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Ultraleicht Trekking

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mexl916

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Reputationsaktivitäten

  1. Witzig!
    OT: Sollte ich mal überraschend auf dem Trail auf eine CSD Parade treffen kommt mein großer Augenblick. 
  2. Gefällt mir!
    Tatsächlich liege ich auch manchmal seitlich drauf - alles eine Frage des richtigen Untergrundes.
    Wenn ich härtere Böden (oder tiefere Temperaturen) erwarte, dann greife ich aber auch gern mal zur "komfortablen" Z-Lite.
    Das "Plex Solo" wurde ja schon verlinkt und auch das "XMid" wird planmäßig online gehen, sobald ich mir sicher bin, dass der Schnitt passt.
    Beim Pack ist es nach wie vor problematisch, da ich alles nur als Datei für meinen Laser habe. Wollte das immer mal in ein gängiges Format übertragen, aber es gelang mir nicht bzw. nicht zufriedenstellend...
    Vielen Dank für die Blumen und nur noch mal zur Richtigstellung: Ich bin voll und ganz selbstständig - aber als Zahnarzt in eigener Praxis.
    Insofern nein, ich habe weder Zeit noch Muße aus dem UL MYOG noch ein Gewerbe zu gründen oder Aufträge anzunehmen.
    Alles was ich bisher abgeben habe, waren MYOG Werke, die ich für mich selbst gemacht habe. Diese wurden nur im Laufe der Zeit durch neue Experimente, Schnitte oder Materialien ersetzt.
    Auf mein schwarz-weißes "Label" bin ich ansonsten einfach nur ein wenig Stolz - das ist neben der Inspiration eigentlich der Hauptgrund, warum ich es auf Bildern präsentiere etc. Getreu dem Motto: "Jawohl, das habe ich gemacht".
    Viel mehr als 3,5kg sollten das bisher nicht gewesen sein und dafür ging er definitiv problemlos.
    IdR nutze ich dann aber doch meist meinen eigenen Pack - etwas schwerer, aber dank des Westensystems einfach soooo viel effizienter.
  3. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von Nero_161 erhalten in Welche Schlafunterlagen benutzen die Forenuser?   
    Da ich wieder mal über diesen tollen Thread gestoßen bin, ein kleines Update von mir. Nach sehr vielen Versuchen bin ich bei folgender Kombi gelandet:
    Profil
    Schlaftyp: 50% Seitenschläfer, 50% Rückenschläfer Größe: 173 cm, Gewicht: 68 kg Setup:
    Exped FlexMat Plus LW, zugeschnitten: 91 cm x 57 cm, 243 g Kanchen Junga, 180 cm x 49 cm x 0,9 cm, 131 g Sea to Summit Aeros Down Pillow, Gr. L, 89 g Summe: 463 g Die Exped unter den Torso, darüber die Kanchen. Damit schlafe ich auch auf hartem Betonboden noch hervorragend. Kein Vergleich zu meiner ungeliebten XLite.
     
  4. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von wilbo erhalten in Welche Schlafunterlagen benutzen die Forenuser?   
    Da ich wieder mal über diesen tollen Thread gestoßen bin, ein kleines Update von mir. Nach sehr vielen Versuchen bin ich bei folgender Kombi gelandet:
    Profil
    Schlaftyp: 50% Seitenschläfer, 50% Rückenschläfer Größe: 173 cm, Gewicht: 68 kg Setup:
    Exped FlexMat Plus LW, zugeschnitten: 91 cm x 57 cm, 243 g Kanchen Junga, 180 cm x 49 cm x 0,9 cm, 131 g Sea to Summit Aeros Down Pillow, Gr. L, 89 g Summe: 463 g Die Exped unter den Torso, darüber die Kanchen. Damit schlafe ich auch auf hartem Betonboden noch hervorragend. Kein Vergleich zu meiner ungeliebten XLite.
     
  5. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von Brilo erhalten in Welche Schlafunterlagen benutzen die Forenuser?   
    Da ich wieder mal über diesen tollen Thread gestoßen bin, ein kleines Update von mir. Nach sehr vielen Versuchen bin ich bei folgender Kombi gelandet:
    Profil
    Schlaftyp: 50% Seitenschläfer, 50% Rückenschläfer Größe: 173 cm, Gewicht: 68 kg Setup:
    Exped FlexMat Plus LW, zugeschnitten: 91 cm x 57 cm, 243 g Kanchen Junga, 180 cm x 49 cm x 0,9 cm, 131 g Sea to Summit Aeros Down Pillow, Gr. L, 89 g Summe: 463 g Die Exped unter den Torso, darüber die Kanchen. Damit schlafe ich auch auf hartem Betonboden noch hervorragend. Kein Vergleich zu meiner ungeliebten XLite.
     
  6. Danke!
    Hi.
    Ich habe verschiedene kleine Plastikgefäße getestet und nun vielversprechende medizinische PP Döschen entdeckt (getönt oder transparent) in Größen von 20,40,75 und 135ml die dünnwandig (auch der Deckel!) trotzdem stabil und besonders leicht sind. 40ml wiegen 3Gramm.
    Da lässt sich mal Nadel und Faden, Streichholz und Pflaster in ein Döschen packen, das Zahnpulver abfüllen... meine paar Gramm Aktivkohle kommen nun gut unter. 
    Gleichzeitig bieten sie kleine Laborflächen (Pathogefäß) die etwas schwerer sind (20ml 5Gramm) aber für Flüssigkeiten geeignet (aber auch für Särehaltiges und Öl) - und endlich ist mein mein Propolis in Alkohol gut verstaut. 
    https://www.glas-fabrik.de/Dosen-Tiegel/Transparente-Schraubdosen-mit-gerilltem-Deckel/
     
  7. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von questor erhalten in TAR Neo Air NXT - der neue Goldstandard?   
    OT: Habt ihr eine Bezugsquelle für Nylofume Pack Liner?
  8. Gefällt mir!
    mexl916 reagierte auf Jever in TAR Neo Air NXT - der neue Goldstandard?   
    Da lege ich doch gerne 230g auf das Gewicht drauf, nutze eine Z-Rest und oben druff eine Prolite4 short, und bin alle angesprochenen Probleme los. Sie knarzt nicht und weckt andere, ich brauche keine Unterlage um drauf zu liegen, das sperrige Teil (Z-Rest) kann aussen an den Rucksack ran, mit Delaminieren, Microlöchern etc. musste ich in 13 Jahren Nutzung seit Kauf nicht kämpfen und bis etwa -5°C ist die Kombi schlichtweg warm.
     

