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Ultraleicht Trekking

Rad für Reisen


Patirou

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Hallo zusammen,

einige von euch sind ja auch Radtouren-Gewerbe unterwegs, und ich würde gerne euer Wissen abholen.

Ich spiele seit einiger Zeit meinen Aktionsradius durch einen Drahtesel zu erweitern und mal was neues auszuprobieren. Grundsätzlich habe ich schon eine UL-Ausrüstung die einiges hergibt. Für den Arbeitsweg und den täglichen Einkauf benutze ich schon täglich das Velo. Dafür habe ich so das günstigste Decathlon Rad welches seit fast 10 Jahren treuen Service leistet. Für längere Radtouren ist es jedoch eher nicht geeignet (vor allem vom zulässigen Gesamtgewicht).

Von verschiedenen Fahrradherstellern, habe ich relativ wenig Ahnung. Gefühlt habe ich den Eindruck, dass sich da viel getan hat (z.B. fährt ja gefühlt jedes neue Stadtrad mit Scheibenbremsen), was natürlich auch auf die Preise niederschlägt. Bei vielem habe ich doch den Eindruck, dass man das nicht wirklich braucht.

Meine Rahmenbedingungen sind:

  • Einsatzgebiet Asphaltiert und Feldweg/Schotterweg, eher Abseits der Zivilisation wo man auch mal mehrere Tage ohne Resupply auskommen möchte (in Europa wahrscheinlich immer möglich, ich habe aber kein Bock jeden Tag in einen Laden zu gehen)
  • Gedacht wären auch mehrwöchige Touren, wo ich vielleicht 2-3 Tage essen mitnehme, vielleicht auch mehr
  • Ich wiege selbst schon zwischen 90-95 kg. Ob jetzt das Velo 2 kg mehr oder weniger hat, spielt bei meinem EInsatzgebiet wohl keine wesentliche Rolle. Von der Fitness bin ich eher gut unterwegs, obwohl ich wegen mehreren externen Faktoren doch Muskelmasse gegen Fett ausgetauscht habe (jedoch dabei Gewicht verloren habe).
  • Fahrstil : eher entspannt aber lang, wobei ich aber schon gemerkt habe, dass einige Muskeln im Gesässbereich noch gestärkt werden müssen :mrgreen: , im Flachen halte ich mit meinem jetzigen Rad, was nicht auf Geschwindigkeit getrimmt ist, um die 25-30 km/h. Viel schneller brauche ich es glaube auch nicht. Ich möchte nicht unbedingt nur Kilometer fressen.
  • Meine Erfahrung mit Dropbar sind eher gering, kann es mir aber vorstellen mich daran zu gewöhnen. Frage wäre eher : muss ich das überhaupt oder reicht mir ein normaler Lenker.
  • Meine UL Ausrüstung zu Fuss bin ich um die 4kg, dazu muss man wohl noch ein bisschen Werkzeug rechnen, aber den Rucksack abziehen. Andererseits denke ich, dass durch den niedrigeren Einfluss des Gewichts ich mich vermutlich nicht an der untersten Comfortgrenze bewege und ich mir vermutlich den ein oder anderen Luxusgegenstand leisten möchte (z.B. Buch o.ä., vielleicht auch eine Unterhose/T-shirt mehr).
  • Mir wäre Robust wichtiger als Gewicht, Preis wichtiger als Performance. Wenn es halt nicht so windschnittig oder leicht ist, egal. Dann mach ich halt weniger oder muss stärker in die Pedale treten. Meinen sportlichen Ehrgeiz lebe ich woanders aus.

Wo ich jetzt angekommen bin : Ein Touring Rad in die Richtung Click wäre wohl das richtige vom "Fahrgefühl" her wohl das richtige. Ich habe jedoch das Gefühl, dass die Packoptionen doch ein bisschen übervorhanden sind (mit 2 Gepäckträgertaschen müsste ich eigentlich ziemlich gut hinkommen, mein Rucksack hat ja auch nur knapp 40L). Ich suche eigentlich was, wo alles schon durchdacht ist und ich in einem Schwupps kaufen kann. Ich möchte jetzt nicht viele Einzelteile zusammenkaufen und dann bei mir montieren.

