Zum Inhalt springen
Ultraleicht Trekking
  1. danobaja

    danobaja

  • Gleiche Inhalte

    • Von grmbl
      Meine erste Tour in Skandinavien ist mit einem Freund für Mitte August in Norwegen in der Hardangervidda geplant - sofern man mit Impfung (berufsbedingt doppelt vorhanden) irgendwann darf. Sonst Schweden. Ich freu mich riesig,  ich war noch nie so lange mit Zelt unterwegs!
      Dazu habe ich eiiiiinige Fragen, aktuell noch viele zur Ausrüstung aber auch generell zu den zu erwartenden Bedingungen, daher im Bereich Tourvorbereitung, ich hoffe das ist richtig.
      Wir planen etwa 10 Tage, bei ca der Hälfte ist ein Lebensmittelladen eingeplant, daher ist die Nahrung teilweise nur für 4 Tage geplant. Wegen glutenfrei muss ich um sicher zu gehen Frühstück und Snacks für 9 Tage mitnehmen. Ich hoffe aber zumindest Kartoffelpüree und Wurst finden zu können und daher Abendessen nur für 4 Tage mitzunehmen. Morgens und abends ca. 500ml heißes Wasser daher große Kartusche. Die Tour steht noch nicht final, da warten wir noch ab bis wir wissen ob das überhaupt klappt, aber eher gemütliches Tempo mit viel Zeit zum gucken von X bis Finse, zur Not drehen wir noch ein paar Schleifen. Rucksack (Lightning 45) und Schlafsack (LL400) sind gesetzt, da bin ich mir sicher dass das passt. Langfristig will ich natürlich einen leichteren Rucksack, ist aktuell aber nicht drin. Für normale Lasten ohne viel Verpflegung hab ich auch den Terra Nova Laser 35, der wäre hier aber überfordert und auch nicht zuverlässig genug.
      Hier meine aktuelle Ausrüstung: Lighterpack Norwegen
      Fragen:
      Stealth oder Lanshan? Das Stealth 1 kenne ich gut, ist verlässlich auch bei kräftigem Wind, allerdings eben zugig wegen Mesh und bei Regen eine echte Plage. Wenn es tagelang regnet hört damit der Spaß auf. Daher überlege ich mit dem Lanshan 1 mit solid inner zu gehen und träume von richtigem Sitzen.  Ich hab mit dem Teil aber noch keine Erfrahrungswerte, wie passt das zu Hardangervidda und Wind? Geht das, was meint ihr? Kleidung. Große Baustelle, ich kann mich nicht recht entscheiden, daher sind einige Optionen gelistet. Natürlich hatte ich ein Baseweight unter 5kg anvisiert, hier könnte es noch passieren Die Frage ist: brauche ich die KuFa Jacke oder reicht dünnes Fleece+dünne ApexWeste+Regenjacke? Oder Windjacke (107g) statt Weste? Oder die KuFa mitnehmen und die Weste zuhause lassen? Die Regenjacke ist leider schwer, eigentlich ist aber nicht geplant da noch was neues zu holen. Zumal ich noch eine Regenhose brauche, da scheint weitgehend Konsens zu bestehen oder? Oder reicht meine Fjällräven G1000 wenn ich die wachse? Normalerweise habe ich notfalls mein Groundsheet als besonders dekorativen Regenrock, aber bei Wind ist das Polycro echt nix  Ich kenne mich einfach nicht aus mit den Bedingungen dort, daher die vielen Klamotten und Fragen. Generell friere ich sehr leicht, ich werde also auch am Ende der Auswahl sicherlich mehr Klamotten mitnehmen als der Forumsdurchschnitt... Ich tendiere zu: Weste + Longsleeve weg (auch wenn ich die Kombi zum Wandern toll finde, aber die Fleece mag ich sehr und die hat eine Kapuze), Kufa Jacke mit. Windschutz wäre dann die Regenjacke. Isomatte... Uberlight +4mm Eva muss reichen, könnte etwas frisch werden, aber für kältere Temperaturen hab ich nichts leichtes und sehe auch nicht ein noch mehr Gear zu sammeln OT: (bei kurzen Wintertouren kommt knallhart noch meine alte Campingmatte ProLite Plus mit ). Sollte doch passen oder? Bei +1 Grad neulich wars schon etwas ungemütlich von unten aber Schlaf war möglich. In der zweiten Augusthälfte ist Nachtfrost wohl noch nicht der Normalfall. Zecken? Gibt es dort Zecken? Zeckenkarte weg? Schaufel? Oder gibts da eh nix zu buddeln? Heringe: Bekomme ich die SwissPiranha überhaupt irgendwo in den Boden dort oder soll ich gleich nur Rockpins (5mm Titandraht) mitnehmen? Sind halt mit 14g recht schwer. 4 davon sind eh schon eingeplant, ich denke so klar zu kommen. Auf vielen Bildern sind ja doch saftige Wiesen zu sehen. Moskitoheadnet in der zweiten Augusthälfte übertrieben? Bin da recht unenmpflindlich - hier in Deutschland... Skandinavische Verhältnisse kenne ich nur von Erzählungen, Kopfnetz scheint mir da sinnvoll. Hatte sowas noch nie in Verwendung, reicht das mit "Baseball-Cap" zur sinnvollen Nutzung oder brauch ich so nen Schlapphut wie auf dem Produktbild? So einen hätte ich sogar vom Paddeln da, der wiegt aber 70g und ist nicht regenfest, würde ich gerne vermeiden. Gletscher: der Hardangerjökulen soll umrundet werden. Was sollte ich davor gelesen haben? Allgemeine Tipps? Muss da mal ein Eisfeld gequert werden oder so? Geht das ohne Alpine Erfahrung? Wir kennen unsere Grenzen, sind nicht leichtsinnig und haben keine Probleme mit Umdrehen. Aber ich war halt noch nie am Gletscher, unbekanntes Terrain das ich nicht einschätzen kann. Schuhe wollte ich eigentlich noch neue kaufen, habe aber vor Ort keine Läden mit Altra und Co gefunden und habe aktuell keinen Nerv für viele Bestellungen (nix Homeoffice). So werden es wohl die La Sportiva Tx4 aus dem Bestand und dazu Sealskinz. Gute Idee? Oder meine alten GTX Stiefel? Und ich hätte gerne irgendwas zum Flussqueren, da scheinen mir meine Schuhe nicht so geeignet, bin auf der Suche nach leichten Wassersportschuhen oder Sandalen. Tipps oder Erfahrungswerte? Dauerhaft nasse Füße kann ich mir aktuell echt noch nicht vorstellen dass das was taugt. Kompass? Würde dann einen Suunto Clipper kaufen. Fehlt noch was wichtiges? Navigation übrigens mit Smartphone und Karte, ich hab die Karte.  Auch über allgemeine Tipps oder auch Links zur Vorbereitung freue ich mich, besten Dank schonmal auch für kurze Antworten zu einzelnen Punkten
       
