler gesehen, und dann ging es weiter. Nach Ritakoski wird es eher "langweilig" da der Fluss breiter und ruhiger wird, und es nur noch einige kleine Stromschnellen gibt. Es gab aber einen enormen Zuwachs an Mücken und Bremsen je weiter ich den Fluss runtergepaddelt bin. 

      Es gab wieder einige herrliche Sandbänke, und sogar vom Packraft aus habe ich Pfade und Feuerringe gesehen. Aber ich wollte noch ein Stück weiter. Ich hatte gedacht bei der Louhioja Hütte zu übernachten - doch da traf ich jedoch die ersten Paddler. Ne Gruppe von sechs freundlichen Finnen waren schon in der Hütte, und auch waren die Mücken hier so zahlreich das ich dann doch noch weiter bin. 
      Kurz darauf habe ich eine herrliche Sandbank angefahren und erklommen, aber das war eine wahre Mückenhölle da ein kleiner See neban an war. Also wieder weiter. 

      Am Ende habe ich auf einer Kiesinsel mein Camp aufgebaut. Das habe ich oft bei Japanischen Wanderern gesehen, und wollte es mal selbst ausprobieren. Und was soll ich sagen? Es war gemütlich und ich habe sehr komfortabel geschlafen (im Video oben sieht man recht ausführlich wie ich alles aufgebaut habe, fängt so ab Minute 21:30 an). Leider wurden es auch immer mehr Mücken, die mich gefunden haben, und so bin ich dann in den bivy und quilt geschlüpft und bin gut eingeschlafen (bin kurz nach Mitternacht von nem Motorboot kurz aufgeweckt worden - ein paar Angler waren noch zu später Stunde unterwegs). 
      Am nächsten Tag lagen dann noch knapp 9 km paddeln vor mir, und mit Toloskoski die zweite Stromschnelle die man sich ansehen sollte laut Flussbeschreibung. Habe ich gemacht, bin fast von den Mücken aufgesaugt worden, bin schnell wieder zurück und dann einfach runtergefahren. Den die Sache ist, den unteren Teil der Stromschnelle kann man eh nicht von oben sehen, und das war der wildere Teil. Da das Wasser relativ niedrig war bin ich am letzten Stein kurz aufgesessen, konnte mich aber im Nu befreien und bin dann fröhlich weitergepaddelt. 

      Und paddeln muss man nun. Nach Tolosjoki wird der Fluss ruhig und breit, Sommerhäuser und Felder säumen das Ufer. Ich bin dann bei Tolonen (kurz oberhalb der Lappispola Stromschnelle) raus, und bin recht einfach & schnell bis nach Ivalo per Anhalter mitgenommen worden. 
      Im Fazit kann ich den Ivalojoki fürs Packraften sehr empfehlen. Man kann die Strecke nach oben und unten hinaus beliebig verlängern, ich denke ich bin den für mich am schönsten und besten Abschnitt gefahren, mit den meisten Stromschnellen, tollen Möglichkeiten zum wild campen und auch interessanten historischen Plätzen mit Ritakoski und Ivalojoen Kultala. Wer schon einen WW Kurs gemacht hat und gerne im Norden mehr Erfahrung sammeln möchte, ist hier richtig. Aber am Besten mit mindestens einer weiteren Person paddeln gehen, und nicht so wie ich alleine  
      Kurz zur Ausrüstung: Ich hatte das Anfibio Rebel 2K mit den TubeBags, das war fantastisch da nix vorne aufm Packraft war - da war nur der DeckPack. Ich bin mit dem Anfibio Wave Paddel gepaddelt, da das auch perfekt als "Zeltstange" für mein MLD TrailStar funktioniert hat. Getragen habe ich alles im Lemmenjoki National Park in dem HMG SouthWest 3400 Rucksack - ich hatte nämlich Essen für 9 Tage dabei, da ich dachte das paddeln würde langsamer gehen. Realistisch kann man in zwei Tagen von Kuttura nach Tolonen paddeln, das sind knapp 50 km, ohne viel Anstrengung. Erheblich langsamer, mit Pausentagen und kleinen Wanderungen, geht natürlich auch! Und wer von Saariselkä aus reinwandert und bis Ivalo paddelt, ist locker ne Woche unterwegs.
      Zeitlich wurde mir vor Mittsommer und der Herbst empfohlen: Dann gibt es wenig oder gar keine Mücken, und das Wasser ist höher. Wer also jetzt im Herbst noch nach einer Tour sucht  ! 
  • Benutzer online   1 Benutzer, 0 Anonym, 29 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.