Ok jetzt zu meinen Fragen: 

  • Auf was muss man besonders achten ?
  • Was ist muss, was ist schnickschnack (Ja ich weiss, schwierige Frage)
  • Riemen oder Kette ?
  • Kann man das hintere Getriebe mal austauschen für eine andere Übersetzung (falls mich mal in der Zukunft der Ehrgeiz für eine Passstrasse packt).
  • Was wäre so der Gewichtsrahmen für ein Touringrad ? Das oben eingesetzte ist jetzt mal bei 16 kg. Sicherlich nicht leicht, aber schockt mich jetzt nicht unbedingt
  • Hersteller die man ins Auge fassen sollte ?
  • Wie erweiterbar ist den so ein Rad. Kann man da relativ flott was Upgraden oder eher mühsam (z.B. besseres Getriebe, leichtere Gepäckträger usw.)
  • Eventuell doch ein Gravelbike ? Für mich würde das wohl weniger Comfort, dafür mehr Leistung (sprich km/Tag) heissen. Oder habe ich das was anderes übersehen ? Was mich beim Gravelbike ein bisschen nervt: das Touringrad hat schon Schutzbleche, Licht, Gepäckträger und all das Zeugs, die Gravelbikes die ich jetzt gesehen habe sind eher nackt.

Ihr seht, viele Unsicherheiten bei mir. Ich bin noch in der Findungsphase, und würde wie gesagt, erst mal die grobe Richtung für mich klären.

Besten Dank im Voraus für eure Inputs.

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Nach vielen Jahren mit klassischen Stahlrahmenreiserädern (die ich beide immer noch gerne fahre!) mit entsprechendem Schwerlastgepäck (zwei große Ortliebtaschen hinten, Rolle quer, Lowrider, Lenkertasche) genieße ich nun die Bikepackingtouren auf dem Gravel. Das bepackte Fahrrad ist immer noch leichter als das alte Reiserad ohne Beladung. Und vom Rennrad her kommend fährt sich das Gravel höchst komfortabel. Von daher: fahr so ein Ding mal Probe. Falls du nicht mehr runter willst, weil's so Spaß macht, ist es das Richtige. Falls nicht, kannst du ja weitersuchen.

Mein Reiserad hatte nen SON und ne Roloff, feine Sache, klar, aber Aufstecklicht geht auch. Und die Arschrakete ist ein durchaus brauchbarer Schutzblechersatz.

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vor 4 Stunden schrieb Patirou:

 

  • Meine UL Ausrüstung zu Fuss bin ich um die 4kg, dazu muss man wohl noch ein bisschen Werkzeug rechnen, aber den Rucksack abziehen.

Oder einfach den Rucksack nutzen statt Panniers - Inspiration siehe hier!
EVA Rumgammel Matte als Spritzschutz unter den UL Rucksack, das Ganze festgezurrt z.B. auf einem Ortlieb Quickrack (ca. 100 EUR). Ob jetzt Gravelbike oder Hardtail oder sonstiges kannst nur du selber für dich rausfinden indem du zu einem gut sortierten Händler in der Umgebung fährst und mal paar Fahrradtypen probesitzt bzw. wenn möglich um den Block radelst. Aufnahmepunkte für diverse Halterungen sind zwar auf jeden Fall praktisch, es gibt aber für alles auch Klemm- oder Klettlösungen, primär sollte dir das Fahrrad sowohl für Reisen als auch im Alltag Spaß machen, finde ich. Daher ist es doch toll, wenn ein Rad quasi "nackt" daher kommt (keine Schutzbleche, Licht, etc.) weil aller Zubehör nur unnötig Geld kostet, und du dir je nach Einsatzzweck dein Rad so zusammenstückeln kannst, wie du es eben brauchst. Natürlich gibt's die Internet-Polizei, die aufschreit, wenn jmd. am Gravelbike einen Gepäckträger und Schutzbleche nutzt, aaaber das sollte dich bei der Wahl deines neuen Drahtesels ersteinmal nicht beirren :mrgreen:

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Wenn du sehr leicht unterwegs bist, würde ich ein Gravel anschauen.