    Die Prolite (man sieht etwas Rotes unter dem Schlafsack) war schon mit am Aconcagua (hier auf 5500m nach einem Schneesturm - deswegen auch der Triebschnee im Zelt).
     

    in Tadjikistan
     

    Peru

    und Alpen allgemein.
    Und jedes mal, wenn ich denke: "zu viel Gewicht" und suche herum, treffe ich bei allem anderen Zeug auf Probleme mit der Breite, der Länge, der Lautstärke, Liegehöhe, Haltbarkeit, Empfindlichkeit oder Preis - oder einer Kombi aus mehr oder weniger mehr Punkte aus der Liste. 
    Die Goldstandard Neoair NXT ist da keine Ausnahme. Schon auf der verlinkten HP steht unter Userfeedback:
    -14°C auf ner platten LuMa muss ich nicht haben, egal ob die danach ausgetauscht wird oder nicht.
     
     
     
  9. Danke!
    mexl916 reagierte auf Mia im Zelt in Arizona Trail Gear-Review   
    Hallo alle zusammen, 
    mein Mann und ich haben unseren Thruhike auf dem Arizona Trail inzwischen erfolgreich beendet. Ein Bericht folgt demnächst. Hier schon mal ein Review über unsere benutzte Ausrüstung.
    Hinweis: Ich habe darauf geachtet möglichst leichte Ausrüstung zu benutzen, mein Mann hingegen hat mehr auf Komfort geachtet und deshalb auch zu etwas schwereren Ausrüstungsgegenständen tendiert.
    - Schlafsack: Western Mountaineering Apache MF (ich) bzw. Western Mountaineering Antelope MF (Mann)
    Von den nächtlichen Temperaturen, die wir auf dem Trail erlebt haben, haben beide Schlafsäcke gut funktioniert und wir waren froh Schlafsäcke für - Temperaturen mitgebracht zu haben. Leider hatten wir kein Gerät mit, welches die Temperatur gemessen hat, daherhandelt es sich um Mutmaßungen und um Aussagen von anderen Wanderern, denen eine Temperaturmeßung möglich war. Generell hatte es nachts oftmals Minusgrade (gefrorenes Kondens oder Trinkwasser).  Hinter dem Saguaro NP hatten wir einen Mann getroffen, der in der Nähe gezeltet hat und -9.5 ° C gemessen hat. In der Nacht am Manning-Camp wars gefühlt noch kälter (und 1000m höher), wie viel genau wissen wir nicht. Schätzungsweise kälter als -10 Grad. Trotzdem haben uns die Schlafsäcke immer warm gehalten, auch wenn es bei mir in der kältesten Nacht am Manning-Camp 30 min gedauert hat, bis mir warm war. Was mich genervt hat war die Kapuze. Als Seitenschläfer sitzt diese bei mir generell nicht richtig. Deshalb mag ich am liebsten einen Schlafsack bzw. Quilt ohne Kapuze, aber da hatte ich keinen für den Temperaturbereich. Um das Problem zu umgehen habe ich den Reißverschluss nach unten getan und mal mehr, mal weniger hoch gezogen. Die Kapuze und alles was dort in der Nähe ist habe ich um mich gewickelt, damit kein Luftzug entsteht. So hat er für mich persönlich gut funktioniert. Wenn es kalt war habe ich eine Mütze aufgesetzt. Da mein Mann auch auf dem Rücken gut schlafen kann, hat ihn dies weniger gestört.
    - Isomatte: Thermarest X-Therm regular mummy (ich) bzw. XL (er)
    Angesichts der kalten Nachttemperaturen bin ich froh diese Matte mitgenommen zu haben und nicht die Xlite small. Kälte ist nie durchgekommen. Für mich hätte sie persönlich etwas kürzer und dafür im Hüftbereich breiter sein können. Trotz der relativen Dicke musste ich jede Nacht mehrfach die Seite wechseln, da irgendwann Hüfte und/oder Schultern  schmerzten. Da bin ich empfindlich. Mein Mann war mit seiner Matte vollkommen zufrieden. 
    - Zelt: Tarptent Double Rainbow
    Das Zelt ließ sich immer schnell und leicht auf- und abbauen. Kondens entstand immer dann wenn es windstill und kalt war. Wenn eine oder beide Türe offen blieben, konnte dies manchmal verhindert werden. Vom Wetter her musste es nur selten Regen oder starkem Wind aushalten. Das hat aber immer gut funktioniert. In einer besonders windigen Nacht (meist war der nur tagsüber stark) habe ich eine Apside mit einem Trekkingstock (Spitze unten) verstärkt. Einziges Problem: Nach einem Sandsturm am Grand Canyon South Rim ließen sich die äußeren Reißverschlüsse nicht mehr komplett schließen. Hoffentlich lässt sich dies mit einer intensiven Reinigung lösen.
    - Kleidung: 
    Gestartet bin ich mit einer Kombi aus Shorts und Bluse aus 100% Leinen. Im Forum wurde ich davor gewarnt, dass Leinen aufgrund von Schweiz ständig nass und durch Schwitzsalzen rau werden würde. Beides ist nicht eingetreten. Das Tragegefühl war sehr angenehm und die Geruchsentwicklung selbst nach über 2 Wochen gering. Leidee trat ein ganz anderes Problem auf: Der Stoff hat sehr schnell Löcher entwickelt. Und zwar richtig viele. Deshalb musste ich die Teile bereits in Kearny ersetzen. Im örtlichen Thrift-Store habe ich ein No-Name Shirt und eine kurze Laufhose erstanden. Die Laufhose gefiel mir sehr gut vom Tragegefühl, nur sie verfügt über keine Taschen. Das Shirt war ok, fühlte sich aber wärmer an als die Leinenbluse. 
    Schuhe: Altra Olympus 4
    Da meine Hokas und meine Salomon schon sehr in Mitleidenschaft gezogen waren, entschied ich mich dazu in den USA neue zu kaufen. Beim der Anprobe im Geschäft fand ich die Altras sehr bequem, insbesondere die breite Zehenbox. Auf dem Trail hat meine Begeisterung dann allerdings nach und nach stark abgenommen. Die Schuhe haben für meinen Geschmack zu wenig Dämpfung. Das größte Problem war allerdings, dass ich (und auch mein Mann mit den gleichen Schuhen) sehr viele Blasen bekommen habe. An beiden Fersen hatte ich locker 10 Stück. An den Zehen hatte ich auch genauso viele, meist waren die aber kleiner und weniger schmerzhaft. Insbesondere in den ersten 3 Wochen war es ganz schlimm, ab Kearny hat uns Vaseline gute Dienste geleistet. Ich vermute meine Füße sind generell anfällig für Blasen, aber bestimmt haben die Schuhe ihren Beitrag geleistet. Auch mit enger Schnürung hatte ich das Gefühl keinen guten Halt in den Schuhen zu haben. Nochmal kaufe ich sie garantiert nicht. Etwas positives gibt es noch: sie haben die kompletten 1260km gehalten. 
    Socken: Darn Tough 1/4 und Injinji Zehensocken
    Die Injinjis waren in den letzten Tagen unten am Vorderfuß löchrig, aber die Darn Tough sind in gutem Zustand. Vom Tragegefühl waren beide gut, nur gestunken haben sie... 
    Eigentlich hatte ich die Hoffnung, die Injinjis würden Blasen an den Zehen verhindern. Hat leider nicht geklappt. Mir kamen sie mit den Socken aber weniger schmerzhaft vor und sie verheilten recht schnell wieder.
    Mein Mann hatte zuerst Falke Socken (Sorte ?) und diese später gegen Darn Tough getauscht, welche ihm besser gefallen. 
    Kocher: BRS 3000
    Der Kocher leistet seit 2019 gute Dienste und hat uns auch diesmal nicht enttäuscht. 
    Rucksack: Exped Lightning 60
    Wir haben beide den gleichen Rucksack genutzt. Mein Mann war durchgängig zufrieden, nur eine weitere Außentasche hätte er sich manchmal gewünscht. 
    Ich hatte ab Oracle an vielen Tagen massive Schulterschmerzen, entstanden durch Verspannungen.  Es war teilweise so schlimm, dass mein Mann mich alle 30min massieren musste. Ich habe dan mit der Einstellung der Rückenlänge gespielt und als ich diese länger stellte wurde es tatsächlich besser. Trotzdem waren die Schmerzen nicht weg, nur weniger. Erst als ich durch das anhören eines Podcasts vom Outdoor-Magazin eine Folge zum Thema anhörte, bekam ich einen entscheidenden Hinweis. Der Ausrüstungsexperte Frank Wacker berichtete, dass bei manchen die Schultern aufgrund von Veranlagung oder dem Bewegungsstil die Schultern mehr Bewegungsfreiheit benötigen. Daher stellte ich die Rückenlänge noch länger, sodass die Schulterträger die Schultern nicht mehr berühren und die Schmerzen waren daraufhin weg. 
    Vom Volumen her war die Größe richtig, denn es hat auch Essen für 7 Tage reingepasst ohne das wir auf voluminöses Essen wie z.B. Chips verzichten mussten. Abnutzungserscheinungen sind kaum vorhanden. 
    Sonnenschirm: Eberhard Göbel Swing Liteflex UV-Variante mit Gossamer Gear Befestigung am Schultergurt
    Insbesondere in den Wüstenabschnitten waren wir beide sehr froh über den Schirm, denn sonst wäre Insbesondere für mich zu manchen Zeiten das wandern eine qual bzw. nicht möglich gewesen, weil es sehr heiß war. Unterm Schirm war es deutlich angenehmer. So richtig geholfen hat er, wenn man ihn schon früh (z.B. 9:30) aufspannt hat. Am späteren Nachmittag stand die Sonne oft schon zu tief. 
    Die Befestigung mit am Schulterträger hat gut geklappt, war aber etwas fummelig, da ich dort schon Flaschenhalter angebracht hatte. Bei leichtem Gegenwind entstand ein unangenehmer Druck, welcher zu Schmerzen geführt hat. Bei mehr Wind konnte man den Schirm nicht nutzen, da der Wind zum umklappen geführt hat.
    Wasserdesinfektion: DUO Trinkwasseraufbereitung mit Natriumchlorit
    Hat wunderbar geklappt und kaum Zeit gekostet. Probleme nach dem Genuss des Wassers hatten wir nie. Ein weiterer Vorteil war für uns, dass es auch das Mundstück desinfiziert hat. Im Gegensatz zu Deutschland entstand kein komischer Geschmack, wenn wir die gleiche Flasche mehrere Wochen verwendet haben. Einziger Nachteil: Farbe und Geschmack vom Wasser werden nicht verändert. Das Wasser hat aber nur bei 2 Quellen unangenehm geschmeckt.
    Lampe: Petzl E-Lite
    Mit der Lampe waren wir beide unzufrieden. Wir haben sie nur für die nächtliche Orientierung im und am Zelt sowie zum Lesen gebracht. Dazu war sie ausreichend. Das Problem war die Beschaffung von den kleinen CR2032 Batterien, die oftmals gar nicht oder nur sehr hochpreisig verfügbar waren. Teilweise hat ein paar 9$ gekostet! Und es kam uns so vor, als würden diese auch noch weniger lange halten als die günstigsten aus Deutschland. In Zukunft möchten wir eine wiederaufladbare Kopflampe benutzen. Aufgrund der Hitze die in manchen Regionen herrscht, finde ich Nighthiking interessant. Dazu ist aber eine hellere Lampe nötig. 
     
