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Anzeigen von Inhalten mit der höchsten Reputation auf 01.07.2018 in allen Bereichen
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige und 5 andere reagierte auf mawi für Thema
11. Etappe: Auf Irrwegen In der Nacht schneite und stürmte es ordentlich. Der Wind boxte wild in die Zeltwände und immer wieder wurden die Zeltwände während der Wind etwas aussetzte fast bis nach oben zur Spitze mit Schnee bedeckt, so dass es die Wände ordentlich eindrückte. Außerdem lies der Wind Eis auf meinen Schlafsack spritzen, so dass er noch nasser wurde, als er eh schon war. Am Morgen scheint es noch ein wenig, aber der Wind hat nachgelassen. Beim Abbau nimmt der Wind jedoch wieder schnell an Fahrt auf und ich habe zunehmend mühe alle Sachen beisammen zu halten. Bevor ich losgehe haue ich schnell noch 8 Lagen Wachs auf die Ski, denn gestern wurden sie zum Abend wieder etwas rutschig. Als ich aufbreche stürmt es ziemlich heftig und es haut mich gleich zu beginn zweimal um. Damit ist die Entscheidung klar: ich gehe direkt nach Saltoluokta. Es schneite ja auch die ganze Nacht und damit haben sich Ausflüge auf Berge für diese Tour eh erledigt. Und die Sicht ist auch so mies, dass ich keinen Sinn darin sehe, dass ich hier weiter im „Nichts“ umher irre. Zumal die Vorhersage auch für die kommenden 3 Tage weiterhin Bewölkung und Schneefall angibt. Die Sicht ist mittlerweile ziemlich schlecht, so dass keine Orientierungspunkte mehr erkennbar sind. Ich muss erstmals auf der Tour auf den inReach zurückgreifen, komme aber mit diesem Minidisplay nicht klar. Laufe also grob der Nase nach. Plötzlich realisiere ich, dass ich im Hang unterhalb des Sjuodji stehe. Ach verdammt, genau diese Berggruppe wollte ich eigentlich rechts oder links umlaufen … Ich habe ein verdammt ungutes Gefühl. Zum hinauf gehen bin ich schon zu weit im Hang. Plötzlich geht ein Mark durchdringendes „Wummmm!“ durch meinen Körper. Das Herz rutscht in der Hose. Ich versuche es nach oben, aber der Schnee ist einfach zu locker um nach oben zu kommen. So bleibt mir nichts anderes übrig als vorsichtig schräg zum Hang hinab zu fahren. Zum Glück ist er nicht sehr hoch und ich bin heil froh, als ich sicher unten ankomme. Nach einer kurzen Pause mache ich mich wieder auf den Weg und treffe nach ein paar Metern auf die Nationalparkgrenze. Hier treffe ich auch auf erste Scooterspuren seit Tagen. Einfachheitshalber folge ich der Grenzmarkierung, da sie ja genau zum Sluggá führt. Irgendwann verliere ich sie, laufe aber einfach immer weiter in östliche Richtung. Irgendwann taucht links von mir eine steile Felswand auf. Ich werfe verdutzt einen Blick auf die Karte. Hmmm. Hmmmmmm. Hmmmmmmmmmm. Was ist das?! Kann es sein, dass ich zu weit nach links abgedriftet bin und Richtung Norden laufe? Ich checke das GPS! *Hand an den Kopf klatsch* Oh nein! Ich bin 1h im Kreis gelaufen! Das ist wieder der Berggruppe, wo ich zuvor in den Steilhang geraten war. Wie ärgerlich! Und ich hatte mich kurz vorher noch gefragt, wie es sein kann, dass der Wind hier innerhalb von ein paar Minuten sich um 180° drehen kann Oh Mann, wie dumm von mir! Ich korrigiere meinen Kurs und stoße schon bald auf die kleinen Schluchten, wo sich der Sluggájahka durchschlängelt. Hier bricht heute das erste Mal die Wolkendecke ein wenig auf und lässt den Sluggá in voller Pracht für ein paar Minuten erscheinen. Dann verschwindet er wieder im Nichts. Ich brauche ein wenig Zeit um eine geeignete Stelle für den Abstieg zu finden. Der Fluss liegt über weite Abschnitte frei, kann ihn aber an einer kleinen Schneebrücke queren. Um den Sluggá herum stürmt es ordentlich. Langsam geht mir der Wind auf den Sack. Den ganzen Tag und eigentlich die Tage zuvor auch, bläst er unerbittlich und zerrt und rüttelt und wackelt an mir herum. Es schlaucht langsam. Und außerdem ist dadurch seit Tagen keine Sicht, was mich eigentlich am meisten ärgert. Ich bin doch primär wegen der guten Aussicht hier. Anderseits finde ich das raue und unbequeme Wetter auch irgendwie geil. Umso mehr ich darüber nachdenke, umso besser gefällt mir das Wetter. Ich grinse selbstzufrieden und laufe entspannt weiter. Das Passieren des Sluggás zieht sich ewig. Ich habe das Gefühl, dass ich ihn schon 2 mal umrundet