       
       
       
    • Von bastianj.
      Soooo hier mal ein kleiner Reisebericht von meiner Hardangervidda Tour 2017.
      Die Grundidee war eine Durchquerung der Hardangervidda auf einer modifizierten Standard Route (Finse-Haukeliseter). Zeit hatte ich diesmal reichlich (01.08-18.08), daher wurde zusätzlich noch die UL-Angelausrüstung eingepackt, sprich Route/Rolle/Köder, das Gewicht belief sich auf 650 gr., was ich als leidenschaftlicher Angler auch bei ner UL-Tour vertreten konnte. Zumal die Gefangenen Fische direkt als Essen auf dem Teller landen sollten.  Als Köder dienten Blinker und Spinner der Größe 2-3 bzw. 5-15 Gramm Blinker. (Für Interessierte: Route - Shimano vengeance mini Tele 2,4m (138gr), DAM Quick 408f (117gr, 18ner Forellen schnur, Wirbel, Spirolino (schwimmend) für Fliegen).
      Zudem wurden größere Routen abschnitte abgeändert und um unmarkierte interessante Stellen ergänzt. Da die selbstnavigation nun mal mehr Zeit braucht als dem markiertem Weg zu folgen, passte mir das in meine 18 Tagesplanung sehr gut. Außerdem mag Ichs einfach auf unmarkierten selbst gefundenen bzw. zusammengestellten wegen zu gehen.
      Aber alles kam anders als geplant, was mich zunächst ziemlich genervt hat wurde immer mehr zu einem super unerwartetem Erlebnis mit dem ich so niemals gerechnet hätte
      Das ganze soll eher eine Zusammenfassung als ein detaillierter Bericht werden. Werde zunächst mal auf die Ausrüstung eingehen, da ich selbst Berichte am interessiertesten lesen kann, wenn ich um die verwendete Ausrüstung weiß.
      Hier nun die verwendete Ausrüstung:
      Transport   Montane Ultra Tour 55L Sehr guter Rucksack, aber muss mit Vorsicht benutzt werden da leichte Materialien. Packen geht aber gut, als Versteifung Eva an Rückseite. Muss jeden Tag neu gepackt werden. Eventuell Liner oder Regenhülle verwenden. Schlafen   WM Apache (3 Seasons) Immer wieder geiles ding, aber umstieg auf Quilt überlegen!? neoair genial, sau leicht super geil zum schlafen, schätze bis -5 grad anwendbar SMD skyscape trekker genial, Zeltplatz sollte möglichst Windgeschützt gesucht werden, aber das stellt meist kein Problem dar! Wichtig: nochmals mit Seamsealer behandeln eva 3mm Zuschnitt für Neoair, als Rucksackversteifung, Sitzkissen und Neoair unterlage Zeltheringe Sommer 6 Stück, 3 Titannägel (windabgewandte Seite), 2 V-Pegs (Seiten), 1 Y-Peg (Windseite/Front) Polycro passend für SMD Skyscape Trekker Gut! Zuschnitt mit Befestigungen für SMD Skyscape basteln Zeltschnur Neue Besorgen, leichter etwas länger (Zelt Abspannen, Wäscheleine, Notfallschnur zum Abbinden großer Wunden…)     Küche   Alufolie Als Windschutz Funktioniert einwandfrei! Aber vor Tour neue Folie verwenden. Gasbrenner MSR pocket Rocket Sehr gut, geht eventuell noch leichter. Everniew 0,9 UL Titanpot ohne Deckel Geiles Ding, als Topf, Teller, Waschschüssel, Tasse… Optimus Titan Faltlöffel Ok, knickt immer wieder ein, nächstes mal eventuell festen Titan Göffel Platypus 1L Geil Feuerzeug   Deckel MYOG Alu Everniew Titan pot 0,9 Gut, aber ebenfalls vor jeder Tour neu Topfzange Wichtig, geht aber vielleicht noch etwas leichter (notfalls absägen) Spültuch Gut, als allgemeines dreckstuch         Körperpflege   Zahnbürste Hydrophil Für meinen Geschmack zu weich, ansonsten Top Handtuch Mikrofaser halbiert Wichtig, größe reicht aus!         Bekleidung   Meru Trekkinghose ZipOff ausgezeichnet Merinounterhose Lang schwarz gut Merinounterhose Kurz gut Mammut FleeceZipper geil, geht aber leichter Trekking X-Socks zu dick, stinken nach kurzer zeit unmenschlich - kann aber auch an meinen Stinkefüßen liegen Marmot Fleece Handschuhe Windstopper gut, eventuell leichtere T-Shirt Merino geil, kaum Gewicht, kleiner Preis und nach 2 Wochen tragen immer noch in ordnung Arcteryx Proshell zu schwer, muss zwingend genäht werden. Aber prinzipiell gutes ding Mütze Patagonia Geil, immer an Quechua Daunenjacke (275gr, 90gr-650 cuin) Unglaublich gut Merinounterhemd Lang grau gut, wenn passenmde größe eingepackt :-), hatte leider größe xs meiner Freundin - Presswurst Regenhose Wichtig, da als Windblocker bei kaltem regen, oftmals nur als Windblocker benutzt Schuhe Trailrunner Trailrunner auch geil, aber ständig auf umknicken achten, eventuell nächstes mal leichte Wanderstiefel Navigation + Notizen   Kartenmaterial Gut, immer große Karte mitnehmen (natürlich Touren/Regions- abhängig) Mini China Kompass Scheint zu funktionieren aber unsicher, nächstes mal besseren Bleistift Nein, lohnt nicht, nächstes mal nur Kartenstift und Kugelschreiber Notizheft/Buch din a4 seiten Ja gut und wichtig Kugelschreiber
       