    Wenn ihr Fragen habt, immer her damit
    LG Mia im Zelt
  10. Danke!
    mexl916 reagierte auf Mars in Langzeittest: Atompacks Atom+   
    Einen Atompacks tragen, bis er "durch" ist? Das geht durchaus innerhalb eines Jahres.
    Tägliches Wandern vorausgesetzt, so von Ende Januar bis Mitte November, und schon wird einem von Tom persönlich bestätigt, dass man die erste ihm bekannte Person ist, die einen EPX200 Pack über mehr als 5000 Meilen bewegt hat. 2022 war die erste ganze Saison für EPX200 als Hauptmaterial bei Atompacks.
    Atompacks verwendet für den Rückenbereich weiterhin 500D Nylon sowie für die Träger und die Hüftgurte 210D Robic Extreema. Für die hintere Aussentasche sowie für die Bodentasche wurde Dyneema Mesh eingesetzt. Atompacks ist von dieser Materialkombination überzeugt, es gibt z.B. keine reinen Dyneemapacks mehr.
    Die Rucksäcke werden nach wie vor in England in Handarbeit hergestellt. Meiner wurde von Mo im Dezember 2021 zusammen gezimmert. Stand Dezember 2022 kostet ein Custom Pack ungefähr 350 Schweizer Franken (inkl. Lieferung aus UK). Für die Qualität und das verwendete Material ist dies ziemlich günstig.
    Ein HMG ab Stange (nix Custom) kostet momentan im "Fachhandel" hier in der Schweiz 389 Franken. Dafür erhält man dann das Material vom vorletzten Jahr (Dyneema-Komposit-Hybrid), wenigstens sind die Preise ein wenig geschmolzen (sogar das DCF Zelt von Big Agnes notiert derzeit deutlich schwächer).
    Auf den Trails habe ich mehrere Leute getroffen die mit HMG unzufrieden waren. Schenkt man bösartigen Gerüchten Glauben, war darunter auch ein gewisser "Quadzilla". Das kann eigentlich gar nicht sein, immerhin wurde er von HMG gesponsert. Seine Wasserflasche musste ich dennoch immer mal wieder einsammeln, so von wegen "Form follows Styling".
    Laut Dave, dem Inhaber des weltweit besten Langdistanzwandershops (hat einfach alles, auch Dinge die es eigentlich nur Online gibt, z.B. SWD Rucksäcke, Katabatic Quilts, Zpacks Zelte etc.) nur ein Steinwurf vom CDT entfernt, hat HMG mit der Anfertigung von Pandemie-Masken einen Reibach erwirtschaftet und die Kohle haben sie nun in eine R&D Abteilung gesteckt. Auf dem PCT habe ich Menschen getroffen, die offenbar für HMG die 2023er Kollektion gemodelt haben, demnach soll es bald neue Modele geben. Die beiden haben übrigens ihre gesamte Ausrüstung selbst geschnitzt und Zitat: "Mit Zpacks Qualität willst du nirgendwo hingehen". 
    Weshalb komme ich zum Schluss, das mein Pack nach 5000 Meilen gewisse Ermüdungserscheinungen aufweist? Das Dyneema Mesh ist eigentlich wesentlich stabiler als das ältere Mesh ohne Dyneema. Auch nach 5000 Meilen habe ich es nicht geschafft, da ein Loch rein zu machen. Leider ist es nun nicht mehr elastisch. So ab 3000 Meilen wurde die Bodentasche unbrauchbar, alles rutsche immer wieder raus.
    Dann hat die Sonne das Material gebleicht. Immerhin haben stets alle Menschen meinen Pack gelobt und gesagt er sähe aus wie neu - ich hatte die Farbe "Wolfgrey" gewählt, genau weil ich das Ausbleichen verhindern wollte. Die Shockcords an der Rückseite musste ich ab Meile 3000 ersetzen, da sie schlicht angefangen haben zu reissen. Die seitlichen habe ich nie gebraucht. 
    Die Schulterträger beginnen hart zu werden, der Schweiss hat das innere Polster angegriffen. Ein "Spreader" ist zerfetzt und im Bodenbereich beginnen sich Löcher zu bilden. Die Schulterträger haben ausserdem Löcher in die Aussentaschen gefräst. 
    Dennoch: Ich halte die Qualität von Atompacks für überragend. Falls ich müsste, könnte ich mit diesem Pack ohne weiteres 1000 Meilen weiter wandern. Muss ich aber nicht, ein neuer Pack ist bereits bestellt. Atompacks wird den Boden extra verstärken.
    Natürlich habe ich meinen Pack niemals herumgeworfen und ich bin auch nie drauf gesessen. 
     


