Hallo allerseits,
ich gehöre zu den Vielen, die hier schon seit längerer Zeit als Gast mitlesen und für die irgendwann die Zeit gekommen ist, sich anzumelden...
Hier ein bisschen was zu mir und zu meiner Wanderkarriere:
Nachdem ich während meiner Urlaube früher überwiegend mit dem Rucksack durch Lateinamerika (vor allem Peru, Bolivien, Argentinien und Guatemala) gereist bin, habe ich, seitdem ich arbeite, das ausgeprägte Bedürfnis, mich in meiner Freizeit möglichst viel in der Natur zu bewegen. So bin ich vor etwa 10 Jahren zum Hüttenwandern in den Alpen gekommen, was aus ökologischer Sicht auch den Vorteil hat, dass man dorthin mit dem Zug anreisen kann. Damit war ich relativ lange glücklich und zufrieden und konnte mir - vor allem wenn ich in strömendem Regen auf einer Hütte angekommen bin - nicht so recht vorstellen, wer beim Wandern freiwillig Zelt und Essen mitschleppt und auf ein festes Dach über dem Kopf und leckeres Hüttenessen verzichtet. Aber man entwickelt sich ja weiter...
Zunächst war ich nochmal in Südamerika unterwegs (Patagonien - Torres del Paine, El Chaltén, Bariloche), wo es mir im Herzen weh getan hat, dass ich ohne Zelt im Torres del Paine-Nationalpark nur den W-Trek laufen konnte. Daraufhin habe ich dann mit einer geführten Tour und mit Eselchen, die alles getragen haben, die Cordillera Huayhuash umrundet, um mal zu sehen, ob im Zelt übernachten, in Gebirgsbächen waschen, ... überhaupt etwas für mich ist - und was soll ich sagen, die Antwort war ja! Um zu testen, ob ich alleine und auf einer etwas längeren Strecke klar komme, bin ich dann aber erstmal noch die Annapurna-Runde gelaufen, die organisatorisch keine größeren Anforderungen stellt und bin am Schluss insgesamt (mit Abstechern und Anhängseln) 21 Tage gewandert. 2018 war es dann so weit und ich habe mir mein erstes Zelt gekauft und bin den GR 20 gelaufen, habe mich allerdings (außer Frühstück, das hatte ich für den kompletten Weg dabei) ganz überwiegend bei den Hütten versorgt. Nachdem ich mich dem "echten" Wandern mit Zelt damit in kleinen Schritten immer weiter angenähert habe, habe ich für 2019 fleißig Urlaub gespart und mir den GR 11 vorgenommen.
Aus diesem Forum habe ich schon den einen oder anderen guten (eine zweite Garnitur warme Klamotten - die könnten ja mal nass oder schmutzig werden - braucht kein Mensch) und auch nicht so guten (FroggToggs - noch nie war ich beim Wandern dermaßen klatschnass) Tipp mitgenommen und ich würde mich freuen, wenn andere Forumsmitglieder mir auf dem Weg zum ultraleicht Wandern mit Rat zur Seite stehen. Manche Dinge (z.B. Tarp) kann ich mir nicht so recht vorstellen, aber das Ganze scheint mir eine Entwicklung zu sein, die man selbst durchmacht (im Geiste bin ich zwischenzeitlich bei einem einwandigen Zelt, das mit Trekkingstöcken aufgestellt wird, angekommen - aber zumindest bei einer zweiten größeren Tour muss mein jetziges Zelt schon noch zum Einsatz kommen).
Einen eigenen Tipp hätte ich immerhin auch beizusteuern:
Der Bezug von Darn Tough-Socken scheint ein heißes Thema zu sein. Auf ebay gibt es einen Verkäufer namens otterway (aus Großbritannien), der Darn Tough-Socken verkauft. Preislich liegen die Wandersocken bei 15 GBP + 3 GBP Versandkosten, bei dem derzeitigen Wechselkurs sind das ungefähr 20 EUR. Ich habe dort bisher nur einmal bestellt, aber dabei hat alles wunderbar geklappt und die Socken sind nach acht Tagen bei mir angekommen.
Falls jemand eine der Wanderungen plant, die ich schon gemacht habe, stehe ich für Fragen natürlich auch gerne zur Verfügung.
Dann bleibt es mir jetzt nur noch, allen ein wunderbares/wanderbares Jahr 2019 zu wünschen!