Oha, da bin ich mal gespannt, wo du in deiner Auflistung was steriles herzauberst. Ich hoffe, du hast nicht vor selbst mit Wasser oder Alkohol rumzupanschen. Mullbinde ist sehr praktisch, gerade weil sie von alleine den richtigen Druck aufbaut, aber sicherlich durch einen Stofffetzen ersetzbar, da eh nicht steril. Aber auf eine offenen (!) Wunde möchte ich keinen deiner Ausrüstungsgegenstände haben.
Ob das, was du an Decken, Schlafsäcken oder Quilts dabei hast genau gut für den Wärmeerhalt geeignet ist wie eine Rettungsdecke, weiß ich nicht, würde mich aber im Zweifel nicht drauf verlassen und lieber die 48g mehr mitnehmen.
Das ist doch Blödsinn. Man ist nie immer 100% bei der Sache. Zack war da ein Stein oder eine Wurzel, die man nicht gesehen hat und schon gibt es ein reiches Repertoire an möglichen Verletzungen, beginnend bei einem leichten Schock über Schürfwunden, Prellungen oder vielleicht größere, stark blutende Wunden. Murphys law gilt auch im Wald! Und gerade wenn man (unerfahren) UL unterwegs ist, ist das Risiko einer Unterkühlung nicht zu unterschätzen. Sonnenbrand oder -stich treten auch im Wald gerne auf. Ohne dass man es bewusst mitbekommen hat, war man ne Stunde aufm Bergkamm / Lichtung unterwegs und zack tut die Sonne ihr übriges.
Mein "Feldlazarett" wiegt 355g. Davon gehen 159g in die wasserdichte, sehr widerstandsfähige Verpackung. Find ich fürs Paddeln wichtig, beim Wandern diskutabel. Bleiben unter 200g inklusive Rettungsdecke, 3 Mullbinden, Pflaster, Pads gegen Stiche und ähnliches, Beatmungshilfe, Pinzette, ne größere und kleinere Kompresse, Einweghandschuhe, Klebeband, Zeckenkarte und Dreieckstuch. Ich gebe zu, das kann man noch weiter eindampfen, ist aber auch ein Kompromiss mit meiner Freundin.
Das meiner Meinung nach sinnvolle Minimalpack sind ein Verbandspäckchen, Rettungsdecke, 2-3 Pflaster und Zeckenkarte und wiegt ca. 65g. Das isses mir wert...