  11. Danke!
    mexl916 reagierte auf Sören in UL Rucksack für Thruhike Frauen - Wieviel Liter?   
    Sooo - ich bin nun von der Tour zurück und wollte nochmal ein Feedback zum Exped UL 60 Liter geben. Würde ich die 60L Variante wiederkaufen oder weiterempfehlen für zukünftige Weitwanderungen? Die Antwort ist nein. 60 Liter ist einfach zu groß, wenn der Rucksack vom Volumen her vollgepackt war, konnte ich ihn vom Gewicht her nicht mehr problemlos tragen. Das allein wäre ein Grund für mich beim nächsten mal auf jeden Fall zu der kleineren Variante zu tendieren und auch anderen zu empfehlen, diese auszuwählen. Denn was nützt der überschüssige Platz, wenn er nicht genutzt werden kann, dann kann ich mich auch für die kleinere und leichtere Variante entscheiden und habe auch nicht so viel Spielraum doch noch unnötiges Zeug mitzunehmen.
    Von dem Prinzip an sich und von der Qualität des Rucksackes bin ich überzeugt. Ich war ein halbes Jahr damit wandern und weitere zwei Monate Reisen und er ist weiterhin top in Schuss. Es ist keine Naht aufgerissen und auch ansonsten ist kein Defekt entstanden. Das Tragesystem am Rücken fand ich angenehm - die Luft konnte super zirkulieren, wodurch mich der Schweiß am Rücken kaum gestört hat (geschwitzt habe ich trotzdem, aber das hätte ich auch ohne Rucksack). Ich fand es beim packen sehr praktisch, dass er aufrecht steht. Die Taschen an den Hüftgurten fand ich hingegen etwas klein, die Digitalkamera oder das Handy haben dort leider nicht reingepasst, das wäre noch praktisch gewesen.
    Glaube beim nächsten Mal würde ich die 45L version ausprobieren, vielleicht mit dem Netz, dass man vorne montieren kann. Ach ja - das hatte mir auch ein bisschen gefehlt, der Platz außen Dinge zu verstauen, an die ich tagsüber mal ranwollte. Habe die Snacks in den Flaschen-Taschen verstaut. Für alles andere musste den Rucksack doch fast immer auf- und wieder zumachen...Auch das nasse Zelt musste wieder zurück in den Rucksack (natürlich in einer Plastiktüte, aber trotzdem...) Also nächstes Mal mit Netz.
    Ansonsten fand ich ihn super und gebe zu konkreten Rückfragen gerne Antworten!
    Liebe Grüße
    Alina
     
  12. Danke!
    Als Wasseringenieur würde ich immer eine UF-Membran nehmen. Diese sind am sichersten (natürlich mit sicherer Handhabung, dass heisst vor allem nicht einfrieren und nur mit sauberem Wasser rückspülen).
    Micropur oder Bleiche sind beides Natriumchlorit (NaClO) einerseits stabilisiert (Micropur) oder unstabilisiert (normale Bleiche/Javel aus dem Supermarkt, meistens 5%).
    Der entscheidende Vorteil von UF-Membranen ist, dass Sie wirklich alles rausholen, ausser ein paar kleinen Viren (Noroviren z.B.). Diese Viren sind jedoch in der freien Natur nicht relevant, ausser bei Überflutungen (da dann Exkremente in die freie Natur gelangen). Ich gehe mal davon aus, dass keiner hier Wanderungen in Flutgebieten machen möchte.
    Der Nachteil von Natriumhypochlorit ist, dass manche Bakterien (u.a. einige E.coli Stränge, Kryptosporiden), die in der Natur schon eher vorkommen (v. allem in der Landwirtschaft). Übrigens ist Natriumchlorit im sauren Wasser effektiver (da es dann in der HClO Form ist und nicht in ClO- Form, wobei die HClO Form oxidativ wirkt). Auch ist die Anwendung schwieriger, ist das Wasser sauer oder basisch, sind Huminstoffe drin, usw. Dass heisst, meistens wird dann total überdosiert, was auch nicht gerade gut ist (vom Geschmack erstmal nicht zu reden).
    Was Chemikalien betrifft (Nitrat bei Landwirtschaft, Schwermetalle) : es gibt keinen Filter, der das unter Feldbedingungen anständig rausholt. Aktivkohle Filter sind m.E. nur Makulatur. Im Labor vlt. ganz schön, aber sicher nicht unter Feldbedingungen. Zum Vergleich, in einer TW-Aufbereitungsanlage spricht man von Kontaktzeiten Wasser-Aktivkohle von min. 10-20 Minuten, das macht kein Aktivkohleaufsatz. Ausserdem sind die sofort so beladen, dass da alles nur noch durchrauscht.
    Das gute ist, meistens sind diese Stoffe im Wasser nur in niedrigen Konzentrationen anzutreffen (also ich würde auch nicht Flussabwärts bei Regenwetter aus einem offenen Gewässer schöpfen, wohin die Kanalisation entlastet oder direkt nach einem Gülletank), welche nicht akut gefährlich sind, sondern nur bei chronischem Genuss.  
     