habe. (Ich habe mehrfach versucht das schlechte Wetter und den Wind einzufangen, aber es gelang mir nicht recht. Da hätte ich noch ein wenig mehr experimentieren müssen, aber dafür war es zu ungemütlich.) (Endlich bin ich um den Sluggá rum.) Zum Ende des Tages wird es freundlicher und es reißt sogar kurz auf. Bevor ich jedoch die Kamera gezückt habe, ist es schon wieder zugezogen. (Eben noch großflächig blauer Himmel und im nächsten Moment ist es wieder zugezogen.) Ich suche mir ein geschütztes Plätzchen unterhalb der Steilwand des Giehpes. Beim Zeltaufbau fahre ich aus Versehen mit den Ski über die Schaufel und dabei bricht das Schaufelblatt ab. Es hing aber eh nur noch am seidenen Faden an der gebrochenen Schafhalterung. Da hier Pulverschnee und es der letzte Tag ist, ist es nicht weiter tragisch. Der Schlafsack ist wieder eine gefrorene Kugel, heute gefühlt mehr als die Tage zuvor. Ich mache mir heute zwei Wärmflaschen. Die erste lege ich mir auf die Beine, während ich noch den Schnee für die 2. schmelze. Da bemerkte ich, dass es um den Kocher relativ viel Wasser ist. Hmm, ich bin vorhin an den Kocher gekommen, vielleicht ist da etwas Wasser hinaus geschwappt? Hmm, die Isomatte schwimmt ja regelrecht?! Als ich die Wärmflasche von den Beinen nehme, geht ein Wasserstrahl durch das ganze Zelt. Ach her je! Die Trinkflasche hat ein Loch! Zum Glück hatte ich die Flasche noch nicht in den Schlafsack gelegt, dass hätte blöd ausgehen können. Es scheint ein Materialfehler zu sein. Es hat sich die Verklebung der Folie an dem Öffnungsstück gelöst. (Zu hause, nach der der Tour aufgenommen) Zum Glück ist morgen der letzte Tag, es war die kleine Flasche und die Etappe morgen ist nicht so lang. Ich falle heute irgendwie erschöpft in den Schlafsack. Ich weiß auch nicht, so geschafft war ich noch nie auf der Tour.6 Punkte -
Auf kurz oder lang 75 Gramm
mexl916 und 3 andere reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Passend zum Wetter möchte ich euch eine luftig leichte MYOG (Sommer-)Hose mit besten Erfahrungen vorstellen: FlyPants wiegt 75g und ist wegen dem weiten Schnitt der Hosenbeine einfach verkürzbar. Ich mag durchaus auch zipbare Beinlinge. Bei einem solch dünnen Stoff finde ich das Hochrollen viel bequemer, als die Beinlinge via RV oder KAM snaps zu entfernen und sie zu verstauen. @P4uL0 hat damals eine ähnliche Hose aus dem gleichen Stoff MIT snaps vorgestellt. Das Material ist das großartige graue, matte, elastische, schnelltrocknende 40g RipStop , welches bei ExTex leider nur kurze Zeit verfügbar war (Nachteil, wenn man erst auf genügend Erfahrung wartet, vor Vorstellen im Forum ). Falls es ein paar Laufmeter/Reste gibt, bitte PM an mich Gibt es ähnliche Stoffe, die momentan verfügbar sind? Das 37g-Tafetta ist zwar als Bekleidungsstoff akzeptabel, aber deutlich dichter und deshalb mMn bei sonnigen Temperaturen dem 40er unterlegen. FlyPants ... hat zwei große Hosentaschen und eine Haken/Flausch-Verschluss-Knietasche, in die sie locker und schnell verstaubar ist. lässt sich mit Gummiband auf Kiwi-Größe komprimieren sitzt gut mit der Kombination aus Gürtelschlaufen und Elaste-Gummi. Hosenbeinabschlüsse lassen sich mittels KAM snaps raffen weite Hosenbeine sind so leicht, dass sie hochgerollt nicht fixiert werden müssen. Das war eine Serendipität - eine glückliche Überraschung Vor allem wegen diesem Komfortplus hat FlyPants mittlerweile meine etwas schwerere zipbare LifePants verdrängt. weiter Schnitt erlaubt auch APEX-Iso unter der Hose einzubringen (dann reden wir natürlich nicht mehr von Sommerhose ) Einzige Verbesserung die mir einfällt: Knietasche nächstes mal derart verarbeiten, dass auch im verstauten Zustand kein Stoffrand sichtbar ist. Hinweis zum Nachmachen: Damit die Beibringe einfach hochzurollen sind, müssen sie schon ab etwa Oberschenkel-Höhe bis zum Ende gleich breit sein. Ansonsten ist das Schnittmuster ähnlich plump wie bei meiner Regenhose: Zwei Hosenbeine mit genügender Nahtzugabe. Meine Erfahrung über ca. zwei Jahre sind durchweg positiv (Rockies, Island, Kirgistan, Myanmar, Sibirien, Mongolei). Der Stoff ist schön elastisch, genügend robust, sehr atmungsaktiv und schnell trocken. Yay! Sommer.4 Punkte -
CozyMatch - ein Quilt-Bausatz für alle Situationen. Ultraleicht. Ultraflexibel.