        Technik   L.R.I. Photon Freedom Finger Light Geil, ausreichend stark, lässt sich mit mini Klipp am Zelt/Hut/Kappe befestigen oder mit Schnur tragen (1* 2 Ersatzbattarien reichen völligst, 18 Tage wenig gebraucht ohne Ersatz Battarien)
      Handy Galaxy S7 sehr geil für Fotos, akku hält im Flugzeugmodus und Energiespaarmodus ausreichend lange Powerbank je nach länge der Tour wichtig (mit 15000mah ca. 2,5-3 malö galaxy laden) MP3-Player Für mich extrem wichtig Battarien AAA Lithium 1,5 aaa je woche (ultimate lithium) Ladegerät Ja gut und wichtig Kopfhörer
      auf gute achten!! Sonstiges   Sonnenbrille (Klasse 3) immer wichtig Trekking Poles BD Travers geil, aber für Sommertouren eventuell zu schwer!? Packsack Ortlieb für WM ausgezeichnet, eventuell leichter Kreditkarte Ja gut und wichtig Krankenkassenkarte Ja gut und wichtig Ausweis Ja gut und wichtig Angelsachen Rute Rolle Köder Schnur Tuch Geil, aber angel gebrochen! Nächstes mal mehr wirbel, etwas weniger köder und eventuell geflochtene schnur Messer Deejon Mini 4,5cm klinge Super ding, Fische ausweiden und zubereiten funktioniert super! MDB 2*15ml (Mückenschutz/Sonnencreme) 1* 60ml (Seife) Ja gut und wichtig STS Mückennetz gut, aber nicht gebraucht         Verbrauch   essen   Wasser   Seife Dr. Bronners Geniales Zeug (Zähneputzen, Waschen, Spülen, Haarewaschen…) 14 Tage 30ml reichen vollkommen aus Gas   Sonnencreme   Mückenschutz Gut, auch als Deo wenn nach Tour Bus/Flug…    
       
       
      Insgesamt bin ich super zufrieden mit der gesamten Ausrüstung. Bei Fragen gerne einfach Anschreiben!!
       
      Anreise:
      Von Aachen mit der Bahn zum Düsseldorfer Flughafen, Flug nach Oslo mit SAS (Hin und Rück ca. 300 € inklusive gepäck), S-Bahn nach Oslo Station, Oslo Station mit Nachtzug bis Geilo (Minipreis bei Frühbuchung 26€). Unproblematisch und rel. schnell. Rückweg mit Bus von Haukeliseter nach Oslo Station (36€), Oslo Station mit mit zum Flughafen (13€) und zurück nach Düsseldorf bzw. Aachen.
      Nützliche Seiten: www.nsb.no (Bahn) www.nor-way.no (Bus) www.skyss.no (bus Eidfjord)
       
      Nach der Ankunft in Oslo ging es mit der S-Bahn zum Zentralbahnhof in Oslo und anschließend mit dem Nachtzug weiter bis Geilo. In Geilo wurde im Warteraum des Bahnhofs genächtigt (Ankunft 3:20 Uhr). Am morgen wurden letzte Besorgungen im Intersport Geilo gemacht (Gas...) und dann ging es mit dem 10 Uhr zug für knappe 5 Euronen in Richtung Finse.
      Das Wetter war übrigens, wie im gesamten Zeitraum wechselhaft bis schlecht. Laut diversen Norwegern war es wohl der offiziell schlechteste Sommer seid über 25 Jahren,  perfekt!
       