Wenn du aber eher lange Touren abseits mit viel Gepäck unternimmst, würde ich eher ein "vollständigeres" Rad suchen.

Als jemand, der früher seine ganzen Ferien auf dem Reiserad verbracht hat und manches Rad auch selbst aus den Komponenten zusammengebaut hat, ist mein Tipp, das Fahrrad auf jeden Fall Probe zu fahren, um herauszufinden, was für dich stimmt. Ob ein Rad "gut fährt" hängt nicht nur vom Gewicht ab. Nicht zuletzt ist auch die Geometrie sehr wichtig, und dass der Rahmen seitwärts steif ist und nichts "wackelt" (Gepäckträger usw). Vertikal ist ein Material, dass dämpft, aber wiederum gut (Gabel z.B., oder Laufrräder, die "vernünftig" eingespeicht sind).

Vieles ist aber sehr individuell. Für mich z.B. ist ein eher kurzer Rahmen mit einem Rennradlenker mit Enden, die relativ weit zurückreichen, das Richtige. Mit anderen Lenkern habe ich immer nach einer gewissen Zeit Probleme gehabt (Ellenbogen, Handgelenke). Wenn man tagelang viele Stunden auf dem Rad sitzt, spielen solche Dinge eine grössere Rolle als ein Kilo mehr.

vor 4 Stunden schrieb Patirou:

Wie erweiterbar ist den so ein Rad.

Ich würde schauen, dass du am Rahmen Ösen hast, wo du später vielleicht mal ein Schutzblech, Lowrider, oder was auch immer befestigen möchtest. Schutzblech: Da brauchst du genügend Platz für, gerade wenn du mal mit dickeren Reifen fährst.

vor 4 Stunden schrieb Patirou:

Riemen oder Kette ?

Ich würde für eine Reiserad Kette nehmen.

vor 4 Stunden schrieb Patirou:

Was mich beim Gravelbike ein bisschen nervt: das Touringrad hat schon Schutzbleche, Licht, Gepäckträger und all das Zeugs, die Gravelbikes die ich jetzt gesehen habe sind eher nackt.

Die sind halt nicht dafür gemacht, voll ausgerüstet zu werden. Ist halt eher Richtung Rennrad (früher gabs die Querräder, das ging schon ein wenig in der Richtung)

 

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vor 14 Stunden schrieb Patirou:

Ihr seht, viele Unsicherheiten bei mir.

Die sind eher unnötig. Du hast keine außergewöhnlichen Anforderungen. Finde ein Rad, dass Dir gefällt, passt und damit ergonomisch verträglich ist! Der Rest ist sekundär. Was Dir nicht gefällt, lernst Du so oder so dann erst unterwegs. Probieren geht über studieren.

Wenn Du auch bei Sauwetter unterwegs sein willst, wären Schutzblech und eine Beleuchtung mit Nabendynamo vielleicht nicht verkehrt. Ich glaube, das von Dir verlinkte Decathlon-Rad hat das alles. Da mangelts höchstens an Fahrspaß.

Wenn Du eh UL unterwegs bist, brauchste so viel Gepäckträger vermutlich auch gar nicht. Da gilt es abzuwägen, ob nicht lieber ein sportlicheres Gefährt verwendest. Alles eine Frage, was man lieber hat.

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vor 23 Minuten schrieb ULgäuer:

Wenn Du eh UL unterwegs bist, brauchste so viel Gepäckträger vermutlich auch gar nicht.

Aber wenn man schon mit Gepäckträgern fährt, gewinnt man durch die Verteilung der Last (hinten und vorne) ein bisschen Stabilität auf Asphalt.
 

vor 24 Minuten schrieb ULgäuer:

und eine Beleuchtung mit Nabendynamo

Ich habe am Reiserad für die Straße ein Nabendynamo, das per Ladegerät eine Powerbank speist. Die Beleuchtung ist anklippbar und wird über USB (aus der Powerbank) aufgeladen. Strom für Telefon und Navi fällt dabei zusätzlich ab. Die Beleuchtung ist ja eher selten nötig und in der Tasche besser vor Umfallereignissen usw. geschützt. 

Am Offroad-MTB benutze ich kein Dynamo. Es kommt auf Trails sowieso meist zu wenig Strom zusammen. 