mexl916 und 2 andere reagierte auf #PackLessPlayMore für Thema
Nachdem ich drei unaufregende Projekte/Updates vorgestellt habe, kommt nun ... CozyMatch - a modular quilt system Die Idee ist die logische Fortführung der Idee, einen Quilt multifunktional zu machen. Der Ideengeber aus meinen frühen TULF-Tagen ist natürlich LaBus MantelWechselQuilt. Dieser führte mich über ersten MYOG-Experimente wie SnoozeToob und JOYN nun zu CozyMatch. Ein Quilt-Bausatz für alle Situationen. Ultraleicht. Ultraflexibel. Diese Skizze zeigt die verschiedenen Modi, Module und den Bauplan Hüttenschlafsack (RV zu Iso geöffnet; APEX liegt direkt auf Schlafkleidung bzw. unterm Körper) Quilt mit Isomatte auf voller Länge Quilt (Backpack als footbox Form) Quilt mit Isomatte an Footbox Quilt mit Isomatte am Torso Doppelquilt Iso-Poncho Mantel zusätzliches Iso-Modul Langversion zusätzliches Isi-Modul Kurzversion Das System kommt seit ca. 2 Jahren auf zahlreichen Reisen zum Einsatz (Afrika-Myanmar, Schottland, Sierra Nevada, Alpen, Sibirien-Mongolei, Sächsische Schweiz, Schweden). Es gibt also mittlerweile reichlich Erfahrung. Die Flexibilität ist großartig. Ich kann sie meiner restlichen Kleidung anpassen; beispielsweise mehr Isolation im unteren Bereich, falls warme Daunenjacke mitkommt und ich kann Isogewicht sparen, indem ich Iso erst bei Bedarf ergänze oder entferne; so beispielsweise wenn ich nur zeitweise zu zweit reise, oder sich Temperaturen auf einer Strecke stark unterschieden (Sibirien-Mongolei, Ostafrika-Myanmar, USA). Einige Kommentare: Chinanylon 22g (endlich ein Projekt Pitch, bei dem der verwendete Stoff noch verfügbar ist); toller Stoff angenehm weich auf der Haut, haptisch deutlich unterschiedlich von den ExTex Ripstop Nylons; genügend robust; ca. 5lfm wurden hierfür benötigt Climashield APEX 100er Mumienform (verjüngt sich von oben 115cm auf unten 60cm bzw. 110cm auf 55cm; wegen RV-Verbindung zur Isomatte schmaler als übliche Quilt-Maße; Länge beträgt 220cm bzw. 210cm) Basis-APEX doppellagig in unteren ca. 30cm Modularität durch vielseitig kompatible 75cm teilbare RVs an Isomatte und Quilts durch RV-Öffnung für zusätzliche Isolations-Module Basis-Quilt-Module wiegen 300g und 260g fulllength-100er-APEX-Modul 140g kleines APEX-Modul 60g 6-Segment-Z-Lite-Isomatte 185g 8-Segment-Z-Lite-Isomatte 245g Footbox realisiere ich häufig durch "Beine im Rucksack" anfangs habe ich überlegt, Schnüre und KAM snaps statt der RVs zu nutzen. Diese hätten den Gewichtsvorteil aber an zahlreichen großen Kältebrücken mehr als vernichtet. die RVs (je 10g) habe ich derart angelegt, dass sie zur Mitte hin schließen (im Poncho-Modus also wie eine Jacke). Gründe dafür waren, dass die RVs im Quilt-Modus oben wirklich zu bleiben sollten. Außerdem können die Hände im Quitt den RV dann besser bedienen. der Doppelquilt lässt sich nicht nur in Trapez-Form, sondern auch im Rechteck-Form verbinden, um eine "Decke" zu formen an einigen APEX-Rändern habe ich das einfassende schwarze Moskito-Netz aus einem Vorgänger-Projekt nicht entfernt Packgrößen sind unten abgebildet: Einmal das große Basismodul, und einmal beide Basismodule natürlich müssen nicht immer die RVs genutzt werden. Überall sind Schlaufen angebracht. Mögliche Verbesserungen: Eine Iso-Abdecklippe (+15g) für die potenzielle Kältebrücke in der Mitte, wenn im Doppelquilt-Modus (bisher kaum ein Problem, da bei niedrigen Temperaturen automatisch die vielen Isolationsschichten die Lücke verdecken). Diese Lippe könnte sogar als Iso-Kragen im Poncho-Modus doppeln. Evtl. die Isolation im Hüttenschlafsack-Modus für Empfindlichere durch eine dritte Lage Chinanylon vom Körper trennen (ich selbst komme in Schlafkleidung mit