     
  13. Danke!
    mexl916 reagierte auf BitPoet in Rain Cover für Tilley Hut?   
    Hier gibts positive Erfahrungen mit einem Strohhut und einem günstigen Überzug aus dem Faschingsbedarf:
     
  14. Danke!
    mexl916 reagierte auf kai in neuer ultraleichter Regen- / Sonnenschirm   
    Gestern war ich mit einem Doppler Zero99 unterwegs, um ihn mal zu testen. Wie sich herausgestellt hat, verhält er sich recht ähnlich zu meinem Knirps Ultra US.050 Slim. Allerdings war er dem Wind gegenüber gefühlt tatsächlich ein klein wenig sensibler. Als es stürmte, habe ich ihn geschlossen, was ich aber auch mit dem Knirps gemacht hätte. Trotzdem hat er mir gute Dienste erwiesen und ist nicht verbogen oder gebrochen.
    Nachfolgend habe ich mich mal an einer Gegenüberstellung versucht...
    Links Doppler | Rechts Knirps








     
    Für mich als Leihe gibt es im direkten Vergleich neben dem Gewicht nur Unterschiede beim Knauf, dem verwendeten Stoff und eventuell noch die letzten Segmente der Streben. Die sind beim Doppler wohl aus Karbon und beim Knrips aus Kunststoff / Glasfaser, wenn mich nicht alles täuscht.
    Nachfolgend noch ein paar weitere Fotos, wie z.B. die Lichtdurchlässigkeit. Hier zeigt sich durch den dünneren Stoff meiner Meinung nach die große Gewichtsersparnis beim Doppler.
    Achtung, diesmal ist links der Knirps!
    Links Knirps | Rechts Doppler




     
    Fazit: Ich finde, beide Schirme sind gut verarbeitet und ich kann wirklich nur minimale Unterschiede im verwendeten Stoff und der Breite des verwendeten Schließriemens (nennt sich das so?) erkennen. Außerdem ist der Knauf beim Doppler rund, was ich etwas störend finde. Der Knauf vom Knirps ist mit der ovalen Form deutlich ergonomischer, was beim langen Halten durchaus einen Unterschied macht. Ich werde mal versuchen, ob ich den Doppler-Knauf nicht auch oval bekomme, wenn ich auf beiden Seiten etwas abschneide...
    Preislich liegt der Doppler übrigens gerade bei Amazon bei 25€ und der Knirps bei 35€.
  15. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von AnDrIx erhalten in Dr. Bronner Empfehlungen   
    Ich hab mir auch mal alle Dr. Bronner gekauft:
    Pfefferminze: hinterlässt bei mir ein sehr unangenehmes Kälte-/Schärfegefühl auf der Haut, v. a. in der mittleren Körperregion Baby-mild: riecht nur leicht seifig, nicht mein Fall. Eukalyptus: ähnlich wie Pfefferminze aber nicht so scharf auf der Haut Mandel: riecht stark nach Marzipan Kirschblüte: riecht wie Hubba Bubba Kaugummi Rose: riecht quietschig süß Lavendel: mag ich Sandelholz: mag ich Teebaum: ok Citrus/Orange: mag ich Meine Favoriten:
    Lavendel Sandelholz Citrus/Orange Mandel  
     
  16. Danke!
    mexl916 reagierte auf aztec in Ausrüstung für ein Leben auf der Straße   
    Hi,
    das hier soll eine Antwort auf die Frage von @r.lochi und @Epicure sein, die mich im Vorstellungsthread fragten, was ich für mein Leben auf der Straße alles brauche.
    So interessant das Thema an sich ist, so unspektakulär ist die Antwort hier im Forum, da mein Rucksack hier relativ dem Durchschnitt an Know-How und Equipment für gewöhnliche Wanderungen hierzulande entsprechen dürfte. Ich hoffe also, der Beitrag hier ist, da keine Frage, nicht als Spam zu werten
    Erstmal meine aktuelle Ausrüstung für 3 Jahreszeiten: https://lighterpack.com/r/4ov64x
    Das ist seit Anfang diesen Jahres das Konzept, mit dem ich erstmalig wirklich zufrieden bin. Nicht die eierlegende Wollmilchsau, aber passabel.
    Im Winter werde ich es ab nächsten Monat noch um die Therm-A-Rest NeoAir X-Lite ergänzen und meinen Schlafsack (vermutlich) mit dem Quilt Cumulus Taiga 480 austauschen. Eine Daunenjacke werde ich mir auch noch zulegen.
    Statt der Pluderhose trage ich wegen der Temperaturen zur Zeit eine 3/4 Lodenhose mit fast knielangen Socken. Da die im Schritt aber so stark verschleißt, dass ich mit flicken nicht mehr hinterherkomme, werde ich meine Pluderhose einfach um eine lange Unterhose ergänzen.
    Was meine Kleidung angeht: Vor allem da ließe sich gewichtstechnisch noch was machen aber da waschen (eher trocknen) nicht so oft möglich ist und ich immer relativ viel Kontakt zu anderen Menschen hatte und auch habe, trage ich fast ausschließlich Wolle und Wollmischgewebe.
    Die riecht zwar auch irgendwann, aber fühlt sich auch nach Wochen nicht so pappig auf der Haut an, auch reine Synthetik kommt für mich nicht in Frage.
    Ich möchte anmerken, dass ich die letzten Jahre fast ausschließlich in Städten und Ortschaften unterwegs war und nicht, wie zum Beispiel @German Tourist, fast ausschließlich auf Wanderschaft. Dementsprechend sind meine Trailerfahrungen relativ frisch und auch der Anspruch an meine Ausrüstung war nicht ganz so hoch; meine Erfahrungen sind eher sozialer Natur und mir persönlich ging es auch in der Hauptsache um die Klärung existenzieller Fragen. 
    Ich kann euch also erzählen, wie man Brötchen schnorrt, der Rest wäre wohl eher eine Sache für die Philosophie oder Leicht und Seicht-Sparte