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Also erstmal danke für die Zeit, die Ihr euch nehmt.

Meine Unsicherheit rührt erst mal daher, dass die Preise doch glatt ins astronomische steigen können (also alles über 1000 CHF/EUR wirkt auf mich schon fast astronomisch). Ich habe einfach noch nie soviel für ein Sportgerät ausgegeben.

Aber klar, wahrscheinlich muss ich erstmal ausprobieren, am Besten wahrscheinlich über den Gebrauchtmarkt.

Andere Frage : gibt es einen Hersteller der vielleicht etwas so dazwischen macht ? Ein Gravelreiserad, dass schon "sportlichere" Ausführung hat, aber Schutzblech, Gepäckträger hinten, Nabendynamo mit Licht mitliefert ? Oder macht man das mit seinem Fahrradhändler aus, der das dann präpariert ?

Bearbeitet von Patirou
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vor 1 Stunde schrieb martinfarrent:

Aber wenn man schon mit Gepäckträgern fährt, gewinnt man durch die Verteilung der Last (hinten und vorne) ein bisschen Stabilität auf Asphalt.

Gewinnen tut man nur, wenn die Verteilung vorher schlecht war. Das muss ja nicht gewesen sein.

Für das UL-Mindset wären Bikepackingtaschen ohne Racks schlüssiger. Die funktionieren auch wunderbar, wenn man richtig packt. Im Prinzip identisch zum Verhältnis klassischer Trekkingrucksack und rahmenlosen UL-Packs. Das Eine ist halt etwas leichter und dafür etwas komplexer in der Handhabung.

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Du schreibst "robust" sowie "25 - 30 km/h" und "Schotter": Da würde ich tatsächlich mal über ein stabileres Gravelbike, ggf. mit Rohloff oder Pinion-Getriebe nachdenken.

Vorteil Pinion: Der Schwerpunkt liegt nicht mehr im Hinterrad, sondern im Tretlagerbereich (und damit optimal platziert). Die ungefederte Masse im Hinterrad wird so massiv reduziert. Allerdings ist dieser Vorteil eher bei Mountainbikes im Geländeeinsatz relevant. Beide Getriebe können mit einem Gates Carbon Drive-Riemen kombiniert werden, was die üblichen Nachteile einer Kette etwas kompensiert. Nachteil Getriebe & Riemen: Schwerer, im Schadensfall nicht ohne Weiteres reparierbar. Beide Getriebe reichen für die üblicherweise notwendige Spannbreite an Übersetzungen völlig aus.

Auf einen Dropdown-Lenker würde ich persönlich am Gravel nicht verzichten wollen. Gerade bei schnellen Bergab-Passagen oder zum Umgreifen auf Langstrecken sehr angenehm. Einen Rucksack hingegen würde ich besser vermeiden, den könnte ich zwar beim Mountainbiken tragen, aber nicht bei > 100 km Tagesetappen. Allerdings schreibst Du ja, dass Du gar nicht unbedingt auf Langstrecke aus bist.

Spontan einfallen würde mir das Tout Terrain Scrambler Xplore GT II 28". Das Rad hat trotz Pinion-Getriebe einen Dropdown-Lenker mit Trigger, was nach meiner Kenntnis in dieser Form einzigartig ist. Auch das Nicolai Argon GX wäre spannend, aber das sprengt wohl Deine Preisvorstellung. :smile: Beide Räder wären für Gravelbikes extrem robust.

Wenn es noch robuster sein soll, dann bist Du direkt wieder in der Kategorie "Trekkingrad" oder sogar "Reiserad & Expedition" mit dicken Pannier Bags am Gepäckträger und überdimensioniertem Stahlrahmen, was bei weitem nicht mehr so sportlich und spritzig wie ein Gravelbike sein wird. Ich würde also zum zügigeren Fahren eher weg von den Panniers und hin zu Arschrakete, Lenkerrolle und Rahmentaschen gehen.

Falls überhaupt noch relevant: Leichte Carbon-Gravelbikes mit Option auf Schutzbleche wären zum Beispiel:

  • Trek Checkpoint SL (sportlich)
  • Specialized Diverge
  • Orbea Terra
  • Canyon Grizl

Hier wäre statt der Arschrakete auch ein Tailfinn Aero Pack andenkbar, falls es auf schnellem Niveau bleiben soll.