der Iso auf dem Körper gut klar). noch ein etwas breiteres Basismodul (verjüngt sich im Solo-Modus bei viel Iso natürlich zunehmend) Einige Punkte, welche dieses System in dieser Form in meinem Reiseprofil sinnvoll machen: wechselnde klimatische Bedingungen wechselnde Schlafstätten (nebeneinander möglich bzw. unmöglich) häufig zu zweit oder mehr reisen (und mit unterschiedlicher Körpergröße) Rucksäcke mit atmungsaktivem Frontpanel dienen als Footbox-Form frameless Rucksäcken dient Z-Lite als Frame Wie bei vielen meiner Ideen ist mir klar: Das Ding kann vieles, ist in Summe stark aber im Einzelfall Speziallösungen unterlegen. Was denkst du? Cheers, Craig3 Punkte -
Hüttenschuhe
aledran und ein anderer reagierte auf Zippi für Thema
2 Punkte -
Six Moon Designs Gatewood Tarp-Poncho
zeank und ein anderer reagierte auf ThomasD für Thema
Ich fand das Bild auf der folgendes Seite mit dem Gatewood Cape sehr interessant (bis zum Schluss scrollen): http://madoroming.info/2012/07/18/白馬岳で北アデビュー(1)/2 Punkte -
Windhose - quick & dirty
ULgeher reagierte auf cafeconleche für Thema
Heute Abend habe ich erfolgreich prokastiniert und mir eine Windhose genäht. Ohne jeden Schnickschnack, ohne Reißverschlüsse, ohne Taschen. Mein erstes Werk. Materialbedarf: 1,5 m ripstop Nylon PTX Endurance (gabs vor kurzem bei extremtextil), Gütermann Allesnäher, Microtex-Nadeln, 1größerer und 2 Mini-Tankas, 2mm Elastikkordel und 3mm Elastikkordel, 2 Ösen, die alte Quelle-Nähmaschine aus Mutterns Aussteuer Als "Schnittmuster" habe ich mir meine Marmot Regenhose genommmen. Hier liegen beide Teile übereinander. Ich habe die Hose aus 2 Teilen genäht: Linkes und rechtes Bein, es gibt also an der Beinaußenseite keine Naht. Ich habe den roten Stoff gefaltet, beschichtete Seite außen (weil die nachher die Hoseninnenseite ist) und die Falz mit ein paar Wäscheklammern gesichert. Beinaußenseite der Marmot auf die Falz, Beininnenseite mit Nahtzugabe mit einem Buntstift auf den Stoff gemalt. Unten und oben für den Saum ca. 3 cm dazugegeben. Die Ecke vom Schritt habe ich ziemlich großzügig (fand ich) improvisiert, weil ich mir den Zwickeleinsatz sparen wollte. War auch gut so. Für die andere Seite habe ich als Schablone dann das schon zugeschnittene erste Teil genommen. Als nächstes habe ich erst einmal mit der Nähmaschine und ein paar Stofffetzchen herumprobiert, bis ich die richtige Fadenspannung hatte. Dann beide Beine erstmal vom Fuß bis zum Schritt zusammengenäht (beschichtet liegt außen). Dafür habe ich weder geheftet noch mit Stecknadeln gearbeitet, sondern mit Mini-Wäscheklammern (Faulheit, und um die Beschichtung nicht zu perforieren). Als nächstes muss man ziemlich genau überlegen, wie man den Stoff legen muss, um Bauch- und Hintern-Naht wirklich innen zu haben: Beine auf Rechts drehen, rechts auf rechts legen, dann geht es. Hier kam ich mit meine Klammertechnik nicht mehr weiter und musste doch Stecknadeln nehmen. Eine durchgehende Naht von hinten nach vorn genäht. Dabei im Schritt, wo sich alle Nähte treffen, dreimal genäht, da ich hier den potentiell größten Zug vermute. Ich habe keine Kappnähte genäht, sondern einfach nur eine Naht. Bislang ribbelt sich wegen der Beschichtung nichts auf. Vielleicht bügle ich aber auch noch Seamtape auf, dann wird es erstens noch dichter, und zweitens kann der Stoff wirklich nicht aufribbeln. Dann kamen die Löcher für die Gummis dran: Schlitz neben der Innennaht, ca. 1cm lang, 2cm vom Fußende entfernt. Nähmaschine auf Zickzack, Stichgröße Null, Transport ausgesetzt und den Stoff von Hand geschoben. An beiden Enden des Schlitzes mehrfach hin-und-her, dann beide Seiten des Schlitzes mit ganz engen Zickzackstichen eingefasst. (Vielleicht