Ist natuerlich schwieriger, als wenn man 2 oder 3 Mal im Leben zwischen Arbeitsstellen laenger reist und sich vorher was zusammengespart hat o.A.
Oder man koennte auch sagen, ist leichter...
Es kommt halt auch immer auf die Lebenseinstellung an...
Was ich weiter schreibe, ist ein Beispiel, wie es laufen kann, beim Naechsten geht es halt ganz anders...
Einer der Hauptknackpunkte ist, sich davon freizumachen, was man alles braucht / machen muss, um die eigenen Aengste zu besaenftigen (z.B. Thema Versicherungen), ich habe keine Versicherungen, die nicht entweder gesetzlich vorgeschrieben sind, oder die ich fuer unbedingt noetig halte (Privat-Haftpflicht, ADAC), wenn es das wie in F gaebe, haette ich auch lieber eine eingeschraenkte Krankenversicherung, die nur Krankenhaus-Leistungen & Zahnarzt absichert, in dem Zusammenhang ist es natuerlich auch bloed, dass geringverdienende Selbststaendige durch die bestehende Gesetzeslage deutlich mehr % zahlen muessen, als Selbststaendige mit hoeherem Einkommen oder Arbeitnehmer, wenn man bei denen beide Anteile zusammen rechnet.
Dann natuerlich die eigenen Lebenskosten niedrig zu halten, bei mir hat sich das lange dadurch automatisch ergeben, dass ich die meiste Zeit eines Lebens bisher gerne in Lebensgemeinschaften, WGs gelebt habe, jetzt allerdings seit Laengerem nicht mehr, da sich was anderes Gutes ergeben hat.
Klar ich habe auch den finanziellen Vorteil, dass ich keine Kids finanzieren muss, das ist mehr Lebenszufall, ich finde Kids klasse und habe viel mit Ihnen zusammengewohnt und sind mir immer ueberall sehr willkommen, aber in jungen Jahren habe ich das Gefuehl gehabt, ich kann noch nicht mal die Verantwortung fuer mein Leben easy tragen, dann kann ich nicht noch 100% Verantwortung fuer ein anderes Leben uebernehmen und spaeter kam auch schon durch Beziehungen Kids in mein Leben.
Entscheidend finde ich, offen sein fuer das Unerwartete, immer wieder zu schauen, staerkt mich das, was ich tue, oder schwaecht es mich, wofuer brennt mein Feuer und dann zu schauen, dass man in dem Bereich irgendwie genug Geld verdient, dass es zum Leben reicht.
Ja ich weiss, auch mir geht es so, dass ich nicht jede von Aussen aufgezwungene Veraenderung gut finde, erstmal evtl leide...
Wenn man das, was man beruflich macht, so mag, dass es Spass macht, die Menschen mit denen man da zu tun hat, ueberwiegend einem Spass machen, braucht man auch kein hoeheres Einkommen, in dem Schmerzensgeld enthalten ist bzw genuegend Kohle fuer Frustkaeufe
Als Student war es eh nie ein Prob, Kosten niedrig, Vieles als Student preiswerter bzw muss gar nicht bezahlt werden (Krankenkasse) grosszuegige Zuverdienst-Moeglichkeiten, was Steuer usw betrifft, OT: entsprechend kann ich auch die Jammerei "ich bin Student, habe nicht viel Kohle" nicht mehr hoeren, ich habe in der Zeit auch ueberall gejobt, auch was heftigere Sachen wie Eisenschmiede usw
Da war es dann zeitlich easy mit dem Wegfahren.
Spaeter nach weiteren fachlichen Ausbildungen habe ich u.A. laenger fuer ein US-Unternehmen gearbeitet, da galt zwar 40 std Woche / 30 Tage Urlaub, aber eine gute Ueberstunden-Regelung, wenn ich dann da war, habe ich halt viele Ueberstunden gemacht und erstmal die auf Tour abgebaut bzw mit Ueberstundenkonto auf Minus-Anschlag zurueckgekommen, das war dann natuerlich waehrend der 8 Monate / Jahr, die ich da war, auch deutlich mehr als 40 std.
Nach ein paar Jahren, als ich mich von der Firma getrennt habe, Zwischenspiele in anderen Firmen und ich keine Festanstellung in dem Bereich finden konnte, bei dem es ueber die 30 Tage hinaus die Moeglichkeit gab, unbezahlten Urlaub zu bekommen, oder eine entsprechende Ueberstunden-Regelung, bin ich halt irgendwie in dem Bereich in die Selbststaendigkeit geschliddert und nur soviel Arbeit angenommen, dass es zum Leben reicht.
Im Laufe der Jahre kamen und gingen Bereiche in der Selbststaendigkeit, ich arbeite halt in Bereichen, in dem ich auch viel unterwegs als digital Nomad arbeiten kann, heutzutage ist das viel Einfacher als frueher.
Ich brauche halt nicht so das Draussen sein als Erholung vom alltaeglichen Leben / Arbeiten (klar, wenn man solo unterwegs ist, ist die Reise ins eigene ich immer dabei) es ist Teil meines normalen Lebens, entsprechend finde ich das auch easy, abends im Zelt, wenn ich an dem Tag will und Netz habe, Emails zu schreiben, Kunden zurueckzurufen, oder ein Stuendchen Orga zu machen.
Grundsaetzlich glaube ich, Gesundheit vorausgesetzt, dass die meisten Menschen bei uns im Westen, wenn sie den Mut haben, zu springen, ihre Aengste los zu lassen, den Lebensstil leben koennen, den sie gerne haetten (ok Jetset wuerde u.U. schwierig ) ein wenig Glueck gehoert auch dazu, aber letztendlich legt einem die Existenz haeufig schon die richtigen Trittsteine vor die Fuesse, haeufiger war ich nur zu blind, um sie direkt zu sehen...z.B. leben oberhalb von TerraNonna 2 Familien in kleinen Haeuschen im Wald, mit jeweils mehreren Kindern, die nach dem was ich mitkriege, sehr gluecklich sind und zumindest die eine Familie noch deutlich weniger Einkommen als ich hat (und das will was heissen).
Ich kann natuerlich auch die gut verstehen, die sich finanziell gut absichern wollen, weil sie eben sonst die ganze Zeit im Stress waeren, oder da einfach andere Prioritaeten setzen, oder die auch ihren Kindern eine gute finanzielle Start-Plattform bieten moechten.
Ich fInde es z:B. auch total klasse, wenn ich sehe, dass bei Leuten noch Grossfamilie funktioniert, dass Keiner zur Pflege o.A. abgeschoben wird, oder wenn ich an die denke, die nun, nachdem es wohl Anderen zu kalt geworden ist, sich auf der Strasse festzukleben, mit ihren Traktoren fuer etwas Verkehrsentschleunigung gesorgt haben , gerade bei alternativen Bauern stelle ich da haeufiger eine derartige Zufriedenheit mit ihrem Tun, ihrem Beitrag zum Ganzen fest, dass die haseufig gar nicht so die Sehnsucht nach Reisen haben und Draussen unterwegs und in Einklang mit der Natur sind sie ja auch.
Also jeder wie er will, Hauptsache moeglichst Viele sind moeglichst gluecklich...