Natürlich gibt es auch vollrassige Race-Gravelbikes, z. B. Specialized Crux, Cervelo Aspero, Canyon Grail, Trek Checkpoint SLR, etc. Die wären aber aufgrund der geringeren Zahl von Anschraubpunkten und der gestreckten Haltung bei Deiner Beschreibung vielleicht nicht ganz so passend.

Leider korreliert bei modernen Fahrrädern der Preis mit dem Fahrspaß. :mrgreen:

Bearbeitet von Trinolho
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Welches Rad es auch wird: Dicke Kette zum Abschließen nicht vergessen und ins Gewicht einrechnen. Mit dem liebevoll zusammengestellten Tourenrad mit Rohloff-Nabe nach mehreren Wochen Neuseeland-Tour eine kleinere Tour durch Deutschland gemacht, einmal Mittagspause im Café, das Rad direkt draußen mit Abus Bordo angeschlossen, weg war's … 

Seitdem zu Fuß unterwegs. 

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vor 2 Stunden schrieb Trinolho:

Carbon

Lieber Metall. Carbon ist empfindlicher auf Reibung und Sand zwischen Riemen schmirgelt.

vor einer Stunde schrieb Immernochalleszuschwer:

Welches Rad es auch wird: Dicke Kette zum Abschließen nicht vergessen und ins Gewicht einrechnen. Mit dem liebevoll zusammengestellten Tourenrad mit Rohloff-Nabe nach mehreren Wochen Neuseeland-Tour eine kleinere Tour durch Deutschland gemacht, einmal Mittagspause im Café, das Rad direkt draußen mit Abus Bordo angeschlossen, weg war's … 

Seitdem zu Fuß unterwegs. 

Ich wollte dem Post ein "Gefällt mir" geben, aber das wäre irgendwie unpassend gewesen. :(

Der Hinweis auf ein gutes Schloss ist jedenfalls gut und richtig. Am Ende sind alle Räder gleich schwer. Je leichter das Rad, desto schwerer sollte das Schloss dazu sein...

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vor 6 Minuten schrieb ULgäuer:
vor 2 Stunden schrieb Trinolho:

Carbon

Lieber Metall. Carbon ist empfindlicher auf Reibung und Sand zwischen Riemen schmirgelt.

Naja, ein echter Liebhaber wird seinen Carbonrahmen ab der ersten Sekunde mit einer Schutzfolie versehen... :wink:

Insbesondere die Montagepunkte mit Reibungsflächen zwischen Gurten und Rahmen.

Bearbeitet von Trinolho
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Carbon sehe ich jetzt für mich nicht. Einfach zu teuer - und keine Lust noch extra Schutzfolie nachzudenken. Am Ende soll es funktionieren. Das mit dem Pinion-Getriebe sieht ganz nett aus, aber beim Preis musste ich leer schlucken :mrgreen: Ich glaube hier ist einfach der Effekt : ich habe noch keinen Ferrari gefahren und will es eigentlich auch nicht, und solange ich nicht weiss wie es sich anfühlt, ist es auch gut so (ich weiss ja nicht, wieviel besser es ist) 😛  Zu meinem jetzigen 350 EUR Decathlon Bike ist wahrscheinlich eh alles so krass besser, dass ich gar nicht weiss wie schnell man mit dem Rad überhaupt unterwegs sein kann.

Vielleicht noch zum Preisrahmen, ich könnte mir max. 1500 CHF (ungefähr das gleich in EUR) vorstellen, nur für das Bike. Mehr möchte ich nicht ausgeben, einerseits wegen dem Diebstahl-Risiko (obwohl in der Schweiz nicht so ein Thema... was da für Räder am Bahnhof stehen und nicht mitgenommen werden... da würde man in DE feuchte Augen kriegen).