    Was das Leben in Städten angeht: Man braucht nicht viel.
    Was ich jetzt nutze, würde ich nicht mehr missen wollen, aber die letzten Jahre war ich immer sehr unzureichend ausgestattet.
    Der letzte Rucksack, mit dem ich unterwegs war, war ein The North Face Vault, mit der BW Isomatte und dem Cumulus Taiga 480 (zu kalt im Winter, zu heiß im Sommer - ich wollte in Sachen Schlafsack auf Nummer sicher gehen, aber von einer aufblasbaren Isomatte nichts wissen...habs dann manchmal mit Kartons die ich gefunden hab ergänzt, aber eigentlich wars immer blöd). Dazu noch das Tarp 5 und ein Trekkingstock - die habe ich bis jetzt und nutze und liebe sie immer noch. 
    Kleidung habe ich damals einfach eine bis unter die Knie gekrempelte Bundeswehrhose und ein Hemd getragen und bin meistens barfuß gelaufen. Wenn ich warme Kleidung gebraucht habe, mir die einfach in Kleiderkammern besorgt und dann irgendwann wieder im Altkleidercontainer entsorgt, wenn ich sie nicht mehr gebraucht habe.
    Einen Vierkantschlüssel habe ich seit Anfang an dabei - den nutzen viele Obdachlose um Wasser in Tiefgaragen oder sonstwo zu zapfen. Habe ich bis auf die Anfangszeit nie genutzt, ist jetzt aber dank Corona ganz nett zu wissen, dass ich nicht ganz abhängig von der Gastronomie bin. Und in kleinen Ortschaften gibts ja Kirchen und Friedhöfe.
    Eine Weltreise ist keine Frage des Budgets oder der Ausrüstung, solange man sich an die Zivilisation hält. Menschen sind tatsächlich sehr hilfsbereit und in den blödesten Situationen können einen die absurdesten Zufälle und Begegnungen unerwartet retten. Man sollte nur immer Isomatte und Schlafsack als das allermindeste Backup dabei haben. Am besten so klein und zivil aussehend wie möglich, ums wirklich immer dabei haben zu können, auch wenn man mit Gastgebern Tee trinken geht.
    Mit oben genanntem Rucksack war ich letztes Jahr mit einer Freundin für 8 Monate von Nepal nach Deutschland per Anhalter unterwegs. 
    Die meiste Zeit hätten wir, bis auf kleine Tageswanderungen, eigentlich überhaupt nichts gebraucht, außer unseren Zahnbürsten. 
    Die Menschen haben uns niemals draußen schlafen lassen; wir wurden eigentlich immer in Familien und Singlewohnungen geschoben und mit viel Herzlichkeit gemästet und in die jeweilige Kultur eingeführt.
    Das gilt aber natürlich nicht für jeden Kulturraum und es kann auch mal ganz blöd laufen - und ich persönlich will mich in Zukunft mehr aufs UL-Trekking konzentrieren, denn auf Leute. 
    Wenn ihr also Interesse an solch einer Lebensform habt - in Sachen Ausrüstung ist jeder UL-Wanderer da schon ein Vollprofi drin. 
    Der ganze Rest kommt aus der Erfahrung und mit der Zeit. Das lässt sich für mich hier leider schwer sprachlich vermitteln und wäre eher schon Stoff für ein Buch.
    Und die Schwierigkeit der Vermittlung ergibt sich eher aus der unvorstellbaren Einfachheit des Lebens auf der Straße.
    Man kann sich nicht darauf vorbereiten, was einem die Welt entgegenbringen wird.
    Sowas funktioniert mit Klimazonen, aber nicht mit Begegnungen zwischen Menschen.
    Das Ganze wird aber viel Gelaber um nichts sein. Ich wünschte, ich könnte etwas mehr beitragen, aber wie gesagt, ihr wisst eigentlich alles was ihr wissen müsst und alles andere könnt ihr nicht wissen, nur den ersten Schritt machen, schauen was passiert und der Situation angemessen mit eurem Handeln, Denken und Reden antworten.
     
    Liebe Grüße
     
  17. Danke!
    Nein, ich verwende keine FroggToggs mehr, sondern eine Decathlon Raincut. War übrigens ein Tipp aus diesem Forum. 
    Das bringt es ziemlich gut auf den Punkt. Goretex, Event und Konsorten sind langfristig nämlich auch nicht viel besser als Billigjacken wie die Raincut aus folgenden Gründen:
    "Atmungsaktive" Membranen funktionieren nur bei optimalen Verhältnissen: draußen kälter als drinnen, draußen weniger Luftfeuchtigkeit als drinnen - und das funktioniert in der Regel nicht, vor allem nicht bei Regen.  Selbst bei optimalen Bedingungen sind die Poren der Membran bald verstopft durch Dreck oder Körperöle Bei längerem Einsatz geht die Beschichtung ab, vor allem an den Schultern, wo die Rucksackgurte scheuern. Und all die guten Tipps wie Waschen, Bügeln, Nachbeschichten bringen nur wenig und sind meist on tour auch nicht praktikabel. Im Dauerregen läuft mittelfristig auch Wasser über die Handgelenke und Unterarme in die Ärmel - gerade wenn man mit Trekkingstöcken geht.  Nach Jahren mit den unterschiedlichsten Jacken und Membranen ist mein Fazit: Im Dauerregen wirst Du IMMER früher oder später nass. Finde Dich damit ab. Wichtiger ist es, trotz der Nässe nicht auszukühlen. 
  18. Gefällt mir!
    mexl916 reagierte auf khyal in Layering Strategien beim Schlafsystem   
    Also je nach dem, was Du kaufst, wird eine falsche Entscheidung nicht sehr teuer.

    Ich habe ja auch zwischendurch immer wieder mal mit Quilts rumgespielt, aber im warsten Sinne des Wortes nicht damit warm geworden (Stichwort Kaeltepumpe beim Bewegen und dass man, wenn es richtig kalt wird, extra noch ne Baklava mitnehmen muss) und die habe ich wieder so verkauft bekommen, dass ich pro Teil vielleicht 50 € Verlust gemacht habe.

    Ich rechne aber als Selbststaendiger vielleicht auch ein bisschen anders, da ich gewohnt bin, auch meine Arbeitszeit zu berechnen.
    Wenn ich dann 8 std zusaetzlich bei einer Entscheidung rumeiere, weil ich mich z.B. zwischen 2 Packrafts nicht entscheiden kann, oder ob ich das 5. wirklich so dringend brauche (ja natuerlich unbedingt ) ist das fuer mich genauso teuer, als wenn ich es einfach kaufe und wenn es nicht optimal ist, weiterverkaufe.
    bzw die 8 std lieber mit dem neuen Teil paddeln gehe. Dann kenne ich das Teil auch fuer Beratungen usw

    Was nun das ewige Thema, Daune bloed wegen nass werden, betrifft, ich bin ja nun seit > 40 Jahren 3-4 Monate / Jahr zu allen Jahreszeiten / Witterungsbedingungen "draussen", ich hatte in einem vernuenftigen Zelt noch nie einen nassen Schlafsack, noch nie eine "zusammengefallene" Daune, ich achte aber auch drauf, dass die Zelte wirklich lang genug sind, was bei mir mit 190 nicht so ganz leicht ist, aber 2er und diagonal klappt ja auch super.
    Ich berate ja auch viele Leute und wenn die auch beim Zelt meinen Empfehlungen gefolgt sind und ihre Ausruestung vernuenftig benutzen, ist mir auch da kein Fall bekannt, wo ein Schlafsack im Zelt nass geworden waere.

