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Ultraleicht Trekking

Microspikes/Grödel für gelegentlichen Einsatz


llurk

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Am 9.2.2023 um 23:47 schrieb icefreak:

 

  • Echte Leichtsteigeisen aus Alu: Kahtoola KTS. Zusammen mit den La Sportiva Trango Tech GTX Bergschuhen (mit dezidierter Kante an der Ferse) bislang mein Favorit nach erstem Test im Mittelgebirge. Grip ohne Ende und dennoch flexibel für entspanntes Laufen. Ohne Hülle mit 540g nicht viel schwerer als die Microspikes. Die hatte ich auch mit, habe die aber nicht über den doch recht stabilen Schuh bekommen.

Wobei ich bei bedingt-steigeisenfesten Schuhe direkt Richtung Blue Ice Harfang denken würde:

  • 455g fürs Paar (mit ToeStrap vorn)
  • Stahl-Frontteile
  • Antistollplatten
  • kleineres Packmaß
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Ich suche auch gerade welche - für den gelegentlichen Einsatz bei leichteren Wanderungen im Schnee im Winter oder eben im Sommer in den Alpen wo sie wohl meist im Rucksack bleiben, nur falls es größere Schneefelder gibt.

Hatte ebenfalls mit den Snowline Trail geliebäugelt. Spricht denn etwas gegen diese?

Ansonsten hatte ich mit ähnlichen Angaben noch die Relags / Veriga Ice Run oder die Camp Ice Master Run gefunden, taugen die was?  

 

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Am 13.2.2023 um 11:38 schrieb Nero_161:

Ich suche auch gerade welche - für den gelegentlichen Einsatz bei leichteren Wanderungen im Schnee im Winter oder eben im Sommer in den Alpen wo sie wohl meist im Rucksack bleiben, nur falls es größere Schneefelder gibt.

Hm, was willst Du jetzt hören. Eine Produktberatung kann nur ein geschulter Verkäufer durchführen, der dich alpinmäßig einschätzt.

Wir wissen nicht, welches Erfahrungslevel Du mitbringst und welche Risikobereitschaft.

Hier werden, im Video was Du da findest, alle Typen nochmal kompakt vorgestellt:

https://www.bergzeit.de/p/camp-ice-master-groedel/5026139/

Es geht also vom Winterjoggen (8mm Spikes) zur Winterwanderung (13mm Zacken) bis hin zur Vorstufe zum echten Steigeisen mit fetten 15mm Stahlzacken. Gewicht entsprechend ansteigend.

Ich habe die Camp Ice Master Evo mit 15mm Zacken und dem zusätzlichen Klettband.

Alle diese Typen, die es von verschiedenen Herstellern gibt, sind für weiche, schlanke Schuhe gedacht.

Obwohl ich die Ice Master Evo in der XL habe, waren die über meine La Sportiva Trango gar nicht und testweise über die Decathlon Winterwanderschuhe nur mit Mühe drüber zu bekommen (jew. Gr. 46).

IMG_20230216_114327720.thumb.jpg.1fec845ee2e0cd82f8963bb38398d405.jpg

Der erste Einsatz erfolgte mit Decathlon Speed Hiking Schuhen, im Grunde etwas kräftigere Trailrunner mit Membran. Da haben die Ice Master perfekt gepasst, siehe mein voriger Beitrag dazu.

Fazit:

Die superleichten Vargo V3 Pocket Cleats Titan sind die Option für den UNGEPLANTEN Einsatz bzw. Du weisst genau was Du tust.

Bei den Teilen mit dem fetten Gummiring muss jeder seinen sweet spot zwischen Zackenlänge und Gewicht finden.

Das alles gilt bis hierher für Trailrunner oder schlanke Fast Hiker Schuhe.