geht das bei Maschinen, die Knopflochstich können, eleganter). Schließlich den Saum gesteckt (Einschlag-Umschlag) und genäht, dünne Kordel durchgezogen, mit Mühe doppelt auf den Mini-Tanka bekommen, ein ende durch die Öse gefädelt, diese per Hand an die Innenbein-Naht genäht. Das ist mir wichtig, damit nie eine Gummischlaufe beim Laufen unten aus der Hose hängt, die sich an einer Wurzel verfangen könnte. Dasselbe mit dem anderen Bein und - mit dickerer Gummikordel und größerem Tanka - an der Taille. Fertig. Anprobieren. Passt gut zur neuen Cumulus-Jacke1 Punkt -
Nitecore Tube pimp
Omorotschka reagierte auf heff07 für Thema
hallo, auf der suche die nitecore tube universeller (sie nicht immer nur in den mund nehmen zu müssen und mit dem würgereiz kämpfen..., wenn ich die hände frei haben möchte) einsetzen zu können, bin ich in der spielzeugkiste der kinder über dieses (sie Bild) "LEGO Gelenk" gestossen. runtergeschliffen, mit abgerundeten ecken und etwas tape versehen kann ich jetzt die Lampe in verschiedenen winkeln hinstellen und sie auch hinter das als stirnband eingesetzte buff klemmen wobei sich der Lichtkegel noch justieren lässt. ein weiterer vorteil ist, dass der schalter durch diese anordnung des gelenkes besser gegen unbeabsichtigtes einschalten gesichert ist. ach ja: das ganze wiegt 2 gramm mehr. schönen gruss heff1 Punkt -
Könnte man das Ganze durch einen Abspannpunkt (ggfs. geklebt) auf mittlerer Höhe, welchen man mit einer Leine, befestigt an einem zweiten Trekkingstock, befestigt, verstärken? Hat damit schon jemand Erfahrungen?1 Punkt
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Kommt drauf an. Da das Blatt so dünn ist, kommt man auch gut durch dünnere Eisschichten (3-5cm). Nur muss man viel mehr aufpassen, überlegen wie man sie einsetzt und sorgfältig damit umgehen. Umso fluffiger der Schnee ist, umso geeigneter ist die Schaufel. Durch die exponierte Lage mit viel Wind, aber auch viel Sonne, ist die Schneeschicht im Sarek eher kompakt und durchsetzt mit Eisschichten. Mein Problem ist einfach, dass eine Schaufel für mich ein Arbeitsgerät ist und ich bekomme es im Einsatz mental nicht verknüpft, dass ich damit vorsichtig umgehen muss. Für die nächste Tour werde ich mir eine stabilere zulegen. Aktuell liebäugele mit der MSR Responder, da sie u.a. einen ausziehbaren Stiel hat. Ein langer Stiel ist Gold wert, das erleichtert die Arbeit enorm. Damit trage ich zwar doppelt so viel Gewicht mit mir herum, aber dafür bin ich mit den Arbeiten schneller und komfortabler durch und muss mir bei so einem wichtigem Ausrüstungsteil keine Sorgen machen (so die Hoffnung zumindest ).1 Punkt
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf Heinrich für Thema
Was hattest Du für eine Schaufel dabei? Edit: "Arva Ultra"- habs gelesen in der Ausrüstungsliste. Scheint also eher ungeeignet zu sein. Nein. Bei dem Wetter verläuft man sich leicht. Stand vor 2 Jahren auch im Schneestreiben vor einer Hütte von der ich mich fragte wo die denn herkommt. Bis mir aufging dass das dieselbe ist von der ich gestartet bin...1 Punkt -
sackundpack.de hat dieses Wochenende (bis Di 3.7.) die Zelttage, wo fuer Newsletter-Bezieher (kann man ja noch schnell werden ) die lagernden Zelte 20% billiger sind (ausser US-Importen, da aber zumindest 10% auf Tarptent und Gossamer Gear). Im Zuge dessen haben sie auch im Shop so einige Zelte herabgesetzt, das Meiste ist natuerlich fuer ULer zu gross / schwer, ausser vielleicht das Exped Mira 1 HL (wobei ich den Aufbau fummeliger als bei nen Tarptent oder Zpacks finde) und das HMG Echo 1 System das finde ich fuer die 337 € schon interessanter. Um´s naechste We sind es dann Schlafsaecke / Isomatten (aber