    Ich kenne im Zelt bei "ueblichen Touren der meisten ULer" eigentlich in der Hauptsache 2 Gruende fuer nasse Daune :

    1. Zelt zu kurz oder im Gefaelle aufgebaut, so dass man ans Fussende runter rutscht und dann entweder da das IZ gegen das kondensnasse AZ drueckt, oder bei Singlewall im Extremfall die Bodenwanne unter dem AZ rausdrueckt, wodurch diese dem direkten Regen ausgesetzt ist.
    Ursache 1 ist leicht zu loesen -> kauf Dir nen vernuenftiges Zelt
    Ursache 2 auch -> Augen auf bei der Stellplatzwahl bzw, wenn mal weit und breit kein ebener Platz zu finden ist (gerade mit UL-Gepaeck isses ja nicht so ein Problem, ein paar km weiter zu laufen, um einen guten Platz zu finden), dann weiss man ja schon was nachts passiert, (natuerlich vor allem mit Neoairs usw, Evazote rutscht nicht so auf Zeltboeden und der Schlafsack rutscht nicht so auf Evazote) also Regenjacke um´s Fussteil vom Schlafsack und gut ist

    2. Koerperschweiss "der durch die Daune vom Koerper wegtransportiert wird" wodurch der Schlafsack oben so nass wird, dass er nicht mehr so easy morgens bzw abends eben trocken wird. das faellt fuer mich klar unter RTFM , man sollte haelt durch "Temperieren" des Schlafsacks dafuer sorgen, dass der nicht soviel zu warm ist, dass man ohne Ende schwitzt.

    Wenn man imho das beruecksichtigt, hat man eigentlich so grob, ausser Extremeinsatz in den Tropen, waehrend des Monsuns nicht mit irgendwelchen Feuchtigkeits-Problemen im Daunen-Schlafsack zu tun, bei denen man mit einem KF-Schlafsack besser gestellt waere.
     
  19. Witzig!
    mexl916 reagierte auf Konradsky in Kennt ihr schon Brynje?   
    Lustig ist nur, wenn Tipple und ich in der Schutzhütte in Netzunterwäsche
    sitzen und unbeteiligte Personen vorbei kommen. Die Gesichter von denen
    sind Klasse.
     
    Gruss Konrad
  20. Witzig!
    mexl916 reagierte auf BorisG in Kennt ihr schon Brynje?   
    OT: Ich hab einen nepalesischen Freund, der sich jedesmal köstlich amüsiert, wenn ein Tourist Sachen aus Yak-Wolle bei ihm kauft. In Nepal gibts nämlich gar nicht so viele Yaks, dass man daraus die Riesenmenge Yak-Schals, die alleine in Kathmandu angeboten wird, herstellen könnte. Also verdient er bei sogenannten "Yak"-Sachen etwas mehr. Aber das ist es nicht mal was ihn so freut. Er schickt sie dann nämlich noch in den Laden nebenan, um original Yak-Käse aus der besonderen Yak-Milch zu probieren. Richtige Yak-Milch kann es aber gar nicht geben weil Yaks ja nur die männlichen Vertreter der Art sind. Die weiblichen Tiere heißen Naks  
    Der Käse besteht übrigens meist aus Kuh und/oder Büffelmilch.
  21. Witzig!
    Ich wundere mich auch, wieso hier die Forumspolizei noch nicht eingeschritten ist. Es handelt sich mit Nichten und Neffen um UL-Material. Es gibt eine Victorinox Classic Version namens Alox, die ist 5 g leichter - damit unterscheiden sich die Profis von den Blendern.
    Wenn mensch die Bushcrafter-Ringe entfernt / abfeilt sogar um 6 g. Besonders Gewissenhafte legen es zusätzlich unter eine seriös programmierte CNC Fräse oder bringen es beim Uhrmacher vorbei, da liegen locker nochmals 7 g drin. 
    Ja, die Alox Version trägt weder Pinzette noch Zahnstocher, beides braucht sowieso kein Mensch, zumindest kein halbwegs ernsthaft wandernder. Die Zähne wurden sowieso schon lange durch Keramik ersetzt, dadurch müssen sie weniger geputzt werden, spart Zahnpasta, allenfalls noch vorhandene Naturzähne fallen wegen mässig gesunder Ernährung ohnehin raus und Zecken können auch mit dem Messer zum Verlassen der Haut animiert werden. 
  22. Danke!
    Moin,
    auch wenn es ein wenig unsinnig erscheint, wenn ich mir den Rest meiner Ausrüstung angucke, habe ich mich in den letzten Tagen damit beschäftigt welches der beiden "Multitools" in meine Ausrüstung wandert, da beide auf kostenlosem Wege zu mir gefunden haben. Habe dann verschiedene Tests gemacht und dachte ich teile mal meine Gedanken und Erfahrungen. Gehe hierbei von den unwichtigsten Gemeinsamkeiten bzw. Unterschieden zu den wichtigsten. Spoiler Alarm: Gewicht wird der letzte Punkt, auch wenn nicht der ausschlaggebende für meine Entscheidung sein
    Die Eckdaten und alles andere kann man bei den Herstellern schnell nachschauen:
    Micra: https://www.leatherman.com/de_DE/micra-20.html
    Victorinox: https://www.victorinox.com/de/de/Produkte/Schweizer-Taschenmesser/Kleine-Taschenmesser/Classic-SD/p/0.6223 
    (aus irgendeinem Grund hat mein Victorinox bei der Pfeile keinen Schraubenzieher sondern ein spitzes Ende, ziemlich Schade)
    1. Ausstattung

    Hier geht es jetzt ausschließlich um die gesamte Ausstattung und nicht um die Qualität der gesamten Teile. Normalerweise ist ja auch ein Schraubenzieher beim Victorinox dabei (mir fehlt er ja leider) und bei den anderen Teilen des Micras sehe ich tatsächlich keinen großen Mehrwert für mich beim wandern. Den Schraubenzieher könnte ich zum besseren verstellen meiner Trekkingstöcke gebrauchen. Punkt Micra.
    2. Messer

    Auch wenn kein großer Unterschied, macht das Micra-Messer insgesamt einfach einen besseren Eindruck. Es ist robuster und ich bilde mir ein, dass es die Schärfe auch länger behält, aber nicht so dass es für ein Trekking-Forum von Bedeutung wäre. Punkt Micra.
    3.Haptik und Optik

    Ganz klar an das Micra. Auch hier wenig Bedeutung, aber beim Micra hat man einfach das Gefühl, das es schon ein kleines Werkzeug ist und es macht mir einfach mehr Spaß damit zu hantieren. Punkt Micra.
     