      Tourenstart
      Am Hardangerjokkulen vorbei und dem markierten Weg Richtung Kraekkja folgen, einfache wegfindung und sehr schöne Landschaft. Leider zuviele Wolken, daher blieb der Blick auf den Gletscher leider aus. Sehr matschig, aber machbar auch mit Trailrunnern. Ständig werden kleinere Flüsse/Bäche gequeert und Altschneefelder überqueert, alles aber sehr einfach und auch von unerfahrenen Personen locker machbar!
      Nach ein Paar Stunden gehen, gegen 17 Uhr, schönen Zeltplatz am See gefunden und das Lager aufgeschlagen. Sogar die Sonne kommt nochmal hinter den Wolken hervor... Kurz in den See gesprungen und gewaschen, dann gabs lecker Essen. Mit Blick auf den See im Schlafsack noch etwas gechillt und später irgendwann eingeschlafen.
      Gegen 6 Uhr wieder wach und die Sonne ist auch schon am Start! Nach kurzem Frühstück und zusammenpacken gehts direkt weiter. Landschaftlich wieder wunderschön, auch wenn sich das wetter mitlerweile arg verschlechtert hat. Kurz hinter Kraekkja mach ich halt und suche hinter nem Felsen etwas Windschutz für Lager, mittlerweile Stürmt es ordentlich. Kurzen Snack und dann ne Runde Angeln, ldeider keinen Erfolg. Sturm wird aber so stark, dass ich nicht mehr kontrolliert Angeln kann. Also eingepackt und bei Snacks im Schlafsack ne Runde Hörbuch (Blackout, gutes Buch) gehört.
      Am nächsten morgen mit ziemlichen Schmerzen im Fuß aufgewacht. Son scheiß, was soll das denn? Naja hab ja genug Zeit. Daher zur Hütte gehumpelt und dem Regen bei Kaffee und Snacks am Fenster zugesehen. Morgen gehts bestimmt wieder...
      Am nächsten morgen gings leider nicht viel besser. Dennoch guter Laune und ohne viel Schmerz, schmerzmittel sei Dank (Tilidin ), weiter bis Halne gegangen. Leider auf dem Weg zusätzlich irgendwie das Knie verletzt (obwohl mir nix spezielles aufgefallen wär). Ok, das läuft gerade nicht so wie geplant... Aber immer noch Zeit satt, gönn ich mir eben noch nen Tag Pause. Also auf der Karte ausschau nach nem netten See gehalten und anschließend bis zum Olavsbuvatnet gehumpelt. Lager aufgeschlagen und ne kleine Runde geangelt, wieder ohne Erfolg, naja fuck off...
      Am nächsten Morgen wieder zusammengepackt, diesmal bei Regen und Sturm. Und dem See für ca. 2 km aufwärts gefolgt. Im Sturm nach nem passenden Zeltplatz gesucht und nach kurzer Zeit auch gefunden. Dann wieder Lager aufschlagen und im nächsten Bachlauf kurz waschen. Nach nem kurzen Snack gehts los zum Angeln. 1 Wurf erste norwegische Bergforelle, sehr geil, wenigstens das Angeln scheint nun zu laufen  In den nächsten 3h noch weitere 25 forellen gefangen, wovon 6 später im Topf gelandet sind. Das Angeln hat trotz Regen und Wind ziemlich Laune gemacht!! Danach gings zum Lager und die Forellen wurden zubereitet, köstlich  Knie und Fuß Fühlen sich leider immer noch nicht Fit an, und so beschließe ich noch einen Tag am Olavsbuvatnet zu bleiben, zumal die Angelei hier echt ein Traum ist!
      Am nächsten Tag gehts direkt um 7 uhr zum Angeln. Auch das Wetter spielt noch mit, strahlender Sonnenschein. Man kann nun die Forellen an den Ringen auf dem Wasser erkennen, die sich bilden wenn die Fische nach Insekten schnappen die kurz über/auf der Wasseroberfläche rumschwirren. In kurzer Zeit gibts wieder ne Menge Forellen! Sehr geil. Ab mittags geht dann leider der regen und sturm los, so dass ich mich ins Zelt verkrieche und ne Runde rumsnacke und Hörbuch höre. Abends gehts wieder zum Bach für ne erfrischende Wäsche bei Sturm und Regen. Zunächst gehts mir super, ich köchel mir was gedörrtes und chill im Zelt. Später merke ich, dass ich anfange leicht zu husten und Rückenschmerzen sowie Gliederschmerzen sich breit machen. Fuck, hoffentlich werd ich nicht Krank... Die Nacht hab ich anschließend nicht wirklich schlafen können, kotzen mit Schweißausbrüchen und ordentlich Schmerzen in den Gliedern brahcten mich irgendwie um den Schlaf. Am nächsten morgen gings mir so schlecht, dass ich beschlossen habe mich nach Halne zu schleppen und von da mit dem Bus zum nächsten Campingplatz fahre. Irgendwie fühl ich mich jetzt zu unsicher um weiter alleine durch die Gegend zu ziehen. Der Weg ist unendlich anstrengend, ich schwitze wie ein Schwein und komme kaum vorwärts... Brauche fast den halben Tag um bis Halne zu kommen. Direkt kommt der Bus und ich darf, da ich kein Bares am start hab, sogar gratis mitfahren. Ich steige in Ovre Eidfjord aus und begebe mich zum örtlichen Campingplatz (12€ die nacht). Dann gibts ne Warme Dusche, ein Bier und ne Warme mahlzeit und ich leg mich total ko in den schlafsack.
       
       
    • Von sompio
      Moin!
      Ein paar Outdoorbücher suchen ein neues Zuhause. Alle in sehr gutem Zustand, einzig "Trail Life" hat einen Knick am hinteren Buchdeckel.
      Preisvorstellungen (bei Abholung in Berlin, Versand grds. möglich):
      Trail Life – 20 € VERKAUFT
      Horizont Nord – 15 €
      Sicherheit und Risiko in Fels und Eis, Band 1 – 10 €
      Outdoor im Winter – 10 €
      Smarter Backpacking – 10 € VERKAUFT
      Ultralight Backpackin' Tips – 7 € VERKAUFT
      Backcountry Ski Book – 7 €
      Knoten – 4 € VERKAUFT
      Beste Grüße
      sompio

    • Von Tzunami
      Hi ich suche eine Isolationsjacke als zweite Aktiv-Schicht für Minusgrade bis -10 Grad. Da ich hauptsächlich mit einer 10 Liter Trailrunningweste unterwegs bin, sollte die Jacke ein möglichst gutes Wärme- Gewichtsverhältnis haben, der Preis spielt dabei erstmal keine Rolle. Die Jacke wird unter einer Windjacke getragen, sodass ich auf extra Windstopper-Beschichtungen verzichten kann. Auch benötige ich keine Kapuze oder Taschen. 
       
      Vielen Dank schonmal für alle Vorschläge!
    • Von Emm
      Teil 1 - Den Suff noch in den Knochen
       
      Nachdem ich zuvor circa 2,5 Monate auf dem GR7/E4 ungefähr 1700 Kilometer von Tarifa in Südspanien in Richtung Andorra gewandert war, blieb von meinem Sabbath-Halbjahr noch genügend Zeit, um in Deutschland auf Wanderschaft zu gehen.
      In der ersten Woche meiner Rückkehr beschließen mein Cousin Tim und ich also kurzerhand, den Westweg in Angriff zu nehmen.
      Eine Woche später machen wir uns auf den Weg.
      Aus Potsdam beziehungsweise Köln kommend, treffen wir uns am 28.3. in Stuttgart, um am Folgetag gemeinsam von Pforzheim aus zu starten.
      Wir wählen Stuttgart als Treffpunkt, weil die Verbindungen nach dort günstiger waren und Tim die Stadt kennenlernen wollte.  
      Nach einer feuchtfröhlichen Nacht in einer Spelunke unweit unseres AirBnB, fahren wir am nächsten Morgen nach Pforzheim.
      Wir durchschreiten die goldene Pforte am frühen Abend gegen 17:45.