bestimmt nicht WM ) und am Wochenende drauf sind es Rucksaecke, Kochen, Leuchten (auch da wuerde ich mal vermuten, dass der Titankram ausgenommen ist, habe aber nicht nachgefragt, bei den Rucksaecken habe ich nachgefragt, HMG, Zpacks ist schon mal ausgenommen). Bei TLS gibt es gerade auch ein paar nette Angebote u.A. das Nemo Apollo 3 Mid (ohne IZ) fuer 170 €, SMD Haven Tarp fuer 200 € (gut das ist jetzt nicht viel weniger, aber wer es eh haben wollte, ist ja rel bekannt), Pack towel Nano fuer 5 € (die Teile sind echt nett, auch zum Kondenswasser morgens vom Zelt wischen, oder 2 zusammengenaeht als richtiges Handtuch), Montane Featherlite Alpine 35 fuer 60 €, STS-Packriemen 2 stk 10 mm 4,35 € (die Dinger sind natuerlich ein paar g schwerer, als wenn man sich welche mit Leiterschnalle und duennem Gurtband selber naeht, aber Metallschnalle und halten schon gut kg, da finde ich dann 8 g ok)1 Punkt
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War mit einem Freund vor 3 Wochen 4 Tage im Karwendel unterwegs. Das Wetter war perfekt, es war sehr wenig los es hatte aber teilw. heikle Altschneefelder (z.B. der Übergang vom Wilde Bande Steig ins Stempeljoch). Start- und Endpunkt war Scharnitz, 72 km, ca. 4400hm im Aufstieg und Abstieg. Birkkarspitze Inntal und Stubaier Alpen Knappensteig ins Vomper Loch Vomper Loch Aufstieg zur Speckkarspitze Gipfel Speckkarspitze Abstieg Südwestgrat Stempeljoch Gleirschklamm1 Punkt
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Nitecore Tube pimp
Omorotschka reagierte auf Stromfahrer für Thema
Meinen Tube-Pimp habe ich ja in meinem Blog mal beschrieben: Neodym-Magnete und Schrumpfschlauch. Hier die Kurzfassung in Bildern: Vorteil der Magnetlösung: Freie Drehbarkeit ohne Fummelei. Die Lampe hält die Position und Drehung sehr gut dank der Reibung des Schrumpfschlauchs. Ich bin übrigens letztlich auf die T360 umgestiegen, weil der Clip und das Gelenk mir in der Handhabung mehr zusagten als das Stirnband (ist aber mit 20 g noch mal schwerer).1 Punkt -
Schöne Lösung! Ich setze den Pimp Faden mal fort. Wer´s gern klassisch hat, hier ein Tuning als Stirnlampe, wiegt aber 5 Gramm. Mit Lampe 14 gr. Ein Reststück 15mm Gurtband, zwei Schnipsel Hosengummi und etwas Gumischnur. Schnur genäht statt "schwere" Knoten. Die unterschiedlich angebrachten Gummibänder ermöglichen zwei Leuchtwinkel/Lichtpositionen. Justierung mit einem Mini Tanka, den könnte man sogar einsparen. Mit Tanka kann man die Konstruktion zusätzlich noch wo dranzurren. Und das Beste: Funktioniert auch mit der Thrunite Ti3.1 Punkt
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Dich die Platzwartin nach dem Blick auf den Rucksack mit den Worten "Na das ist ja mal ultraleicht!" begrüßt. Musste sie aber enttäuschen, sieht leichter aus als es ist.1 Punkt
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Grüße aus der Schneehöhle! 2 Wochen Sarek im März (2018)
dermuthige reagierte auf mawi für Thema
3. Etappe: Goodbye Padjelanta! Ich finde den VBL einfach widerlich. Zumal die nassen Schlafsachen tagsüber gefrieren und man dann abends in die kalten Sachen schlüpfen muss. An sich ist es nicht schlimm, da die Sachen ruckizucki auf Körpertemperatur sind, aber die mentale Überwindung … Das schlimmste ist aber immer das Aufstehen. Die nasse Kleidung macht es noch viel schwerer als es eh schon ist. Eigentlich, was heißt eigentlich, es ist nicht schlimm, aber die mentale Barriere ist immer hoch. Zudem mache ich den Fehler und blicke auf das Thermometer: -18°C! *Brrr* In der Nacht waren es -22°C. Jetzt komme ich gar nicht mehr hoch, die Blockade im Kopf ist einfach zu groß. Wieder einmal ist es die Sonne und das abtropfende Wasser, was mich aus