    4.Schere

    So langsam wird es interessanter. Das Herzstück vom Micra die Schere. Keine Chance fürs Victorinox. Auch wenn ich schon von Leuten im Forum hier gelesen habe mit Stahlnägeln, reicht das Victorinox bei mir noch aus zum Nägel schneiden. Trotzdem die Schere vom Micra ist ne Wucht. Punkt Micra
     
    5. Pinzette



    Hier kommt das Victorinox zum Vorschein. Ich brauch die Pinzette vor allem zum Entfernen von Splittern und ziehen von Zecken. Beides macht die feine und vor allem unabhängige Pinzette des Victorinox besser, das Micra wirkt hier fast schon klobig. Was mich vor allem am Micra stört, die Pinzette ist komplett gerade während das Victorinox eine gebogene Verjüngung aufweist. Klingt erstmal nicht so schlimm, aber bei der Zeckenentfernung führt das unausweichlich dazu, dass die Zecke gequetscht wird (letztes Bild) und somit nochmal schön in uns reinbricht und evtl. Borrelien im Körper landen. Für mich wäre das und das schlechtere Handling Grund genug eine extra Zeckenzange mitzunehmen. Punkt Victorinox
     
    6.Gewicht
    Habe leider keine genaue Küchenwaage, aber denke dass die Gewichtsangaben von den Herstellerseiten realistisch sind. Muss man gar nicht diskutieren: 51g vs. 21 g. Ganz klar: Punkt Victorinox.
     
    Zusammenfassung:
    Obwohl es eigentlich laut Punkten 4:2 für das Micra steht, wird es bei mir das Victorinox (mein Bewertungssystem ist verbesserungswürdig). Vor allem weil ich keine Lust habe eine extra Zeckenzange mitzunehmen. Schade eigentlich, sonst wären die extra 30g es mir nämlich wert gewesen. Aber für den Alltag bleibt es das Micra.
    Man hätte noch einen zusätzlichen Punkt machen können, nämlich den Preis. Da ich beides vererbt bzw. geschenkt bekommen hatte, war es für mich irrelevant, aber der Neupreis des Victorinox liegt bei weniger als der Hälfte des Micras. Punkt Victorinox
     
    Hoffe dieser Beitrag konnte weiterhelfen oder zumindest ein Lächeln hervorrufen
  23. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von Bergrunner1973 erhalten in Empfehlungen für Shoulder Strap und Hipbelt Pockets   
    Ich habe schon seit über 2 Jahren die OMM Go Pod im Einsatz und bin sehr begeistert von denen. Ich habe zwei von denen an meinem Rucksack. In der einen trage ich eine 0,5 l PET und in der anderen mein Handy und anderen Kram. Nur die ganzen Verstellkordeln haben mich gestört. Schere sei dank aber nicht lange
    Ausschlaggebend für den Kauf waren damals diese Videos für mich:
     
  24. Gefällt mir!
    mexl916 hat eine Reaktion von questor erhalten in Dr. Bronner Empfehlungen   
    Ich hab mir auch mal alle Dr. Bronner gekauft:
    Pfefferminze: hinterlässt bei mir ein sehr unangenehmes Kälte-/Schärfegefühl auf der Haut, v. a. in der mittleren Körperregion Baby-mild: riecht nur leicht seifig, nicht mein Fall. Eukalyptus: ähnlich wie Pfefferminze aber nicht so scharf auf der Haut Mandel: riecht stark nach Marzipan Kirschblüte: riecht wie Hubba Bubba Kaugummi Rose: riecht quietschig süß Lavendel: mag ich Sandelholz: mag ich Teebaum: ok Citrus/Orange: mag ich Meine Favoriten:
    Lavendel Sandelholz Citrus/Orange Mandel  
     
  25. Gefällt mir!
    mexl916 reagierte auf Trekkerling in Hilfe bei der Trekkingstockwahl benötigt.   
    Das Ganze wird jetzt zwar ziemlich OT, aber vielleicht machen wir ja einen Extra Faden auf zum Thema 'Stockeinsatz, Wie und Wo'.
    Ich selbst bin bekennender Schlaufen-Abschneider, sehr zum Missfallen meiner Frau, wenn sie Stöcke von mir nutzt, da sie Schlaufen sehr gerne mag. Meine Bekehrung zum Schlaufen-Abschneider ist schon sehr lange her, Auslöser war ein Artikel in der Zeitschrift 'Berg und Steigen' im Jahr 2014, der zugegebenermaßen etwas polemisch und Einzelfall-basiert Unfälle am Berg mit Stöcken zum Thema hatte, und dort ist die Hauptschlussfolgerung, dass die Schlaufen oft das Problem bei schweren Abstürzen am Berg aufgrund von Stockeinsatz sind.
    https://www.alpenverein.at/bergundsteigen_wAssets/archiv/2014/3/88-91(gehhilfen am berg).pdf?v=1
    Nachdem ich den Artikel gelesen habe, habe ich meine Stocktechnik grundsätzlich umgestellt, und zwar von 'mit Stöcken gehend' auf 'durch Stöcke unterstützend'. Das würde jetzt zu weit führen, alle meine Umstellungen hier zu beschreiben, aber zusammenfassend läuft es darauf hinaus, dass ich mich nie auf einen Stock stütze, sondern immer nur unterstütze, weil dadurch das Versagen eines Stocks (der Stock selbst oder der Untergrund) nicht zwingend zum Absturz führt. Das erreiche ich unter anderem damit, dass ich den Stockgriff selten komplett fest umklammere, sonder oft nur mit dem Daumen und dem Zeige-Finger umfasse. Dadurch verschenke ich Unterstützung durch den Stock, ist klar, aber ich GEHE seitdem wieder mehr, als dass ich mich mit Stockhilfe irgendwo hoch oder RUNTERWUCHTE. Und außerdem wechsele ich oft die Griffposition (nehme den Berg-Stock weiter unterhalb des Griffs) oder nutze nur einen Stock (nutze den Talstock nicht), bei so häufigem Umgreifen wären Schlaufen auch sehr hinderlich.
    Das Ganze bezieht sich jetzt hauptsächlich auf den Einsatz von Stöcken am Berg. Da ich mir aber keinen für mich falschen und gefährlichen Stockeinsatz in der Ebene antrainieren will, nutze ich Langstrecken Wanderungen, um die FÜR MICH richtige Stocktechnik zu trainieren. Und dafür brauche ich keinen Schlaufen, daher sind sie ab. Als Kompromiss hab ich aber immer noch kurze Seil-Schlaufen an den Stöcken, wo ich bei Bedarf die Schlaufen wieder dran machen könnte (auch wegen meiner Frau). Seitdem die Schlaufen aber weg sind, hab ich sie noch kein einziges Mal vermisst. War für mich also einen klassische Schere im Kopf und der richtige Schritt, die abzumachen.
     

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