      [ Ich und Tim vor der Goldenen Pforte Pforzheim. Wir tragen beide die Haglöfs Alder Hood. ]
       
      Doch nicht etwa, weil wir aufgrund des nächtlichen Exzesses zu spät aus Stuttgart losgekommen waren - vielmehr machten wir in Pforzheim die Bekanntschaft einer sehr netten jungen Dame namens Ve, welche uns freundlicherweise zu Fuss zu unserem Ausgangspunkt gebracht hatte, nachdem wir mit dem Bus einige Stationen zu weit gefahren waren.
      Sie kam dann im Bus auf uns zu und fragte, ob sie helfen könnte.
      Das wiederum lag wohl eindeutig an der bereits erwähnten durchzechten Nacht. 
      So kam es also, dass einige Stunden vergingen, zumal wir auch noch mit Ve im Restaurant direkt neben der Goldenen Pforte zu (Nach)mittag aßen.
      Ferner löschten wir unseren Brand noch mit je zwei Hefeweizen.
      Ideale Voraussetzungen also für den Start einer Fernwanderung.
       
      Tag 1 - Die ersten Kilometer
       
      Die ersten Kilometer führen nach einer Steigung in einem Waldstück unweit der Straße, meist in Straßennähe durch den Wald oder durch besiedeltes Gebiet.
      Sie sind weder besonders spannend, noch sind sie berichtenswert. Später geht es durch Waldgebiet immer entlang der Enz.
      Wir schlagen unser Lager nach Einbruch der Dämmerung neben dem Fluss auf.
      Die Mägen noch gut gefüllt, begeben wir uns nach einem Schluck Whiskey aus dem Flachmann sowie einem Bier in unsere Nachtlager. 
      Weit haben wir es heute nicht geschafft.

      [ Unser erster Lagerplatz direkt an der Enz. Dieses Foto entstand am nächsten Morgen. ]
       
      Nachfolgend liste ich unsere Schlaf-Setups mitsamt Rucksäcken auf:
      Tim: 
      Schlafsack: Nordisk Oskar (-2*) Isomatte: Therm-a-Rest NeoAir XLite Biwacksack: North Face Assault Groundsheet: Polyceo (SMD) Rucksack: GramXpert 42+10 Matthias:
      Quilt: Cumulus 250 (0*) Isomatte: Mountain Equipment Aerostrat Down 7 Zelt: SMD Scyscape Scout Groundsheet: Polycro (SMD) Heringe SMD (6) Trekkingstöcke: ALpin Loaker Carbon Pro (2) Rucksack: Weitläufer Agilist (Ende 2018)
      [ Meine fast komplette Ausrüstung. Es fehlen mein Spork, meine Titanium-Tasse mit Deckel (400ml) sowie meine Wollmütze und die Haglöfs Fleecejacke. Auch das Lonsleeve, welches ich trage, sieht man auf dem Bild nicht. ]
       
      Tag 2 - Auf nach Dobel
       
      Am nächsten Morgen brechen wir nach einer angenehmen Nacht sowie einem Kaffee und einem Riegel gegen 8 Uhr auf. Unser Ziel ist die Eberhart Essich Hütte, auf welcher wir fürstlich frühstücken würden.
      Rührei mit Speck, dazu Brot und warmen Kaffee. Für die ersten zwei Tage der Tour waren wir reichlich eingedeckt mit allerlei leckerem Essen.
      Gesättigt und zufrieden geht es für uns weiter. Nach einem bewölkten Start in den Tag, kommt die Sonne am frühen Nachmittag heraus.
      Nachdem wir das Dorf Neuenbürg durchqueren, führt der Weg an Schwann vorbei zum ersten Mal tiefer in den Wald hinein. 
      Hier macht das Wandern Spaß. Herrlich.
      In Dobel sollten wir uns noch ein Hefeweizen gönnen, bevor es für uns weiter ging in Richtung der Hütte außerhalb des Ortes.

      [ Hier macht das Wandern Spaß! ]
       
      Wir hatten uns diese geschlossene Hütte als Nachtlager ausgesucht, da sie ein Vordach sowie Sitzgelegenheiten bietet.
      Unterwegs bietet uns eine Frau, die mit ihrem Hund spaziert, einen Platz auf ihrer Wiese an. Zudem warnt sie augenzwinkernd vor den Wölfen.
      Wir lehnen dankend ab, schließlich sind wir nicht zum Spaß hier  
      Nachdem kurz vor Sonnenuntergang noch einige Gruppen Spaziergänger/innen an uns vorbei liefen, bauen wir unser Lager abermals mit Einbruch der Dunkelheit auf.
      Anschließend gibt es Steak mit getrockneten Steinpilzen, Bratensoße und Reis - dazu ein Tässchen des Rotweins, den wir in Dobel gekauft hatten (0,25 l).
      Bon Appetit!

      [ Am nächsten Morgen lüften wir unsere Schlafsäcke etc. Tim trinkt Kaffee, die Sonne blitzt hervor. ]
       
      Gut gesättigt geht es nach einem schönen Restabend in die Horizontale. Tim schläft unter dem Vordach der verschlossenen Hütte, ich in meinem Zelt.
      Die Nacht ist ruhig und so starten wir mit Kaffee und Porridge gut gestärkt in den Tag. Die Feuerstelle nutzen wir nicht.
       
      Tag 3 - Dobel bis Forbach
       
      Abermals meint es das Wetter gut mit uns. Die Sonne scheint und der kommende Tag entpuppt sich als schönster der Tour.
      Die Landschaft ist schön, ich fühle mich jedoch noch nicht im Gebirge angekommen, wenngleich es schon Hügel zu sehen und Höhe zu überwinden gibt. 