dem Schlafsack holt. (Keine Ahnung was beim Aufbau der Unterschied zum Vortag war. Jedenfalls sieht es immer noch nicht gut aus. Für heute Abend habe ich eine weitere noch bessere Idee ) (Die ersten beiden Tage grub ich noch eine kleine Sitzgrube für die Beine, wo ich auch den Rucksack hineinstellen konnte. Das war super praktisch, aber sie kostete zu viel Platz im Inneren und erschwerte das Abdichten der Tür. Außerdem nutzte ich sie nicht wirklich zum Sitzen, weshalb ich es in den folgenden Tagen nicht mehr tat.) Die ganze morgendliche Prozedur dauert immer ewig (ca. 1,5 bis 2h) und wird sich im Laufe der Tour auch nicht bessern. Das nervt gewaltig. So komme ich wieder erst gg. 10Uhr los und ich laufe wirklich keine 5min, als mich die ersten Scooter mit einem Toilettenhäuschen im Schlepptau überholen. Bin also gerade so noch rechtzeitig los Der Scooterbetrieb nimmt im NP deutlich ab, aber Strom an Versorgungsscootern reißt nicht ab. Hab ja volles Verständnis dafür, aber es nervt trotzdem und stört gewaltig das Natur- und Wildniserlebnis. Da kann ich ja gleich in Berlin bleiben! (Die Tarra voraus.) An der Tarra mache ich eine lange Pause, um die Sachen ein wenig trocknen zu lassen. Derweil knabbere ich an einem NCFPR herum. Mmmh, voll lecker! Hier noch ein Häppchen, da eine Ecke - puh! Stopft ganz schön, aber noch ganz lecker. Noch 2 Happen und endlich ¼ geschafft! Der Blick wandert langsam den Riegel entlang. Oh Mann! Der scheint immer größer zu werden. Ich schließe die Augen und knabbere weiter brav an dem NCFPR herum. Ich versuche mir noch ein Häppchen hineinzuwürgen, aber ich falle nur nach hinten und kugle mich auf der Veranda. Ufff, gerade einmal einen halben NCFPR geschafft!!! Also gerade mal 112g. Und dabei hatte ich 2 NCFPR pro Tag eingeplant Die Sachen sind noch nicht wirklich trocken, packe aber nach 1h alles wieder zusammen. In dieser Stunde hatte ich es übrigens noch geschafft mir den ganzen NCFPR hineinzuschieben. Ich fühle mich, als ob ich eben 6 oder mehr Pizzen gegessen hätte. Irgendwie ist die Verlockung groß hier zu bleiben und in einer Hütte zu nächtigen. Die Vorstellung von einer urigen Hütte mit einem schönen Öfchen, der mollige Wärme verbreitet – hach! Aber die Tarra-Hütten sehen mir zu modern aus und außerdem ist es erst der 3. Tag. So breche ich auf und folge weiter den Scooterspuren den Hang hinauf. Ich gewinne sehr schnell an Höhe und während die Spuren nach links über den Kamm führen, gehe ich weiter geradeaus. *Schnief* Nun ist es soweit, ich verlasse den wunderschönen Padjelantaleden. Aber ich bin mir sicher, dass wir uns wiedersehen werden. Ein letzter Blick zurück: Okay, weil es so schön ist noch ein Blick: Huh, eine Padjelantasommerwanderwegmarkierung *Klick* Der Hang ist stellenweise ganz schön vereist, so dass ich ordentlich die Skikanten in den Hang hauen muss. Ich will runter, aber plötzlich taucht diese offene Schlucht auf: (Auf dem Bild sieht es harmlos aus, aber ich schätze, dass sie gute 10m tief war.) Ich entscheide mich doch auf dieser Seite zu bleiben und es ist eine gute Warnung für Tage mit whiteout! Der Akku glüht! Die Aussicht und das Licht sind überwältigend! Ich hab schon seit 3 Tagen ein Dauergrinsen: Ist aber auch kein Wunder bei dem Panorama: Und die ganze Tour über kreuze ich unzählige Tierspuren, oftmals auch ganz frische, sehe aber bis auf paar Rentiere keines: Im letzten Sonnenlicht baue ich das Zelt auf. Jetzt habe ich den Aufbau ganz gut optimiert. Ich grabe jetzt immer einen etwa 10cm breiten und tiefen Graben, in den ich das Zelt setze. Dann fülle ich den Graben außen mit Schnee. Dadurch ist es unten herum Schneedicht und die Seiten werden nicht mehr so eingedrückt. Das