Für das ernsthafte alpine Abenteuer, was jetzt für mich so der UL-Grenzbereich ist, habe ich mich für echte Bergschuhe und echte Steigeisen entschieden. Die zwar in ihrer Kategorie zu den leichtesten Vertretern ihrer Art zählen, aber mit einem Gewicht pro Einzelschuh von 712g und dem geplanten Einsatzbereich (u. A. dezidiert klettersteigtauglich) dann doch den UL-Trekking -Bereich an der Stelle verlassen haben. 

Bearbeitet von icefreak
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Ich habe mir weil sie lokal zu haben waren mal die SH500 Spikes / Grödel von Decathlon gekauft - kosten 25€, haben 12 x 7mm lange Spitzen und wiegen in Gr. S nur 189g statt der angegeben 220g (vermutlich wie bei Decathlon üblich mit Beutel/Zubehör angegeben - da  freut sich der ULer immer :D )

Damit sind sie für mich Preis - Leistungs technisch voll in Ordnung, die andren leichten Grödel haben bei ähnlichen Werten entweder nur 5mm Spitzen oder kosten gleich 40-70€...

Test folgt dieses Wochenende auf einer Schneetour!

 

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Am 9.2.2023 um 08:28 schrieb kai:

Es geht noch leichter mit den Snowline Chainsen City Spikes. Nur 70g das Paar. Aber ob die wirklich noch was bringen, sei mal dahin gestellt. :lol:

Die hab ich! Ganz großer Vorteil ist die geringe Hemmschwelle, sie in den Rucksack zu legen, weil sie so wenig wiegen :-D. Sie erleichtern auf jeden Fall das Vorankommen bei vereisten Auf- und Abstiegen, aber sind natürlich kein Steigeisen - Ersatz und eher als Backup zu sehen. 

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  • 8 Monate später...
Am 24.2.2023 um 04:27 schrieb Cocoa:

Sie erleichtern auf jeden Fall das Vorankommen bei vereisten Auf- und Abstiegen

Das will ich bezweifeln bzw würde ich aufs Flache beschränken. Wir waren Anfang März in den Voralpen unterwegs, so auf 1600 bis 2000 und, da FeWo, hatte ich alle vorhandenen Spikes/Grödel eingepackt und war jeden Tag mit anderen unterwegs. Hier, an unserem Härtetag, weil grober Verhauer und dann diverse Hm mit mehreren Rauchpausen weglos rauf, hatte ich "Trail" bei, meine Freundin "pro" (1 cm). Selbst auf dem Foto, mit gut gesetzten Schnee, oberen Weg schon gefunden (Spur ist von uns), lief es sich mit "Trail" noch etwas unsicher, nur Schritt für Schritt gehbar. 200 Meter vorher, den Hang im Wald rauf zum weitgehend nicht sichtbaren Weg, manchmal knie-, selten hüfttief, manchmal unterfroren, immer glatt, Äste dazwischen und Stämme am Rumliegen, hab ich mich trotz Stöcken überwiegend von Ast zu Ästchen gehangelt, weil es mit den "Trail" kein Halt gab (die Route mit den geringsten Steigungen available "gelaufen", Problem nicht nur bei den unvermeidbaren mal 2 Meter 40° oder mehr). Meine Freundin mit "pro" relativ (schon etwas "hm...") problemlos. Trail: zu riskant, mehr Glück als Verstand.

001.thumb.jpg.41bcf59f1701695da738fedb4633f2e3.jpg

Ich mit pro: am anderen Tag Abstieg durch den vereisten, verwurzelten, verschneiten Wald im Dunkeln. Ohne Lampe. Nicht zu sehen, wohin man tritt aber im zügigen Flow möglich, weil "pro" verlässlich Halt bot (mit Stöcken unterwegs). Hinterher war eine Befestigung aus dem Gummi ausgehakt.     

Minimum von Erleichterung für mich: "pro" = 1 cm.

Weil knapp leichter angeblich (377 Gr/HP oder 455/Capere?): die blue ice harfang am lurken. Da würden mich genauere Erfahrungen interessieren. Wie macht sich das Stückchen Schnur beim zügigen Abstieg durch vereisten Wald? Und im Vergleich zu den Leopards (weniger teuer)? Frontalzacken überhaupt verwendbar mit dem "Band" untendrunter und steht man da nur auf dem halben Zehenballen (harfang ohne alpine = 2 x 2 vorne)?