      [ Das Wetter ermöglicht uns die Aussicht auf erste Hügel. ]
       

      Weiter in Richtung Forbach voranschreitend, stoßen wir bald darauf auf die ersten Altschneereste.
      Durch den Sonnenschein ist es jedoch nicht kalt und die Wanderung macht Spaß.

      [ Erste Altschnee-Felder gesellen sich zu uns. ]
       
      Später führt uns der Weg noch durch eine Moorlandschaft, welche über einem Steg durchquert wird.
      Dort wachsen allerlei Pflanzen. Moore sind interessante Orte.
      Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte sich die Dokumentation „Die Macht der Moore“ ansehen. 
      Gegen 18 Uhr durchschreiten wir bei leicht bewölktem Himmel die Pforte kurz vor Forbach. Der Abstieg nach Forbach zieht sich in die Länge, ist jedoch schön anzuschauen. Nach einem schönen Wandertag haben wir anständigen Hunger und gönnen uns beim Italiener am Bahnhof Schnitzel mit Pommes, Salat sowie ein Hefeweizen. 
      Da es nach Forbach zum ersten Mal anständig bergauf geht und wir angesichts des noch immer in den Knochen steckenden Katers ziemlich K.O. sind, beschließen wir kurzerhand, uns eine Pension zu nehmen. Wir wurden direkt hinter der Forbacher Brücke von einer Frau aufgenommen, die Toni hieß und deren Gastfreundschaft ich hier hervorheben möchte.
      Die heiße Dusche und das Frühstück am nächsten Morgen waren fantastisch. Wir nahmen also jeder eine Dusche, wuschen Kleidungsstücke und gingen dann noch zur Tankstelle, um, na klar, ein Bier zu kaufen. Nachdem wir eine Weile in Tonis Garten saßen, ging es gegen 23 Uhr ins Bett.



      [ Erste Anzeichen des Frühlings. ]
       

       
      Tag 4 – Forbach bis Unterstmatt
       
      Nachdem wir gefrühstückt, ein nettes Gespräch mit Toni und ihrem Mann geführt sowie einige Lebensmittel gekauft hatten, ging es von Forbach in Richtung Unterstmatt. 
      Wie vorher bereits erwähnt, folgt nun ein knackiger Anstieg, welcher Tim das ein oder andere Mal fluchen lässt. Mich störte er nicht, war ich doch gut trainiert.
      Die Natur hier ist sehr schön und es ist trotz der Steigung eine herrliche Wanderstrecke. Allerdings war auch ich dann froh, als wir oben ankamen und an der Wegscheid Hütte unser zweites Frühstück zu uns nahmen. Die Hütte hat eine Feuerstelle sowie eine zweite Etage, auf welcher geschlafen werden kann. 
      Eine gute Gelegenheit also, hier sein Nachtlager aufzuschlagen.
      Wir hingegen laufen weiter, passieren die Jägerhütte und laufen vorbei an einer Talsperre. Alsbald geht es bergan in Richtung der Badener Höhe (1002 m). Wir machen eine Mittagsrast und schauen uns um. Es sind viele Tageswanderer vor Ort, wir unterhalten uns mit einigen. 
      Nach der Badener Höhe geht es bergab in Richtung Sand. Dort sowie auf dem Weg dorthin gibt es einige Gasthöfe, sodass wir uns eine warme Mahlzeit erhoffen, um anschließend Unterstmatt hinter uns lassen zu können und Strecke zu machen.
      Zwar hatten wir genügend Zeit zur Verfügung, doch fühlten wir uns ein wenig hinter dem Zeitplan. 


      [ Der Anstieg aus Forbach kommend hat es in sich. ]
       

      [ Der Turm auf der Badener Höhe. ]
       
      Dieser Plan schlägt fehl, da alles zu hat. Ein wenig Frust macht sich breit, sodass wir leicht mürrisch weiter in Richtung Unterstmatt ziehen. Wir passieren einen weiteren Skilift. In Unterstmatt angekommen, essen wir im Biker-Gasthof ausgiebig zu Abend (Schnitzel) und unterhalten uns mit einer netten älteren Dame, die Waldtraud heißt und so ziemlich alles über Vögel weiß, was es zu wissen gibt. 
      Wir reservieren ein üppiges Frühstück für den nächsten Morgen und ziehen uns oberhalb von Unterstmatt etwa einen Kilometer in den Wald zurück. Dort bauen wir in der Dämmerung unsere Setups auf und schlafen kurz darauf, begleitet von Uhu-Rufen und allerlei anderen Geräuschen.
      Heute Nacht ist es schon merklich kälter als die Tage zuvor.

      [ Unser Nachtlager. Das Foto entstand am nächsten Morgen.]
       
      Bei einer Temperatur von -1 trage ich in meinem Quilt X-warm Tights von Odlo, Thermosocken, ein Merino-Longsleeve, meine Haglöfs Fleecejacke sowie eine Wollmütze.
      Ich friere nicht, aber es ist nicht wohlig warm. So ziehe ich kurz danach meine Fleecejacke aus und die Daunenjacke an. Nun ist es schön warm.
       
      Tag 5 - Unterstmatt bis Alexanderschanze
       
      Nach dem leckeren Frühstücksbuffet, bei welchem wir uns selbstredend auch Verpflegung für unterwegs zusammengestellt hatten, ging es zunächst quer einer Skipiste entlang und danach steil nach oben in Richtung der Hornisgrinde. Bald befinden wir uns in einer Schneelandschaft.
      Wunderschön. Als Stadtmensch sieht man den Winter viel zu selten.
      Waltraud, die wir in den ersten Tagen des Westwegs immer wieder treffen, hat sichtlich Probleme, durch den hohen und nicht verdichteten Schnee zu stapfen, sodass ich ihr einen meiner Wanderstöcke anbiete.
      Sie kann ihn mir später zurückgeben. Dankend nimmt sie an, wir stapfen weiter den Berg hinauf.