So von dem was ich jetzt höre, würde ich wirklich so einen Crossover suchen : irgendwas zwischen Reiserad und Gravelbike mit Alu-Rahmen, wo ich halb UL durch die Weltgeschichte fahren  und ich auch im Arbeitsalltag nutzen kann (also mit Schutzblech und Licht). Am besten mit einem kleinen Gepäckträger hinten wo ich meinen Rucksack draufschnallen kann (passt ja jetzt schon alles rein) und (eventuell) Gabeltaschen/Lenkertache vorne. Den Rahmen würde ich für das Wasser frei halten wollen. 

Das wäre jetzt so meine Vorstellung, die sich natürlich noch entwickeln kann. Grosse Frage für mich, gibt es sowas schon mehr oder weniger prêt-à-porter von der Stange, oder muss ich mir das bei einem Händler konfigurieren lassen ? 

 

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vor 25 Minuten schrieb Patirou:

Ui, in diese Richtung könnte ich mir das vorstellen - leider nicht verfügbar - in der Schweiz nicht mal als Produkt sichtbar... Damn it !

Budget-Pendant dazu aus Stahl wäre z.B. das Kona Rove DL, welches ich mein eigen nenne. Bekommst du bei einigen Händlern in D für 1599 EUR oder sogar drunter. Hat zwar 650b Schlappen drauf im Gegensatz zum Decathlon Bike, aber das kann man zur Not ja ändern...

Bearbeitet von fatrat
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Nur mal als Beispiel. Gibt solche Räder von diversen Herstellern. Oft ist der Zusatz "EQ" oder "FE" oder so in der Bezeichnung um "fully equipped" zu signalisieren. 

Etwas über Budget:

https://www.ghost-bikes.com/de-de/asket-eq/?attrMarketingColor=Dark grey

Günstiger: 

https://www.ghost-bikes.com/de-de/road-rage-eq/?attrMarketingColor=Petrol

Radon

https://www.radon-bikes.de/roadbike-gravel/gravel/regard/regard-80-fe-2023/

Vielleicht klapperst mal die Händler in Deiner Reichweite ab. Kann gut sein, dass die sowas mit Rabatt loswerden wollen. Dann kannst zumindest mal probesitzen. Ein guter Händler vor Ort ist eigentlich auch Gold wert.

Größenauswahl ist mit solchen Rädern aber ziemlich wichtig! Die rennradartige Sitzposition hat schon vielen Probleme bereitet. Auf Größenrechner oder Herstellerempfehlungen kann man sich auch eher nur schlecht verlassen.

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Wenn Du wirklich nicht bei einem lokalen Haendler div unterschiedliche Bikes in unterschiedlichen Konfigurationen Probe fahren willst (klar das wird mit Service teurer, als Versand-Kistenschieber) und von der Stange via Bestellung kaufen willst, werden natuerlich auch groessere Haendler in D interessant, die auch Export in nicht EU-Laender anbieten.

Ich bin fuer Fahrraeder in der gluecklichen Lage, dass sich nah an meinem Wohnort 2 der groessten Bikehaendler Deutschlands in Bonn gegenseitig Konkurenz machen und dadurch recht kundenfreundliche Preise haben. Beide bieten Versand in die Schweiz an, der Eine ueber einen externen Dienstleister, der Andere direkt, klar sind die Versandkosten was hoeher, aber dadurch dass Du nicht die deutche MwSt (19%), sondern die Schweizer, die ja max gut 8% ist, zahlst, wird das bei einem Rad der von Dir angepeilten Preisklasse nicht teurer.

Was ich da als Marke empfehlen kann, sind die Radon Bikes (haben auch in Bike-Foren in der Preisklasse bzw Einstiegsbikes einen guten Ruf), wovon ja auch @ULgäuer eins verlinkt hat, da bekommt man dann auch Bikes, wo nicht  an der Gabel, Schaltung o.A. gespart wurde z.B. mein Radon Hardtail ist inzwischen sehr viel benutzt, kein Defekt aufgetreten, nix musste ausser normalem Verschleisskram getauscht werden.