_

Edit: zeig mir den Weg, es ist 16 Uhr, seit >1 Stunde auf dem endlich gefundenen Weg, noch 2 Km straight gleiche Höhe geradeaus bis zur verrammelten Hütte (ohne Winterraum), runter müssen wir auch noch:

002.thumb.jpg.1aeb12066aa45f4276431a007607c370.jpg

war dann easy. Ab Hütte. Auch mit "pro": grenzwertig. knapp. Wetter...

(edit II: nachgeguckt: ich hatte an dem Tag "Trail" an, nicht "city". Verbessert. Den cm muss ich mal nachmessen.)

Bearbeitet von t123
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  • 4 Monate später...

Ich habe die Snowline Chainsen Pro (1cm, keine Frontzacken, Zacken im vorderen Bereich und im hinteren Bereich des Fußes) diesen Winter ausgiebig in Nordnorwegen getestet.

Meine Mitbewohnerin hatte die Snowline Chainsen Trail: identische Zackenanordnung aber mit 7,5mm Länge.

Für die Ebene oder Hügel reichen die vollkommen aus, wir waren auf verschiedenen Böden unterwegs und hatten immer vollen Halt auf Eis oder Schnee - mit der Ausnahme bei steilen Hängen beim Abstieg, denn bei der Ferse selbst sind keine Zacken und wer mit der Ferse auftritt kann leicht ausrutschen. Die Zacken selbst bieten wunderbar Halt. Ich habe nicht den Eindruck gehabt, dass meine 2,5mm längeren Zacken einen nennenswerten Unterschied ausgemacht haben aber ich habe ihr deutlich kleineres Modell nicht testen können.

Mit diesen Modellen kann man wunderbar normal gehen und stolpert nicht herum. Wer aber mehr macht als einen mittelflachen Hügel absteigt wird nicht so viel Spass haben - es geht, aber nervt auf die Dauer. Ich selbst werde mir Leichtsteigeisen für das Bergsteigen holen und die Grödel weiterhin verwenden.

Ausgehend von meinen Erfahrungen würde ich immer Grödel haben wollen, die mindestens den vorderen und den hinteren Fußbereich abdecken, nicht nur ein bisschen den Mittleren wie bei den Vargo pocket cleats solo.

Meine Grödel sind eher problemlos anzuziehen, bei meiner Mitbewohnerin war es schwer und ich hatte keine Probleme mit dem Halt der Grödel oder der Funktion. Darum empfehle ich, die Grödel vor der ersten Benutzung mit Handschuhen anzuprobieren, um zu schauen, ob man die auch wirklich gut auf die Schuhe ziehen kann.

Eine größeres Paar wiegt ein paar Gramm mehr, aber wenn man die nicht ohne großen Aufwand aufziehen kann wird man sie auch möglicherweise dann im Rucksack lassen, wenn man sie brauche würde.

Die Snowline Kunststoffe sind bis -60°C dehnbar, die Kathoola Microspikes bis -30°C, keine Ahnung wie es bei Decathlon aussieht. Wer die in kalten Regionen braucht sollte auch darauf achten.

Ich habe die Grödel online bei einem günstigen Onlineshop gekauft und die waren schon 3 Jahe alt, laut Snowline sollten die bis mind. 2025 oder 2026 gültig sein - ich denke es lohnt sich, ein neues Exemplar zu bekommen und etwas weniger Rabatt zu haben. Das Produktionsdatum ist bei den Grödeln eingeprägt.

 

Edit: Für meine Schuhe zu klein aber die Grivel Explorer haben auch ordentliche Zacken hinten an der Ferse - praktisch. https://grivel.com/collections/traction-devices/products/explorer

Bearbeitet von Grosser Vogel
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