      Der Aufstieg gestaltet sich aufgrund des Schnees als mühsam. Als wir gegen 10 Uhr an der Grindehütte ankommen, pfeift der Wind und wir beschließen, uns einen warmen Kaffee sowie ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte zu genehmigen. Eigentlich hat die Hütte noch geschlossen, doch man ist dort sichtlich imponiert, dass wir den Westweg um diese Jahreszeit gehen und bedient uns freundlicherweise.
      „Der Westweg im Winter? Ich fall’ vom Glauben ab“, raunt die Kellnerin uns entgegen, als wir nach einem kurzen Plausch mit ihr Platz nehmen. 
      Der Abstieg zum Mummelsee gestaltet sich als ebenfalls nicht so einfach. Wir stapfen durch sehr hohen Neuschnee und sinken bei jedem Schritt um die 50-70 cm ein. Über meiner kurzen Hose, welche ich für gewöhnlich zum wandern trage, trage ich aufgrund des Schnees meine lange Unterhose sowie eine Regenhose. Tim tut es mir gleich.
      Als Schutz vor dem Schnee haben wir unsere Füße mit 1. Dünnen Socken, 2. Plastiktüten und 3. Wärmenden Socken umhüllt.

      [ Der wunderschöne Mummelsee. Letzen Winter verbrachte ich dort 3 Tage mit meiner Freundin im Hotel direkt am See. Sehr empfehlenswert. ]
       
      Am nunmehr fast schneefreien und wunderschönen Mummelsee angekommen, umrunden wir diesen und machen eine kleine Rast am Steg. Kurz darauf durchschreiten wir die nächste Pforte und wandern in Richtung der Skipiste Seiblesecke.
      Dort genehmigen uns Wiener Würstchen sowie je ein Pils und unterhalten uns mit einem älteren Herren, welcher sich zu uns gesellt. Dieser war Mitglied des Schwarzwaldvereins und erzählte uns Wissenswertes über den Westweg. Im Verlauf des Gespräches sollte sich herausstellen, dass Tim seinen Ausweis vergessen hatte.
      Der Mann riet uns davon ab, unter diesen Umständen bis nach Basel zu gehen, da mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen sei, würde man in der Schweiz ohne Ausweis erwischt.
      Forstarbeiten und Naturschutz führen dazu, dass der Westweg kurz nach der Seiblesecke gesperrt ist. Nach kurzer Überlegung entschließen wir uns dazu, die Skipiste hochzulaufen, um dann anschließend über den Bergkamm den Weg in Richtung der Darmstätter Hütte zu nehmen. 
      Wir stapfen durch beinahe mediterrane Flora und Fauna, bis es am Ende des Kamms wieder bergab geht. Doch auch hier sollte der Schnee dermaßen tief sein, dass wir gefühlt metertief einsinken sollten. An der Darmstätter Hütte angekommen, machen wir eine Rast und essen etwas. Natürlich hatte auch diese geschlossen.
      Im Laufe des Westwegs kamen wir zu unserem Leidwesen an vielen verschlossenen Hütten vorbei. Die Saison war seit knapp einer Woche vorbei, wie sich später herausstellen sollte. Viele Gaststätten befanden sich im wohlverdienten Urlaub.
      Die Wanderung führt uns nun durch den Wald weiter in Richtung des Skilifts Ruhestein, wo wir gegen 16 Uhr eintrudeln und uns ein Schnitzel nebst Hefeweizen genehmigen.

      [ Auf dem Westweg habe ich eigentlich immer, wenn wir essen waren, ein Schnitzel gegessen  ]
       
      Anschließend geht es gut gestärkt wieder hinauf in Richtung des Schliffkopfes, wo wir abseits des Westweges an einer Schutzhütte unser Lager aufschlagen. Der Tag war anstrengend und so liegen wir in etwa gegen 20:30 in unseren Schlafgemächern.



       
      Tag 6 – Schnee und Kälte
       
      Am nächsten Morgen ist es kalt und windig, sodass zum ersten Mal die Hardshell angezogen wird. Nach einem kleinen Frühstück mit Kaffee und Riegel geht es für uns weiter.
      Später stehen wir abermals vor einem geschlossenen Gasthof und treffen dort einen weiteren Wanderer, der zu dieser Jahreszeit unterwegs ist. Wir quatschen kurz und laufen wir nun in Richtung Kniebis. An einer Kreuzung steht ein Gebäude der Nationalpark-Verwaltung.
      Wir klingeln und fragen nach einem Kaffee, den wir auch netterweise bekommen.
      Wir verlassen den Westweg, um Vorräte zu kaufen und etwas warmes in den Magen zu bekommen.
      Da eine weitere Pforte vor dem Gasthaus am Kniebis steht, kommt in uns der Gedanke hoch, dass unsere GPS-Daten so nicht stimmen können, führen sie doch einige Kilometer am Kniebis vorbei.

      [ Irgendwie hatten wir diese Pforte nicht auf dem Schirm. Möglicherweise lag es an der kurzen Vorbereitungszeit. ]
       
      Wir erreichen den Gasthof gegen 11.15, genehmigen uns einen Kaffee sowie ein Hefeweizen und warten darauf, dass die Küche öffnet. Wir unterhalten uns sehr nett mit dem Barkeeper, der selber leidenschaftlicher Wanderer ist. In der warmen Stube sitzend, lässt es sich aushalten.
      Nach einer ausgiebigen Rast und mit vollem Magen geht es noch ein wenig die Straße runter zu einer Tankstelle, um Vorräte zu kaufen, bevor es wieder zurück auf den Westweg geht. Das Wetter wird immer schlechter. Es ist bitterkalt und der Nebel versperrt uns im tiefen Schwarzwald die Aussicht. Gespenstisch mutet er auf diesem Abschnitt an, der Westweg.
      Trotz einiger Hütten auf dem Weg entschließen wir uns dazu, noch weiter zu gehen, da sich am Freiersberger Tor ebenfalls eine Schutzhütte befindet.