hat sich soweit bis zum Ende der Tour bewährt. Nur die Eingangstür abzudichten war etwas tricky. Hier brauchte ich ein paar Tage, bis ich den Dreh raus hatte. Am Ende nutzte ich die Ski, indem ich einen von außen und einen innen platzierte und bei Bedarf die letzten Löcher mit Schnee stopfte. Der einzige Nachteil ist, dass es ziemlich dauert. Durch das Absenken geht natürlich etwas an der Grundfläche verloren und ich bin froh, dass ich letztlich doch das DuoMID anstelle des SoloMID mit genommen habe. Mit dem Verschwinden der Sonne hinter den Bergen wird es auch ziemlich kalt, so dass ich mich mit dem Aufbau beeile. Im Eifer des Gefechts steche ich die Schaufel in den vereisten Schnee und trete, wie beim Garten umgraben, auf die Schaufel, um sie in das Eis zu treiben. *Hand an den Kopf klatsch* Wie dumm, mir war die Labilität der Schaufel bewusst und so kommt es, dass die rechte Ecke der Schaufel Senkrecht nach vorn biegt * Schock* Zum Glück kann ich sie wieder halbwegs gerade biegen, ohne dass sie Schaden nimmt. Ich schwöre mir, in Zukunft mehr Rücksicht auf die Schaufel zu nehmen. Wie die letzten Abende bekomme ich beim Zeltaufbau wieder eiskalte Zehen. Damit fällt auch groß rumsitzen aus und ich schlüpfe immer gleich in den Schlafsack. Diesmal waren zu meiner Überraschung alle 3 Layer im Zehenbereich des rechten Fußes gefroren/vereist. Also die dünne Socke, die Tüte und die Isosocke. Keine Ahnung wie das passiert ist und es kam zum Glück auch nicht mehr vor. Ich überlege, ob ich das nächste Mal Thermofüßlinge für die Zeit im Zelt mitnehme. *Brrr* Heute ist es mir arschkalt. Ich zittere regelrecht. Das Thermometer zeigt -20°C, also eigentlich ganz okay. Ich weiß nicht was los und krieche schnell in den Schlafsack. Leider dauert es immer, bis es im Schlafsack mollig warm wird. Das stellte ich auch schon zu Hause beim Probeliegen in der warmen Wohnung fest. Da dauerte es mindestens 15 min, bis es warm wurde und ich langsam raus musste. Bei -20°C geht es nicht schneller, eher langsamer. Keine Ahnung was heute los ist, ich friere und beginne leicht zu zittern. Selbst der Kamerakku möchte heute nicht laden, der Stift will nicht recht schreiben und der inReach meckert, dass es ihm zu kalt ist. Ich entschließe mich eine Wärmflasche zu machen. Whoop, Whoop! Das war die beste Idee ever!!!! Der Schlafsack ist in null Komma nix auf mollig Warm und ich schlafe entspannt ein. Bei der nächtlichen Pinkelpause finde ich einen Wunderschönen Sternenhimmel vor. Also zücke ich schnell die Kamera und mache ein Bild:1 Punkt -
Ich habe die letzten Tage nach einer Wanderhose geschaut welche sehr leicht und zippbare Beine hat.......Ergebnis; nix gefunden. Also bei Extex ein Stöffchen bestellt http://www.extremtextil.de/catalog/Ripstop-Nylon-winddicht-matt-elastisch-40g-qm::1566.html und selbst eine geschneidert. Vom Ergebnis bin ich positiv überrascht, da ich nicht dachte das so hin zu bekommen. Oben am Bund habe ich ein 40mm Elastisches Band eingenäht, und an den Beinabschlüssen ein 20mm Band. Ich habe mich zu den Kamsnaps entschieden, da ich einfach keine Lust hatte einen Reißer einzunähen, mal sehen wie lange das hält. Der Bereich in dem die Snaps an der Hose sind ist 8 Lagig, an den Beinlingen habe ich einen Streifen 90g Zeltbodenstoff eingenäht. Über den Snaps habe ich eine Abdeckleiste genäht, die die Snaps verstecken soll und den Wind abhält. Einzige Manko sind die Nähte innen. Ich hatte einfach keine Lust da mit einer Französischen Naht das alles zu nähen, so habe ich einfach am Ende alle Nähte mit nem ZickZack Stick vernäht. Hier wäre eine Overlock Maschine Gold wert. Gewicht Hose: 43g Gewicht Beinlinge: 41g Gewicht komplett: 84g1 Punkt