Oder mach doch aus dem Kauf ein kleines Abendteuer, komm nach D, nimm deinen Zeltkram mit, schau Dir in Bonn bei beiden Laeden die Bikes an, der eine hat sogar ladenintern eine Probebahn, waehl das passende Bike & das fuer Dich perfekte Zubehoer, entweder kannst Du es dort von der Werkstatt eben zusammenschrauben lassen (vorher klaeren, wie es mit Auslastung aussieht) oder selber machen, am Fahrad kommt man ja, um solchen Kram anzuschrauben mit Standard-Werkzeug, was man auf Tour eh bei haben sollte, hin und radelst dann zurueck nach Hause, bis dahin kennst Du dann das Bike...8-)
Was die steuerliche Abwicklung betrifft, laeuft das dann so, dass Du bei Kauf Deine Rechnungsadresse in CH angibst, dann sollten sie Dir das Formular fuer den deutschen Zoll mitgeben (muesste eigentlich beide Laeden machen, denke Bike Discount = Radon auf jeden Fall, da die ja auch in die Schweiz versenden), an der Grenze laesst Du das beim deutschen Zoll abstempeln, schickst es an den Laden zurueck und der ueberweist dir die deutsche MwSt zurueck, ein paar Hundert m weiter beim schweizer Zoll hast Du dann natuerlich einen kleinen Aufenhalt, weil Du ja dort das Fahrrad verzollen must...

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vor 9 Stunden schrieb Patirou:

Schutzblech, Gepäckträger hinten, Nabendynamo mit Licht mitliefert ? Oder macht man das mit seinem

Schutzblech: SKS Bluemels. Kosten 20€ sind sehr leicht und sind sehr einfach zu montieren. 

Gepäckträger: Tubus Fly von Kleinanzeigen kostet 20-45€ gebraucht und ist ebenfalls sehr leicht. 

Und dann das von @zopiclonverlinkte Riverside Touring 920.

 

Dann hast du 1650€ ausgegeben und ein schnelles, komfortables Gravelrad mit Randonneur Ausstattung, Nabendynamo mit Cycle 2 Charge ab Werk (!!!). Fehlt nur noch Licht. ABSOLUTE Empfehlung dafür.

 

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Hoi zusammen,

besten Dank für alle eure Inputs. Übers WE werde ich ein paar Händler abklappern, um mal zu sehen, was so im Angebot ist und zum Probefahren. Alle eure Kommentare haben mir sehr geholfen, mal einen Pfad in den Fahrraddschungel anzusetzen, und gewisse Vorstellungen zu schärfen.

Jetzt geht es erstmal an probieren über studieren !

vor 14 Stunden schrieb khyal:

Was die steuerliche Abwicklung betrifft, laeuft das dann so, dass Du bei Kauf Deine Rechnungsadresse in CH angibst, dann sollten sie Dir das Formular fuer den deutschen Zoll mitgeben (muesste eigentlich beide Laeden machen, denke Bike Discount = Radon auf jeden Fall, da die ja auch in die Schweiz versenden), an der Grenze laesst Du das beim deutschen Zoll abstempeln, schickst es an den Laden zurueck und der ueberweist dir die deutsche MwSt zurueck, ein paar Hundert m weiter beim schweizer Zoll hast Du dann natuerlich einen kleinen Aufenhalt, weil Du ja dort das Fahrrad verzollen must...

Jup, das Prozedere kenne ich. Von dem was ich jetzt sehe, sind die Endpreise CH/DE relativ gleich, wenn nicht sogar leicht günstiger in der Schweiz auf den ersten Blick. Ich könnte vermutlich noch ein bisschen mit der MWST rausholen. Ist halt ein Aufwand, vor allem wenn es mal zu einem Garantiefall kommen würde... Daher würde ich erstmal hier in meiner Umgebung suchen, ob ich ein gutes Angebot kriege.

 

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vor einer Stunde schrieb Patirou:

Daher würde ich erstmal hier in meiner Umgebung suchen, ob ich ein gutes Angebot kriege.

Ist doch das Beste, was Du machen kannst, das richtige Fahrrad benutzt Du sehr lange, deswegen ist es eh am Besten, vorher verschiedene Typen, Felgengroessen usw mal kurz Probe zu fahren und dann bei einem local Dealer mit Ladengeschaeft und wenn du nicht alles selber schrauben willst (las sich jetzt nicht so), vernuenftiger Werkstatt zu kaufen, das kostet was mehr, aber dann bekommst Du auch Support, wenn Du ihn brauchst.

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