      [ Aufkommender Nebel verschlechtert zusehends unsere Sicht. ]
       
      Als wir die Schutzhütte endlich erreichen, ist es fast dunkel und schneit bereits seit Stunden, mittlerweile sehr stark. Die Sicht beträgt fast 0. Zunächst schleicht sich nun ein wenig Frust bei uns beiden ein, da alle Türen verschlossen zu sein scheinen. Daher nehmen wir also unter dem Vordach der großen Hütte Platz und überlegen, was nun zu tun ist. 
      Tim vernimmt den Ruf der Natur und so kommt es, dass er um die Hütte schleicht und nach einem geeigneten Ort sucht, sich zu erleichtern.
      Ich rauche eine Zigarette und überlege schon, ob wir zu zweit unter dem Vordach in meinem Zelt schlafen sollen, als Tim zurück kommt. Er hatte den Eingang zur Hütte gefunden. 
      Dieser befindet sich auf der Straßenseite. Zu unserer Überraschung chillt der Wanderer, den wir am Vormittag trafen, ebenfalls da. Wir hegen sofort große Sympathie füreinander und so kam es, dass wir uns nach einem leckeren Abendmal aus Zutaten von uns dreien, dazu entschließen, den Rest des Weges gemeinsam zu gehen.
      Sein Name ist Chris und er sollte anschließend noch bis nach Kroatien wandern – mit einem Gepäck von schätzungsweise 20+ Kilo.



       
      Tag 7 – Freiersberger Tor bis Hasemann-Hütte
       
      Nach einem geselligen Abend mit allerlei Wander-Philosophie und einer ruhigen Nacht, bestätige ein Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen meine Befürchtungen. Überall lag Schnee und somit war klar, dass die heutige Etappe in den höheren Lagen anstrengend werden würde.
      Nichtsdestotrotz machen wir drei uns gut gelaunt und gestärkt vom Frühstück auf den Weg. Es geht auf und ab. Unterwegs sehen wir noch zwei Hütten, eine davon mit Ofen.
      Mist, denke ich, das wäre doch was Feines gewesen!

      [ Der wunderschöne Winterwald ist ein Genuss. ]
       
      Gegen 11 Uhr erreichen wir den Haakhof, eine Vesperstube. Zuvor passieren wir die bekannten riesigen Stühle.
      Da es recht frisch ist und wir drei mit unseren Trailrunnern durchaus schon kalte Füße haben, beschließen wir, eine Rast zu machen. Es gibt Rührei mit Speck und Brot sowie ein Pils. 
      Aufgewärmt, gewaschen  und gut gestärkt geht es weiter in Richtung Hausach. Es macht trotz der Kälte Spaß zu wandern.
      Gegen 15 Uhr passieren wir eine weitere Schutzhütte, die Hohenlochhütte.
      Wir hören Geräusche und just als wir die Hütte inspizieren wollen, entdecken wir zwei ältere Herren, die dort Arbeiten verrichten. 
      Nach einer netten Begrüßung sowie einem kurzen Gespräch bitten sie uns in die warme Hütte und spendieren uns Kaffee, Kuchen und Schnaps. Die Herren sind Mitglieder des Schwarzwaldvereins Wolfach und äußerst freundlich.
      Wir essen jeder zwei Stück Kuchen, trinken je zwei Kaffee und je zwei Klare, bevor wir Geld in die Spendenbox stecken und uns verabschieden.
      Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir Hausach, welches nicht näher kommen will. Die Beschilderung hier erlaubt sich einen Scherz in Bezug auf die noch verbleibenden Kilometer und so manches Mal zweifle ich an meinem eigenen Verstand. 
      Endlich angekommen, machen wir uns auf die Suche nach neuem Gas für Tim‘s Kocher. Unser Behälter ist leer. Nachdem wir sämtliche Tankstellen, Eisenwaren- und Gemischtwarenhändler abgeklappert haben, müssen wir frustriert feststellen, dass unser Plan Gas auf dem Weg nachzukaufen, gescheitert ist. 
      Unser Ziel heißt nun Hasemann-Hütte und es sind noch etliche Höhenmeter zu überwinden, um die 400 in etwa. Steil geht es aus Hausach raus, höher und höher hinauf. Ein nicht endender Aufstieg, der im Schnee anstrengend ist. Wir kommen nicht gut voran.
      Die Sicht ist schlecht, der Wind bläst. Es fängt an zu schneien und wir haben immer noch rund einen Kilometer vor uns. Tim ist erschöpft.
      Ich eile voraus um zu schauen, ob die Hütte geöffnet ist und um notfalls mein Zelt aufbauen zu können, sodass wir dort zu dritt zumindest sitzen könnten. Es wird langsam dunkel. 
      Oben angekommen gibt es Grund zur Freude. Die Hütte ist geöffnet. Ich schaue mich um, lege meine Sachen ab, rufe den beiden anderen entgegen, dass die Hütte geöffnet sei.
      Ich sammele Feuerholz. Tim erreicht die Hasemann-Hütte völlig erschöpft und musste die letzten Meter von Chris gestützt werden.
      Eine anstrengende Etappe. Wir entzünden den Hobokocher, den Chris mit sich führt und kochen Tee und braten Würstchen. Wir essen eine deftige Brotzeit und legen unsere Isomatten auf die Bänke im unteren Bereich der Hütte, da es im oberen Schlafbereich zieht. Nach einem Feierabendbier schlafen wir erschöpft ein.
      ENDE TEIL 1
      Da ich leider keine Bilder mehr hochladen kann, ist an dieser Stelle Schluss. Teil 2 folgt in Kürze. 
       
       
       
       
       


  • Benutzer online   1 Benutzer, 0 Anonym, 20 Gäste (Gesamte Liste anzeigen)

×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Diese Website benutzen Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Lies bitte auch unsere Datenschutzerklärung, sowie unsere Nutzungsbedingungen und die Netiquette.